Kommentare - Bund verdient weiter Geld mit seinen Schulden

07. Januar 2013 - 13:06 Uhr

Deutschland profitiert weiter von seinem Ruf als sicherer Hafen: Bei einer Auktion, bei der sich der Bund 3,5 Milliarden Euro für sechs Monate lieh, musste er nicht nur keine Zinsen zahlen, sondern bekam sogar eine Prämie von den Anlegern. Insgesamt muss sich der Bund in diesem Jahr 250 Milliarden Euro leihen.

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Kommentare

Pervers

dass "Schuldenmachen" ein einträgliches Geschäft sein soll.

Und es ist in diesem Falle dumm, dass Schäuble 5Mrd weniger Schulden aufnehmen will.

Der Logik des kaputten Systems folgend, müsste er unbegrenzt Schulden aufnehmen, um mit den daraus erzielbaren "Gewinnen" den Staatsschuldenberg abzutragen.

Aber er wäre ja dumm, wenn er das täte, ginge ihm doch dadurch eine veritable "Einnahmequelle" verloren.

Die Anleger nehmen sogar Minuszinsen inkauf und zahlen

Prämien an den Bund...

Das System ist doch pervers. Da zahlen Anleger noch Geld dafür damit sie ihr Geld anlegen dürfen. Berücksichtigt man die Inflationsrate, wird zur Zeit in D. von den Anlegern richtig Geld verloren.

Wer macht so etwas? Klar, Versicherungen aber sonst?
Auf meiner Hausbank bekomme ich wenigstens Minizinsen. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate verliere ich auch Geld. Aber wenn ich gar keine Zinsen mehr bekäme, dann würde ich mein Geld unter die Matratze legen.

Verkehrte Welt

Der Bund verdient, der Bürger verliert. Was für
eine verkehrte Welt! Dem Otto-Normalanleger
werden 0,6% zugestanden bei einer Inflation
von 2,0%. Wie das wohl noch weiter geht!?
Das dicke Ende kommt noch, spätestens nach
den Wahlen.
Bürger seid wachsam!

Der Staat hätte...

"Der Staat auch doppelt so viele Papiere loswerden können."

Die Frage die ich mir hier stelle, warum hat er es nicht gemacht? Das Geld, für welches der Staat einen negativen Zins bezahlen muss (also Geld bekommt), für die 5 -10 (?) Jahre Laufzeit bei einer Sparkasse (z.B.) festverzinst angelegt, wäre doch ausnahmsweise mal eine lohnende Investiton gewesen...

Schulden mit Schulden bezahlen???

Wenn ich das zuhause machen würde, würden mich meine mir Anvertrauten mit Schimpf und Schande davonjagen. Aber in der "großen Politik" geht das wohl???!

Ich bin als -wenn auch kleiner- Teil des Staates nicht länger bereit, so ein Schuldenmangement weiter mit zu tragen. Es ist einfach unglaublich, wie mit unserem Geld umgegangen wird. Und das Totschlagargument von "gefährdetetn Arbeitsplätzen" passt auch hier nicht.

Ich stelle mir schon lange die Frage, wo unser über die diversen Steuern gezahltes Geld hinfließt. Wahrscheinlich existiert irgendwo ein ganz großes Loch, in das die Kohle hineinfällt und der Teufel sch.... noch drauf. Ganz Klasse...

/// Insgesamt muss sich der

/// Insgesamt muss sich der Bund in diesem Jahr 250 Milliarden Euro leihen ///

Wenn die Zinsen wieder steigen wird das Bedienen der Schulden sehr viel teuer werden.

Politiker sollten jetzt sofort endlich aufhören, ständig neue Schulden zu machen und anfangen, alte Schulden zurückzuzahlen.

Hurra Deutschland, wir verdienen am Elend mit

Wie schön. dass auch die Finanzeliten der rezessiven Ökonomien ihren Ländern das Geld entziehen und hier dafür noch eine klitzekleine Gebühr zahlen, um unsere Staats- und Sozialfinanzen zu 80% zu finanzieren, deren drastische Kürzung wir ja einst wie die Aderlass-Doktoren zur Heilung des Marktes und Widererstarken seiner Heilkräfte andernorts verordnet haben. Tausche per Investition lukrativ CCC- gegen AAA.

Da macht das ruinöse Target-2-System doch endlich doppelten Sinn: Es finanziert die Handelsschuld und schafft das Geld gleich vom kollabierenden Markt fort vom Hochschuld- in den sicheren deutschen Tiefzinshafen.

Da wird Schäubles Zinsverzicht für Griechenland doch glatt von demselben solidarisch gegenfinanziert, indem man noch die EZB unterbietet.

Minuszins plus Inflation = Staatsschuldreduzierung. Die deutschen Pensionsfonds von Betrieben und Versicherungen sind ja auch solidarisch und senken mangels lukrativer AA-Anlage gleich noch den Garantiezins. Die Rente ist eben sicher.

Unglaublich

Die Eurokrise treibt Blüten, die kaum einer mehr nachvollziehen kann. Da entzogen die Ratingagenturen Deutschland zwar noch nicht das AAA, aber sie haben die Aussichten auf negativ abgesenkt. Trotzdem schenken uns die Anleger Geld. Zieht man die Inflationsrate ab, sind dies real mehr als 2 %.

Warum? Spekuliert man langfristig auf den Untergang des Euros? Dann könnte man wegen der für Deutschland voraussehbaren Aufwertung richtig Kasse machen.

Das sollte uns nachdenklich machen. Die Spekulation gegen den Euro wird wohl weitergehen. Die Länder im Süden dürfen wir jetzt erst recht nicht allein lassen, sonst geht die Rechnung der Spekulanten auf, wir hingegen geraten wegen der zu befürchtenden extremen spekulativ befeuerten Aufwertung in extreme Schwierigkeiten.

@mondfee

Das System ist doch pervers.

Nein, es ist überraschend rational.

Wer macht so etwas? Klar, Versicherungen aber sonst?

Alle großen institutionellen Anleger.

Aber wenn ich gar keine Zinsen mehr bekäme, dann würde ich mein Geld unter die Matratze legen.

Das ist für Privatanleger eine mögliche Alternative. Ein paar Millionen passen aber nicht unter eine Matratze ;-)
Große Banken oder Versicherungen können nennenswerte Beträge nicht in Bargeld tauschen und in einen Tresor legen, das wäre zu aufwändig.

@Optimist

"Der Staat auch doppelt so viele Papiere loswerden können."
Die Frage die ich mir hier stelle, warum hat er es nicht gemacht?

Weil er im Moment nicht mehr Geld braucht.

Das Geld, für welches der Staat einen negativen Zins bezahlen muss (also Geld bekommt), für die 5 -10 (?) Jahre Laufzeit ...

hier geht es um 6 Monate Laufzeit

... bei einer Sparkasse (z.B.) festverzinst angelegt, wäre doch ausnahmsweise mal eine lohnende Investiton gewesen...

Es würde sich nicht lohnen, wäre aber außerdem haushaltsrechtlich nicht erlaubt. Warum sollte der Bund mit Geld spekulieren? Sein Ruf ist u.a. deshalb so gut, weil er es nicht tut.

Gedankenspiel

Das ganze System müsste neu erfunden werden, wenn man keine Schulden mehr machen möchte. Ändert leider nichts an der Tatsache, dass man (hier der Staat) durch die Zinsen und Zinseszinsen (bisheriges System) mehr Geld zurück zahlen muss als man vorher geliehen bekommen hat. Auch wenn es sich nur um einen "Mini-Zins" (Wobei "Mini" relativ ist bei 250 Milliarden Euro) handelt, ist es eig. völlig unmöglich seine Schulden komplett zurück zu zahlen, d.h. einmal Schulden immer Schulden.
Also ist die Schlussfolgerung von 'HartaberWahr' vollkommen richtig, dass es nur Sinn machen würde, wenn der Staat unbegrenzt Schulden aufnehmen würde.

Auch wenn ein ausgeglichener Haushalt erreicht werden kann (einmal in 100 Jahren - ja ich übertreibe extra ein wenig), kann man es nie, wirklich nie, schaffen diesen auch zu halten ohne neue Schulden aufzunehmen, wodurch wir wieder am Anfang des Systems sind und der ganze Spuck von vorne beginnt.

Was spricht denn da gegen,...

eine Diätenerhöhung für unsere Politiker?
5% sollten da dann schon drinn sein. Immerhin bekommt die bank ja im Schnitt für eine geduldete Überziehung ca. 11% oder so...

Schäuble - unser Retter!

"Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will sich in diesem Jahr 250 Milliarden Euro am Kapitalmarkt leihen - fünf Milliarden Euro weniger als 2012."

Wenn das in dem Tempo weiter geht, brauchen wir in nur 50 Jahre keine neuen Schulden mehr aufnehmen! Sondern nur noch ca. 4-10 Billionen Schulden zurückzahlen! Wow...das geht ja echt schnell....

Dass man mit Schuldenmachen Geld verdienen kann, zeigt übrigens die Absurdität unseres Geldsystems! Ich würde jetzt einfach 20 BILLIARDEN Euro Schulden machen zu -0,009% Zinsen. Dann im nächsten Jahr das Geld zurückzahlen. Die negativen Zinsen bringen uns in 1 Jahr 2 Billionen Euro ein und wir sind schuldenfrei. Schade, dass niemand 20 Billiarden übrig hat. Sonst würde das so funktionieren!

Doppelt abartig

1. dass man mit der Aufnahme von Geld Geld verdienen kann, und 2. dass einigen offensichtlich so viel Geld unter den Nägeln brennt, dass sie lieber einen kleinen Verlust in Kauf nehmen statt ernsthaft was zu verlieren.

Es ist durch Forschung hinreichend bewiesen, dass der Gedanke an Geld allein schon unsozial macht. Und der Gedanke, von 100 Millionen 20 zu verlieren (was ja ne Stange Geld ist) bringt gewiss manchen um den Schlaf, denn das Denken an Geld funktioniert NICHT SO, dass man denkt "80 Millionen ist immer noch so viel, dass ich es niemals selbst verbrauchen kann!".

Damit steht endlich das Geld als Goldenes Kalb im Mittelpunkt der Gesellschaft. Das bedeutet in 58 Jahren eine Wendung um 180 Grad, nämlich die Abkehr vom humanen und sozialen Gesichtspunkt. Und da kann es bis zum ganz großen Crash nun wirklich nicht mehr weit sein. Horrido!

@vanPaten

Die deutschen Pensionsfonds von Betrieben und Versicherungen sind ja auch solidarisch und senken mangels lukrativer AA-Anlage gleich noch den Garantiezins. Die Rente ist eben sicher.

Mit der gesetzlichen Rente der BfA hat das hier nichts zu tun. Betriebliche Renten werden allerdings unter den niedrigen Zinsen leiden, das ist richtg. Dennoch darf der Bund keine höheren Zinsen zahlen, als notwendig. Er würde sonst unsere Steuergelder verschwenden.
Wenn sich unsere Gesellschaft einig ist, ist auch die Rente sicher.

Es gibt keine einfache Lösung

Sprach die Merkel und gewann Vertrauen.
Gehts eigentlich noch blinder?

Die Spatzen pfeifens von den Dächern, dass Deutschland aufgrund seiner 'Solidität' Geld verdient und noch mehr verdienen könnte und zwar einfach nur mit:

Schuldenmachen.

Sogar ohne jeden Plan für eine sinnvolle Verwendung zu haben - einfach nur Parken - und schon wird verdient!

Gibts da nicht irgendwie einen Amtseid, alles zu tun, um das Wohl des Volkes zu mehren?

eine gesunde entwicklung

statt immer nur auf den staat und das korupte system zu schimpfen, wäre es sehr viel mehr dienlicher, die eigene verantwortung an dieser situation ztu suchen.
grundsätzlich wurde das geld dafür erfunden, um den davor komplizierten tauschhandel zu vereinfachen.die idee, das geld von alleine mehr wird, also durch zinsen, ist nichts weiter als eine pervertierung, die uns am ende alle in den ruin reißt. geld ist nur zum ausgeben da und sonst zu nichts anderem gut, das bedeutet jeder, der sein geld auf die bank bringt, trägt seinen teil dazu bei, das diese sich am globalen monopoly beteiligt. mal ganz abgesehen davon, das jeder der sein geld nicht ausgibt, es eigentlich auch gar nicht braucht. vereinfacht gesagt: würde jeder von uns sein geld sofort ausgeben und nicht dem markt entziehen, dann hätten wir diese probleme gar nicht.
so gesehen ist der negativzins, der jetzt entsteht sogar eine gesund entwicklung.

warum wohl

Wer sich jetzt fragt warum der Bund hier nicht solange Geld aufnimmt bis die Zinslage wieder bei 0 prozent ist sollte bedenken, dass jeder Euro den sich der Bund sofort leiht nicht woanders investiert wird, würde der Bund also die Möglichkeit besitzen auf einen Schlag seine Nettokreditaufnahme+umschuldung für das ganze Jahr zu negativ zinsen zu tätigen, würde er es dennoch nicht tun um nicht auf einen schlag große Mengen Kapital der Wirtschaft zu entziehen

Die " schwäbische Hausfrau " würde im Grab

rotieren ob der Praktiken unserer Bundesregierung.
Da werden € 250 Mrd. am Kapitalmarkt aufgenommen, weil alte Schulden zurückgezahlt werden müssen, und der kleine verbleibende Rest davon dient zur Schließung des Defizits im neuen Haushalt. Schneeballsystem nennt man das und hat es nicht ohne guten Grund im Geschäftsverkehr verboten. Wenn auch nur ein Haushalt oder ein Unternehmen so wirtschaften würde, stände längst der Gerichtsvollzieher vor der Tür. Schwarz/gelb ficht das nicht an und will für diese Unverschämtheit auch noch am 20. 01. 13 in Niedersachsen und am 22. 09. 13 im Bund wieder gewählt werden.

Nörgler

Wie man sich hier darüber aufregen kann, dass die Zinsen für die Aufnahme von Schulden so niedrig sind, kann ich nicht nachvollziehen.
Eigentlich müsste Herr Schäuble statt der 250 Mrd. Euro rund 500 Mrd Euro aufnehmen und damit alte Schulden vorzeitig zurückbezahlen. Das geht zwar nur in der Theorie, weil ihm dafür kaum jemand Geld geben würde. Das Problem beim Staat ist ja, dass er sich das Geld zur Schuldentilgung und Zinszahlung bei denen holt, bei denen er die Schulden gemacht hat. Bei Unternehmen klappt das besser: dort kann man Schulden von unterschiedlichen Gläubigern umschichten, weil die Gläubiger namentlich bekannt sind. Bundesanleihen sind halt nur ein großes, anonymes Sammelbecken.

Trotzdem: für den Staat ist es gut, dass er sich so günstig refinanzieren kann. Es sollte nur nicht dazu führen, dass man vom eingeschlagenen Kurs der (Neu-)Schuldenreduktion abweicht.

@paddi

Trotzdem schenken uns die Anleger Geld. Zieht man die Inflationsrate ab, sind dies real mehr als 2 %.

Volkswirtschaftlich ist die Rechnung allerdings unsinnig.

Warum? Spekuliert man langfristig auf den Untergang des Euros? Dann könnte man wegen der für Deutschland voraussehbaren Aufwertung richtig Kasse machen.

Wer auf den Untergang des Euro spekuliert, wird sein Geld nicht in Euro anlegen. Die Aufwertung bei einer Ablösung des Euro, von der Sie ausgehen, würde vermutlich nicht zu einer höheren Rendite führen.

@derinder

Ändert leider nichts an der Tatsache, dass man (hier der Staat) durch die Zinsen und Zinseszinsen (bisheriges System) ...

Der Staat ist hier der Schuldner. Für ihn fallen keine Zinseszinsen an.

@7. Januar 2013 - 13:43 — Costa6204

Auch als Privatmensch sollte man manchmal schauen, ob es sich lohnt Schulden mit Schulden zu bezahlen, bestes Beispiel ist die Hausfinanzierung. Da ist man nach Ende der Zinsbindung gut beraten Vergleichsangebote einzuholen und umzuschulden. Muss ich derzeit mache und plötzlich sinken die Zinsen von fast 5% auf knapp 2%...
Geht also nicht nur in der "großen Politik" so.

Deutschland hat nun mal über 2 Billionen € Schulden angehäuft und die lassen sich nicht beim Auslauf auf einen Schlag zurückzahlen.

Auch wenn es müßig ist.

Neue Schulden sind ungleich neue Verschuldung.
Die neue Kreditaufnahme ist nicht das Haushaltsdefizit! Eigentlich sollte diese banale Tatsache jeden bekannt sein, der sich dazu äußert.

Zum Thema an sich:
Es ist zwar ein Sonderfall, aber ganz und gar nicht absurd. Interessant fände ich mal eine kurve welche die Gsammtzinskosten der letzten Jahre von Bundeshaushalt auflistet. Denn immerhin ist dieses ja der zweitgrößte Haushaltsposten.

Schade...

...dass man offenbar alte Schulden nicht auf diese einträgliche Art von Schulden "umschulden" kann.

Der Markt lügt nicht. Deutschlands Stabilität ist spitze.

Da kann man mal sehen, wie riesengroß das Vertrauen der Geldanleger aus aller Welt in Deutschland und seine wirtschaftliche Stabilität ist. Das sollten sich auch mal jene Journalisten und Politiker vor Augen führen, die gern von der "schlechtesten Regierung" aller Zeiten der Bundesrepublik reden. Die können ja ihr Geld gern in Staatsanleihen von Griechenland, USA oder Frankreich anlegen.

@Rotkäppchen: Der Markt lügt nicht

Ja, der Markt lügt nicht, aber bitte Vorsicht mit Ihrer Interpretation. Die Regierung hat damit nämlich gar nichts zu tun.

Ökonomisch gesehen ist das so, dass zu viel Geld im Umlauf ist, mehr als man in die reale Wirtschaft investieren kann. Da dieses Geld nicht vernichtet wird, strömt es durch die Finanzmärkte und sucht Spekulationsgeschäfte. Daher entstehen am Ende eines Geldzyklus immer mehr von diesen Blasen, die immer häufiger platzen. Zusammen mit der Deregulierung der Banken wurde es natürlich noch schlimmer.

Dazu kommt, dass Geld aus den Südländern nach Deutschland flieht. Weiterhin müssen z.B. Lebensversicherungen per Gesetz Staatsanleihen kaufen und da wird die Wahl knapp. Somit steigt die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen.

Mit toller Politik hat das also nichts zu tun, sondern zeigt, wie die ständige Produktion von Schulden Hand in Hand mit dem Finanzmarkt geht und dass sie einander bedingen. Während die anderen schon umfallen, stehen wir noch ein bisschen länger.

Zinsen

Kein Wunder das die Spanier wütend sind, Deutschland kassiert 5,9% Zinsen für spanische Staatsanleihen und selbst bekommen sie Zinsen damit sie sich Geld ausleihen. Total pervers so etwas. Wäre es nicht an der Zeit den Gürtel etwas zu lockern?
Um Kredite zurückzuzahlen nimmt man neuen Kredit auf, die Zinsen spielen keine Rolle. Wer nicht bezahlt ist Bankrott oder muss unter den Rettungsschirm.
Wer kassiert immer? Die Staaten mit niedriger Risikoprämie. Ein Teufelskreis!

Wer rettet die Million

Es ist einfach zu viel Geld da draussen, während man nicht weiß, wie lange noch.
Zigfach mehr, als man je in Sachwerte anlegen könnte - da wird die deutsche Staatsanleihe zur vergleichsweise Preisgünstigen Risiko-Versicherung. Sollte z.B. der Euro zerbrechen, würde aus der negativen Rendite durch den zu erwartenden hohen Wechselkurs nämlich plötzlich eine Spitzenrendite.

Zins ist keine Erfindung des Geldes, ...

... sondern der Arbeitsteilung! Auch zu Zeiten der Tauschwirtschaft wird der Bauer, der das Getreide anbaute, dieses zur Mühle gebracht haben. Der Müller erhielt einen Anteil des gewonnenen Mehls, ebenso wie der Bäcker einen Teil der aus diesem Mehl gebackenen Brote für sich behalten konnte. Wovon hätten Müller und Bäcker sonst leben sollen? Mit Abschaffung der Tausch- und Ersatz durch die Geldwirtschaft wurde aus diesem "Wechselverlust" dann der Zins. So what? Ich möchte jedenfalls eine arbeitsteilig organisierte Gesellschaft nicht missen.

@Pessimist

"Die Frage die ich mir hier stelle, warum hat er es nicht gemacht? Das Geld, für welches der Staat einen negativen Zins bezahlen muss (also Geld bekommt), für die 5 -10 (?) Jahre Laufzeit bei einer Sparkasse (z.B.) festverzinst angelegt, wäre doch ausnahmsweise mal eine lohnende Investiton gewesen..."

Lesen hilft, nicht 5-10 Jahre, sondern 6 Monate!

Doppelt so viel heisst also konkret 3.5 MIA zu 0.009% Zinsen--> also 315000 EUR "Gewinn" in 6 Monaten. Für eine Finanztransaktion in der Grössenordnung sicherlich nichts was seriös gemacht werden sollte--> solche Geschäfte verursachen nämlich auch Kosten!

@Trecker

"Ja, der Markt lügt nicht, aber bitte Vorsicht mit Ihrer Interpretation. Die Regierung hat damit nämlich gar nichts zu tun."

Die Wahrheit liegt wohl eher dazwischen: Natürlich hat die Regierung nicht unmittelbar was damit zu tun, aber da sie langfristig gewisse Rahmenbedingungen schafft hat die Politik schon einen gewichtigen Einfluss.

@Marvin

"Sollte z.B. der Euro zerbrechen, würde aus der negativen Rendite durch den zu erwartenden hohen Wechselkurs nämlich plötzlich eine Spitzenrendite."

Hmmm, sollte es nicht eher genau anders herum sein? Wer in EUR als Währung investiert ist wird doch niemals von einem Zusammenbruch profitieren!

Zinsen,

Zinsen, Zinseszinses.....etwas absurderes kann es und darf es nicht geben.

Was soll an dieser Meldung

Was soll an dieser Meldung positiv sein?

Bei 0,75% Leitzins werden Menschen, die ihr Leben lang gespart haben, durch die Inflationstreiberei der Gewerkschaften enteignet. Die Zinsen sind viel zu niedrig und führen nur zu einer ungerechten Umverteilung.

Wer mehr gearbeitet hat, als er ausgegeben hat, wird enteignet und wer mehr ausgibt als er erwirtschaftet wird auch noch belohnt.

In was für einer Welt leben wir nur? Die EZB + Gewerkschaften = Unvereinbar.

Sie ist halt ehrlich

Joppenfred:
Es gibt keine einfache Lösung
Sprach die Merkel und gewann Vertrauen. Gehts eigentlich noch blinder?

Wieso blinder? Die Frau sagt halt wies is.

Fehlende Investitionen...

...als Folge sind das viel größere Problem. Wenn das so weiter geht, wird sich eine Deflation nicht vermeiden lassen und die Wirtschaft bricht nicht nur in Griechenland zusammen.

@Skywalker: Regierungsbeteiligung

Klar, steckt die Politik die Rahmenbedingungen ab. Das ist unbestritten und damit hat die Politik im Allgemeinen (die aktuelle Regierung aber am wenigsten) einen sehr gewichtigen Anteil an unserem wirtschaftlichen Handeln.

Aber das, was die aktuelle Regierung macht, mit Stabilitätspolitik zu verwechseln, halte ich für etwas kurzfristig gedacht. Erstens wurde unser Niedriglohnsektor, der unsere Exportwirtschaft stärkt von Rot-Grün geschaffen. Zweitens werden im Augenblick viele Entscheidungen getroffen, die das Auseinanderdriften von Nord und Süd in Europa noch verstärken und die auch das Auseinanderdriften von Reich und Arm verstärken und den Mittelstand überall in Europa zerlegen. Die exponentiell wachsenden Schulden fallen uns dann auch noch auf die Füße. Eine Konsolidierung wird dank ESM und diversen Rettungsaktionen nicht stattfinden, dieses Jahr werden vermutlich dramatische Zahlungen fällig und die Regulierung von Banken wird genauso verschoben, wie Amerika die Fiskalklippe.

@ Skywalker

    "Hmmm, sollte es nicht eher genau anders herum sein? Wer in EUR als Währung investiert ist wird doch niemals von einem Zusammenbruch profitieren!"

Wenn Sie z.B. hochverzinste südeuropäische Staatsanleihen halten, ist die deutsche Anleihe ein probates "Hedging" gegen einen Zerfall des Euro und sicher besser, als irgendwelche Derrivate von Banken zu halten, von denen man auch nicht weiß, wie sie danach dastehen würden.
Deutschland betreibt mit dem Euro offenes Währungsdumping und hat dieses ohnehin schon enorme Ungleichgewicht durch Hartz4 etc. noch dramatisch verschärft - natürlich würde eine deutsche Staatsanleihe dann enorm aufwerten.

Unsere Hochfinanz ist nur Gewinner der europäischen Krise.
Sie ist die Krise.

Schulden sind nichts schlechtes...

...denn die Schulden des einen ist das Guthaben des anderen. Ich habe manchmal das Gefühl, dass Leute glauben es gäbe mehr Geld als Schulden - dem ist aber nicht so! Und wenn sich unser Vater Staat nicht verschulden würde, dann hätten Bürger und Unternehmen eben weniger oder gar kein Guthaben mehr. Mir gefällt das Schuldgeldsystem auch nicht, aber so ist es nunmal.
Und wer sein ganzes Leben lang spart und sich ärgert wenn seine Kaufkraft nicht ständig steigt, der hat aus der Geschichte nix gelernt.
Wir haben was das Geld angeht vor allem ein Verteilungsproblem, aber solange die meisten Menschen zu wenig über das System wissen und die Füße stillhalten wird sich daran auch wenig ändern... Freie Bürger informiert euch!

So ein Schwachfug!

Hätten diese Menschen ihr Geld lieber auf dem Konto einer korrekten Bank wie der Umweltbank, der Ethikbank oder der GLS eingezahlt. Die hätten das Geld in vernünftige Sachen investiert und der Einzahler hätte am Ende noch mehrere % Zinsen bekommen.
So haben diese komischen, reichen, ängstlichen Menschen lieber Geld gezahlt, damit andere mit ihrem Geld "nichts" machen....

@marvin - kein Wechselkursprofit

Es ist einfach zu viel Geld da draussen, während man nicht weiß, wie lange noch. Zigfach mehr, als man je in Sachwerte anlegen könnte

Das ist aber auch nicht das Kriterium.

Sollte z.B. der Euro zerbrechen, würde aus der negativen Rendite durch den zu erwartenden hohen Wechselkurs nämlich plötzlich eine Spitzenrendite.

Nein. Ein Tauschkurs bei Einführung einer neuen Währung wird nie so sein, dass sich die Rendite einer laufenden Anleihe ändert. Die Anleihe wird immer auf die inländische Währung lauten, von Wechselkursschwankungen können Sie als Gläubiger dann nicht profitieren.

Zinsen sind zwangsläufig

@laaspher:
Die Zinserklärung ist nicht ganz korrekt.
Zins ist eine von der Zeit abhängige Variable. (1,xx^t)
Es ist also keine Gebühr für einen Arbeitsvorgang sondern für den Besitz eines Gegenstandes.
Jedoch ist er nicht weniger notwendig für eine Arbeitsteilung und ebenfalls ein zwangsläufiges Produkt des Geldes (bzw. der Vertragsfreiheit). Denn sobald man etwas vermietet erzeugt man Zinseszins. Denn der Zinseszins ist ja nichts weiter als die wiederinvestition der Miete. Um Zinsen zu unterbinden müsste man als das Vermieten verbieten auch kauf und verkauf (des selben Produktes) dürften keine Preisunterschiede haben.
Wer also Zinsen Verbieten will verbietet den Menschen nicht weniger als jeglichen freien Handel.

Schulden vs. Zinsen

Naja mit dem Geld wird er keine Schulden begleichen können, lediglich die Zinsen für die Schulden aufbringen.

Wenn ich Finanzminister wäre, würde ich das zinsfreie Geldleihen ausnutzen und es gewinnbringend anlegen. Am besten Griechenlandpapiere. Diese kaufen die dann sowieso für mehr wieder zurück und Deutschland macht Gewinn auf Griechenlands Kosten.

Ach nein, die bezahlen ja mit unserem Geld.
Zum Glück sind das nur Zahlen, die keinen materiellen Wert darstellen.

Der Glaube zählt und ich habe Vertrauen, dass die Nutznießer dieser Lage es geschaukelt kriegen. Ansonsten müssten jene noch irgendwann selbst ehrliche, prekäre Arbeit vollrichten.

Erinnert mich an Montesquieu: Man bereichere sich an Menschen und gebe ihm die Illusion von Hoffnung, dass er nicht aufbegehren vermag. Die Monarchen nutzten es, die Kirche nutze es und die Regierung ebenso.

@b_m Zins und Inflation

Einige in diesem Forum vertauschen allzugern Ursache und Wirkung. Der Zins ist ja keine Erfindung um die Inflation auszugleichen. Im Gegenteil, die Inflation hat ihren Hauptgrund im Zinssystem um im System der Schuldgeldschöpfung. Dieses Verlangt nach einer permanenten Geldentwertung, da es zu einem permamenten Geldmengenwachstum führt (siehe M3 Geldmenge). In der aktuellen Situation kurz vor dem Kollaps wird die Geldmenge durch Notenbank-Rettungs-Bazooka-Kredite noch exorbitanter in die Höhe getrieben. Wenn die Sparer ihr Geld verlieren dann aufgrund unseres Zinssystemes ohne das eine Inflation völlig unnötig wäre. Die jüngste Inflationswelle infolge der Notenbank Bazookas steckt momentan noch in Aktien, Rohstoffen und Immobilien. Früher oder Später wird sie auf Alltagsgüter durchschlagen. Zu erkennen ist es jetzt bereits an den Mieten.

Umverteilung durch Zinsen

@b_m
Bei 0,75% Leitzins werden Menschen, die ihr Leben lang gespart haben, durch die Inflationstreiberei der Gewerkschaften enteignet. Die Zinsen sind viel zu niedrig und führen nur zu einer ungerechten Umverteilung.

Man kann den Gewerkschaften ja einiges vorwerfen, aber diesen Vorwurf finde ich jetzt nicht sonderlich gerecht. Die Zinsen werden nicht von den Politikern oder den Gewerkschaften vorgegeben, sondern bilden sich am freien Markt. Und das ist gut so.

Hohe Zinsen sind gut für die Gläubiger, niedrige Zinsen sind gut für die Schuldner. Im Moment sind die Zinsen halt niedrig.

@b_m

"Bei 0,75% Leitzins werden Menschen, die ihr Leben lang gespart haben, durch die Inflationstreiberei der Gewerkschaften enteignet."

Hohe Zinsen führen zu einer ungerechten Umverteilung. Den Gewerkschaften muss man vorwerfen keine fairen Löhne für die Arbeit, die man leistet, einzufordern. Die Lohnsteigerung muss die Produktivitätssteigerung plus Inflation kompensieren. Das wurde Jahre lang nicht mehr erreicht. Dafür sind die Gewinne aus Kapital auf rekordwerten!
Denn man darf nicht vergessen das die Zinsen die man für sein Geld auf der Bank einstreicht von einem anderen als Schuldner plus Bankzulage erarbeitet werden muss. Das Geld kommt nicht von der Bank. Die Vermittelt nur zwischen Kapitalgeber und Kreditnehmer.

Als Nachtrag noch ein kleines

Als Nachtrag noch ein kleines Beispiel zum Geldmengenwachstum durch Zins und Schuldgeldschöpfung:

Zeitpunkt1: Bank: 0€ Unternehmer 1(U1):0€ U2:0€ U3:0€
Geldmenge:0

Kreditaufnahme:
Bank:0€ U1:100€ U2:100€ U3:100

Handel:
Bank:0€ U1:95€ U2:110€ U3:95€

Kreditrückzahlung + 5% Verzinsung
Bank:15€ U1:-10€ U2:5€ U3:-10€

Bis hierher ist die Geldmenge ausgeglichen. Zwangsläufig ergibt sich für U1 und U3 aber die Notwendigkeit neuer Kreditaufnahmen für die Zinstilgung. Im Fall einer ausgeglichenen Handelsbilanz müssten U1,U2 und U3 neue Kredite aufnehmen um ihre Zinsen zahlen zu können.

Es geht also weiter:

Zeitpunkt2:
Kreditaufnahme zur Zinstilgung (U1 + U3 jeweils 10€):
Bank 15€ U1:0€ U2:5€ U3:0€
Geldmenge: 20€

Kreditrückzahlung +5% Zinsen:

Bank:16€ U1:-10,50€ U2:5€ U3:-10,50€

Zeitpunkt3:
Kreditaufnahme zur Zinstilgung:
Bank:16€ U1:0€ U2:5€ U3: 0
Geldmenge: 21€
:
:
:
:

@Aquifex - volkseirtschsftlicher Fehler

Aquifex:
Und wenn sich unser Vater Staat nicht verschulden würde, dann hätten Bürger und Unternehmen eben weniger oder gar kein Guthaben mehr.

Diese Aussage trifft nur für einen Teil des Gutabens zu. Sie lassen einen Tel des Vermögens wie z.B. Produktionsmittel, Rohstoffe oder Immobilien außen vor.

Nicht erlaubt

@Soistdashalt:
Wenn ich Finanzminister wäre, würde ich das zinsfreie Geldleihen ausnutzen und es gewinnbringend anlegen.

Ich find's besser, dass das nicht erlaubt ist. Der Bundesfinanzminister hat andere Aufgaben als Spekulieren.

Die Gesamtsumme ist interessant

Deutschland hat in den vergangenen 4 Jahren insgesamt fast 100 Mrd. Euro gespart.

Alleine der Bund sparte im letzten Jahr gut 10 - 15 Mrd. Euro, da er trotz höherer Schuldenlast niedrigere Zinszahlungen zu leisten hatte. Länder und Kommunen kommen da dann noch dazu, und auch die Zinslast bei anderen Einrichtungen in Deutschland (z.B. Deutsche Bahn / 100% Staatsbesitz) sind niedriger als 2008.

Die Zahlen für den Bund habe ich zusammengestellt.
www.mister-ede.de/politik/neuverschuldung-trotz-zinstief/1499

Bei der Bahn sind die Zinsaufwendungen zwischen 2008 und 2011 um etwa 15% zurückgegangen.

@ Werner40 Nö....Die Zinsen

@ Werner40
Nö....Die Zinsen sind bis zur Tilgung festgeschrieben...Da steigt nix.

350.000 Euro verdient!

Ein ziemlich gefährlicher Artikel, da in der Überschrift von "verdienen" gesprochen wird, und im Artikel von "spülte mehr als 3,5 Milliarden Euro" in die Kasse. Das kann man leicht verwechseln.

Man sollte daher erwähnen, dass nicht 3,5 Milliarden Euro, sondern lediglich 0,009% davon, also etwa 350.000 Euro verdient wurden. Allerdings ist auch dies schon eine Meldung Wert, denn immerhin bekommt Deutschland das Geld nachgeschmissen, während es in anderen Teilen der Eurozone schlicht fehlt.

@Kenner - Aktien

Aktienkurse haben nichts mit Inflation zu tun. Inflation hat nur bei Verbrauchsgütern und Dienstleistungen einen Sinn. Aktien werden unverändert gekauft und wieder verkauft. Ob der Kurs gestiegen oder gefallen ist, spielt keine Rolle, weil Sie immer Käufer- und Verkäuferseite sehen müssen. Letztlich ist jeder Aktionär gleich oft auf jeder Seite.

@CHris71 Kreditvergabe

"Das Geld kommt nicht von der Bank. Die Vermittelt nur zwischen Kapitalgeber und Kreditnehmer."

Falsch. Schön wärs :-)
Das Geld für den Kredit kommt aus dem Nichts. Die Bank kann einfach Geld schöpfen und es dir als Kredit geben. Da braucht es keinen Kapitalgeber. Das ist ein Hauptübel in unserem Finanzsystem. Siehe meinen vorigen Beitrag zu Zinsen und Schuldgeldschöpfung

volkswirtschatlich falsch

@Kenner
Als Nachtrag noch ein kleines Beispiel ...

... mit einem Fehler. Wenn die Bank zu Beginn 0 hatte, hat sie am Ende auch 0. Auch eine Bank kann nicht aus dem Nichts Geld "schöpfen". (Sonst würden wir alle eine Bank eröffnen ;-)

Bitte die Sicht aufs Ganze wahren

Alle Kommentatoren die nun glauben, Deutschland würde hier ein klasse Geschäft machen würde ich bitten, einen Blick aufs Ganze zu werfen.
Ja, es kommen jetzt ein paar Milliarden durch die Zinszahlungen in die Kasse. Nur werden die von Deutschland versprochenen Beträge in locker dreistelliger Milliardenhöhe früher oder später fällig bzw. das bereits überwiesene Geld kommt nicht wieder. Denn die Schuldner können jetzt nicht zurückzahlen, in 3 Jahren nicht und in 10 Jahren auch nicht.

100 Milliaren verschenken und 1 Milliarde wiederbekommen - ein ganz tolles Geschäft.

Von nix ...

@Kenner:
Das Geld für den Kredit kommt aus dem Nichts.

Dem widerspricht der Volkswirt und der Volksmund. Der Volksmund würde es so ausdrücken: "Von nix kommt nix".

Mir geht es nicht darum die Banken zu verteidigen. Es geht hier nur um richtig oder falsch.

@neoliberalismus

Sie können ihre Aktie verkaufen und sich dafür ein Eis kaufen oder?
Irgendwann wird also das Geld im Realmarkt ankommen und dann wird auch der Eisverkäufer seine Preise erhöhen. Freilich dauert das etwas aber es passiert.

@Kenner

Kenner: Das Geld für den Kredit kommt aus dem Nichts.

Schön wär's. Aber es stimmt nicht, ich muss dem User Chris71 hier Recht geben.

@neoliberalismus: Von nix kommt nix

Wie recht sie mit diesem Satz haben und dennoch liegen sie falsch. Das Geld für den Kredit kommt aus dem nichts :-) Das ist der schöne Neoliberalismus nach dem sie sich benannt haben.

http://de.wikipedia.org/wiki/Geldsch%C3%B6pfung

"Geldschöpfung bezeichnet die Vermehrung der Geldmenge, bzw. die Erschaffung von neuem Geld. Bei Kreditgewährung durch eine Geschäfts- oder Zentralbank wird die dem Kreditnehmer gebuchte Summe (abzüglich der Mindestreserve) neu erschaffen."

Sollten sich glaub einige mal durchlesen...

@Kenner - geniale Idee

Das Geld für den Kredit kommt aus dem Nichts. Die Bank kann einfach Geld schöpfen und es dir als Kredit geben. Da braucht es keinen Kapitalgeber.

Wow, cool. Aber wenn man so etwas geniales entdeckt, dann sollte man es doch nicht in einem Forum verraten, sondern besser flugs eine Bank eröffnen und Geld aus dem Nichts machen.

Ok, Spaß bei Seite. Ihre Theorie klingt nicht sehr wahrscheinlich.

@Kenner

Wenn das in Wikipedia so steht, dann ist es schlicht falsch. Wenn ich auf die Bank gehe und einen Kredit für ein Auto aufnehme, dann wird das Geld nicht in dem Moment "geschöpft". Es sei denn die Bank hat eine Druckmaschine im Keller. In Wirklichkeit hat jemand Anderes (der vielleicht lieber Bahn fährt) es der Bank geliehen (also auf sein Sparbuch eingezahlt).

Keine Bank darf etwas verleihen, was sie nicht hat. So wird doch ein Schuh draus.

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