Kommentare

na und?

Das Abstimmungsergebnis ist für den Premier nicht bindend.

na und-

Reisende soll man nicht aufhalten.

Von den Briten lernen....

Wenn die Briten ein Referendum durchsetzen, dann sieht es schlecht aus für Europa. Es könnten auch andere Länder wach werden.

Gut, ich hoffe, dass andere

Gut, ich hoffe, dass andere Länder dem britischen Beispiel folgen werden und endlich aufhören mit dem Geschwätz von 'mehr Europa'!

britain hat noch nie zu europa gehoert

und wird es auch nie wollen.
die unterschiede zwischen britain und europa waren schon immer zu deutlich und auch gewuenscht. kein brite moechte auf sein english pound verzichten und das spielgeld annehmen was andere retten zu muessen glauben.
wer sich mal die internationalen beziehungen von briten ansieht wird feststellen das fuer diese die usa und australien naeher vor der tuer liegen als europa.
die briten brauchen europa nicht und schon gar nicht das gezeter welches in europa ablaeuft.

an dieser einstellung wird sich auch nichts aendern und im grunde belaecheln die briten europa sowieso nur.

Fort mit Schaden - oder doch lieber nicht?

Eigentlich würde ich sagen: Tschüs GB, bemüht auch um Aufnahme in die USA als 51. Bundesstaat, da gehört ihr hin. Nicht umsonst spricht man vom anglo-amerikanischen Kapitalismus - Bank-regierte Länder dieser Erde, vereinigt Euch.

Andererseits brauchen wir aber die Engländer, um die Begehrlichkeiten der EU-Bürokratie und der Abgreifer im Zaum zu halten. Es ist kaum zu glauben, wie dreist die EU in Zeiten knapper Kassen ihren Etat aufplustern will. Und die Nehmerländer, also fast alle, rufen nach mehr, allen voran Polen.

Da ist es gut, wenn wenigstens einige auf die Bremse treten.

Im Übrigen muss man GB nur klar machen, dass es ein Freihandelsabkommen mit der EU nach einem eventuellen Austritt nicht gibt, dann ist der schnell vom Tisch. GB kommt ja nur noch deshalb einigermaßen über die Runden, weil ausländische Investoren es als (englischsprachigen) Zugang zur EU nutzen. Scheidet GB aus dem gemeinsamen Markt aus, ist das bischen Industrie auch noch weg.

In den Zitaten der Meldung

In den Zitaten der Meldung ist doch bemerkenswert, dass hierbei zwar um den EU-Haushalt abgestimmt wurde, gesprochen wurde aber nur über die Interessen Großbritaniens.
Die Abgeordneten machen sich scheinbar nichtmal proforma die Mühe, auch um die Interessen der EU zu reden - den Anstand haben wenigstens Politiker aus Deutschland, Frankreich, etc.

Die Briten haben nicht verstanden, dass EU auf Reziprozität beruht. Die EU ist für einen Mitgliedsstaat da, aber dieser muss auch für die EU da sein.
"Unus pro omnibus, omnes pro uno" EIner für alle, alle für einen!!!

Contra Transferunion = Contra Europa?

Großbritannien will schlicht und einfach keine europäische Transferunion. Ich wette viele Menschen in den Nettozahlerländern würden dem zustimmen.

Das interessiert DIESE europäische Union nicht, weil es da nicht im entferntesten demokratisch zugeht, die Menschen belogen und betrogen und Verträge am laufenden Band gebrochen werden. Gegen DIESE europäische Union zu sein bedeutet nicht, gegen Europa zu sein.

Das demokratisch gewählte britische Parlament darf sich daher sehr wohl politisch und moralisch gegen Forderungen des undemokratisch nach einem 27-Klassen-Wahlrecht zusammengesetzte europäische Parlament wehren.

Ich hoffe die Briten schaffen wenigstens ein einfrieren der Ausgaben!

P.S. Das die Währungsunion in dieser Gestalt ein Riesenfehler ist mittlerweile für jeden ersichtlich. Ist GB jetzt "anti-europäisch", weil es rational handelte und nicht beitrat, statt irrational mit einer rosaroten €-Brille bezutreten???

Europskepsis

Was ist denn aus der großartigen Idee von einem geeinten Europa geworden? Europa steht vor einem Scherbenhaufen und unsere Politiker machen uns weis, "Das bekommen wir alles in den Griff!" Wer´s glaubt wird seelig und die anderen kommen auch dahin. Ein völlig überschuldetes Europa druckt immer mehr wertloses Geld. Das erinnert mich an die Inflation des letzten Jahrtausends. Da kam man mit dem Geld drucken nicht mehr nach, so schnell verlor die Währung an Wert und der kleine Mann seine Ersparnisse.Das ging solange, bis auf die Vermögenden, niemand mehr einen Groschen hatte. Längst werden wir von EU-Bürokraten regiert und in den Abgrund getrieben und wer behauptet,das sei gut so, der wird bald den Gerichtsvollzieher im Haus haben. Was wir Bürger eigentlich wollen, interessiert niemanden, Hauptsache sie kommen an unser Geld! Und wenn es nach Claudia Roth ginge, dann müssten wir auch noch einen Beitritt der Türkei mit allen seinen negativen Folgen verkraften. Nein danke.

GB IST ein Vorbild

Es gibt einen Unterschied zwischen Europa und €kratistan. In unseren Medien wird das gleichgesetzt und in den Köpfen Vieler kam diese Gleichung an.

Europa ist aber nicht €kratistan, und was deutsch, französische und sonstige Regierungen wollen ist schon lange nicht mehr das, was die Menschen wollen.

Die Angst in €kratistan vor Referenden ist der pol. Klasse im Gesicht abzulesen. Sie wissen warum. Nicht zuletzt deshalb, wurde GR das Referendum verwehrt.

GB war im letzten Jh. mehrfach die letzte Hoffnung eines geschundenen Kontinents auf Freiheit und Demokratie.
Die Briten haben in diesen Dingen einen inneren Kompass, der sie sozialistische Umverteilungsgedanken der "Freunde der Kohäsion" genauso ablehnen lässt, wie Zentralismus, Fremdbestimmung, Vertragsbruch oder Autokratie. Die Attribute €kratistans.

Statt GB in die Ecke zu stellen, sollte dessen Widerstand den Anstoß dogmenfreien Nachdenken geben!

Schade, aber...

Es wäre ein schlechtes Signal, würde sich das Vereinigte Königreich aus der EU verabschieden; es wäre bedauerlich und traurig. Besser jedoch die Briten steigen aus, als dass sie fortlaufend blockieren.

Hallo

Was ich immer wieder faszinierend und auch traurig finde, dass die EU immer mit dem Euro gleichgesetzt wird. Die EU an sich sollte möglichst nicht scheitern und auch GB sollte keinesfalls austreten. Denn nur dieser lokale Völkerbund hält die EU-Mitgliedsländer davon ab aus nationalen wirtschaftlichen Interessen sich gegenseitig zu torpedieren. Akute Angst vor einem dritten Weltkrieg müssen wir jetzt nicht haben, dafür ist der zweite Weltkrieg noch nicht lange genug her und die schlechten Erinnerungen lassen uns da sehr zurückhaltend sein. Aber ohne EU würden sich Deutschland, Frankreich, GB und Italien gegenseitig die Märkte abgraben und wirtschaftlich sehr viel schlechter als mit EU dastehen. Und ohne Euro gäbe es derzeit wohl massive Abwertungswettbewerbe, die die Inflation schnell vorantreiben.

Unsere einzige Hoffnung und auch die Großbritanniens liegt in der Vernunft und in der innovativen Lösung von systembedingten Problem.

Der Kapitalismus ist das Problem, nicht die EU!

Die Stunde der Separatisten...

Die Anziehungskraft der EU hat offensichtlich deutlich gelitten. Wenn Sie schreiben "Die Briten wollen immer weniger Europa - genau das Gegenteil von dem, was Deutschland, Frankreich und andere EU-Länder anstreben" dann beschreibt das offensichtlich nur verengt das Vorgehen der politisch Handelnden. Ich bin der festen Überzeugung, dass mittlerweile nicht nur in der britischen und deutschen Bevölkerung, sondern auch in vielen anderen Nationen Europas eine EU-skeptische Haltung deutlich überwiegt. Im Verlauf der sogenannten Schuldenkrise haben viele Europäer erkannt, dass diese Eurokratie und die dilettantisch konstruierte Gemeinschaftswährung für die Banken da ist und nicht für die Menschen. Doch leider: unsere Demokratie ist so arm an basisdemokratischen Mitbestimmungsmechanismen, dass sich in politischen Kernfragen (z.B. gemeinsame Währung) bequem jahrelang über die Mehrheitsmeinung der Bevölkerung hinwegregieren lässt.

@Uebermorgen

........
"an dieser einstellung wird sich auch nichts aendern und im grunde belaecheln die briten europa sowieso nur."

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass ihnen schlichtweg die Kompetenz fehlt um für alle Briten diese Aussage zu treffen, jedoch mal angenommen.......aus was soll diese Überheblichkeit (oder wie man es auch nennen will) bitteschön genährt werden? Großbriannien ist ebenfalls nicht grad das Land, wo Milch und Honig fliesst. Und so unabhängig von Europa, wie sie es gerne hätten, sind sie dann doch nicht.....

Welcher Kurs der Richtige ist, kann glaube ich niemand von uns 100%ig sagen. Mag sein, dass GB mit dem antieuropäischen Kurs in eine "goldene" Zukunft fährt, es kann aber genauso sein, dass sie auf dem Holzweg und irgendwann einmal das Armenhaus vor den Toren Europas sind. Wer weiß das schon.

LG

Die britischen Europäer rücken zusammen.

@ habu: Vom "anglo-amerikanischen Kapitalismus" spricht man (und heute auch kaum noch) wohl eher deshalb, weil damit in aller Regel und konkret der englisch_sprachige_ (=anglo) Teil des Doppelkontinents gemeint ist. Amerika erschöpft sich nun mal nicht an den USA & Kanada, sondern da gibt es u. a. auch noch einen gewissen lateinamerikanischen Teil, sowie eine kleine frankoamerik. Tasche (Quebec). Davon ab sind nicht nur anglophone Länder kapitalistisch geprägt. Und was ihrem Wink ansonsten zugrunde liegen soll, erschließt sich mir nicht.

@ legeres21: Super! Also Schottland auch noch? Und dann Katalonien auch noch? Klasse, denn dann gibt's auch gleich noch (qua Reglement!) zwei neue off. EU-Amtssprachen: Schottisch-Gälisch & Katalanisch! Dafür bedarf es dann wieder paar Dutzend zusätzlicher Dolmetscher und techn. Übersetzer. Und das Allerbeste? Sie bezahlen die! Alle! Und zwar allein! Und zwar ohne Murren! Freiwillig gemeldet haben Sie sich ja schon. Yepp: Freude schöner Götterfunken.

@ hart aber wahr: GB IST Vorbild

Ich stimme Ihnen in allen Punkten zu, die Sie genannt haben.

Weder ist die EU Europa, noch wurden in der sogenannten EU die Völker der MItgliedsländer gefragt, ob sie beispielsweise den Maastrichter Vertrag, den Euro, den EFSF oder den ESM wollen, weil die EU-Politiker Angst vor Abstimmungen haben.

Die EU muss scheitern, weil sie an den Menschen vorbei gebaut wird. So etwas kann auf Dauer nicht gut gehen.

Keine Großmacht mehr

Großbritanien merkt langsam, dass sie immer unbedeutsamer werden für die EU-Länder, was ihnen anscheinend nicht gefällt und deswegen reagieren sie jetzt trotzig, weil die ehemalige Großmacht leider ihren Glanz in der EU verloren hat.
Schon alleine die gefestigte Liebe zur Monarchie zeigt, dass die Briten lieber nach hinten gucken und in der Vergangenheit leben anstatt zukunftsorientiert.
Wie lange das noch gut geht, wird sich zeigen.

Wenigstens die Mehrheit der

Wenigstens die Mehrheit der Briten ist noch bei klarem Verstand.

1. November 2012 - 15:03 — HartAberWahr

"Europa ist aber nicht €kratistan, und was deutsch, französische und sonstige Regierungen wollen ist schon lange nicht mehr das, was die Menschen wollen."

Dann sollten, wenn es denn so wäre, die Menschen andere Regierungen wählen. Tun sie aber nicht, und die eurofeindlichen Parteien bewegen sich im Promillebereich.

Den "inneren Kompass" was die Ablehnung von "sozialistischer Umverteilung" angeht haben "die Briten", wenn überhaupt, dann seit Maggie Thatcher. Bis dahin war die Labour Party eine überaus sozialistische Partei, aber dann kam Tony Blair und machte sie zum Äquivalent der FDP.

Referenden zu komplizierten politischen Themen sind problematisch, außerdem ändert "das Volk" gern mal seine Meinung. Wollen Sie nach Lage der Umfragen regiert werden? Ich nicht, denn ich wähle Politiker damit sie ihren Job machen und nicht, damit sie von Kampagnen der Boulevardpresse getrieben werden. Darauf liefe die Referenditis aber hinaus.

1. November 2012 - 15:19 — political corre...

"Im Verlauf der sogenannten Schuldenkrise haben viele Europäer erkannt, dass diese Eurokratie und die dilettantisch konstruierte Gemeinschaftswährung für die Banken da ist und nicht für die Menschen."

Die Banken sollten für die Menschen da sein. Sind sie aber nicht, und das wären sie auch nicht, wenn die Währung eine andere wäre bzw. jedes Land wieder seine eigene hätte.

Basisdemokratische Mitbestimmunsmechanismen würden daran auch nichts ändern. Bitte setzen Sie Ihre Meinung nicht mit der Mehrheitsmeinung gleich, denn dann würden unsere Bundestagswahlergebnisse anders aussehen.

@ 14:54 — legeres21

Bravo!
Bis auif die Begründung mit dem Friedensnobelpreis, aber da fiele Ihnen wie mir noch einiges mehr ein schätze ich mal.

Nur zu verständlich

Ist doch absolut nachvollziehbar, dass die Briten nicht für die anderen EU-Staaten blechen wollen, ich wünschte diese Erkentnis würde auch über unsere deutschen Politiker kommen.
Natürlich blechen die Briten für ihre Königin, was noch etwa tausendmal dämlicher ist als öffentliche Gelder ins Ausland zu pfeffern.

@fathaland slim

"Referenden zu komplizierten politischen Themen sind problematisch"

Und mit welchen Argumenten stützen Sie diese Aussage?

@legeres21

"Warum bitte gründen die Leute, welche der Meinung sind, dass eine Mehrheit der Deutsch gegen die EU ist, nicht einfach eine Partei."

Weil Europa nicht alles ist, die allermeisten Menschen im Land die meiste Zeit nicht interessiert und innenpolitische, sprich, nationale Themen praktisch wahlentscheidend sind.

Ich bin mal gespannt wann wir unsere Zahlungen einstellen

Wir lassen uns von dieser EU viel zu viel gefallen. Neuerlich erst wieder die Vorgabe, daß alle älteren Autos jährlich zum TÜV sollen. Ich frage mich, was sich die EU einbildet. Deutschland steht ganz vorne wenn es ums zahlen geht, und ganz hinten, wenn es um das Entscheiden geht.
Vorratsdatenspeicherung. Vom Bundesverfassungsgericht gekippt, jetzt laufen ein paar EU-Kommissare amok und verklagen Deutschland wieso das noch nicht umgesetzt ist. Gentechnik, Aushölung des Datenschutzes, Bank- und Fluggastdatenweitergabe an die USA, weniger strikte Eichvorgaben an den Tankstellen. All das verdanken wir der EU. Deutschland zahlt und kuscht wenn die EU schreit. Die Briten machen es richtig. Die haben keinen Euro. Andernfalls dürften die auch noch für Griechenland und Spanien bürgen.

@ fahtaland slim und legeres 21

In Tat und Wahrheit weiß niemand, wieviele Menschen in D für die EU und gegen die EU sind, denn, wie wir alle wissen, ist das Establishment für die EU und versucht mit allen Mitteln, die Menschen dahin zu bringen, auch für die EU zu sein, direkt oder indirekt.

Ein zweiter wichtiger Punkt ist der: eine Mehrheit der Deutschen ließ sich vor 20 Jahren für den Gedanken eines gemeinsamen Europa begeistern und vertraute auf die Umsetzung dieses Gedankens denjenigen, die halt damit begonnnen haben. Diese letzteren, ganz besonders die EU-Politiker, zehren dadurch aber nur von den Vorschusslorbeeren, die in Wahrheit nicht der EU, sondern einem geeinten Europa gilt. Immer mehr Menschen erkennen aber, dass die EU sie gar nicht vertritt, sondern zu einem schwer zu kontrollierenden Machtzentrum geworden ist, das sehr oft eigene Interessen und nicht die Interessen der Völker vertritt. Deshalb habe ich gesagt, dass die EU auf Dauer keinen Bestand haben wird.

Uebermorgen

Wenn Cam anbietet einen Britischen Beitrag im Ausgleich der Inflationsrate zu leisten, sollte sich doch jeder der Nettosparer auf dem Kontinent fragen, weshalb er das tut.

Warum soll denn Europa weiter funktionieren, wenn es doch fuer England so ueberhaupt keinen Sinn macht?

Wer soll denn letzlich fuer die versunkenen Milliarden der Investmentbanker und nun der Vulture-Funds Manager bezahlen, wenn es ans aufraeumen geht. Doch die EU und deshalb macht es auch Sinn sie am Leben zu erhalten. Zumindest so lange, bis das Konto leer ist.

Cheers Sirtobi

Das Lager der Euroskeptiker wird in England größer,

in der deutschen Bevölkerung ist das wohl auch so, interessiert aber anscheinend niemanden in der Politik. Das gewöhnliche Volk wird ignoriert und für dumm verkauft. Europa fährt weiter mit dem Auto gegen die Wand, absteigen, bremsen, gar anhalten kommen wohl überhaupt nicht infrage. Der Knall scheint daher in welcher Form auch immer "alternativlos".
Wenn ich EU höre, stehen mir die Nackenhaare hoch. Besonders lustig ist die Sache mit dem Friedensnobelpreis und die Legende, dass es dank der EU keine Kriege mehr in Europa gab (hätte wir uns ohne EU die Köpfe eingehauen ?). Ganz toll ist auch das Argument, dass Deutschland am meisten von der EU profitiert, weil unsere Exporte in die anderen EU Länder am höchsten sind. Ich möchte nur kurz daran erinnern, dass wir auch vor der EU schon Exportweltmeister waren. Wir wurden nicht gefragt, ob wir die EU oder den Euro wollen und wo die Gemeinschaft (Größe, Inhalte) eigentlich endet. Kurzum EU mag ich nicht, will ich nicht, brauch ich nicht.

1. November 2012 - 16:29 — Matthias P.

"Referenden zu komplizierten politischen Themen sind problematisch"

Und mit welchen Argumenten stützen Sie diese Aussage?°

Mit einem in Ihren Augen wahrscheinlich elitären.

Vor allem bildunsferne Menschen lassen sich leicht vor Dingen, die sie nicht verstehen, Angst einjagen und sich verhetzen. Die Boulevardpresse leistet hier ganze Arbeit.
Wer bestimmt, welches Referendum zu welchem Thema mit welcher Fragestellung abgehalten wird? Ich möchte mir nicht wünschen, daß z.B. interessierte Kreise nach einem besonders bestialischem Verbrechen eine Kampagne zur Wiedereinführung der Todesstrafe fahren würden. Sie wäre wahrscheinlich erfolgreich.

Das nur mal so als Beispiel.

Ich bin ein prinzipieller Freund der repräsentativen Demokratie, Volksabstimmungen gehören für mich auf die lokale und kommunale Ebene.

Nun, die Briten bleiben sich in ihrer distanzierten Haltung gegenüber Kontinentaleuropa treu, u. lassen sich auch durch Brüssel nicht sonderlich beeindrucken, so wie es schon immer war.

Deshalb ist es völlig unnötig, hier gegen die Briten zu wettern- diese haben immer einen Sonderstatus eingenommen, den ihnen der Rest Europas auch zugestanden hat, u. verfolgen ganz offensichtlich eher eigene Interessen, als europäische. Dies machen andere Mitglieder ebenso, nur machen diese es nicht so offensichtlich wie die Briten.

Und in der Tat werden hier gleich mehrere „Schachpunkte“ des europäischen Konstrukts sichtbar- zum einen wurden nie die Bürger Europas per Referendum eingebunden u. haben sich somit zu dieser Union bekannt u. zum anderen ist von der Politik keine Kultur des Scheiterns entwickelt worden, für den Fall der Fälle, wo sich Teile dieser Entwicklung als Fehler herausstellen, oder Mitglieder andere Wege gehen möchten, was in einer demokratischen Struktur immer möglich sein muss!

1. November 2012 - 16:46 — Hobbit2

Ich weiß nicht, ob Ihnen bekannt ist, daß die europäische Union ein Projekt ist, das direkt nach dem 2. Weltkrieg in Angriff genommen wurde. Adenauer und De Gaulle als ehemalige "Erbfeinde" waren dabei sehr wichtig.

Die EU wurde nicht irgendwann "eingeführt", sondern es handelt sich hier um einen dynamischen, noch lange nicht abgeschlossenen Prozess.

Sie mögen beschlossen haben, daß Sie die EU nicht brauchen. Ich werde dafür kämpfen, daß Ihre Meinung nicht zur Mehrheitsmeinung wird.

@15:58 — fathaland slim

Hallo fs

Dann sollten, wenn es denn so wäre, die Menschen andere Regierungen wählen. Tun sie aber nicht, und die eurofeindlichen Parteien bewegen sich im Promillebereich.

-Europa wird verstärkt zum Thema. Und deshalb, werden Parteien, die ein Europa der Nationen wünschen, so wie einst von de Gaulle beschrieben, weiter Zulauf erhalten.
-UKIP in GB ist nur wegen des Wahlrechts nicht mit über 20% im Unterhaus vertreten. Anderswo glaubten Menschen Parteien zu wählen, die dem €-Irrsinn ein Ende bereiten. Diese wechseln dann, (siehe CSU) die Meinung. Schauen wir Mal auf die freien Wähler.

Mit "innerem Kompass" meinte ich die Einstellung zu Freiheitsrechten und Selbstbestimmung. Das geht weit über das vordergründige €-Theater hinaus. Ich habe in UK viele Freunde. Was sie hassen ist Fremdbestimmung.

Letzter Absatz: In der CH gibt es ohne Refenditis Referenden zu jedem Thema. Wer Bürgern diese Möglichkeit vorenthält ist ein Autokrat in der Tradition des ZK der UdSSR (alles gut gemeint!)

Auch Deutschland braucht viel mehr Euro-Skeptiker!!!

Auch Deutschland braucht viel mehr Euro-Skeptiker unter den Parlamentariern!!!

Der Pro-Euro-Einheitsbrei der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien ist für die meisten Deutschen unerträglich!!!

Wer heute noch immer so naiv und fern der ökonomische Realität ist und immer noch glaubt, daß der Euro und die vielen hochverschuldeten bzw. bankrotten EU-Pleite-Staaten noch zu retten sind, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann!

Der Euro in seiner jetzigen Form wird in wenigen Jahren keinen Bestand mehr haben, da sich einige der südeutopäischen Pleite-Staaten den teuren Euro schon lange nicht mehr leisten können und de facto ein bankrottes Fass ohne Boden sind.

Wer von unseren Politikern den Griechen wirklich helfen will und wem die Zukunft Deutschlands und die unserer Kinder und Enkel wirklich wichtig ist, der ist für den Austritt Pleite-Griechenlands aus dem Euro und für die Rückkehr der Griechen zur Drachme, denn nur dann hat der Euro noch eine - kleine - Chance!

die EU ist in dieser Form nur

die EU ist in dieser Form nur abzulehnen. es handelt sich nur um eine Währungsunion die nicht mal im Sinne einer Demokratie steht. ungleiche Partner, ungleiche Lebensbedingungen und völlig Menschen fremd.

1. November 2012 - 17:20 — HartAberWahr

Sie sprechen die Schweiz an. Diese ist ein Land, das seit Jahrhunderten die Volksabstimmung pflegt. Die Menschen wissen mit diesem Instrument mehr oder weniger umzugehen, aber in einer Zeit volksverhetzerischer Boulevardmedien passieren da auch Unfälle. Ich erinnere an das Minarettverbot, das von Menschen beschlossen wurde, die gar nicht betroffen waren. Die Großstädter, die mit einer Moschee in der Nachbarschaft leben müssen, waren mehrheitlich gegen die Initiative.

Ich bin glühender Anhänger der repräsentativen Demokratie und lasse mich als solcher gern von Ihnen als "Autokrat in der Tradition des ZK der UdSSR" diffamieren. Ihre Wortwahl spricht für sich.

Nicht nur Ihre Freunde im UK hassen Fremdbestimmung. Ich auch. Aber ich glaube, wir beide hängen unterschiedlichen Definitionen des Begriffs "Freiheitsrechte" an.

Alles Gute

FS

1. November 2012 - 17:35 — Kathgläubig

Wir alle hier im Forum wissen, daß Sie einer Rückkehr Griechenlands zur Drachme das Wort reden, aber im Artikel ging es eigentlich um England......

@ fathaland slim: Die Banken...

"Die Banken sollten für die Menschen da sein. Sind sie aber nicht, und das wären sie auch nicht, wenn die Währung eine andere wäre bzw. jedes Land wieder seine eigene hätte."

Die Banken wären durchaus anders, wenn deren parasitäres Renditemodell nicht massiv durch die EU-Politik gestützt würde.

"Bitte setzen Sie Ihre Meinung nicht mit der Mehrheitsmeinung gleich, denn dann würden unsere Bundestagswahlergebnisse anders aussehen."

Sie können doch nicht ernsthaft bestreiten, dass die Euro-Einführung zu keinem Zeitpunkt der Mehrheitsmeinung hierzulande entsprach. Der Vorschlag, dann einfach anders zu wählen, scheitert offensichtlich daran, dass der Wähler ja mit einer wenig differenzierenden Stimmabgabe eben nicht nur über die EU-Politik, sondern auch über die Zukunft der Kernkraft und die Bildungspolitik und den Afghanistaneinsatz und und und ... entscheiden soll.

