Kommentare

Europas Stärken ?

"Dazu gehört [...] unsere Erfahrung, die wir gerne weitergeben, zum Beispiel bei der Berufsausbildung für Facharbeiter"

Nur mal nebenbei gefragt: warum sollte irgendein Facharbeiter in Deutschland ein Interesse daran haben, daß dieses (sein) Wissen weitergegeben werden sollte, damit in Südamerika ein Facharbeiter für einen Bruchteil des Lohn und unter schlechteren Bedingungen arbeitet.

Ob es da einen Zusammenhang gibt, wenn Frau Merkel in Deutschland davon spricht, daß wir den Gürtel enger schnallen "müssen"?

Und wie genau profitieren die Bürger in Europa von Wachstum in Südamerika? Etwa über die Unternehmenssteuern, die dann hier (noch) gezahlt werden (und die Herr Cameron als viel zu hoch erachtet).

Wenn schon immer weniger Europäer von einem Wachstum in Europa profitieren, ist dann Wachstum in Lateinamerika in unserem Interesse?

Denkt unsere Kanzlerin dabei an uns oder ist es eher eine "Wünsch-Dir-was"-Veranstaltung für Konzerne und Großinvestoren, nachdem Europa abgegrast ist?

Die EU wird es schwer haben

Der Staatenbund CELAC gilt als Nachfolger der von den USA beherrschten OAS, die allerdings keine Untestützung mehr hat.

CELAC versteht sich als antiimperialistisches Bündnis. Damit dürfte klar sein, dass es die EU schwer haben dürfte, ihre Wirtschaftsintessen im grossen Stil bei der CELAC durchzusetzen. Infrage kommen nur einige von den US Interessen gelenkte Länder wie Kolumbien, Chile oder Mexiko.

Es wäre wünschenswert, wenn das tagesschau Team einmal über die soziale Agenda der CELAC berichten würde, anstatt immer nur die Wirtschaftsinteressen der EU in den Vordergrund zu stellen. Mehr Informationen zur CELAC gibt es bis dahin auch unter amerika21.de

EU-Lateinamerika-gipfel: Merkel lobt handels. --

@--Alter simpel :

-Kann ich voll und ganz unterstreichen !

Positive Bilanz

Im Beitrag heisst es: "Am Abend des ersten Gipfeltages gab es eine spektakuläre Reitershow und ein ebenso spektakuläres Dinner."

Na ja, was Aufsichtsräten geboten wird, sollte Regierungschefs nicht vorenthalten bleiben.

Weiter heisst es:

"Aber gewiss nicht nur deshalb zieht die Bundeskanzlerin eine positive Bilanz des Mammutgipfels von Santiago."

Positive Bilanz? Schön, dann schaun wir mal, was dazu im Beitrag steht:

- Beziehungen eng, aufgeschlossen und dynamisch
- Merkel glaubt an eine gute Periode NACH dem Gipfel, um voran zu kommen

Ja, wenn man damit zufrieden ist...

Aber die eigentlichen Probleme bestehen anscheinend leider weiter:

- "protektionistische Tendenzen in einigen südamerikanischen Ländern"
- "europäische Einfuhren systematisch behindert"
- Freihandels-Verhandlungen laufen "schon 13 Jahre und sind noch nicht zum Ende gekommen"

Aber vielleicht ergibt sich die wirklich "positive Bilanz" ja aus dem Abschlussdokument. Warten wir also auf dessen Veröffentlichung...

Marktkonforme Außenpolitik

Dass Bundeskanzlerin Merkel auch in der Außenpolitik von ihrem Konzept der "marktkonformen Demokratie" sich leiten lässt, demonstriert sie auf dem "EU-Lateinamerika-Gipfel" in Santiago de Chile. Die protektionistischen Handelsbarrieren müssen restlos fallen, so die deutsche Staatschefin, damit die Marktöffnung dem Freihandel die Bahn bricht. So könnten die Märkte in Lateinamerika von deuropäischen Waren erobert werden.

Dergestalt engagiert sich die demokratische Herrscherin nachdrücklich für die hiesigen marktökonomischen Herrscher, deren Geldvermehrung sie durch vermehrte Warenexporte, Kapitalexporte et cetera befördern will. Ob die unternehmergeldvermehrende Außenpolitik einen Nutzen für die darbenden Lohnabhängigen Lateinamerikas hat, interessiert anscheinend weder die marktkonforme Demokratin aus Deutschland noch das staatliche Herrschaftspersonal Lateinamerikas.

Warenexporte+ Aufbau-Unterstützung = Fair in der Globalisierung

Zumindest ein erster Impuls, Derzeit sind ja China und Korea die größten Importeure in LA. Dabei spielt der Mensch in den Ländern kaum eine Rolle, erst recht nicht die Menschen in LA. USA mit dem TLC ist in ganz LA ja abgesichert. Komisch das die EU (und insbesondere DLand) versucht zu Helfen (verhältnismäßig der größter Soziale Unterstützer) und trotzdem seit 8 Jahren immer nur Marketshare verliert. Ich denke wir sollten schauen wie wir es schaffen einen fairen Handel zu entwickeln. Es soll ja bilateral profitiert werden und nicht unilateral wie EU-LA oder EU-Korea. Das größte Problem in LA ist ja immer noch die Korruption und Kriminalität, Grund warum diese Länder nicht wie die Asiatischen Tiger und China wachsen können.

volktron81, 0:07 - Wunsch & Realität

Leider bestimmen nicht "wir", also Sie und ich, darüber, wie der Handel von EU-Deutschland mit Lateinamerika abgewickelt wird. Infolgedessen können "wir", also Sie und ich, keinen "fairen Handel" entwickeln. Diesseits unserer Wünsche herrscht vielmehr der knallharte Zweck des Marktwirtschaftssystems: Mittels Warenexport nach Lateinamerika soll nichts verschenkt, sondern aus investiertem Unternehmergeld mehr Unternehmergeld gemacht werden. Deswegen spielt beim Warenexport das Wohlergehen der "Menschen in LA kaum eine Rolle".

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