Ihre Meinung zu Euroschau: Draghi - ein EZB-Präsident auf falschem Kurs

Vor einem Jahr trat er an, um die Währungs- und Finanzkrise in der Europäischen Union einzudämmen - doch seine Bilanz ist verheerend: EZB-Präsident Draghi brach mit den ehernen Prinzipien der Geldstabilität und Unabhängigkeit. Seine Maßnahmen verpufften bisher jedoch wirkungslos.

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54 Kommentare

Kommentare

Gast
Zustimmung, Herr Jackisch!

Die fundierten und inhaltlich richtigen Kommentare von Klaus-R. Jackisch heben sich stets wohltuend vom "Pro-Euro-Einheitsbrei" von CDU/CSU, SPD, Grünen, FDP, Linken und Piraten und denen der Merkels, Seehofers, Schäubles, Westerwelles, Röslers und Co. und denen vieler "Pro-Euro"-Medien ab!

Fakt ist:
Mario Draghi ist in seinem Amt als Chef der EZB völlig deplaziert und überfordert, völlig unglaubwürdig und unfähig!

Sein Weg ist der falsche und wird in Europa mittel- und langfristig für eine noch größere Verschuldung einzelner Pleite-Staaten, eine deutlich höhere Inflationsrate und noch mehr Finanzchaos sorgen.

Und unsere unglaubwürdige und ökonomisch unfähige Pro-Euro Merkel-Schäuble-Seehofer-Rösler-Bundesregierung unterstützt den ruinösen und total falschen Schuldenkurs von Draghi, der EZB u.Co. auch noch.....!

Darüber kann man nur verwundert und ensetzt mit dem Kopf schütteln!

Bei alledem kann man nur voller Sorge und Angst fragen: Quo vadis, Germania???

Bernd1
Herr Jackisch beim Draghi-Bashing?

In diesem Kommentar übertrifft Herr Jackisch sein bisherigen Bashig-Versuche gegen Herrn Draghi deutlich.

Er schreibt unter anderem:
"In den Büchern der EZB liegen nicht nur mangelhafte Sicherheiten, sondern auch Anleihen von Staaten wie Griechenland und Co."

Dabei vergisst Jackisch zu erwähnen dass dieser Ankauf von Staatsanleihen bereits bei Draghis Vorgänger begonnen hat. Draghi hat hier die begonnene Politik nur fortgesetzt!

Jackisch schreibt:
"Draghi begann seine Amtszeit mit einer umstrittenen Zinssenkung."

So umstritten waren diese Zinssenkungen nicht, die wurden sogar vom kritischen Bundesbankpräsident Weidmann mitgetragen.

Und weiter:
"Außer einer trügerischen Ruhe an den Finanzmärkten hat das Projekt bislang wenig bewirkt."

In Wahrheit haben die Maßnahmen GUT gewirkt. Speziell nach der Ankündigung zum "unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen" ist eine echte Ruhe im Markt eingekehrt.
Ohne Aufkauf sind Zinsen und Euro-Kurs STABIL !

Gast
unglaubwürdig

Daß Draghi nur unglaubwürdig ist, stimmt und nicht
nur das.
Man braucht doch nur in seinem Lebenslauf nachsehen,
woher er kommt, das sagt genug aus.
Wer soviel private Vermögen vernichtet hat, der
kennt keine Rücksichtnahmen.
Der Mann ist nicht nur völlig fehl am Platz, es
war mehr als nur ein Fehler, ihn zum EZB-Präsi-
denten zu ernennen. Ein Fehler, den die Menschen
teuer bezahlen müssen.

Gast
Zustimmung

Der Kommentar fasst die am Ende sehr teure für Europas Steuerzahler Fehlbesetzung von Merkels Gnaden treffend zusammen: Eine Marionette der Finanzmärkte.

Belibt zue rgänzen, dass Draghi dasselbe macht wie in seiner Zeit als ZB-Chef Italiens: Staatschulden aufkaufen und Geld dafür drucken. Damals verlor die Lira immer mehr an Kurs und Kaufkraft udn rettet sich in den Euro
(was Kohl u. Co. samt Bundesbank damals nicht wollten, dann aber wie bei Belgien nachgaben, was Griechenland nachzog und die ganze Maastricht-Bretterbude nach und nach zusammenfiel, weil sich niemand der Vertragsbrüchigen und Ignoranten wie der verantwortliche EU-Direktor Regling -jetzt EFSFESM-oder Finanzminisiter Eichel zu nichts verpflichtetet sah und nienamnd der Vertragsverletzer die anderen bestrafen wollte, weil alle im Schlamassel saßen).

