Kommentare

Wie passt das zusammen?

DAX auf Rekordhoch: http://boerse.ard.de/boersentrend/dax-markiert-neues-jahreshoch100.html

Wird da noch möglichst schnell möglichst viel Geld in die Taschen der Reichen geschaufelt?

Mit den Basiswerten hat das ja anscheinend nichts zu tun.

Es wird zunehmend klar, dass sich der Finanzmarkt von der Realwirtschaft nahezu komplett abgekoppelt hat.

Wozu braucht man den denn überhaupt?

Oder kann mir das irgendjemand so erklären, dass ich das verstehe?

Sparen sparen sparen...

...ist nicht nur in Griechenland desaströs.

Wenn das in Deutschland nicht bald begriffen wird, koennen wir gemeinsam mit den USA abdanken.

@JonasundderWal: Börse und Realwirtschaft

Es sieht so aus, als wären die abgekoppelt, aber das macht alles Sinn, warum die Börsenwerte ständig steigen, während es der Realwirtschaft schlecht geht. Das war vor jeder großen Krise so:

Es gibt durch die ständige Geldschöpfung, Zinseszins und der aktuellen Niedrigzinspolitik zu viel Geld im Umlauf. Damit sollten Investitionen angeregt werden. Die Märkte sind aber gesättigt, noch mehr Autos können nicht verkauft werden. Also sucht das Geld andere Möglichkeiten und flüchtet ins Kapital, in Aktien, Immobilien und Rohstoffe.

Weil das Geld also kaum in der Realwirtschaft ankommt, erleben wir dort kaum Inflation. Aber in den oben genannten Bereichen (Aktien, Immobilien und Rohstoffe) erleben wir eine sehr hohe Inflation. Aktien werden teurer (der Wert steigt), Immobilien werden in Ballungsgebieten sehr viel teurer (teilweise 30 Prozent). Jetzt wird sogar mit Nahrungsmitteln gehandelt.

Geldmengenerhöhung führt also doch immer zu Inflation, und wenn es nur auf dem Aktienmarkt ist.

Berichtigung

.
@Jonasundder Wal

"Es wird zunehmend klar, dass sich der Finanzmarkt von der Realwirtschaft nahezu komplett abgekoppelt hat."

Nicht nahezu, sondern tatsächlich vollständig. Die Börsennotierungen haben nichts mehr den Werten der Unternehmen zu tun, deren Aktien dort gehandelt werden. Auch zu erwartende Dividende sind längst kein Maßstab mehr. Es geht heute ausschließlich um die Zockerei auf steigende "Shareholdervalues". Der Aktionär will seine Papiere möglichst gewinnbringend - das heißt meist möglichst weit über dem tatsächlichen Wert - an den nächst Dummen verscherbeln können. Das ist die Aufgabe der Börsen. Das ist deren Geschäftsmodell.

"Wozu braucht man den denn überhaupt?"

Gar nicht. Laßt die Jungs zocken. Die sollen aber ihre Scherbenhaufen selbst aufräumen.

Wenn Luftblasen platzen und reines "Buchgeld" sich in Rauch auflöst, dann KANN das NICHT SYSTEMRELEVANT sein (sic).

Grüß Gott
und Glückauf
Friederich Prinz

@JonasundderWal

Der Finanzmarkt hat sich schon längst von der Realwirtschaft abgekoppelt.
Mir war Anfang der 90er bereits unangenehm aufgefallen, dass die Aktienkurse in die Höhe schnellten, wenn die betreffenden Firmen Personalabbau ankündigten. Das ist pervers.
Die Firmen haben primär das Ziel ihren Aktionären hohe Dividenden auszuzahlen. Der Mensch als Humankapital ist nur noch ein Kostenfaktor. Die Deregulierung der Finanzmärkt tat das ihrige noch dazu.
Gerade fällt mir die Dotcom-Blase 2000 ein. Da wurde Werte hochgejubelt, die so nie vorhanden waren. Ich kenne so einige, die da aufs falsche Pferd gesetzt hatten (aus lauter gier). Aber der Unterschied zu heute ist, dass die Anleger ihr eingegangenes Risiko selbst auslöffeln mussten.

Ursache

Das war ja auch längst klar.
Es wird auch noch eine härtere Krise kommen.

Die Ursache liegt hauptsächlich im Finanzsystem/Geldsystem.

Der "Finanzmarkt" hat sich von der Realwirtschaft abgekoppelt, weil wir FIAT-Money(Per Dekret zu verwendendes, durch nichts gedecktes und damit beliebig vermehrbares Geld) und ein Teilreservesystem haben, was es der Zentralbank und den Geschäftsbanken erlaubt, geld zu schöpfen, was zu starken Spekulationsblasen führt. Welche irgendwann platzen.
Will man das Platzen verhindern, ist das sehr sehr teuer und verschiebt die Krise nur. (So wirds aktuell in der EU gemacht).

