Kommentare

Barer Unsinn

Die technischen Prüfvorschriften für PKW,s in USA sind nur bei Neuwagen restriktiv nicht bei Gebrauchtwagen. Wir können gerne bulgarische technische Vorschriften für die Überprüfung von Gebrauchtwagen einführen. Die sind auch noch besser als die amerikanischen.
Alle anderen Prüfzertifikate die man als deutsches Unternehmen teuer beim TÜV erwerben muß, wären dann auch obsolet. Die amerikanischen Sicherheitsstandarts bei Elektrogeräten entsrechen einer munteren Bastelrunde in der vierten Klasse Grundschule.
Man benenne doch einen europäisches Produkt, das sich mehr in Amerika verkaufen lässt, durch die Einführung der Freihandelszone?
Es ist und bleibt eine amerikanische Hilfe seitens der EU um Obama die Arbeitsmarktzahlen zu verbessern. Am Ende wird Deutschland dabei verlieren. Die EU ist sowieso indiskutabel. Da wissen wir wer die Fäden dort zieht.

Oh nein!

Ich hoffe nur, dass der Gentechnik in Europa nicht ein Scheunentor geöffnet wurde! (Der schmale Türspalt hat schon gereicht!)

Petition?

Im Petitionieren sind die Europäer doch jetzt schon geübt.

Hieß es nicht im

Hieß es nicht im Vorgänger-Artikel, der Agrarsektor solle ausgeklammert werden?

Wir werden doch jetzt nicht mühsam erstrittene EU-Richtlinien und Gesetze wieder abschaffen, damit die USA für Gen-manipulierte Produkte einen großen Markt vorfinden?

Und wer

bezahlt die wegfallenden Zölle? Wie kann sichergestellt werden, dass die Gewinne der Unternehmen an die Verbraucher weitergereicht werden? Wie stellt man sicher, dass es keine Agrogenprodukte (Saat, Rohstoffe, Nahrung) über den Teich schwappen? Soetwas gehört von vorneherein verbindlichst, wasserdicht abgesichert und zwar mit Bestrafung bei Vergehen und volle Haftung bei Havarie. Nicht wie bei der Atommüllentsorgung!

das Gegenteil von Sinnvoll

Die Staaten nehmen dadurch weniger ein und ratet mal wer dieses Defizit ausgleicht... Ich nehme an viele Produkte werden für die Verbraucher deutlich billiger???? Nur Reiche Leute können sich einen armen Staat leisten!

So schnell, so unerwartet,

So schnell, so unerwartet, ohne Vorbereitung.

Das Volk hat nichts mehr zu sagen, wir lassen uns ein ums andere Mal unterbuttern, und bestätigen durch die Wahlen diesen Kurs.

Es ist unfassbar. Meine Hoffnung dahin. Wir alle sollten überlegen, ob Streiks helfen, irgendetwas. Aber wir sitzen nur rum, ziehen es uns rein, und sagen letztlich, okay.

10 % der Bevölkerung, die hier schreiben, sind nicht genug. Wir müssen endlich etwas (zivilen) WIDERSTAND zeigen. Diese Entwicklungen sind düster.

Bevor es zu einer Freihandelszone kommt...

...sollten die USA erstmal ihr Sozialsystem an europäische Standards anpassen.

Preisverheißung

Ehe durch die neue "bahnbrechende" "Handels- und Investitionspartnerschaft" Produkte (bei gleicher Qualität!) für den Verbraucher - billiger würden, würden vermutlich erst einmal die Gewinne der "Freihändler" erhöht. Dass die Narrative eine andere ist, dürfte kein Zufall sein, denn die Verbraucher sind ja auch Wähler, und die braucht man noch. Um Handelshemmnisse so zu schleifen wie man die Staatsaufgaben zusammengestrichen hat, nachdem wegen Steuerminderungen für die Reichsten die Schulden groß genug waren. Weil Märkte ja alles besser können (die Banken- und Finanzmarktkrise vergessen wir mal).

Aber abgesehen von der Preisverheißung: Autos nach amerikanischem Standard - das käme doch wohl nur bei amerikanischen Höchstgeschwindigkeiten auf deutschen Autobahnen in Betracht, also bei einem "Tempolimit" und damit so bald nicht ...

Und vor Gen-Produkten usw. wäre man nach Beseitigung der "Handelshemmnisse" vor lauter "Freiheit" wohl auch nicht mehr sicher.

Verheißung eben ...

Hoffnung

Ich finde das ein fantastisches Projekt und ich bin mir sicher - falls es nicht scheitern sollte weil es etwa zwischen Interessengruppen zerrieben wird - das es dabei helfen wird die Welt etwas näher zusammen zu rücken.

In eine solche gewaltige Freihandelszone könnten dann auch nach und nach weitere Staaten eintreten sobald diese sich (insb. wirtschaftlich) dazu bereit fühlen.

Was die europäische Union und die Bedenken hinsichtlich genetisch veränderter Produkte angeht könnte man doch solche Produkte in Staaten, deren Bevölkerungen Bedenken haben, einfach entsprechend kennzeichnen.

Ich wünsche dem Projekt auf jeden Fall alles Gute!

Ich sehe auch die Gentechnik

Ich sehe auch die Gentechnik als grösste Gefahr, die mir da droht.

Ich bin schon am Überlegen, auf welche Weise ich meinen Ernährungsplan umstellen kann, um zu garantierter Gentechnikfreiheit zu kommen.

Was andere darüber denken ist mir egal, mir geht es um das Recht auf Selbstbestimmung.-

Nein zu einer Interkontinentalen Freihandelszone.

Ich finde diese Entwicklung gefährlich, denn sie ebnet den Weg zu einer Interkontinentalen Union, in der wir Bürger nichts mehr zu sagen haben.

Deshalb: Nein zu einer Interkontinentalen Freihandelszone.

Das wäre man eine Maßnahme

Eine Freihandelsabkommen mit Amerika wäre mal eine riesiger Schritt nach vorne. Stehen sich Amerika und Europa doch weit näher als die alle anderen Kontinente.
Es wäre schön, wenn man ein solches abkommen dann auch erweitern könnte um sagen wir den Personenverkehr zu vereinfachen.

welche europäisch-amerikanische Arbeitsgruppe?

Im Artikel heißt es lapidar:
"Grundlage sind Empfehlungen einer gemeinsamen europäisch-amerikanischen Arbeitsgruppe."

Unter dem Begriff "Arbeitsgruppe" steckt doch mit Sicherheit irgendein Lobbyisten-Verband.

Welche Gruppe das ist, wird aber verschwiegen.
Ist es die Transatlantik-Brücke?
Ist es der Counsil on Foreign Relations?
Oder gar vielleicht Club of Rome?
Oder ein weniger bekannter Ableger dieser Vereinigungen?

Welche Gruppe hat denn nun ihre Interessen ausgearbeitet und unterbreitet?

Bon Appetit...

Apropos Gen-Food: Dazu ein passendes Zitat (vom 06.02.2013, aus der "Hannoverschen Allgemeinen") von Frau Quisthoudt-Rowohl , CDU-Abgeordnete im Europaparlament und Kämpferin für "Deregulierung":
„Millionen Menschen leben ganz gut mit den Lebensmitteln, die es auf ihrer Seite des Atlantiks gibt. Wir finden vielleicht nicht jede Methode gut, mit der der andere produziert – aber umbringen wird uns das auch nicht gleich. Da müssen wir schon etwas großzügiger im Umgang mit der jeweils anderen Sicherheitsphilosophie werden.“
Guten Appetit!

Gewinner und Verlierer

Die Artikel beschreiben zu Recht die Vorteile: günstigere Preise, geringere Handelskosten, höhere Gewinnmargen. Was die Artikel vergessen zu erwähnen, dass hier auch langfristige Folgen entstehen. Wir kennen das doch schon von Europa. Die Firmen mit den geringsten Lohnstückkosten werden die anderen langfristig aus dem Markt entfernen. Es entsteht eine Konsolidierung, Kapital wird konzentriert und es wird weit entfernt produziert, was noch mehr abhängig von Transporten macht.

Wenn man bedenkt, wie gering amerikanische Steuern und Sozialkosten sind und dass dort auch technisch auf hohem produktiven Niveau produziert wird, dann fällt es leicht zu verstehen, dass gerade europäische Südländer kaum eine Chance haben. Mag sein, dass Deutschland nicht so schlecht aufgestellt ist, aber Europa als Ganzes wird im Wettbewerb verlieren, es sei denn es senkt die Sozialsysteme auf amerikanisches Niveau.

Viel Spaß dabei, kurzfristig zu profitieren und langfristig zu verlieren!

@FalkVonHuendorf

Dass "Zoll volkswirtschaftlich eine gute Sache" ist würde ich pauschal nicht unterschreiben, aber mit der Aussage " gewinnt allein die internationale Hochfinanz" haben Sie mit großer Wahrscheinlichkeit Recht.

Der wirtschaftliche "Wettbewerb" wird sich verschärfen, Oligopole und Monopole werden größer und mächtiger. Die Mittelschichten, die schon seit 35 beiderseits des Atlantiks schwinden kommen weiter unter Druck - und "gewinnen" wird "Das Kapital".

Win ! Win ?

.
Die VSA haben noch NIE eine Zollbarriere zu einem Land fallen lassen, wenn sie sich nicht absolut sicher waren davon zu profitieren.

Wenn aber im Außenhandel die USA gewinnen, wie können dann die Länder der EU auch gewinnen ? Zwei Sieger auf dem gleichen Treppchen ? Für wie bescheuert hält man denn den Bürger mittlerweile ?

Daß Obama "Erfolge" braucht ist das eine, und ich hab damit auch kein Problem. Aber daß wir damit unsere mühsam erworbenen Standards über Bord werfen sollen, DAMIT hab ich ein Problem.

Überschwemmt von mir aus den Europäischen Markt mit Waren aus den VSA. Ist sicher ganz toll wie die Phosphorsäure in der Coca-Cola. Aber wenn sie schon liefern wollen, dann zu UNSEREN Bedingungen !

@ Taigabaer

"...sollten die USA erstmal ihr Sozialsystem an europäische Standards anpassen."

Meinen Sie damit zum Beispiel den in den USA staatlich festgeschriebenen Mindestlohn, um Lohn-Dumping und Schwarzarbeit zu vermeiden? Darum drückt sich Deutschland seit Jahrzehnten.

Einbahnstrasse?

Ich habe wirklich nicht viel Ahnung von der ganzen Geschichte, aber ich frage mich doch ernsthaft, ob die Vor- und Nachteile nicht in beiden Richtungen wirken werden. Haben die USA etwas keine Einbußen aus fehlenden Zoll-Einnahmen?

Sollte es aber wirklich so schlimm für Europa sein, wie die meisten hier behaupten, solltet Ihr Euch dann nicht irgendwann mal ernsthaft fragen, wem Ihr da alle vier Jahre wieder Eure Stimme gebt?

Was ich allerdings auch befürchte ist, dass es für den kleinen Mann und die kleine Frau auf beiden Seiten des Atlantiks wieder etwas kühler werden wird.

Insofern ist es wohl auf beiden Seiten des Teiches an der Zeit, die Macht des Kapitals zu beenden. Ach was für ein schöner Traum :-)

Mein Volk nervt mich...

Der krankhafte Reflex erstmal alles abzulehnen was mit neuer Technologie und internationaler Zusammenarbeit zu tun hat geht mir so langsam gehörig auf den Senkel.

Dabei lesen anscheinend viele Kommentatoren noch nicht mal den Artikel bevor sie ihre Empörung kundtun. Manch einer macht sich zumindest noch die Mühe nach "Argumenten" für seine schon feststehende ablehnende Haltung zu suchen. Auch wenn es dabei schon mal ziemlich abstrus wrden kann.
Was zum Geier hat z. B. unsere TÜV-Prüfung mit einem Freihandelsabkommen zu tun??

Zu den Zöllen: im Radio wurde eben betont, dass es primär um Änderungen HINTERM Zoll geht. Wie z.B. unterschiedliche Normen bei der Krümmung der Reflektoren von Fahrzeugheckleuchten. Außerdem ist das keine Einbahnstraße. Die Amerikaner dürften auch Ihre Meinung zu unseren extrem hoch subventionierten landwirtschaftlichen Produkten haben. Und die EU wird wohl noch in diesem Monat Strafzölle für US-Bioethanol einführen. Niemand will alle Zölle abschaffen!

Sehr wirr

Wenn es eine Freihandelszone zwischen USA und EU gibt, heisst das doch nicht, dass die Rechtssprechung der EU und der USA abgeschafft wird. Es geht um eine Zollunion bzw. eine Freihandelszone. Es dürfte auch für den Verbraucher von Vorteil sein, wenn er Waren aus USA beziehen möchte. Schon jetzt importiert die USA Waren un die EU, und umgekehrt. Wer Angst vor Genmais hat, muss jetzt schon aufpassen. Gut wäre es allerdings, wenn im Rahmen der Vereinbarung eine allgemeine Kennzeichnungspflicht und Transparenz für den Verbraucher bestünde. Schließlich möchte ich wissen, was ich mir da genau kaufe.

USA

Wer denkt mit USA kann man faire Geschäfte machen, denkt falsch. "The first business of Americans are business"
oder wie oben schon geschrieben : hire and fire.
wir kommen ja nicht mal inerhalb der EU klar und jetzt wollen wir mit einem Wirtschaftriesen Geschäfte machen?
Ich bin dagegen. Wir haben schon genügend American way of life,
was soll uns als Menschen da Vorteile bringen?
Alles ist nur für die Grosskonzerne gedacht, wo bleibt unser Mittelstand? Ich bin für meinen Metzger und meinen Bäcker, und Produkte aus unserer Gegend, die garanriert gesünder sind.

@Polterer

lesen Sie doch aufmerksam den Bericht. Hier geht es um anscheinend nicht weit voneinander liegende technische Standarts.?!
Die liegen so weit auseinander wie der Atlantik von Europa.
Wollen Sie NTSC TV oder 110Volt Technik?

Den Befürwortern sei gesagt, dass wir hier über Exporte sprechen. Das heisst Umsatz auf Schulden.
Die USA und die EU setzen gemeinsam ca. 500Mrd. Euro pro Jahr um. Beide etwa ausgeglichen. Durch die Freihandelszone sollte der EU Umsatz d.h. die knapp 230Mrd. Euro um 0,5% wachsen. Obama spricht auf seiner Seite also den 270Mrd. Euro von über 10% Steigerung.
Jetzt überlegen Sie mal, wer das bezahlen soll?

Viele in dem Forum verwechseln kulturelle Zusammenarbeit und Zusammenwachsen mit knallharten wirtschaftlichen Interessen.
Wir haben seit der Euro-Einführung viel Geld verloren. Nun soll der US Haushalt durch EU Steuermittel aufpoliert werden, darum geht es.
Dafür No GO! Obama.! Behalten Sie Ihr Freihandelsabkommen. Sprechen Sie mit China, die sind cleverer!

@ 20:45 — hxk

Das ist ein Widerspruch in sich. Monopole und Oligopole entstehen durch einen Mangel an Wettbewerb

Nein, denn der Wettbewerb wird dazu führen, dass die Konzentration zunimmt.
Wir sehen es von A-Z, Auto-Zement. Die Zahl der Anbieter sinkt. Und wenn dann die Rendite nicht mehr reicht, spricht man sich eben ab.

Marx und Engels lagen in ihrer Analyse richtig; in den Schlussfolgerungen aber nicht.

@ Xabbu

"Zwei Sieger auf dem gleichen Treppchen?"

So paradox das klingen mag, aber im internationalen Handel können wirklich beide Seiten gewinnen. War nicht die Grundidee des Handels vor 20.000 Jahren mal: "Ich gebe dir was, was du nicht hast und kriege dafür was, was ich nicht habe, und danach stehen wir beide besser da." ???

"Aber wenn sie schon liefern wollen, dann zu UNSEREN Bedingungen!"

Ja, super! Liefern bedeutet doch wohl, dass IHR etwas haben wollt. "Ich will, dass Du mir was gibst, aber ich will auch, dass Du es mir zu meinen Bedingungen gibst." Reichlich vermessen, oder?

Ich nehme an, mit UNS meinen Sie Deutschland oder die EU. In dem Falle: Es ist doch ganz einfach, in eine Position zu kommen, in der man die Bedingungen diktieren kann:

IHR braucht doch nur die stärkste Industriemacht der Welt zu werden, dann könnt IHR alle so herumkommandieren, wie es heute angeblich die USA tun. Wer hindert EUCH denn daran?

@Gandhismus

Das ist ja die reinste Hexenjagd. Sicherlich ist nicht alles gut, was die Lebensmittelgenetik hervorbringt, allerdings gleicht es einer mittelaterlichen Hexenjagd, wenn man jedwede Gentechnik stante pede ablehnt.

Dabei sind sie von Gentechnik umgeben! Wenn sie bei niedrigen Temperaturen ihre Wäsche waschen: Es ist ein Enzym aus genetisch Veränderten Bakterien darin.

Mögen sie Nektarinen? Herzlichen Glückwunsch sie essen einen Mutanten des Pfirsischs, der keinen Pelz mehr hat.

Essen sie Blumenkohl? Auch hier hat der Mensch Gen-Engeneering betrieben. Der Blumenkohl kommt nicht in der Natur vor, er ist eine extrem stark mutierte Form des ursprünglichen Wilskohls, der in der freien Natur garnicht überlebensfähig wäre.

Dass der Mensch seit Jahrtausenden Genetik betreibt, scheint wohl gerne ausgeblendet zu werden. Bei der heutigen modernen Gentechnik gibt es einen unterschied: Der Mensch hat weitgehend verstanden was er tut.

Aber was der Bauer nicht kennt, isst er wohl nicht.

@ Gutaeufer

"The first business of Americans are business"

Können Sie das bitte mal übersetzen? Auch nach 45 Jahren Englisch sprechen (davon 18 Jahre als Bürger der USA) macht der Satz "Das erste Geschäft von Amerikanern sind Geschäft" für mich leider keinen Sinn.

Aus Respekt für Ihre Meinung würde ich gern wissen, was Sie meinen.

Freihandelszone

Ich weise hier ausdrücklich NICHT darauf hin, daß im September Bundestagswahl ist...

Ansonsten noch eine Erinnerung an Aufnahmekriterien für Eu- Beitrittskandidaten:

"Die Europäische Union vertritt eine klare und eindeutige Position gegenüber der Todesstrafe. Die Abschaffung der Todesstrafe ist ein zentrales Ziel der Menschenrechtspolitik der EU. Und selbstverständlich ist die Abschaffung der Todesstrafe eine Voraussetzung für den Beitritt zur Union."

siehe:

http://eeas.europa.eu/human_rights/adp/index_de.htm

@DeutschEuropäer

Sie verwechseln da etwas. Zum ersten geht es ausschliesslich um grüne Gentechnik (auch Agrogentechnik). Die anderen von Ihnen beschriebenen Lebensmittel wurden natürlich gezüchtet und haben mit Agrogentechnik nichts zu tun. Das so zu vergleichen finde ich höchst fahrlässig. Es ist und bleibt die Büchse der Pandora.

@Xabbu

"Wenn aber im Außenhandel die USA gewinnen, wie können dann die Länder der EU auch gewinnen ? Zwei Sieger auf dem gleichen Treppchen ? Für wie bescheuert hält man denn den Bürger mittlerweile ?"

Ganz im Gegenteil, man scheint manche Buerger fuer gebildeter zu halten, als sie sind. Schon mal etwas vom komparativen Kostenvorteil gehoert? Dass freier Handel nur dann stattfindet, wenn beide Seiten profitieren, kann die Volkswirtschaftslehre schon seit Adam Smith 1776 ganz einfach erklaeren.

Land of the Fre...aks

also erfahrungen mit einer wildgewordenen aggrovirenepedemie in der Nahrungskette sollen die trotz Freihandelszone bitte ohne uns sammeln.

Mit dem Lincoln Zitat überschätzt Obama sich meiner Meinung nach nicht.
Er wird nicht nur als erster farbiger Präsident in die Geschichte eingehen, sondern als eine starke Persönlichkeit. Und ein großer Erneuerer Amerikas.

@ Phonomatic

"...Und ein großer Erneuerer Amerikas."

Der Traum ist leider schon lange aus. Zum einen "dank" der unglaublich sperrigen Haltung der Opposition (die sich hier, wie ich finde, dank parteipolitischer Scheuklappen selbst eine einmalige Chance, an einer Erneuerung mitzuwirken, verbaut hat), zum anderen aber auch, weil Mr. Obamas Konzepte von Anfang mehr auf Wunschdenken, denn auf Realitäten basierten.

Eine "Erneuerung Amerikas" ist dringend nötig, aber einfach nur immer wieder allen alles versprechen, wie unser Präsident es so gerne tut, reicht dafür leider nicht aus.

Ach, übrigens: Land of the Fre...aks kannte ich noch nicht. Ist zwar gemein, aber irgendwie schön. Danke für den Lacher!

@ Gutaeufer

"Ich bin für meinen Metzger und meinen Bäcker, und Produkte aus unserer Gegend, die garanriert gesünder sind."

Und Sie glauben tatsächlich, dass der böse Amerikaner ihnen jetzt den letzten Tante-Emma-Laden demoliert?

Ist das nicht alles längst durch die EU kaputtgemacht worden?

Und wenn wirklich noch etwas übrig ist, glauben Sie wirklich, nur Sie haben damit ein Problem?

Wir hier in Kalifornien sind dank eines guten Klimas und guter, lokaler Agrarbetriebe bisher in der glücklichen Lage, (fast) komplett von Lebensmittelimporten unabhängig zu sein. Was, wenn jetzt der wichtigste Industriezweig unseres Bundesstaates, die Landwirtschaft, durch EU-subventionierte Billigprodukte zertrümmert wird.?

Glaubt Ihr wirklich, Ihr seid die einzigen Verlierer? Bis an den Stehkragen mit Agrarsubventionen vollgestopft, aber sich beschweren, dass man mit den USA keine fairen Geschäfte machen kann.

@Absalom: komparativer Kostenvorteil

"Schon mal etwas vom komparativen Kostenvorteil gehoert?"

Studieren Sie bitte diese Theorie etwas genauer! In den Beispielen von Ricardo oder im Wikipedia wird am Ende immer nur mehr produziert, weil die Gesamtproduktivität steigt. Merken Sie etwas? Es entstehen einfach nur mehr Produkte. Wer kauft die? Sind wir nicht schon mit genug Autos versorgt?

Setzen Sie mal die Menge der Produkte in dem Modell auf eine konstante Größe! Rechnen Sie nochmal! Es wird durch komparative Kostenvorteile dann nur noch Arbeitslosigkeit geben.

Das Modell funktioniert nur bei unendlicher Nachfrage. In gesättigten Märkten zeigt genau das gleiche Modell, was wir in den Südländern erleben. Es entsteht Arbeitslosigkeit und die Produzenten mit der höchsten Produktivität verdrängen die anderen. Genau das passiert in Europa und wird dann bald in der großen Freihandelszone passieren!

Wer soll das bezahlen ...

Der von Merkel als "Erfolg" (1) gefeierte EU-Haushalt bis 2020 weist schon jetzt eine Deckungslücke von knapp 50 Milliarden Euro zwischen den Verpflichtungen und Zahlungen auf.

Da die EU sich auch direkt über Zölle finanziert, wäre interessant, wie die Finanzierungslücke sich vergrößern würde, wenn durch eine transatlantische Freihandelszone Zölle entfallen würden.

Und noch interessanter wäre, wie diese noch größere Lücke im EU-Haushalt dann wohl gedeckt werden soll.

Durch eine höhere Besteuerung der Reichen? Das wäre gegen jede bisherige Erfahrung. Also fangen wir schon mal an, den Gürtel noch ein Loch enger zu schnallen.

(1) faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/europas-finanzplanung-deutschla
nd-muss-mehr-an-die-eu-zahlen-12058153.html:
"Nach aktuellen Prognosen wird die Bundesrepublik von 2014 bis 2020 jährlich sogar rund eine Milliarde Euro mehr an die EU überweisen als bisher."

die Empfehlung einer Arbeitsgruppe

"Grundlage ist die Empfehlung einer Arbeitsgruppe" heißt es im Text- und es wäre äußerst interessant, wer in dieser Gruppe sitzt und wer sie steuert. Dann könnte man vielleicht daraus erkennen, wer daran ein so eiliges Interesse hat.

@Trecker

"Merken Sie etwas? Es entstehen einfach nur mehr Produkte. Wer kauft die? Sind wir nicht schon mit genug Autos versorgt?"

Wir kaufen zwar nicht immer mehr von allem, aber immer neues. Die Annahme, hoehere Gesamtproduktivitaet bedeute einfach nur mehr vom derzeitigen Angebot, ist unrealistisch statisch und wird der Dynamik des Marktes nicht gerecht.

@Sasquatch

Amerikanische Geschäftsleute sind knallhart. Auch wenn man privat miteinander gut auskommt sind Verträge oftmal zu Gunsten der amerikanischen Seite ausgelegt. Vorherige mündliche Abmacheungen werden in Verträge nicht übernommen.
(Ein guter Freund hatte in seiner Firma viel mit amerikanischen Firmen Geschäfte gemacht. Dabei war halt er zu gutgläubig.
Auch ich war fast ein Jahr in Alabama und ich liebe die Amerikaner im privaten Bereich. Nur das grosse Konzerndenken ist unmenschlich.Aber hier in Deutschland haben wir schon den gleichen Weg eingeschlagen.

Sie schreiben: "Wir hier in Kalifornien sind dank eines guten Klimas und guter, lokaler Agrarbetriebe bisher in der glücklichen Lage, (fast) komplett von Lebensmittelimporten unabhängig zu sein."
Genau das habe ich ja auch gemeint. An erster Stelle sich selbst versorgen können mit Produkten aus der Region. Aber die Supermärkte machen mit Dumpingpreise kleine Geschäfte kaputt, so wird Konkurenz ausgeschaltet.

@ Gutaeufer

Danke! Mit der Antwort kann ich leben. Ich hatte irgendwie schon das Gefühl, dass wir beide eh nicht allzu weit auseinanderliegen.

Ich habe ein paar gute deutsche Freunde, die selbstständige (mittelständische) Unternehmer sind - was die mir über deutsche Geschäftsgebaren erzählen, unterscheidet sich wenig von den harten Bandagen in der US-Industrie.

Ich finde, das Problem ist nicht Amerika oder Europa, das Problem sind multinationale Konzerne (einschließlich Supermarkt-Ketten), die sich eine starke politische Lobby und eine Handvoll Präsidenten und Kanzler leisten können, welche sich dann - mal mit Subventionen, mal mit Freihandelszonen - nach Kräften darum kümmern, dass weiterhin Maximalprofite eingefahren werden - auf beiden Ufern des Atlantiks.

Privatisierung als Ziel?

Aus dem Final Report (1) des "High Level Working Group on Jobs and Growth" (HLWG) vom February 11, 2013:

...
The HLWG recommends that the United States and the EU seek to reach bilateral agreement on globally relevant rules, principles, or modes of cooperation in the following trade-related areas:
...
• State-owned enterprises and other enterprises that benefit from special governmentgranted rights;
...

-> da gehts wohl nicht nur den Wasserwerken an den Kragen ...

(1) trade.ec.europa.eu/doclib/docs/2013/february/tradoc_150519.pdf

Darstellung: