Kommentare

Das Unendliche Wachstum?, wie hoch wachsen die Bäume nur?

"Abschluss der Tagung aber wurde wieder der Konsens betont - mit einem Appell, bald zurück zum Wachstum zu finden."

Was ist mit dem "zurück zum Wachstum zu finden", denn gemeint?.

Was kann denn nur damit gemeint sein, immer mehr Geld in den Markt zu bringen, die Inflation anzuheizen um den Geldberg damit zu enormen Wachstum zu verhelfen?.

Viel Geld auf einen immer größeren Berg, welches aber imme weniger wert ist?, das kann hier doch nur noch mit Wachstum immer gemeint sein?

"Allerdings betonte Lagarde

"Allerdings betonte Lagarde ... aber vielleicht ist das größte Hindernis die gewaltige Last der öffentlichen Schulden, die mittlerweile 110 Prozent in den Industrieländern beträgt."

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Jaja, schon seltsam, erst senkt man die Steuern, und dann gehören plötzlich "Vermögenswerte" von 110% (des Bruttosozialprodukts ?) diesen "Reichen".

Des einen Schulden sind des anderen Guthaben.

Nur schade wenn sich beim nächsten großen Crash das ganze Spielgeld wieder in nichts auflöst .. aber immerhin können "die Reichen" ihr Spielgeld ja in Sachwerte umtauschen (städtische Gebäude, Grundstücke, Stadtwerke, ..), die überleben die Krise. Schon geschickt wie die das eingetütet haben, das mit den niedrigen Steuern und den hohen Vermögenssummen !

Höher weiter schneller

in den Wahnwitz

Gebetsmühlenartig

heißt es "mehr Wachstum, mehr Wachstum, mehr Wachstum".

Der Untertitel jedoch lautet "auf Kredit, auf Kredit" - egal was die Grande Dame hier sagt.

Nun, lieber IWF, ich brauche aber nur einen Fernseher, will das neue iPhone nicht, weil ich mit den Dingern eh' kaum telefoniere, mag keine Fischeier zum Essen und fahre einen sparsamen Kleinwagen (weil ich mir auch nicht mehr leisten kann).

Ich muss nicht alles haben und erfreue mich an einem Waldspaziergang mit meinen Kindern.

Das macht mich dann wohl zu einem Gegner des Systems. Aber vielleicht besteuert man einfach mal die Luft zum Atmen, dann ist bei steigender Weltbevölkerung Wachstum vorprogrammiert.

Nein, lieber IWF, was wir brauchen ist nicht noch mehr Wachstum sondern ein radikales Umdenken und ein neues humaneres Modell, bei dem Menschen nicht, wie heute schon, weniger wert sind als manche Rohstoffe.

Der Markt wird´s schon richten!

Weltweit haben unsere Politiker seit Jahrzehnten sehr gut von einer galoppierenden Schuldenspirale der Finanzmärkte gelebt. Gab es ihnen doch die Möglichkeit, ihrerseits, basierend auf diesem Pseudowachstum und unter Missachtung der Real-Wirtschaft, die Haushalte nach Gutsherrenart aufzublähen, und die eigenen Einkommen zu steigern.

Wenn jetzt versucht wird, die realen Schulden auf die real erwirtschafteten Werte umzulegen, muss das zwangsläufig scheitern.

Das könnte nur funktionieren mit einem radikalen weltweitem Schuldenschnitt und der Verstaatlichung und konsequenten Eindampfung der Finanzmärkte.

Unsere neoliberale Politik gaukelt uns aber noch immer eine Selbstregulierung der Märkte vor, sollte die gelingen, dann erleben wir endlich die Quadratur des Kreises!

Wachstum ... Wachstum ...

Ist es noch immer nicht klar, dass es kein unbegrenztes Wachstum gibt?

Und dass Wachstum oft genug einhergeht mit Ausbeutung von Ressourcen und Menschen und andererseits mit Umweltverschmutzung bzw. Umweltzerstörung?

Wenn man z.B. mehr Handys verkaufen will und der Markt gesättigt ist, wird man nur noch welche los, wenn die Leute ein Zweithandy kaufen, wenn das andere kaputt geht oder das neue begehrenswerte Funktionen hat. So gibt oder wirft der Besitzer sein altes weg; da man nicht alles recyclen kann, wachsen die Müllberge, z.T. mit giftigen Stoffen.
Dann soll die Produktion billig sein (Firma und Aktionäre wollen Gewinne sehen, der Kunde muss es sich auch leisten können).
So nutzt man billigste Arbeitskräfte, wobei es nicht mehr viel billiger geht (die Leute sind schon am untersten Armutslimit).
Zudem nutzt man billigste Methoden, um an die Rohstoffe zu kommen und für die Verarbeitung (z.B. giftige Chemie).

Wie kann man da noch Wachstum einfordern?

Wohl nur, wenn man dumm ist.

Vom Wachstum verabschieden!!!

IWF, EZB und EU irren sich gewaltig, wenn sie meinen, daß es international - und besonders innerhalb der EU - immer mehr Wachstum gibt.

Das Gegenteil ist der Fall!

Die EU befindet sich auf dem Weg in die Rezession und kann froh sein, wenn sie das wirtschaftliche Level hält.

Von immer mehr Wachstum und von immer mehr Wohlstand müssen sich IWF, EZB und EU verabscheiden!

EU, IWF und EZB müssen jetzt unbedingt daran festhalten, daß die Reform- und Sparauflagen in den hoch verschuldeten bzw. bankrotten EU-Ländern (Griechenland, Spanien, Italien, Irland, Portugal etc.) konsequent, zügig, nachhaltig und ohne Kompromisse umgesetzt werden, denn dies ist bisher nicht der Fall.

Zudem muß man den Mut und die ökonomische Weitsicht aufbringen, einmal begangene Fehler zu korrigieren und darf NICHT länger diejenigen Länder (Griechenland und Portugal) im Euro belassen, die ohnehin schon PLEITE sind und für die sonst u.a. der deutsche Steuerzahler (und unsere Kinder und Enkel!) ewig zahlen muß.

Anderes Wachsen

Geht auch, es muss nicht immer Turbo-Kapitalismus sein wo aus weniger immer noch mehr gemacht werden soll. Als Wachstum könnte man ja auch mal einen Umbau der Energieversorgung oder der Mobilität bezeichnen, dafür benötigt man sehr sehr viel Innovationskraft und Gehirn (das muss auch wachsen, zB durch Investition in Bildung). Das bedeutet natürlich, dass man nicht immer im Zyklus von 1-2 Jahren ein neues Produkt kaufen MUSS, sondern dass nachhaltig und wertbeständig gekauft werden muss. Das kostet dann mehr, aber es wird weniger Masse konsumiert. Wirtschaftlich dürfte der gleiche Ertrag (ich sage bewusst nicht Gewinn...) resultieren.
Als Lektüre empfehle ich aus dem Forum für Verantwortung von Bernd Meyer " Wie muss die Wirtschaft umgebaut werden?". Das ist nicht explizit "links" sondern perspektivisch gedacht. Und dazu dann Hessel, aktiv werden und sich und andere bilden!

Wieso Rezession?

Kathgläubig: Die EU befindet sich auf dem Weg in die Rezession und kann froh sein, wenn sie das wirtschaftliche Level hält.

Natürlich hat jeder das Recht zu glauben was er will. Die fundamentalen wirtschaftlichen Daten unterstützen Ihre pessimistische Haltung allerdings auf einer mittel- bis langfristigen Zeitskala nicht.

Treffen der Wachstumskiller?

ESM-Gouverneur Schäuble
(sieben solcher auf einen BVerfG-Streich geschaffen) von der größten (Schulden)Bank der Welt mit der Weltfinanz- und Armutskontrolleurin Lagarde
- die deutsch-französische Kapitalfreundschaft spricht versöhnlich über "Schrittgrößen", "Gefahren für die Weltwirtschaft" mangels Wirtschaftswachstums bei 110% Gesamtstaatssverschuldung der (alten!) Industrieländer wie nach dem "zweiten Weltkrieg".

Da sind wir also nach 62 Jahren Wachstums (Phase 1 realwirtschaftlicher Wiederaufbau, Phase 2 neoliberaler Umbau auf Finanzwirtschaft und Deindustrialisierung) angekommen? Wirtschaftsaufbau zum Wirtschaftsabbau? Die alten Industrieländern kontrollieren den globalen Finanzmarkt und wachsen an Finanzprodukten, die Schwellenländer übernehmen die Produktion und die ärmsten stiften die Rohstoffe für die Finanzdrohne.

Und nichts klappt mehr so richtig mit dem transatlantischen Wachstum. Außer bei Schulden und Gläubigervermögen. Investitionen in Armut sind der Bringer.

Wachstum für den Zinseszins

Ehrlichkeitshalber sollten die Damen und Herren mal hinzufügen warum eigentlich das stetige Wachstum gebraucht wird. Allein um die exponentiell wachsenden Zinseszinsen im System zahlen zu können. Unser Finanzsystem braucht das Wachstum um nicht zu kollabieren. Allerdins, das einzige was immer weiter wächst ist der Krebs und der führt früher oder später auch zum Tod...
Anstatt das Finanzsystem zu ändern hetzen wir einem Wachstum hinterher um seinen Kollaps hinauszuzögern und zerstören dabei uns selber und unseren Planeten.

was erlaubt sich Lagarde?

Diese Frau zahlt trotz ihres jährlichen Einkommens von über 500.000,- Euro keine Steuern. Aufgrund einer "Gesetzeslücke" in Frankreich. Gratulation. Und von dieser Frau sollen wir Bürger Vorschläge zu Sparmassnahmen entgegennehmen?
Die Merkelbürgschaften werden sich nun als Rohrkrepierer erweisen und Deutschland mit in den Abgrund treiben. Der Spruch "fällt der Euro fällt Europa" war von vornerein Blödsinn; richtig lautet er "fällt Griechenland dann fällt auch Deutschland". Ich hoffe inständig, daß sich in Deutschland noch eine Partei bildet, die diesen Irrsinn stoppt und die Verursacher in Haftung dafür nimmt.

Wer das System verstehen will, muss

sich mal anschauen wie sogenannte Kettenbriefe funktionieren.
Die am Anfang der Kette stehen sind im Grunde die Vermögenden.
Grüße
JohnBowie

@Kathgläubig, 11:32 - Widersprüchlich

Seltsamerweise engagieren Sie sich als Christenmensch wortgewaltig dafür, dass die "Reform- und Sparauflagen" in Griechenland und anderswo "ohne Kompromisse umgesetzt werden", obgleich Sie wissen, dass das "Reformprogramm" de facto ein Zwangsverarmungsprogramm ist, das den betroffenen Lohnabhängigen Lohnkürzungen, Mehrwertsteuererhöhungen, miserable Gesundheitsversorgung und andere schmerzhafte Dinge staatsgewalttätig aufherrscht. Weil Sie marktwirtschaftsgläubig die Interessen "der deutschen Steuerzahler" verteidigen wollen, scheinen Sie vergessen zu haben, dass Sie sich unlängst noch gegen die Zwangsverarmung der Menschen in den "bankrotten EU-Ländern" ausgesprochen haben.

IWF-Jahrestagung endet mit Appell für mehr Wachstum

Ein toller Appell!!!

Deutschland vernichtet pro Jahr ca. 1/3 der Lebensmittel, ca. 1/3 der Medikamente.
Deutschland produziert pro Jahr ca. 20% mehr Fahrzeuge als verkauft werden.

Und nun will man mit mehr Wachstum der Finanzkrise begegnen!

Das sind wahrhaft gut bezahlte Fachkräfte.

Mach das Fach zu!

@. ich-weiß-von-nix

"Nein, lieber IWF, was wir brauchen ist nicht noch mehr Wachstum sondern ein radikales Umdenken und ein neues humaneres Modell, bei dem Menschen nicht, wie heute schon, weniger wert sind als manche Rohstoffe."

Ihre vorgenannte Schlußfolgerung kann ich nur unterstützen.

Selbst Fachleute wie Miegl und andere kritisieren bereits seit Jahren diese ewige Wachstumseuphorie und fordern ein Umdenken.

Aber unseren Politikerinnen und Politikern mangelt es am nötigen Sachverstand um das zu erkennen.
Und den wenigen, die es erkannt haben, am nötigen Willen, dagegen etwas zu unternehmen.

Die Schlange IWF

1. IWF warnt vor "Verschuldung"
2. Zinsen und die zur Verfügung stehenden Geldmittel werden beeinflusst: Zinsen rauf, Kreditlinie runter
3. Wie Wirtschaft wächst nicht mehr.
4. Automatisch folgt der Hinweis, dass mehr für´s Wachstum getan werden muss.
5. Das geht nun wiederum nur über Verschuldung
6. Gehe zu 1.

Dieses ist der berühmte Jojo-Effekt bekannt aus den Schlankheitsprogrammen, wo die Leute durch Diät immer dicker werden, weil sie durch Nahrungsentzug mehr Hunger bekommen, mehr hungern etc..

Dabei hilft in beiden Fällen das ganze Gerede nichts, weil nur reale Bewegung hilft. Und das würde im Finanzmarkt bedeuten, ab sofort allen Computerhandel, alle Wetten, alle Derivate zu verbieten bzw. die Leute mit Gewichtsproblemen jeden Tag real 10 km zu laufen und dabei normal zu essen.

@.maori

" daß sich in Deutschland noch eine Partei bildet, die diesen Irrsinn stoppt und die Verursacher in Haftung dafür nimmt."

Dann streben Sie offensichtlich eine Diktatur an; denn in einer Demokratie kann eine Partei niemanden öffentlich rechtlich in Haftung nehmen.

Das obliegt allenfalls der Judikative und bedingt der Legislative in einem Rechtsstaat.

Wider das neuerliche Flachwachsen

De facto ist Amerika längst zu einer pseudostaatlichen Geldschöpfung übergegangen, indem die Fed die Kreditderrivate der Banken aufkauft, die diese jetzt auch schon wieder neu erzeugen. Während man dort also die privaten Schulden nochmal "recycled" und neu monetarisiert, macht unsere EZB das ja ähnlich mit den Staatsschulden.
Beiden Modellen gemeinsam ist: Diese Schulden werden niemals einzutreiben sein. Aber solange alle mitspielen, kann das "Spiel" auf immer so weitergehen - solange die Bevölkerung dabei verarmt, auch ohne Inflation.

Dabei gibt es Alternativen.
Mich wundert, dass die ARD nicht mal an irgendeiner Stelle jemanden dazu befragt: Wie ich kürzlich in einem Telepolis-Interview mit Joseph Huber von der "Monetative" lesen konnte, hat eben jener IWF, der dort tagt, erst im August eine Studie herausgegeben, die eine Vollgeldreform im Sinne der Monetative als "höchst wünschenswert" bezeichnet.
Da haben sie mal recht.
Was fehlt, ist der Druck der Öffentlichkeit.

Hier wurde schon alles

Hier wurde schon alles gesagt, was gesagt werden muss. Und ich habe das Gefühl, alle haben’s verstanden, nur die Politiker und Wirtschaftslenker noch nicht. Woran liegt das?

Ein Schneeballsystem funktioniert nicht auf Dauer.

Es ist wirklich müßig, immer das gleiche zu schreiben.
Die Politiker wollen auch deshalb immer mehr Wachstum, damit die hohen Zockerrenditen weiterhin ermöglicht werden.
Der erste Schritt gegen die Krise müsste sein, dass die Banken entmachtet und reguliert werden. Außerdem muss das Problem mit der Arbeitslosigkeit angegangen werden.
Immer mehr Arbeitsplätze gehen verloren, weil
1. viele Jobs ins Ausland verlagert werden
2. immer mehr Arbeitskräfte durch Maschinen ersetzt werden
3. gutgehende Firmen nur um Managergehälter und Dividenden für Aktionäre zu erhöhen, Leute entlassen.
Diesem menschenverachtenden System muss die Politik entgegenwirken.

@Kathgläubig, 11:32 - Widersprüchlich II

Da Sie als solider hauswirtschaftender Christenmensch den Herrschaftsfiguren in den diversen Staatsapparaten mittels zahlreicher Ausrufezeichen eigenartig selbstbewusst vorschreiben wollen, sich vom Wirtschaftswachstum zu "verabschieden", übersehen Sie leidergottes den Zweck des Marktwirtschaftssystems. Der nämlich besteht darin, aus investiertem Unternehmergeld mittels der Produktion von Waren ad infinitum mehr Unternehmergeld wachsen zu lassen (Geld - Ware - Geld'). Dieser wachstumsfördernde Betriebszweck, dessen negative Größe der Kostenfaktor namens Lohnabhängiger ist, wird auch in den Werken des von Ihnen furchtbar verehrten Herrn Professor Sinn wohlwollend behandelt.
Ihr Glaubensbruder, der Jesuitenzögling Heiner Geißler, hingegen kritisiert die freie Marktwirtschaft, weil der Mensch in diesem System zum Kostenfaktor erniedrigt werde.

Bei allen

Verständnis für Wachstum,aber ich habe hier auf unserer Erde noch nie etwas gesehen oder gefunden was Uferlos in den Himmel hin auf wachsen tut.Und so kann ich mir das auch nur in der Wirtschaft vorstellen.Was neues ja,aber ein Wachstum ohne Ende,nein Leute das gibt es nicht.

@Kathgläubig, 11:32 - Widersprüchlich III

Komischerweise appellieren Sie mit Ihrem wunderlichen Ökonomiemaßnahmenpotpourri ausgerechnet an jene politischen Herrschaftsfiguren, denen Sie üblicherweise vorwerfen, ökonomische Dilettanten zu sein, die sich nicht um die Interessen der "deutschen Steuerzahler" kümmern.
Zuweilen, so scheint es, muss die Logik halt dem marktwirtschaftsgläubigen Eifer geopfert werden.

@Kenner: Wie war das noch mit dem Zinseszins bei nur 4% ?

@Kenner
"Allein um die exponentiell wachsenden Zinseszinsen im System zahlen zu können. "

Wie war das noch mit dem Zinseszins bei nur 4% ?

Jahr EUR/Jahr: Zins 1% Zins 2% Zins 3% Zins 4%
1 900 909 918 927 936
2 918 936 955 973
3 927 955 983 1012
4 937 974 1013 1053
5 946 994 1043 1095
6 955 1014 1075 1139
7 965 1034 1107 1184
8 975 1054 1140 1232
9 984 1076 1174 1281
10 994 1097 1210 1332
11 1004 1119 1246 1386
12 1014 1141 1283 1441
13 1024 1164 1322 1499
14 1035 1188 1361 1559
15 1045 1211 1402 1621
16 1055 1236 1444 1686
17 1066 1260 1488 1753
18 1077 1285 1532 1823
19 1087 1311 1578 1896
20 1098 1337 1626 1972

///Sparen die Europäer sich

///Sparen die Europäer sich zu Tode?///

Was für ein Quatsch. Von sparen kann keine Rede sein, solange die meisten Staaten in Europa ( aber auch die USA und Japan ) jedes Jahr mehr Ausgeben als Einnehmen und ständig neue Schulden machen.
Das ist das Kernproblem, das es sozialverträglich zu lösen gilt.
Es gibt ja keine Euro-Krise, sondern viel schlimmer, eine Staatsschuldenkrise !

Das "unendliche" Wachstum hört erst auf, wenn das Papier zu Ende

Das "unendliche" Wachstum hört erst auf, wenn die Bäume und damit das Papier, welches zu bedrucken geht am Ende ist ? :-))

@Kathgläubig, 11:32 - Widersprüchlich IV

Der vierte - und hoffentlich letzte - Widerspruch, in den Sie sich verstricken, scheint mir zu sein, dass Sie ausgerechnet jene politischen Herrschaftsfiguren als ökonomische Dilettanten tadeln, die Sie als braver Staatsbürger vermutlich selbst per Wahlkreuz dazu ermächtigt haben, die marktkonforme Politik zu exekutieren, die sie (nicht aber Sie) für tauglich halten, das Wachstum des Unternehmergeldes staatsgewalttätig zu befördern.

Auch ein Wachstum in der Breite macht oftmal keinen Sinn ?

@f.augsburger
"noch nie etwas gesehen oder gefunden was Uferlos in den Himmel hin auf wachsen tut."

Auch ein Wachstum in der Breite macht oftmal keinen Sinn ?

z.B. Windparks?

Es ist nur eine grobe Rechnung, da sich die Bedingungen von Ort zu Ort sehr stark unterscheiden können: Allein ca. 1000 Tonnen an Stahl wiegt eine Anlage. Die Energie zum Schmelzen von 10 kg Eisen liegt allein auf knapp 2700 kJ bzw. 2700 kWh.
Schmelzwärme von Eisen liegt bei 64,6 kcal / Kg bzw. 270 kJ / Kg oder 270 kWh
Nach SI-Einheiten:
1 kcal = 4.1868 kJ
1 kJ = 0.2388 kcal
Um 1.000.000 kg ( 1t ) zu schmelzen, benötigt es danach allein schon mind. 270.000.000 kWh.
270 MWh / 2MWh = 135 Jahre, bevor die Energie wieder geliefert ist ?

Da macht es wahrscheinlich auch wenig Sinn diese zu 10.000-fach in die Breite zu bauen ?:-)

@ Wonderman : unterstützend gemeint: Zinseszins und Realitäten

1. Warum Basisbetrag 900 € statt allgemein 1?

2. Die 900 haben in Spalte 2 (Spalte 1 sind wohl 20 Jahre) Zeile 1 nichts zu suchen, da Ausgangswert. (überall 4 Blöcke zu den %%, nicht wie oben 5).

3. Rechnen Sie das doch mal auf die (wieder gewachsenen)deutschen Staatsschulden von 2,1 Bio € um: Macht bei 2% z.B. innerhalb 10 Jahren gezahlte 460 Mrd. Zinsen, in 20J 1.020 Mrd. Zinsen. Ohne Tilgung.

4. Oder auf Schäubles geplante Bruttokreditaufnahme für den Bundeshaushalt 2013 von +253,8 Mrd. Dort werden allerdings schon -234,1 Mrd. für fällige Altschulden (92% der Bundesneuschulden)inkl. 32,1 Mrd. Zins fällig. Bzw. 90% der geplanten Steuereinnahmen von +259,8 Mrd. €.
Oder: Nur die Zinsen sind 12% der Steuern bzw. ~14% der fälligen Altschulden.

5. Zinsarbeit muss sich wieder lohnen?

Der Schuldgeld-Mythos

Der Zins ist ein einzelner Teil der Vermögensumverteilung, aber er ist nicht die Ursache.

Weder muss aufgrund des Zinses die Geldmenge exponential wachsen, noch ist es ein Problem, dass der Zins bei der Geldschöpfung fehlt. Beides ist genauso falsch, wie es auf den ersten Blick einfach erscheint.

Die wirklichen Probleme der neoliberalen Staatsfeindlichkeit lassen sich durch ein neues Geldsystem nicht beheben. Schaut Euch mal den Vortrag "Die Mainstreamökonomie und ihr Versagen" von Prof. Heinz.-J. Bontrup an:

http://lecture2go.uni-hamburg.de/veranstaltungen/-/v/13870

Wir sollten uns ein Beispiel an den USA nehmen, wo bis 1964 einen Spitzen-Einkommensteuersatz von 90% galt. Damit gelang es, die Staatsschulden, die durch den Weltkrieg entstanden waren, abzubauen!

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