Kommentare

Solarbereich als Verlustbringer

Siemens hat den Solarbereich abgebaut und wird alle dortigen Aktivitäten einstellen.
Bosch reagiert hier zu spät!

Der Solarbereich ist zu kostenintensiv und daher einer der Bereiche die mit einfachen Technologien zu den Stärken der Chnesen zu zähen sind. Die dortigen niedrigen Herstellungskosten können deutsche Firmen nicht erreichen weil Unternehmen wie Siemens und Bosch normale Tarifgehälter bezahlen, was ja auch richtig ist!
Da muss man rechtzeitig reagieren und auf solche Produktionen in Deutschland verzchten. Es gibt genügend Bereiche mit technologsch höherwertiger Technik auf der Basis von deutschen Patenten die sich weiter lohnen wie unser starker Export gerade in die Schwellenlnder zeigt.
Gute Unternehmer stellen sich rechtzeitig darauf ein.
Hier sind mittelständische von Eigentümern geführte Firmen flexibler als große Konzerne wie Bosch mit bezahlten Managern!

Hinterher ist man immer schlauer

verehrter Bernd1...

Jetzt, da die Entwicklung praktisch abgeschlossen ist, ist es billig, dem Management Fehler vorzuwerfen.

Ich erinnere mich noch wie es noch vor kurzem aus der Grün-Alternativen Ecke geheissen hat, "die Erneuerbaren" würden Arbeitsplätze sichern.

Mittlerweile sichert diese Klientel eher die Arbeitsplätze von sog. Sachverständigen, die die verschiedenen Bürgerinitiativen im Kampf gegen Windräder, Netzerweiterungen, Speicherseen und dergleichen unterstützen.

Amerika und Asien als Wachstumsmärkte

Und Europa schrumpft.

Und natürlich wird dann, wie schon in der Automobilindustrie seit knapp 20 Jahren, der Wettbewerb der europäischen Standorte verschärft.
Macht alles irgendwie Sinn für einen Konzernlenker, der nicht bis zur Rente dort arbeiten muß.
Aber auch die Automobilbranche hat den Umsatz in Europa damit nicht steigern können, man ist versucht zu sagen: natürlich nicht, und das ist vielleicht auch nicht ihr Ziel gewesen.

So wird auch Bosch vermehrt den asiatischen Raum im Blick haben und ebenso wie die Autohersteller die Produktion dortin verlagern.
Solange die Konzernchefs diese Möglichkeit haben und die Not sie treibt, werden sie sie selbstverständlich wahrnehmen.
Bis am Ende nur noch eine handvoll Alibi-Ingenieure in Deustchland sitzen werden, um irgendwie das Siegel "made in germany" zu rechtfertigen.

Produktivitätszuwachs setzt auch neue Käufer voraus, es ist Aufgabe der Politik dafür zu sorgen, daß auch noch ein paar deutsche Käufer dabei sind.

Irre

Wo liegen die Ursachen?
M.E. in dem unkontrolliertem Import chinesischer Billigware, der zudem noch staatlich subventioniert wird.
Irre!!!

Low Tech ...

... deren Hauptmarkt mit ca. 50% des weltweiten Zubaus Deutschland, mit 900-1100 Sonnenstunden/a, war.
Was soll da anderes herauskommen?

Die rot-grün befeuerte Investitionsruine stürzt in sich zusammen.

@Bernd1 - Absolut richtig

Man kann nicht in allen Branchen Marktführer sein. Z.b. Windanlagen passen gut zum deutschen Maschienenbau womit wir auch grossen Exportumsatz machen, mit der high-tech IT haben wir uns immer etwas schwer getan. Gründe dafür hat Bernd1 genannt. Ich würde allerdings nicht so urteilend sein und sagen eines ist höherwertiger oder das andere einfachere Technologie. Auf einem Microprozessor bspweise liegen um die 1000 Patente Teile davon gehören einfach asiatischen Firmen.

Hier wird ja von machen so getan, ...

.., als wenn die Konkurrenz der Chinesen u. anderer nur für die Solarbranche zuträfe. Das ist ja wohl ein allgemeiner Sachverhalt, der zu fast allen Produkten zu beobachten ist; seit ca. 1-2 Jahrzehnten verstärkt.

Und trotzdem haben wir eine geringe Arbeitslosigkeit, sind keinesfalls alle Firmen abgewandert, wie hier von manchen unterstellt wird.

Auch im Solarbereich hatten wir gewaltige Vorteile für die dt. Wirtschaft und haben sie immer noch:

- jahrelang lieferten wir gegen gutes Geld know-how und Maschinen vor allem auch an China,

- mit Installation vor Ort und Betrieb erfolgt die größte Wertschöpfung - noch immer,

- Kleinstsolaranlagen werden ab sofort für Jeden nutzbar - auch f. Mieter u. Geringverdiener.

Also nur keine Hoffnung (oder Angst - ganz von welcher Seite aus man es betrachtet). Es stürzt keinesfalls eine "rot-grün befeuerte Investitionsruine" zusammen. Ganz im Gegenteil: Die Zukunft wird immer sonniger - für alle, die es wollen und offen sind für Zukunfsfähiges.

@ 12:18 — ricosi64

Sie schreiben:
"Jetzt, da die Entwicklung praktisch abgeschlossen ist, ist es billig, dem Management Fehler vorzuwerfen."

Niemand wirft den Bosch-Managern vor dass sie in das Thema Solarenergie eingestiegen sind. Damit wurde ja auch eine Zeit lang Geld verdient.
Sie haben nur zu spät den Trend erkannt und sind nicht rechtzeitig wieder ausgestiegen.
Im Gegensatz zu Siemens zum Beispiel!

@ Bernd1: keine andere Möglichkeit

Boschs vergleichsweise faire und humane Firmenphilosophie schließt betriebsbedingte Kündigungen aus, das Unternehmen setzt daher seine Mitarbeiter nicht einfach auf die Straße.

Zu den Stärken von Bosch zählt eben zum Einen die bekannt hohe Qualität seiner Produkte, besonders aber die Tatsache, dass das Unternehmen eine GmbH ist:
Dies erlaubt ihm, längerfristig planen zu können und auch in vielversprechende Produkte – die zunächst noch Anlaufschwierigkeiten haben - zu investieren, um dadurch auch unabhängiger von den Launen der Aktienkursen zu sein, wie es börsennotierte Unternehmen sind.

Leider stehen in der Tat derzeit die Zeichen, auch bedingt durch die weltweite Wirtschaftskrise schlecht – für die gesamte Industrie, nicht „nur“ für die Solarbranche und durch Sparkurs wird versucht, dieser Entwicklung entgegenzusteuern.

@AlterSimpel

So, die Welt dreht sich wieder richtig herum: wir sind uns nicht mehr einig... ;-)

Ich nähere mich dem Thema mal ganz anders:
Wenn ein Unternehmen in Amerika und Asien wächst, wieso sollte es dann in Europa produzieren, wenn das bedeutet, dass man Logistikkosten, Zölle und ggf. höhere Löhne bezahlen muss?
Gerade die Automobilindustrie ist meiner Meinung nach ein sehr gutes Beispiel: gerade weil sie im Ganzen kaum Kapazitäten in Europa abgebaut hat, hat sie nun solche Probleme. Man hat die Produktion dorthin verlagert, weil man mehr verkaufen konnte, wenn man schneller und kostengünstiger produzieren kann. Die Maßnahme hat durchaus etwas gebracht.

Können Sie mir erklären, wie die Politik für Käufer sorgen soll?

@Solarbereich als Verlustbringer - 11:44 — Bernd1

>"Siemens hat den Solarbereich abgebaut und wird alle dortigen Aktivitäten einstellen.
Bosch reagiert hier zu spät!Gute Unternehmer stellen sich rechtzeitig darauf ein...
Hier sind mittelständische von Eigentümern geführte Firmen flexibler als große Konzerne wie Bosch mit bezahlten Managern!"<

Der Solar-Flop war vom Energie-Input-Output klar, aber funktioniert wie der zunehmende Wärmedämmungs-Flop nur MITTELFRISTIK für die große Industrie. Die Kleine I. hatte ohnehin nur Begleit-Renditen, z.B. für Träger-Leit-Mess-Org.technik.=> deren Flexibilität

Ricos 64 - 12:18 ist zuzustimmen:

>"verehrter Bernd1... aus der Grün-Alternativen Ecke geheissen hat, "die Erneuerbaren" würden Arbeitsplätze sichern.
Mittlerweile sichert diese Klientel eher die Arbeitsplätze von sog. Sachverständigen, die die verschiedenen Bürgerinitiativen im Kampf gegen Windräder, Netzerweiterungen, Speicherseen und dergleichen unterstützen."<
Bla-Bla => FB-, Tw-,Google-, Internet Gewinne bringen's ./. Technik-Know-How

@. Bernd1

" Die dortigen niedrigen Herstellungskosten können deutsche Firmen nicht erreichen weil Unternehmen wie Siemens und Bosch normale Tarifgehälter bezahlen, was ja auch richtig ist!"

Die nur ca. 1,5 qcm kleinen Solarzellen werden überwiegend von Industrierobotern gefertigt. Auch die spätere Vereinigung zu Solarmodulen erfolgt aufgrund der erforderlichen Präzision überwiegend maschinell.

Für Maschinen gelten aber keine Tarifverträge.

Weil letztendlich auch Maschinen von Menschen geführt werden und u. a. auch Endkontrollen nötig sind, fallen schon sog. Lohnstückkosten an.
Deshalb hat Bosch auch einen nicht unbeträchtlichen Anteil seiner Fertigung ins billigere Ausland verlegt.

Bosch ist auch durch den Ankauf ausländischer Unternehmen - z. B. in den USA - im Besitz erheblicher Patente auf dem Gebiet der Solar Energie.

Deshalb ist es nicht auszuschließen, daß sich ein langer Atem bei einem Nicht-Ausstieg letztendlich auszahlen könnte.

Der Markt hat sich gesund geschrumpft.

Auch Bosch handelt nur konsequent

Die EEG-Blase ist endgültig geplatzt, auch wenn die Grünen ihr Lieblingsprojekt wie eine Monstranz vor sich her tragen. Nun werden die Auswirkungen eben auch die Mitarbeiter bei Bosch zu spüren bekommen. Projekte, die vor allem politisch motiviert begonnen wurden und sich ohne Quersubventionierung langfristig nicht rechnen, werden beendet. So einfach ist das.
Die viel wichtigere Frage ist doch, welche deutschen Industriekonzerne -darunter auch Bosch- langfristig F&E-Standorte und Produktionsstandorte in Deutschland halten. Die deutsche Pharmaindustrie blutet in dieser Hinsicht bereits massiv aus. Der Knowhow-Verlust zeichnet sich schon seit einigen Jahren ab, indem die F&E Standorte in die Schwellenländer verlagert werden und hier ganze Standorte sterben. Die Grünen haben mit der ihnen eigenen Klientelpolitik einen hohen Anteil an diesem schleichenden Trend. Wer immer nur gegen die böse Chemie und Pharmazie wettert, erntet nun die Früchte, nun also auch bei Bosch.

@maschmi78

Im Grunde stimme ich Ihnen zu: wäre ich Konzernchef würde natürlich genauso handeln wie Bosch oder die Automobilindustrie und die Produktion dem Markt räumlich folgen lassen.
Darin liegt eine bestechende marktwirtschaftliche Logik, nur hilft sie nicht die Probleme zB der wachsenden Arbeitslosigkeit zu beheben.

"Können Sie mir erklären, wie die Politik für Käufer sorgen soll?"

Gemeint war eher: Kaufkraft, also Einkommen, das idealerweise als Lohn empfangen wird.
Aber auf Alternativen sollte sich die Politik einrichten, denn folgt sie hörig der Logik des Marktes, dann führt das zur schleichenden Deindustrialisierung Europas und langfristig eben auch dazu, daß andere all die kniffligen Produkte entwickeln, auf die die Deutschen noch so stolz sind.

In den 70ern sind dt. Angestellte nach Asien geflogen, um zu verkaufen. Momentan fliegen wichtige Organisatoren dt. Firmen dahin, um die Produktion einzurichten.
Ist der Wissenstransfer abgeschlossen, muß keiner mehr dahinfliegen.

@europeo, meine Zustimmung, Ausstieg wäre falsch

Meine Zustimmung zu Ihrem Beitrag, die hoch präzise Fertigung lässte ja gerade desshalb keine neuen Beschäftigungsverhältnisse zu.
Die von Ihnen angesprochene Vertigung im Ausland und der derzeit gestoppte Bau der Fabrik in Malysia zeigt ja auch das Bosch Solar hier seine Möglichkeiten nutzt von Fixkosten runter zu kommen.
.
Bosch hat aufgrund seiner Struktur ja genau diese Chance Investitionen über einen langen Zeitraum zu betreiben und subventionierten ausländischen Anbieter paroli zu bieten. Es wäre fatal wenn wenn Bosch wie Siemens dieses strategische Investment abstoßen würde. Trotzdem werden natürlich alle Szenarien durchgespielt.
.
Zitat einer internen Führungskraft dazu war: "Wenn der Konzentrationsprozess vorbei ist, wird das ein Bereich zu Geld drucken"

@ europeo - Wo liegen die Gründe?

Sie schreiben:
"Die nur ca. 1,5 qcm kleinen Solarzellen werden überwiegend von Industrierobotern gefertigt. Auch die spätere Vereinigung zu Solarmodulen erfolgt aufgrund der erforderlichen Präzision überwiegend maschinell.
Für Maschinen gelten aber keine Tarifverträge."

Aha, dann können Sie sicher die wahren Gründe nennen für den Fakt dass nahezu ALLE deutschen und europäischen Hersteller im Bereich Solarenergie große Verluste machen und mit den Preisen aus China nicht mithalten können.
Schauen Sie sich doch nur mal das sterben der Solarhersteller in den letzten 2 Jahren an!
Das ist leider Realität und hat NICHTS mit der Senkung der Solarförderung zu tun wie oft behauptet wrd. Denn es werden weiter fleißig Solaranlagen montiert, nur komen die leider immer weniger aus deutscher Fertigung!

Solange bei Großkonzernen

das Wissen und der Einsatz der Basis mit Füßen getreten wird, solange Leute die alle drei Jahre den Job wechseln, deutlich mehr geschätzt und hornoriert werden, als erfahrene Kräfte, solange tolle Powerpoint-Folien mehr zählen als Ingenieure die wirklich anpacken und verändern wollen, solange ändert sich nichts. Im Gegenteil! Das hier ist ein typisches Beispiel dafür, dass das Topmanagement und die Basis in die gleiche Richtung wollen, allerdings vom karrieregeilen Zwischenmanagement blockiert werden. Als weiter so....

Götterdämmerung

Die Globalisierung fordert jetzt ihren Tribut. Auch in Deutschland betrifft der globale Wettbewerb die Arbeitsmarktlage in allen Industriebereichen. Eben auch im Bereich der erneuerbaren Energien, für die Politiker -und hier besonders die Grünen- die geistige Urheberschaft beanspruchen. Allerdings beschränkt sich ihr Wirken nur zu oft auf oberflächliche Talkshowpolemik und natürlich den Wahlkampf. Erst wenn die Mehrheit der Beschäftigten diesen Mangel am eigenen Leib spürt, realisiert sie, dass eben nicht Politiker Arbeitsplätze schaffen und erhalten, sondern immer noch die kreativen Manager in grossen, mittleren und kleinen Unternehmen. Zu dumm nur, dass sich in viel zu vielen Unternehmen immer noch viel zu viele Nieten in Nadelstreifen an der Spitze tummeln. Wann wird endlich die sich abzeichnende Deindustrialisierung in vielen Regionen Deutschlands zum öffentlichen Thema? Dieses heisse Eisen möchten die Medien irgendwie nicht anpacken. Warum wohl ?

@Berdt1

"Aha, dann können Sie sicher die wahren Gründe nennen für den Fakt dass nahezu ALLE deutschen und europäischen Hersteller im Bereich Solarenergie große Verluste machen und mit den Preisen aus China nicht mithalten können."

Kann ich nennen:
Hierzulande wird viel Geld in die Forschung investiert, wenn dann das fertige Produkt dann Marktreif ist wird es in China kopiert und mit massiver Staatlichen Förderung produziert. Dabei Müssen die Konzerne und Firmen die daran noch geforscht haben erstmal das Geld verdienen was die für Forschung ausgegeben haben.
Ich bin mir auch sicher das die Qualitätsunterschiede zwischen deutscher und chinesischer Produktion gewaltig ist.

fact ist doch das die deutsche industrie nicht

flexibel genug ist um erstens: diese produkte entwickeln und vermarkten zu koennen und zweitens; dank ihre lohnpolitik diese produkte nicht entwickeln und vermarkten koennen.

anstatt sich mit dem thema zu befassen und zu sagen wir wollen es weiterbringen und weiterentwickeln wird resigniert und geschlossen.

gute nacht deutschland. der gedanke des unternehmertums ist hier nicht mehr angebracht und wird freiwillig den chinesen ueberlassen.

traurig, denn die entwicklung der solarenergie ist eines der wesentlichen zukunfts technologien die es gibt und deutschland gibt sie freiwillig gezwungen auf.

hier kaempfen keine deutschen firmen und verbuenden sich auch nicht mich china zum wohle, sondern resignieren.

es ist voellig unverstaendlich warum sich deutschland zurueckzieht und asien den markt ueberlaesst.

diese ist ein fall von deutscher fehl einschaetzung und
ueberlassung des spielfeldes dem gegner.

so gehts natuerlich nicht weiter in die zukunft!

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