Fragen und Antworten: Wie arm ist Deutschland?

20. Dezember 2012 - 11:06 Uhr

Was ist Armut und wie drängend ist dieses Problem hierzulande eigentlich? Darüber gehen die Meinungen denkbar weit auseinander. Wer ist am meisten von Armut betroffen und welches sind die größten Risiken? Und wie groß ist das Problem der Altersarmut? tagesschau.de hat wichtige Fragen und Antworten zum Thema Armut in Deutschland zusammengefasst.

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Kommentare

Arm ist , wer vor jedem Kauf in den Geldbeutel schauen muss

Und die Ungerechtigkeit liegt darin, dass sich Geld von selbst vermehrt. Aber arme Menschen, die keine Möglichkeit haben zu sparen, merken davon nichts.

Aber dafür gibt´s ja die SPD.
Jeder Arme muss einfach ein paar Vorträge halten, dann sprudelt schon das Geld.

Mangel an Hirn

Wir haben zudem einen Mangel an geistreichen Politikern, denn Menschen mit Hirn sind zu moralisch als die gesamte Bevölkerung anlügen zu können.

Die Republikaner kommentierten es so: "Wollen Sie offensichtliches schriftlich haben? Wofür?"

Da haben die völlig recht. Wofür diese Diskussionen? Es ändert sich doch überhaupt nichts. Es passiert doch überhaupt nichts. Die Menschen wehren sich nicht. Wer sich das gefallen lässt, der stimmt offensichtlich zu.

Schweigen ist Zustimmung.

arm ist Deutschland im

arm

ist Deutschland im Geistigen, da die Kunst und Kultur nur noch Mainstream und Kitsch prodziert, und die wirkliche Kunst in die Subkultur gedrängt wird, auch weil die einzelnen Künstler von der Existenznot geplagt sind wie alle anderen PRODUZENTEN

deshalb ist Deutschland arm auch am Sozialen, da es dasselbe mit Geld definiert und nicht mit echten Werten wie dass man keinen im Stich lässt, und Obdachlose in Kauf nimmt.

ich finde allein das ist arm.
Man sagt, nur wer arbeitet, darf essen.
DAS IST ECHT ARMSELIG.

so ist Deutschland auch arm im Seelischen.

Deutschland , zählt nur aufs Geld, und schaut nur aufs Materielle. Das ist arm. Man hat so viel, aber bleibt trotzdem arm, im Verstand, durch all das Lügen und Betrügen geht auch das Gewissen flöten.

Deutschland, ein armes Land.

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern ...

... aber die Regierung windet sich hin und her!

Dabei ist schon jetzt offensichtlich: Viele Menschen, ob jung oder alt, sind bereits jetzt arm.

In Zukunft werden es noch viel mehr sein.

Da kann man gern diskutieren, ob 15.5% oder 19.5% der Deutschen von der Armut bedroht sind.

Ein kleiner Krisenschub und es kommen wiederein paar dazu, bis wir in ein paar Jahren bei 25 oder 30% stehen.

Und das soll kein Problem oder zumindest kein akutes Problem sein?

Aber mal im ernst - wer keine ausreichende Rente erarbeiten konnte, aber eingezahlt hat - soll Zuschüsse bekommen, wenn er/sie ZUSÄTZLICH PRIVAT VORGESORGT hat?

Wo kommt denn wohl die geringe Rente her? Hmmm?

Könnte es etwas mit GERINGEM VERDIENST zu tun haben?

Wer wenig Verdient, soll bei unaufhörlich steigenden Kosten aber bitte noch Geld haben, um regelmäßig eine Altersversorgung aufzubauen?

Wie schizophren hört sich denn das an?

Bei DEN Politikern ist jede Hoffnung auf Besserung fehl am Platz!

na solange

Genug geld für die griechen da ist ist ja alternativlos alles gut! Wen interessiertin dieser regierung das eigene volk

Arm ist man, wenn man eine 40 Std. Arbeitswoche...

Arm ist man, wenn man eine 40 Std. Arbeitswoche hinter sich hat und nach Feierabend bei der Tafel ansteht oder kein warmes Essen auf den Tisch hat. Leider kommt es in Deutschland vor! Gruss

P.S. Das Leben in Deutschland kostet Geld

Minimaleinkommen: wichtiger Grund für Altersarmut

in meinen Augen ist das Fehlen eines Mindestlohnes ein wichtiger Grund, weshalb Altersarmut verstärkt auftreten wird.
Das wird der Steuerzahler tragen müssen. Schon jetzt macht er das, indem er aus Steuergeldern die Harz IV-Aufstockung für Leute bezahlt, die Stundenlöhne unter 8,- bekommen. In Zukunft wird er dann, wenn diese Leute in Rente gehen, aber aufgrund ihres minimierten Einkommens zuwenig Altersvorsorge zahlen konnten, dies über Zuschüsse zu Renten weiter subventionieren.
Eigentlich ist das aber eine Subvention für "Arbeitgeber", die unter Existenzminimum zahlen.

Die existierende Regierung wird nie etwas daran verändern, hoffen wir auf die Wahlen im September.

@ Gandhismus - Wie kommen Sie darauf?

Sie schreiben:
"Man sagt, nur wer arbeitet, darf essen.
DAS IST ECHT ARMSELIG.
so ist Deutschland auch arm im Seelischen."

Wer sagt das denn?
Sie unterstellen den Deutschen eine Einstellung die real bei der Mehrheit der Bevölkerung so nicht existiert. Man sollte bitte nicht von sich selbst auf andere schließen!
Es gibt mit Sicherheit bei einer menge Menschen eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber den Problemen anderer Menschen, insbesondere auch bei dem Thema Armut. Das ist dann schon eine Art von geistiger Armut. Aber solch einen dummen Spruch wie "nur wer arbeitet darf essen" haben ganz sicher nur eine kleine Minderheit im Kopf!

Was ich bei der Definition von Armut sehr problematisch finde ist die einfache Formel "unter 60% vom Durchschnittseinkommen". Wenn ein paar Großverdiener den Durchschnitt nach oben ziehen gelten plötzlich Menschen als arm die vorher noch Mittelstand waren?
Das ist unsinnig und kann kein Maßstab sein.

Arm...

Wenn ich eine Villa mit 1.000 qm und 10 Porsche besitze und meinen Unterhalt mit Goldbarren bezahle bin ich arm ...

Einkommen habe ich ja keine :/

Traurig aber wahr ^^

Aber wir jammern ja alle gern auf hohem Niveau

Besonders gerne natürlich an Weihnachten, wenn man nur ein Geschenk für 100 Euro bekommt.

Fragen und Antworten: wie arm ist D.

-Arm ist ,

wer am Normalen "Leben" nicht mehr teilnehmen kann .

Diese sog. Armutsschwelle liegt weit ü. den

H-4- Satz, und auch über den Grundsicherungssatz ,

Der Grundsicherungssatz (gibt es bei Renteneintritt,
wenn d. Rente unter einer bestimmten Schwelle liegt)
ist die verkappte Sozialhilfe im Alter, jedes Jahr
Neuen 20 Seiten-Antrag usw. ,erst muß d. Letzte spar-
groschen verbraten sein, sonst gibts garnichts .

Welche ein perfides Denken d. amtierenden Politiker,
die sich selber d. Taschen vollschaufeln !

Armut ist kein Verstoß,...

...kein Versehen und kein Vergehen am guten Zweck um den es "eigentlich" hier zu gehen hätte, nur irgendwie nie geht.

Armut und Not ist überhaupt das Mittel, die Leute dazu zu bringen jeden Tag bei jemandem anzutanzen, dem sie gegen ein Almosen auf immer höherem (!) Niveau tolle Sachen herstellen dürfen.

Vernünftigerweise würde sich niemand freiwillig dazu entschließen, sich von den Produkten seiner Arbeit trennen zu lassen. Nur die Trennung von allen Mitteln zur Herstellung der Dinge die man so braucht zwingt Leute überhaupt dazu.

Insofern ist Armut total produktiv und geradezu notwendige Vorraussetzung für diese Produktionsweise.

BITTE??

"nicht mindestens jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit einnehmen können"
Ist das ein Druckfehler?
Nur jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit?
Wer das so formuliert hat, sollte mal nur jeden zweiten Tag vernünftig essen, und zwar solange, bis er darum bettelt, diesen Satz korrigieren zu dürfen!

