Kommentare

Leider...

...wird das gut gemeinte und für Normalkunden sehr wertvolle Fernabsatzgesetz tatsächlich von einigen Kunden exzessiv missbraucht. Ich rede nicht mal von Beispielen wie dem erwähnten Hochzeitskleid -das ist schon sehr krass.

Aber Leser z.B. von Amazon-Rezensionen wissen, dass es keinerlei schlechtes Gewissen mehr zu geben scheint. Artikel werden gekauft, ohne sich über deren Eigenschaften überhaupt zu informieren: "Ich kann es ja zurückgeben". Dann wird die Packung aufgerissen, 14 Tage ausprobiert und zum Schluss -holterdipolter, ab in den Karton!- zurück damit, nächstes Teil bestellt.

Die Versandkosten (~6-7 Euro, selten mehr) sind da gegenüber dem Wertverlust durch Ingebrauchnahme nur Peanuts. Gern genommen wird auch die Rückabwicklung, weil Wochen nach dem Kauf plötzlich die Ware irgendwo billiger zu finden ist.

Bezahlen müssen wir Kunden dieses Verhalten, das sich natürlich in der Kalkulation niederschlägt. Schade, dass Sozialverhalten bei Käufern langsam aus der Mode kommt.

Na toll...

Nun muss der Normalverbraucher wieder leiden, weil wenige ein System schamlos ausnutzen.

Auch ein besserer Service mit 360° Ansichten wird diejenige die umsonst Ware nutzen wollen nicht aufhalten.
Wenn dann wäre eine PR-Kampagne für ehrenwertes Kaufverhalten angebracht, aber ob das hilft?

Zumindest bei Umtausch durch funktionierenden Ersatz oder Gleichwertigem sollte der Umtauch für den Verbraucher kostenfrei bleiben!

Sollen Sie doch

Sollen Sie doch, ich bestell alles online und schick weit mehr als die Hälfte zurück, im Laden ist das aber genauso, merh als 50% dessen was ich anprobiere leg ich wieder zurück.
Wenn di jetzt anfangen dafür was zu berechnen geh ich halt wieder einkaufen, ich zahl doch nicht fürs anprobieren!

Verbraucherschutz über EU ausgehebelt

Über die EU werden so manche Rechte der deutschen Bevölkerung einkassiert. Mit Hilfe und Wissen der derzeitigen Regierung Merkel.
Zu Hause kann man dann sagen: "Das war Brüssel. Da können wir nichts machen."

Zusammenfassung und Ausblick

Auch wenn es zunächst als Schlag ins Gesicht der Online-Verbraucher aussieht, erkenne ich in der Meldung folgende Information zwischen den Zeilen:

-- Die überbordende "Kostenlos-Mentalität" drängt Händler zurück in die Läden von Städten und Orten. --

Das ist sicherlich positiv und lässt viele Verbraucher aufatmen, die den Kauf von Produkten in Läden vorziehen. Ganz zu schweigen von dem Charm und den positiven städtebaulichen Wirkungen von Läden.

Online kaufen und returnen

Das ist ja alles gut und schoen solange ich, wenn ich "L" bestelle auch "L" bekomme, bei Schuhen z.B. Groesse 40 dann auch Groesse 40 waere. Das Problem liegt darin das die Groessen manchmal sehr stark schwanken. Das ist in letzter Zeit immer schlimmer geworden und es bleib manchmal nichts anderes uebrig als verschiedene Groessen zu bestellen um dann natuerlich die Artikel die nicht passen zurueck zu schicken. Ich glaube wenn man da so etwas wie eine Norm oder DIN einfuehren wuerde, wuerde auch weniger zurueckgesandt.

"besonders in der Kleidungsbranche"

Äh ja...

Ich halte die Schilderungen in dem Artikel für übertrieben dargestellt. Klar - es gibt immer Menschen, die sowas ausnutzen, aber es wird sicherlich nicht die Mehrheit sein. Und Kleidung und Schuhe sind sowieso immer so eine Sache. Selbst im Geschäft heißt es dann auch gerne mal "Ja das ist eine L, die fällt aber etwas enger aus". Da kann man aber direkt anprobieren. Beim Versandhandel muss man immer bis zu einem gewissen Grad blind kaufen, man kann aus den bereitgestellten Angaben und Kundenrezensionen nicht immer das herauslesen, was man für relevant hält. Und bei vielen Dingen (z.B. Hardware wie Fernseher, Kameras, Tastaturen,...) spielt auch subjektive Wahrnehmung eine große Rolle.

Gruß, Doomhammer

für den Kauf im Versand unerlässlich

die kostenlose Rücksendung ist gerade bei Schuhen Unerlässlich als Ausgleich dafür, daß ich die Sachen nicht anprobieren kann.
Denn schließlich will ich ja vor Glück schreien und nicht vor Schmerzen.

Incl. Kosten für Rücksendungen ist der Preisvorteil dahin und ich kann wieder in Ruhe im Laden kaufen.

Was ist das Problem?

Naja ich versteh das Problem an der Meldung nicht, Den Versandhändlern sit das doch klar und daher kalkulieren sie auch einen Prozentsatz an Rerourenkosten in ihre Preise mit ein. Und ich einigen Fälle, ist das ja auch praktisch nciht andern möglcih, Hosen bestelle ich auch immer 3 von den ich dann 1ne behalte, da man ja anprobieren muss, man weiß doch voher nicht fällt die ehr klein aus oder groß eng oder weit.... Das macht man ja im Einzelhandel genauso. Anders sit das natürlich, mit anderen Artikel, Der Plasma Fernseher, der 14 Tage zusahuase für Fussbal WM genutz wird, und dann zurück geht ist ne Sauerei. Aber wie man diese Rücksendungen verhindert, da ahbe cih leider auch keine gute Idee. Eventeull die Zeit kürzer fassen, auf 7 Tage oder 5.

Fortschritt oderRückschritt

Klar, die Onlinehändler hatten in der Vergangenheit den Vorteil, keine Verkaufsfläche unterhalten zu müssen, und durch Personal permanent zu besetzen. Weniger Show bedeutet auch weniger Kosten.

Dafür wurde Ihnen die schwere Bürde auferlegt, Waren ab 40,-- Euro Verkaufswert kostenfrei zurück zu nehmen, und die Rücksendekosten dafür zu tragen, sowie den kompletten Rechnungsbetrag inkl. Versandkosten zu erstatten.

Das wird jetzt anders. Die Kosten für die Warenrücksendung können umgelegt werden, die Kosten für ein Ladengeschäft entfallen weiterhin. Also wird der Trend noch mehr zum Versand via Onlinehandel gehen, und die Innenstädte weiter verwaisen. Nein,nicht in Berlin, Hamburg, Düsseldorf oder München. Aber in Kleinputzelpubs und Hinterdorfrand.