Und nun soll ausgerechnet Goldman Draghi alles richten, den die Bailout-Klausel herzlich wenig interessiert?

Völkerrecht gebrochen - alles gut?

Gast
@Bernd1 - Würden Leute wie Sie......

Deutschland regieren, dann wäre Deutschland vermutlich schon selber PLEITE und ein Fall für den EU-Rettungsschirm und den "Insolvenzverwalter", denn dann würden Sie vermutlich auch noch unser letztes Tafelsilber verpfänden, um den vielen bankrotten europäischen Staaten und PLEITE-Banken, den vielen Fässern ohne Boden, unsere Steuermilliarden auch weiterhin zuwerfen.

Wer auch jetzt noch immer an die Rettung PLEITE-Griechenlands und des Euro in seiner jetzigen Form glaubt, der glaubt vermutlich auch noch an de Weihnachtsmann.

Mit diesen sonderbaren "Pro-Euro-Träumereien" zu Lasten Deutschlands und zu Lasten von uns und unseren Kindern und Enkeln muß endlich SCHLUSS sein!!!

Ich kann Herrn Jackischs ehrlichen Worten, die im Gegensatz zu Ihren mantraartigen und unerträglich naiven "Pro-Euro-Kommentaren" ökonomisch fundiert und richtig sind, nur zustimmen!

A.Winkler
Ich weiß nicht,

weshalb Jackisch in seine Kolumne etwas vom "Bruch mit dem Prinzip der Geldstabilität" faselt. Ist diesem Kolumnist denn nicht klar, daß ein zerfallender Euro erst recht keine Geldwertstabilität bringt? Solche Sprüche erwarte ich von Leuten, die sich mit dem Thema nie beschäftigt haben... Allgemein nervt dieses bashing schon mächtig. Das die bisherigen Versuche eines strikten Austeritätskurses so richtig in die Hose gegangen sind scheint sich bislang noch nicht zu jedem herum gesprochen zu haben. Vllt. versucht sich Jackisch malan der Erläuterung, weshalb bei direkter Staatsfinanzierung durch die EZB die Geltwertstabilität leiden soll, wo doch das gleiche Geld sonst bei indirekter Finanzierung über Privatbanken in den Umlauf kommt. Zudem die EZB auch nur auf dem Sekundärmarkt interveniert...

Das es durch die Aktivitäten der EZB auf dem Finanzmarkt nicht mehr so übel läuft, wie noch vor einigen Wochen, scheint ebenfalls am Kolumnisten spurlos vorbeigegangen zu sein. Einfach nur traurig

Gast
Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt

Leider ist der link bei arte down, aber sicher auf DeinerRöhre zu finden...

Sehr aufschlussreich - kann ich nur empfehlen!

Gast
Treffender Kommentar;

leider ist viel dieser Erkenntnis
nicht in unserem Parlament angekommen.

Besonders die Zinspolitik ist ein absolut
falsches Signal.

habu
Wenn man den Bock zum Gärtner macht ...

Wer Draghi bestellt bekommt Goldman Sachs.

Das hat jeder gewusst - auch unsere Bundesregierung, die diese Personalie fraglos hätte verhindern können, wenn sie denn gewollt hätte. Wollte sie aber nicht.

Dass dieser Lobbyist in seiner neuen Position dann aber ganz offen die Interessen der Grossbanken vertritt überrascht doch noch. So schamlos hätte ich es nicht erwartet.

Gast
wir haben........

doch schon genügend Monopoly Spieler bei den Bänkern. Die Völker sind beginnend mit Lehmann Brothers in die Schulden gejagt worden und dann noch einen Mr Draghi der allerlei wertloses Zeug aufkauft. Es wird Zeit das dieser Mann an die Kette gelegt wird denn Deutschland ist nicht die Kuh die unentwegt gemolken werden kann.

Bernd1
Lieber einen Fachmann von Goldmann Sachs ..

... der den Finanzmarkt wirklich kennt als irgend einen Staatsbeamten an der Spitze der EZB!

Draghi hat mit seinen Entscheidungen GEGEN seine alten Freunde von Goldmann Sachs und Co entschieden!
Wer ein klein wenig Ahnung vom Finanzmarkt hat der kann alleine schon an der Tatsache, dass die Zinsen für Staatsanleihen von Italien, Spanien und Portugal seit der Ankündigung Drahgis auf erträgliche Größen gesunken ist und dass sich der Euro-Kurs seit Wochen sehr stabil um 1,29 USD bewegt, erkennen dass der Markt ruhig ist und dass die Zockerbanken momentan nicht so viel verdienen können wie sie gerne möchten.

