Kommentare

Systemrelevante Banken überwachen

"Die neuen Kontrolleure sollen sogenannte systemrelevante, also besonders große und grenzüberschreitend tätige Banken überwachen."

Allein an diesem Satz merkt man, wie sinnfrei diese Einrichtung ist. Für solche Gefahren gab es mal eine Monopolkommission, die dafür gesorgt hat, dass solche gefährliche Konzentrationen gar nicht erst entstehen. Würden wir die Banken wieder verkleinern, würde das Problem der Systemrelevanz gar nicht existieren.

Aus meiner Erfahrung im Bereich der öffentlichen Verwaltung, in der ich mal gearbeitet habe, kann ich Ihnen versichern, dass diese Aufsicht wenig bis gar nichts bringen wird.

Wir brauchen einen freien Markt mit vielen KLEINEN Einheiten, die auch scheitern dürfen und scheitern werden. Bei kleinen Einheiten würde auch ein Fond zur Rettung der Einlagen funktionieren. Bei den aktuellen Riesen, ist das nicht möglich.

funktioniert's?

"Die europäische Bankenaufsicht - so funktioniert's" - wie jetzt? funktioniert es? kann es funktionieren? könnte es funktionieren? soll es funktionieren? sollte es funktionieren? muss es fuktionieren?

sorry, solange der konzentrationsprozess hin zu den großen, mächtigen nicht rückgängig gemacht wird und sogar weiterhin anhält, solange wird garnichts funktionieren.

@Trecker - 13. Dezember 2012 - 8:52

Das sehe ich auch so (bis auf die Erfahrung in öV, die habe ich nicht).

Aber auch ihre Sonderrechte müssen weg:
Die Banken dürfen per Gesetz legalisiert betrügen:
Bei 1% Mindestreserve(EZB) kann ich 1000€ als Sichteinlage einzahlen. Die Bank schuldet mir dann diese 1000€ (ich kanns jederzeit abheben).
Trotzdem kann sie davon 10€ bei der EZB einzahlen als Reserve und dann 990€ als Kredit vergeben. Dennoch bleibt mein Anspruch auf die 1000€ bestehen, obwohl sie theoretisch nur noch 10€ davon da haben dürfte.
Dennoch kann ich meine 1000€ abheben. Wie geht das?
Es geht nur, weil nicht alle Kunden ihr Geld gleichzeitig abheben und daher immer genug zur Auszahlung da ist (Mal "Bankrun" googlen) und im Zweifel die Zentralbank als "Lender of last resort" eintritt.

Augenwischerei

Dahinter steckt schon ein Gutteil Augenwischerei: das Volk hat nach mehr Aufsicht gerufen, es hat mehr Aufsicht bekommen. Aber die entscheidende Frage ist doch, welche Regeln einzuhalten sind. Solange die riskanten Machenschaften der Banken nicht verboten sind, bleibt einem Kontrolleur nichts anderes übrig als sie abzunicken. Schiedsrichter gibt es beim Fußball und beim Boxen - aber nur beim Fußball wird man bestraft, wenn man dem Gegner ins Gesicht schlägt.

@ Trecker

Dafür ist es jetzt zu spät und am Ende sind die Banken Erbe das kapitalistischen Systems, und kaputt gehen kann man solche Riesen nicht lassen. Denn das betrifft dann alle. Und das will niemand, zu Recht, auch wenn es besser wäre.

Und die Landesbanken haben gezeigt, dass auch kleine Banken nicht vor solchen Dingen gefeit sind.

Bankenaufsicht und Ratingagenturen

Beide Institutionen funktionieren, bis wieder eine neue Methode des Sahneabschöpfens gefunden ist, die wiederum Ratingagenturen und Bankenaufsicht nicht haben erahnen können.

Wer hat sich denn die "New Economy", die "Tigerstaaten" und die "Derivate" sowie die "Schattenbanken" ausgedacht? Nun sage mir niemand, dass Banker und Analysten mit ihrem Sachverstand damit nix zu tun gehabt hätten! Denn nur der, der die Schwachstellen des Systems kennt, kann diese auch ausnutzen, offiziell aber so tun, als wenn er davon nix gewusst hätte, denn das zahlt sich schließlich aus, und das nicht zu knapp!

@Trecker

Ihr Zitat:
"Aus meiner Erfahrung im Bereich der öffentlichen Verwaltung, in der ich mal gearbeitet habe, kann ich Ihnen versichern, dass diese Aufsicht wenig bis gar nichts bringen wird. "

Oh doch, ein paar gut bezahlte "Parkplätze" oder "Abstellplätze" für ehemalige Bankmanager, die keien Lust mehr haben, sich im Finanzgetümmel rumzuschlagen, bzw, die man da nicht mehr haben möchte.

Aber der letzte Absatz im Artikel ist schon bezeichnend!
Wenn irgend was wichtiges entschieden werden soll, dann bedarf es der Zustimmung von denen die nicht zugestimmt haben! Na, das ist doch toll!

@Roballa: Zu spät?

Vielleicht haben Sie Recht und es ist bereits zu spät für eine Dezentralisierung und für eine Zerschlagung der Großen. Aber das hieße dann, dass das aktuelle Geld-System scheitern wird, wir erleben es jeden Tag.

Aber ich bin da optimistischer als Sie. Sparkassen in Deutschland haben z.B. immer regional gehandelt, Geld von jedem akzeptiert und regional investiert. Wenn wir jetzt wirklich etwas ändern wollten, könnten wir alle unser Geld weg von diesen riesigen Zockern hin zu den regionalen Instituten bringen, Kapital-Versicherungen auflösen und das Geld regional anlegen, wo es der Wirtschaft zugute kommt und nicht genutzt wird, Staaten über Staatsanleihen weiter zu verschulden.

Jeder von uns könnte das System von heute auf morgen verbessern, nur durch bewusste und nachhaltige Geldanlagen und durch bewussten Konsum.

Bankenaufsicht - so funktionierts..

.. selten so gelacht.

Jetzt hat man also beschlossen, die Bürokratie noch weiter aufzublähen. Mit Leuten, die auch vorher schon in Vorständen und Ausschüssen von Banken und Finanzvorständen saßen.

Und wer kontrolliert diese Kontrolleure?

Solange skrupellose Banker und rücksichtslose Geschäftsleute sich offiziell hinter Gesetzen und gesichtslosen Gremien und Ausschüssen verstecken können, solange der Größenwahn von Leuten die nichts herstellen aber jeden Tag "Wachstum" verkünden als normal angesehen wird, so lange wird sich im System gar nichts ändern.

Und anstatt den Bock aus dem Gewächshaus herauszuholen, werden jetzt (metaphorisch gesprochen) noch 2 Ziegen und ein Schaf hineingeschickt, um den Bock vom fressen abzulenken.

Das kann nicht funktionieren.

So funktionierts?

Noch funktioniert gar nichts.

Ob im Jahr 2014 der € überhaupt noch existiert ist die andere Frage.

Das Prinzip Verantwortung sehe ich in diesem geplanten System auch nicht umgesetzt.

Erst wenn Banker mit ihrem Privatvermögen zur Verantwortung gezogen werden für ihre Entscheidungen dann bestünde die Chance dass künftig Entscheidungen besser durchdacht würden.

Die Bankenaufsicht - so funktioniert's!

Ob da irgendwas funktioniert - zumindest im Sinne des Gemeinwohls - das wird sich noch herausstellen.
Bis jetzt war es zumindest so, dass es funktionierte - für eine kleine Minderheit nämlich die Finanzelite.
Ob man dies als "Funktionieren" bezeichnen sollte ist sehr fraglich.

Meine Prognose: Es wird sich zeigen, dass eine Volkswirtschaft basierend aus Zinseszins-System und FIAT-Money (Giralgeld) auf Dauer gar nicht funktionieren kann. Dies ist eine mathematische Gewissheit - oder hat jemand den Eindruck, dass er in der Lage ist - auf Dauer - eine Exponentialfunktion mit seinen Zinszahlungen einzuholen - das ist eine Illusion.

Man muss nicht 6000 Banken

Man muss nicht 6000 Banken auf diese Weise kontrollieren. Das ist unnötig und erfordert viel zu viel Personal. Kontrolle der Grossen reicht. Im übrigen ist der Plan, Banken sollen ein Konzept für ihre Abwicklung im Notfall entwickeln ( Testament ), ohne das Gesamtsystem in's Wanken zu bringen, sehr zu begrüssen.

Maria-José Blumen

Viele hier haben schon 2008/2009 geschrieben,der Euro ist in 1 Jahr Vergangenheit ! 4 Jahre spaeter ist er immer noch da !!!

Die europäische Bankaufsicht - so funktioniert .

Die Persönliche Haftung ab "Leitungsfunktion"

muß her,, so schnell wie möglich !

Dann wird m.d. fremden Kohle auch verantwortlicher
umgegangen .
Warum hat man diesen Passus nicht aufgenommen ?

Man merkt d. Absicht u. ist verstimmt..

Es muß eine rigorose Persönliche Haftung her ,

alles andere ist f.d. Katz ...............

Schon irre

Für angegraute und teilweise promovierte Manager braucht man eine Aufsicht.

Wie im Kindergarten oder in Heimem für Schwererziehbare.

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