Kommentare

Signifikanz?

kann man bei 0.2% schon von einem deutlichen schub reden?
Wie groß sind denn die Fehlerbalken der Statistiker?

Inflation oder Verbraucherpreise

Die Überschrift benennt Inflation aber im Artikel ist von Verbraucherpreisen die Rede. Um da ganz korrekt zu sein, existiert eine weitaus höhere Inflation, die man z.B. im Immobiliensektor oder beim Preis der Aktien sehen kann. Dorthin floss nämlich ein Großteil des neu geschaffenen Geldes der EZB-Bazooka. Es erreichte weder Wirtschaft noch den Verbraucher.

Der Punkt ist aber, wenn Immobilienpreise, gerade in Ballungszentren stark steigen, dann werden Mieten steigen, wenn auch mit Verzögerung, denn die kann man nicht so spontan erhöhen.

Früher, aber vermutlich eher später, kommt die Geldmengeninflation auch als Verpraucherpreisinflation beim Bürger an, das ist unvermeidlich.

Da ist es ja gut,..

das sich unsere Kanzlerin nur eine Gehaltserhöhung von ca. 5,4% bzw. mit Aufwandsentschädigung 11,3% gegönnt hat. Da kann Sie sich ja den Gürtel für uns alle etwas enger schnallen und bei den kommenden Tarifrunden auf die Zurückhaltung der Gewerkschaften pochen (hoffen, so wie die letzten 15 Jahre auch).
Man könnte natürlich auch zum Jahresbeginn gleich die Energieumlagevergütung für die Industrie deckeln, damit der Endverbraucher wieder in den Genuß einer 2-stelligen Inflation kommt.
Schließlich erhalten ja auch die Harz IV Empfänger gute 8,- € mehr je Monat und das sind bei 376,- € (alt) gute 2,13 % mehr.

Pauschalreisen und Ferienwohnungen

Inflation ist ein statistischer Begriff, der anhand eines willkürlichen Warenkorbs errechnet wird.
Dieser Warenkorb soll - so heißt es - die Dinge beinhalten, die jeder zum täglichen Leben benötigt:
Wohnung, Energie (Strom, Heizung, Transport), Nahrung, Kleidung und dergleichen.

Pauschalreisen und Ferienwohnungen sind jetzt laut diesem Artikel also Dinge des täglichen Lebens.
Es mag wohl eine marktwirtschaftsrelevante Größe sein, allerdings sicher nicht für die Mehrheit der Bürger, sondern für einige wenige gut betuchte, die nach Wohnung, Nahrung, Kleidung noch das Problem haben, wohin mit dem überschüssigen Geld?
Mir zeigt das nur, wie realitätsfern Statistiker doch sein können.

Inflation

Man hat gelegentlich schon den Eindruck, dass manche Mainstream-Ökonomen regelrecht frustriert sind, dass die Geldpolitik der EZB bisher nicht zu großer Inflation geführt hat. Allerdings reichen die 2% auch aus, um - zusammen mit dem Progressionsbauch im Steuertarif - die Lohnerhöhungen dieses Jahres aufzuzehren. Wobei die durchschnittliche 3% Lohnerhöhung sowieso nur auf die tarifgebundenen (54% im Westen, 37% im Osten) Unternehmen zutrifft.

Leider gehen in den Warenkorb

zur Inflationsmessung keine Finanzgüter und Immobilien ein. Mit deren Kennzahlen wäre die Inflationsrate noch höher.

Inflationsrate richtig berechnen

Leider ist die Angabe von 2% völlig falsch, da die Berechnung der Inflation über einen "Wahrenkorb" totaler Blödsinn ist.
Die Inflation berechnet sich aus dem Verhältnis der produzierten Waren und Dienstleistungen, also dem BIP, und der gesamten sich im Umlauf befindlichen Geldmenge.
BIP Wachstum 2012 war ca. 0,5%. Im gleichen Zeitraum wurde die Geldmenge aber von ~14 Billionen auf ~15 Billionen erhöht. Also ein Anstieg von ~7%.
Daher dürfte die Inflation sich auch in dem Bereich von 6-7% bewegen, wenn nicht sogar noch mehr.

Ketchupflascheneffekt

Und dann gab es noch den sog. Ketchupflascheneffekt, der meint, dass es schlicht mehrere Jahre dauert, bis die Inflation in der Volkswirtschaft ankommt; dafür dann aber umso heftiger.

Tatsächlich sind wir (noch) an stabile Preise gewöhnt. Aber die Politiker spielen mit den Feuer, wenn sie die Geldmenge so massiv ausweiten (früher sagte man Gelddrucken). Die ökonomische Theorie und der gesunde Menschenverstand werden Recht behalten:

Der Blubb (Inflation) wird kommen!

@HamburgerHumanist

"Die Inflation berechnet sich aus dem Verhältnis der produzierten Waren und Dienstleistungen, also dem BIP, und der gesamten sich im Umlauf befindlichen Geldmenge."

Auch wenn ich ihre Kritik am Warenkorb verstehe, so ist die zitierte Aussage völliger Unsinn.

Inflation bedeutet nur Preissteigerung - Nicht mehr und nicht weniger. Was ist wenn die EZB morgen eine Billiarde Euros druckt und auf den Mond schießt? Dann müssten sich dann ja die Preise vervielfachen. Das tun sie natürlich nicht, und das ist auch ganz einfach: Warum steigt der Preis? Weil die Rohstoffpreise, oder Arbeitskosten größer sind, oder weil der Kunde mehr Geld in der Tasche hat und mehr zahlen kann.

Jetzt werden Sie entgegnen, aber die EZB ja ach so viele Billionen verschleudert hat. Das ist zwar nur teilweise richtig, aber wo ist dieses Geld? Es ist nicht bei denen die täglich Waren kaufen und verkaufen, und insofern haben diese Billionen genauso wenig Einfluss auf die Inflation als wenn sie auf dem Mond wären.

@ HamburgerHumanist

Vollkommen richtig argumentiert.
Dieser zur Berechnung herangezogene Warenkorb ist wie eine Wundertüte. Nur einige Artikel sind immer drin. Mit den anderen kann man die Berechnung nach Lust und Laune, besser, politischen Vorgaben, trefflich manipulieren.
Der unbedarfte Wahlbürger sagt doch sicher: "Was sind denn 2,1%, lohnt sich nicht darüber nachzudenken."

Hallo, liebe Tagesschau,
wie wäre es mit einer kurzen Ergänzung zu dieser Meldung.
Für viele Menschen in diesem Land, wäre die Kenntnis bzgl. der Inflationsrate zwischen 2002 bis heute von viel größerem Informationswert.

Was ist Inflation?

Was wir hier präsentiert bekommen ist ausschließlich die Entwicklung ausgewählter Konsumgüter. Das ist ein sehr kleiner Teilaspekt der Inflation. Erstens unterscheidet sich das eigene Konsumverhalten oft stark von dem zugrundegelegten Warenkorb, und zweitens wird die Entwicklung bei den Assets komplett ignotiert. Man scheint davon auszugehen, dass der Normalbürger keinerlei Anlagegüber besitzt und auch nie welche erwerben wird. Schöne Aussichten!
Oder wieviele Immobilien, Wertpapiere, Edelmetalle etc. sind in dem Warenkorb enthalten?
Ich bezweifle auch sehr, dass Energie (Kraftstoff, Strom, Heizung, ...) angemessen berücksichtigt ist.

Wirtschafts"wissenschaftler",

die Schamanen der Neuzeit. Wenn ihre Voraussage richtig ist, rühmen sie sich ihrer obskuren, oft widersprüchlichen Theorien. Sind die Voraussagen falsch, heißt es, unerwartete Einflüsse seien aufgetreten. Tatsache ist aber: Ob sie richtig oder falsch liegen mit ihren Voraussagen, das entscheidet lediglich der Zufall.

@Doktor Fettleib

Erstens unterscheidet sich das eigene Konsumverhalten oft stark von dem zugrundegelegten Warenkorb,

Die Inflationsrate ist nur ein Mittelwert. Das Bundesamt kann es ja nicht für jeden Bürger einzeln ausrechnen. Manche liegen drüber, manche drunter.

Oder wieviele Immobilien, Wertpapiere, Edelmetalle etc. sind in dem Warenkorb enthalten?

Wahrscheinlich sind diese seltenen Güter genau in dem Maße enthalten, wie sie im Mittel auch gekauft werden.

Ich bezweifle auch sehr, dass Energie (Kraftstoff, Strom, Heizung, ...) angemessen berücksichtigt ist.

Es ist genau so berücksichtigt, wie wir es im Mittel auch verbrauchen. Was sonst?

Und schon wieder fehlen von

Und schon wieder fehlen von jedem Tausender auf meinem Konto 20€. Jedes Jahr verschlingt die Inflation so viel Geld wie ich für einen Monat zum leben brauche. Dank der EZB wird das auch so weiter gehen. Man hat keine Möglichkeit wenigstens die Inflation durch Zinsen auszugleichen. Man arbeitet das halbe Jahr für die Abgaben, und dann noch einen Monat für die Inflation. Man hat also nur noch ganze 5 Monate um für die Altersvorsorge und das tägliche Auskommen zu schaffen. Und dank der Energiepreise werden da bald 4 Monate daraus.

@bob grey - keine nennenswerte Inflatiion

Die Frage der Signifikanz ist hier sicher sehr interessant. Ich vermute, dass die Fehlertoleranz bei der Inflationsrate sehr gering ist. Es handelt sich ja nicht um eine Stichprobe, sondern quasi um eine Vollerhebung. Daher würde ich vermuten, dass der Anstieg signifikant ist (untermauern kann ich es allerdings nicht). Dennoch ist die Steigerung nicht besorgniserregend. Für die kommenden Jahre müssen wir in Deutschland nicht mit einer nennenswerten Inflation rechnen.

@Trecker - keine Aktien

Die Überschrift benennt Inflation aber im Artikel ist von Verbraucherpreisen die Rede. Um da ganz korrekt zu sein, existiert eine weitaus höhere Inflation, die man z.B. im Immobiliensektor oder beim Preis der Aktien sehen kann.

Ja und nein. Die Steigerung der Immobilienpreise schlägt sich in der Inflation nieder. Aber Vorsicht, Sie müssen die Käufer- und die Verkäuferseite sehen. Für Mieten gilt das Gleiche.
Aktienkurse haben natürlich nichts mit der Inflation zu tun. Goldpreisänderungen nur über den Schmuck.
Eine Geldmengeninflation gibt es nicht, wenn die Zentralbank sich an ihre Aufgaben hält.

"Doch die Energiepreise

"Doch die Energiepreise heizten die Teuerung zum Jahresende wesentlich geringer an als in den meisten Vormonaten."

toll, aber was sagt uns das?
Der Schreiber des Artikels, wenn es ihn überhaupt gibt (Agenturmeldung?) hätte ja mal in einem Satz ne Idee äussern können, auch wenns nicht richtig ist

2% ist keine " kräftige "

2% ist keine " kräftige " Inflation. Die beginnt m.E. jenseits von 5%.

interaktives Preiskaleidoskop anschauen - die Rate ist ...

... nur der Durchnschnitt der Preisentwicklung aller erfassten Waren, Gebühren und Dienstleitungen.

interessant die Einzeldaten, die das Statistische Bundesamt gut aufbereitet darbietet:

Link 1 zum Preis-Kaleidoskop
https://www.destatis.de/Voronoi/PreisKaleidoskop.svg gibt es das interaktive Preis-Kaleidoskop

>> Dort finden Sie alle Posten, aus denen sich die Statistiker die Inflationsrate berechnen (z.B. haben Kraftstoffe 3,6% Gewichtung an der Gesamtheit des "Warenkorbs")

Link 2 zum Preismonitor
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/Konjunkturindikatore...

>> Dort finden Sie Preiskurven über mehrere Jahre für ausgewählte Produkte (die zeigen z.B. das Brötchen seit 2004 30% teurer geworden sind) Das ist die traurige Realität.

@Visitor2

Auch mit verstärktem Rechenaufwand komme ich nicht auf Ihre Zahlen. 1,2% mehr Kanzlerinnenbezüge und 3,7% höhere Diäten, wobei Minister und Kanzler "nur" die Hälfte der Diäten erhalten, ergeben niemals 5,4%. Auch eine Addition der Prozentsätze wäre mathematisch völlig falsch.
Kann es sein, dass Sie etwas polemisch mit Zahlen operieren, die nachweislich so nicht stimmen? Verstellt Ihnen evtl. der Zorn den Blick auf die Wirklichkeit?
Und weshalb vergleichen Sie Empfänger von Transferleistungen mit Personen, die für ihre Einkommen arbeiten? Macht es für Sie keinen Unterschied, ob jemand für sein Geld arbeitet, am Ende gar noch hochqualifiziert, mit großer Verantwortung, oder nicht arbeitet? Plädieren Sie für gleiche Entlohnung für alle, egal ob man arbeitet, oder nicht? Falls ja, wie sollte das funktionieren? Wo sollen die ganzen Idealisten (könnte man auch anders nennen) herkommen, die fürs gleiche Geld arbeiten statt cool abzuhängen?

@ Abseits Des Mains - Stabile Preise ?

Erklären Sie mir bitte wo sie noch stabile Preise haben.Da wo ich wohne sind die schon längst nicht mehr da.Beispiel:Gehacktes innerhalb von drei Monaten von 1,69 Euros auf 2,19 Euros macht = 30%.
Und was tun diese Leute den so alles in den Warenkorb?Ferienwohnungen,vielleicht auch noch einen Fernseher.Mei ich weiß ja das ich als ex-DDR Bürger noch viel lernen muß.Aber soviel weiß ich das diese Sachen nichts mit täglichen Artikeln zutun haben.Man sollte doch endlich wirklich nur die Artikel nehmen die man so braucht,wie Brot,Butter und so weiter.

Wie sagte Urban Priol in "TILT! 2012"

sinngemäß: Wir haben jetzt auch einen Flachbildfernseher im Bad, in der Küche und im Flur. Nun können wir überall schauen wie billig die Dinge des täglichen Lebens früher waren.

Das Gehalt wird bereits von der Miete, Energiekosten, Fortbewegungskosten und Lebensmittelpreisen aufgezert.

Dies sind die stärksten Preistreiber: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/Indikatoren/Konjunkturindikatore...

Bei sinkenden Budget und steigenden Preisen nehmen die Möglichkeiten für alles "außer der Reihe" drastisch ab. Die letzten 3 schwarz-gelben Jahre haben voll "reingehauen". Ich sehe keine Erfolge!

@Nana

"Was ist wenn die EZB morgen eine Billiarde Euros druckt und auf den Mond schießt? Dann müssten sich dann ja die Preise vervielfachen."

Wenn sie das tun sollte, hätte sie eine Menge Kosten für den Druck und noch etliches mehr für den Schuss auf den Mond gehabt. Die vorhandene Geldmenge hätte sich aber nicht geändert.

Wenn aber diese Billiarde gar nicht mal (auf Scheine) gedruckt wird, sondern einer Bank als Forderung und einem Gläubiger als Schuld auf ihre Konten verbucht wird, befindet sich dieses Geld "im Umlauf".

HamburgerHumanist hat da schon Recht mit seinem Begriff der Inflation.

@GuH

zur Inflationsmessung keine Finanzgüter und Immobilien ein. Mit deren Kennzahlen wäre die Inflationsrate noch höher.

Ich weiß jetzt nicht genau, was Sie mit Finanzgütern meinen. Bankgebühren gehen ein, Kurse für Aktien oder Fondsanteile natürlich nicht, das wäre nicht sinnvoll. Eine höhere Grunderwerbssteuer geht auch nicht ein, Steuererhöhung hat mit Inflation nichts zu tun.

Muss man relativ sehen

Im weltweiten Vergleich gesehen sind das nahezu Musterwerte!

@HamburgerHumanist

Leider ist die Angabe von 2% völlig falsch, da die Berechnung der Inflation über einen "Wahrenkorb" totaler Blödsinn ist.

Nach meiner Meinung ist das die sinnvollste Möglichkeit.

Die Inflation berechnet sich aus dem Verhältnis der produzierten Waren und Dienstleistungen, also dem BIP, und der gesamten sich im Umlauf befindlichen Geldmenge.

Wie kommen Sie darauf? Wenn Sie die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes nicht berücksichtigen ist Ihre Kenngröße sowieso sinnlos. Die Inflation können Sie so ohnehin nicht messen.

@Nana

"'"Die Inflation berechnet sich aus dem Verhältnis der produzierten Waren und Dienstleistungen, also dem BIP, und der gesamten sich im Umlauf befindlichen Geldmenge."

Auch wenn ich ihre Kritik am Warenkorb verstehe, so ist die zitierte Aussage völliger Unsinn."

Der Hamburger Humanist liegt gar nicht so falsch mit dieser Aussage. Es wäre tatsächlich ein möglicher Weg zur Ermittlung der Inflation; wird aber so nicht genutzt, da der Zusammenhang zwischen Geldmenge und BIP nicht völlig starr ist, sondern eher eine "Gummibandbeziehung" aufweist. Genau zu diesem Zweck gibt die Bundesbank den sog. "Geldmengenkorridor" vor, also die Bandbreite der sinnvollen Menge neuen Geldes, da jedes BIP-/Wirtschaftswachstum eben auch zusätzliches Geld als Tauschmittel benötigt.

Langfristig hat der Hamburger Humanist daher völlig Recht mit seiner These (wenn man die Verflechtungen mit dem Ausland ausklammert)!

@ germany on hearts 4

Sie liegen leider komplett falsch. Ich als Soziologie muss bei Ihrer Verwendung der Begriffe "Vollerhebung" und "Stichprobe" natürlich mal ein wenig den Besserwisser raushängen lassen:
Eine Vollerhebung wäre die 100%ige Erfassung der Untersuchungsmenge (Grundgesamtheit). Also z.B, alle Wahlberechtigten Bürger der BRD, oder alle ALG II Empfänger. Da man das aus verschiedenen Gründen nicht kann, oder es nicht nötig ist, wird die Stichprobe gemacht. Die muss aber zufällig sein. D.d. jeder muss die gleiche Chance haben in die Stichprobe zu kommen.
Analog zu dem Warenkorb heißt das: Eine Vollerhebung, um die es sich, wie sie glaube, hier handelt, ist es aber nicht, weil sie dann ALLE Preise von ALLEN Wahren/Dienstleistungen berücksichtigen müssten. Es wird hier auch keine Stichprobe gemacht. Denn die Güter und Dienstleistungen werden nicht zufällig gewählt, sondern nach dem Quoten-Verfahren. Bestimmtes wird reingenommen, und bestimmtes nicht. Das führt zu einer massiven Verzerrung.

Germany on Hearts: Inflation auf dem Aktienmarkt

"Aktienkurse haben natürlich nichts mit der Inflation zu tun."

Wenn ich Inflation als Preissteigerungsrate betrachte und nur den Markt der Aktien betrachte, dann steigen da die Preise stärker als der innere Wert der jeweiligen Aktien. Warum? Weil immer mehr Geld in diesen Markt strömt, unabhängig von der Rendite.

Das Gleiche erleben wir bei Immobilien. Immer mehr Geld strömt dorthin, selbst wenn die Rendite über die Mieten kaum noch die Rede wert ist.

Mit einer Inflation im Sinne des Verbraucherpreisindex hat das natürlich nichts zu tun, dennoch ist es Inflation im Sinne von Preissteigerung, denn der Aktienkurs ist der Preis der Aktie und der Preis der Immobilie ist ebenso ein Preis, der gewaltig gestiegen ist.

Rechne selber nach.

Upps ! Stimmt, da ist ein rechenfehler drinn....

Derzeigiges Gehalt : 16.086,- € welches laut der Nachricht " http://www.tagesschau.de/inland/steinbrueck-kanzlergehalt100.html" bis mitte des Jahres um 930,- € auf 17.016,- € steigt.

Hier der Dreisatz :
16.086 = 100% / 1% = 160,86
Steigerung 930,- €
930/ 160,86 ~ 5,78 %
oder anderst herum 16.086 + 5,78% = 929,77 €

Dazu kommt dann noch die steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung von ~ 1000,-€ also ist die Steigerung, dann Prozentual gesehen noch etwas höher.

@Visitor2

Die Dienstauf.entsch. hat aber mit der Erhöhung nichts zu tun. Solche Zahlungen sind keine Einkommen, sie sind direkt mit der Amtsausübung verbunden. Immerhin, netter Versuch.

@Trecker

Geldanlagen wie Aktien sollte man nicht in die Inflationsrate einrechnen, weil es sich dabei nicht um Waren oder Dienstleistungen handelt. Es wäre auch deshalb nicht besonders sinnvoll, weil bei einem Kurssturz eine Deflation angezeigt würde, obwohl die Preise für Verbrauchsgüter im Schnitt vielleicht gar nicht fallen.

Außerdem ist bei Aktien der "innere Wert" immer identisch mit dem Kurs. Denn das ist der Preis, zu dem momentan wirklich gekauft und verkauft wird. Gefühlte Aktienwerte sind nicht sinnvoll.

@HamburgerHumanist

Die Vollerhebung war im Hinblick auf alle Waren und Dienstleistungen gemeint.

Sie schreiben:
Denn die Güter und Dienstleistungen werden nicht zufällig gewählt, sondern nach dem Quoten-Verfahren. Bestimmtes wird reingenommen, und bestimmtes nicht. Das führt zu einer massiven Verzerrung.

Verzerrung würde ich nicht sagen, eher statistische Mittelung. Das ist auch dem statistischen Bundesamt durchaus bewusst. Auf destatis.de findet man einen individuellen Inflationsrechner, in dem man seinen Warenkorb eingeben kann.

@NonServiam

Nein, Hamburger Humanist hat nicht recht, weil alle Parteien, die für eine Preissteigerung verantwortlich wären, nicht mehr Geld besitzen.

Der Clou ist, dass "im Umlauf" eben nicht bedeutet dass in der Bilanz einer Bank eine Zahl auftaucht. im Umlauf bedeutet, dass die Marktteilnehmer dieses Geld zur Verfügung haben.

Zu gut deutsch: Wenn eine Bank das Geld in ein Casino trägt, ändert dies nichts an der Inflation. Verkäufer von Lebensmittel, Energie etc und Käufer werden dadurch nicht beeinflusst.

Die These, dass Inflation nur eine aus den Fugen geratenes Aggregat von Gütermenge und Geldmenge ist, ist nicht nur Volksverdummung sondern wird auch zur politischen Agitation benutzt. Ich kann nur davor warnen diesen kleinen aber Feinen Unterschied zu nutzen, um seine unbegründeten Ängste vor Uromas Hyperinflation zu nähren. Wir haben weitaus dringendere und schlimmere Probleme, und wenn der Spiegel noch so oft einen schmelzenden Euro auf sein Cover klatscht.

@Germany on Hearts: Aktienwert und innerer Wert

Laut Gablers Wirtschaftslexikon repräsentiert der innere Wert einer Aktie "im Unterschied zu ihrem Börsen- bzw. Marktwert den wahren bzw. objektiven Wert einer Aktie".

Daher ist ihre Aussage falsch, dass der innere Wert immer identisch mit dem Kurs wäre. Der Kurs entsteht nämlich durch Angebot und Nachfrage der Aktien und selten oder nur langfristig durch die ökonomische Kraft der Firma.

Und genau deswegen kann Geld, das zusätzlich auf den Aktienmarkt strömt, eine Blase auslösen, eine Preissteigerung, also eine Inflation auf diesem speziellen Markt.

Inflation sehe ich nicht....

...eher eine Stagflation. Steigende Preise bei weniger stark steigenden, stagnierenden und sinkenden Löhnen. Aus meiner Sicht ist die Inflation eine Entwertung des nominalen Geldwertes, d.h. Löhne und Preise steigen in gleichem Maße. In unserem System nimmt aber der Wert des Geldes für 80% der Bevölkerung kontinuierlich zu, da sie immer weniger davon besitzen. Das ist eine paradoxe und sehr gefährliche Situation, die in eine Deflation enden kann.

ALG 2 Empfänger

erhalten nicht nur 5 € im Monat mehr, sondern die Mieterhöhungen und Steigerung der Heizkosten werden auch übernommen. Steigt bei einem ALG 2 Empfänger Miete und Heizung um 20 €, bekommt er 25 € mehr pro Monat.

Bekommt ein ALG 2 Empfänger 750 € im Monat sind das 3 %.

@ nana

Inflation bedeutet nur Preissteigerung???
Gut aber falsch gebrüllt Löwin oder auch Löwe.
Inflation ist Geldentwertung, steht auch so im aktuellen Duden und stand auch schon 1951 so in meinem Sprach-Brockhaus.
Anders ausgedrückt:
Für die gleiche Ware oder Leistung müssen Sie immer mehr Geld bezahlen.
Und die EZB schießt das neu gedruckte Geld auch nicht auf den Mond. Täte sie es doch mal, dann hätten wir außer der sinnlosen Verschwendung von Produktionskosten keine weiteren Nachteile.
Nein, sie pumpt das Geld in den Wirtschaftskreislauf. Und weil das so ist, wird das schon vorhandene Geld immer wertloser, da immer mehr zusätzliches Geld ohne Gegenwert vorhanden ist.
Die Zeiten, in denen dem Geldwert ein adäquater Gold-und Silberschatz gegenüber stand, sind schon lange vorbei.
Die heute gebräuchlichen Buchwerte sind daher weitgehend eigentlich Falschgeld. Schulden anhäufen ist daher einfach geworden.
Hoffen wir mal, dass diese Blase nicht eines Tages platzt.

2% ? .. das ist nur die halbe Wahrheit

denn der "Warenkorb" mittels dem die Inflationsrate berechnet wird, berücksichtigt all die "schönen " Dinge NICHT, mit denen Menschen ihr Erspartes, vor Weichgeld-Draghulas Politik in Sicherheit bringen können.

Gold, Immobilien, Aktien etc. erleben einen Preisschub, der sich gewaschen hat.
2% Inflation ist nicht mehr als ein €kratisches Ammenmärchen. Draghis "dicke Bertha" geht nach hinten los!

Diesmal ist es kein wirklicher Krieg um den es bei "Berthas" Einsatz geht, sondern "nur" unser Erspartes.

Oder gibt es hier im Forum noch jemanden, der real bei seinen "Geldanlagen" kein "Geld verliert"?

Es ist trotzdem ein zusätzliches Einkommen....

Ich hätte auch gerne so eine Entschtschädigung zu meinem Gehalt dazu. Natürlch Steuerfrei zu meinem Dienstfahrzeug mit Chauffeur, meinem bezahlten Urlaub, meiner Fahrzeugflotte/ Fliegerflotte, Dienstbekleidung inbegriffen.

Also ich hätte auch gerne einen Gehalt, den ich so wie er ist auf mein Sparbuch einbezahlen kann, da mir der Rest gezahlt wird.

Grundsätzlich verringert jede

Grundsätzlich verringert jede Vermehrung der Geldmenge den Wert des vorhandenen Geldes im Bezug auf die Waren; diese einfache Wahrheit sollte jedem einleuchten. Folglich besteht auch kein Unterschied darin wie man dies erreicht: Ob nun die Regierung große Edelmetallvorkommen erhält und daraus Münzen schlagen läßt, den Edelmetallgehalt der Münzen verringert, Papiergelddrucken läßt oder von den Zentralbanken Staatsanleihen aufkaufen läßt: Immer wird hier Geld erzeugt, welches zuvor nicht da war, was immer zu einer Geldentwertung führen muß.
Nutzen bringt aber eine Geldentwertung nur dann, wenn man damit einmalig die Staatsschuldenlast abwerfen möchte; benutzt man aber die Geldentwertung um die Staatsausgaben zu bestreiten, so wird es einem ergehen wie Simbabwe, wo man schon lange aufgehört hat das Papiergeld zu zählen, sondern dazu übergegangen ist dieses zu wiegen; womit das Geld gleichsam zu seinem Anfang zurückgekehrt ist und man wohl in Bälde wieder mit Edelmetallen handeln wird.

@mokdo

Dies ist so nicht richtig. Ich war damals und bin auch heute als Arbeitnehmer Hausbesitzer. Mir wurden nicht sämtliche Kosten erstattet. Da ich ferner Eigentümer von zu verwertbarem Vermögen war, hat man sich eine Grundschuld im Grundbuch gesichert. Ich darf also mein ALG II zurückzahlen. Meine Strom- und Heizkosten wurden nur bis zu der Summe übernommen, zu der der durchschnittliche Hauseigentümer die "genehmigte" Hausgröße besaß. Da mein Haus größer war, wurde nicht alles übernommen. Zahlen musste ich es dennoch. Somit musste ich mich verschulden. Ferner werden die Kosten für PKW + Steuern und Versicherungen ebenfalls nicht übernommen. Mobil soll man aber sein. Kurz: 664€ an "Einnahmen" standen ca 800€ - 820€ an Ausgaben gegenüber. Sie können sich natürlich denken, das sich nach 2 Jahren ALGII-Bezug eine nicht unerhebliche Summe an Schulden angesammelt hatte. Die Zinsen werden hierbei nämlich gerne übersehen. ;-)

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