Draghi kennt den Markt und er hat deswegen auch richtig entschieden.
Hätte jemand wie Herr Jacksich die Verantwortung wären die Zinsen für die Schuldenländer wahrscheinlich inzwischen doppelt so hoch und die Zockerbanken würden jubeln!!!!
Aber soweit denken die Draghi-Kritiker lieber nicht weil sie aus Vorurteilen gegen den EX-Goldann Sachs Mann Draghi nur negativ urteilen wollen!

odoaker
Ruhe im Karton

Dieser "Kommentar" wird sicherlich durch ein Exklusiv-Interview mit Jens Weidmann belohnt werden.

Man muss Draghi ja nicht mögen, und man muss seine Aktionen bei seiner Goldman-Vergangenheit sicher auch kritisch beobachten, aber - und sei es nur als Zitat - als "Falschmünzer" sollte man ihn nicht bezeichnen.

Und eins ist auch klar: seit seiner Ansage an die Spekulanten, notfalls unbegrenzt Anleihen kriselnder Eurostaaten zu kaufen, ist "Ruhe im Karton".

Xabbu
@Klaus-Rainer Jackisch - Toller Kommentar !

.
Daß sich ENDLICH mal jemand aus der ARD traut all das auszusprechen, was Millionen denken.

Draghi als EZB-Präsident heißt im Klartext : Der Fuchs bewacht den Hühnerstall !

Wenn man es nun noch schafft die "restliche" Berichterstattung "anzupassen" ... oder ist schon wieder alles "alternativlos" ?

Gast

Dragi macht nur das nach was seit Jahrzehnten in Ami land ganz gut funktioniert.
Jetzt muss nur endlich mal die Politik nachziehen und einen Sozialstaat wie in Amiland schaffen. Dann wird alles gut.

Tarantus
Draghi- Der richtige Mann am richtigen Platz

Wenn wir es tatsächlich ernst meinen mit der Zukunft Europas und der Währungsunion dann brauchen wir Männer wie Draghi, die nicht nur jammern sondern handeln.

@Bernd1: Volle Zustimmung!

Gast
@A.Winkler : Ich weiss nicht....

Ich (meinerseits) weiss nicht weshalb manche sich gegen Herrn Jakisch auslassende Kommentarschreiber nicht wissen, dass es nicht (!) Aufgabe der EZB ist, den Zerfall
des Euro zu verhindern, sondern für Geldwertstabilität in vorgegebenem Rahmen zu sorgen (Zins, Geldpolitik). Den Zerfall des Euro durch fröhliches Schuldenmachen
einzelner Länder zu verhindern, ist Aufgabe der Politik. Auch Bedingungen für den Aufkauf bestimmter Anleihen vorzugeben und zu überprüfen liegt ausserhalb des eigentlichen Aufgabenbereichs. Die vorgebrachte Argumentation des unwissenden Herrn Winkler liegt daneben. Denn : Sollte die EZB bei einem viel eher zum Zusammenbruch des Euro führenden Fall, etwa des Eintritts eines Weltkrieges, auch dafür sorgen, dass der Verfall der Währung und damit vorher der Ausbruch eines Krieges verhindert wird. Herr Dragi würde sicher auch das machen. Vielleicht helfen ihm ja seine Bilderberger oder GS -Konakte hierzu.
Herrn Jakisch gratuliere ich zu seiner blendenden Analyse.

Bürger Oliver
Draghi nur auf "falschem Kurs"? Das geht viel tiefer!!!

Tendenziell ist Herr Jackisch mit seinem Bericht m.E. auf dem richtigen Weg - nur was glaubt er, was für Herrn Draghi der "richtige Kurs" ist?

Man muss nur Herrn Draghis Karriere verfolgen, dann weiss man, dass er nicht die Interessen der großen Gemeinschaft verfolgt:

Herr Draghi
- war Vize-Präsident und GF bei Goldman Sachs
- ist Gast bei den Bilderberger Konferenzen
- gehört zur "Group of 30"

Wer nur ein paar der obigen Begriffe googelt, wird feststellen, dass Mario Draghi definitiv NICHT die Rolle des EZB-Präsidenten ausfüllen dürfte, weil er mit dieser Macht höchstwahrscheinlich nur eine kleine Elite bedienen wird!!!

Und das ist nicht zum Vorteil der EU-Bürger!

Gast
Was erwartet man denn von ..

Jemandem, der folgende Eigenschaften aufweist?

Zitat Wikipedia
Draghi ist Mitglied in der Group of Thirty (G30), einer privaten Lobbyorganisation der Großbanken. Aus diesem Grund wird ihm ein Interessenkonflikt als EZB-Chef vorgeworfen. Zudem gibt es Stimmen, die insbesondere auch Draghis vormalige Tätigkeit bei Goldman Sachs als Interessenkonflikt werten

Noch Fragen, Kienzle?