Ach, es gibt noch eine Realwirtschaft ...

... die mit der Versorgung der Bürger zu tun hat?

Hatte ich fast bereits vergessen. =)

Wann kommt der Crash der diese irrsinnige Menge von Geld, angeblich fließen ~4000 Milliarden € derzeit frei umher, und finden keine Wirtschaft mehr in welche sie investieren könnten.

Unternehmer selbst kleiner Firmen investieren nicht mehr, da sie keinen Markt sehen der bedient werden könnte. Also nehmen sie ihr Geld und machen das gleiche wie jeder Reiche der von Wirtschaft keine Ahnung hat, ab in Kapitalanlagen.

Die Geldmenge wächst so schnell an, das sie nicht mehr sinnvoll untergebracht werden kann:

watch?v=w734nsMvAPE

Jetzt ist die Frage wann die große Kapitalentwertung kommt, und unser Geld auf einen Schlag nichts mehr wert ist. An dem Tag wird sich niemand freuen.

Wen wundert´s?

Wenn der deutsche Euro mit dem französischen Euro auf dem Kapitalmarkt … dann kommt dabei noch lange kein neuer Euro heraus.
Wer behauptet, dass unsere Finanz-Jongleure Werte schaffen, der lügt die Bevölkerung an!

In Wirklichkeit werden mit Hilfe der Banken tagtäglich Millionen aus dem Wirtschaftskreislauf in die irreale Finanzwelt verschoben und für Optionen, Leerverkäufe etc. von unten nach oben umverteilt.

Dieses Geld fehlt den Produzierenden, die von ihnen geschaffenen Produkte auch wieder kaufen zu können.
Die direkte Folge, nämlich weniger zu produzieren, führt zu Entlassungen, führt zu weniger Konsum, führt zu noch weniger produzieren, führt …,...

Das Ganze nennt dann der Experte „negatives Wachstum“ oder auch Rezession!

Düstere Aussichten

Schon fantastisch, dass die Bundesregierung selbst bei guter Wirtschaftslage und sprudelnden Steuereinnahme Milliarden neuer Schulden mache.
Bin mal gespannt, wie es wird, wenn auch bei uns die Rezession ankommt. Dann gibt es wieder zig Milliarden Schulden mehr und unsere Kinder können dann in Klassen mit 100 Schülern in alten Lagerhallen lernen.

@Virgo, 14:16 - Marktwirtschaftslogik

Dass es im Marktwirtschaftssystem nicht um die "Versorgung der Bürger", sondern um die "Bedienung des Marktes" geht, liegt am Zweck des unternehmerischen Agierens. Ziel eines jeden Unternehmers ist die Vermehrung seines investierten Geldes durch den Verkauf von Waren. Gibt es auf dem Markt keine zahlungsfähige Nachfrage für seine Waren, dann unterlässt der Unternehmer deren Produktion mittels Lohnarbeit, obgleich es jede Menge Menschen hier und anderswo gibt, die ein Bedürfnis nach etlichen Gebrauchsgütern haben, aber dummerweise nicht über genügend Geld zum Kauf der entsprechenden Waren verfügen.
Waren gibt es im Marktwirtschaftssystem mithin nur für die Menschen, die zahlungsfähige Nachfrager sind. Die Versorgung der Bürger hingegen widerspricht der Marktwirtschaftslogik: Geld - Ware - Geld'.

Wird auch Deutschland treffen

Irgendwann demnächst wird das auch Deutschland treffen.
Die wichtigsten Partner sitzen ja nicht China oder den USA, sondern in Europa.

Wenn also unsere Nachbarn kein Geld mehr für die teuren Überschussprodukte aus Deutschland haben, dann wird auch weniger verkauft.

Mal gucken, wie sich Merkel sich dann daraus windet. Evtl. muss sie dann auch mal richtig Politik in Deutschland machen.

Interessant wird sein, welche Branche zuerst nach Hilfe schreien wird ... die Autoindustrie wahrscheinlich, die nach den fetten Jahren wieder nach Subventionen lechts, damit sie bloß keine Rücklagen aufbrauchen muss.

Wer glaubt Deutschland könne der Krise in Europa entkommen, der irrt.
Mindestes das sollte jetzt so langsam klar werden.

Na und ?

Sind das vielleicht die Grenzen des Wachstums ?

das macht schon sinn

Wenn Geld weniger wert wird ( und der Markt wird extrem mit Geld geflutet seit Lehmann ).

Es gab nie ein Ende der Kriese und die Geldflutung sorgt für eine Entwertung von Geld. Anders als offizielle Inflationszahlen reagieren Börsen auf Geldentwertung im Nanosekundentakt, was dazu führt das wenn ein Unternehmen seinen Börsenwert steigert es defakto nur seinen Wert beibehält weil eine Einheit der Unterlegten Wärhung an Wert verliert!

Sprich die Flutung und Geld und die Zockerei an den Deviratmärkten führt zur Geldentwertung was an den Börsen dazu führt das die Kurse nach oben schnellen, denn anders als der einfache Sparer kann der Investor gegen diese damit ankämpfen!

Solche Prinzipien sollten endlich mal auch in Schulen gelehrt werden, aber der kleine Mann soll am besten ja nicht verstehen wie unser Geldsystem funktioniert!

@Manfred Korte

Eben.

Europa ist zusammen mit den USA einer der "gesättigsten" Märkte überhaupt. Zusammen mit der mittelfristig sinkenden Bevölkerung und dem damit verbunden Kauf/Arbeitskraftverlust, ist es verständlich, wenn Europa irgendwann nurnoch stagniert.

Das Problem ist nur die Verteilung. Wäre das Vermögen der europäischen Völker normal verteilst (z.B. gaussche Normalverteilung) würde es in Europa vermutlich keine Krise geben, und auch keine Rezession.

In Europa manifestieren sich Momentan die geballten Probleme unseres Wirtschafts- und Geldsystems.

Meiner Meinung nach muss sich das Grundlegend ändern. Allerdings genügt dass nicht, wenn es in den Nationalstaaten passiert. Vermutlich nichteinmal in ganz Europa. Die (momentan) großen 3 Europa, USA, China/Südostasien müssten gleichzeitig ihr System ändern. Dann setzt sich das auch weltweit durch.

Doch solang man in den USA ans ewige Wachstum glaubt, und Chinas machthungrige Eliten regieren, sehe ich da schwarz.

Oh Wunder Rezession

Alle Werte abgegriffen, Patente, Lizenzen, Rechte, Boden gekauft und auf Jahre gesichert. Seine Schäfchen im Trockenen.
Schnell noch Papiergeld in echte Werte getauscht.
Denn kann sie ja jetzt auf die Welt losgelassen werden die große Rezession.

@ 16.28 - DeutschEuropäer dem ist nichts mehr hinzuzufügen
@ all Ihr habt größtenteils das Wissen jetzt geht raus und sprecht mit euren Mitmenschen, Kollegen etc. und dann tut was auch immer getan werden muss. Damit das unsere letzte Finanzkatastrophe wird.

Viel Glück allen !

Da der liebe Staat selbst von

Da der liebe Staat selbst von der Wirtschaft oder besser gesagt deren Überschüssen lebt, so kann er dieser niemals aushelfen; allenfalls kann der Staat, sofern er sich einen Schatz gesammelt hat, in vorübergehenden Notlagen aushelfen oder nach Unglücken wie Mißernten und Naturkatastrophen Hilfe für den Wiederaufbau gewähren. Zwar kann der Staat durch den Ausbau von Verkehrswegen oder der Einführung neuer Technologien dem Wirtschaftsleben aufhelfen, aber die Mittel hierfür muß er wieder von der Wirtschaft einsammeln, es handelt sich also um einen Kreis.
Freilich, im Bezug auf den Außenhandel vermag der Staat einiges tun, sofern er vom Freihandelswahn befreit werden kann, denn mittel Zöllen und Einfuhrbeschränkungen können die heimischen Gewerbe geschützt werden, wodurch das Geld im Land bleibt und der Wohlstand gehoben wird; doch dies ist ein zweischneidiges Schwert, obwohl die meisten Rohstoffländer bislang keine eigenen Industrien hervorgebracht haben, doch Vorsicht ist geboten.

Mindestlohn von 10€ die Stunde dann klapps auch mit dem Konsum..

ist doch klar wenn menschen trotz vollzeitjob und sie werden immer mehr sich immer weniger leisten können und aufstocken gehen müssen wo soll da der konsum her kommen.
Wenn nun der Export wegbricht dann muss dieser ausfall durch die Binnennachfrage am besten schon gestern weggemacht werden.

Das ist sträflich vernachlässigt worden.
Die Folge dieser Lohndumpingpolitik massiver zuschuss zur Grundsicherung von vielen mrd.Altersarmut,2klassengesellschaft.

Hier findet eine Wettbewerbswidrige Staatsunterstützung für die sozialschmarotzerUnternehmer die dadurch die noch vorhandenen unternehmen die vernünftig bezahlen in wettbewerbsnöte bringen.
Und so dreht sich die spirale rückwärts.
Wir sehn doch alle was mit einem land passiert wenn an der falsche stelle massiv gespart wird.
Aber egal solange die oberen 10% immer reicher reicher werden ist die welt noch in Ordnung.
Noch 330 Tage dann ist hoffentlich dieser cdu/fdp spuk vorbei.

Darstellung: