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Prüfung

1te Maßnahme: Prüfung der Prüfer

Verschleppungstaktik

"Das Verwaltungsgericht ist auch nur die erste Instanz. Wenn Frau Schavan oder die Universität Rechtsmittel einlegen, kann der Streit über das Oberverwaltungsgericht zum Bundesverwaltungsgericht gehen. Bis zu einer endgültigen Entscheidung könnten also Jahre vergehen."

Nach den bisherigen Berichten und Stellungnahmen habe ich nicht den Eindruck, dass diese Klage eine nennenswerte Aussicht auf Erfolg hat.

Mir drängt sich der Eindruck auf, es geht hier hauptsächlich darum, die Peinlichkeit so lange wie möglich zu schieben, mindestens bis nach der Wahl.

Dass ich das mal sagen würde hätt ich nicht gedacht: Da war mir zu Guttenbergs Schlussstrich symphatischer.

ich hoffe, dass sie vor gericht recht bekommt...

damit dieser spuk, mit dem sich die akademia anhaltend laecherlich macht, endlich zuende ist.

die eilfertigkeit, mit der die universitaetsinternen gremien ihre urteile -- auch und gerade in so unklaren faellen wie schavan -- gefaellt haben ist mir verdaechtig und zuwider.

ich druecke ihr die daumen.

Danke fürs FAQ

Einige hier beantwortete Fragen wurden ja bereits heftigst diskutiert.
Nun sollte für alle lese- und lernwilligen [ :-) ] Klarheit herrschen.

Was die Klage angeht: Es ist unbestritten Schavans Recht diesen Weg zu bestreiten. Aber sie sollte dies privat tun, und ihren Rücktritt als Bildungs- und Forschungsministerin einreichen, um den immer noch guten Ruf des Forschungsstandortes Deutschland nicht weiter zu beschädigen.

Denn Eine Forschungsministerin, die gegen die Wissenschaft klagt, ist so ziemlich das schlechteste Aushängegeschild, das wir gebrauchen können.

"Prüfung der Prüfer"

Exakt das ist die Aufgabe des Verwaltungsgerichts.

Man sollte nicht den Vorteil

Man sollte nicht den Vorteil längerer Verfahrensdauern vergessen: Die aktuelle hitzige Debatte kühlt sich ab. Vielleicht haben so die Richter am VG die Gelegenheit die Sache in Ruhe zu beurteilen.

Wer hat denn nun Recht und was ist gerecht

Klar, wenn einer oder eine sich einen akademischen Grad erschlichen hat und das kommt raus, dann muss der im Grunde auch wieder aberkannt werden.
Aber, da gab es ja auch Prüfer, im Fall von Fr. Schw. vor 30 Jahre, haben die nicht den Formalen Aspekt geprüft? Kannten die nicht die einschlägige Literatur?
Immerhin haben die sogenannten Dr.-Väter, in der Regel Professoren oder habilitierte Akademiker, die hätten doch ... Werden denen denn jetzt im Nachhinein ihre Fehler auch noch nachgetragen?
Entweder stellen die Prüfer fest, man hat bestanden oder wg. Schlechtleistung nicht bestanden.
Wenn man bestanden hat, dann muss man auch davon ausgehen, dass dies nicht irgend wann mal.... Auch hier muss es ein "Bestandsrecht" in der Annahme der richtigen Entscheidung geben. Noch mal, hier wurde eine Arbeit bewertet und der Akademische Grad vergeben und dann muss auch ein Ende sein!
Hier geht es doch nicht wirklich um ... sondern das ganze ist doch politisch motiviert, oder wurde einem SPD-Abge..?

Es ist kein unklarer Fall.

Es ist kein unklarer Fall. Für einen analogen Fall würde ich einem Proseminarteilnehmer 1. den Schein verweigern und 2. die Ohren langziehen. Daß das auf der Ebene der Promotion völlig indiskutabel ist, steht außerhalb jeder ernsthaften Debatte.

Prüfung der Prüfer

Man sollte sich doch auch mal die Arbeit machen die Doktorarbeiten der Mitglieder des Prüfungsgremiums unter die Lupe zu nehmen. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch dort die ein oder andere Arbeit auf der Strecke bleiben würde.
Es ist eine Sache ihr unsauberes Zitieren vorzuwerfen, aber systematische Täuschung ist ein sehr schwerwiegender Vorwurf, da dies auch eine Vorsatz beinhaltet den garantiert keiner aus dem Gremium zweifelsfrei feststellen kann.

@Friedrich Spee, 15:02 - Unverständnis

Warum Sie als Akademiker für Frau (Dr.) Schavan emphatisch Partei ergreifen, obgleich die Dame etwa die Sekundärliteratur plagiiert, die ein Herr Biemel über Herrn Heidegger verfertigt hat, um vorzutäuschen, sie habe sich mit den Originalschriften Heideggers, der Primärliteratur also, befasst - dieser beklagenswerte Umstand erschließt sich mir nicht.

Tja.. damit ist doch alles gesagt

Sie wird zurücktreten müssen. Die Kanzlerin wird sich kaum eine Hängepartie bis zur Wahl gefallen lassen...

@Aachen

...sondern das ganze ist doch politisch motiviert
Glauben Sie wirklich die "Plagiats-Jäger" der Dekan der Universität und die Mitglieder der Komission stecken alle unter einer Decke um der CDU eins auszuwischen? Glauben Sie der Uni ist es nicht auch selbst peinlich zugeben zu müssen, dass sie schlecht geprüft hat?
Ich glaube, dass Elvis lebt...

@ Friedrich Spee

… es gibt offensichtlich immer noch Mitmenschen die NICHT verstanden haben, dass es hier NICHT um akademische Titel (oder wie auch gesagt wird Arroganz) geht sondern schlicht um Betrug !
Ob ein Akademiker oder ein Harz IV Empfänger Ihnen Ihr Geld klaut (oder um genauer zu sein Ihr geistiges Eigentum) ist absolut unerheblich – will heißen Ihr Gut is wech !

Ich finde es absolut beleidigend für all die tausend echten Akademiker, die Ihre Titel durch jahrelange harte, ehrliche Arbeit erworben haben (im GEGENSATZ zu Fr. Schawan) immer wieder hören zu müssen was für ein eingebildetes Volk wir wären.

@ 15:20 — Aachen

Bleibt Betrug nicht auch Betrug, wenn er nicht aufgedeckt wird?

Klar wäre es wünschenswert, wenn die Prüfer die einschlägigen Quellen kennt. Doch wer kennt schon den genauen Wortlaut all der tausendseitigen einschlägigen Quell-Literatur? Sie? Dann haben Sie sich nun wirklich als Prüfer qualifiziert! Vergessen wir nicht, daß erst das Internet eine effiziente, pennible Prüfung ermöglicht. Vor 30 Jahren hätte ein Doktor-Vater alle in Frage kommenden Quell-Werke in die Hand nehmen und vergleichend durcharbeiten müssen. Das dies nicht machbar war, wußten Betrüger wie Schawan. Dumm nur, daß irgendwann der Internet-Anschluß zur Normalität wurde...

@Aachen, 15:20 - Täuschungsabsicht

Ihrem konjunktivischen Wunsch nach einem "Bestandsrecht" steht die Düsseldorfer Promotionsordnung im Wege, die eine Aberkennung des Doktortitels vorsieht.

Zudem dürfen Sie nicht vergessen, dass Frau Bundesbildungsministerin Schavan nach Art einer gerissenen Blenderin den Doktortitel erschwindelt hat. Schließlich täuscht sie systematisch vor, sich mit Primärliteratur befasst zu haben, obgleich sie Sekundärliteratur plagiiert, was sie plump zu vertuschen versucht.

Über den Inhalt der windschiefen Schavan'schen Dissertation zu diskutieren wäre vermutlich sehr ertragreich.

Das Amt ruhen lassen, wäre

Das Amt ruhen lassen, wäre ein weg, wo niemand noch sehr viel verlieren würde.

re aachen

" Auch hier muss es ein "Bestandsrecht" in der Annahme der richtigen Entscheidung geben."

Wie Sie sehen, gibt es dieses Bestandsrecht nicht, und daher ist Ihr Kommentar zum Thema irrelevant.

@ spetzki:

Zitat: "Da war mir zu Guttenbergs Schlussstrich symphatischer."

Dem kann nicht zugestimmt werden. Haben Sie schon vergessen, dass Zu Guttenberg immer nur das zugegeben hat, was bereits eindeutig bewiesen war? Der Schlussstrich kam auch erst, als es keine andere Lösung gab.

Ich gebe Ihnen auch nicht Recht in der Einschätzung, Frau Schavan würde schieben bis zum St. Nimmerleinstag. Sie würde gerne, aber das macht ihre "befreundete" Chefin nicht mit, denn die will eine Wahl gewinnen und das wird sehr schwer, wenn sie der Opposition die Munition liefert, mit der die dann auf sie schießt. Die Opposition wird natürlich genussvoll in der Wunde rühren.

Ich weiß nicht, ob Frau Schavan endlos prozessiert. Der Bundesregierung wird sie aber sehr bald nicht mehr angehören.

@mr_mad_man

"Es ist unbestritten Schavans Recht diesen Weg zu bestreiten. Aber sie sollte dies privat tun, und ihren Rücktritt als Bildungs- und Forschungsministerin einreichen, um den immer noch guten Ruf des Forschungsstandortes Deutschland nicht weiter zu beschädigen."

Genau so ist es! Ob sie später - möglicherweise in Jahren - Recht bekommt oder nicht, ist ihr Privatvergnügen. Aber mindestens für die nächsten Monate ist Schavan definitiv kein Aushängeschild für Deutschland, um es mal ganz untertrieben zu formulieren.

Schavan ist ihr eigener Ruf tatsächlich wichtiger als das Ansehen ihres Landes, das sie auch nach außen vertritt (momentan in Afrika). Und das ist einfach unmöglich!

re laienmeinung

"Man sollte sich doch auch mal die Arbeit machen die Doktorarbeiten der Mitglieder des Prüfungsgremiums unter die Lupe zu nehmen."

Tun Sie's doch einfach, niemand hindert Sie daran.

Frau Schavan sollte zurücktreten

Aufschluss über die juristische Situation gibt auch ein externes Gutachten, welches die Uni Düsseldorf eingeholt hat. Darin wird festgestellt, dass keine Verfahrensfehler vorliegen und alles korrekt abgelaufen ist. Das Gutachten kann man auf der Homepage der Uni Düsseldorf herunterladen. Danach erscheint eine Klage von Frau Schavan aussichtslos. Die Dame sollte sich nicht nur für andere, sondern auch für sich selbst schämen und zurücktreten.

Doktortitel zu behalten.

Da muss es persönliche und/oder politische Gründe geben, dass sie (erfolglos) vor Gericht zieht.

Als Professor darf ich zur Prüfung von schriftlichen Arbeiten anmerken:

Am Schluss jeder relevanten akademischen Abschlussarbeit befindet sich eine eidesstattliche Versicherung, worin die Kandidaten versichern, dass sie ihre Arbeit selbstständig verfasst haben und keine Textabschnitte von Dritten ohne Kennzeichnung übernommen und alle Quellen angegeben haben.

Nach Erhalt der Schrift kann der Professor nicht jede Fußnote und jede Quelle überprüfen. Dies wäre zeitmäßig nicht zu bewältigen.
Der Prüfer liest die Arbeit genau, aber er kann nicht jedes Mal davon ausgehen müssen, dass der Autor ihn betrügen will.
Daher werden Fußnoten nur stichprobenartig auf Korrektheit überprüft. Heutzutage kann man die Schriften auch mit (nicht optimaler) Software auf Plagiate überprüfen.

Fällt der Betrug erst nachträglich auf, wird der Titel wieder entzogen. Ganz einfach.

@Aachen@ Was ist legal

Also wer sich einen Dr. Titel erschlichen hat kann anschließend problemlos praktizieren oder ein Richter richten? Was ist das für eine Einstellung.

FAQ: Schavan will klagen - was gepr.

--Frau Schavan taktiert klug ,
sie hofft, d.d. Klage Zeit zu gewinnen ,

d.h. nochmal i.d. bundestag zu kommen als Abgeordnete ,

denn als Minister ist sie so o.so weg vom Fenster .

Dann würde die Kohle nochmal 5 Jahre weiter rollen !

Anschließend dann d. überbordende Pension ,

das ist geil , der Dr. Titel hat damit nichts zu tun .

Fest steht, Schavan hat betrügerisch gehandelt u.z.
vorsätzlich, Betrug ist strafbar ,für einen H-4 wie auch f.einen Minister !

Das wird immer wieder u.d.Tisch gekehrt .

Es ist nicht zu verstehen, wie teilweise hochgebildete
Menschen der Schavan noch den Rücken stärken können.

sind denn Alle Grundwerte nur noch ein Fall für
die Müll-Kloake ?
Und Merkel ? Merkel hält Schavan weiter d. Stange,
vielleicht aus wahltaktischen Gründen,
das ist ebenso unerklärlich .

wer zahlt eigentlich den Klageweg ? Da kommen Millionen
an anwalts-Honorar zusammen !
Zahlt das auch noch der Dumme Deutsche Steuerzahler ?

Der Spuk

ist wie zu erwarten, erst dann zu Ende wenn das bzw. die Gerichte entschieden haben. Das kann dauern. Geprüft wird da nicht wie in Kommentaren ausgeführt, die "Akademia" sich lächerlich macht. Zweck dieses von ihr angestrebtem Gerichtsverfahren ist einzig von ihrem Fehlverhalten, das vom Kremium der Universität Dortmund zweifelsfrei festgestellt wurde, (14 Ja bei 0 Enthaltung) ablenken will.Es geht also bei diesem Verfahren nicht darum ob und in welchem Umfang sie "gefälscht" hat, sondern ob dem Kremium ein Verfahrensfehler unterlaufen ist.

Schavan ist Täterin und nicht Opfer

Ich kann nur wiederholen, was auch die Experten gesagt haben. Die Doktorarbeit ist ein Plagiat. Sie hat vorgetäuscht Leistungen erbracht zu haben, die sie aber selbst nicht erbracht hat.

Ich finde es erschreckend wieviele Menschen scheinbar denken, dass das "doch nicht so schlimm" ist.

Es ist aber Diebstahl geistigen Eigentums zur eigenen Vorteilsnahme.

Wer weiß wieviele hunderttausend Euro Schavan schon aufgrund ihres Doktortitels in der Vergangenheit hinzuverdient hat. Eigentlich müsste sie Schadenersatz leisten.

D. h. sie hat das geistige Eigentum anderer geklaut, vorgetäuscht es sei ihre geistige Leistung und dann hat sie damit viel Kohle verdient, viel mehr als ohne Doktortitel.

Und jetzt macht Schavan sich zum Opfer der angeblich "bösen" Universität Düsseldorf. Dabei ist sie diejenige, die anderen etwas weggenommen hat, getäuscht hat, und sich daran bereichert hat! Sie ist die Täterin, nicht das Opfer. Das sind leider die bitteren Fakten.

Merkel muss Schavan entlassen!

na Klasse!Kommt wohl darauf

na Klasse!Kommt wohl darauf zuruech,wie man "Gewissen" definiert...Frau Professor!

Professor Schavan?

Seit wann ist Frau Schavan eigentlich Professor, wie in dem Bild zu dem Beitrag zu sehen ist? Wie hat sie denn das hingetrickst?

Ein Prüfer prüft den Prüfer,

Ein Prüfer prüft den Prüfer, der beim prüfen eines Prüfers beim prüfen überprüft und solange noch geprüft wird, darf der Prüfer den Tietel des Prüfers weiterbehalten.
Das ist orginal Deutschland!

Aus dem zeitalter der Postkutsche

"die eilfertigkeit, mit der die universitaetsinternen gremien ihre urteile -- auch und gerade in so unklaren faellen wie schavan -- gefaellt haben ist mir verdaechtig und zuwider. "

Es scheint, als wenn man meint, eine Doktorarbeit sei ein Pseudoding. Aber, mein Guter, man bekommt ne Menge mehr Geld und eine bessere Position durch so einen "Dr.". Deshalb ist die Versuchung so groß, so ein Ding um jeden Preis zu ergattern.

Offensichtlich haben wir hier einen Doktoranden, der "auch und gerade"* wegen der Befürchtung, den ersehnten Titel nicht nachgeworfen zu bekommen, Missfallen und Übelkeit empfindet. Wie sagt unsere Kanzlerin: "Sorgfalt geht vor Schnelligkeit!", und "Eilfertigkeit"** ist schwer zu widerlegen.

*auch und gerade = rhetorische Stopffloskel der Hervorhebung eine Tatbestandes, Zeitepoche siehe **
**Eilfertigkeit = aus dem Edeltum des Postkutschenzeitalters entsprungener Begriff für überhastet, putzt ungemein!

Wir haben 2013 (siehe Kleinschreibung des Probanden)

Unfassbar

Unfassbar, was diese Frau sich denkt.
Sie, gerade sie, müsste doch wissen, was da losgetreten wird?
Gerade in so einem Amt, sollte man als Vorbild vorangehen.
Was sollen denn die Studenten denken?
Also: Abtreten Frau Schavan. Das ist die einzige Konsequenz.
Es wird sich schon am Freitag richten, denn die CDU und besonders Frau Merkel werden sich nicht den Wahlkampf vermiesen lassen.
Bei Guttenberg hätte es fast geklappt.
Ich bin froh, daß es in Deutschland langsam gerechter zugeht.

Bildung

... sie muß auf jeden Fall weg. Sie war oder ist als Ministerin für Bildung eine Katastrophe.

Aussitzen

Das kennt man ja von ihrer Chefin!
@kritischer Leser, sie ist Honorar - Prof in Berlin-Dahlem. Wie man dazu kommt, weiß ich auch nicht.

Doktortitel? Die gibt es nicht, es gibt nur Doktorgrade.

Der Doktor ist kein Titel, sondern ein akademischer Grad. Titel sind etwas anderes.

Der Dekan hat es zwar in seiner Rede gesagt (Grad) aber die Leute hören nicht zu, stattdessen hören sie "Titel" und geben dem Doktorgrad eine Bedeutung die er nicht hat. So macht sich wohl die Sehnsucht nach Autoritäten bemerkbar.

Nette Sache...

..bei uns fliegen Studenten, da sie Mist gebaut haben und ohne die Möglichkeit einer Rehabilitation von der Uni..

...und DIE will sich ihren Titel vor Gericht erstreiten. Klasse Vorbild.

Statt sich inhaltlich mit den Problemen ihrer Diss auseinanderzusetzen wird direkt und als erstes der Anwalt angerufen. So muss das in unserer Gesellschaft heute laufen...

Die Universitäten müssen das alleinige Recht behalten zu befinden wer eine akademischen Titel tragen darf und wer nicht.. wenn man das aufweicht, dann ist ein Titel bald gar nichts mehr Wert, noch weniger als nach all den Skandalen der letzten Jahre..

Das bisschen Zeit noch

Warum machen es sich (und uns) nicht alle Beteiligten einfach?
In ein paar Monaten ist Bundestagswahl und die Ämter werden sowieso neu verlost.
Also soll sie doch ihren Rücktritt zur Wahl erklären. Sie behält das Amt bis dahin und dann ist Schluss.
Es wäre doch jetzt wirklich albern, teuer und wenig produktiv einen neuen Minister für die Zeit einzuarbeiten.

Dann kann sich Frau „Doktor“ in ihrem Wahlkreis den Wählern stellen, um wieder Mitglied des Bundestages zu werden.
Natürlich nicht als Bildungsministerin.

In der Niederlage Größe zeigen....

Die Feststellungen des Fakultätsrates der Universität Düsseldorf sind eindeutig- Frau Schavan hat plagiiert, eine „Vorsätzliche Täuschung“ wurde ihr attestiert!

Damit passt das offizielle „Fremdbild“ nicht mit Schavans „Selbstbild“ überein, deshalb wohl auch diese „Kampfansage“ ihrerseits und der Versuch, sich in einer Opferrolle zu sehen...

Insgesamt mutet die Reaktion aber sehr befremdlich an- die persönliche Integrität und damit auch Reputation, die für dieses Amt eine „conditio sine qua non“ darstellt, ist nachhaltig und irreversibel beschädigt- die Fakten, die Schavan vor über 30 Jahren „geschaffen“ hat, können auch von einem Gericht nicht aus der Welt geschaffen werden und dürften damit auch zu keiner anderen Bewertung, als zum Widerruf des verliehenen Doktorgrades führen, denn die Täuschung durch die nicht erbrachte Leistung dauert ja an!

Mit einer sofortigen Demission würde sie in der Niederlage Größe zeigen und zumindest moralisch ihrer Doktorarbeit etwas gerecht werden..!

Recht muss Recht bleiben

Zwar glaube ich persönlich nicht an einen Erfolg der Klage, kann aber niemand das Recht absprechen, juristische Instanzen zu nutzen. Plagiieren ist kein Kavaliersdelikt - ich war auch selbst schon Opfer von Personen, die ungefragt und ohne Referenz meine Publkationen zitiert haben. Frau Schavan behauptet aber,sie habe nur fehlerhaft zitiert. Wenn sie moralisch mit sich im Reinen ist, muss sie klagen. Wenn nicht, wäre es eine Schmierenkomödie, die ihrer Partei schadet. Warum Doktorvater und Gutachter nie belangt werden, finde ich seltsam. Hat Schavan tatsächlich plagiiert, hat sie moralisch verspielt. Allein aus rechtlicher Perspektive frage ich mich aber, warum Mord nach 30 Jahren verjährt, Betrug bei der Promotion aber nie.

Komisch ist das schon

Wer kommt überhaupt auf die Idee eine über 30 Jahre alte Doktorarbeit heute zu überprüfen,wenn demjenigen nicht etwas spezielles daran gelegen ist.
Mir kommt das so vor als ob sich jemand gezielt Politiker rauspickt um diese dann zu diskreditieren.

Im Falle Schavans treibt das ganze doch immer merkwürdigere Blüten.

Was ist eigentlich mit denjenigen die seinerzeit die Dr.- Arbeiten noch für völlig ok befanden? Haben diese Leute Konsequenzen zu fürchten?

@Larkenschaper: zum Rücktritt drängen

"der Bundesregierung wird sie schon bald nicht mehr angehören"

... und wenn Merkel schlau ist, drängt sie Schavan möglichst früh zum Rücktritt - je kürzer vor der Wahl, desto schlimmer der Schaden.

Mal realistisch: falls nicht das Gericht in kürzerster Zeit sämtliche Vorwürfe als frei erfunden entlarvt, ist der Ruf derart beschädigt, dass Schavan als Bildungsministerin einfach nur noch peinlich ist.

ALLE Doktorarbeiten der Uni

Wo kann man ALLE Doktorarbeiten der Uni der letzten 50 Jahre erhalten? Es wird Zeit diese zu prüfen und wenn dann die Uni nur bei einer dieser Doktorarbeiten die weitere Überprüfung mit dem selben Aufwand verweigert - dann wissen wir Bescheid.

Das spielt Rot-Grün in die Hände...

Noch ein(e) CDU-Politiker(in) die in Ungnade fällt...
Angela Merkel steht alleine da, alternativlos...

Und mit dieser Schlammschlacht wird sich das ganze auch noch schön hinziehen in den Wahlkampf und wenn alls glatt läuft ist sie dann im August ihren Dr.-Titel los... pünktlich zur Bundestagswahl...

Mehr als dämlich von Fr. Schavan... oder zumindest sehr egoistisch.

Tja da haben wir's wieder

Tja da haben wir's wieder Politikerinnen, die an Ihren Stühlen kleben und sich "Gerechtigkeit" erhoffen. Besonders schön finde ich in diesem Zusammenhang den Titel der Doktorarbeit " Person und Gewissen" da drängt sich doch geradezu eine Aktualisierung auf. Dr Anette Schavan zum Thema "Person ohne Gewissen", finde ich passend. Jedenfalls ist für mich der Rücktritt von Prof. Schavan unausweichlich, gerade auch deswegen weil sie an der Spitze der Wissenschaft steht. Das wird auf jeden Fall Konsequenzen haben, die Frau wird sich im Kreise ehrlicher Wissenschafter nicht mehr behaupten können. Eine Klage ob nun mit oder ohne Erfolgsaussichten ist da, insoweit erfolgreich, nicht mehr als ein Etappensieg und politisch ist sie nicht mehr zu halten. Das Vertrauen der Kanzlerin ist, wie man ja weiß, ein Alarmsignal, das Frau Dr. (?) Schavan sicherlich nicht falsch verstehen wird.

re grauseher

"Wo kann man ALLE Doktorarbeiten der Uni der letzten 50 Jahre erhalten? Es wird Zeit diese zu prüfen"

Da haben Sie sich aber eine Menge Arbeit fürs nächste Wochenende vorgenommen ...

Nur zu!

Sie können morgen damit anfangen. Und wenn Sie beim einen oder anderen Promoventen fündig werden und Belege gefunden haben, dann können Sie diese der Uni überlassen und diese überprüft dann, ob die von Ihnen gefundenen Verdachtsmomente stichhaltig sind und leitet gegebenefalls ein Verfahren ein.
Ein gedrucktes Exemplar jeder Arbeit sollte sich in der Bilbliothek der jeweiligen Uni befinden (die Arbeit von Herrn Dr. Kohl hat allerdings seit Jahrzehnten niemand zu Gesicht bekommen. So konnte das Gerücht, sie habe einen Umfang von 39 Seiten gehabt, nie entkräftet oder bestätigt werden.), allerdings nicht alle Arbeiten in einem Regal, da auch Doktorarbeiten in Bibliotheken schlicht "Veröffentlichungen" sind und sich von anderen Fachbüchern nicht unterscheiden.

@ms 1963 kleiner

@ms 1963

kleiner Hinweis:
Mord verjährt ebenfalls nicht!
Ich finde den Vergleich auch nicht sehr treffend, schließlich geht es hier nicht um einfaches Abspicken sondern um gezieltes Täuschen. Das ist kein Kavaliersdelikt und wird sollte hart geahndet werden, bei allen Doktoranden und nicht nur bei den prominenten Rosstäuschern.

Ich drückte ihr bisher auch die Daumen,...

aber gleichzeitig kann ich bei einem neun Monate dauernden Verfahren keine "Eilfertigkeit" erkennen. Die besagten Passagen ihrer Arbeit samt der nicht oder unzureichend zitierten Quellen sind alle im Netz verfügbar, so dass man sich ein Bild machen kann. Machen Sie sich auch eins!

@15:45 — Adenovirus

"...sondern schlicht um Betrug !"

Und eben WEIL es um Betrug geht, gehört das vor einem Gericht geprüft.

@Califax - Das bisschen Zeit noch

> Warum machen es sich (und uns) nicht alle Beteiligten einfach?

Das ist doch klar warum. Pattex.
Die will noch mal 4 Jahre Ministerin bleiben. Bildungsministerin.

Abstimmung

@ der spuk:
Ihr Kommentar ist nicht korrekt.
Zitat:

Plagiatsverfahren Uni Düsseldorf erkennt Schavan den Doktorgrad ab

Annette Schavan hat in ihrer Dissertation nicht korrekt zitiert. So urteilte die Uni Düsseldorf und entzog ihr den Doktorgrad. Schavan will die Entscheidung anfechten.

© Marijan Murat/dpa
Bundesbildungsministerin Annette Schavan

Die Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universtität entzieht Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) den Doktortitel. Der zuständige Fakultätsrat habe im Plagiatsverfahren mit zwölf Stimmen für die Aberkennung gestimmt, teilte der Ratsvorsitzende, Professor Bruno Bleckmann, mit. Zwei Mitglieder stimmten dagegen, eines enthielt sich.

Warum haben sich die

Warum haben sich die Plagiatsjäger denn nun ausgerechnet die Dr.-Arbeit von Fr.Schavan vorgenommen??

Na vielleicht lag es an ihrer in meinen Augen ziemlich hämischen Reaktion in der Affäre um Herrn Gutenberg

Das war so von oben herunter - dass sich da vielleicht der eine oder andere gedacht hat - ob dieses Gebaren denn gerechtfertigt ist.

Wie man nun weiss -> es war in keinster Weise gerechtfertigt.

Da haben eben die "vier Finger" auf sie selbst gezeigt
*ggg*

Ich habe mit akademischen Betrügern keinerlei Mitleid - die bringen nicht nur andere Menschen die viele Jahre Arbeit in ihren Dissertationen stecken in Verruf...
..nein sie schädigt auch nachhaltig die Forschung selbst - denn diese ist auf exakt und ehrlich arbeitende Menschen angewiesen!

Plagiat? Ein Beispiel:

Hier ein willkürliches Beispiel eines gemäß schavanplag eindeutigen Plagiats:

Schavan:
"Durch die Gründung und Erhaltung von politischen Gemeinwesen schließlich schafft menschliches Handeln die Bedingungen für eine Kontinuität der Generationen und damit für Geschichte."

Angebliches Original (keine Quelle ang.):
"[...] das Handeln schließlich, soweit es der Gründung und Erhaltung politischer Gemeinwesen dient, schafft die Bedingungen für eine Kontinuität der Generationen, für Erinnerung und damit für Geschichte."

Klingt ähnlich. ABER: Wer, der nicht vom Fach ist, kann sagen, ob das eine geistige Leistung ist oder ob das ein trivialer Gedanke ist, auf den jeder kommen kann und den folglich auch jeder ähnlich formuliert?

Wenn ich heute schreibe: "Deutschland hat gestern 2:1 gegen Frankreich gewonnen", dann wird man eine Reihe "Quellen" finden, die das vorher ähnlich formuliert haben. Wer sich für Fußball interessiert, wird aber vermuten, dass ich das auch selbst formuliert haben kann

@cowboy8

Auch wenn Sie es noch ein paar Mal wiederholen. Aber wen interessiert jetzt noch schavanplag? Im Moment zählt die Entscheidung der Universität.

Politisch motiviert? Bestandsrecht?

Glauben Sie doch bitte nicht, dass nicht zumindest seit der Causa Guttenberg hunderte Amateurforscher die Arbeiten der Roten und der Grünen durchforschen. Bisher aber offenbar erfolglos.
Bestandsrecht für den Titel? Für etwas, was nicht legal besteht, kann es kein Bestandsrecht geben. Ich erinnere mich schwach an einen Zeitungsartikel vor vielen vielen Fahren, über einen Autofahrer irgendwo in der Welt, der über 40(?) Jahre ohne Führerschein gefahren war. Ohne Unfall oder Strafmandat! Glauben Sie, der hätte dann für seine über Jahrzehnte bewiesene "Fahrtüchtigkeit" einen Führerschein bekommen?
Die inhaltliche "Überprüfung" einer Doktorarbeit (inklusive Vorentwürfe, Teilkapitel, Kapitel etc.) kann sich bei mehrhundertseitigen Arbeiten auf hundert Stunden oder mehr summieren. Die formale Überprüfung aller Zitate würde dann noch mehrere hundert Stunden hinzufügen. Die mir bekannten Professoren arbeiten auch ohne solche Überprüfungen der Formalia zwischen 60 und 80 Stunden pro Woche.

@7. Februar 2013 - 18:18 — cowboy8

"Deutschland hat gestern 2:1 gegen Frankreich gewonnen"

Das Hauptproblem scheinen sie nicht verstanden zu haben.

Sie geben Daten wieder, sie könnten auch sagen, dass sie das Spiel bei den ÖR gesehen haben, damit wäre ihre Quelle für die Daten dann auch nachweisbar.
Was Schavan wohl getan hat ist Gedanken, also interpretationen Anderer als ihre zu verkaufen.
Die von ihnen gezeigte Stelle ist ein Paradebesipielt für die Alltagsplagiate, die man bei Hausarbeiten von (meist sehr jungen) Studenten findet. Es gibt eine Interpretation bzw Analyse von Daten und die kann man umformuliert nutzen. Daran ist nichts verwerfliches, wenn man angibt, wer diese Analyse angestellt hat. Lässt man das sein ist es bereits grob fahrlässig oder vorsätzlich geschehen. Das allein zeigt schon die Wortwahl. Um diesen Gedanken niederzuschreiben gibt es wahrscheinlich tausend Möglichkeiten.. komischer Zufall, wenn dann die selben Worte herauskommen wie bei einem anderen Wissenschaftler.. und das gleich so oft..

@16:13 — standarddeviation

"Ich kann nur wiederholen, was auch die Experten gesagt haben. Die Doktorarbeit ist ein Plagiat. Sie hat vorgetäuscht Leistungen erbracht zu haben, die sie aber selbst nicht erbracht hat.

1.) Hat kein "Experte" gesagt, die Arbeit sei ein Plagiat, sondern sie enthält Plagiate.

2.) Plagiieren ist schlimm. In meinen Augen ist jedoch nicht ausreichend geklärt, ob hier überhaupt ein plagiieren in dem Umfang vorliegt, wie es dargestellt wird. Der Vorsatz und damit der Betrug wird aus dem Umfang abgeleitet.

3.) Dieser "Experte", den die ARD gestern angeschleppt hat, ist ein professioner Plagiatsjäger, d.h. seine Auftraggeber bezahlen ihn dafür, in Veröffentlichungen ungeliebter Personen, Plagiate zu finden. Das zeugt nicht gerade von einer objektiven Herangehensweise.

4.) Jeder der hier verurteilt, sollte sich mal ernsthaft fragen, ob er die monierten Textfragmente überhaupt selbst versteht oder ob er nur sinnentleerte Wortketten vergleichen kann.

Angesichts dessen,

was Frau Bildungs- u. Forschungsministerin Schavan seinerzeit bei der Plagiatsaffaire des KTzG als Kommentare von sich gab, bleibt als einzige Konsequenz der Rücktritt.

Oder legt sie an sich andere Maßstäbe als an andere?
Das hatten wir bei einem gewissen BP Wulff auch schon mal so. Die End vom Mär kennen wir ja noch.

@18:28 — mr_mad_man

"Aber wen interessiert jetzt noch schavanplag?"

Es ist meines Wissens nach die einzige allen zugängliche Quelle wo man sich selbst ein Bild machen kann.

Das Beispiel soll verdeutlichen, dass die Dinge keinesfalls so glasklar sind, wie sie oberflächlich betrachtet zu sein scheinen. Vor allem, wenn man keine Ahnung von der Materie hat. Ob der Gutachter der Uni D'dorf Ahnung hat, weiß ich nicht. Vom Fach ist er jedenfalls nicht. Stefan Rohrbacher hat Orientalistik, Judaistik, Bibliothekswissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte studiert.

@olzen56 - Plagiat? Ein Beispiel:

> Wenn ich heute schreibe: "Deutschland hat gestern 2:1 gegen Frankreich gewonnen", dann wird man eine Reihe "Quellen" finden, die das vorher ähnlich formuliert haben. Wer sich für Fußball interessiert, wird aber vermuten, dass ich das auch selbst formuliert haben kann.

Das können Sie natürlich in Ihrem Blog so schreiben oder auch in einer Zeitung, aber nicht in einer Examensarbeit. Wenn Sie vor dem Prüfungsgremium z. Bsp. einer Musikschule ein Lied von den Beatles spielen und behaupten, Sie hätten sich dieses Lied komplett selbst ausgedacht, ohne fremde Hilfe, dann wird Ihnen die Schule gnadenlos die Examensurkunde aberkennen und die Zeugnisnote nachträglich in 'Prüfung nicht bestanden' ändern, wenn das rauskommt.

Bundestagswahl

Ob ein Urteil vor der Bundestagswahl käme, ist doch sehr zweifelhaft.
Und wenn kapp davor, dann hat Merkel ein Problem!

Plagiat? Ein Beispiel:

Hallo cowboy8,

Sie sind mir ein Schlaumeier: "Wenn ich heute schreibe: 'Deutschland hat gestern 2:1 gegen Frankreich gewonnen', dann wird man eine Reihe 'Quellen' finden, die das vorher ähnlich formuliert haben. Wer sich für Fußball interessiert, wird aber vermuten, dass ich das auch selbst formuliert haben kann."
Falsch: Die Aussage "Deutschland hat gestern 2:1 gewgen Frankreich gewonnen." hat doch nichts mit einem Plagiat-Beispiel zu tun. Das ist doch nun wirklich kein Beispiel für das fehlende Zitieren einer Quelle in einer wissenschaftlichen Arbeit! Eine solche Aussage kann jeder treffen, der das Spiel gesehen oder eine Nachricht darüber gelesen oder gehört hat. Eine solche Aussage kann auch jemand machen, der sich n i c h t für Fußball interessiert!
Bitte nicht sophistisch, d.h. nicht als "Klügling" argumentieren!

@18:35 — Nachtwind

Dass ich nur Daten wiedergebe, wissen Sie nur, weil Sie den Satz verstanden haben und wissen, dass die Aussgae trivial ist.

"Das allein zeigt schon die Wortwahl. Um diesen Gedanken niederzuschreiben gibt es wahrscheinlich tausend Möglichkeiten.."

Will man sich in einem bestimmten Fach präzise ausdrücken, gibt es da nicht so viele Möglichkeiten. Können Sie z.B. ausschließen, dass "Kontinuität der Generationen" evtl. ein Fachbegriff ist?

Die Vermutung, dieses Fragment sei ein Plagiat, kommt vor allem dadurch zustande, dass einem die Wortwahl fremd und ungewöhnlich vorkommt: Wie können sich denn 2 Menschen unabhängig voneinander so kompliziert ausdrücken?

Frau Schavan könnte die "Vorlage" nie gelesen haben und sich trotzdem so ausdrücken, WENN die Aussage trivial ist. Ohne den Gedanken fachlich einordnen zu können, kann man nicht sicher sagen, ob es ein Plagiat ist oder nicht. DAS ist das Hauptproblem.

Fehlender Dr.-Titel

Vielleicht kann Frau Schawan sich über die Uni-Berlin, wo sie doch Gast-Dozentin ist einen Dr. hc. leihen oder Mieten.
Dann fällt der Verlust doch nicht mehr so schwer.
Vielleicht verleiht die Uni ihr temporär einen Dr. hc.
Es ist ja Heute alles nur eine Frage des Sponsorings.

7. Februar 2013 - 18:37 — cowboy8

"2.) Plagiieren ist schlimm. In meinen Augen ist jedoch nicht ausreichend geklärt, ob hier überhaupt ein plagiieren in dem Umfang vorliegt, wie es dargestellt wird. Der Vorsatz und damit der Betrug wird aus dem Umfang abgeleitet."

Wenn sie es nicht anders verstehen können versuche ich es hier nochmal so zu formulieren: Der Doktorgrad soll verliehen werden für neue Entdeckungen/Analysen beziehungsweise eigenständiges wissenschafttliches Arbeiten. Wenn der Inhalt also zu größeren Teilen von jemand anderem stammt, dann ist das eben keine eigene Leistung.
Dann hat sie a) betrogen oder b) so viele Fehler gemacht, dass das Ziel der Diss verfehlt wurde.

Thematische Ausrichtung

Sehr geehrte NutzerInnen von meta.tagesschau.de,

bitte achten Sie bei der Erstellung Ihrer Kommentare auf die thematische Ausrichtung. Kommentare, die zu sehr vom Thema abweichen, können nicht freigeschaltet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Die Moderation
meta.tagesschau.de
P.S. Diese Mitteilung gilt allen TeilnehmerInnen dieser Diskussion.

7. Februar 2013 - 19:07 — cowboy8

ich gebe zu, ich bin nicht einmal aus der selben Fakultät (sondern Mat.Nat.) - aber es ist doch vollkommen egal, ob man den Inhalt versteht oder nicht, wenn es darum geht zu bewerten ob zwei Texte identisch sind.
Auch finde ich es arm sich jetzt auf wissenschaftlich präzises formulieren zu versteifen. Das kann hier und da schonmal passieren, sicher, da gebe ich ihnen recht. Aber allein die Menge derartig umformulierter Passagen ist wirklich erdrückend.
Da stellt sich dann die Frage: Kennt Frau Schavan die Literatur, die sie benutzt hat? Ich benutze für meinen Abschluss etwa 60 Paper in unterschiedlichen Sprachen und wenn ich bei mir eine Passage lese, die ähnlich der einer in den Texten ist, dann fällt mir das selber bereits auf.. aber solange das eben nicht als MEIN Gedanke ausgewiesen da steht, ist es ja in Ordnung...

@cowboy 8, 18:18 - Marktkonforme Herrschaftsfigur

Dass Frau (Dr.) Schavan Sekundärliteratur etwa über Heidegger plagiiert hat, um vorzutäuschen, mit den dunkel raunenden Schriften Heideggers selbst sich befasst zu haben, war der gerissene Versuch, sich hurtig einen Doktortitel zu besorgen, um leichter eine christdemokratische Karriere zu machen.

Dass die windschiefe Dissertation der Dame der Befähigungsnachweis für etliche Herrschaftstätigkeiten im Staatsapparat war respektive ist, zeigt eindrucksvoll, dass die in der gegenwärtigen Politik brauchbarsten nicht die fortgeschrittenen, sondern großenteils in der Qualität ihres Bewusstseins und Menschlichkeit zurückgebliebenen Elemente sind (Max Horkheimer).

Um in der marktkonformen Demokratie als staatliche Herrschaftsfigur menschenunfreundlich zu agieren, bedarf es keiner großartigen Kenntnisse - Gerissenheit und Abgebrühtheit scheinen zu langen.

@18:54 — kritischer Leser

"Das ["Deutschland hat gestern 2:1 gegen Frankreich gewonnen"] können Sie natürlich in Ihrem Blog so schreiben oder auch in einer Zeitung, aber nicht in einer Examensarbeit.

Das ist ja wohl ganz großer Käse. Den Satz "Deutschland hat gestern 2:1 gegen Frankreich gewonnen" darf jeder überall schreiben, egal ob das jemand anders vorher schon mal geschrieben hat oder nicht. Auf derart triviale Aussagen, gibt's kein Urheberrecht.

@19:01 — didiworld

"Die Aussage "Deutschland hat gestern 2:1 gewgen Frankreich gewonnen." hat doch nichts mit einem Plagiat-Beispiel zu tun. Das ist doch nun wirklich kein Beispiel für das fehlende Zitieren einer Quelle in einer wissenschaftlichen Arbeit!"

Natürlich nicht. Das ist doch gerade der Punkt!

"Eine solche Aussage kann jeder treffen, der das Spiel gesehen oder eine Nachricht darüber gelesen oder gehört hat."

Ganz genau. Jetzt übertragen Sie diesen Gedankengang auf mein Beispiel und überlegen mal, ob Sie ausschließen können, dass es sich bei dem Textfragment um eine (für einen studierten Philosophen !) gleichermaßen triviale Aussage handelt. Ich kann das nicht.

Also bis Wahlen kein Rücktritt und kein Verlust des Titels

darauf läuft es hinaus, und das ist wohl das Primärziel der Klage: vor den Wahlen keinen Rücktritt notwendig machen, den Titel behalten und Merkel nicht in die Zwickmühle bringen.
Danach ist dann alles davon abhängig, ob die jetzige Regierung wieder regiert oder nicht.

Prozesse haben oft nur den Sinn, Aufschub zu bewirken.

Neu: Ehrendoktortitel für Frau Schavan

Die Universität Lübeck hat heute beschlossen dass der bereits vor mehreren Monaten vorgeschlagene Ehrendoktortitel an Frau Schavan vergeben wird.
Der Termin ist aber noch offen.

Der Grund ist der große Einsatz der Bundesministerin für die Hochschulen und die Forschung. Auch die zuständige Ministerin der rot/grünen Landesregierung in S-H ist für diese Auszeichnung.
Zitat:
Dieser Ehrendoktortitel hat mit der aktuellen Arbeit der Ministerin zu tun und nicht mit früheren Arbeiten oder Ereignissen!

re cowboy8

"Den Satz "Deutschland hat gestern 2:1 gegen Frankreich gewonnen" darf jeder überall schreiben, egal ob das jemand anders vorher schon mal geschrieben hat oder nicht. Auf derart triviale Aussagen, gibt's kein Urheberrecht."

Richtig, deshalb dürfen Sie den Satz überall und ohne Quellenangabe reinschreiben.

Und weil's eine triviale Aussage ist, ist sie zum Thema Plagiat oder falsche Zitierweise völlig irrelevant.

Man fragt sich dann nur, warum Sie's überhaupt in diesem Zusammenhang aufgebracht haben ???

falsches Thema

Eigentlich ist die Sache um Schavan abgehakt und fertig.

Leider kreist die Diskussion - wie auch schon bei Guttenberg u.a. - um den völlig falschen Aspekt. Man macht daraus ein politisches Drama, dabei ist der eigentliche Skandal die armseligen Zustände der deutschen Wissenschaft.

Wo bleiben die Doktorväter?
Wo die Gutachter?
Warum versagt das deutsche Forschungswesen?

Eigentlich habe ich kein Interesse daran, mit meinen Steuergeldern deutsche Bildung und Forschung zu finanzieren, wenn man mit diesen Dingen nicht aufräumt.

re dreifels

"Prozesse haben oft nur den Sinn, Aufschub zu bewirken."

Sie haben allerdings auch die Wirkung, ein Thema am Köcheln zu halten.

@20:27 — karwandler

"Man fragt sich dann nur, warum Sie's überhaupt in diesem Zusammenhang aufgebracht haben ???"

Als Beispiel für eine besonders triviale Aussage, die nicht zitierwürdig ist, was (hoffentlich) jeder begreift.

Und damit als Beispiel dafür, dass es nicht ausreicht, die bloße Wortgleichheit festzustellen, man muss auch beurteilen können, DASS die Aussage trivial ist.

re cowboy8

"man muss auch beurteilen können, DASS die Aussage trivial ist."

Zu dem Zweck hat sich ein kompletter Fakultätsrat samt Gutachter damit befasst, sich nicht nur (wie Sie) an Satzfragmenten hochzuziehen, sondern die Arbeit in ihrer Gesamtheit zu überprüfen.

Relevanter Sachstand ist daher aktuell der Beschluss des Fakultätsrats. Ihre philologischen Erwägungen können Sie ja den Rechtsanwälten von Frau Schavan zukommen lassen - gesetzt den unwahrscheinlichen Fall, dass diese Erwägungen zum Schriftsatz der Anwälte beitragen könnten.

@Dreifels

Also bis Wahlen kein Rücktritt und kein Verlust des Titels

Das wird mit Sicherheit nicht geschehen.
Was den Grund für die Klage angeht - Schavan will sich einfach nicht damit abfinden, dass ihr der Doktorgrad entzogen wurde.
Und was soll das Gericht auch schon herausfinden, was die Philosophische Fakultät der Universität Düsseldorf nicht schon herausgefunden hat?
Schavan stellt damit doch die Kompetenz derer in Frage, die ihr auch seinerzeit ihren Titel verliehen haben.
Wie auch immer - sie wird auf gar keinen Fall bis zu den Wahlen im Amt bleiben- oder gar bis ein Gerichtsentscheid ergeht.
Ein solches Verfahren dauert mindestens 2 Jahre, realistisch sind bis zu 4 Jahre.
Ich gehe daher mit großer Sicherheit davon aus, dass sie noch an diesem Wochenende ihren Rücktritt bekannt geben wird.

re cowboy8 - 20:11

> Auf derart triviale Aussagen, gibt's kein Urheberrecht.

Sie haben nicht verstanden um was es hier überhaupt geht.
Es geht nicht um Copyright-Verletzungen, sondern um eine Examensprüfung. Wenn da jemand unerlaubt abschreibt oder betrügt, dann hat er bzw. sie die Prüfung nicht bestanden und muss auch im nachhinein die Urkunde wieder zurückgeben. Ganz einfach. Nix Geldstrafe zahlen wegen Raubkopie oder so. Frau Schavan muss ihre Doktorurkunde von der Wand hinter ihrem Schreibtisch abhängen und sie der Universität zurückgeben.

Die Uni hat´s gegeben, die Uni hat´s genommen

Die Uni hat Frau Schavan einen Doktortitel verliehen und ihn jetzt zurückgenommen.

Wieso und was nun kommt, können wir nicht beeinflussen und deshalb können wir nun abwarten, was dann ein Gerichtsurteil ergibt, wenn die Klage zugelassen wird.

Auf jeden Fall ist die Faktenlage zur Zeit so, dass ein Glaubwürdiges Ausfüllen eines Ministeramtes für Bildung und Wissenschaft mit Frau Schavan nicht gegeben ist.

Ich schätze nächste Woche werden Konsequenzen kommen, denn dann ist sie wieder in Deutschland.

P.S. Ich bin kein Fachmann für Doktorarbeiten, doch das Gremium wird die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen haben oder ohne ein sehr genaues Abwägen über Konsequenzen.

@20:57 — karwandler

ich:
"man muss auch beurteilen können, DASS die Aussage trivial ist."

Sie:
"Zu dem Zweck hat sich ein kompletter Fakultätsrat samt Gutachter damit befasst,..."

Fragt sich nur, wie viele Mitglieder des Rates sich auf dem Gebiet der Philosophie wirklich auskennen. Ihm gehören auch 3 Studenten und 2 Nicht-Akademiker an. Der Gutachter ist jedenfalls fachfremd. Der hat Orientalistik, Judaistik, Bibliothekswissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte studiert.

"...sich nicht nur (wie Sie) an Satzfragmenten hochzuziehen, sondern die Arbeit in ihrer Gesamtheit zu überprüfen."

Entzogen wurde der Dr. nicht, weil die Arbeit insgesamt nicht gut genug ist, sondern weil der Fakultätsrat geurteilt hat, dass Satzfragmente wie dieses Plagiate sind.

@21:31 — kritischer Leser

"Es geht nicht um Copyright-Verletzungen, sondern um eine Examensprüfung. Wenn da jemand unerlaubt abschreibt oder betrügt, dann hat er bzw. sie die Prüfung nicht bestanden und muss auch im nachhinein die Urkunde wieder zurückgeben."

Ja, WENN!

Ich schlage vor, Sie versuchen erstmal, meine Argumentationskette zu verstehen, bevor Sie diese kommentieren.

re cowboy

"Der Gutachter ist jedenfalls fachfremd. Der hat Orientalistik, Judaistik, Bibliothekswissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte studiert."

Dann ist er ausgesprochen vielseitig und daher geeignet, Plagiat und Nicht-Plagiat zu unterscheiden.

Philosophie ist auch keine Arkanwissenschaft, die jedem Nicht-Philosophen gänzlich undurchschaubar ist.

Im Übrigen verstehe ich nicht, warum Sie hier weiterhin Attacken gegen Windmühlenflügel reiten. Soviel Sachverstand wie Sie dürfte der Fakultätsrat mindestens aufweisen, und sobald dessen Entscheidung auch einer gerichtlichen Überprüfung standhält, sollten Sie spätestens in aller Bescheidenheit zugeben, dass Ihre Einwürfe zum Thema nicht benötigt wurden.

7. Februar 2013 - 21:59 — cowboy8

"Fragt sich nur, wie viele Mitglieder des Rates sich auf dem Gebiet der Philosophie wirklich auskennen. Ihm gehören auch 3 Studenten und 2 Nicht-Akademiker an. Der Gutachter ist jedenfalls fachfremd. Der hat Orientalistik, Judaistik, Bibliothekswissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte studiert."

Bitte verstehen sie es langsam einmal: Man muss nicht unbedingt vom Fach sein um zu erkennen, dass sie Aussagen anderer Autoren umformuliert hat. Das ist der älteste Trick der Welt...

"Entzogen wurde der Dr. nicht, weil die Arbeit insgesamt nicht gut genug ist, sondern weil der Fakultätsrat geurteilt hat, dass Satzfragmente wie dieses Plagiate sind."
Das klingt als ginge es um fünf oder sechs einzelne Stellen.. aber die Arbeit war durchzogen mit Fehlern bzw Plagiaten.
Also selbst wenn keine Täuschungsabsicht bestanden hat sind doch derart große handwerkliche Mengel vorhanden, dass eine Diss nicht hätte angenommen werden können.

Unehrlich

Diese Dame hat betrogen.
Basta.
Aber es gibt Leute mit gleichem Charakter,die über Ehrlichkeit weinen.
Die Betrügerin muss den Posten abgeben.Die halbe Welt wundert sich über unser Land,wo Korruption und betrügen nicht bestraft wird.

Noch Einer der nichts von Ehrlichkeit hält

Betrug bleibt Betrug.

re cowboy8 - 22:06

> Ja, WENN! [sie denn abgeschrieben hat]

Lesen Sie mal die komplette Pressemitteilung des Fakultätsrates der Universität Düsseldorf, nicht nur die Kurzzusammenfassungen der Nachrichtenmedien.
Da steht klipp und klar drin, dass sie zu dem Schluss gekommen sind, dass Frau Schavan damals bewußt und vorsätzlich abgeschrieben hat in ihrer Examensarbeit. Und dass Frau Schavan in ihrer schriftlichen Stellungnahme an die Universität (zu der sie aufgefordert wurde vor dieser Sitzung), die Vorwürfe nicht entkräften konnte. Diese Frage zumindestens sollte damit geklärt sein. Ich glaube nicht, dass ein anderes Universitäts-Gremium oder gar ein Gericht da noch zu einem anderen Ergebnis kommen würde, zumal die Schavanplag-Leute genau das auch schon gesagt haben.

Freiheit für die Wissenschaft

Wenn die Wissenschaft sagt, es ist ein Plagiat, dann ist es ein Plagiat. So einfach ist das.

Es wäre ja noch schöner, wenn sich Gerichte über die Wissenschaft stellen.

Dann könnten Richter sich möglicherweise auch erdreisten zu urteilen 1 + 1 = 3. Solche Urteile haben wir schon heute zu hauf.

An den Unitüren steht noch immer:
Das Wahre, das Gute, das Schöne!

und nicht etwa:
Das Mächtige, das Ökonomische, das Juristische

Das ist mit Freiheit der Wissenschaft gemeint.

Von der Funktionsfähigkeit der Wissenschaft bin ich überzeugt (auch wenn es manchmal dauert). Bei den Gerichten habe ich mehr als ernsthafte Zweifel.

Also Frau Schavan:
Als Wissenschaftsministerin auf die Justiz setzen,
das heißt doch von Wissenschaft nichts verstanden.

@22:23 — karwandler

"Dann ist er [Stefan Rohrbacher] ausgesprochen vielseitig und daher geeignet, Plagiat und Nicht-Plagiat zu unterscheiden.

Vielseitig ja, aber kann er auch triviales von nicht trivialem in einer Diss der Philosophie erkennen? Vielleicht ja, vielleicht nein.

"Soviel Sachverstand wie Sie dürfte der Fakultätsrat mindestens aufweisen,..."

Mit Sicherheit. Das heisst aber wirklich nicht viel. ;-)

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