Gast

Draghi scheitert nicht! Der Goldmann Draghi tut genau das, wofür er bestellt wurde.
Allerdings hätte er für seine Arbeit bei der zweifelsohne mächtigsten Institution der Welt -Goldmann Sachs- eher ins Gefängnis gehört als an die Spitze der Ezb. Trotzdem: Draghi handelt erfolgreich! Sein Erfolg bedeutet aber die Niederlage der arbeitenden und Werte schaffenden Bevölkerung.

Gast
Danke!

Diesem Kommentar kann man wirklich nichts hinzufügen.
Der falsche Mann, zur falschen Zeit, am falschen Platz!

Don-Corleone
Euroschau: Draghi - Ein EZB-Präsident..auf

Man muß es so sehen :

Draghi hatte keine Große Wahl, um das Ruder einigermaßen
richtig rumzureißen .
Das Wichtigste war u. ist dabei, Ruhe i.d.Märkte zu bringen . Dafür gibt es nicht viele Möglichkeiten i.d.
jetzigen prekären Lage .
Durch d. limitlosen Ankauf d. Staatsanleihen war die
Kuh (=Eurokrise) halbwegs vom Eis u. relative Ruhe trat ein .
Nun muß abgewartet werden, wie d. Dreh- u-angelpunkt Griechenland sich weiter entwickelt .
Griechenland ist eine strategische Frage u. keine taktische Schlacht !

Mit Griechenland steht u. fällt d. euro ?

ich sehe daß anders, aber wenn d. Gau eintreten sollte,
könnten d. Märkte u.z. weltweit verrückt spielen ,auf
Dauer (Rezession) !
Das ist der wahre Grund f.d. Entscheidungen v. Draghi .

Die Angst vor diesem Szenario .

Avedus
Draghi...

.
...ist als ehemaliger Goldman-Sachs-Manager - dieses "Finanzinstitut" ist inzwischen mit dem Etikett "Mafia-Bank" versehen - in der Tat nichts als ein Agent der Finanzspekulanten, da hat der Kommentator völlig Recht. Draghi zu installieren war ihr letzter Mega-Coup und ein Meilenstein der Machtübernahme in Europa.
.
Ich frage mich, wie es möglich ist, dass es dazu kommt, dass die Finanz-Mafia nun bald die Weltherrschaft hat. Wer bestimmt z.B., wer Chef der EZB wird? Oder des ESM? Offensichtlich haben die Volksdemokratien versagt - Zustände wie am Ende von Weimar könnten uns bevorstehen.
.
V.a. die m.E. inzwischen zu obrigkeitshörigen Medien haben hier vollkommen versagt und kommen ihrer Verpflichtung zur Aufdeckung dieser Verbrechen nicht nach - nicht im Entferntesten. Dieser Kommentar hier ist eine sehr kleine Oase in einer ansonsten riesigen Wüste.

Gast
Ich wusste gar nicht, dass ...

... Draghi der absolutistische Herrscher der EZB ist.

Gast
@Kathgläubig

Sie müssen gerade von "mantraartig" reden.

Was mich stört, dass sie nur immer destruktiv denken in Form von "Nieder mit dem Euro" "Nieder mit der EU".

Haben sie auch schonmal überlegt, dass es dazu auch alternativen gibt?

Ich bleibe lieber im Konstruktiven Bereich und sage: Umgestalten!

pauline_8
-Warum wird dieser Kommentar nicht jede Woche gesendet?

Bisher wurde im Ö. R. doch regelmäßig nur die Ansicht der Kanzlerin, und ihrer Jünger als "alternativlos" und die "Rettung des Euro" als ein angebliches Ziel dargestellt, für das jeder Einsatz gerechtfertigt ist.

Sparer haben eben keine Lobby, Banken schon.

Wir sollen für das Alter vorsorgen, aber das Gesparte wird mit der "Euro-Rettung" entwertet.
Wir zahlen an der Tankstelle und beim Heizölhändler bereits Milliarden wegen des gesunkenen Eurokurses.

Alles eine Folge der "Euro-Rettung". Wie lange soll der Unsinn noch weitergehen?
-

pepe79
Schluss

mit der Finanzierung der Finanzmärkte.
sollen sich die Banken untereinander Geld leihen oder von niemanden, dann werden die sich schon wieder bessern!
Keine Aufstockung der EU Mittel solange andere Länder zum sparen verdonnert werden.
Sollte das nicht passieren dann hoffe ich das die Skandinavier Ihre Drohungen, den Euro zu verlassen, mal wahrmachen und sich Deutschland anschliest oder es zum Nordeuro kommt!!!
Draghi würde ich nichtmal ein Sparbuch anvertrauen, wo die Amerikanische Geldpolitik führte sehen wir jetzt und nun reist er stück für stück europa in den abgrund. Klar wenn alle am Boden liegen herschen ja auch Weltweit wieder gleiche Bedingungen und alle können sich erholen...allen voran die Großbanken!

MaWo
Haftung

Was ist aber mit einer Haftung der Entscheidungsträger die, im Gegensatz zu den in Haftung genommenen Bürgern, für ihr Tun verantwortlich sind.
Dies umsomehr, da sie keinesfalls als gescheiterte Fünftklässler entlohnt werden.

Gast
Personalpolitik mit System!

„Unter dem Strich ist das erste Amtsjahr von Draghi also eine große Enttäuschung. Unter ihm hat sich die EZB zu einem Handlanger der Märkte gemacht, in der die Kosten und Risiken der Finanzkrise nicht von den Verursachern - also den Spekulanten und den Banken - sondern von den Bürgerinnen und Bürgern der Währungsunion getragen werden. Gleichzeitig hat sie ihren Auftrag, stabile Preise zu gewährleisten, weitgehend an den Nagel gehängt.“

Eine mehr als ernüchternde Zusammenfassung und Beschreibung des verheerenden Wirkens Draghis als oberster europäischer Währungshüter.

Für mich eine Bankrotterklärung die deutlich macht, dass hier ganz deutlich der falsche Mann von der Politik ins Amt gehoben wurde- oder sollte man besser sagen der richtige Mann, den die Märkte platziert haben?!

Klasse Beitrag, Herr Jackisch!

ene mene muh
Alternativ Los

@Xabbu: Daß sich ENDLICH mal jemand aus der ARD traut all das auszusprechen, was Millionen denken.

Vielleicht auch nur das, von dem Sie denken, dass Millionen es denken?

Gast
Je mehr Herr Jakisch schreibt,

desto weniger werde ich tagesschau.de besuchen. Kann doch nicht so schwer sein, jemanden zu bekommen, der ein bisschen mehr von Wirtschaft versteht. Vielleicht kann man die Artikel ja mal jemandem mit VWL-Wissen zur Kontrolle geben, bevor man sie online stellt?

Gast
kann Herrn Jakisch nicht zustimmen!

Man sicherlich darüber streiten ob der Kurs Draghis richtig ist und es sind auch Risiken damit verbunden.

Aber die Behauptung alle Maßnahmen Draghis wären vollkommen wirkunglos beschreibt nicht die Realität.

Den Fokus auf niedrigere Inflation zu setzen nützt auch nicht viel wenn Zinsspekulationen Eurostaaten zu Fall bringen können. Die Politik war nicht in der Lage dem einen Riegel vorzuschieben. Die EZB hat es anscheinend geschafft.

Gast
Fantastischer Beitrag

Das ist ein fantastischer Beitrag von Herrn Jackisch. Er belegt ganz klar, dass die meisten Maßnahmen weder die Wirtschaft beeinflusst haben, noch an den Ursachen der Krise gehebelt haben. Sie haben lediglich der Finanzwelt mehr und billigeres Geld zugespielt.

Man kann sich das gerne schön reden, aber jetzt ist das Pulver verschossen und jeder weitere Schuss wird einfach nur noch teuer für die Steuerzahler, die mit ihren Notenbanken das Ganze finanzieren.

Dass wir mit einer höheren Inflation und geringeren Zinsen schleichend enteignet werden, führt zu Konsumrausch, irgendwann zu Inflation. Gerade Deutschland bräuchte in dieser Zeit eher höhere Zinsen, um wieder etwas von dem billigen Geld aus dem Markt zu schöpfen. Das geht aber leider nicht mit einer einheitlichen Währungspolitik, insbesondere nicht, wenn die Währung in einem nicht optimalen Währungsraum installiert wurde.

Die viel größere Gefahr steht uns noch bevor: Inflation und Deflation zur gleichen Zeit. EZB=Machtlos.

WiPoEthik
Sehr deutsche Sichtweise

in vielen Ländern wird es anders gesehen.

Es kommt immer auf die Perspektive an. Wie die Entwicklung ohne Draghi tatsächlich ausgesehen hätte kann niemand mit Sicherheit sagen.

Ich denke allerdings ebenfalls nicht, dass geringere Zinsen in den Krisenländern für mehr Investitionen sorgen.
Dies wäre der Fall, wenn eine Investition sich bei hohen zu zahlenden Zinsen nicht lohnt, das Unternehmen jedoch bei niedrigeren Zinszahlungen Gewinne erwirtschaften könnte.

Das derzeitige Problem ist jedoch ein Sicherheits- und Vertrauensproblem.
Niemand weiß, ob Griechenland nicht doch pleite geht. Niemand weiß, ob Spanien vielleicht nicht doch umfällt. Niemand weiß, ob nicht vielleicht doch Frankreich das nächste Krisenland ist.
Ob ich dann 1% weniger Zinsen zu zahlen habe ist relativ egal. Die Unsicherheit bleibt, die Ungewissheit bleibt - und das Risiko bleibt ebenfalls.

Erst wenn sich hier etwas tut - erst wenn der Euro wieder sicher ist - dann kommen die großen Investitionen zurück.

Gast
@Don-Corleone: Ruhe der Märkte

"Durch d. limitlosen Ankauf d. Staatsanleihen war die
Kuh (=Eurokrise) halbwegs vom Eis u. relative Ruhe trat ein."

Der Preis für die Ruhe ist ein hoher. Gerade durch solche Ankündigungen drängt Draghi ja die Spekulanten dazu, weiter Staatsanleihen zu kaufen, da sie unendlich sicher sind, wenn er (EZB) sie unbegrenzt vom Markt aufkaufen wird.

Damit wird der Marktpreis verfälscht und eine Sicherheit vorgetäuscht, die rein ökonomisch nicht wirklich existiert, denn die Steuerzahler können nicht unbegrenzt Geld in die EZB / ESM pumpen. Es wird also nur der Crash hinausgezögert.

Die einzige Variante die funktioniert, ist Entschuldung durch Schuldenschnitt, Währungsreform, Austritt aus Euro oder Enteignung, Umverteilung, hohe Steuern auf Vermögen. Wenn das nicht passiert, erledigt das irgendwann eine grassierende Inflation.

Wollen wir das?

Das aktuelle Gestochere im Nebel bekämpft nicht einmal die Symptome, wie sie in allen betroffenen Ländern sehen können.

Elefant
Sehr guter Kommentar

, wie konnten "verantwortungsvolle" Politiker sich nur einem Unternehmen wie dem Euro anschliessen und die für Deutschland insgesamt erfolgreiche Finazpolitik der Nachkriegsphase komplett negieren und über Bord werfen. Bleibt die Frage wie wird man solche Goldmann Sachs Lobyisten wieder los, bevor Sie unser erspartes durch inflationäre Entwicklungen total gegen die Wand fahren.

Snoopy
Sachlicher Kommentar

Leider ist im politischen Alltag zwischen Gipfeltreffen und nächtlichen Milliardenverschiebungen kein Platz für so sachliche und realistische Einschätzungen. Darum wird auch weiterhin gerettet werden, bis wir alle (jedenfalls die "99 Prozent") ruiniert sind.

ladycat
EZB = Europäische Zocker Beihilfe

Herr Jackisch hat die Problematik um Draghi sehr gut beschrieben. Ich gebe ihm in allen Punkten Recht.
Zwar müssen die Pleiteländer wegen Eingreifens der EZB nun keine so hohen Zinsen mehr zahlen, trotzdem haben sie mit dem Euro keine Chance. Die Probleme sind einfach zu groß und niedrigere Zinsen alleine können diese Länder nicht retten.
Das Handeln der EZB ist eine weitere Geldvernichtung zum Wohle der Zocker und Reichen.

Gast
Lob: Guter Kommentar

Herr Klaus-Rainer Jackisch vom HR hat wieder eine zutreffende Analyse in wenigen Worten vollumfassend niedergeschrieben.

Die MS EZB sinkt und der neue Kapitän Draghi sucht sich schon sein Rettungsboot. Ganz im Gegenteil der germanischen Stolz mit seinen Schiff unterzugehen.

Konstantin1
Leitzinsen endlich erhöhen!

Der Leitzins gehört schon lange erhöht und nicht erniedrigt, wie das Dragi macht. Laßt Griechenland, Spanien und Italien endlich Pleite gehen und schafft einen Neuanfang. Diese Inflationsmaschinerie, welche die EZB betreibt und dieses künstliche am Tropf am Leben erhalten von überschuldeten Staaten ist nicht mehr vermittelbar noch finanzierbar. Die Kaufkraft schmilzt, Sparer erhalten kaum noch Zinsen, aber der EZB gefällt's scheinbar, daß man die Eurozone zusammenhalten kann. Die Eurozone gehört aufgelöst, Staaten, die mißgewirtschaftet haben ausgegliedert, einen Neuanfang gemacht und eventuell wieder eingegliedert, wenn sie gelernt haben mit Geld umzugehen.

Gast
Welch Überraschung,

dass ein ehemaliger Goldman-Sachs-Mitarbeiter nun als EZB-Präsident vorwiegend der Finanzindustrie dient.

Gast
@ Bernd 1: Sie kennen Weidmanns Abstimmung zur Zinssenkung?

Die Abstimmungsprotokolle der EZB sind geheim.
Bitte um Quellenangabe!

Spaniens u.a. Zinsen sind nach verpuffen der Drahgi-Bazooka.Androhung wieder oben. Märkte sind nicht blöd, wenn ratings weiter runter gehen und mehr Regionen in Soanien pleite und katalonien mit Austritt droht.

Die 1,29 € pro Dollar sagen nur aus, dass er nicht mehr Wert ist im Ansehen der Händler (nach 1,60 im Juli 2008). Obwohl das deutsche BIP wieder etwas wuchs. Scheint nicht zu reichen.
Im Übrigen ist der Einheitseuro pro Land über oder unterbewertet. Dem ESFS wurden die Zinsen immer teurer (statr satter Ersparnis für die Bedürftigen mit Kapitalmarktauschluss wie behauptet) und der ESM steht kurz vor der Hinabstufung, chonw egen Frankreich, dem wahrscheinlichen Sargnagel für den Euro.

Rekordarbeitslogikeit der Eurozone und Aufstände im Süden, Massenarmut, Banken die sich udn Firmen nach wie vor Kredite verweigern und EZB-Geld horten, um nicht pleite zu gehen, Target2 im Kreditrausch gegen den Norden ...

Gast
ja genau

Ihre überschrift: Ich weiß nicht,
6. November 2012 - 17:52 — A.Winkler

Genau, Sie wissen nicht! Sie könnten aber wissen! Sie könnten sogar denken, dann würden sie evtl. selbst darauf kommen, dass ohne euro eine andere Währung Geldstabilität bringt. Ohne Euro werden wir sicher nicht Muscheln einführen. Nicht mehr so Übel läuft???? Lesen Sie eigentlich hier auch? Zeigen Sie mir einen, nur einen einzigen Tag ohne Euro Rettung, Proteste, Maßnahmen, Abstimmungen....
Gott das muss ein troll sein...

ladycat
Natürlich bleibt die Unsicherheit,

denn jeder normale Mensch weiß, dass bisher noch immer nicht die Ursachen der Krise angegangen wurden. Außer Systemdokterei ist nichts passiert. Auch dies ist ein Grund für fehlende Investitionen.
Außerdem lässt sich durch Zockerei schneller und mehr Profit verdienen als durch Schaffung von Arbeitsplätzen. Solange dies von der Politik nicht unterbunden wird, sehe ich dsbzgl. keine positive Änderung.

Gast
@Matze_VWL: Kontrolle?

Ich bin mir als Volkswirt nicht sicher, wie Ihre Kritik gemeint war. Die meisten VWL-Vorträge von renommierten Professoren, die ich in letzter Zeit gehört habe, bestätigen eher das, was Herr Jackisch hier beschrieben hat.

Lediglich Politiker argumentieren anders und wenn Sie tatsächlich Wirtschaft studiert haben, wissen Sie auch warum.

eibe59
Ein treuer Diener von Goldman Sachs

" Von Fundament, Auftrag, Ethos und Ansehen der einst hoch respektierten Notenbank ist nicht viel übrig geblieben - auch nicht von ihrer Unabhängigkeit."
Als Vertreter der Interessen von Goldmann Sachs ist er doch dafür angetreten und macht, was er soll.
Siehe in Vimeo den Film vo Arte dazu.

Tarantus
Immer wieder lustig...

...wie notorische €-Gegner versuchen alles schlechtzureden. Vorneweg Herr Jackisch.
Draghi ist ein Glücksfall für die Eurozone. Durch seine Klarstellung zur Handlungsbereitschaft der EZB hat er nachhaltig Ruhe in die Märkte gebracht.
Die Eurozone ist insgesamt auf einem guten Weg.
Die Reformen in den Südländern greifen. Auch unabhängige Stellen wie die Weltbank bescheinigen der Eurozone verbesserte Wachstumschancen. Die Neuverschuldung liegt bei 3.2%. USA, England oder Japan sind bei knapp 10%. Die Aussichten für das nächste Jahr sind gut.
Ein größeres Risiko ist nur noch Griechenland.

Nny
Der Artikel ist daneben. Die

Der Artikel ist daneben.
Die EZB tut eben alles, was sie tun kann.

Das eigentliche Problem liegt auf Seiten der (deutschen) Politik.
Man will dort gar nicht, dass es zu einem Aufschwung kommt, sondern man will die Krise als Druckmittel nutzen, um neoliberale Strukturreformen in Europa durchzusetzen.

Bernd1
@ 21:00 — vanPaten

Ab und zu Zeitung lesen hilft!
Herr Weidmann gibt regelmäßig zu den Entscheidungen der EZB Intervies!

Bernd1
Wer behauptet dass Draghi allein entscheidet ..

... hat keine Ahnung von der EZB!

Dort werden solche Entscheidumgen immer von dem gesamten Direktorium beschlossen.
Im EZB-Rat, der die Leitlinien der Geldpolitik festlegt, sitzen zusätzlich zu den Direktoriumsmitgliedern die Präsidenten - in manchen Ländern auch Gouverneure genannt - der Zentralbanken aller Euro-Mitglieder.

Deshalb ist das ganze Draghi-Bashing von Ahnunglosen extrem unsinnig!
Draghi ist mit seinen Fachkenntnissen über den internationalen Finanzmarkt ein Glücksgriff für uns Steuerzahler weil er mit den Maßnahmen, die er vorgeschlagen und die der EZB-Rat beschlossen hat, verhindert dass die Zinsen der Staatsanleihen der Schuldenländer weiter ausufern.
Denn die Folgen hätten wir alle zu tragen!!

Gast
@Bernd1

"Draghi hat mit seinen Entscheidungen GEGEN seine alten Freunde von Goldmann Sachs und Co entschieden!"

Herr Jakisch stellt ja wesentlichen Punkte in seinem Beitrag heraus:
Es gab 3 Leitzinssenkungen (2 hiervon waren für den deutschen Währungsraum suboptimal). Mit der "Dicken Bertha" i.H.v. 1 Bio. € liehen sich die Banken zum Discountzins billiges Geld. Außerdem wurden die Anforderungen an Sicherheiten, die die Banken bei EZB hinterlegen müssen um sich Geld von ihr zu leihen, drastisch gesenkt. Die EZB hat risikobehaftete Staatsanleihen i.H.v. 211 Mrd.€ gekauft und unbegrenztes Ankaufprogramm wurde beschlossen.

Das sind alles Maßnahmen mit denen die Banken ihre Refinanzierungskosten senken & mit der überschüssiger Liquidität Spekulation betreiben konnten. Die Anleihekäufe übertragen zudem die Risiken der Banken auf die öffentliche Hand.

Da kann ich nur feststellen, daß Draghis Maßnahmen GoldmanSachs nicht geschadet haben -ganz im Gegenteil.

Gast
@ Bernd 1: Weidmann gibt Interviews

Na und?

Er publiziert aber nicht die Abstimmungsergebnisse einzelner Personen, eben weil geheim.

Damit kommen Sie aus ihrer beleglosen Behauptung des Geimnisverrats durch Weidmann nicht raus.

Gast
soll man das problem retten?

natürlich wird das problem nicht kleiner, man versucht ja genau dieses zu retten?

euro, banken - das monetäre system hat sich verselbständigt und rechnte reiche immer reicher und hält arme menschen am boden: völlig abgehoben von materiellen fakten, ein nummernspiel das nicht gutgehen kann;

doch versuchgen wir genau dieses zu retten, eventuell weil die alternative nur noch der kollektive untergang unserer zivilisation ist bei gleichzeitigem aufstieg von fanatikern und religiösen irren ...

Werner40

Draghi hat richtig gehandelt, da die Politiker
handlungsunfähig waren. Jetzt muss die Ursache
der Krise bekämpft werden: keine neuen Staatsschulden
mehr !

pepper
Lieber Himmel...

Eine Kolumne hat vielleicht nicht den Anspruch, objektiv und fundiert zu berichten, aber dann soll man sie doch bitte auch nicht wie jede andere Nachricht mitten auf die Seite stellen.

Es wird nicht ein einziges stichhaltiges Argument angefuehrt. Man behauptet dass eine Massnahme ihr Ziel verfehlt hat, dabei ist ganz und gar nicht klar und wird noch nichtmal betrachtet, wie ohne die Massnahme jetzt die Situation waere.

"Außer einer trügerischen Ruhe an den Finanzmärkten hat das Projekt bislang wenig bewirkt." - Aber genau das sollte doch erreicht werden, um die weitere Eskalation der Zinsen zu stoppen? Was kann denn die EZB dafuer, dass Merkel und andere Laender diese voellig egoistisch/ignorante Politik fahren?

Wie ist es zu erklaeren, dass Deutschland in der Finanzkrise eine Abwrackpraemie macht, waerend alle anderen zum Sparen und damit wie vorhergesagt in die Rezession gezwungen werden?

Griechenland hatte jahrelang besseren Produktivitaetszuwachs als Deutschland!