Geschuldet dem neoliberalen Kapitalsmus

ohne Grenzen und Einhalt. Das ist erst der Anfang. Die große Armutswelle steht uns noch bevor. Wenn jetzt schon nicht mehr der Lohn reicht, um sein extentielles Auskommen zu bestreiten, dann ist das nichts anderes wie Armut. Eine Armut ist auch unser politisches System, das nicht anders funktioniert wie die Heuschrecken im Kapitalismus. Wir benötigen eine grundlegende Veränderung der Gesellschaft und der Politik bevor es zu einer nichtgewollten Veränderung durch Not und Armut kommt.

armut

wie kann es sein, das man bei arbeit noch weniger geld hat als wenn man beim amt liegt. die löhne sind so niedrig, das es mit den kosten zur arbeit nicht mehr lohnt. wenn sie staat dessen ordentich kinder haben verdienen sie beim amt mehr als wenn sie zur arbeit fahren. es ist den leuten nicht mehr egal, das sie für arbeit zeit und geld aufwenden müssen und es sich am ende nicht lohnt zu arbeiten.

meine herren

mann muss es sich leisten können arbeiten zu gehen.

Arm ist man wenn...

...man von seinem Lohn nicht mehr ohne Tafel etc. leben kann.Das passiert immer häufiger und zwar unter Mithilfe unserer tollen Politiker die leider immer noch nicht begriffen haben,das sie fürs Volk da sind und nicht um sich durch gute Lobbyarbeit die eigenen Taschen zu füllen.
Wenn Betriebe und Großkonzerne auf nur einige Prozent ihres Gewinnes verzichten könnten (und das geht locker)und stattdessen das Geld in bessere Löhne investieren würden dann ginge es einigen hierzulande bestimmt besser.
Aber leider herrscht eine Ausbeutermetalität vor die sich an markigen Werbesprüchen wie "Geiz ist geil" orientiert.
Dazu noch der stetige Sozialabbau in diesem Land und schon schafft man sich eine Gesellschaft die irgend wann mal die Schnauze gestrichen voll hat und nicht mehr nur demonstriert.

altersarmut

tja so ist es nun mal. da arbeitet man vierzig jahre und es kommt nicht mehr dabei rum, als wenn man gleich zum amt geht.

@dersprecher

"Und die Ungerechtigkeit liegt darin, dass sich Geld von selbst vermehrt. Aber arme Menschen, die keine Möglichkeit haben zu sparen, merken davon nichts."

Das stimmt ja nicht. Geld vermehrt sich nur wenn es investiert wird. Der risikolose Zins liegt unter Inflationsniveau und dieser "Ertrag" wird zudem noch besteuert wenn die Summe steigt.

Wenn es so einfach wäre reich zu werden, könnte sich jeder einen Kredit nehmen und loslegen....

Wenn Sie sich beschweren, dass arme Menschen die nichts haben nicht sparen können stimmt das natürlich, aber die Aussagekraft ist gleich Null weil ein Naturgesetz.

@Gandhismus

"deshalb ist Deutschland arm auch am Sozialen, da es dasselbe mit Geld definiert und nicht mit echten Werten wie dass man keinen im Stich lässt, und Obdachlose in Kauf nimmt."

So ein Blödsinn: Deutschland ist ein Land welches im internationalen Vergleich seine ärmeren Mitbürger am wenigsten im Stich lässt. Was erwarten Sie noch ausser dass man frei verpflegt, untergebracht, krankenversichert, eingerichtet und eingekleidet wird? Am besten noch einen persönlichen Sozialarbeiter der jeden in seine Familie aufnimmt?

Wer obdachlos ist, der will es so!

Deutschland eins der reichsten Länder der Erde!

@denkerundlenker

"P.S. Das Leben in Deutschland kostet Geld"

Aber es kostet eigentlich zu wenig, denn diejenigen, die die billigen Nahrungsmittel und Dienstleistungen für einen Hungerlohn anbieten können selbst kaum davon leben....

Realitätsverlust bis Ignoranz

Ein grundliegendes Problem ist, dass wahrscheinlich niemand von uns, insbesondere von den Jüngeren, 30 oder 40 Jahre lückenlos arbeiten werden. Vorboten sehen wir in Südeuropa: über 50% Jugendarbeitslosigkeit, über 25% Arbeitslosigkeit. Andere sind zur zeitweisen Freiberuflichkeit genötigt (z. B. "Ich-AG"-Unsinn) und werden infolgedessen nicht auf die nötigen Beitragsjahre kommen.

Wenn Politiker den pseudoelitären Freunden aus Finanzwirtschaft und Industrie folgen, werden kranke Entwicklungen, beispielsweise die Globalisierung mit ihren vorrangig negativen Folgen (Ausbeutung/Kinderarbeitslosigkeit in China, Indien, Bangladesch, Vietnam undundund, "Wachstum" auf Kosten von Natur/Klime und der Schwächsten) als "Chance" sehen, offenbart dies eine grenzenlose Ignoranz. Christliche Werte werden mit Füßen getreten.

Freie Märkte für unfreie Menschen - in der BRD, in Europa und in Entwicklungsländern. Altersarmut wird in wenigen Jahrzehnten zu gravierend mehr Suiziden führen. Danke Politiker

@Bernd1

"Was ich bei der Definition von Armut sehr problematisch finde ist die einfache Formel "unter 60% vom Durchschnittseinkommen". "

Deshalb wird auch oft das Medianeinkommen gewählt...

Der relative Armutsbegriff ist ohnehin Unsinn, denn per Definition ist IMMER ein gewisser Anteil der Bevölkerung arm gemessen am Durchschnitt- die einzige Ausnahme wäre ein System wo alle exakt das gleiche Einkommen hätten. Somit kann auch ein Mindestlohn das nicht beheben (wie von einigen Usern hier gefordert), denn per Definition wären die Bezieher des Mindestlohnes immer unterhalb der Armutsschwelle.

Wenn man sich weniger neidbehaftet an den anderen orientieren würde, sondern auf das besinnt was man selbst hat, dann verliert man einiges an geistiger Armut...

Mit meinem Netto-Gehalt gelte ich in D als reich und in CH als arm- obwohl die Lebenshaltungskosten insgesamt vergleichbar waren (nur anders zusammengesetzt). Alles ist halt absolut relativ.

Die Meinungen gehen zu Recht auseinander

"Deutschland" als homogene Struktur gibt es nicht. Die Aufspreizung unserer Gesellschaft ist enorm.

Tatsache ist (siehe Vermögensverteilung), dass ein Großteil der Bevölkerung quasi mittellos ist und von der Hand in den Mund lebt. Ein Teil davon ist auf Zuwendungen angewiesen.

Ebenfalls eine Tatsache ist, dass ein kleiner Kreis in fast unverstellbarem Luxus schwelgt.

Ebenfalls Tatsache ist, dass beides erarbeitet werden muss. Teilweise sind die hierfür zuständigen "Leistungsträger" nicht ganz mittellos, von Wohlstand im Sinne der Freiheit von existenziellen Sorgen jedoch weit entfernt.

@Tobias83

"Wenn ich eine Villa mit 1.000 qm und 10 Porsche besitze und meinen Unterhalt mit Goldbarren bezahle bin ich arm ...

Einkommen habe ich ja keine :/
"

Dann wären Sie einkommensarm, in der Tat. Dieser konstruierte Fall dürfte allerdings gar nicht vorkommen.

Was wollten Sie uns damit jetzt sagen?
Immerhin hätte diese fiktive Person einigen Porsche Mitarbeitern den Job gebracht und dazu noch so einige Millionen an Grund- und Mwst. in die Staatskassen gespült....

das ganze sytem ist doch

das ganze sytem ist doch diabolisch...niedrige loehne,billig Discounter machen riesen Profite,Harz4,und hohe mieten,Nebenkosten,Dogmen und perverser Wohlstand mit fetten Auto und das mit Hilfe des bankensystems,kreditsystem,zinsystem..die noch gut verdienen geben fleissig ihr deckungslose Geld aus...Ne Hilfe alles kaputt....und die Natur...???!..;)

Ich bin also Arm

Ich habe es bis jetzt nicht gewusst aber es ist laut Statistik anscheinend so: Ich war 2011 Arm und für 2012 sieht es nicht besser aus.
Komischerweise kümmert sich keiner der Parteien & Organisationen die sich um „Arme“ kümmern um mich. Es ist er so dass ich auf meinen Rechnungen sitzen bleibe denn mein Schuldner ist zu „Arm“ als dass ich seinen Mercedes pfänden dürfte.
Wer fühlt sich eigentlich in der Politik für Arme Selbstständige die auf ihren Rechnungen sitzenbleiben zuständig?

Wer fordert, dass Menschen, die nicht arbeiten

nicht arm sein dürfen, der hat das System leider nicht verstanden. Im Übrigen profitiert niemand, ob reich oder arm, davon wenn eine Mehrheit arm ist. Ein Problem für die Reichen entsteht nur dann, wenn alle gleich viel verdienen, und mal ehrlich wenn es so weit kommt, dann ist D am Ende! Mal davon abgesehen kann man von H4 sich jeden Tag eine warme Mahlzeit bereiten, wenn man weiß wie es geht. Das man von dem schmalen Geld nicht jeden Tag zum Amerikaner oder Italiener gehen kann sollte ebenfalls klar sein. Jammern auf hohem Niveau ist dem Deutschen auf den Leib geschneidert.Andererseits, wenn man nicht jammern würde, würden alle anderen kommen und einen die Hosen ausziehen bis man jammert. Aber auch der Neid ist ein wohl gesehener Gast. Jeder schielt auf das was der andere hat, egal wie viel man selbst hat. Ich freue mich einfach über das was ich habe und darüber, wenn es anderen gut geht. Und dass es all jenen den es schlecht geht nie etwas dafür können, daran glaube ich nicht.

Natürlich ist Armut politisch gewollt ...

... das ist doch ein Grundprinzip des Kapitalismus. Indem man Menschen in Armut hält oder sie mit Armut bedroht kann man sie zu unwürdiger oder schlecht bezahlter Arbeit bewegen.

@Skywalker

Es sind vielleicht nicht 98% arm aber das hochkommende Gefühl einer ungerechten Verteilung der Einkommen, die Dreistigkeit der Polit- und Finanzakteure lässt die Leute immer mehr an einer positiven Welt zweifeln. Das ist der Stoff aus dem die Revolutionen sind. In der DDR wurde 1986 auch "gejammert". 3 Jahre später war das System weg und keiner hätte jemals geglaubt, dass es so kommt.

Arm ist in Deutschland offensichtlich

wer sich kein Smartphone leisten kann, wer nicht ständig einen neuen flachbildfernseher und einen haufen überteuerte dvd kaufen kann, wer nicht dauernd essen gehen kann , wer nicht ein Auto jünger als 10 jahre fährt ...

Nun, dann bin auch ich arm. Aber gerade zu Weihnachten merke ich die Armut der Deutschen nicht.

Und mal ehrlich, ihr seid euch da oben ja alle fast einig, aber ist es nicht ein schöner neuer PC oder ein I-phone über das ihr euch gerade zu dem Thema furchtbar aufgeregt äußert???

Zyniker in der Politik abwaehlen - Gewollte Armut

Wenn Roessler davon spricht, dass die Schlecker Frauen jetzt halt einer "Anschlussvewendung" zugefuehrt werden muessen, ist das nicht nur extrem zynisch, sondern offenbart auch menschenverachtende Geisteshaltung der Politiker: Sachen, aber niemals Menschen, lassen sich "vewenden"!

Ich schliesse mich de EInschaetzung der Wohlfahrtsverbaende an, wonach "Wer hierzulande einmal in Not geraten ist, schlechte Karten hat, seiner Lage zu entrinnen" (http://www.jungewelt.de/2012/12-19/053.php).

Diese Entwicklung vom Sozial- zum Almosenstaat ist politisch gewollt und seit 1989, dem Wegfall der Systemkonkurenz, Programm bei den Parteien des neoliberalen Kartells.

Wer bestimmt denn, wer arm ist?

Die, die ihren Hintern im Trockenen haben, die in verschiedensten Gremien und Organisationen hocken und dafür Diäten, Honorare und "Aufwandsentschädigungen" erhalten - ganz zu schweigen von sonstigen Nebeneinkünften, die im Alter mehrfach abgesichert sind, DIE bestimmen, wer arm ist????

Einfach Pervers!!!

@_SaarLänder_

Wenn doch Hartz4 so toll ist, dann können wir gleich anfangen ihnen ihren Lohn zu kürzen ...

Hm, ne wir erhöhen einfach die Steuern, so das jeder nur noch Lohn eines ALGII-Empfängers bekommt.
Die zusätzlichen Steuereinnahmen nehmen wir für die Begleichung der Schulden.

Btw wäre mir neu das wir eine Arbeitslosigkeit von 15,8% hätten.
Naja stimmt die Minijobs sind ja auch nichts anderes als Arbeitslose und die Aufstocker ... die können ja nicht einmal so arbeiten das sie es aus Hartz4 rausschaffen.
Meine Güte sind die faul.

Von einer großen Armut profitieren nur Reiche, denn sie können ihren Kindern eine besser Bildung ermöglichen und somit haben die Kinder weniger Konkurrenz.
Aber das wussten sie ja bestimmt, das Armut zu gleich zu schlechter Bildung führt und dies dann wieder zu Armut.
Darüber gibt es ja keine Studien ...
Ich glaube sie sind Arm.

Ich bin reich.

Bekomme 960 Euro Rente wegen Abzug des Versorgungsausgleichs.

Das sind, wie ich gelesen habe, 8 Euro mehr um nicht als Arm zu gelten.

Toll, ich bin reich.

Dieses Gewinsel ist ein Schlag ins Gesicht der wirklich Armen

Arm ist, wer weniger als 60% vom Durchschnittseinskommen hat? So, so.
Wie hier schon gesagt, wird es bei einer solchen Definition immer Arme geben, auch wenn alle Millionäre sind. Diese Beschwörung der Armut ist unehrlich und wird nur zur Stimmungsmache durch interessierte Kreise benutzt. Und die verquaste Definition der EU ist auch nicht viel besser.

Was man an steigender Armut gemäß der 60%-Definition allerdings ablesen kann, ist dass die Einkommensschere immer weiter auseinander klafft. Das sollte näher beleuchtet werden.

Im Übrigen ist das Gejammere über die Pseudoarmut und auch über die Hartz4-Sätze unerträglich, ansgesichts der vielen Menschen weltweit, die wirklich arm sind, die hungern und oft verhungern.

In der EU wohnen 7% der Weltbevölkerung, ihr Anteil an den weltweiten Sozialtransfers beträgt aber über 50%. Für Deutschland allein kenne ich keine Zahlen, die dürften aber noch eindrucksvoller sein.

Diese Armutsdiskussion hier bei uns geht in eine völlig falsche Richtung.

Re- Frank_Furter

Hochachtung vor ihrem Kommentar- Auf dem Punkt gebracht

@ flashback1975

"... perverser Wohlstand mit fetten Auto..."

Wie kommen Sie darauf, dass jemand mit einem "fetten Auto" reich sein muss? Die meisten PKW sind finanziert/geleast/Firmenwagen, also nicht (selbst)bezahlt. Es gibt viele Menschen denen das "fette" Auto wichtiger als solide Werte wie Wohneigentum oder Bildung der Kinder.

Wenn ich morgens zur Arbeit fahre, sehe ich Audi, BMW, Mercedes, Porsche neueren Baujahrs zuhauf. Ich bin noch nie daraufgekommen zu denken, deren Fahrerinnen/Fahrer seien reich! Aber vielleicht haben sich diese Leute das Fahrzeug einfach "verdient" durch ihre Arbeit?

Wenn ich z.B. in Frankfurt im Anzug aus dem Bahnhof komme, dann sehe ich die Blicke bestimmter Menschen, die meinen, "so einer" wäre reich und hätte ein sorgenfreies Leben. Aber es ist eben nur meine Berufskleidung.

Wir sollten also nicht aufgrund von außen sichtbarer Merkmale in eine Neid-Debatte abgleiten!

@skywalker

"Deutschland eins der reichsten Länder der Erde!" ja, monetär gesehen. aber leider arm an geist und hirn.

10 Millionen Arme in

10 Millionen Arme in Deutschland ? Wer schon mal im Ausland war, kann besser beurteilen, was arm sein bedeutet. 900 Euro im Monat sind selbst in der Slowakei, bei durchaus vergleichbaren Lebenshaltungskosten, ein gutes Einkommen. Ganz zu schweigen von Asien oder Afrika...

Aber selbst wenn alle in Deutschland Millionäre wären, würde es auf Grund der Definition von Armut, unter 60% des Durchschnittseinkommens, etwa 15-20% " arme Millionäre " geben.

@habu

offenbar leben Sie in einem anderen Land, denn auch hier in Deutschland verhungern Menschen und werden Obdachlos, weil sie durch Jobcenter sanktioniert wurden!
(Allein in 2012 über 1 Mio.!)

Machen Sie sich einmal die Mühe und lesen die Rechtsbehelfsbelehrungen, die vom Jobcenter verteilt werden (sind vielfach im Internet abrufbar)!

Dann erkennen auch Sie, dass es hier noch immer Gesetze gibt, die längst als verfassungswidrig gelten und
die Menschenrechte missachten.

Und selbst hoch qualifizierte Leute, die über 50 sind,
haben in diesem Land so gut wie keine Chance noch einmal einen Job zu bekommen, von dem man auch wirklich
noch leben kann.

Die Armutsberichte (selbst geschönte) zeigen das auf
eindrückliche Weise auf (auch wenn die BILD dagegen hetzen sollte).

DGB

Nu mal raus aus der Deckung und Leute solidarisieren, von paar 1.Mai Reden und viel Geschwafel kommt eben nix. Es gibt so viele Menschen die das politische System in D ankotzt und die Gewerkschaften sind noch nicht mal in der Lage dieses Potential zu nutzen im Mindestlohn durch zu setzten....

Unser Staat und angegliederte

Unser Staat und angegliederte Organisationen fördern Armut.
Beispiel gesetzl. Krankenkassen:
Wenn Sie als Selbständiger/ Freiberufler unter der "Mindestbemessungsgrenze" von 2021 €/Monat (vor Steuern!) liegen, zahlen Sie trotzdem so viel als hätten Sie 2021, nämlich 374,94 €.
Wenn Sie über der "Höchstbemessungsgrenze" von 3937,50 €/ Monat haben, zahlen Sie immer 691 € - auch wenn Sie das Doppelte oder Dreifache der Höchstgrenze haben.
Das ist nicht nur krank, das ist kriminell!

Vergleich Schweiz: Krankengrundversich. ist obligatorisch für alle und kostet rund 200 €, dabei wird - in engen Grenzen - ein Selbstbehalt verlangt. Zusatzversich. flexibel.
Kanada:
Grundsicherung obligatorisch für alle, abhängig von der Provinz, aber rund 60 Kan.$ = 46 €/ Monat! Zusatzversich. flexibel.
Als von Armut bedroht gilt in der Schweiz: Single bei 2400 CHF Monatseinkommen, 4-köpfige Familie bei 5100 CHF. Das Leben ist teuer in der Schweiz - aber im reichen Deutschland sind die Zustände beschämend.

relative Armut

In der Tat ist die staatliche Statistik an dem Medianeinkommen angelegt und nicht am Durchschnitt. Somit wäre es für die Armutsgefährdung völlig egal ob die 100 reichsten Deutschen auswandern, oder nicht. Das beträfe nur das Durchschnittseinkommen.

Wenn alle Millionäre wären in Deutschland gäbe es keine Armen? Nein wenn alle Millionäre wären, hätten wir eine Währung ähnlich der Italienischen Lira. Es gibt in jeder Gesellschaft Menschen die in so starker finanzieller Abhängigkeit sind, das sie a) nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, und b) gezwungen sind um sich über Wasser zu halten die (für diese Gesellschaft) niedrigsten Arbeiten zu verrichten. Wenn alle Millionäre sind, werde ich niemanden für 5 € beschäftigen können, aber trotzdem muss gearbeitet werden.
Die Armut wird eben gemessen daran wie wenig teilhabe an der Gesellschaft der Person möglich ist, bzw. wozu man gezwungen ist. So wird sicher kein normaler Mensch für 4,50€ freiwillig arbeiten.

absolute Armut:

Die Weltbank definiert jemanden als Arm, der weniger als 1,25 PPP-US-Dollar pro Tag zur Verfügung hat.

Nun versucht die Definition bereits nicht einfach einen Wechselkurs zu nehmen, ist jedoch nah dran. Das Problem bleibt immer das gleiche, selbst mit einer solchen Kaufpreis Anpassung, wird man in einem Entwicklungsland mit gleicher Kaufkraft mehr erreichen können. Warum? Es ist nicht mögliche alle Menschen eines Landes in Obdachlosigkeit zu halten, meist kann ich mir in den ärmsten Regionen eine Hütte aufstellen und dort leben. Hier würde ich vertrieben werden. Nun ist dort auch auch meist der Zusammenhalte größer, weil so viele Menschen wenig haben, ist es kein Stigma.

Was ich sagen will, jemand ist sicherlich Arm mit weniger als 1,25 PPP-US-Dollar, trotzdem ist er in einigen Regionen der Welt damit reicher als in anderen.

Die offizielle Statistik spricht daher ja auch nur von Armutsgefährdung, weil wir davon ausgehen, das echte Armut durch die Sozialsysteme abgefangen wird.

@lebach

952 vor Abzug aller Kosten. Wenn ich nach Abzug aller Kosten, also für Nahrung und Luxus 350 € im Monat habe, dann würde ich mich nciht als arm bezeichnen.

11:39 -JonasundderWal -Wo kommt denn wohl die geringe Rente her?