Damit wird den Konzernen weiter der Rücken gestärkt, und den Einzelhändlern, also die, die diesen Namen auch verdienen,letzten Endes der Gar ausgemacht.

Ob dies wirklich ein Fortschritt ist? Ich glaube nicht.

Verbraucherfreundlichkeit

Wenn eine neue Richtlinie von der EU kommt, dann fällt sie meist zum Nachteil der Kunden aus. Es muss sich kein Politiker wundern, wenn Otto-Normalbürger keine rechte Europalust verspürt. Sehr bedauerlich!
In diesem Fall hat die Medaille natürlich auch eine andere Seite: Marktvorteile gewinnen mehr denn je diejenigen Anbieter, bei denen der Service stimmt, die Produktbeschreibungen zuverlässig und die Fotos groß genug sind. Gewinnen werden zudem die Läden vor Ort, denn Kleidung sollte man vor dem Kauf schon einmal anprobieren. Und damit gewinnen die Innenstädte insgesamt. Insofern kann ich persönlich mit der Neuregelung daher gut leben.

Mitleid nur bedingt angebracht

Vor einigen zig Jahren haben die "Dorfältesten" für den Kauf im lokalen Modehaus und gegen die Bestellung bei Quelle oder Otto plädiert. Wer weiß, vielleicht hatten diese Herrschaften eine Vorahnung von dem was auf uns zukommt.

Ich frage mich, wieviele Fotofachgeschäfte, kleine TV-Läden, Buchhändler "um die Ecke" ihre Geschäfte schließen und ihre Mitarbeiter bis heute entlassen mussten. Grund hierfür: der effiziente Online-Handel, der konkurrenzlos kostenextensiv und preisaggressiv walten kann. Die Widerrufsoption lt. Fernabsatzgesetz kommt hinzu und leistet ihr Übriges, um uns den Onlinekauf nahe zu legen.

Stellen Sie sich vor, es gäbe kein Internet und eventuell sogar keine Versandkaufhäuser. Wäre doch traumhaft. Unser Geiz und unsere (meine eingeschlossen) Bequemlichkeit geht, wie immer, auf Kosten auf Kosten der (Ex-)Angestellten.

Ungeachtet dessen übernheme ich übrigens gern Rücksendekosten, falls ich "selbstverschuldet" von meinem Widerrufsrecht Gebrauch mache.

Lobbyismus pur

Hier wird mal wieder eiskalte Lobbyismuspolitik betrieben. Der Internethandel boomt, die Unternehmen machen Milliardengewinne, trotz dass bis zu 50 Prozent des Bestellten zurückgeschickt wird und die Unternehmen die Kosten übernehmen. Und trotzdem bekommen sie den Hals nicht voll und wollen ihre Gewinne durch solche Gesetzesinitiativen noch weiter ins Unermessliche steigern.
Hier wird wieder Geld vom kleinen Manne zu den großen Unternehmen umverteilt!

Das muss der Handel eben einpreisen

Wer ein Ladengeschäft führt, hat auch gewisse Kosten für Warenauslage (zum Ansehen oder -probieren) - vieles davon ist später nicht oder nicht zum vollen Preis verkäuflich. Und Ware, die der Kunde anfassen kann, geht unter Umständen auch im Laden kaputt, und ein Schuldiger ist nicht zu finden. Normal, das wird in der Preiskalkulation berücksichtigt.

Im Online-Handel muss man so etwas eben auch berücksichtigen. Das Problem sind hier ja wohl eher die nicht geringen Anfangsinvestitionen, bzw. die Renditeerwartungen der Geldgeber, bzw. der allgemeine Kostendruck durch die Konkurrenz. Das passt oft nicht zusammen. Wenn ich ein Ladengeschäft habe, ist meine Konkurrenz überschaubar, und nur wenige Kunden klappern mehrere Läden ab. Im Internet werden per Portalseite Preise verglichen, und wer nicht konkurrieren kann, verkauft nicht. Also regen sich die Händler doch eigentlich über Konkurrenz auf, die nicht nachhhaltig kalkuliert - aber das regelt dann eben der Markt...

Hmm... ich verstehe die

Hmm... ich verstehe die Aufregung nicht. Da wird nur ein Verbot aufgehoben. D.h. der jeweilige Händler kann selber entscheiden, wie er das handhaben möchte.

Heißt also: Schuhe (die ich persönlich eh eher ungern online kaufe) wird sicher nur bei den Händlern gekauft, die das kostenlose Rücksenden beibehalten.

Heißt doch nur, dass der Händler die Möglichkeit hat, es einzuschränken.

Im Zweifel läuft der Kunde wieder ins Geschäft. So what?

Auch eine 360° Ansicht wird nicht verhindern,

dass die Leute in zwei verschiedenen Größen und/oder Farben kaufen. Es wird immer etwas zurückgeschickt. Mittlerweile gibt es auch Händler, die eine Gutschrift auf eine Bestellung gewähren, wenn nichts davon zurückgeschickt wird.

Abschließend dazu: der Händler, der dies nicht einpreist, hat sein Handwerk nicht gelernt. Was wird also die Konsequenz der Änderung? Die Rücksendung wird dann häufig bezahlt werden müssen und die Preise bleiben gleich. Und wieder einmal hat die EU den Händlern ein Gefallen getan, da mehr in ihren Taschen bleibt.

Die Richtlinie wird zu einem Sterben der kleinen Händler führen,

denn die großen haben die Rücksendequote und ihre Kosten gleich eingepreist und werden, so die Ankündigungen dabei auch bleiben, denn das ist ihr Geschäfts- und damit auch Erfolgsmodell.

Die kleinen Händler, die nicht die gleichen Gewinnspannen haben, werden da nicht mithalten können und dann aus dem Wettbewerb sukzessive ausscheiden, denn bei geringerem oder gleichem Preis werden die Kunden in der Masse immer zu dem Händler gehen, der die Retouren kostenlos ermöglicht.

Die Zeche zahlt letztendlich immer der ehrliche Kunde, der nur so viel bestellt wie er auch braucht.

Gut gemeint ist eben nicht immer auch gut gemacht!

Da werden sich die vor

Da werden sich die vor Orthändler aber freuen.
Schuhe,Klamotten...alles was man anprobieren muss,werden wir dann wieder vor Ort kaufen müssen.
Davon abgesehen, das empfiehlt sich,habe neulich ne Lederjacke bestellt,meine übliche Grösse 2 XL,nach retourschicken hat dann 6 XL gepasst.Das nehm ich normal zum Zelten.
Wenn ich jetzt jedesmal das Porto fürs retour senden selber zahlen muss,weil idiotische Grössenangaben (auch bei z.B. Schuhen)angegeben sind,wäre Betrügereien Tür und Tor geöffnet.
1. dem Transporteur (z.B.Post,Hermes...)ists egal was er spazieren fährt,er kassiert.Umwelt interessiert keinen ,sind ja Jobs.
2. Der Versender,macht Angaben wie die oben Genannten,verlangt 6€ Porto,zahlt der Post 4€,macht 2€+ /Sdg..Wie wirbt noch einer:Millionen zufriedene Kunden.
3.Übrigens wird das Ganze heute schon einkalkuliert,ich habe eher das Gefühl das das Ganze eine versteckte Subvention ist(EU-Weit).Zu Lasten der Käufer natürlich.
4.Steuern werden auch jedesmal fällig.

@ gierde zerstört

Ich teile Ihre Ansicht bezüglich der kleinen Geschäfte, die schon schliessen mussten, weil ihnen die Kundschaft wegläuft.
Deswegen neige ich auch dazu, mein Geld lieber dem örtlichen Fachhandel zu überlassen, auch wenn es da mal (angeblich) teurer ist. Praktisches Beispiel: 1 HDMI-Kabel, welches ich bei PEARL für 5 Euro erhalte (plus 4,95 Euro Versandgebühr) ist beim Fachhändler im Ort bei einem Preis von 8 Euro immer noch billiger... und ich muss nicht auf die Lieferung warten.
Vielleicht liegt das Problem auch einfach daran, dass die Leute zu unüberlegt kaufen. Kleidung kaufe ich im Geschäft, wo ich sie anprobieren kann. Im Grunde gilt auch hier: Reicht man den Leuten den kleinen Finger,....

Endlich eine EU Richtlinie die ,....

wieder einmal zu Lasten & Kosten der EU Bürger geht.

Aber ej , "Geiz ist Geil!"
Die Politiker werden sich jetzt wieder auf die Schulter klpofen und sagen ; "Haben wir jetzt nicht dem Handel wieder 7,- € eingespart je Verkauf! Da werden die uns sicherlich wieder wählen!"

Der Einzelversandhandel wird die Kosten, die er jetzt auf seine Kunden abwälzen kann sicherlich nicht an die ehrlichen Kunden weiter geben sondern einbehalten.
Der Großversandhandel wird jetzt auch Dank dem eingesparten Aufwandt seine Preise erhöhen und den Gewinn maximieren.
Die Ladengeschäfte freuen sich jetzt um so mehr, denn Sie können schon jetzt die Versandgebühren auf die Ladenartikel aufschlagen, da das Risiko einer Onlinebestellung sinkt.
Also alles in allem "Alle sind zufrieden mit dieser EU Bestimmung"
Der Einzigste der evtl. nicht zufrieden sein könnte wäre der EU-Bürger da er die Zeche bezahlen muss aber der vergisst ja zum Glück immer sehr sehr schnell.

Auswirkungen werden gering sein

Ich denke, die Auswirkungen dieser EU-Richtlinie werden eher gering sein. Wie bereits im Artikel dargelegt, werden wohl die meisten Online-Händler den kostenlosen Rückversand weiterhin ermöglichen. Ich würde als Online-Händler eher den Weg gehen, mir ein gescheites CRM-System zuzulegen. Dann kann ich relativ schnell erkennen, bei wem das übermäßige Zurückschicken Methode hat. Diesen Kunden würde ich dann die Versandkosten berechnen. Das ist allen gegenüber fair.

Rücksendungsoption unerlässlich

"So würden Produkte in mehreren Größen gekauft"

Natürlich, weil man die Sachen erst anprobieren muss und die Größenangaben bei Kleidung nicht immer verlässlich sind. So viel Entgegenkommen muss es im Handel schon geben.

Dass die EU das Rücksenden erschweren will, ist eine Kampagne gegen den Verbraucher.

@gierde zerstört

"Ungeachtet dessen übernheme ich übrigens gern Rücksendekosten, falls ich "selbstverschuldet" von meinem Widerrufsrecht Gebrauch mache."

=> das habe ich auch schon getan, zB als ich die falschen Akkus fürs handy bestellt habe.
Selbst Schuld, also auch die Folgen tragen.
Dieses Verhalten dürfte allerdings die Ausnahme darstellen...

Kleidung muss man umtauschen können!

Die Größen variieren tatsächlich sehr stark, ich habe Röcke in 3 verschiedenen Größen im Schrank und alle passen. Man weiß vorher nie, wie groß ein Teil ausfällt, da die Maßangaben selten dabei stehen. Auch die Farben sehen auf jedem Monitor anders aus und es kann ganz unschöne Überraschungen geben, wenn man die Farbe dann vor sich hat.

Sollen sie ruhig machen....

....wenn Gebühren für das Rücksenden genommen werden, gehe ich eben wieder vor Ort einkaufen.
Denn dann ist der Vorteil des Onlinehandel dahin.
Da wird der Onlinemarkt ruck-zuck zusammenbrechen.

Wie schon von einigen geschrieben,,heute ist XL-Kleidung das, was früher mal S-Kleidung war.

Ich hatte mir eine Fleecejacke online bestellt. In XXL.
Die ging nicht mal bis über den Bauchnabel. (Dabei bin ich weder groß noch dick)
Wenn ich sowas nicht mehr kostenfrei zurücksenden kann, dann wird eben nicht mehr online eingekauft. Fertig.

Unverständliche Reaktionen...

Ist Zustand: Kunde will billig kaufen, ein riesen Sortiment zur Auwahl, dazu kostenfreier An- und Abtransport. Eine winwinwin Situation für ihn.

Jetzt sollen die Transportkosten, so wie bereits im restlichen EU Raum üblich, GETEILT werden: Händler zahlt die Hinsendung, Käufer die Rücksendung.

Dennoch ist das Gejammer groß. Mir ist das völlig unverständlich (vom Sonderfall Kleidung und Schuhe mal abgesehen). Sollen diese Jammerer doch bitte versuchen, die im stationären Handel gekaufte Ware für 2-4 Wochen "auf Probe" zu benutzen, dann ohne Kommentar zu retournieren und dem Verkäufer auch noch die An- und Abfahrt in´s Ladenlokal in Rechnung zu stellen.

Ich bestelle recht viel online, weil es bei mir in der Gegend

kaum vernünftige Läden gibt. Die nächst größere Stadt ist Hanau und seit dem der karstadt (vorher Hertie) nicht mehr da ist, gibt es fast nur noch Ramschläden.
Deshalb bestelle ich auch meist Kleidung im Internet. Zurückschicken tue ich ganz selten etwas, weil ich nur Kleidung von mir bekannten Herstellern kaufe. Bei einer Wranglerjeans oder Lewisjeans weiß ich wie sie ausfällt oder ich schaue ob eine Größentabelle existiert. Fehlt diese oder ich kenne die Marke nicht, verzichte ich auf die Bestellung des Artikels.
Es wäre mir auch nie in den Sinn gekommen 3 Digitalcameras zu bestellen und 2 zurück zu schicken. Das ist wirklich frech. Zurückschicken als "Hobby" käme mir nicht in den Sinn. Allein der Aufwand bei amazon den Retorenschein zu ordern, Ware wieder gut zu verpacken und das Paket auf die Post tragen... nee ohne mich.
Ich glaube nicht, dass die Händler vor Ort (wenn es die denn noch gibt) Vorteile haben werden. Die Retouren sind bei den Onlinshops doch einkalkuliert.

Wenn ich Schuhe nicht mehr

Wenn ich Schuhe nicht mehr wie im Laden kostenlos anprobieren kann, dann muss ich halt wieder in den Laden gehen.

Der Online-Handel kann nicht erwarten, dass ich die Sachen im teuren Laden vor Ort anschaue und ausprobiere, um sie dann billig im Internet zu kaufen.

Tschüß online-Handel, es war schön mit euch.

@ Alle Kommentatoren

Zu dem Thema wurde ja eigentlich alles geschrieben, und ich finde, alle haben irgendwie Recht, denn man kann alles von mehreren Seiten betrachten.

Aber haben Sie schon mal daran gedacht, dass Sie als Kunde auch ein wenig steuern können? Verbinden Sie, sofern es gesundheitlich möglich ist, Ihren sportlichen Spaziergang mit dem Einkaufen im Laden, wo Sie sich alles genau ansehen und Kleidung anprobieren können. Bringen Sie wieder Leben in die Einkaufsstraßen, besonders in kleineren Ortschaften. Teilen Sie Ihrem Online-Händler per E-Mail Ihre Unzufriedenheit mit, wenn die Lieferung nicht mit der Angebotsinformation übereinstimmt, und machen Sie ihm klar, dass er jetzt einen Kunden weniger hat.

Wenn das viele so machen, was glauben Sie, wie schnell im Internethandel dann wieder die kostenlose Rücksendung angeboten wird!

@klippsi

Zum Einen ist es so, dass es Packstationen und Paketboxen gibt, da muss man dann nicht zur Post sondern holt/gibt das Paket unterwegs ab. Zum anderen ist es so, dass Online Versandhäuser oftmals wesentlich größere Auswahlmöglichkeiten haben als dies Läden in der Stadt tun. Ich wohne in Hamburg und selbst hier ist das Angebot im Geschäft schlichtweg eingeschränkt. Vor allem, wenn man Größen benötigt die nicht dem "Durchschnitt" entsprechen. Oder aber man in gewisser Hinsicht wählerisch ist. Zum anderen ist es so dass große Elektrogeräte (siehe Fernseherbeispiel im Artikel) so schwer sind, dass man sie sich lieber liefern lässt. Manche Speditionen hole solche Großpakete sogar ab. Zuletzt, was Sie als Shoppingerlebnis beschreiben ist für manche, mich eingeschlossen, der reinste Terror. Stundenlanges herumgeschlurfe, man sucht ewig bis man mal was passendes hat und dann noch Preisvergleich. Schuhe kaufe ich noch in der Stadt, Elektrogeräte aber ausschließlich im Netz.

Irrglaube

Ich hoffe doch, dass kein Kunde dem Irrglauben unterliegt, dass die hohen Retourquoten nicht eingepreist und mitbezahlt sind.

Nicht vergessen,...

Der Einzelhänder vor Ort zahlt Steuern im Ort. Damit finaziert der Ort dann die Kita, das Schwimmbad, den Strassenbau, die Fördeung von Sportvereinen, etc.

Wo zahlen Zalando, Ebay und Amazon Steuern?

Wenn ich (oder z.b. meine Oma) Hilfe brauche beim Aufstellen des Fernsehers hilft mir der Raido und Fernsehhändler um die Ecke - aber leider macht der wohl demnächst zu und das nicht etwa weil so wenig Fernseher gekauft werden sondern wegen Internettverand.

Gleichzeitig beschweren sich bei uns in der Gemeinde die Bürger das der Ortskern langsam verkommt. Die Einzelhändler werden nach und nach alle zumachen.

Wie hat die ganze Bestellerei eigentlich angefangen?

Ich habe zuerst Bücher bestellt. Ich bin eine leidenschaftliche Leseratte. Lesen gehört für mich zum Leben dazu und ich kaufe viele Bücher.
Mir war es bei den Buchhändlern in Hanau (bevor Thalia in Hanau war) immer öfter passiert, dass ich das gewünschte Buch nicht bekam. Die Antwort lautete dann: "Das haben wir gerade nicht da, das muss ich Ihnen bestellen." Toll, einfach großartig, jetzt bin ich von meinem Dorf mit dem RMV extra nach Hanau gefahren um ohne Buch heimzukommen. 2 Stunden und das Busgeld futsch. Das passierte mir zweimal, da habe ich mir gesagt bestellen kann ich selbst und das ganz bequem von zuhause aus.
Ich möchte den Onlinehandel nicht mehr missen. Sollten die Retouren künftig berechnet werden, dann ist das ebenso.

Wenig dramatisch

Das ist doch überhaupt nicht dramatisch. Die Richtlinie ist eine Erlaubnis die Kosten an den Kunden weiter zu geben - es ist aber kein Muss.

Der Händler, der darauf angewiesen ist die Kosten wieder reinzuholen, der hätte auch ohne Erlaubnis gravierende wirtschaftliche Probleme, weil er bisher auf den Kosten sitzen blieb.
Und der Händler, der es sich leisten kann die Kosten selbst zu tragen, der wird es auch weiterhin tun oder mit den Preisen runter gehen müssen, weil die Kunden sonst wieder in die Innenstädte ausweichen. Ändert für den Kunden also nichts. Außer, dass er vielleicht mehr Vorort und weniger online einkauft. Aber auf Kosten von irgendwem geht diese "Erlaubnis" nicht - Weder auf Kosten von Kunden oder Händlern (virtuelle wie echte).

Da war ich erst mal platt.

Als ich die Kommentare zu diesem Thema gelesen habe, wusste ich nicht mehr, in welcher Welt ich lebe.

Mit welch einer Selbstverständlichkeit, ja geradezu Unverfrorenheit hier ganz offen erzählt wird, dass man Dinge, insbesondere Kleidung und Schuhe in mehreren Varianten bestellt, um sich dann etwas auszusuchen und die anderen Teile zurücksendet – natürlich kostenfrei.

An sich hatte ich ja die Hoffnung gehabt, diese „Geiz ist geil“ – Mentalität habe abgenommen. Da habe ich mich wohl geirrt.

Mitverantwortung der Hersteller

Ich beziehe mich jetzt einfach mal auf technische Produkte: Wenn die Qualitätskontrolle aus Kostengründen verringert wird, wenn die Zyklen der Produktneuerungen/vermeintlicher "Upgrades immer schneller werden, wenn Geräte an den Bedürfnissen der Konsumenten vorbei und auf Marketing hin geplant werden (Beispiel Digitalkameras mit winzigen Sensoren und irrsinnig hoher Auflösung), braucht sich der Handel nicht über Rücksendungen zu wundern. Ich selbst kaufe komplex konstruierte technische Produkte gezwungenermaßen(!) online, da ich nicht akzeptiere, mich bei Mängeln um eine kulante Haltung des Herstellers zu bemühen. Gerade im hochpreisigen Segment stimmen häufig wesentliche Details nicht; das kann man im Markt kaum erkennen. Fiepen beim hochpreisigen "Hifi"-Verstärker, Streifenbildung bei ISO 1600 einer hochpreisigen Digicam, muhende Lüftergeräusche bei einer MacBook-Serie. Der Onlinehandel profitiert durch die Rücksendeoption, da viele solche Geräte vorsichtshalber nicht vor Ort kaufen.

@Unicum

Ich gebe Ihnen vollkommen recht. In meinem Heimatort gab es mal einige Einzelhändler. Die machten allerdings vor Jahren schon zu. Deren Tod war nicht der Internethandel sondern die starren Öffnungszeiten von 8:00 Uhr bis 18:30 Uhr. Alle Berufstätigen Bürger befanden sich um diese Uhrzeit entweder auf der Arbeit oder auf dem Weg zur Arbeit und konnten zu den Öffnungszeiten nicht vor Ort einkaufen gehen. Die Lockerung der Öffnungszeiten kam für diese Händler zu spät.

der richtige Weg

@unicum: Volle Zustimmung!
die Rücksendung kann nicht teuer genug sein. Vielleicht besinnt man sich wieder auf den Einzelhandel. Selbst meine Hardware für den Rechner kaufe ich schon seit Jahren im
Einzelhandel um die Ecke. Ist etwas teurer ab dafür mit Beratung und Service. Weitere Vorteile: Miete für den Imobilienbesitzer, Steuern, Gewerbesteuern, der Verkäufer und sein Mitarbeiter können eine Familie ordentlich ernähren. Das kann ich von einem Lagerarbeiter bei Amazon oder Hermesfahrer ganz sicher nicht behaupten.

@ 14:38 — Unicum

"Der Einzelhänder vor Ort zahlt Steuern im Ort. Damit finaziert der Ort dann die Kita, das Schwimmbad, den Strassenbau, die Fördeung von Sportvereinen, etc.

Wo zahlen Zalando, Ebay und Amazon Steuern?"

Ein sehr guter Punkt! Danke Ihnen!

So ist das Geschäft nunmal

Was haben die Versandhändler denn sonst für Kosten, wenn nicht die Retoure?
Sie müsen keine Verkäufer bezahlen, keine unfassbar hohen Innenstadtmieten, es ist im Onlineversand viel leichter Ausverkäufe zu machen wenn die Kollektionen wechseln usw.
Aber bestimmt erfindet die EU auch bald noch eine Richtlinie dafür das Kunden im Ladengeschäft die Lohnkosten der Verkäufer mitbezahlen. Und wer sich im Laden beraten lässt und nichts kauft zahlt direkt 10€...
Es tut mir leid aber wer als online-Händler zu blöd ist diese Retouren in die Preise mit einzupflegen dem ist wirklich nicht mehr zu helfen....
Wenn ca 50% der Waren zurückkommen dann muss ich halt alle Waren um 50% eines Retourescheins im Preis erhöhen.
Das dient doch nur um die Leute zu verarschen. Dann muss man als Verbraucher auch noch beim kaufen vorher guggen wie hoch die Retourepreise sind und das vergleichen. Und das wo die AGBs immer so schön einfach und übersichtlich geschrieben sind.

geht´s noch ???

Immer öfter entscheiden nicht gewählte Technokraten der EU und dabei ist es für die vollkommen unerheblich ob gewählte Volksvertreter Gesetze erlassen haben. Hier Speziell das Fernabgabegesetz.
So langsam ist der Punkt erreicht wo diese offensichtlich nicht die Interessen der Europäischen Bevölkerung vertretenden Technokraten in die Schranken zu weisen sind.
Erst das Wasser dann andere Dinge und dann irgendwann die Luft ?
Ich frage mich wessen Interessen da vertreten werden obwohl wenn man genau hinschaut wird´s klar.

@Unicum

Meine Frau arbeitet bei Amazon und die Bezahlung ist besser als örtlichen Konkurenz. Der Standort bietet hier hunderten Menschen vollwertige Arbeitsplätze an und dieses Unternehmen zahlt hier Steuern.

Zalando wird hier bald ebenfalls ein großes Lager eröffnen und dadurch werden in der Umgebung weitere Arbeitsplätze entstehen.

Ebay ist kein Händler sondern nur ein Plattform, wo Händler Ihre Produkte verkaufen, auch örtliche Händler, d.h. die meisten verdienen ihr Geld hier und zahlen auch Steuern.

Ich kaufe auch bei traditionelen Kaufhäusern Vorort, "so gut wie es geht". Zuletzt wollte ich eine Bratpfanne in einem großem Möbelwarenhaus in meiner Stadt kaufen, der Preis lag bei 85 Euro und gekauft habe ich sie aber für weniger als die Hälfte bei Amazon.

Wenn örtliche Handel Konkurenz fähig bleiben möchte, sollen sie kreativer werden. Es ist heutzutage keine Sache mehr, die Preise für Produkte zu vergleichen, meistens ist es Sache von paar Sekunden, wenn man ein Smartphone mit Inet.

@ 14:52 — Juergen

Auf der Handhabe der Rücksendeoption basieren wesentliche Teile des Geschäftsmodells im Bereich Mode-Onlinehandel. "Schrei vor Glück - oder schicks zurück" ist doch wohl eine Einladung zur, von Ihnen kritisierten, Probier- und Rücksendewut. Wer erst mittels "unanständigem" und kundenfreundlichem Geschäftsmodell dem serviceorientierten lokalen Handel Anteile abgräbt braucht sich doch nun wirklich nicht als Opfer präsentieren. Gerade die offensiv kommunizierte Rücknahmeoption hat solch einen Markt doch erst möglich gemacht. Und unzähliche Jobs vernichtet.

@ mondfee

Ihre beiden Kommentare in Ehren, aber verwechseln Sie nicht Ursache mit Wirkung? Warum gibt es wohl in Hanau nur noch Ramschläden? Weil die guten Geschäfte sich nicht mehr halten konnten, nachdem die meisten Kunden nur noch online kaufen.

Auch ich wohne in einer ländlichen Gegend und muss zum Kleiderkaufen in die nächstgrößere Stadt fahren. Und ich lege Wert darauf, dass meine Kleider perfekt passen, deshalb kommt das Bestellen auf gut Glück für mich nicht in Frage. Viele sind bereit, mit dem Auto zum Fitness-Studio zu fahren, setzen aber zum Einkaufen keinen Fuß vor die Tür.

Andererseits kann ich Ihre Erfahrungen mit der Suche nach Büchern nachvollziehen. Aber die schicken Sie nach dem Lesen wahrscheinlich nicht zurück, also betrifft Sie die Sache mit den Rücksendekosten ja nicht.

@klippsi - ich schon

Ich habe z.B. eine etwas unkommode Schuhgröße.
Nach der Norm (jawoll, sowas gibt es) habe ich exakt Größe 48. Passen tun mir manche 47er, bei manchen 49ern kanns schon mal eng werden.

Ich gehe also zum örtlichen Schuhhändler und frage nach einer bestimmten Kategorie.
Hat er natürlich nicht da, weil er zwar fett verdienen, aber kein unternehmerisches Risiko tragen will.
Er sagt "kann ich bestellen".
Ich sage "bestellen Sie bitte je ein Paar in 48 und in 49, dann wird schon ein passender Schuh dabei sein".
Er sagt "dann müssen Sie aber beide nehmen, denn ich kann sie auch nicht mehr zurückgeben".

Tolle Wurst!

Ob "kostenlos" (der Verbraucher zahlt immer - so oder so) oder mit extra Berechnung, beim Zalando kann ich die Dinger wenigstens zurückgeben wenn sie nicht passen.

Mal abgesehen davon, daß ein nicht passender 48er nicht normgerecht ist und das ist keine "normale" Retoure, sondern streng genommen eine Reklamation.

öko?

Richtig so!

Öko sein wollen, CO2 reduzieren wollen, aber dann Zigtausende von Sendungen ohne Sinn und Verstand durch Deutschland hetzen. Seltsame Deutsche!

Zumindest eine anteilige Beteiligung an den Rücksendekosten sind angebracht.

Ich bin kein Freund der

Ich bin kein Freund der Wirtschaft, und der Konzerne, aber dieses Retournieren ist ja absurd.

Was passiert eigentlich mit den Geräten, die zurückgeschickt werden, kriegt die ein anderer Kunde? Der hat ja dann das Nachsehen, weil die Geräte nicht jünger werden durch den hin und her Transport.

Eigentlich sollte die Garantiezeit allgemein verlängert werden, damit die Hersteller gezwungen sind die Obsolenz abzuschaffen
http://de.wikipedia.org/wiki/Obsoleszenz

Darin sehe ich ein größeres Problem unserer Zeit.

@ 15:09 — efteris

"Meine Frau arbeitet bei Amazon und die Bezahlung ist besser als örtlichen Konkurenz. Der Standort bietet hier hunderten Menschen vollwertige Arbeitsplätze an und dieses Unternehmen zahlt hier Steuern."

Ihre Frau ersetzt wahrscheinlich zig (ehemalige) Arbeitsplätze im lokalen Handel. Das wird auch niemand Ihrer Frau zum Vorwurf machen, stellt jedoch einen Teil des Problems dar. Zudem gibt es Unternehmen, die ihre Steuern in Luxemburg oder in den Niederlanden zahlen. Wenn große Onlinehändler an einem Standort in der BRD Steuern zahlen, kompensieren diese keineswegs die hohen Rückgänge/Verluste kommunaler Einnahmen vor Ort.

Ein gutes weiteres Beispiel sind Onlie-Druckereien, z. B. "flyeralarm" oder "druckhelden". Sie können sich kaum vorstellen, wieviele unzählige lokale Druckereien dicht machen, weil die Billigheimer vor Ort alles abgrasen. Es profitieren nur wenige. (Zig-)tausende zerstörte Existenzen.

Unsinnig für die Versandhändler

Solange ich im Versandhandel die Möglichkeit habe, Dinge kostenlos zurückzuschicken, kann ich Schuhe in verschiedenen Größen bestellen und dann die behalten, die mir passen. Die anderen gehen dann halt wieder zurück. Wenn das nicht mehr geht, wird man solche Dinge dann eben wieder bei den Händlern vor Ort kaufen. Gerade die Möglichkeit, Dinge kostenlos zurückzuschicken, macht doch die Versandhändler erst zu einer echten Alternative zum örtlichen Einzelhandel.
Ist es unmoralisch, Dinge online zu kaufen? Vielleicht, aber die Beratung beim örtlichen Händler ist in vielen Fällen leider alles andere als gut und somit kein Argument für den Kauf vor Ort. Wenn ich mir die nötigen Informationen online selbst zusammensuche, kann ich wohl auch den Preis für die "Beratung" einsparen und online kaufen.
Vermutlich wirds am Ende ein Wettbewerbsvorteil für die großen Onlinehändler werden, die weiterhin kostenlose Retouren anbieten können.

@dave_31

Wenn Sie zum Anprobieren einen oder mehrere Läden aufsuchen, müssen Sie dort auch irgendwie hinkommen. Das ist mit Aufwand verbunden (Spaziergang, Fahrradfahrt, Kosten für Sprit oder Fahrkarte). Der Online-Händler muss das unnötige Versenden an Kunden wie Sie auch bezahlen. Ich als Händler würde bei mehrfachem Missbrauch blocken - natürlich mit einem freundlichen Hinweis dabei.

@ Juergen

Allerdings haben Sie dann die Kommentare nicht vollständig gelesen. Da steht nämlich für jeden verständlich auch der Grund, weshalb es viele tun: Die im Online-Handel angegebenen Daten wie Größe, Farbe usw. entsprechen allzuoft nicht dem, was dann tatsächlich aus der Packung guckt.
Wäre der Retour nicht kostenlos, könnte man auch einen Täuschungswillen seitens der Händler dahinter vermuten.

wenn es in meinem wohnort

wenn es in meinem wohnort ausser handyläden, 1€-shops und kistenschieberläden noch gescheite einkaufsmöglichkeiten gäbe, würde ich liebend gerne lokal einkaufen. das haben einerseits die geiz-ist-geil-mentalität und faulheit der bevölkerung, anderseits (zumindest in meiner stadt) horrende ladenmieten zu verantworten. wenn ich nicht zig kilometer in die nächst größere stadt fahren möchte, bin ich quasi gezwungen im internet zu bestellen...
da ich die ware erst nach zusendung in augenschein nehmen kann ob sie meinen erwartungen entspricht und auch passt, ist es nur selbstverständlich sein, daß ich das recht auf (kostenfreie) rücksendung habe.
leider wird dies von einigen maßlos ausgenutzt...

@ mondfee

Es ist natürlich schade, wenn Sie Zeit und Geld verschwenden, nur um festzustellen, dass das von Ihnen gewünschte Buch nicht vorrätig ist. Aber es soll ja auch die Möglichkeit geben, ein Geschäft anzurufen und nach der Ware zu fragen .... das hat mir schon viele überflüssige Fahrten erspart :-)

@ 15:29 — 2otto2

"Richtig so!

Öko sein wollen, CO2 reduzieren wollen, aber dann Zigtausende von Sendungen ohne Sinn und Verstand durch Deutschland hetzen. Seltsame Deutsche!"

Auch dies ist relativ – online-bestellte Waren werden zusammen mit anderen Sendungen wahrscheinlich häufig relativ CO2-freundlicher als per Auto vor Ort gekaufte Produkte befördert – trotz Retournierung (vielleicht 10% Gesamtanteil?). Falls man jedoch mit dem Rad oder per Bus in die Stadt fährt, haben Sie natürlich Recht!

Ich bin übrigens freudig-gespannt was mit dem Aktienkurs der Logistikunternehmen passieren wird, falls sich die EU durchsetzt :-)

Bie Kleidungsstücken ist eine

Bie Kleidungsstücken ist eine solche Regel natürlich unerlässlich, Gründe wie beispielsweise unterschiedliche Größen je nach Hersteller, Modell, etc wurden ja oben schon genügend genannt. Das wissen auch die Händler. Gäbe es diese Möglichkeit nicht, gäbe es womöglich keine Online-Kleidungshandel.

Allerdings gibt es auch alle anderen möglichen Produkte im Internet und was mir als Kunde sehr negativ aufstößt und das ist zweifelsfrei den Zurücksenden zu verdanken, ist wenn ich Ware erhalte, die ganz klar vorher schon im Gebrauch war. Also technisch keine Neuware mehr ist.

Da kommt dann ein Computer mit dicken Kratzern, ein Fernseher mit Butterfinger-Flecken oder anderweitige Gebrauchs- oder Missbrauchsspuren. Und das Erlebnis ist im Eimer, denn schon beim Öffnen der Waren stellt man fest: dies ist nicht original-verpackt und eigentlich gleichzusetzen mit Ausstellungsware.

Dieses rücksichtslose ausprobieren und weg muss eingedämmt werden, denn es ärgert andere Kunden und den Händler.

Handel vor Ort keine Alternative zum Onlinehandel

Hier wird öfter von lokalen Geschäften gesprochen, die auf Kosten des Onlinehandels draufgehen.

Oft ist es aber auch so, dass bestimmte Dinge nur online verfügbar sind. Sei es Elektronikzubehör oder modische Kleidung (wirklich gute Geschäfte gibt es in deutschen Fußgängerzonen nicht). Wenn die Händler vor Ort da nicht mithalten können, sehe ich kein moralisches Problem beim Nutzen des Onlinehandels. Mal abgesehen davon, dass die Beratung oft schlecht ist und dort, wo sie gut ist, sind die Preise unverschämt.

@ 16:17 — EinPragmatiker

"Oft ist es aber auch so, dass bestimmte Dinge nur online verfügbar sind. Sei es Elektronikzubehör oder modische Kleidung (wirklich gute Geschäfte gibt es in deutschen Fußgängerzonen nicht)."

Das war einmal anders und der Trend wurde wohl irgendwann vor zig Jahren einmal von unternehmen wie Quelle oder Otto in Gang gesetzt. Wirkliche "Konservative" haben damals die Entwicklung verurteilt. Und sie hatten Recht. Vergleichbares gilt übrigens für "Tante Emma-Läden", die durch Supermärkte ersetzt wurden, für Kleinbauern, die nicht mit Großbetrieben mithalten können etc.

Überfallig!!! Käuferparadies Deutschland...

Die deutsche Regelung der vollen Versandkostenerstattung (ü. 40 €) ist in der EU einmalig (hier wurde nationales und EU Recht miteinander verwurstelt).

Endlich wird GETEILT, so wie in der restlichen EU üblich! Natürlich läßt sich Deutschland wieder viel Zeit bei der Umsetzung in nationales Recht...

@12. Februar 2013 - 16:17 — EinPragmatiker

Service, Know-How, Ausstellungsfläche sowie Geschäftsausstattung kosten Geld. Viel Geld. Geld welches Kunden immer öfter nicht bereit sind auszugeben und daher beim Onlinehandel den Preisvorteil suchen. Sie glauben garnicht, wieviele Kunden unsere Beratung in Anspruch nehmen, um dann anschließend genau die Artikel beim Onlinehändler zu erwerben, auf die wir Sie beraten haben.
Jeder will Service, kaum einer ist bereit ihn zu bezahlen. Sollen wir die Einzelhandelsmitarbeiter mit 3 €/h nach Hause schicken? Geiz ist geil...
Ich glaube Sie verkennen Ursache und Wirkung. Wenn Sie nur bereit sind den Internetpreis zu zahlen, dann bekommen Sie eben auch genau den Service und die Beratung zu diesem Preis.

Gesellschaftliche Entwicklung

Man kann dem Online-Handel nicht alles ankreiden. Wir haben eben, nach und nach, das amerikanische, raubtierkapitalistische System übernommen: Nur Besitz hat einen Wert, Arbeit hat keinen. Dies führte, wunschgemäß, zur Ausrottung der Mittelschicht. Eben die war für das Überleben des Einzelhandels lebenswichtig. Die Kombination aus: Immer weniger Kunden, die auch nur das Billigste kaufen können und explodierenden Mieten (und Gewerbeauflagen) ist der Hauptgrund für die jetzige Situation. Es gibt noch Unterschichtläden und es gibt Oberschichtläden. Wer das Eine nicht will und das Andere nicht bezahlen kann, muss praktisch Online kaufen.

Ich wohne 3 km von der Frankfurter Innenstadt entfernt und habe in Laufweite: keinen echten Supermarkt (nur Penny, Lidl, Aldi Schrott), keinen Metzger, keinen Bäcker, keinen Herrenausstatter, keinen Buchladen, keinen Gemüsehändler, keinen Plattenladen. Und das in einer Gegend mit einer Durchschnittsmiete von 13-14 EUR pro m2. Und das ist erst der Anfang.

Die Rücksendekosten sind doch im Preis bereits einkalkuliert..

und die Onlinehändler sparen sich die Filialen und die kosten die damit verbunden sind.
Auch teure Arbeitskosten werden eingespart.
Bei Amazon arbeiten hauptsächlich Polen für 7,11 die Stunde.
Eine Fachverkäuferin in einer Filiale wäre wesentlich teuerer.
Natürlich gibt es schwarze schafe die es ausnutzen,aber deren Kosten tragen letztendlich wir mit.
Wenn dass wegfällt kann sich der onlinehandel auf Umsatzrückgänge gefasst machen und wird werbewirksam damit werben die dinge innerhalb von so und soviel Tagen kostenfrei zurückzuschicken.

Lobbyismus kontra Käuferrechte

Ich kann mir vorstellen, dass gezieltes doppelt Kaufen mit der Absicht unpassendes zurückzuschicken zum Problem werden kann.
Aber da das z.T. von den Onlineunternehmen auch gezielt genutzt wird um Käufer zu werben, sprich "Kauf ohne Risiko", lässt die Initiative befürchten , dass Käuferrechte beschnitten werden sollen.
Generell sollte es kein Problem für Unternehmen sein Kosten möglicher Retouren auf Waren umzulegen.
Wären die Onlineunternehmen gezwungen so zu kalkulieren wäre der Wettbewerbsdruck auf die kleinen Läden der Fußgängerzone geringer -sprich mehr Wettbewerb.
Wie gesagt, scheint mir das ein Versuch zu sein Käuferrechte zu beschneiden.

Falsch !

Nee, anders herum.
Die deutschen Verbraucher haben schamlos diesen Schutz auf Kosten der Händler ausgenutzt.
Jetzt zahlen alle die Rechnung.

Ja manch ein Zeitgenosse ist

Ja manch ein Zeitgenosse ist also zu dämlich, sich die eigenen Größen zu merken.
Wer 50 % zurückschickt, hat jedenfalls was falsch gemacht.
Solche Leute sollten dann nicht online bestellen.

Denkt auch an die kleinen Händler

Viele denken hier nur an Amazon und die großen Händler. Diese werden auch weiterhin kein Problem damit haben, eine kostenlose Rücksendung anzubieten.
Aber denkt auch mal an die kleinen Händler wie zBsp. bei Ebay. Immer werden Kundenrechte zurecht betont, aber wie sieht es mit den Rechten eines Verkäufers aus? Meistens ist der Verkäufer bei Streitfragen der Dumme.

Ich verkaufe keine Kleidung, wo ein Umtausch nachvollziehbar wäre. Aber manche Leute kaufen einfach was, überlegen es sich dann anders und ich bleibe auf den Versandkosten sitzen. Zusätzlich wird dann die Ware geöffnet und der Wert stark gemindert.
Und ich rechne die Kosten für die Rücksendung nicht in meine Preise rein. Ersten will ich faire Preise bieten, zweitens muss man konkurrenzfähig bleiben.
Wenn ich das falsche liefere oder die Ware defekt ist, klar, dann trage ich die Rücksendekosten und so soll es such sein. Aber seid fair und denkt auch mal an beide Seiten. Und ich finde die neue Regelung fairer als bisher.

die Kostenlos-Kultur

auch heute gilt:

Können Sie uns die empfangene Leistung sowie Nutzungen (z.B. Gebrauchsvorteile) nicht oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren beziehungsweise herausgeben, müssen Sie uns insoweit Wertersatz leisten. Für die Verschlechterung der Sache und für gezogene Nutzungen müssen Sie Wertersatz nur leisten, sowie die Nutzungen oder die Verschlechterung auf einen Umgang mit der Sache zurückzuführen ist, der über die Prüfung der Eigenschaften und der Funktionsweise hinausgeht. Unter "Prüfung der Eigenschaften und der Funktionsweise" versteht man das Testen und Ausprobieren der jeweiligen Ware, wie es etwa im Ladengeschäft möglich und üblich ist.

Es ist schon frech und dreist, die Sachen 1 Tag zu tragen, am besten das Label abschneiden und die Originalverpackung entsorgen.

All dies ist bestimmt nicht einkalkuliert, wobei z.B. das Vernichten der Verpackung erlaubt, .... da fehlt es vielen Käufern schlicht an Anstand. Alles kostet Geld.

Kostenpflichtig

Gerade bei Kleidung kommt es immer auf die Größe an und z. B. bei einer Gr. 48/50 wird im Handel nur Mist angeboten und dann noch zum erheblichen Aufpreis.Also die EU verabschiedet nur Gesetze zum Nachteil des kleinen Mannes.
Natürlich darf das Rücksenden keine Blüten treiben aber der Versandhandel kommt auch auf sein Geld. Man bekommt eigentlich nichts geschenkt.

Lieber Hansi2012

Dann drehen wir den Spieß ganz einfach um.

Jeder kann anhand geltender Normen seine Konfektionsgröße selbst bestimmen.

Paßt ein Kleidungsstück oder ein Schuh dann nicht, wird das nicht mehr unter "paßt halt nicht" verbucht und retourniert - nein - dann wird das gute Stück ganz offiziell reklamiert.
Für die Händler richtig bitter wenn sie erstmal nachbessern müssen - auf eigene Kosten.

Könnt ihr gerne haben wenn ihr ein Problem damit habt, daß ich - in meinem Fall - all die Schuhe wieder zurückschicke, wo zwar 48 drauftsteht aber was völlig anderes drin ist.

Die hauptsächliche Problematik wird nicht nur hier im Forum thematisiert, sondern ist allgemein bekannt. Ich verstehe die großen Händler nicht, daß sie nicht ihre Einkaufsmacht nutzen und den Lieferanten solange auf die Füße treten, bis die sich an die Normen halten.

Das wäre für alle Beteiligten das Einfachste und Billigste.

"Fällt kleiner aus"
Ich kanns nicht mehr hören.
Schreibt doch dann einfach 47 drauf statt 48!

eigene Erfahrung

Keiner sollte den Teufel an die Wand malen. Das Anspruchsdenken geht heute schon über die gesetzl. Regelungen hinaus und wird im Großen und Ganzen wahrscheinlich kaum von den Unternehmen angetastet werden.

Wir betreiben seit kurzem einen Shop auf einer bekannten Plattform. Wir gehören zu den kleinen Start-up Shops mit begrenzter Gewinnspanne. Aus eigener Erfahrung sage ich:
Ja, die meisten Kunden sind ehrlich und ja es gibt die beschriebenen Fälle von bestellt ohne zu lesen was das Produkt kann bis Rücksendung nach Weihnachten um die Rabatte mitzunehmen.
Ja, Rücksendungen sind serviceintensiv und kostspielig (teilweise verbrennt das Versand-Ping-Pong den Gewinn von 2 Artikeln)
Nein, es ist für kleine Händler nicht möglich Rücksendungen einzupreisen oder kostenlose Rücksendungen abzuschaffen.
Ja, wir haben geringere Kosten für Personal und Raum und können / müssen im online Markt günstiger verkaufen. Die Kunden wollen dies aber auch. Also nicht heueln lieber Einzelhandel.

Mir kommen die Tränen

Schlimm, diese Zustände! Und das, wo mit Versandhandel, insbesondere wenn er vor allem auf dem Internet basiert, doch kaum Geld zu machen ist! Gibt es schon ein Spendenkonto?

Ein Glück, daß die EU (geheiligt werde ihr Name, sie führt uns ins Paradies) da eingreift - völlig überraschenderweise zu Gunsten der Unternehmer.

Freuen wir uns auf die EU-Richtlinie, derzufolge Eintritt verlangt werden darf - nein: MUSS von jedem Kunden, der einen Laden wieder verlassen will, ohne etwas gekauft zu haben. Natürlich nur zum Besten der Verbraucher...

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