Kommentare

Die Maßnahmen der EZB schaffen kein Vertrauen in den Euro

Im Gegenteil sie haben es bereits zerstört und zerstören es weiter.
Internationale Firmen tauschen jeden Abend ihre Euroguthaben in andere Währungen um gegen eine weitere Abwertung gewappnet zu sein.

Wer will da noch Gläubiger in Staatsanleihen und anderen Anleihen sein?

Vertrauen schaffen = die Lösung aller Euro Probleme..???

"...bei der Umsetzung der Maßnahmen müsse es weiter oberstes Ziel für Europa bleiben, das Vertrauen der Privatanleger zu festigen..."

-->> Das ist ja auch das EINZIGE was die dumme Politik sich erhofft...aber das wird fatale Folgen haben!

Vertrauen schafft man nicht, indem die Demokrokratie mit Fuessen getreten wird!!

Es gibt keine Loesung fuer die "Rettung des Euros" - EUROPA ist was gerettet werden muss - und das geht nur mit der ABSCHAFFUNG des EUROS!

Aber die EU Politiker Bande wird dies niemals eingestehen und so weitermachen bis Europa im Buergerkrieg endet. Sie haben es ja schon hingekreigt dass sich einige Voelker hassen. Und sie haben es schon hingekriegt dass die Lebensstandards fuer die meisten Menschen wesentlich schlechter sind.

E.U.R.O. = Eine Unglaublich Riskante Operation!
Leider hat der Patient nicht ueberlebt...

na Klasse!Kreditklemme wird

na Klasse!Kreditklemme wird das Problem sein....Das sinkende Schiff noch mit geliehenem Geld etwas weiter schaukeln lassen....und die ach so viel gelobten "Investoren"zocken doch eh nur ab.Man lese,wie die Superreichen nun durch diese sogenannte Krise noch reicher wurden...und der kleine Mann bezahlt."Wachstum"ist gefragt....und brauchen wir ehrlich noch mehr Schrott produzieren um dieses zerstoererische System am Leben zu erhalten?Spuelmaschinen die nach 4 Jahren ersetzt werden muessen,um die "Wirtschaft"in Gang zu halten?
Es stinkt meine Lieben!

Vielleicht

Zitat: "Privatanleger seien insgesamt noch weniger risikofreudig geworden"

Vielleicht liegt das ja daran, dass Privatanleger weder einfach mal so eine Bad Bank gründen können und ihre Schulden einfach auslagern

noch dass sie Verträge und Vertragsbestandteile (wie z. B. Haftungsfragen) einfach so brechen oder nicht beachten

sondern dass sie mit ihrem Privatvermögen für alles haften und sich bis aufs Hemd ausziehen müssen.

Addieren wir dazu noch prekäre Arbeitsverhältnisse und Zukunftsängste verwundert einen die Aussage doch gar nicht mehr.

Das Hauptproblem sind doch

Das Hauptproblem sind doch die unglaublichen Schulden und damit verbundenen Zinsen. Staats- und damit Steuergeldern werden in die schwächelnden Staatskassen geschoben um "Griechenland zu retten" und es ändert doch nichts außer Milliarden in nicht-staatliche (private würde hier fehlinterpretiert) Kassen zu schieben.
Die Schulden müssen weg aber realistisch ist es sicher nicht, dass sie zurück gezahlt werden. Warum dann nicht streichen? Kollektiv. Für die ganze Eurozone.
Nicht einfach so, es muss geplant und koordiniert werden. Es muss klar sein, was danach passiert. Z.B. wie sich neue Schulden vermeiden lassen.
Es _wird_ weh tun, keine Frage. Aber Argentinien gibt es doch auch noch. Vielleicht bald im Gegensatz zu Staaten in Europa, die sich leider bis dahin verkauft haben, um die Schulden zu bezahlen.
Geld macht leider süchtig. Wachstum auch.

Blut geleckt

Da ist doch System hinter: Kaum ist ein neues Rettungspaket geschnürt oder freigegeben worden, wie jetzt gerade wieder der ESM, schon kommt die nächste Aufforderung, noch mehr Geld bereitzustellen.
Und das wird auch so weitergehen, weil die Finanzbranche die Machtlosigkeit unserer Politik spürt, ihr etwas entgegenzusetzen.
Wir brauchen jetzt Politiker, die der Finanzbranche etwas entgegenzusetzen haben: Eine eigene Sicht der Sache, ein neues Konzept. Unabhängig von der Finanzbranche entwickelt und Tabus brechend.
Sonst hetzt die Finanzbranche uns zu Tode!

@kPshi

Schulden kann man nicht einfach so streichen!

Ohne Schuld gibt es kein Geld. Geld wird durch Kreditaufnahme geschöpft. in der derzeitige Finanzarchitktektur in unseren westlichen Systemen gibt es kein positives Vermögen. Das Guthaben des einen ist durch die Schuld und damit die Rückzahlungspflicht des anderen gedeckt. Auf dieser einfachen Grundlage basiert unser Finanzsystem.

Vertrauen schaffen?

Das geht nicht mit Argumenten für eine Sache, die der Beworbene nicht mehr glaubt.
Oder härter und einseitiger ausgedrückt: Eine reltive Lüge wird mit neuen Lügen nicht zur relativen Wahrheit.

Vertrauen kann man nur zu etwas haben, wenn die angekündigten Taten für bestimmte Ziele sich mit den Ergebnissen über einen langen Zeitraum decken.
Die Ergebnisse sind ja auch so gekommen wie erwartet. Nur wie es erwartet wurde von Denen, die das Vertrauen verloren haben und nicht Die es gewinnen wollten.

Und ganz nebenbei, der IWF der hier so rumposaunt ist zwar verdammt mächtig, hat aber nicht das Vertrauen der Welt, sondern nur die Angst vor dieser Mächtigkeit! Und da sind wir wieder am Punkt. Eine Demokratie hat ihren Ursprung im Vertrauen zu gewinnen. Eine Diktatur hat ihren Ursprung eher in der Angst etwas zu verlieren.
Und hier steht die Angst vor Verlust wohl eher im Vordergrund als die Chance auf einen Gewinn.

Staatsanleihen kaufen?

Wer glaubt, das sowohl Griechenland als auch die anderen "Pleitestaaten" jemals die Kredite zurück zahlen könnten hat noch nichts gerafft.

Soviel können die überhaupt nicht erwirtschaften um auch nur einen nennenswerten Teil der Kredite zurück zahlen zu können!

Bevor ich als Privatanleger Staatsanleihen kaufe schmeiss ich die Eurobündel doch lieber in den Kamin, da heizen sie wenigstens noch meine Wohnung!

@gruenewagen: der Trick ist,

@gruenewagen: der Trick ist, den Leuten zu verklickern, dass das Schulden- und Zinseszinssystem das sie knechtet berechtigt sei. Dann lieben sie auch noch ihre Herren.
"Jeder kann es schaffen" im Umkehrschluss "wer es nicht schafft, ist selbst schuld". Selbst wenn es jeder könnte, können es nicht alle.

Die Schulden des einen sind

Die Schulden des einen sind Guthaben des anderen. Warum nennen wir es dann nicht Guthabenkrise?

Das Vertrauen ist verspielt.

Das Vertrauen ist verspielt. Damit ist der Euro praktisch tot.

Etwas tiefer geschaut

Diese Analyse erscheint mir etwas oberflächlich. Diese sogenannte "Kreditklemme" ist aus ganz anderen Gründen unvermeidlich. Die kurzfristige EZB-Politik z.B. sorgt dafür, dass Kredite derzeit unglaublich günstig sind. Außerdem wurde Deutschland mit Südländer-Fluchtgeld geflutet. Geld ist so billig und reichhaltig wie nie. Das nutzen viele, um Investitionen vorzuziehen, Häuser und Möbel zu kaufen. Die Angst vor der Inflation tut ihr Übriges.

Da aber bereits an allen zentralbankpolitischen Schrauben gedreht wurde, kann man kaum noch Einfluss nehmen, wenn dann diese Investitionen getätigt sind. Diese vorgezogenen Ausgaben fehlen uns später, egal was die Geldpolitik dagegen setzen vermag.

Diese sogenannte "Kreditklemme" wird also kommen und ist ein natürlicher Ausgleich der jetzigen unnatürlichen Geldschwemme als Resultat überhitzter EZB-Politik. Der ESM wird diesbezüglich auch nicht hilfreich sein, wenn er weiter Geld in das überhitzte System pumpt.

@ kPshi: Guthabenkrise

"Die Schulden des einen sind Guthaben des anderen. Warum nennen wir es dann nicht Guthabenkrise?"

Ich finde Ihren Gedanken sehr interessant. Wir könnten das Pferd auch mal von hinten aufzäumen und darüber nachdenken, ob die Guthaben ein Teil des Problems sind.

Und bei Lichte betrachtet könnte die Verteilung dieser Guthaben ein sehr bedeutsames Problem sein (wie auch Wirtschafts-Nobelpreisträger Stiglitz zugegeben hat). Im Extremfall, wenn fast alles Geld in Händen Weniger ist, wird es keinen Binnennachfrage mehr geben, keinen Konsum. Alles Geld wird nach Investitionen und Zinsen schreiben, aber es ist keiner mehr da, der diese Zinsen erwirtschaften kann.

Wenn man das betrachtet, kann eine extreme Ungleichverteilung den Kapitalismus finanztechnisch ersticken. Die Schulden sind nur der Spiegel des Ganzen. Also ja, wir könnten es auch Guthabenkrise oder besser, Verteilungskrise nennen.

IWF pfeift auf Realwirtschaft s.Troika

Der IWF malt alle paar Monate neue (nicht nachvollziehbare)miesere Prognosezahlen und den Teufel an die Wand. Damit will er die Politik in eine ihm genehme Richtung drücken.

In der Eurozone also die direkte Bankenrettung Süd (per ESFSESM), während er als Troika verkleidet aus der Staatsschuldengeschichte aussteigen will (Draghi übernimmt per Notenpresse).

Bleibt unterm Strich: Vor allem DE soll sich noch mehr für den sparnotleidenden Rest engagieren und die Bankenunion (aktuell die Haftbarmachung v.a. der dt. Sparer für notleidende Banken in Südeuropa, NL und FRA per gemeinsamen Einlagensicherungsfonds).

Dass die Bankenrettung mangels Auflagen keinen Cent in die Realwirtschaft spült, sondern nur umschuldet, interessiert Lagarde nicht. Sie heuchelt eine Warnung vor der längst vorhandenen Kreditklemme, die sie sie abzuwenden beahauptet.

Die Eurobanken haben ~17 Billionen (!) Auslandsschulden und ~16 Bio. (wie sichere?) Geldanlagen bei 661 Mrd. Reserven = permanentes Umschulden.

Hauptrisiko

Es muss heissen "Das globale Finanzsystem bleibt das Hauptrisiko für den Euro". Wenn man versucht, mit Geld Geld zu verdienen, d.h. ohne real zu produzieren, erzeugt man als Nebenprodukt Schulden, es sei denn es würde anderswo entsprechend real verdient und sofort abgeschöpft. Wir lernen doch schon in der Schule 1+1=2. Bei global müssen wir uns natürlich auch selbst an die Nase fassen. Hätten wir statt der mir-gäbet-nix-Politik die neu aufgenommenen Staaten im Süden per Transferzahlung an förderungswürdige Projekte unterstützt (das haben Staaten schon immer in ihrem Inneren getan), statt die eigene Bonität herzugeben für niedrige Zinsen für diese Länder auf dem privaten Kapitalmarkt, hätten wir das Problem vermutlich nicht, und hätten obendrein Einfluss auf die Entwicklung nehmen können. Jetzt stehen die Transfers so oder so zur "Rettung des Euro" an, aber nicht etwa als Investition in die Zukunft, sondern Zahlung an diejenigen, die daran sowieso schon eine goldene Nase verdient haben.

@Flow-Texer: Klar, aber ...

Es müssen ja nicht zwangläufig _alle_ Schulden gestrichen werden. Für die Staaten das Ideal: Staatsschulden sind gestrichen (oder eben getilgt), Geld bleibt im Umlauf und gehört z.B. der EZB. Die Ausgabe erfolgt über Schulden der EZB gegenüber.
Die wiederum würde als zentrale Stelle keine Zinsen nehmen. Wie sollte sie auch? Gültiges (Bar-)Geld kommt nur von der EZB (andere Währungen mal außer Acht lassend). Wie soll dann jemand 100 Euro bekommen und nach einem Jahr 101 Euro zurückzahlen? Woher kommt dann der eine Euro?

Wenn die Schulden bleiben wie sie sind, bleiben auch die Zinsen wie sie sind. D.h. es werden permanent und immer steigende Summen an Steuergeldern in Private Kassen geschoben. Ist so der Plan? Ist das so richtig?

Manche lernen es eben nicht

Die Aussage in dem Bericht ist einfach falsch. Das globale Finanzsystem gefährdet mit seinem unreguliertem Handeln Europa. Nicht umgekehrt. Manche, und dazu gehört auch der IWF wollen oder können es nicht begreifen. Anlässlich der Machtverhältnisse beim IWF braucht darüber niemand verwundert zu sein. Genauso wenig wie über die seitherigen Leitungen dieses Gremiums, z.B. in Afrika.
Die Weltwirtschaftsordnung ist so marode, dass man sich fast wünschen würde, sie würde kollabieren.

@kPshi

Damit sind sie genau am Kern des Problems angelangt. Schulden und Guthaben sind die zwei Seiten der Krise. Wir haben keine Schuldenkrise, wir haben eine Verteilungskrise! (Danke auch an Trecker). Allerdings würde ich den Faden noch ein wenig weiterspinnen und die These aufstellen, dass der Kapitalismus die Marktwirtschaft erstickt. Kapitalismus ist in meinen Augen keine Wirtschaftsform sondern eine Finanzarchitektur, deren Ziel nicht die Produktion von Gütern ist, sondern die Mehrung des Kapitals. Produktion, Landerwerb, Börsenspekulation, Immobilienspekulation etc. sind nur Vehikel des Kapitalismus.

Kurzsichtigkeit soweit das blinde Auge schaut

"Trotz wichtiger und andauernder Bemühungen der europäischen Gesetzgeber, die die größten Ängste der Investoren ansprachen"
.. das bringt es doch genau auf den Punkt. Vielleicht sollte sich mal jemand Sorgen um die Bevölkerung machen, denn im Gegensatz zu denen die mit dem Geld fremder Leute jonglieren und Zinseszinsen auf Phantasiebeträge einer beliebigen Währung (in diesem Fall Euro) aufschlagen, produzieren die Banken GAR NICHTS.. ausser neuen Zahlen auf Papier (bzw. elektronisch). Gegenwert? Sicherheiten? Schon lange nicht mehr.

Ich glaube die größten Ängste der "Anleger" sieht man z.Z in Griechenland, wenn nämlich die wirklich arbeitenenden Menschen nichts mehr zu verlieren haben, ausser ihren Wohnungen, Jobs und ihrer Gesundheit. Klar kann man jede Prognose schön oder schlecht rechnen, aber Hunger bleibt Hunger und Menschen bleiben Menschen. Perspektivlosigket führt zwangsläufig zum Kollaps des Systems. (Bin in der DDR geboren und hab es schon einmal erlebt)

Darstellung: