Kommentare

Auf gute Zusammenarbeit!

Der ESM wird höchstwahrscheinlich für mehr wirtschaftliche Stabilität sorgen, in Idealfall krisenfälle fortan bereits im Ansatz vermeiden können.

Weder sehe ich darin ein Instrument zur Aushölung der Demokratie, noch zur Aushölung des Wohlstand. Der Wohlstand für die gesamte Eurozone wird erhalten, davon profitieren zuallererst wir, und demokratisch gibt es durch eine gelungene verschränkung nationaler und europäischer Ämter/Funktionen eine Situation, in der eine Regierung sehr gut für ihre Europapolitik vom Volk abgestraft werden könnte.

Die maßlosen Übertreibungen zum ESM, die auf wirklich üblen Unterstellungen an unsere Volksvertreter fußten, werden sich m.E. als vollkommen unzutreffend erweisen. Der ESM wird ein wichtiger Schritt der europäischen Integration bleiben, viele Andere werden noch kommen.

Höchstwahrscheinlich... Im

Höchstwahrscheinlich... Im Idealfall... Usw... Etc... PP... ImhO... Bra... Blubbel... Sülz...

Genau das Gegenteil ist der Fall und wird passieren...

Die bisherigen "Krisenfälle" im Ansatz sind bereits und trotz bisheriger Schirme und Rettungsmechanismen absolute KOMA-PATIENTEN!!!
Wie soll das mit noch größeren und noch "systemrelevanteren" Kandidaten funktionieren???

Die Zeit wird es zeigen...

Politik as usual . . .

noch gar nicht zu 100% rechtssicher "im Sack", aber schon fest zugesagt.
Wer mit eigenem Geld so umginge, den würde seine Familie entmündigen.
Krise hin, Krise her, und zu Recht.

Phonomatic: Zustimmung!

Ich stimme Ihrem Kommentar vollständig zu, möchte aber noch etwas ergänzen.

Der ESM ist notwendig, um das Vertrauen in die Eurozone wieder herzustellen. Wie Sie sehe ich keine Alternative zum ESM, um die europäische Wirtschaftskrise zu überwinden.

Allerdings müssen wir berücksichtigen, dass z.B. in Spanien mit dem ESM vor allem eine Krise des Finanzsektors bekämpft wird. Mit dem Geld der Steuerzahler garantieren wir für die Fehler, die der gesamte Finanzsektor (nicht nur die Banken ) gemacht haben. Deswegen muss die Eurozone entsprechende Maßnahmen treffen, dass die Banken, d.h. die Aktionäre und Anleger entsprechende Beiträge liefern. Gewinne wurden kapitalisiert, die Verluste dürfen nicht dauerhaft sozialisiert werden.

Daher ist die Finanztransaktionssteuer, eine weitergehende Regulierung des Finanzsektors, eine Bankenunion, der die systemrelevanten Banken angehören und ein ausreichender privater Bankenrettungsfond ( mehr wie 200 Milliarden ) notwendig.

"Brandmauer gegen Staatspleiten"?

Hier handelt es sich nicht um eine Brandmauer für irgendwas. Der ESM ist ein Enteignungsprogramm für die Bürger und öffentlichen Kassen in den Geberländern. Ein reich gedeckter Tisch für Banken und Börsen.

Was müsste denn passieren, damit wir unser Geld dafür jemals wiedersehen? Wahrscheinlich ab nächste Woche für die nächsten zehn Jahre ein Wirtschaftswachstum in allen Euro-Ländern mit chinesischen Ausmaßen. Das wird jedoch leider nicht passieren.

22:09 — Phonomatic - Auf gute Zusammenarbeit ?Mit wem?

Bevor Sie noch überschwenglich werden, beim Zusehen von Geldverschwendung und Massenanstieg in die Armut!

http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/10/06/dlf
_20121006_0719_10c22131.mp3

@Phonomatic 22:07

"Der Wohlstand für die gesamte Eurozone wird erhalten, davon profitieren zuallererst wir"
Würde der ESM zur Unterstützung der Staaten selbst verwendet, könnte ich Ihnen frohen Herzens zustimmen. Aber leider zeigt doch schon der erste Einsatz, wohin die Reise wirklich gehen soll: Sie haben doch gelesen, dass Spanien die 100.000.000.000 € zur "Stützung" seiner "maroden" Banken bekommt - von unserem Steuergeld sieht das spanische Volk also nie auch nur einen müden Cent und das ist auch nie vorgesehen gewesen...
Leider ist der ESM in dieser Form nur eine weitere Stufe in der Maschinerie der Vermögensumverteilung von unten nach oben. Eben eine neue, besonders effektive Stufe.
Gruß
panther

@ Phonomatic

"Auf gute Zusammenarbeit!"

Ich bin auch positiv darüber gestimmt, daß es zu einer guten Zusammenarbeit in Europa zwischen den Regierungen, EZB und ESM kommen wird. Immerhin ist man sich über die grundlegende Zielsetzung aller Rettungsmaßnahmen absolut im Klaren und einig: nämlich daß die geborenen und ungeborenen Steuerzahler die Verluste der am Hungertuch nagenden privaten Gläubiger tragen müssen - mit allen damit verbunden schmerzlichen Konsequenzen für die gesamte Gesellschaft. Insofern, Glück auf!

von Böcken und Schafen..

Es ist doch eigentlich lächerlich. Da wird eine Bank mit der Lizenz zum Geld drucken ausgestattet, um eine Krise zu bewältigen, die auf Gier, Rücksichtslosigkeit und Kurzsichtigkeit von.. wer hätte es gedacht.. anderen Banken zurückzuführen ist. Aber das gebietet natürlich schon die Logik, denn wenn der Bock den Garten verwüstet hat, wer würde dann nicht eine Herde Schafe hinterherschicken, um die Verwüstung zu beheben? Eben, kein normal denkender Mensch würde dies tun, aber Finanz- und Bankenlogik ist halt einfach zu hoch für mich Normalbürger.. zumindest versucht uns die Finanzelite, genau dies einzureden.

Aber was will man als Individuum dagegen tun? Zumindest verstärkt sich für mich in letzter Zeit der Eindruck, das immer mehr Bürger aus ihrer vormals bleiernen Lethargie inzwischen in einen unruhigen Halbschlaf gewechselt haben. Und das ist doch schonmal ein Anfang.

Hat sich am Wochenende was geändert?

Hat sich am Wochenende etwas geändert?
Zumindest bis Donnerstag (04.10.) war es ja noch so, daß Spanien zwar jede Menge Kohle von der EU und dem ESM haben wollte, aber nicht zu den dafür üblichen Gegenleistungen (Akzeptanz von Auflagen, und Kooperation mit der Troika) bereit war.
Wenn EU und ESM jetzt gegenüber Spanien weich werden, dann entwickeln sie sich zu Selbstbedienungsläden.
Und was geschieht, wenn dieses Beispiel Schule macht, kann sich wohl jeder selbst ausrechnen ...

PS:
1775 hieß es in Amerika "No taxation without repräsentation". Der Grundgedanke ist richtig. Also "Kein Geld ohne Mitbestimmung.".

Darstellung: