Kommentare

debatte um steigende strompreise:

kein wunder, dass die preise steigen. schließlich wurde der strommarkt privatisiert. da sind steigende preise schon fast pflicht.

ich bin gespannt wir der herr oettinger z.b. der französischen atomlobbyregierung deutsche windräder schmackhaft machen will!

Die Fakten sind doch klar ...

... Oettinger for Atomstrom.
... Rösler for Ökostrom.

Schreibt mal endlich ein Journalist darüber wer welchem Politiker das Geld in die Tasche steckt?
Eines ist allen klar - wir die Verbraucher zahlen die Zeche: Den "teuren" Strom - die "nötigen" Preiserhöhungen und die "Schmier"-Gehälter für die Politiker.
Alles klar Kienzle - Noch Fragen?

Wie ist das denn gemeint?

Sprechen sich andere Länder mit D ab, wenn sie über ihre Energieversorgung entscheiden?
Oder meint er nur, dass es Länder gibt, die diesen Stromüberschuss auf Grund ihrer natürlichen Gegebenheiten speichern könnten und einbezogen werden sollten?
Das letzte fände ich gut, aber nicht in Verbindung mit Abbremsen.

Ps. Strom wurde noch nie billiger. Nicht mal nachdem die AKWs ans Netz gegangen sind.
Kernkraft ist zwar auch ganz toll, aber Uran wächst nicht auf Bäumen nach und wir haben immer noch kein Endlager… Seit -zig Jahren nicht. Was soll sich daran ändern?

Machen wir uns doch nichts vor ...

... wir wussten alle, dass uns die Energiewende teuer zu stehen kommen wird. Von nichts kommt nichts, und deshab ist es auch vollkommen in Ordnung, dass der Strom teurer wird. Dass die Antwort jetzt aber eine Verlangsamung der Wende (Zertifikatekappung verhindern, EE-Ausbau drosseln) sein soll, kann ich nicht nachvollziehen. Wir wollten doch unser Klima retten, oder hab ich da was falsch verstanden? Wieso redet Öttinger da von einer Verlangsamung des EE-Ausbaus, wenn er auch eine Beschleunigung des Netzausbaus fordern könnte?

Labernde Lobbiysten hetzen gegen die erneuerbaren Energien

Angeblich steht ja die grossartige "Klimakanzlerin" für eine europäische Energiepolitik seit 2007. Ich kann mich aber bei der Beschreibung energiepolitischer Ziele nur an Phrasen wie "im Durchschnitt" erinnern.

Jetzt, wo die erneuerbaren Energien konkurrenzfähig werden, kommen solche Hertztiraden.

Eine Rösler-Aussage, die eigendlich jeden weiteren Kommentar dazu erübrigt, ist die im genannten Interview ("Berlin direkt", ZDF, 16. 12. 2012, 19.10 Uhr) aufgestellte Behauptung, jede politische Einflussnahme würde das marktwirtschaftliche System des CO2-Zertikatehandels zerstören, deshalb seien Forderungen nach einer Verknappung der Zertifikate zurückzuweisen. Der Zertikatehandel wurde von der Politik eingeführt, wer hätte es sonst machen sollen? Auf welcher Rechtsgrundlage und mit welchem Interesse? Allerdings hatte er nie die ökologisch nötige Steuerungswirkung (Beleg wegen der 1000-Zeichen-Grenze nicht möglich).

Strompreiserhöhungen, Steuereinnahmen und Inflation

Wenn der Strom überall deutlich teurer werden würde, rechnet es sich viel deutlicher für Privatpersonen, Strom selbst herzustellen. Also macht den Strom nur teuer genug und die Bürger werden früher oder später den großen Stromkonzernen den Rücken zukehren, kommunale oder private Stromerzeugung organisieren. Dann kommt die echte Energiewende!

An dem oben genannten Beispiel der Stromerhöhungen merkt man lehrbuchhaft, wie Inflation dem Staat hilft, sich zu entschulden. Nicht nur, dass er bei höheren Preisen mehr Steuern einnehmen kann, wenn alle Preise irgendwann gestiegen sind, ist auch die Schuld weniger wert. Das klappt aber nur, wenn nicht noch neue Schulden hinzukommen oder Ausgaben getätigt werden, die aufgrund der gestiegenen Preise dann teurer werden. Also kann das genauso nach hinten losgehen.

Gleichzeitig wird aber mit Sicherheit jeder ärmer, der nicht in gleichem Maße seine Löhne anpassen kann.

Privatisiert

Der Strompreis ist nach der Liberalisierung 1998 von über 17c auf unter 14c gefallen. Seit 1991 gab es ein marktnahes Stromeinspeisegesetz, verabschiedet von der Regierung Kohl. Die Preise richteten sich nach dem Durchschnittspreis (75-90%) beim Letztabnehmer (z.B. Stadtwerke).
Mit dem neuen EEG ist er allerdings seit 2000 wieder kontinuierlich auf über 25c gestiegen. Der EEG- Anteil ist ebenfalls gestiegen. Er lag 1998 bei 0,08Cent. 2012 liegt er bei 3,59Cent, ab 2013 bei 5,28Cent (alles pro Kilowatt). Der gesamte Abgabenanteil am Strompreis stieg seit 1998 von 24,5% bis 2012 auf 45,4%.
Das ist keine Folge der Privatisierung sondern von Planwirtschaft.

@1420MHz: Klima retten

"Wir wollten doch unser Klima retten, oder hab ich da was falsch verstanden?"

Rettet die Energiesparlampe mit nervengiftigen Quecksilberdämpfen, die zu 80 Prozent falsch entsorgt und nicht von der Industrie zurück genommen wird, unser Klima? Rettet das Verbot der weniger giftigen Glühlampe das Klima? Wie teuer und klimatisch aufwändig ist die Entsorgung von Solarpanelen? Wenn wir Industriestaaten ca. 10 Prozent der Weltbevölkerung ausmachen, aber 60 Prozent der Ressourcen verbrauchen, wie scheinheilig und heuchlerisch klingt es, wenn wir vom Klima fabulieren?

Alle Aktionen und Gesetze, die in letzter Zeit das Klima retten sollten, sorgten nur für riesige Gewinnzuwächse in der jeweiligen Industrie. Bei den Leuchtmitteln kann das jeder selbst überprüfen, da darf man nun 10-100 mal mehr für Leuchtmittel ausgeben, die Freude in den Vorständen muss doch leicht vorstellbar sein, oder?

zu erfolgreich?

müssen wir den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland verlangsamen? Oder die Einbindung des EE Stroms und die Entwicklung bei unseren Europäischen Nachbarn beschleunigen?

Und wie wird ein 'marktwirtschaftliches System' die Kosten senken? Erneuerbare sind extrem kapitalintensiv, wichtig für die Stromgestehungskosten sind die Konkurrenz bei den Anlagenpreisen und die Renditeerwartung der Investoren. Die Konkurrenz unter den Anlagenanbietern ist ausserordentlich intensiv. Und für Investoren sind wegen der großen Rechtssicherheit und Planbarkeit durch das EEG die Einstiegshürden sehr niedrig. Es sind also viele Privatleute, Landwirte und Bürgergenossenschaften mit dabei, die bei 5-10% Renditeerwartung schon mitmachen.
Baut man jetzt durch z.B. das von Rösler favorisierte Quotensystem Markteintrittshürden auf, wird die Stromerzeugung wieder eine Sache der größeren Konzerne, mit Renditeerwartungen von 10 - 20%. Billiger wird es dadurch nicht!

Gruß
Jochen

Ich verstehe das auch nicht

Seit wann müssen wir uns für unsere Energiepolitik rechtfertigen?

Können unsere Europäischen Nachbarn einfach daherkommen und über uns bestimmen?

Das ist unser Land, unsere Gesetzte, wir bezahlen für unseren Strom.

Mir kann der ausbau nicht schnell genug gehen, um nicht abhängig von unseren Europäischen Nachbarn zu bleiben, die ja sehr teuer ihren Atomstrom an uns Verkaufen.

Ich halte die EU und den Euro ja für eine gute Sache, aber so lange wir nicht ein Land wie die USA sind, ist unsere Strompolitik unsere Sache, unsere EU Nachbarn haben sich darauf einzustellen.

Herr Oettingers Worte kommem und alle teuer zu stehen!

Dass Herr Oettinger den Netzausbau Version "Maximum" bei gleichzeitiger Ausbremsung der Erneuerbaren möchte, ist aus seinem fossil-atomaren Blickwinkel verständlich.

Dass uns - Verbraucher und Mittelständler - das aber unnütz teuer kommen würde, das hat jüngst Frontal21 einleuchtend erklärt:

xxx.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite/#/beitrag/video/1794586/Wer-profitiert-vom-Netzausbau

Energiepolitik ist zzt. Interessenpolitik; welche Interessen Oettinger schon immer wahrnahm, ist bekannt.

Doch Herr Oettinger, keine Hoffnung, die Sache hat inzwischen durch millionenfache Beteiligung bei der Energieeigenerzeugung eine Eigendynamik, die auch Sie nicht aufhalten werden. Diese aber zu bremsen, verursacht einen abermilliardenschweren Schaden für das Gemeinwesen. Dies zuzulassen, dafür sind Sie nicht in Ihrem, vom Steuerzahler vergüteten Amt!

@1420MHz

Zitat: "Wieso redet Öttinger da von einer Verlangsamung des EE-Ausbaus, wenn er auch eine Beschleunigung des Netzausbaus fordern könnte?"

Ganz einfach: Mit mehr Ökostrom und einem größeren Energienetz könnten wir mehr Strom exportieren, was langfristig den großen Energieunternehmen in unseren Nachbarländern schadet. Klar das sich deren Lobbyisten dagegen wehren! Und wo gibt es die meisten davon? Natürlich in Brüssel.

Herr Rösler ist nicht mehr zu halten

Frau Merkel,
Sie wollen die Energiewende und lassen es trotzdem zu, dass Ihr Wirtschaftsminister solche hahnebüchene Behauptungen aufstellt. Richtig ist:
1. Es ist mittel- und langfristig sinnvoll, Energie erneuerbar zu erzeugen.
2. Der Irrweg, die Energieerzeugung in die Hände einiger weniger Oligopole zu legen, muss umgekehrt werden, damit wir, die Verbraucher und der Staat und die Politik nicht erpressbar werden. Eine dezentrale Energierzeugung wird darum immer wirtschaftlicher sein als der jetzige Zustand.
3. Der durch die vielen Ausnahmen besonders niedrige Strompreis für die Industrie ist keine Motivation, über einen effektiven Energieverbrauch nachzudenken. Warum investieren diese Großverbraucher nicht ein paar Millionen in eine Anlage, um für eine gewisse Zeit Energie zu speichern und damit den Strom aus den massiven Überkapazitäten während der windigen und sonnigen Tageszeiten zu nutzen. Warum muss hierfür der Staat und dann letztendlich der Privatverbraucher herhalten?

blubb-blubb, hör ich da nur,

wir sind seit Jahren bei reinem Ökostromanbieter und der Preis blieb bisher >gleich<,
naja,

fast,

denn die gesetzlichen Umlagen muß auch jeder Ökostromnutzer zahlen(?).

Da ist so sinnig wie die Erhebung des Solidaritätszuschlags auch in den (ehemals) fünf neuen Bundesländern!

Die Selbsterzeugung von Strom bleibt nur leider den Eigenheimbesitzern möglich, wir sind Mieter und dürfen (in ein paar Jahren/nach ein paar Gesetzesänderung) vermutlich noch über eine Mietpreiserhöhung die Solarzellen auf dem Dach (des Vermieters) mitsponsorn.

Das wär doch eigentlich mal ein Thema für die Grünen: sozialisieren der vermieteten (Haus-)Dächer!

meistensfroh,
da die Grünen auch allein auf sowas kommen (könnten)

Absprachen

Absprachen gibt es bereits. Die Einergieversorger Deutschlands haben Verträge auch mit dem Ausland zur Bereitstellung von Kraftwerken bei Engpässen getroffen. Somit werden dann z.B: in Österreich veraltete Kohlekraftwerke in Betrieb genommen wenn in D-Land die Sonne nicht scheint und Flaute herrscht. Wohin die Nichtabsprache führt konnte man in anderen Artikeln lesen. Polen und Tschechien wurden zur Durchleitung von NO deutscher Windenergie genutzt und hat deren Netze belastet. Sie installieren bereits Regler zur Begrenzung oder Abschaltung der Verbindung. Damit würde das Netz in D-Land noch mehr belastet. Blackout immer wahrscheinlicher.
Zum Preis siehe meinen anderen Beitrag zu diesem Thema. Wenn man noch nicht so lange einen eigenen Haushalt hat sollte man einen Blick in Wikipedia:Strompreis werfen.
Kernenergie ist ein komplexes Thema. Die Probleme sind auch hier politikgemacht.

Strafe Gottes

Wenn Rösler sagt, "Die gesamte Förderung der erneuerbaren Energien liege derzeit bei 5,3 Cent pro Kilowattstunde. Dies MÜSSE GEÄNDERT werden", dann ist das so, als wenn Bahr 'Aufklärung über die Spionage in seinem Hause FORDERT' oder 'über den Datendiebstahl EMPÖRT' ist.

Sie haben beide anscheinend bis heute nicht kapiert, dass SIE SELBST es sind, die verantwortlich sind und agieren müssten.

Aber wenn SIE das nicht kapieren, gibt es noch die Hauptverantwortliche: Merkel.

Sie müsste solche Probleme im Rahmen ihrer Richtlinienkompetenz erkennen und ihren Laden von unfähigen Schaumschlägern und Möchtegern-Politikern befreien. Statt zu präsidieren.

Aber das traut sie sich wahrscheinlich nicht.
Denn an der Macht bleiben kann sie (bis zur großen Koalition) nur mit ihrer 'Strafe Gottes', der FDP.

Mitunter geht es nicht ohne Planwirtschaft

@ 17. 12. 2012, 10.20 Uhr - Tobiwan35

Wo würden ohne Elemente von Planwirtschaft die erneuerbaren Energien wohl heute stehen? Vermutlich immer noch bei einem Anteil von <1%, als Resorvier für als "Ökospinner" belächelte Zeitgenossen. Wenn es um den Einsatz von Technologien geht, die das Überleben der Menschheit berühren, darf dem Markt keinesfalls das letzte Wort überlassen werden. Insofern ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz ohnehin nur die zweitbeste Lösung. Besser wäre eine Verstaatlichung der Energieversorgung und gesetzliche Vorgaben zur schnellstmöglichen Umstellung auf die Vollversorgung mit erneuerbaren Energien. Daberi dürfte die Verwertung von Biomasse nur als Abfallverwertung zulässig sein. Es kann nicht sein, das Menschen in der Dritten Welt für westlichen Wohlstand hungern müssen.

DA ist sie wieder:

die ANGST !

Ein Weggelobter und ein anderer der mal als Kind ein Stromschlag von einem Dünnschicht-Solarmodul erhalten hat, lenken den strategisch wichtigsten Bereich einer 90 Mio.-Republik.

Blödsinn

Schlimm genug, dass ausgerechnet Oettinger der deutsche Vertreter in der EU-Kommision ist, hier macht er sich erneut total lächerlich. Der Ausbau erneuerbaren Energien muss nicht verlangsamt werden, sonder der Netzausbau beschleunigt - so kann man das nämlich auch angleichen. Mit eine unentschlossenen Vorgehensweise wird man nie irgendwo hin kommen. Ja, die Strompreise steigen aufgrund der Energiewende, aber das ist kein ausreichender Grund, davon abzurücken - und was anderes ist verlangsamen ja nicht.

Warum darf man in einem

Warum darf man in einem freizügigen Europa seinen Strom nicht frei aus dem Ausland beziehen ?

Hier würden die Kosten schnell sinken, wenn viele deutsche Haushalte ihren Strom für die Hälfte des jetzigen Preises z.B. aus Frankreich bezögen.

Das Freizügigkeitskonzept hat im Telekom-Bereich sehr gut funktioniert.

@Tobiwan35

Bitte bei der ganzen! Wahrheit bleiben.

"Er lag 1998 bei 0,08Cent. 2012 liegt er bei 3,59Cent, ab 2013 bei 5,28Cent (alles pro Kilowatt). Der gesamte Abgabenanteil am Strompreis stieg seit 1998 von 24,5% bis 2012 auf 45,4%.
Das ist keine Folge der Privatisierung sondern von Planwirtschaft."

2003 lag der Bruttostrompreis bei 17,19 cent, davon 40,5% Abgaben. 2012 liegt der Preis bei 25,89 cent, davon 45,3% Abgaben. Es ist einfach ein Beispiel mit subjektiv herausgenommenen Zahlen zu belegen. Meins widerlegt Ihres auf Grundlage der selben Daten.

Seit 2000 ist der Anteil der Abgaben kaum gestiegen, die Strompreiserhöhungen sind nicht dem EEG geschuldet. Seit 2000 Stieg die EEG Umlage von 0,2 auf 3,6 cent. Im gleichen Zeitraum stieg der Strompreis um mehr als 10 cent, also 3 mal stärker als die EEG Umlage.

Im Moment sind der Börsenpreis und steigt der Endkundenpreis, und das nicht nur um den EEG Anteil.

mehr Wert mehr Steuer

moin moin
is doch klar mehr Wert mehr Steuer. Erneuerbare Energien sind ein echter gesellschaftlicher Mehrwert, dass da Gruppen ausgenommen werden die sich daran nicht beteiligen liegt doch dann Nahe. Das gilt dann auch für die Bahn, U-Bahn, Straßenbahn, E-Busse, E-Taxis und E-Cars. Die entlasten bekanntlich die Umwelt und sind deshalb ein kollektiver Mehrwert im Sinne der Luftreinhaltung. Ein höhere Steuersatz für diese gesellschaftlichen Gruppen ist durchaus denkbar. Als Vorschlag könnte ein Mix aus dem Verhältnis stark Umwelt belastender Staaten zur den Wahlbezirken in der BRD sein.
Dann ist auch dem jeweiligen Bürger klar, dass sein gewählter politischer Vertreter sich für den erhat der Umwelt einsetzt. Je Sauber die Luft und die Umwelt desto höher die Mehrwertsteuer.
Schließlich leben die Menschen ja dort auch besser und vermutlich länger, müssten dann jedoch auch länger Arbeiten. Alternativ ist auch ein Einsatz am Fittnesslaufrad möglich. Ein echter Mehrwert Grüße Dieter

In den 5,3 Cent ...

In den 5,3 Cent ist aber noch nicht eingerechnet, dass der Strompreis an sich *billiger* geworden ist durch die Erneuerbaren. Dieses Thema ist viel zu wichtig als dass wir Politiker gebrauchen könnten, die nur Propaganda von sich geben.

Oettingers Hetzkampagne

ist nicht sachlich begründet sondern rein ideologisch.

Eine EEG-Umlage die ausschließlich die Kosten der EE berücksichtigen würde wäre gerade einmal 2 Cent/kwh - und nicht über 5 Cent/kwh.
Die größten Steigerungen sind schwarzgelben Entscheidungen zuzuschreiben: Umlagenbefreiungen von Großverbrauchern, eine unsinnige Marktprämie die den Namen nicht verdient, einen überflüssige Liquiditätszuschlag, eine einmalige Nachholung dieser schwarzgelben Zusatzkosten von letztem Jahr.
Hinzu kommen wird künftig die schwarzgelbe Offshore-Windkraft u. die Netzkostenbefreiung von Stromgroßverbrauchern.

In Frankreich sind bisher so gut wie keine Rücklagen für den AKW Rückbau gebildet worden. Gerade mal 1-2 Mrd für über 50 AKWs, während es in Dtl 30 Mrd für 17 AKWs sind. Und selbst in D wirds nicht ausreichen.

Mit Planwirtschaft wollen RöslerÖttingerAltmeierMerkel die EE aufhalten. Sollen die doch endlich mal die Subventionen für die fossilatomaren Kraftwerke beenden - nach 60 Jahren wirds Zeit.

Ich denken die meisten haben

Ich denken die meisten haben Öttinger nicht richtig verstanden..

Es geht darum, die Bevölkerung längerfristig abzuzocken. Anders ist die Aussage, die Energiewende müsse verlangsamt werden, nicht zu verstehen.

Allein die oft und immer gern wiederholte Aussage "Die Energiewende ist teuer".. ist so eine Augenwischerei.

Natürlich ist die teuer, nachdem jahrelang die Technik und das Verteilnetz liegen gelassen wurden, um Milliarden in Renditen und Vorstandsboni zu "investieren".

Und jetzt sollen wir noch langsam machen?

Also ehrlich, für mich klingt ganze Energielobbygeheule nach folgendem Bsp.:

Stellen Sie sich vor, sie rufen ihren Chef an und sagen, sie können leider nicht auf Arbeit kommen, weil Sie gestern das Busgeld versoffen haben und sie ja nicht ahnen konnte, dass der Bus am nächsten Tag immer noch Geld kosten. Hätte ihr Chef Verständnis?

Ich denke nicht, also warum sollen wir uns das gefallen lassen?

Netzausbau muß nicht beschleunigt werden

Noch zu keinem Zeitpunkt haben die EE mehr produziert als Strom nachgefragt wurde.

Die Engpässe im Stromnetz sind doch dadurch verursacht weil unflexible Atom- u. Kohlekraftwerke nicht ausreichend genug ihre Produktion drosseln können. Nur deshalb werden EE wie WKA gestoppt.
Abhelfen könnte man mit flexiblen Gaskraftwerken. Aber diese wollen die Energiekonzerne abschalten (oder Bereitstellungsprämien kassieren) u. mit ihren Großkraftwerken Gewinne machen, Kohle verbrauchen u. Atommüll produzieren während genug Sonne scheint oder genug Wind weht. Das ist eine einzige Verschwendung!
Es wird Zeit die nächsten fossilen, unflexiblen Kraftwerke abzuschalten. Also weg mit Uran- u. Kohlekraftwerken und dafür flexible Gaskraftwerke weiterlaufen lassen so wie die EE es noch brauchen.

Das Ende der parasitären Atomkraft muß schon 2015 u. nicht erst 2022 kommen!

Atomwahnsinn

Der deutsche Bürger wird nun drauf vorbereitet, dass es ohne Atomstrom nun mal nicht geht. Auch in Japan hat die neue Regierung sofort erklärt, dass es ohne Atomstrom nicht geht. Die Gesundheit der Menschen spielt keine Rolle. Es geht um Profit.Mit den technischen Möglichkeiten ist es möglich die Menschheit ohne Atomenergie zu versorgen. Der Atommüll wird immer noch vergessen. Den Befürwortern schlage ich vor in die Nähe eines Atomkraftwerks zu ziehen oder direkt ihr Haus neben einer Atommülldeponie zu bauen. 80 Prozent der verfügbaren Energie auf der Erde, werden von 20 Prozent der Menschen verbraucht ! Sollte man mal drüber nachdenken ! Herr Oettinger ist wie viele Politiker nur eine Marionette der Stromlobby.

Oho....Machen die Lobbyisten

Oho....Machen die Lobbyisten jetzt aus dem EU Bereich druck?
Ich sage nur eines: KEIN ZURÜCK.

@11:23 — Interessent

Es ist ein Irrtum daß Schweden den Ausbau der AKWs beschlossen hat. In Schweden wird es keine Subventionen mehr für den Neubau geben!
Die EPR in Olkiluoto und Flamanville sind bekanntlich schon nach heutigen Schätzungen bei 8,5 Mrd Euro Kosten. Bis zur Fertigstellung wird die 10 Mrd Euro Marke mit Sicherheit gerissen.
Schon bei 8,5 Mrd müßte jede erzeugte KWh 9 Cent einbringen.
Am Markt lassen sich in Europa derzeit aber nur 4-6 Cent/kwh erzielen.
Ohne Subventionen gibt es keinen AKW Neubau mehr. Außer in diktatorischen Regimen wo AKWs einen "Zusatznutzen" (Atombombe) bringen oder zum Prestige u. Vorzeigen dienen wird es keine Neubauten geben.

@ Interessent

Ich möchte Ihnen bedingt zustimmen. Zustimmen weil sie schon damit Recht haben, dass man die Energiepolitik auch im europaweiten Zusammenhang betrachten muss.

Bedingt, weil dies ist nichts neues.
Schliesslich waren die Ramenbedingungen auch unserer europäischer Nachbarn bekannt.

Falls nicht, haben die, welche von berufs wegen die Bevölkerung diese Landes vertreten und damit auch den Überblick behalten MÜSSEN, wieder einmal auf ganzer Linie versagt. Allerdings nicht nur Öttinger, da stimm ich ihnen zu.

Aber was erwartet die deutsche Bevölkerung eigentlich von einer Kanzlerin, die als Umweltministerein die "Endlagerung" abgesegnet hat und dann später nach ihren Atomstrom Aus-, Ein-, und wieder Ausstiegsgestammel behauptet.. "Früher war ich nicht perfekt."

Wenn es nicht so traurig wäre..

Oettinger liegt richtig

So erstaunlich ich finde, dass ich das einmal sagen würde, hier liegt der Mann richtig.
In einem so hochvernetzten System, wie es die Stromversorgung in der EU ist, kann nicht eine Nation (vor allen Dingen nicht eine Grosse)einfach mal eben so ihr Stromversorgungskonzept ändern. Das hat nämlich unweigerlich Auswirkungen auf die direkten und dann auch indirekten Nachbarn. Daher sollten die Nachbarn in die Planungen mit einbezogen werden, damit ein Stromausfall in Deutschland nicht das Licht in Europa abschaltet.

In der Ruhe liegt die Kraft....

Nun ja, es bleibt jedem überlassen, wie er Oettingers Wandlung vom „Atom-Saulus“ zum „EE-Paulus“ nachvollzieht- fest steht jedenfalls, dass das energetische Chaos, das die Atomkanzlerin angerichtet hat, weder der Energiewende, noch der sozialverträglichen Finanzierung der selbigen dienlich ist.

Vom Grundsatz liegt Oettinger nicht verkehrt- in der Tat macht es keinen Sinn, dass Kind mit dem Bade auszuschütten, und die Energiewende, vor allem die Netzstruktur ohne die europäischen Nachbarn nur anhand der Lobbyinteressen des Oligopols der Dreisten Vier durchzupeitschen- koste es den Verbraucher, was es wolle.

Mehr Staat und weniger Lobby, mehr Zeit und alternative Regionallösungen und mehr gezielte Förderung und Verteilung der Kosten ausnahmslos auf alle Schultern wäre zielführend- dies ist aber mit Schwarz-Gelb nicht zu realisieren....!

Mir wird ganz anders,

wenn ich auch nur an Oettinger denke.

Wer hat denn am 19. Juli 2007 zusammen mit Tiefensee und Mehdorn Stuttgart 21 "verbrochen"?

Und 2010 wurde er an langen Ohren aus BW gefeuert und ihm das mit einem guten "Altersruhesitz" in Brüssel versüsst.

Das nennt man den bekannten goldenen Handschlag.

Nach meiner Überzeugung redete und redet er nur Unsinn. Und heute schon wieder.

Ich denke nur an seine erste Rede in Brüssel als er versuchte zu zeigen, dass er sogar englisch sprechen kann..., war wohl nix.

Subjektiv

habe ich die Zahlen aus Wikipedia:Strompreis, die für 2013 aus einer anderen Quelle. Da kann sich jeder die Zahlen rauspicken die er möchte. Stimmt, der Strompreis ist auch gestiegen.
Die EEG Umlage ist nur ein kleiner Teil des Anstieges aber so dort angegeben. Weiteres kommt dazu, wie die Umlage für nicht abgenommenen Strom und den Ausgleich für Überangebot / negative Marktpreise durch Überproduktion. Darauf kommen noch die Mehrwertsteuer. Das deutsche EEG ist ein Vorbild für andere Länder. Sie haben erkannt, dass eine Umlage auf den Verbraucher dem Staatshaushalt mehr bringt als Steuerabschreibungen.

neue Energiesparlampen

Die alten mit Schwermetallen belasteten Energiesparlampen waren wirklich ziemlicher Mist. Aber schauen Sie sich mal an, wass die neueste Generation der LED-Birnen kann. Da kommen Sie aus dem Staunen nicht mehr heraus. Ich sehe die ollen Röhren inszwischen eher als Brückentechnologie auf dem Weg zu richtig umwelt- und klimaschonenden Leuchtmitteln an.

CDU/CSU und FDP sind die Atom-Parteien!

Preiswerter Strom, der dezentral und vielleicht sogar in Bürgerhand erzeugt wird, ist ihnen zuwider. Da können ihre Freunde aus der Energiemafia die Leute nicht abzocken.

Windkraft auf dem Land und Solarstrom sind ihnen ein Dorn im Auge und sie werden von ihnen nach Kräften bekämpft.

Also schön weiter CDU/CSU und FDP wählen und sich weiter ausnehmen lassen, wie eine Weihnachtsgans. Das ist christlich und frei!

Herzliche Adventsgrüße,
Harald Friedrich

3,4 Milliarden - damit können viele Probleme gelöst werden

Hallo,

Oettinger und Rösler stellen ja immer nur einseitig dar und denken die Bevölkerung ist dämlich und glaubt Ihnen.

Wenn der Staat 3,4 Milliarden mehr hat, dann kann er doch den bedürftigen Haushalten die "Energiearmut" nehmen (über Rabatte oder besser: Energieberatung)
Weiterhin kann das Geld in Speichertechnologien investiert werden.

Das macht natürlich keiner, wäre aber einfach und sinnvoll.

Die Medien schreiben auch leider größtenteils einseitig und wollen oder müssen wegen Quoten "Headlines" generieren.

Wieso beschwert sich denn keiner über die gestiegenen Öl- Kohle- Braunkohle- und Benzinpreise ?

Z.b. EnergieArmut durch hohe Heizkosten aufgrund zu langsamen Ausbaus der Erneuerbaren.
Oder über Benzinpreise im öffentlichen Nahverkehr ? Es soll ja Busse und Taxen geben. Dies betrifft viele Menschen, aber darüber beschwert sich keiner.

Ebenso werden die gestiegenen Rohstoffkosten bei der Stromproduktion durch Kohle akzeptiert. Da gibt es keine ARD Sondersendung drüber.

logisch ...Deutschland soll zurück stecken...

Damit sich die anderen Länder noch einmal am Deutschen Volke bedienen können.
Wenn die anderen Länder nicht auf Ihren dreckigen Strom verzichten wollen, ann ist das deren Sache. Aber es kann dann nicht sein, das wir noch mehr in den EU Haushalt einzahlen nur damit Sie sich dann Ihren Atomausstieg noch einmal vergolden lassen.
Wir bezahlen sowieso schon das meiste Geld für den Strom und nicht unseree Nachbarländer.

Das sind sich wohl zwei uneinig

Rösler wettert gegen Planwirtschaft und Oettinger fordert eines der planwirtschaftlichsten Instrumente schlecht hin einzusetzen: Produktionsquoten, bzw sogar ein künstliches Verbot des Weiterausbaus auf dem Energiemarkt. Ist es nicht so, dass wenn man einen pauschal Verordneten Stopp regenerativer Stromproduzenten erlässt, der hinterherhinkende Netzausbau noch kritischer wird, denn es trifft auch Stromproduzenten in Süddeutlschland die Vorort produzieren wollen und somit den Netzdefizit umgingen. Mir scheint das sich die zwei eigentlich sehr widersprechen. Allerdings beschränkt sich Rösler mit seiner Planwirtschaftskritik nur auf das EEG. Bei den Stromproduzenten scheint mit Planwirtschaft zu Gunsten einiger Großunternehmen die zentral Strom produzieren und zum Nachteil dezentraler mittelständiger Unternehmen einverstanden zu sein.

Kostenrechnung

scheint hier nicht nötig zu sein. Warum auch, wird per Gesetz festgelegt. Es läuft genause wie früher in der UDSSR / DDR. Die Preise für ein Produkt (Lebensmittel, Energie) werden staatlich festgelegt. Die Erlöse decken die Kosten nicht mehr. Damit lohnt es sich nicht mehr, sie zu produzieren. Weil das Ganze offensichtlich nicht funktioniert wird die Schuld den Selbständigen zugeschoben, die nicht mit Verlust produzieren möchten. Das Ganze wird verstaatlicht. Danach geht es kontinuierlich bergab, bis das System kollabiert.
Nebenbei: Wir haben einen Leistungsbedarf von etwa 60GW (abhängig Jahreszeit) tagsüber. Installierte Leistung Photovoltaik derzeit 32GW, die installierte Leistung von Wind bei 30GW, Tendenz steigend. Man müsste bei voller Einspeisung schon ALLES andere ausschalten. Es müssten dann aber ebensoviel Gaskraftwerke bereitstehen für Flaute + Schneefall, denn Kohle und Kernkraft sind so schnell nicht wieder bereit. Dann mal frohes Investieren und schönen Gruß an Gazprom

Strompreis

Stromgestehungskosten ab Kraftwerk:

- ca 3 Ct/kWh Atom und Kohle
- 7 - 17 Ct/kWh für Wind je nach Anlagengröße und Standort
- 20 - 60 Ct/kWh(!) für Solar je nach Anlagengröße und Standort, also teils über 10 mal so teuer wie Kohlestrom.

Je mehr Wind- und/oder Solarstrom eingespeist wird, umso höher die Gesamtkosten und Endpreis. Da beißt keine Maus den Faden ab.

An der "Strombörse" wird Ökostrom z.T. zu Preisen unter Herstellungskosten gehandelt, also "zu billig".

Das ist für Euer aller Stromrechnung aber piepegal, denn natürlich haben die Windrad- und Solarzellenbetreiber nichts zu verschenken. Sie kriegen ihren gesetzlich garantierten Preis sowieso. Wenn die Einnahmen an der "Strombörse" den nicht decken, kommt der Rest über die EEG-Umlage rein, und die zahlen wir alle. Linke Tasche rechte Tasche.

Wenn in den Medien behauptet wird, Ökostrom senke den Preis, ist das eine Propaganda-Halbwahrheit. Er senkt nicht die volkswirtschaftliche Gesamtbelastung.

@Tobiwan35

Sonne und Wind kann man gut vorhersagen. Bisher hat PV noch keine Probleme für das netz verursacht. Diese Probleme gibt es mit offshore Wind, da dort noch keine/ nicht genug Netze vorhanden sind.

Da Sie immer von Kosten reden: Onshore Wind ist günstiger als Kernkraft, hat weniger Subventonen bekommen, etc. Selbst wenn wir die Umlage als Subventionbetrachten, dann hat sogar PV weniger Subventionen bekommen als Kohle, etc. Nachhaltig senken erneuerbare die Strompreise. Wer das für unglaubwürdig hält, soll sich heute! schon die preise anschauen, EE haben bereits den Strompreis gesenkt!
Die EEG Umlage hat als Anschubfinanzierung gedient, wie es bei allen Technologien zur Stromproduktion der Fall war. Jetzt sind dezentrale EE Konzepte mehr als nur Konkurrenzfähig.
Es ist aber schön, wenn man auf DDR/ SU rumhaken kann, um Recht zu bekommen. Ihr Vergleich passt eher zu Frankreich, denn zu Deutschland.

Warum sollen die Erneuerbaren Überkapazitäten speichern?

Dass wir Möglichkeiten zur Energiespeicherung brauchen, ist unstrittig, aber es ist grundfalsch, hierzu ausgerechnet die Erneuerbare Energieproduzenten in die Pflicht nehmen zu wollen, denn "überschüssige Energie" aus Wind- und Solaranlagen gibt es bislang nicht annähernd, sondern aus Gigawatt-Kraftwerken, die sich schlecht steuern lassen und das Netz überlasten. Wenn schon Verbrennungstechnologie und Atommüllproduktion, dann sollen diese sogenannten Großkesselbetreiber in die Speicherpflicht genommen werden, auch wenn sie dann weniger Milliarden an Dividenden auszuschütten haben. Immerhin ergeht es mir als Vermieter nicht anders, wenn ich technische Dinge nachrüsten muss, es dann also zulasten meiner Rendite geht.
Die finanzklammen Parteien und Zeitungsverlage sorgen sich aber eher um E.ON usw., weil von dort die hübschen Großspenden und Großanzeigen kommen, weshalb die Öffentlichkeit reichlich zugunsten der Energiemonopolisten verschaukelt wird. - Die Tagesschau könnte es besser!

"Strommengen sind nur dann

"Strommengen sind nur dann sinnvoll, wenn man sie speichern oder transportieren kann".

Ja Herr Oettinger, die Netzbetreiber hatten schließlich auch nur schlappe 10 Jahre Zeit sich darauf einzustellen.
Das die das hin bekommen, kann man nun wirklich nicht erwarten.

@ 17. Dezember 2012 - 13:48 — anorak2

"Stromgestehungskosten ab Kraftwerk:

- ca 3 Ct/kWh Atom"

bei dem Preis haben Sie vergessen die zusätzlichen Kosten für die Mühlaufbereitung und -entsorgung (wenn man sowas überhaupt entsorgen kann) hinzuzurechen. Die Kosten hat komischerweise nicht der Energiekonzern sondern das Land und somit Steuerzahler zu tragen. Somit alle Gewinne an die Konzerne und Kosten an das Land /Steuerzahler.
Berechnet man die Aufbereitungs-/Entsorgungskosten dazu wäre man bei einem guten €uro oder gar mehr pro kWh.

@anorak2 - falsch

"Stromgestehungskosten bezeichnen die Kosten, welche für die Energieumwandlung von einer anderen Energieform in elektrischen Strom notwendig sind." (Quelle: Wiki)

"Stromgestehungskosten ab Kraftwerk:

- ca 3 Ct/kWh Atom und Kohle
- 7 - 17 Ct/kWh für Wind je nach Anlagengröße und Standort
- 20 - 60 Ct/kWh(!) für Solar je nach Anlagengröße und Standort, also teils über 10 mal so teuer wie Kohlestrom."
Zunächst einmal sind die zahlen, die Sie angeben falsch! "Für erneuerbare Energien können die Stromgestehungskosten näherungsweise in Höhe der mittleren gesetzlichen Einspeisevergütung abzüglich des kalkulatorischen Gewinns des Betreibers angenommen werden" (Quelle: Wiki)

Die Kosten für EE setzen sich zusammen aus Börsenpreis + EEG Umlage, für 2013 also 10 cent. Der Börsenpreis ist wegen den EE gesunken (belegt durch verschiedene Studien).
Außerdem lassen Sie die Subventionen von konventioneller Technologie weg. Diese sind höher als bei EE.

@anorak2 - Kernkraft Lüge

Zum Thema Kernkraft. Ich verteidige diese Technologie ja gerne hier im Forum, aber:
Schauen Sie sich die Stromgestehungskosten der AKW betreiber in anderen Ländern an. Rein aus ökonomischen gründen baut ihnen keiner ein AKW, die Stromgestehungskosten sind nicht weit weg von den 10 cent EE, onshore Wind ist deutlich günstiger. Setzt man PV Endkundennah ein, dann ist selbst diese Technologie günstiger als AKW Strom.

Von einem Faktor 10 zu sprechen, so wie Sie es tun, trauen sich wahrscheinlich weder RWE noch EON öffentlich. Das ist ganz einfach falsch.

Beim kohlestrom sollten Sie die (allgemein akzeptierte) CO2 Problematik nicht vernachlässigen, das führt auch zu Mehrkosten.

@Kleptokrat

"- ca 3 Ct/kWh Atom"

bei dem Preis haben Sie vergessen"

Ich habe nichts vergessen.

"Berechnet man die Aufbereitungs-/Entsorgungskosten dazu wäre man bei einem guten €uro oder gar mehr pro kWh."

Adventsmärchen? :)

Chemiemüll-Entsorgung kostet ca. 300 EUR/Tonne (Herfa-Neurode). Ich gehe zu Ihren Gunsten davon aus, dass Atommüll-Entsorgung 3000 (dreitausend) mal teurer sei. Dann kostet die Entsorgung der Tonne etwa 1 Mio EUR.

Nun sind 1 Tonne abgebrannte Brennstäbe das Überbleibsel von ca. 1 Mrd kWh Stromerzeugung. D.h. unter den obigen Annahmen wären die Kosten

1 Mio EUR/1Mrd kWh = 1/10 Ct pro kWh.

Sie können noch 10 mal höhere Kosten annehmen und es wäre immer noch Portokasse. Tatsächlich sind sie viel geringer, weil bereits meine Annahmen ins Absurde übersteigert hoch sind.

Die tatsächlichen Kosten sind viel niedriger und in der Angabe 3 Ct/kWh SCHON DRIN.

Typischer übrigens: Sie haben den Tunnelblick auf "Atom" verinnerlicht, meine Erwähnung von Kohle im Zitat ignoriert.

@Sephiroth

"(Quelle: Wiki)"

Die deutschsprachige Wikipedia ist bei allen Ökothemen unglaubwürdig, da die Autorenschaft parteiisch ist. Die Seite "Stromgestehungskosten" ist ein besonderes Schmankerl voller Weglassungen und Schönungen. Meine Zahlen stammen aus der Studie von der Uni Stuttgart, die auch im Wikipedia-Artikel verlinkt ist, aber unvollständig und verzerrt in den Seitentext eingeht.

"Die Kosten für EE setzen sich zusammen aus Börsenpreis + EEG Umlage"

Nein Sie müssen die Produktionskosten an der Quelle ansehen. Handelspreise sind für die volkswirtschaftliche Betrachtung bedeutungslos.

"(belegt durch verschiedene Studien)"

Ja, von Lobbys finanzierten "Studien".

"Außerdem lassen Sie die Subventionen von konventioneller Technologie weg."

Außer Greenpeace (und allen die von Greenpeace abschreiben) behauptet die niemand. Und Greenpeace ist zurückhaltend formuliert nicht ganz neutral. Die "Berechnungen", die zu deren Behauptung führen, sind ein schlechter Witz.

@Klako - 13:04 - Noch viel schlimmer als befürchtet

Wenn Ihre Aussage stimmt, ist es noch viel schlimmer als vermutet. Dann können unsere Experten also nicht mal vorhersagen, ob die Auswirkungen positiv oder negativ sind. Ist das aber der Fall, wird da gerade ohne Ahnung oder Planung in der Energiewirtschaft herumgepfuscht.
Sollte das der Fall sein, so müssen alle Änderungen umgehend angehalten werden, um eine genaue Studie der Auswirkungen der möglichen Änderungen zu machen und erst nachher anfangen Änderungen an der Energieversorgung und am Netzwerk zu veranstalten.

Wirtschaftlichkeit?

Ich verstehe nicht, wieso es denn immer darum geht, dass die Energiewende sich auch noch rentieren muss!

Meiner Meinung nach sollte es doch nur darum gehen, das Klima zu retten und dafür kann man doch auch mal ein paar Milliarden ausgeben und NICHT noch einnehmen wollen.

An anderen Stellen wird das Geld doch auch zum Fenster hinausgeschmissen!

@17. Dezember 2012 - 14:33 — anorak2

Na da vergesen Sie die verseuchten Arbeitmittel, die auch sachgerecht aufbereitet werden wollen. Dazu kommen die Demos und natürlich die Endlagerung, die es bis heute immer noch nicht gibt. Bei der Endlagerung geht es danach sehr wohl darum, dass die Bewachung und Kontrolle und Instandhaltung dieser Lager über Jahtausende finktinieren soll. Das sind all die Kosten, die bei ein solcher Rechnung wie von hnen vorgelegt nicht drin ist.

Am besten lagert jeder einen Fass Atommüll bei sich daheim, welches entsteht über den Lebenszeitraum eines Menschen, die nachfolgende Generation muss dann eben 2 Fäßer bei sich stehen lassen (von den Eltern und von sich selbst)usw.

Ich bin auch kein Freund hoher Strompreise, aber man muss die Gesamtsituation betrachten.

@Anorak2

"Dann kostet die Entsorgung der Tonne "(Radioaktiver Müll)" etwa 1 Mio EUR."

Schön. Jetzt verraten Sie aber auch noch, wie man radioaktiven Müll überhaupt entsorgt. Politiker und Wissenschaftler aller Welt wären Ihnen für einen Hinweis dankbar.
In der Asse verbuddeln? War offenbar nicht die beste Idee....

Milchmädchenrechnung

Sowohl bei der EEG-Umlage als auch beim Zertifikatehandel geht es um die Vermeidung von Kosten die der Allgemeinheit anfallen würden. Die Bürger zahlen entweder für den Klimawandel (Hochwasserschutz, Katastrophenschutz und -management, Ernteausfälle, Entwicklungshilfe, Wasserverknappung, Gesundheit, etc.), oder sie Teilen sich mit der Industrie die wesentlich geringeren Vermeidungskosten. Ob die Industrie die Kosten an die Verbraucher weitergeben kann hängt von der Flexibilität der Verbraucher ab. Würden mehr Menschen auf Preissteigerungen reagieren und die Stromanbieter wechseln, müssten die großen 4 Stromkonzerne die Preise auf Kosten ihrer Gewinne senken, um im Markt zu bleiben. Das sagen zumindest die ökonomischen Lehrbücher, die ich auch den Herren Komissaren und Ministern ans Herz legen würde bevor die weiter solchen Unsinn reden. Der Herr Wirtschaftsminister hat in seinem Interview keinen Satz gesagt, der fachlich richtig war.

Kohle wird nur verbrannt, um

Kohle wird nur verbrannt, um die Margen der Energiekonzerne und ihre Pyramidenstruktur von hochbezahlten (und politisch gesponsorten) Führungskräften zu finanzieren, welche die nicht-investierten Milliarden anstatt in die Instandhaltung und Modernisierung der Verteilnetze in unsinnigen Global-Player-Übernahmen (Spanien, Italien etc.) verpulvert haben und so Milliarden-Schäden(!!!) auf Kosten der Allgemeinheit verursacht haben, die die "Förderkosten" der Energiewende wohl weit übersteigen. Womit sind denn die letztlich als Abschreibungen geendeten tollen Investments finanziert worden??? Mit vermiedenen Investitionen in moderne Netzinfrastrukturen, deren Notwendigkeit seit Jahrzehnten bekannt ist und die jetzt den Erneuerbaren angelastet werden sollen! Der absolute Witz, da sich v.a. Photovoltaikanlagen überwiegend als negativer Stromverbrauch manifestieren, also keine (jedenfalls nicht im Rahmen ihrer Modernisierung und Instandhaltung sowieso notwendige) Netzinvestitionen auslösen.

Freie Markt und eigene Strombörse

Grundsätzlich muss man einmal sagen, dass ein FREIER MARKT das optimum zum handeln ist... Angebot und NAchfrage bestimmen den Preis und in der Ursprungsidee des Freien Marktes sind Erzeuger und Abnehmer immer 2 voneinander völlig unabhängige Personen.
NUR in der Energiebörse ticken die Uhren anders..
Da sind Anbieter und Abnehmer über Tochterunternehmen oder Joinventure mit einander verknüpft. Insofern ist da kein "freier Markt" vorhanden, sondern es geht alleinig um dei Interessen der Aktionäre... Das Angebot kann man durch gut Verkäufe ins Ausland so verknappen, das in Deutschland ein sehr höher Preis gezahlt werden muss. Der überhang kann dann mit geringen verlusten durchaus im Ausland abgestossen werden.
Das ist kein freieer Markt...
Und wenn man liest, dass die Investoren eine festgeschriebene Gewinngarantie von der Bundesregierung einfordern und bekommen dann weiß der Bürger wie Frei der AMrkt tatsächlich ist.
Wenn mit jemand ein totsichers Atomendlager nennt..dann ja zu Atom!

Inflationsbereinigung

17ct 1998, entsprechen bei 2% Inflation/Jahr 2012 ca. 22,4ct. Mit den Heutigen 25ct ist der Preis also kaum gestiegen, trotz Energiewende. Schließlich sorgt mehr Strom im Netz auch für geringere Preise an der Börse in Leipzig. Wären die Unternehmensgewinne auch Konstant geblieben und würden bei den Umbaukosten keine Ausnahmen gemacht, so hätte sich der Preis vermutlich gar nicht verändert.

Ja aber, Herr Rösler,

sind 1/5 nicht 20 %, und kommen auf die 5,3 cts. nicht auch noch mal 19 % ? Und werden inzwischen unternehmerische Risiken nicht schon auf die Verbraucher abgewälzt, bevor sie überhaupt entstanden sind, nur auf den Verdacht hin, sie könnten evtl. entstehen ? Und ist dieses Risiko nicht erst durch schlechtes Management (Netzausbau) entstanden ? Wenn Sie alle Fragen mit JA beantwortet haben, und da wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben, sollte Sie zurücktreten. Einen Wirtschaftsminister mit mangelndem Urteilsvermögen sollten wir uns bei allem anderen Unglück nicht auch noch leisten. Wenn Ihre Partei mit einem solchen Vorsitzenden leben kann, soll uns das egal sein.

@Kaiserhof

"Meiner Meinung nach sollte es doch nur darum gehen, das Klima zu retten und dafür kann man doch auch mal ein paar Milliarden ausgeben und NICHT noch einnehmen wollen."

1. Das Klima muss nicht gerettet werden, es ist nicht in Gefahr.
2. Selbst wenn das Klima gerettet werden müsste, kann das nicht Deutschland alleine.
3. Selbst wenn das Klima gerettet werden müsste, kann das noch nicht mal die EU alleine.

Die anderen Staaten reiben sich Hände, wenn in der EU wegen der Energiewende die Nachfrage nach fossilen Brennstoffen und Uran sinkt und dadurch die Weltmarktpreise für diese Stoffe ebenso sinken. Die können dann mit ihren Kohlekraftwerke und AKW noch billiger Strom produzieren und kommen somit erst Recht nicht auf die Idee diese auszuschalten, bieten aber gleichzeitig bessere Standortbedingungen für stromintensive Industrien, die in Deutschland anscheinend niemand mehr haben möchte.

Das Thema war Speicherung von Erneuerbarer Energie.

In dem Interview ging es weniger um Atomstrom, als um Ausstiegsprobleme.

Es geht aber um die Speicherung "nicht Grundlastfähigen" Stroms.

Ich würde gern mehr konstruktive Vorschläge in der Diskussion lesen.

Ich finde diesen machbar:

Wir könnten so viel Strom produzieren wie wir wollten, dezentral und ohne zusätzliche Leitungen , wenn wir unser Gasnetz als Stromspeicher und Verteilnetz nutzen würden. Dieses Netz ist fertig und hat eine große Speicherkapazität.

Siehe dazu folgenden Wikipediaeintrag:

xxxx://de.wikipedia.org/wiki/EE-Gas

Das läßt sich emissionsfrei verbrennen für Strom wie zum Heizen. Vorbehaltlich wir nützen kein gefördertes Erdgas.

Unsere Autos würden mit wenig Aufwand auch damit fahren.

Kohlenstoff hätte seinen eigenen Kreislauf und wäre durch diese Nutzung nicht Klimaschädlich.

"Verpressung" und andere Methoden zur Kohlenstoffsenkung wären überflüssig.

@anorak2

Sie sagen selber, dass alles irgendjemand bezahlen muss. Der Strom und auch die EE werden vom Verbraucher bezahlt. Der Staat gibt nach meinem Kenntnissstand kein Geld zum Strom dazu. Daraus folgt, dass die EE durch die Stromkunden gezahlt werden. Der Beitrag setzt sich zusammen aus Börsenpreis und Umlage (die außerdem so hoch ist, weil der Börsenpreis durch PV gedrückt wird).

Schlussfolgerung: Stromgestehungskosten aller EE für 2013 bei durchschnittlich 10 cent (Börsenpreis + umlage). Somit sind die von Ihnen präsentierten Zahlen falsch, oder um es schwächer zu formulieren nicht aktuell.
Ganz einfach erkennt man das, wenn man die aktuelle Vergütung mit Ihren Untergrenzen vergleicht, es passt nicht.

Thema AKW: Kein land der Welt baut Ihnen heute ein AKW mit 3ct/kWh. Schauen Sie sich die Bauprojekte an und vergleichen die Kosten, ökonomisch Lohnt diese Technologie im Vergleich zu EE nicht!
Zu Kohle ist wohl hinreichend viel gesagt worden.

An alle, die hier mitdiskutiert haben:

Das mit den höheren Kosten für die erneuerbaren Energieformen ist noch lange nicht das Ende der Fahnenstange.

In Brüssel existieren bereits Pläne, die Trinkwasserversorgung in private Hände zu legen.

Das wird geschehen, und dann wird sich niemand mehr um die Strompreise scheren, sondern sich um die Kosten für das unentbehrliche Wasser kümmern.

Auf Strom kann man zur Not verzichten, es gibt auch Gasherde, aber auf Trinkwasser kann niemand verzichten.

"Denk ich an Deutschland in der Nacht, dann bin ich um den Schlaf gebracht"

Hier aber von mir anders gemeint, als Heine es 1843 schrieb.

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