Kommentare

transatlantischer Binnenmarkt?

Ein Freihandelsabkommen EUSA bedeutet ja wohl noch keinen transatlantischen Binnenmarkt, wenn mensch unter Markt ein wenig mehr versteht als Waren- und Geldverkehr! Es bedeutet sehr wahrscheinlich transatlantisches Lohndumping. Wie wär's denn mit einem Freihandelsabkommen plus transatlantischer Freizügigkeit. Also nicht nur für die transatlantische Oberschicht, sondern für alle?! Oder ein transatlantisches Sozialabkommen mit Mindeststandards für alle Länder, wobei der Mindeststandard gerne auf der Höhe von Dänemark liegen darf. Oder dass der höchste Umweltstandard in einem Mitgliedsland für alle anderen gilt. Ach, so einem Abkommen könnte mensch doch mal zustimmen!

Das Double-Move-Prinzip

Mann sind die Amerikaner ausgefuchst! Da verkünden sie, ihre künftige Priorität sei der pazifisch-asiatische Raum, senden ihre Flotte dahin, machen dort ne Freihandelszone mit, ZACK, schon ist Europa reif für einen weiteren Coup für die USA.

Gerade jährt sich der Sieg der Engländer über die Franzosen in Amerika, wonach die systematische Vertreibung der Indianer begann. Das ging nach dem gleichen Prinzip: erst guter Freund=guter Indianer, dann plötzlich Feind=böser indianer.

Seit 50 Jahren verfolge ich bewusst das Vorgehen Amerikas und langsam kann ich diese Hüh- und Hott-Strategie gut verstehen. Das sollten alle auf der Welt, denn gerade macht China das Geeier Freund-Feind brav wegen des Umsatzes und der Dollarreserven mit. Man wird sehen, wie das endet.

Als seinerzeit diese theatralische Hinwendung nach Asien erfolgte, hab ich mich schon gefragt, was das wohl soll. - Der "Erfolg" gibt den Amerikanern leider recht. Na, immerhin, wir sind DOCH NICHT abgeschrieben! Jubeljubel!

ich denke es ist vorallem das

ich denke es ist vorallem das duale system mit fachausbildungen gemeint.

@hxk @ich-weiß-von-nix Altes Schulsystem

Zunächst gehe ich davon aus, dass Sie das US-Berufsausbildungssystem nicht kennen. Eine Berufsausbildung wie in Deutschland gibt es dort nicht und auch keine Gesellen oder Meister.

Wer nach der High-School nicht studiert, der lernt keinen Beruf, sondern sucht einen Job.

Daher ist der Neid auf unser Ausbildungssystem vollkommen nachvollziehbar.

Dass unser Schulsystem geändert werden musste und weiter geändert werden muss, steht außer Frage. Wir brauchen keine Schule, die Kinder nach der vierten Klasse aussortiert, sondern eine Schule die Kindern auch nach der achten Klasse noch Entdcheidungsmöglichkeiten offen läßt.

Wer das alte System behalten will, muss zugeben, dass er Kinder als chancenlos aussortieren will. Wer heute nach der vierten Klasse die Zuweisung Hauptschule bekommt, kann sich auch gleich HARTZ 4 auf die Stirn tätowieren lassen.
Gesamtschulen mit Leistungsgruppen sind die Lösung, nicht das dreigliedrige Schulsystem.

Manches sollten wir vom US-Schulsystem übernehmen

Zum Beispiel die sechsjährige Elementaryschool, aber da spielen die deutschen Eliten nicht mit. Schliesslich soll ihr Nachwuchs nicht zu lange mit der Unterschicht auf eine Einrichtung gehen.

@ ich-weiß-von-nix

Irgendwie passt ihre Ausführung doch nicht zum Kommentar von @hxk!

Denn der schreibt: "Er meint das alte, nicht von den Linken kaputt reformierte Schulsystem. Ja, das war vorbildlich."

Ich kann bei den Linken nicht erkennen, das sie die Private und Elite-Bildung unterstüzten!

Und genau das meint Obama, das eine Breitenbildung viel besser ist, als eine Schmalspurbildung die nur Fachidioten generiert!
In der Evolution ist der jenige auch morgen noch erfolgreich, der sich gut an neue Bedingungen anpassen kann, der kooperiert mit seiner Umwelt und keinen Raubbau betreibt. So zumindest die neuesten Erkenntnisse.
Nicht Stärke ist es die Erfolg verspricht, es ist die Wendigkeit mit Ereignissen umzugehen und mit anderen eine Stärke zu haben. Und damit ist Darwin in dieser Hinsicht wiedersprochen.

Die prachtvollste Blüte gibt es, wenn diese auf einer breiten Basis steht! Und nicht ein einzelner Busch im vertrockneten Grasland blüht!

Nein, danke!

Was heißt transatlantischer Binnenmarkt?
Die Rechte der Arbeitnehmer in Europa aushebeln und frühkapitalistische Beschäftigungsverhältnisse wieder einführen?
"Hire" und "Fire", Kündigungsfristen von einem Tag?
Keine allgemeine Krankenversicherung?
Ich habe Freunde und Verwandte in den USA und kenne die Verhältnisse dort einigermaßen.
Nein, danke!
Das möchte ich in Europa nicht haben.

Welches Schulsystem meint Obama?

Momentan kann man ja nicht mehr von System sprechen, aber bevor Jeder anfing daran herumzudoktern, gab es in Deutschland ein gutes Schul- und Ausbildungssystem mit einem gewissen Ruf.

Übriggeblieben ist der Ruf, den man auch gerne hochhält und auf den man stolz ist. Zusammen mit anderen Klischees wie Sauerkraut, Dirndln und kleinen Schnauzbärten.

Schulsystem?

Ich finde das amerikanische System in Teilen(!) sogar besser als das deutsche. Denn dort kann man auch studieren, ohne Allgemeine Hochschulreife. Der Preis ist der Wermutstropfen.

Generell sehe ich aber im skandinavischen System die Zukunft. Das deutsche System betoniert lediglich die Zwei-Klassen-Gesellschaft und ist auf geringe Durchlässigkeit getrimmt.

An die "Altes

An die "Altes Schulsystem"-Verfechter. Es ist richtig, dass daran gearbeitet wird. Das sortieren nach der 4. Klasse kann z.B. einfach nicht sein.
ABER:
Richtig ist aber auch, dass Absolventen mit einem Abi von 2.0 denen von vor 10 Jahren unterlegen sind. Ist zu mindest meine subjektive Einschätzung. Ich habe jetzt 4 Jahre Studenten betreut. Es ist auffällig, dass immer weniger davon zu einfachen mathematischen Aufgaben in der Lage sind. Ich rede nicht von Integral- und Differenzialrechnung. Das konnt hier auch vor 10 Jahren schon nur die Hälfte. Wenn aber ein erheblicher Anteil der Studenten (die ja angebilch Abi haben) nicht in der Lage ist, einfache Prozentrechnung zu bewältigen. Dann frag ich ich mich schon ob die in der Schule noch was anderes gemacht wird als den Namen zu tanzen.
Ergo: Es muss dran rumgedoktert werde. Nur rausgekommen ist dabei noch nichts. Höchstens eine Optimierung hinsichtlich Pisa-Tests, auf Kosten der wichtien Sachen.

Europa interessiert ihn nicht

Auch wenn dieser Punkt seiner Rede die Europäer in Verzückung versetzen wird, so nehme ich es Obama nicht ab, daß er sich plötzlich für Europa interessiert. Noch vor ein paar Jahren wurde seitens der USA alles kritisiert, was sich nicht am alten System orientierte, das uns die Amis nach dem zweiten Weltkrieg übergestülpt haben. Und plötzlich sind wir das Vorbild, will man sich uns gegenüber öffnen? Wer das glaubt, wird selig.

Die USA denkt doch nur an sich und versucht für die schwächelnde Wirtschaft eine Tür auf zu stossen in den größten Binnenmarkt der Welt: die EU.

Bildung @GeMe + COJO

Ohne zu weit off-topic zu gehen:

Ein Bildungssystem ist dann gut, wenn es Menschen nach ihren Befähigungen fördert und eben nicht, wie angemerkt, ein Hauptschüler einen H4 - Stempel verpasst bekommt. Er muss EBEN nicht Nuklearphysik können sondern gemäß seiner Begabung gefördert werden - und nicht "gleichmachend" in einem Bildungssystem untergehen.

Und nein, Linke unterstützen nicht Privat- oder Elitesysteme. Diese bilden sich WEGEN einer Schulpolitik, die nicht auf Nachhaltigkeit sondern auf parteipolitische Ideologien abziehlt. Daher gebiert ein solches System eine Zwei-Klassengesellschaft, die, welche sich Bildung leisten können und die, die es nicht können.

Und da schließt sich der Kreis zur Schaffung "billiger" Arbeitskräfte, wie von anderen oben bemerkt. Nicht Standards anheben sondern absenken.

Die USA denken wirtschaftlich ausschließlich an sich selbst. Wo entsprang die Finanzkrise? Der scheinbare Schulterschluß ist die Umarmung des Brutus.

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