Kommentare

Weniger Kaufkraft und Inflation bei 2,7%

Die europäische (marktkonforme) Einigung nimmt langsam Form an: Je mehr Rettung, desto mehr gegen unter. Arbeit wird immer billiger und die Preise steigen, bevor die Deflationsphase einsetzt und den die klein- und mittelständischen Unternehmen in den Strudel reißt.

Die EZB hat die Inflation, ihr eigentliches und einziges statuarisches Aufgabengebiet der Währungsstabiliät durch Zins- und Geldmengenkontrolle, nicht mehr im Griff, mischt aber bei der Haushaltspolitk von Staaten gewaltig mit, weil sie den Kreditmarkt usurpiert hat.

Der Ring der südlichen und östlichen Armutsperipherie um Deutschland wird immer enger. Die Massenproteste sind
bis Frankreich vorgedrungen.

Die Südländer können sich nur wundern über so wenig offizielle Arbeitslosigkeit. Nach d. ILO-Konzept, welches Eurostat anwendet,reicht eine Wochenstunde Arbeit eines 15-74-jährigen, damit er nicht gezählt wird.

Die weit höhere Inflation im Süden bei Einkommensverfall zwingt den Bürger nun selbst zum Sparen- am Nötigsten.

Es heißt Bankenkrise

Schuldenkrise ist ein PR Begriff. Die 2008 aus der Kontrolle geratene Finanzwelt musste mit Steuerbillionen gerettet werden. Zum Dank dafür spekulieren die Gerettete auf den Bankrott der Retter.

Es hilft nicht den Verursachern der Krise auch noch in die Hände zu spielen, indem man ihre Sprache benutzt.

@Nana - Bankenkrise UND Politikkrise / EURO-Kolonie

Ja, es ist leider auch eine Politikkrise. Unsere Volksvertreter verkaufen uns. Sie sind selbst Alimentierte der Banken durch Verquickungen in Aufsichtsräten und Parteispenden. Und keiner weiß, wie riskant die Politiker Ihr überschüssiges Kapital angelegt haben. Also wie tief sie selbst im Schlamassel stecken. Mindestens 50% der Deutschen bleibt dieses Problem "erspart". Denn Sie müssen von der Hand in den Mund leben - ohne jegliche Ersparnisse.

Nächsten Montag übernimmt mit dem ESM ein Gouverneursrat die Finanzhoheit über Europa. Nach Wikipedia gibt ein Gouverneur die Richtung vor. Und: "In Zeiten des Kolonialismus und Imperialismus waren die Gouverneure die Verwalter einer Kolonie, die entweder direkt vom König/Kaiser oder vom zuständigen Vizekönig/Generalgouverneur eingesetzt wurden."

Wenn es über dem Gouverneursrat keine übergeordnete Instanz gibt, dann leben ab Montag in der EURO-Kolonie.

@Nana: Besser Systemkrise

Das Sterben eines außer Kontrolle geratenen Geldsystems musste verzögert werden. Das schuldgeldbasierte Zinssystem hat ein Verfallsdatum, welches wir jetzt erreicht haben. Früher hat man solche Probleme mit Kriegen (2. Weltkrieg), besserer Vorschlag Keynes Staatsverschuldung aber was kommt nach der Staatsverschuldung?
Das System ist nicht zu retten, es muss transformiert werden. Die Schuld liegt weder bei Banken, noch bei Politikern noch bei Hedgefonds. Wir alle haben uns darauf geeinigt oder besser es zugelassen. Jetzt sollten wir Ideen finden, es zu verändern.

Sollten durch die Währung nicht ...

Sollten durch die Währung nicht mehr Arbeitsplätze entstehen oder ging es der Wirtschaft nur darum mehr Gewinne zu machen? Gruss

In Südeuropa heißt es aus gutem Grund Schuldenkrise

@Nana

"Es heißt Bankenkrise.
Schuldenkrise ist ein PR Begriff."

In Italien hat es nie ein Bankenkrise gegeben. Die italienischen Banken haben alle konservatives Bankengeschäft betrieben und keine US-Hypotheken aufgekauft, sodass diese Banken nie von der Bankenkrise 2008 betroffen waren. Es sind auch keine Steuermilliarden der Italiener in das italienische Bankensystem zur Rettung geflossen.

Also dürfte es nach ihrer Theorie kein Problem in Italien geben.

Ein Problem kann es also nur geben wenn Italien darauf angewiesen ist sich Geld von ausländischen Banken und Anlegern zu leihen.

Wenn sich aber ein Land nicht mehr ausreichend Geld bei den eigenen Anlegern, Versicherungen und Banken leihen kann, sondern auf das Ausland angewiesen ist hat dieses Land ein Schuldenproblem und befindet sich in einer Schuldenkrise.

Für die anderen Südeuropäer findet man auch Argumente warum es Schuldenkrise und nicht Bankenkrise heißen muss. In Irland und Island ist es eindeutig eine Bankenkrise.

Der Name der Krise

Bankenkrise + Staatsschuldenkrise = Eurokrise, so in der offiziellen Lesart, bestimmt nach dem, was und wen
man da zu retten vorgibt.

Tatsächlich handelt es sich um eine Gläubigerkrise des privaten Kapitals, die in den USA 2007 ihren Ausbruch fand, dann unnütz nach Europa importiert wurde (staatliche Bankenrettung), dabei die Risiken von Staatsanleihen in den Bankbüchern aufdeckte

(und den 3%/60%-Unsinn von Maastricht - eine ökonomisch inhaltslose Erfindung und Nebelbombe aus der Küche Mitterands)

und als Staatsschuldenproblematik verkleidet wieder das Geld der privaten Gläubiger bedrohte, wonach die Euro(Nord)staaten samt EZB sich als Ersatzgläubiger bereitwillig zur Verfügung stellten und nun an der Auflösung der Staaten (Haushaltsrecht) und kleinen Banken (Bankenunion der Sparer) arbeiten, um aus den zwischenzeitlichen nationalstaatlichen Gläubigern den vereinigten europäishen Steuerzahler als letzten Gläubiger zu machen.

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Italien (Draghi) kaufte Staatsschulden =Inflation.

Ein abgekartetes Spiel

Ist es nicht putzig? Die Leute, die die Drivate und den Computerhandel so richtig ausgenutzt haben, kommen ungeschoren davon, während die Politikhampelmänner richtig am Schwitzen sind.

Wann werden sie denn endlich begreifen, dass sie umso mehr von diesem Pack vor sich hergetrieben werden, je mehr sie versuchen, denen den Hals zu retten? Andersrum würde ein Schuh draus: die Verursacher einbuchten, Vermögen einziehen und endlich eine Wirtschaftsordnung, die dem Volkswohl verpflichtet ist. Anders geht dieses Gezottel unendlich weiter und wird immer mehr sauberes Geld in dieser Jauchegrube vernichtet. Müssen wir den warten, bis man anfängt, die Politiker zu teeren und zu federn, bevor sich etwas ändert? Das will doch keiner!

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