Kommentare

Amerikanische Verhältnisse

Wir nähern uns immer mehr amerikanischen Verhältnissen an. Viele können von ihrem Hauptjob nicht mehr leben.
bei dem ausufernden Niedriglohnsektor ist das auch kein Wunder. Working poor.
Ich kenne so einige, die einen Hauptjob und einen Nebenjob haben. Zeit für die Familie oder einfach nur mal Zeit für sich? Fehlanzeige.

Grund zur Freude

Na bestens!
Machen wirs doch wie in den USA mit 3 Jobs und trotzdem noch am Hungertuch nagend, während ein paar wenige über das anstrengende Geschäftsessen klagen.

Nebenjob - weil sie in brauchen !?

Bei Spiegel online heißt es "immer mehr Deutsche brauchen einen Nebenjob".

Ich frage mich ... ist das wirklich so?
Natürlich - der Niedriglohnsektor mit der verhängnisvollen und verabscheuungswürdigen Leiharbeit hat sich sehr stark vergrößert, aber noch immer sind die Geringverdiener nicht die Mehrheit in diesem Land.

Brauchen die Deutschen also einen Zweitjob, weil die Einkommen so gering sind, oder weil der Konsum derart wichtig ist, dass für den Kram, den man offenbar kaufen muss ein normales Einkommen nicht mehr reicht?

Ich kann das nicht beantworten!

Letztlich muss man sich die Statistik auch mal genauer angucken. Denn wenn jmd. in einem regulären Job 30 Stunden/Wo. arbeitet und dann einen Nebenjob auf 400 Euro Basis nebenbei macht, dann hat er am Ende eben auch netto mehr, als wenn er gleich 40 Stunden arbeiten würde.

Zweitjobs sind daher kein Anzeichen für Armut - nicht pauschal - sondern die Gründe dafür vielfältig.

Steinbrück hat ja auch mehrere Jobs und ihm gehts gut!

Zusätzlicher Minijob

Wer bleibt auf der Strecke? wieviele Stunden ist die Mutter weg? Nur weil die bestehenden Gesetze von den Jobcentern mannipuliert werden müßen wir arbeiten bis zum Umfallen, nicht einmal Geld für Arztbesuche wird uns vergönnt. Wer beendet diesen Krieg?

steinbrück

Hat ja auch nebenjobs! 60 stück! Bisschen besser bezahlt auch!

Deutsche brauchen einen Zweitjob

weil viele den Hals nicht vollbekommen können.

So könnte man es auch formulieren.

Es wird so getan, als seien die Zweitjobs notwendig.
Ich würde behaupten, dass viele dieser Zweitjobs nicht aus existenzieller Not heraus, sondern aus Kosumgründen gemacht werden.

Offenbar haben viele Menschen noch Zeit immer noch ein wenig mehr zu arbeiten, trotz eines normalen Jobs.

Ok - kein Thema, jeder soll das machen, was er will, dann aber bitte nicht immer rummeckern.

Denn wenn man unbedingt eine dicke Karre fahren will - dann muss man halt Abends im Fitnessstudio putzen gehen.

Diejenien, die aus existenzieller Not mehrere Jobs haben - sind eine Minderheit. Um die sollte man sich kümmern, als z.B. das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz endlich ändern.

Diejenigen, die aufgrund ihres Konsumverhaltens nicht mit einem Job hinkommen ... tja ... sollen halt soviel arbeiten, bis sie umfallen.

Man könnte auch mal Fragen: Wie viele reguläre Jobs werden durch die Minijobs ersetzt?

komisch

die amerikaner haben das problem, so langsam erkannt.
aber unsere regierung geht immernoch den gleichen weg wie amerika oder macht es diesem system nach, wann merkt UNSERE REGIERUNG, dass es eine sackgasse ist und es der verkehrt weg?
obama selbst sagt auch, dass diese soziale ungerechtigkeit die krisen (mehr oder weniger) ausgelöst hat, ABER MERKT ES MERKEL NICHT?
aufwachen, bitte wacht aus euren tiefschlaf auf!!!

Vorbilder

Weshalb keinen zweiten Job haben? Der Peer hat doch auch einen.

Und von Vorbildern soll man lernen.

Ach neee

Die von der Linkspartei sieht es erst jetzt, dass das Geld nicht mehr ausreicht zum Leben?
Heute muss man ein Hauptjob haben und 1-2 Nebenjobs und selbst dann reicht nicht das Geld aus. Dadurch sieht es dann auch noch schlechter aus später bei der Rente.
Man muss einfach gesagt. Mindestlohn erhöhen auf 10€ und die Spritpreise senken sowie die MwSt, dann haben wir das Problem gelöst und alle sind zufrieden.

lg

Roach

Wir sind Exportweltmeister......

......und größter Nettozahler der EU. Nur schade und traurig, dass es für die eigene Bevölkerung nicht reicht.

Wenn's kein Auskommen mehr mit dem Einkommen/Rente gibt muß man ein oder zwei Nebenjobs machen, damit man überhaupt noch über die Runden kommt.

Tja, der Deutsche arbeitet eben sehr gerne und kann mit Freizeit nichts anfangen. Deshalb hat die Regierung ja auch diese Minijobs 2003 als Nebenjob zugelassen.

Danke liebe Bundesregierung, sehr großzügig Danke.

Untertänigst Euer ............!

braucht ja nun nicht viel

ein normaler Job, eine Wohnung, die nicht ein Drecksloch ist und das in einer Gegend, wo es Arbeit gibt, schon kommt man mit Miete und Lebenskosten fix ins Minus.

Nach einer Gehaltserhöhung fragen? - gibt genug Andere, die für die Hälfte Arbeiten wollen.
Schon ist man gezwungen, einen Minijob zu suchen, um sich wenigstens den Benzin fürs Auto leisten zu können....

So sieht's doch wirklich aus

Die Realität in einigen Regionen sieht ganz anders aus:
>40h die Woche arbeiten und nen tausender Netto.
Davon eine Familie ernähren, einmal im Jahr in den Urlaub fahren und vllt. mal alle 10 Jahre ein neues Auto kaufen. (Pech für die "leidende" Autoindustrie).
Oder ist das jetzt schon Luxus?

Stimme voll zu, wie sie

Stimme voll zu, wie sie schreiben immer weniger Zeit
für Familie und sich selbst.

Die Folge in Bezug auf die Kinder solcher Familien ist, dass die Kinder nicht mehr richtig erzogen werden und dadurch der Saat wieder Reparaturprogramme wie Coolness-Training oder Streetworker betreiben muss.Das ist doch auch sehr sinnvoll, oder?
Wo treiben wir nur hin?

Familie durchbringen...

Ich zweifel noch immer an, dass die meisten Menschen in diesem Land nur mit einem Zweitjob ihre Familie durchbringen könnten.

Tatsächlich hat ein Zweitjob eben auch etwas mit den Lebensstandart zu tun und der individuellen Einstellung dazu.

Also - wenn man unbedingt ein dicken Mercedes fahren will, 3 Mal im Jahr in den Urlaub nach Australien muss oder halt teure Klamotten oder Technikkram kaufen muss, und dafür das Geld nicht reicht, dann kann man doch nicht sagen, dass die Deutschen einen Zeitjob brauchen, damit sie über die Runden kommen.

Wenn man da draußen in der Welt mal rumrennt, habe ich nicht das Gefühl, dass die Deutschen am Hungertuch nagen oder sich totarbeiten.
Im Gegenteil!

Vielen geht es sehr gut - und wenn die Kohle für 700 Euro iPhone oder das Wochenende im 5Sterne Hotel nicht reicht, dann geht man eben bei McDonalds arbeiten.

Und - was ist daran so schlimm?

Schlimm ist, wenn Menschen mit ihrem Einkommen nicht hinkommen und in Existensnot geraten.

mehr als genug Zeit

Bei 28 und 35 Stundenwochen haben die Leute doch genug Zeit für einen zweiten Job.
Und ein Nebenjob bringt Abwechslung, macht die Arbeit vielseitiger und warum sollte man die Chance nicht wahrnehmen?

@MrEnigma kleiner hinweins

"Ich kann das nicht beantworten!"

"Deutsche brauchen einen Zweitjob, weil viele den Hals nicht vollbekommen können."

Wieso zwinkern sie einer abstrusen Realitätsverzerrung zu, um dann im Nachhinein direkt Partei für sie zu ergreifen? Sagen Sie es doch direkt klipp und klar.

Diese Leute mag es auch geben, die nur Arbeiten für die ach so verhasste Konsumgesellschaft (was wir an anderer Stelle eindeutig begrüßen). Aber einige wollen nur mehr Arbeiten um aus dem Bereich der Geringverdiener heraus zu kommen. Es gibt übnrigens entsprechende Studien zu diesem Thema. Die Minderheit geht aus Konsumfreude arbeiten. Die meisten leider um sich und ihren Familien ein erträgliches Einkommen zu sichern.

@ Mi.Enigma

Ihrem Kommentar ist nichts hinzuzufügen!

@ Sternenkind

Steinbrück
"hat ja auch nebenjobs! 60 stück! Bisschen besser bezahlt auch!"

Und genau das ist der springende Punkt.

Nicht die die es erarbeiten sahnen ab, sondern die die drüber reden!

Apropo ich suche auch einen Redner-Minijob, nehme dann auch gern 400,- Euro die Stunde, bin da zwar verhältnismäßig unterbezahlt, aber ich kann nicht so viel Sulz erzählen.

Quatsch

Die Kinder sind doch nicht deswegen so verkorkst, weil Mama einen 400 Euro Job macht.

Die Kinder sind so verkorkst, weil ihnen vorgelebt wird, was alles "normal" ist. Eben die 150 Euro Jeans, oder ein iPhone mit 12 Jahren.

Viele Eltern sind nicht in der Lage sich diesen Problem zu stellen, wollen es auch nicht. Also kauft man alles, was das Kind so "braucht".

Wenn es anders wäre, dann wären alle Kinder, die als sog. Schlüsselkinder aufgewachsen sind, verkorkst. Dem ist offensichtlich aber nicht so.

Tatsächlich ist es sogar für viele Kinder besser, jenseits vom Elternhaus betreut zu werden und viele Eltern wollen das auch.

Kindern muss gezeigt werden, dass nicht alles möglich ist - wie sollen sie sonst ein Verhältnis zur 150 Euro Jeans entwickeln?

Ich bleibe dabei - viele Nebenjobs dienen nicht der existenziellen Absicherung, sondern der Befriedigung des Kosumbedürfnisses nach irgendwelchem Kram.

Man kann den Hals halt nie voll bekommen ... siehe Steinbrück!

@Oxalis: Zu Ende lesen

Es geht bei diesen Statistiken ja nicht um Einzelfälle.

Es gibt immer irgendwen, der von irgendwas betroffen ist.
Hier wird aber von "den Deutschen" gesprochen.

Und "den Deutschen" - geht es in der Regel so gut, das sie keinen Nebenjob machen bräuchten.

Ich habe zudem mehrfach angedeutet, dass denjenigen, die wirklich mehrere Jobs aus existenzieller Not machen müssen dringend geholfen werden muss.
Das ist nicht ok - und man sollte alle Gesellschaftlichen Kräfte mobilisieren um endlich diese Misstände zu beheben.

Menschen müssen von ihrer Arbeit leben können.

Bei vielen in diesem Land ist das aber anders. Da kommen die 400 Euro noch zu einem normalen Einkommen oben drauf.

Man kann eben nicht sagen, dass ALLE 400 Euro Jobs der Existenzsicherung dienen.
Ich würde behaupten, dass nur ein geringer Teil der 400 Euro Jobs dazu nötig ist.

400 Euro Jobs sind ein arbeitsmarkpolitischer Irrweg - sie nützen nur denen die sich was dazu verdinen wollen und vernichten normale Jobs!

Viel schlimmer

ist es, dass es immer mehr Leute gibt, die NUR einen solchen "Nebenjob" haben und damit irgendwie über die Runden kommen müssen. Oder die ALG2 kriegen und unter dem Strich so einen Job für 165 Euro machen.

Ein verräterisches sprachliches Detail: Bei vielen Leuten aus der eher bildungsfernen Ecke heißt das mittlerweile "Basisjob". Das kommt wohl aus den typischen Formulierungen wie "Job auf 400-Euro Basis" bei Anzeigen, aber die verstehen das wirklich als "Basisjob". Die haben dann natürlich keine Krankenversicherung und gewohnt wird bei Freunden oder man verdient sich mit irgendwelchen Gelegenheiten bar und von der Hand in den Mund noch Kröten dazu oder das Trinkgeld beim Kellnern muß es machen, aber so oder so hat das mittlerweile teilweise wirklich Drittte-Welt Charakter hierzulande. Und das gerade bei Leuten, die auf gar keinen Fall Stütze bekommen, sondern sich irgendwie durchschlagen wollen. 400 Euro Jobs haben hier eine "Basis" unterhalb des Niedriglohnbereichs etabliert. Eklig.

Ich persönlich kenne keinen Konsumjäger, der einen

Zweitjob hat um seine Konsumgelüste zu befriedigen.

Ich selbst alleinerziehend, zwei Kinder hatte einen Zweitjob damit ich meine Kinder ohne Sozialamt ordentlich kleiden und ernähren konnte. In den sogenannten Frauenberufen verdient man leider nur im Niedriglohnbereich - selbst mit guter Ausbildung.

Meine Jüngste ist auf das Gymnasium gegangen und galt als "arme Leute Kind". Da braucht es riesiges Selbstbewußtsein der Kinder um diesen sozialen Druck aushalten zu können. Auf die Gymnasien gingen früher und ich denke auch heute noch, die Kinder wohlhabender Eltern. Skifreizeit in der 8. Klasse - das war selbstverständlich. Nach dem Geld der Eltern hat da keiner gefragt. 600 € waren da weg. Auf dem Gymnasium ist es auch nicht weit her mit der sog. Lehrmittelfreiheit.
Ich kenne einige Patchworkfamilien mit Zweitjobs, weil Unterhaltszahlungen an Erstfamilien zu leisten sind.
Ich würde nie Lebenszeit für schnöden Konsum hergeben.
Aber evtl. bin ich da altmodisch.

@gray: Beleg

Bittesehr - steht auch bei spiegel online

"'Der größere Teil der Beschäftigten mit Zweitjobs sind durchaus qualifizierte Leute mit gutem Einkommen, die sich noch etwas dazu verdienen', sagte die Arbeitsmarktexpertin der Grünen, Brigitte Pothmer, der 'Saarbrücker Zeitung'."

Tja - also ... um was gehts hier?

Um ... Gutverdiener in Süddeutschland und nicht Geringverdiener in Ostdeutschland!

@Mr. Enigma

Ich stimme Ihnen durchaus zu, dass zumindest im Einzelhandel Minijobs reguläre Arbeitsplätze vernichten.

Im Einzelhandel sind jedoch nicht die Minijobs als solche schuld, sondern der Grund für die Minijobs im Einzelhandel sind die Verlängerungen der Öffnungszeiten.
Mit einem Vollzeitjobler kann der Einzelhändler die tägliche Öffnungszeit nicht abdecken, also hat er drei Minijobber laufen, die er flexibel je nach uhrzeit einsetzen kann.
Im Einzelhandel gibt es fast keine Vollzeitjobs mehr.

was lernen wir?

natuerlich sind die minijobs ein toller und voller erfolg und keineswegs ein zeichen fuer ein erodierendes bzw. schlichtweg asoziales arbeitsklima in diesem land.

natuerlich gibt es keinerlei empirische beweise, dass die millionen deutschen einen zweitjob aus einer materiellen not heraus suchen und ausueben.

natuerlich ist die explosionsartige vermehrung der minijobs nur ein zeichen dafuer, dass sich millionen menschen sozialversicherungsabgabenfrei etwas dazu verdienen wollen und koennen und nicht etwa, dass die unternehmen, die solche beschaeftigungsverhaeltnisse anbieten, die eigentlichen erfinder und nutzniesser sind.

natuerlich gibt es auch hier in diesem forum zeitgenossen, die die dankbare aufgabe des beschimpfens und denunzierenden unterstellens ueber ursachen und motivationen fuer und von minijobbern uebernehmen. die profiteure dieses schaebigen geschaeftes danken es ihnen, sind sie doch dadurch von der last befreit, diese obszoene entwicklung selbst begruenden zu muessen.

immer mehr deutsche mit Nebenjob

ja sogar Peer Steinbrück sieht sich dazu gezwungen :-)

als lapidare Schlagzeile

als lapidare Schlagzeile suggeriert das Normalität. Richtig müsste die Schlagzeile lauten: "Immer mehr Beweise für die Untauglichkeit des Systems"

oder "immer mehr Reiche können die Beine hoch legen", weil wir uns bald fünf Hände wachsen lassen.

ich stimme MrEnigma soweit

ich stimme MrEnigma soweit zu.

@MrEnigma

Da in etwas 40% der Erwerbstätigen später in Altersarmut enden bezweifle ich stark das es eine Minderheit ist, welche auf Mini-Jobs zurück greifen müssen.

Wenn man dann noch die Statistiken zum Vermögen sieht, dann sieht man auch das 20% ein negatives Vermögen besitzen und weitere 10-20% garkeins.

Das sind dann wieder diese 40% die am Ende ihres Arbeitslebens von der Gesellschaft im Stich gelassen werden.

Aber bleiben wir bei den Politikern ... wieviele haben wir? Sind das nicht eher die Minderheit von denen sie reden?
Und die machen keine 400 Euro-Jobs.

Ihre Einstellung zu den 400 Euro-Jobs teile ich.

Hinzuverdienst

Das hört sich ja wirklich nach dem Paradies an, was die BA da mitteilt: "Immer mehr Arbeitnehmer in Deutschland verdienen sich neben ihrer Hauptbeschäftigung noch etwas hinzu".

So etwas Tolles müssen doch alle gut finden - "hinzuverdienen", reich werden ...

Die Realität hinter dieser BA-Mitteilung ist aber leider gar nicht paradiesisch. Im Klartext bedeutet die Mitteilung nämlich, dass viele Mitbürger ihre Existenz heute nur noch durch mehrere Jobs sichern können.

Solchen Klartext redet die "Agentur" aber lieber nicht, denn sonst würde Merkel ihren Lieblingsspruch "Deutschland geht es gut!" ergänzen müssen: "Deutschland geht es gut, aber vielen seiner Bürger nicht!"

Ausnahme Minijobs ist schon regulär am Arbeitsmarkt

6,9 Millionen Minijobs, davon
243 000 in Privathaushalten und
760 000 im Rentenalter. (Ende 2004 650.000)

2,5 Millionen (8,8 Prozent der Sv-pflichtigen) haben sv-pflichtige Hauptbeschäftigung. Diese beginnt lt. BA ab 400,01 €.

Macht also
4,4 Millionen ohne Hauptbeschäftigung von
12.820.000 (BA September) nicht sv-pflichtig Beschäftigten (=31% aller Erwerbsfähigen und darin 34% Minijobber = jeder 3. nicht sv-pflichtige Job ist ein Minijob!)

und
wovon ein Anteil in den
1,33 Mio (Mai) als nicht arbeitslos in der Unterbeschäftigung stecken, die von der BA mangels ausreichenden Einkommens zum Lebensunterhalt Beschäftigungszuschüsse erhielten.

BA lobt Minijobs unter "Mehrwehrt schaffen - Minijobs umwandeln": Dazu Handwerkspräsident Otto Kentzler: "Minijobber sind für ihren Arbeitgeber erste Ansprechpartner bei der Besetzung von regulären Arbeitsplätzen."

Solange helfen sie den regulär Bechäftigten mit der Ausweitung der geringfügigen Beschäftigung zu drohen f. Lohnzugeständnisse.

Deutschland geht es auch gut!

Deutschland geht es auch gut! Jammern auf hohem Niveau
ist ein Volkssport geworden.
Die meisten verlangen und verlangen immer mehr vom
Staat. Der Staat lässt hier niemand im Stich, auch wenn
sich viele so fühlen. Aber kaum ein anderes Land sichert so ein großes Volk
so umfassend ab wie unserer.
Negativ finde ich nur das so mancher mehr H4 inklusive Miete
bekommt als so manch anderer Angestellter erarbeiten muss.

Ich weise gerne nochmal drauf hin

"'Der größere Teil der Beschäftigten mit Zweitjobs sind durchaus qualifizierte Leute mit gutem Einkommen, die sich noch etwas dazu verdienen', sagte die Arbeitsmarktexpertin der Grünen, Brigitte Pothmer, der 'Saarbrücker Zeitung'."

Quelle: Spiegel online

Gutverdiener sind wohl eher nicht von Armut oder Alternsarmut betroffen.

Sie können halt nicht genug bekommen.
Wobei auch klar ist, dass Gutverdiener mit guter Qualifikation nicht bei McDonalds arbeiten werden, sondern die 400 Euro eher mit wenigen und gutbezahlten Stunden zusammen bekommen.

Man muss eben unterscheiden!

Wenn es aber so ist, dass sich eher Gutverdiener noch mal ebend schnell was dazuverdienen, dann kann man auch fragen, welchen Sinn die 400 Euro Jobs eigentlich haben.

Denn den Geringverdienern helfen sie nicht - weder jetzt noch in Zukunft.

Besser wären mehr normale Jobs und nicht mehr MiniJobs für Besserverdiener.

Das ist doch klar - oder!?

Ich kann Mondfee nur zustimmen....

... bei mir verhielt es sich ähnlich. Als Alleinerziehende kommt man um einen Nebenjob vielfach einfach nicht herum. Ich verdiene jetzt zwar nicht soooo schlecht, aber für große Sprünge reichts eben auch nicht. Da kommt die Gelegenheit wie gerufen, sich noch etwas dazuzuverdienen, warum auch nicht?

Da gibts doch tatsächlich

Da gibts doch tatsächlich Leute(ich sage wohlweislich nicht Menschen)die behaupten Minijobs werden aus Konsumgeilheit gemacht.
Wenn ihr von eurer Wolke runtersteigt werdet ihr feststellen,wie schon mehrfach oben beschrieben, das die Meisten dazu gezwungen sind.
Übrigens auf die Stunden umgerechnet liegen diese Minijobs oft in einem Bereich den ich als sittenwidrig bezeichnen würde.
Aber nur weiter so,die Rechnung kommt schon in ein paar Jahren.
Die ,die sich für ihren Chef den Hintern aufreissen werden schon sehr viel weniger.Jeder macht bald nur noch das Nötigste.
Das liegt einfach daran,dass die AGs meinen sie würden Sklaven halten,leider sind die Sklaven bei uns nicht mehr so dumm wie früher und merken das sie machen können was sie wollen,wenn der Chef nicht will bist du genauso schnell draussen aus der Fa. wie drin.
Irgendwann werden diese AGs dann den Bach runter gehen und wundern sich.Lol.Ich wundere mich auch schon,wenn das unsere Elite sein soll,na denn Prost Mahlzeit.

Wo keine Nachfrage, da kein Angebot!

Fakt ist:
NIEMAND in Deutschland wird gezwungen, für einen geringen Stundenlohn zu arbeiten.

Wer sich jedoch von den Zeitarbeitsfirmen, Personaldienstleistern, Jobcentern etc. abhängig macht und sich von diesen vermitteln läßt, der braucht sich nicht zu wundern, daß er wenig Geld verdient.

Deshalb brauchen sich diejenigen Leute in unserem Land nicht darüber zu beklagen, daß sie wenig Geld verdienen, wenn sie sich doch freiwiliig dazu entschlossen haben und sich keine gutbezahlten Jobs suchen.

Würden alle Menschen in unserem Land sich weigern, auf 400,- Euro-Basis zu arbeiten, dann gäbe es diese Jobs erst gar nicht.

Jedoch arbeiten die Menschen FREIWILLIG in diesen unterbezahlten Jobs!

Und: Wo keine Nachfrage, da kein Angebot!

Würden sich die Menschen in unserem Land anständig bezahlte Jobs suchen, dann könnten sie sich mehr leisten und würden sich nicht ständig darüber beklagen, daß sie zu wenig Geld verdienen.

DAS IST DIE WAHRHEIT!

Ich würde NIEMALS für wenig Geld arbeiten!

Dazuverdienen - eben warum auch nicht

Da sagt ja auch niemand was gegen.

Dann aber eben auch nicht immer mit der "Armut" winken - wenn Gutverdiener noch mehr Geld brauchen.

Wenn es für die "großen Sprünge" nicht reicht - als würde dafür 400 Euro reichen - dann kann ja jeder noch neben seiner normalen Arbeit einen weiteren Job machen.

Allerdings finde ich es dann überflüssig immer wieder damit anzufangen, wie schlecht es uns allen in diesem Land geht. Wie arm hier alle sind und wie viel man arbeiten muss um sich ein Brötchen kaufen zu können.

Wichtig ist doch die Kernaussage.. "MiniJobs verhelfen Gutverdienern zu einem steuerfreien Zusatzeinkommen"

Ich finde es einen Irrweg - richtig wäre es, die Minijobs durch eine Besteuerung unattraktiver zu machen. Die Grünen haben da einfach recht:

Wenn Minijobs neben einem regulären Arbeitsverhältnis angenommen werden sind es Zusatzeinkünfte die versteuert gehören und für die Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden müssen.

@ Mr.Enigma

Wenn sie der Meinung sind die Leute gehen nur wegen Konsumgüter auf einen zweitjobs arbeiten,kann man ihnen nur sagen,viele gehen lieber 2x am Tag arbeiten als sich nackt zu machen auf dem Amt weil das Geld vorne und hinten nicht reicht,und von der Mitte ganz zuschweigen.Und von den Frauen ganz zu schweigen,die eh in diesen Staat schon immer weniger bekommen haben,trotz gleicher Ausbildung.Aber wie so oft hat eben jeder so seine eigene Ansicht der Dinge,und wenn es mir gut geht sehe ich eben das Unrecht nicht,und rede mir alles schön.

@tattom : Die Statistiken sagen leider was anderes

Gutverdiener in Süddeutschland verdienen sich eben eher etwas hinzu als Geringverdiener in Ostdeutschland.

Blöd - aber ist nunmal so, auch wenn man es nicht hören will!

Es hält sich hartnäckig

Die Statistiken weisen aus, das Minijobs eher nicht von Geringverdienern wahrgenommen werden.

Wahrscheinlich kann man das hier nich 1000 Mal schreiben - ohne das es jemand kümmert.

So eingebrannt ist offenbar der Eindruck, dass MiniJobs vor allem aus existenzielle Not angenommen werden.

Verrückt - aber man muss sich in diesem Fall vor den Meinungsmachern verbeugen. Habt ihr toll gemacht!

@Kathgläubig

Liebe Kathgläubig,

Anscheinend sind sie entweder reich geboren oder reicht verheiratet!
Wie sonst kann man nur so was von sich geben?
Definitiv haben sie noch nie wirklich Geldnot gehabt, denn in DE läuft das wie folgt:

Sie verdienen 5.000 netto und suchen einen Job, wenn man sie zum Gespräch einläd bietet man ihnen 6.000+ netto.

Fall2: Sie sind arbeitslos geworden wegen Insolvenz des ehem. Arbeitgebers. sie haben vorher 1.600 netto verdient. 95% aller Arbeitgeber bieten ihnen, da sie ja arbeitslos sind und das Geld anscheinend nötig haben, 1.400 netto und einen Befristeten Vertrag.

auf die 5% die nicht solche Parasiten sind, kommen nun 100% der Bewerber, die natürlich erstmal so denken wie sie.
Nach einem jahr muss man dann leider der Realität ins Auge blicken, faire Bezahlung gibt es nur im Glücksfall oder wenn man eh keine Sorgen hat! Ergebniss, um nicht HartzIV zu beziehen nehmen sie was sie kriegen können.

So siehts nunmal leider aus!

@ MrEnigma

Sie brauchen nicht weiter zu relativieren, denn die Sprache der Zahlen ist nunmal eindeutig: Der Anteil ist von 4% auf 8% gestiegen. Und dieser Zuwachs besteht bestimmt nicht alleine nur aus Menschen, die ihre Konsumgelüste befrieden wollen, sondern bestimmt auch aus zusätzlich 2% die sonst sich und ihre Familie vor den nächsten Baum setzen könnten. Kurz: Der Anteil der Menschen die trotz einer Vollerwerbsstelle nicht über die Runden kommen ist egal wie man's sieht definitiv gestiegen.

Streiten kann man lediglich noch über den Umfang. Aber jeder Anstieg dieser Zahl ist ein Zeichen für einen Systemfehler. Insb. weil ja auch die Überalterung der Gesellschaft allmählich ihre Wirkung entfaltet, sprich: eigentlich müsste sich die Situation entspannen, und die immer geringere Zahl der Arbeitnehmer, steht einer konstanten oder wachsenden Zahl von Arbeitsstellen gegenüber...eigtl. müssten die Löhne förmlich explodieren, sodass niemand einen Zweitjob bräuchte, aber das Gegenteil ist der Fall.

@ CharlieGolf

"Negativ finde ich nur das so mancher mehr H4 inklusive Miete bekommt als so manch anderer Angestellter erarbeiten muss."

Absolute Zustimmung! Aber was ist hier der Fehler? Das zuviel Hartz IV gezahlt wird? Selbst die Gerichte sehen das völlig anders! Nein!

Der Grund ist: Die Firmen bezahlen immer seltener wirklich angemessene Gehälter. Gerade auch in dem Bereich der Geringqualifikation ist es in den letzten Jahren sogar zu einem spürbaren Rückgang der Gehälter gekommen, obwohl sich an vielen solchen Tätigkeiten nichts geändert hat, im Gegenteil...selbst dort sind die Anforderungen an die Belegschaft zumeist sogar gestiegen, aber die Lohnentwicklung hat gleichzeitig nach unten gezeigt. Ein Straßenkehrer verdient relativ zur Kaufkraft gesehen heute 13% weniger als noch vor 10 Jahren, obwohl sein Einkommen absolut gesehen um 4% gestiegen ist! Und das ist eher NICHT die Ausnahme... Fragen sie mal bei ihrer BA nach...

Über die Berichterstattung zum Thema in den Medien

Hier wurden öfter Zeitschriften zitiert. Die Quintessenz ist, meiner Beobachtung zur Folge, dort eigentlich immer, dass es in Deutschland keine finanziell prekären Verhältnisse gibt. Letztens gab es eine Artikel in der ZEIT, wo ein Reporter mit seinem Sohn einen Selbstversuch startete, wie es sich so als arbeitsloser Hartz 4ler leben lässt und ist erst mal mit ihm ins Schwimmbad gegangen und danach Eis essen. Da kamen ihm dann aber auch selber Zweifel, ob so wohl das leben eines Hartz 4lers aussieht. Denn mal eben so auf die Schnelle zehn und mehr Euro ausgeben ... das ist einfach nicht drin. Und genau das können sich Journalisten halt häufig gar nicht VORSTELLEN. Kann man ihnen ja auch nicht übel nehmen. muss man erlebt haben.

@Mr Enigma

Hätten sie eine Statistik (die immer nur aussagen was der Auftraggeber hören wollte) zur belegung ihrer Thesen?

Sonst, so leid es mir tut, interessiert ihre Meinung uns natürlich wenig bis gar nicht, denn nur vom vermuten geht es den Leuten mit 2. Job aus Existenzangst nicht besser.

Sie behaupten soweit ich das sehen kann halt einfach nur das viele das aus konsumgeilheit machen.
Schöne These, aber überzeugen lass ich mich halt ehr von Argumenten mit Quellenangaben!

@RoyalTramp: Auch nur Mutmaßungen

Nunja ...

"Und dieser Zuwachs besteht bestimmt nicht alleine nur aus Menschen, die ihre Konsumgelüste befrieden wollen, sondern bestimmt auch aus zusätzlich 2% die sonst sich und ihre Familie vor den nächsten Baum setzen könnten"

BESTIMMT - ist ja nun auch nicht besonders konkret :-)

Ich bezweifle nicht, dass die minijobs zugenommen haben - habe ich niemals getan - ich bezweifle dass sie vor allem aus existenziellen Notwendigkeiten zugenommen haben.

BESTIMMT - bedeutet nichts - eine Annahme nicht mehr. Dagegen sind die Zahlen wo die Minijobs zugenommen haben sehr konkret und das ist eben nicht in strukturschwachen Regionen mit hoher Arbeitslosigkeit und geringen Einkommen.

Das Leben wird immer teurer,

Das Leben wird immer teurer, das Gehalt bleibt immer gleich. Eine Studie zu Mieten und Einkommen in Leipzig sagte kürzlich: von 1996 bis 2010 sind die Warmmieten in Leipzig auf 160 % gestiegen während das durchschnittliche Nettoeinkommen der Leipziger in dieser Zeit exakt gleich geblieben ist. Wohl dem, der da einen Nebenjob findet und auch noch Zeit dafür hat. Wer schon 50 oder 60 Wochenstunden im 1. Job arbeitet, hat diese Möglichkeit des Zuverdiensts nicht. - Deutschland steht wirtschaftlich sehr gut da. Jeder sollte mal überlegen, was er eigentlich selber davon hat.

@enigma Ich komm aus

@enigma

Ich komm aus Süddeutschland ,und meine Statistik ,anhand der Menschen die "Ich" kenne (und das sind nicht wenige,ich bin beim Fussball und bei einem Kulturverein)spricht die Sprache:

Will man seinen Kindern das Gymi/Studium ermöglichen auf das sie irgendwann ,gern im Ausland,einen anständig bezahlten Job erwischen muss man heute trotz eines Vollzeitjobs auf einen Zweit/Drittjob zurückgreifen.Gern auch schwarz (auch so ein Auswuchs aufgrund der Misere)

Und der ist weder für nen dicken Schlitten noch für einen Urlaub,da war man mit Kindern eh schon seit Jahren nicht mehr.

Das in D der eine oder andere den Hals nicht vollkriegt,die suchen sie besser in der Pyramide weiter oben.Das sind dann die,die Minijobs vergeben.

Feststellung des Bundesarbeitsministeriums:

""Es gebe "keinen empirischen Beleg" dafür, dass materielle Not die Betroffenen zusätzlich in Minijobs zwinge, sagte ein Sprecher des Bundesarbeitsministeriums"".

Die Leute suchen sich eben alle einen Nebenjob, weil sie kein Hobby und zuviel Zeit, ein hässliches Zuhause oder zu teure Hobbies haben. Oder weil nur am Wochenende Fußball in der Glotze kommt.

Wer einen neuen bewohnbaren Planeten sucht, sollte mal im entsprechenden Ministerium anklopfen. Die sind mit unserer Regierung längst erfolgreich in einer schönen Parallelwelt angekommen.

Gut ist das nicht...

Gut ist das nicht, passt gut zum Thema wie Familien-freundlich ist Deutschland? Gruss

Dechiffriert.

Lasst doch den "Herrn WK2Chiffriermaschine" in Ruhe. Zwischen den Zeilen gelesen und sogar anhand einiger Äußerungen ist er mE. in Wahrheit ein armer Schlucker, der seinen Frust aus den Chiffrierwalzen schüttelt und dazu leider das Mittel der Provokation benutzt.

Die viel wichtigeren Dinge stehen doch bereits im ts-Artikel, z.B.:

"In Deutschland gibt es rund 6,9 Millionen Minijobs."

> So viele reguläre "Nebenjobs" in D kann es bei funktionierender Wirtschaft niemals geben. Ein klarer Fakt für Mißbrauch durch die Wirtschaft.

"Nur 243.000 dieser geringfügig Beschäftigten sind in Privathaushalten angemeldet."

> Es darf gelacht werden! Oder geweint, gäbe es verläßliche Zahlen auch zu den "schwarzen" Hausperlen.

"Gut 760.000 Minijobber sind im Rentenalter."

> Der eigentliche Hammer! Das sind gewiß nicht alles emeritierte Professoren, die gegen Salär Doktoranden als Doktorvater betreuen. Sondern ein klarer Fakt für schon heutige Altersarmut und eine desolate Sozial-u.Rentenpolitik.

@Kathgläubig

"Ich würde NIEMALS für wenig Geld arbeiten!"

Entweder Sie arbeiten für jemanden, der sie prima dafür bezahlt hier so einen Mumpitz zusammenzutippen oder sie leben meilenweit von der Realität entfernt.

Nicht nebenjob, sondern 2.

Nicht nebenjob, sondern 2. Hauptjob

Welcher Boom eigentlich?

@kathgläubig

Zu Ihren Thesem möchte ich wie folgt Stellung nehmen:
1. Ich möchte einmal wertschätzen, dass arbeitslose Menschen, die aufgrund vieler Faktoren in dieser Notlage sind, lieber bereit sind, in schlecht bezahlten oder 400 € Jobs zu arbeiten als in gut bezahlten Jobs überhaupt nichts zu bekommen.
2. Nutzen doch nicht wenige Arbeitgeber diese Notlage der Menschen aus. Z. B. Online-Versandhäuser, die sich in strukturschwachen Gebieten niederlassen.
Ich möchte Ihnen jedoch insofern Recht geben, als nach meiner Beobachtung Leute, die sich in der Schule anstrengen und hart arbeiten, die weniger auf Partys ("Null Bock auf Scheißschule") als hinter dem Schreibtisch zu finden sind, häufiger eine gute Ausbildung und bessere Voraussetzungen haben, einen gut bezahlten Job zu bekommen. Man kann mit dem eigenen Verhalten also schon in gewissem Maße selbst etwas steuern. Denken Sie aber auch hier an weitere Einflussfaktoren wie Erziehung, mangelnde Förderung, genetische Einflüsse etc.

5. Oktober 2012 - 15:16 — Kathgläubig

Es ist ja bekannt, daß die gutbezahlten Jobs bei uns auf der Straße liegen und Leute, die für schlechte Bezahlung arbeiten, das aus Jux und Dollerei tun. Sie würden das natürlich nie tun.

Hoffentlich fallen Sie jeden Abend auf die Knie und danken Ihrem Schöpfer, daß sie in einer solch komfortablen, privilegierten Lage sind.

Ich finde Ihre Einstellung zur Not anderer selbstgefällig und überheblich. Meine Großmutter hätte gesagt: Sie haben ein Herz aus Stein.

immer mehr Deutsche mit Nebenjob!

Hier ist nur die Spitze vom Eisberg von der Arbeitsagentur im Moment!Was kommt da in ein paar Jahren wenn die 400Euro Jobber und Minilohn-Arbeiter in Rente gehen?Brauchen wir dann 2bzw.3 Nebenjobs?

@15:16 — Kathgläubig

Ach ja (seufz), Sie haben es halt gut! Schon mein Großvater sagte: 'Gehe in den Kirchendienst, denn unterm Krummstab ist noch niemand verhungert'. Er meinte damit die Pfaffen und dergleichen. Und in der Tat, ich hörte bisher nichts davon, daß ein Pfaffe einen zusätzlichen Minijob bräuchte oder gar bei der ARGE Hartz-4 beantragen musste. Dort trifft man allerdings öfter Pflegekräfte aus kirchlichen Einrichtungen, die zwecks "Aufstockung" vorstellig werden müssen. Nicht zu reden von armen Sünderinnen, die für ein 'Gott vergelts' den Kirchenboden schrubben.

Ja, auch ich wäre dafür, daß Kirchen endlich wieder mit neuen Marmorstatuen heutiger Gönner geschmückt werden. Daran die Gemeinde sich ein Beispiel nehmen möge, daß man es mit Gottesfurcht und Arbeit zu Reichtum bringen kann. Amen.

Minijobs

Wenn ich von meiner Situation ausgehe,würde ich in Deutschland lebend auf jeden Fall ohne Nebenbeschäftigung nicht überleben können,oder der Staat müßte mir kräftig unter die Arme greifen.Bin 71 Jahre alt.
War viele jahre als Kapitän tätig,habe aber durch Scheidung und Entscheidungen "Im Namen des Volkes" viel schwer erarbeites Geld verloren.Ich liebte Deutschland und liebe es immer noch,aber die Politik dort gibt einem den Rest.
Ich beziehe eine Rente von 982,00 EU,lebe allerdings in Brasilien,wo ich wenigstens keine Soz.-Abgaben leisten muß.Krankenversorgung ist kostenlos,dafür aber das Leben allgemein,was in D. niemad für möglich hält,z.T. viel teurer als in D.

Toll!

Ein Mal ganz banal ausgedrückt: Geld "arbeitet" wie ein Teufel und verdoppelt sich in nur 20 Jahren, Arbeit bringt immer häufiger nicht mehr genug Geld zum Leben.

Als Gleichung:

G + <=> A - daraus folgt als Korrekturmöglichkeit

G - <=> A +

Also, liebe Politiker, dann mal zu. Aber leider habt ihr selbst so viel auf der hohen Kante, dass ihr da nicht ranmögt. Geld korrumpiert eben.

ergaenzend

es gibt definitv das Problem, dass sich Leute in einer grösseren Notlage sehen, als sie sind. Aus diesem Grund bieten sich einige für sehr viel weniger Geld an, als sie müssen. Ist unter Freiberuflern sehr ausgeprägt...

Amerika lässt grüßen, MrEnigma

Einige Schreiber in diesem Blog erinnern mich an die Zeit nach dem 11. Sept. 2001.

Da sind aufgrund der nachfolgenden Krise viele Arbeitsplätze weggefallen. Jene Betroffenen mußten Sätze wie "Kann ja jedem passieren, aber wer arbeiten will, findet auch was!" ertragen.

Es war erniedrigend. Im eigenen Kreis habe ich erlebt, wie arbeitswillige Menschen Haus und manchmal auch Familie verloren haben.

2008 folgte die nächste Krise und jagd die nächste und nächste ...

Fakt ist, dass die Unternehmen Rekordgewinne einfahren - die Arbeitnehmer daran aber nicht mehr ausreichend beteiligt werden und zunehmend überflüssig oder erpressbar geworden sind.

Statistiken hin und her!

Zuviele arbeiten heute "unter ihren Qualifikationen" und andere haben jetzt schon begründete Ängste vor dem 50+. Das wirkt sich auf Gehälter aus!

Und ich kenne jedenfalls keinen, der sich mit einem 2. Job einen "Konsumrausch" finanzieren wollte!

MrEnigma, wachen Sie auf, denn das amerikanische System klopft bereits an

@ Kathgläubig

Bei ihren Kommentaren hat man immer das Gefühl sie kommen nicht aus der Arbeiterklasse.Ihre Kommentare bergen zuviel zynismus.Aber sie sollten sich mal um schauen vielleicht gehen ihnen dann die Augen auf.Nicht jeder wird mit einen goldenen Löffel geboren.

@Kathgläubig, 15:16 - Marktwirtschaftsrealität

Nehmen wir einmal an, dass sich alle Lohnabhängigen in Deutschland weigern, für einen geringen Stundenlohn zu arbeiten. Die Folge wäre, dass die Unternehmer die Produktion ihrer Waren in Billiglohnländer verlagerten und die hiesigen Arbeitskräfte arbeitslos wären. Warum das so ist, erklärt Ihr Glaubensbruder Heiner Geißler von der CDU, indem er darlegt, dass die Lohnabhängigen in der freien Marktwirtschaft nichts weiter als ein Kostenfaktor sind. Diese negative Größe des Betriebszwecks müssen die Unternehmer minimieren, um ihr investiertes Geld zu vermehren.
Ändern lässt sich dieser üble Zustand leidergottes nicht durch fromme Wunschvorstellungen, sondern nur mittels der Ersetzung des Marktwirtschaftssytems durch eine Produktionsweise, deren Zweck nicht die Vermehrung des Unternehmergeldes, sondern die Versorgung aller Menschen mit ordentlichen Gebrauchsgütern ist.

Wen wundert's? Man nehme ein

Wen wundert's? Man nehme ein durchschnittliches Gehalt, ziehe jeweils im Durchschnitt Miete, Verpflegung, Strom, Auto, Steuern, Versicherungen, normale Anschaffungen wie Kleidung etc ab und sehe was übrig bleibt. Durchschnittlich geht genau das bei vielen noch nicht einmal. Ist doch klar dass viele auf Nebenjobs angewiesen sind.

Wie witzig... Oben der

Wie witzig... Oben der Artikel zu den Nebeneinkünften der Politiker und unten der Artikel 'Immer mehr Deutsche mit Nebeneinkünften. Es gibt nur einen, entscheidenden Unterschied: die einen brauchen einen Nebenjob um zu leben, die anderen haben einen Nebenjob weil sie scheinbar den Hals nicht voll genug kriegen! Wie war das noch mit der Klassenschere, welche immer weiter auseinander klafft??

Inkompetenz wohl das Hauptproblem

Es gibt zwar durchaus Leute und Familien die zu wenig Geld auf der Kralle haben, aber die meisten sind einfach inkompetent, haben sich an Lebensstile gewöhnt, die einfach übertrieben sind und konsumieren viele Dinge auf die man gut verzichten könnte...
Beweismittel A: Siehe Fußgängerzonen/Shoppingstraßen! Und Flohmarkt/den Sperrmüll kennen die meisten auch nicht mehr... muss ja immer alles neu sein!

Gleiches Phänomen: Viele junge Erwachsene denken Sie müssten erstmal fett Kohle machen bevor Sie Kinder bekommen, meine Mutter ging noch auf den Flohmarkt um Klamotten zu kaufen, heute müssen ja Kinder immer Adidas oder Puma haben! Resultat: Immer weniger Kriegen Kinder, weil die Perspektive der Gesellschaft aufzeigt: Kinder sind teuer als früher...

Gut für den Staat, schlecht für die Familien

Steuerklasse 6 rockt... YEAH ;-)

genau das

du sprichst mir aus der seele

heinzb aus nrw

Ich vermute, das liegt an der Scheininflationsrate für Lebensmittel, Energie usw., wenn Wurst und Fleisch und Backwaren zwischen 10 und 50 % teurer werden, wenn Energie und Miete um 30 % teurer werden, die Inflationsrate lt. Warenkorb aber 2,7 % beträgt, dann kann was nicht stimmen, entweder an der Rate oder am Warenkorb oder an der Berechnung, um um nicht zu verhungern, bleibt den Leuten aus Not nichts anderes übrig, als Zusatzeinkommen zu erzielen, um den Elendsstandart zu halten, vermute ich.

Re.Kathgläubig

Haben sie eigentlich schon gemerkt, dass ein sogenannter Mini oder Nebenjob nicht mehr als 400 Euro Zusatzeinkommen (gesetzlich festgelegt) bringen darf?

Außerdem wurden diese Jobs damals zur Bekämpfung der Schwarzarbeit (Putzen, Haareschneiden u.s.w.) geschaffen.

Außerdem geht es hier um arbeitende Bürger deren Einkommen nicht mehr ausreichen. Diese sind dann Heute sicher auf die Minijobs angewiesen. Denn mehr dürfen sie ja nicht dazuverdienen. Außer unsere lieben Politiker.

Schon wieder

.. die gleichen leeren Phrasen, von den gleichen Kommentatoren. Ich wünsche Ihnen einfach mal irgendwann über den Tellerrand der Priviligierten hinauszublicken und evtl Erkenntnis darüber zu erlangen, dass es kein linkes Gewäsch ist, ein bisschen Gerechtigkeit zu fordern. Natürlich bin ich mir darüber im Klaren, dass es ein tolles Gefühl ist, wenn man sich einredet jeder bekommt den Job, den er verdient, solange man noch bei den oberen Einkommen dabei ist.

Sollte das nicht passieren wird es irgendwann heißen "Die fetten Jahre sind vorbei".

@MrEnigma

Wo genau liegt ihre Motivation, dass Sie eine derartige Energie in Massenpostings "pro widerliche Konsumgesellschaft" stecken?? Zeit scheinen Sie ja genug zu haben, oder verfolgen Sie genau in diesem Moment einen Nebenjob ;-)

Wie auch immer, für mich haben Sie sich allein mit diesem Satz:

"Tatsächlich ist es sogar für viele Kinder besser, jenseits vom Elternhaus betreut zu werden und viele Eltern wollen das auch."

für zukünftige Debatten disqualifiziert. Wir leben mit unseren Kindern ein äußerst harmonisches Familienleben. Sie würden ihre Kinder, im Vergleich zu uns, also lieber in fremde Betreuung geben???

Zu ihrer Posting-Flut fällt mir abschließend nur noch eines ein: "Was ich sage´, was ich tu, das traue ich auch anderen zu."

In diesem Sinne....machen Sie mal fleißig ohne mich weiter!!!!

@Iniquitous - Arbeiten für wenig Geld? Nicht mit mir!

Sie und andere Kommentatoren sollten aufhören, denjenigen ihr Leben zu neiden, die sich einen besseren Lebensstil erarbeitet haben, oder wollen Sie etwa ganz Deutschland "zwangssozialisieren"?

Wer über eine gute Bildung verfügt, wer Leistung bringt, wer sich engagiert und nicht bereit ist, für wenig Geld zu arbeiten, der kann auch in ökonomisch schwierigeren Zeiten gut verdienen.

Ich verstehe viele Leute nicht! Auf der einen Seite möchten alle gut verdienen und beklagen sich darüber, daß ihre Jobs zu schlecht bezahlt sind. Auf der anderen Seite arbeiten gerade diese Leute FREIWILLIG in diesen schlecht bezahlten Jobs.

Ein anderes Beispiel:
Auf der einen Seite schimpfen die Leute auf die Politik der im Deutschen Bundestag vertretenen Parteien. Auf der anderen Seite wählen sie immer wieder die gleichen Parteien und Politiker.

Wer soll das noch verstehen?

Ich bin in meinem Job erfolgreich, bringe meine Leistung und verdiene gut. Das kann auch jeder andere gesunde Mensch erreichen!

@MrEnigma

Sie haben vollkommen Recht,natuerlich gibts ausnahmen,aber im generellen stimmt das was Sie Sagen.
Ich kenne da viele beispiele........

@Kathglauebig

Speziell "Ich bin in meinem Job erfolgreich,bringe meine Leistung und verdiene gut.Das kann auch jeder andere gesunde Mensch erreichen".
"Aber genau" besser kann man das nicht sagen.............

Re.Kathgläubig

Was nutzt es ihnen zu erklären, dass es nicht so ist wie sie persönlich glauben.

Ich persönlich hoffe doch, dass sie, da sie ja so gläubig sind, auch für ihren Glauben entspechend die Steuer zahlen. Denn, sie glauben freiwillig.

Ihr Job sei ihnen von Herzen gegönnt und ich freue mich jeden Tag auf's Neue, dass es solche Menschen wie sie gibt.

Nur mal 3 Fragen noch, hat Gott den Mamon verflucht?
Und warum sind sie dann neidisch auf die , die einen 400 Eurojob haben? Ist ihr Ego wirklich so sehr angekratzt, weil sie so erfolgreich sind?

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