Solang diese Parteien von CDU/FDP und SPD/Grüne die Macht haben,wird sich nichts ändern.

Wenn man Kanzlerin und Arbeitsministerin und deren wechselseitigen verantwortlichen Parteien zu hört, weiss man, dass Besserung für ein besseres soziales Miteinander ausgeschlossen wird.

Sie haben auch erkannt,daß es bessere Renten und Gesunheitssysteme,für die seit langem anstehenden Probleme gibt.

Der Hinweis von Kanzlerin und Arbeitsministerin,dass die Väter unseres Grundwertesystems sich für die beitragsfinanzierte Variante bei der Rentenbemessung entschieden haben,macht die Ignoranz dieser Beiden, allein schon hier überdeutlich.

Man weigert sich eine steuerfinanzierte Mindest-, und Höchstrente einzuführen,obwohl durch wissenschaftlich technischen Fortschritt,Produktion und Gewinn, mit immer weniger Arbeitskräften höher wird.

Ja,mehr noch!

Man benützt die demografische Angstmache,zu immer mehr Leistungssteigerung bei denen die Arbeit haben und fälscht die Statistig mit Vollarbeitsplätzen.

@12:54 — TheodorTugendreich

"Steuern erhöhen und Umverteilen? Wer soll mit welchem Kapital Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen?"

--> Ist bei Ludwig Erhard - Stichwort "Soziale Marktwirtschaft" - nachzulesen.

Werner40

Es ist doch schon wahnwitzig, die BRD mit Afrika, der Slowakei, Asien oder armen Ländern in der ganzen Welt zu vergleichen.

Wissen sie, dann waren ja alle Italiener vor der Euroeinführung richtig reiche Leute. Allerdings in Lire.

Sie vergleichen hier Äpfel mit Birnen.

@lebach

Von knappen 1000€ wird verlangt:

-Familie gründen
-Haus bauen
-Privat vorsorgen
-teuer konsumieren mit Öko und Bio

Mit 1000€ kommt schon jetzt kaum noch über die Runden und Hartz4 bedeutet lediglich vegetieren.

Dann stellen sich die Intelligenzbestien ins Fernsehen und frage allen ernstes, warum die jungen Menschen keine Kinder mehr kriege. Könnte vielleicht daran leigen, dass man denen keine Zukunft bieten kann.

Die Zerschlagung des Sozialstaates begann vor 23 Jahren!

Stueck fuer Stueck wird seit ueber 20 Jahren unser Sozialstaat demontiert. Bald ist nichts mehr davon uebrig und schon sinniert Angela Merkel ueber das Ende des Wohlfahrtsstaates!

Die Jungen wissen nicht, was ihr Eltern einmal hatten- was ihnen genommen wurde! Und sie waehlen brav diejenigen, die dafuer verantwortlich sind!

Die neoliberale Politik der letzten 20-30 Jahre hat ihren Ausgangspunkt in der Chikagoer Schule von Milton Friedman in den USA. Naomi Klein(naomiklein.org), eine anerkannte kanadische Journalistin, beschreibt in ihrem Buch "Die Schockstrategie" sehr präzise und gut recherchiert die Zusammenhänge zwischen dem sozialen Kahlschlag, dem Abbau von Grundrechten, den Folterregimen dieser Welt und dem Liberalismus.

Ich kann dieses Buch nur allen empfehlen, die verstehen wollen, warum und wie alle Bundesregierungen der letzten Jahrzehnte unsere Republik zurück ins 19. Jahrhundert führen wollten bzw. wollen. Danach weiß man, wen man nicht me

@ Tanguero

"... offenbar leben Sie in einem anderen Land, denn auch hier in Deutschland verhungern Menschen und werden Obdachlos, weil sie durch Jobcenter sanktioniert wurden!
(Allein in 2012 über 1 Mio.!) ..."

Diese lächerliche Behauptung entbehrt wohl jeder Grundlage! Wieviele Menschen verhungern in Deutschland und wie viele werden obdachlos? Es braucht niemand zu verhungern, es sei denn er möchte es!

Und das Jobcenter ist schuld, wenn Hartz4-Empfänger sich nicht an die vereinbarten Bedingungen halten, unter denen die Arbeitnehmer bereit sind, ein Teil ihres schwer erarbeiteten Geldes zur Verfügung zu stellen?

Ich hoffe sehr, Ihre Meinung ist ein Einzelfall...!

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