Weniger Länder wären besser

Die Briten lehnen seit ihrem Beitritt zur Gemeinschaft jede Integration ab und sehen die EU lediglich als für sie vorteilhafte Freihandelszone. Die Südeuropäer wiederum haben die EU mit einem Schlaraffenland verwechselt und stellen jetzt erstaunt fest, dass Wohlstand mit Arbeit und Strukturänderungen verbunden ist.
Nur diese wenigen Beispiele zeigen, dass mittlerweile auch bei den bisher noch gemäßigten Zentral-Europäern die Aversion und der Widerstand gegen das, was heute die EU noch ausmacht, wächst. Gar nicht zu reden von den Absurditäten einer in Euro-und Nichteurostaaten geteilten EU!
Es muss dringend reformiert werden. Wer permanent jede Haushaltsdisziplin vermissen lässt und wer partout keine Integration möchte, soll die EU schnellstmöglich verlassen. Gemeinschaft bedeutet auch Zusammenleben in enger Verbundenheit. Ich sehe allerdings bis auf wenige Ausnahmen ein immer größeres Auseinanderdriften!

1. November 2012 - 18:12 — political corre...

"Die Banken wären durchaus anders, wenn deren parasitäres Renditemodell nicht massiv durch die EU-Politik gestützt würde."

Sie meinen also, das wäre außerhalb der EU anders? Das ist mir noch nicht aufgefallen.

"Sie können doch nicht ernsthaft bestreiten, dass die Euro-Einführung zu keinem Zeitpunkt der Mehrheitsmeinung hierzulande entsprach"

Ich kann mich an keine Massenproteste erinnern, und die Meinungen innerhalb meines gewiss nicht repräsentativen
Freundeskreises waren indifferent bis wohlwollend. Solch glühende Eurohasser wie hier im Forum kenne ich im richtigen Leben eigentlich nicht.

Und wenn es den Menschen wirklich ein Anliegen wäre den Euro zu Fall zu bringen, so würde sich schon eine passende Partei finden, die dann auch gewählt würde.

@fathaland slim - auch "elitäre" Kreise können irren

Wenn Sie den Menschen -wohlgemerkt in der Gesamtheit- nicht zutrauen in einer Abstimmung "richtig" zu entscheiden, weil sie durch Populisten/Presse in die Irre geleitet werden könnten, müssen Sie die Frage beantworten, weshalb diese fähig sein sollten "richtig" zu wählen? Bekanntlich fahren Medien/Parteien vor Wahlen auch große Kampagnen-sei es für Schröder, Merkel, Steinbrück & Co. Wer garantiert denn in diesem Fall, daß "bildungferne" Menschen nicht darauf hereinfallen? Oder sind derartige Kampagnen ok weil eine etablierte Partei hiervon profitiert?

M.M.n. missverstehen sie die präsentative Demokratie. Deren Zweck ist es nicht das Volk vor vermeintlich falschen Entscheidungen zu schützen, sondern im Gegenteil dessen Willen Geltung zu verschaffen-Volksentscheide unterstützen dies.
Freilich kann das Volk irren - die Politik aber auch-siehe Euro-Einführung ohne pol. Union. Weshalb? Haben die Abgeordneten die Thematik nicht verstanden? Wurden sie gar von Pro-Euro-Kampagnen geblendet?

@ fathaland slim

immer wieder schön, wenn man von intelligenten Menschen, Dinge erfährt die man vorher so gar nicht wußte. Ich wage zudem einfach mal zu behaupten, dass meine Meinung, so oder in ähnlicher Form, die Meinung der meisten Deutschen ist. Übrigens das Europa ein dynamisch noch lange nicht abgeschlossener Prozess ist, bleibt zu befürchten.

@ legeres21 - Friedensnobelpreis

"Da hier einige der Vorschreiber so undifferenziert auf die EU blicken, möchte ich die Gelegenheit einfach mal nutzen und daran zu erinnern, dass die EU gerade den Friedensnobelpreis bekommen hatte."

Daran lässt sich vor allem ersehen, was so ein Friedensnobelpreis heutzutage wert ist. Diesen Lotteriegewinn kann sogar mal der Lagerleiter von Guantanamo einstreichen - oder eben unsere Goldman-Sachs Clique in Brüssel. Und wenn man in die Begründung für die Preisverleihung schaut, erkennt man obendrein, wie peinlich dünn das historische Verständnis der jüngeren europäischen Geschichte beim Nobelpreiskomitee ist. Die innere Kohärenz in Westeuropa wurde in den zurückliegenden Jahrzehnten doch nicht durch die EU, sondern durch die Randbedingungen des kalten Krieges gewährleistet.

1. November 2012 - 18:54 — Matthias P.

Jemand, der einen Vertreter in ein Parlament wählt, tut dies, damit er Entscheidungen trifft, für die er seinen Wählern gegenüber Rechenschaft ablegen muß. Trifft er die falschen Entscheidungen bzw. die, die seinen Wählern nicht gefallen, so wird er abgewählt. Irren kann jeder, das ist menschlich.

Nach Volksentscheiden wird meist von denen gerufen, die sich mit der Mehrheit in übereinstimmung sehen, aber der Meinung sind, diese Mehrheit würde nicht gehört. Abgesehen davon, daß das meist nicht der Fall ist: Worüber soll denn abgestimmt werden? Über jedes Gesetz? Oder über eine Auswahl? Wer trifft die?

Direkte Demokratie kann gewiss noch ausgebaut werden, aber oft geht es den Verfechtern derselben nicht um die Sache an sich, sondern hauptsächlich um die Durchsetzung einer bestimmten Forderung, von der sie meinen daß der Wind gerade günstig für sie steht. Da kann man sich ganz schön irren, wie Stuttgart 21 gezeigt hat.

1. November 2012 - 18:59 — Hobbit2

" Ich wage zudem einfach mal zu behaupten, dass meine Meinung, so oder in ähnlicher Form, die Meinung der meisten Deutschen ist."

Dann scheine ich die meisten Deutschen nicht zu kennen, denn die die ich kenne teilen Ihre Meinung nicht.

Aber immer wieder schön, wenn man sich im Besitze der Mehrheitsmeinung glaubt, das erzeugt ein Gefühl der Geborgenheit.

Congratulations UK,

es bleibt zu hoffen , dass durch die britische Ablehnung der Erhöhung des EU Haushaltes den Eurokraten der Zugang zu immer höheren Finanzmitteln verwehrt bleibt. Schaut man sich beispielsweise die EU Forschungsförderung an, so kann Sie zwar für einige Forschungslobyisten und Wissenschaftsfunktionäre sehr einträglich sein, warum jedoch die gigantische EU Maschinerie in die Förderung involviert sein muss, ist häufig nicht nachvollziehbar. Viel Geld und Zeit wird hier leider sinnlos verschleudert. Soll nicht heissen , das alles sinnlos ist, aber mehr Geld sollte nicht in das zentralistische System gepumpt werden und nur das bringt UK zum Ausdruck.

Vom Prinzip des britischen "Muddling Through" her . . .

müsste sich Brüssel, die meisten Berufspolitiker in der EU und Berlin insbesondere eingentlich blendend verstehen.

Kurzfristige Krisenpolitik ohne Nachhaltigkeit, einzig auf die aktuell anstehende Problematik bezogen. Längerfristige Perspektive - Fehlanzeige mangels Vision.
Jeder weiss, wo er steht, aber keiner wo er hin will; das aber mit ganzer Kraft.

Im Wesentlichen geht es stets um eigenen Machterhalt und die eigene Zukunft im warmen Parlament, wofür auch immer. Finanziert von Steuerzahler und Wähler, dem man das möglichst geschickt verkaufen muss. Wenigstens da ist nicht nur Europa schon mal geeint.

Und der Wähler ist dafür in der Masse auch noch dumm genug. Nicht nur in GB.

Eh, ich denk mal das Wort

Eh, ich denk mal das Wort "Skeptiker" ist nicht ganz richtig. Die tory hinterbaenkler morgen Europa nicht. Die wollen raus und ihre Menschenrechte selber bestimmen. Und labour hat nur politische Spielchen gespielt. Die haben doch gar keine Orientierung. Hier in GB wartet die Opposition auf Regierungs Entscheidungen in der Regel. Dann sagen Sie das Gegenteil, wenn es nicht zuuuuu bloed ist. Bloed ist fuer die okay. Cameron, auch Lord Snooty genannt, weiss ganz genau das GB im "zensiert" ist wenn die die EU verlassen.

@fathaland slim - 19:36

Unseren Dissens bzgl. der repräsentativen Demokratie bleibt bestehen. Für mich ist die die Rückkopplung des Abgeordneten zum Bürger entscheidend-nicht das Überlassen von Entscheidungen auf Zeit. Beispiel ESM: Die Abgeordneten haben dem mit großer Mehrheit zugestimmt obwohl eine Mehrheit der Bürger dagegen war. Wann hätte ich nun als Bürger mit meiner Wahl Einfluss hierauf nehmen sollen? (2009 war der ESM bekanntlich noch kein Thema). Das zeigt, daß die repräsentative Demokratie sich selbst ad absurdum führt, wenn der Abgeordnete nicht als Vertreter des Wählers handelt.

"Nach Volksentscheiden wird meist von denen gerufen, die sich mit der Mehrheit in übereinstimmung sehen, aber der Meinung sind, diese Mehrheit würde nicht gehört."

Mag sein. Umgekehrt wettern aber gerade diejenigen gegen Volksentscheide, die ihre Machtpositon von einer echten oder vermeintlichen Mehrheit bedroht sehen.

Zu den Abstimmungsmodalitäten: Glauben Sie mir es funktioniert (z.B. in der Schweiz).

@fathaland

Kommentar FS: Sie mögen beschlossen haben, daß Sie die EU nicht brauchen.Ich werde dafür kämpfen, daß Ihre Meinung nicht zur Mehrheitsmeinung wird.

Die meisten Deutschen kennen weder Sie noch ich. Mein Gefühl der Mehrheitsmeinung basiert natürlich auch nur auf den Meinungen aus meinem Bekanntenkreis. Aber wenn das representativ wäre, dann ist es wesentlich mehr als die meisten. Viele Deutsche, werden für die jetzige Solidarität in Europa auf irgendeine Weise bezahlen müssen, ob jetzt oder zukünftig. Und ich denke, dass die meisten, dazu eigentlich so nicht bereit sind. Und es wird doch wohl kaum jemand behaupten ein Europa als Transferunion gewollt zu haben. Natürlich gibt es auch Lete, die von der EU profitieren. Ein Mehrgefühl an Geborgenheit brauche ich eigentlich gar nicht.

Euro und EU Gegner in Deutschland in der Minderheit.

Laut ARD-Deutschlandtrend sind regelmäßig mehr als 60% der Deutschen zufrieden mit der Arbeit der Kanzlerin. Das sind fast doppelt so viel, wie sie gewählt haben oder wählen würden.

Und diese Zufriedenheit herrscht, obwohl Merkel in den Medien seit Monaten fast nur noch im Zusammenhang mit der EU oder der Euro-Rettung erwähnt wird.

Auf was soll sich denn diese Zufriedenheit beziehen, wenn nicht darauf?

@cowboy8

Der Aussagewert Ihres Arguments tendiert gegen Null.

Welche Alternativen habe ich denn als EU-Gegner, wenn ich eine Partei wählen will, die gegen die EU ist und nicht gerade im Promillebereich liegt?

Eben. Darum würde ich eher die CDU wählen als die SPD, weil die SPD ist ja noch mehr auf die EU fixiert als die CDU. Meine "Zufriedenheit" mit Frau Merkel im Zusammenhang mit der EU-Politik ist also eigentlich eine Alternativlosigkeit (um eines der Lieblingswörter der Kanzlerin zu benutzen).

@17:44 — fathaland slim

Ich bin glühender Anhänger der repräsentativen Demokratie und lasse mich als solcher gern von Ihnen als "Autokrat in der Tradition des ZK der UdSSR" diffamieren. Ihre Wortwahl spricht für sich

Sie sollten sich nicht "gern" von mir diffamieren lassen. Persönliche Beleidigungen sind kontraproduktiv und auch von mir so nicht gemeint, ABER
die Befürworter "repräsentativer Demokratie" führen immer wieder -mehr oder weniger verdeckt- das Argument ins Feld, dass man dem Volke nicht trauen könne, und als Puffer für unreife Entscheidungen eben keine direkte Demokratie zulassen dürfe.

Hier unterscheiden wir uns wohl am meisten. Ich gehe von einem Menschenbild aus, das den Menschen zutraut und es ihnen auch so weit als nur möglich überlässt, über ihre eigenen Belange zu entscheiden.
Ich verstehe Sie so, dass es eine übergeordnete Macht geben muss, die schon weiß, was gut für die Alle ist.
Etwas polemisch habe ich dabei auf das ZK der KPdSU verwiesen.

@17:44 — fathaland slim - Nachtag

Ich empfehle Ihnen einige Bücher von Hans Herbert von Arnim zu lesen. Ein wissenschaftlicher Beobachter hiesiger Verhältnisse ohne jeglichem Interesse zu polarisieren.

Ich bin überzeugt, das die Lektüre von "Die Deutschlandakte" und "Volksparteien ohne Volk" Ihre Begeisterung für die repräsentative Demokratie, zumindest bundesdeutscher Couleur, stark abkühlen wird.

VG
HaW

@ fathaland slim - frei entscheiden dürfen

"Die EU wurde nicht irgendwann "eingeführt", sondern es handelt sich hier um einen dynamischen, noch lange nicht abgeschlossenen Prozess."

Aber: Der Prozess der Integration ist offen und beinhaltet keinen Automatismus im Sinne eines zwangsläufigen Entstehens des "Staates Europa"

Für Sie endet dieser Prozess-sofern ich Sie richtig verstehe-wenn der Staatenbund EU in einem (Bundes-)Staat Europa aufgeht. Nun, aus dem GG lässt sich dies nicht ableiten: das Mitwirken Deutschlands an einem vereinten Europa nach Art. 23GG hat stets einen völkerrechtlichen Verbund (supranationaler Staatenverbund) als Bezugspunkt-nicht aber einen (europäischen) Staat-ausgeschlossen wird er freilich auch nicht. Lt. Voßkuhle stehen wir unmittelbar vor dem Schritt zum (Bundes-)Staat. Daß es bald zu einer Volksabstimmung kommt (ehe durch die Politik unumkehrbare Fakten geschaffen werden) und daß wir (auch Sie!) frei (ohne den bekannten Zwang der Alternativlosigkeit) entscheiden dürfen, dafür kämpfe ich.

Video-Clip der Nachricht

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Sorry, ich erbitte Aufklärung:

Was ist die "rote Blume" am linken Revers der Herren? Was bedeutet sie?

@21:27 — Werweisswas

Sie haben mein Argument offenbar nicht verstanden.

"Welche Alternativen habe ich denn als EU-Gegner, wenn ich eine Partei wählen will, die gegen die EU ist und nicht gerade im Promillebereich liegt?"

Bei der Bundestagswahl keine realistische. Hier gehts aber nicht ums Wählen sondern um die Zufriedenheit mit der Arbeit. Und da haben Sie die Alternative, unzufrieden zu sein.

Meine "Zufriedenheit" mit Frau Merkel im Zusammenhang mit der EU-Politik ist also eigentlich eine Alternativlosigkeit"

Man kann auch mit der Arbeit eines Politikers zufrieden sein, obwohl man ihn nicht wählen würde (Frau Merkel kommt nie auf 60% der Stimmen). Bei Ihnen ist es offenbar genau umgekehrt.

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