Kommentare

13 mal 6 - Schweinerei

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Soweit ich gehört habe, soll die Troika bis zu 13 Stunden Arbeit pro Tag bei Einführung der 6-Tage-Woche fordern.

Na, das kann ja heiter werden. Die Arbeitnehmer dürfen jetzt die ganze Schweinerei ausbaden !

@Indigokraft

Sie dürfen aber auch nicht vergessen, das der jetztige Lohn mehr der Realität entspricht.

Ein deutscher Ingenieur würde ja auch nicht wollen, das ein griechischer mehr als er verdient, obwohl die deutsche Ausbildung hochwertiger ist.

Soziales ist ja immer schön und gut, aber wenn er nicht bezahlbar ist, muss hier halt Abstriche gemacht werden.

Troika

Der "kleine Mann" zahlt natürlich und er wird auch in Deutschland zur Kasse gebeten.
Die Troika hat keine spürbare Verbesserung feststellen können - gleichwohl werden Gelder fließen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Wettbewerbsfähigkeit verbessert?

Wenn die Wettbewerbsfähigkeit tatsächlich verbessert wäre, würde doch die Produktion nicht schrumpfen, dann wäre es billiger, Oliven in Griechenland zu produzieren, anstatt sie aus Italien zu importieren, dann würden Urlauber nicht in die Türkei sondern nach GR fliegen, dann würden kaum deutsche Lebensmittel dort im Supermarkt zu finden sein. Hier ist noch ein weiter Weg zu gehen, der mit der Euro-Währung eben sehr schmerzhaft ist. Aber das wussten Ökonomen bereits vorher.

Blablablabla....

Indigokraft-17:56 hat vollkommen Recht: Die wenigen Fortschritte kommen scheinbar nur vom kleinen Mann. Und die werden nicht ausreichen!

Bis heute gibt es keine ernsthaften Bemühungen, die ganz großen Steuerflüchtigen zur Kasse zu zwingen! Diejenigen, die das durchsetzen könnten, werden ihresgleichen mit Sicherheit nicht an den Pranger stellen!

Und solange das nicht passiert ist alles nur blablablabla...

Bedeutet: Griechenland benötigt bis 2013 mind. noch mal 80 Mrd.?

"Seine neue Konjunkturprognose bis 2014 übertrifft alle Befürchtungen."

Bedeutet wohl: Griechenland benötigt bis 2013 mind. noch einmal 40 mrd. oder 80 mrd. Euro ? :-)

Fortschritte, die wahrhaftige Rückschritte sind!

Gern bescheinigen die Eurokraten den in tiefer Agonie liegenden Griechen Fortschritte gemacht zu haben- allenthalben hört man dieses Mantra vom Fortschritt- indes sich der Zustand des Patienten Griechenland zunehmend verschlechtert und die Fortschritte nur dahingehend zu beobachten sind, dass der griechische Otto Normalverbraucher immer mehr gestutzt und ausgepresst wird!

Wenn das für Junker und Westerwelle Fortschritte sind, dann kann sich die breite Masse der Gesellschaft schon mal warm anziehen, wenn denn hierfür das Geld noch reicht, denn der soziale Winter ist derzeit absolut im Trend bei den Rettungsfanatikern des Euros!

Für mich kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt ohnegleichen, der den überwiegenden Teil der Gesellschaft verarmt und ins Chaos stürzt!

Das Zitat von Indigokraft...

... bereitet uns schon einmal darauf vor, warum doch Geld ausgezahlt wird, obwohl die Auflagenerfüllung durch die Troika nicht bescheingt werden kann.
Dieses Spielchen der Zeitgewinnung geht nun schon über Jahre. Bis wir weichgekocht sind und zustimmen, dass die griechischen Schulden auch unsere Schulden sind.

@ Indigokraft - Wettbewerbsfähiglkeit ist wichtig

Zu den Gründen für die fehlende Wettbewerbsfähigkeit der Länder wie Griechenland, Italien und Spanien gehört unter anderem dass die Lohnstückkosten seit 2002 zu hoch angestiegen sind.
Man kann nun mal am Weltmarkt nichts verkaufen was zu teuer produziert wird!

Wie Michael Hüther als Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in der Wirtschaftswoche erklärt hat ist es sinnvoll das Programm für Griechenland zeitlich zu strecken bei kontinuierlichem Monitoring durch die EU. Das muss nicht mehr kosten als jetzt bereits in den Hilfsprogrammen beweilligt wurde.
Aber es lässt der griechischensn Wirtschaft Zeit zum kontinuierlichen arbeiten.
Dieses puschen von einem Troika-Besuch zum nächsten ist weniger hilfreich!
Hier sollte die Politik doch häufiger auf gute Experten hören. Der generelle Weg der griechenlandhilfe ist richtig aber es muss weniger kurzatmig laufen. Ein kontinuierlicher Weg mit Dauermonitoring funktioniert sicher besser, aber die Griechen müssen es auch wollen!

Solidarität

Nicht alle Nachrichten sind so, wie wir sie uns erhofft haben. Ich bin aber dennoch der Ansicht, dass wir Griechenland zwar kritisch aber dennoch solidarisch weiter unterstützen sollten.

Greek-Show must go on

- weniger Lohn
+ längere Arbeitszeiten
= niedrigere Lohnstückosten
+ Steuer- und SV-Entlastungen für Unternehmer
= niedrigere Arbeitskosten
= mehr Wettbewerbsfähigkeit???

Wettbewerb findet nach aller Erkenntnis bei Endprodukten für (Landwirtschaft, Industriebedarf, Konsumgüter) auf derem Markt statt.

Haben die Griechen nun den starken Euro weil eien Exportoffensive droht, um das handelsdefizit von 1/3 Export für 2/3 Importe nun zu durchbrechen und für den Fehlbetrag keine Kredite mehr brauchen?

Kann ein so demolierter Binnenmarkt mit Inflation eine Stütze der Wirtschaft und eines starken Euro sein?
Kann der volle Absturz inkl. Schuldenschnitt gg.
Staatsbankrott in 2 Jahren die Krise überwinden, weil die Kreditfähikeit wieder stimmt, die bisher mit fremdem Geld bezahlt wird?

Wird Merkel in Griechenland gewählt oder braucht sie dessen Qual für eine Wahlsieg des Euro über alles?

@vanPaten

vanPaten: Wird Merkel in Griechenland gewählt oder braucht sie dessen Qual für eine Wahlsieg des Euro über alles?

Weder noch. Klingt eher wie Augenwischerei.

@ Nutzer - Bitte eine Quelle nennen!

Sie schreiben.
"Soweit ich gehört habe, soll die Troika bis zu 13 Stunden Arbeit pro Tag bei Einführung der 6-Tage-Woche fordern."

Solch eine seltsame Forderung ist wirklich nirgends zu finden.
Bitte nennen Sie ien Quelle dafür!
Richtig ist dass die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft unter anderem auch über geringere Lohnstückkosten wieder hergestellt werden muss, denn diese ist in den letzten 10 Jahren verloren gegangen!

@ vanPaten - Wettberwerbsfähigkeit im Außenhandel!!

Es geht um die Wettberwerbsfähigkeit im Außenhandel!!
Wenn Sie sich die Informationen anschauen dann geht es hier nicht um den griechischen Binnenmarkt sondern um die Wettbewerbsfähigkeit der griechischen Wirtschaft im Außenhandel!
In den letzten 10 Jahren hat Griechenland diese unter anderem auch über hohe Steigerungen der Lohnstückkosten verloren!
Sie selbst haben doch die Zahlen shon hier genennat!

Da gäbe es noch...

.....

,aber das ist PFUI, PFUI, PFUI und darf in €kratistan nicht gedacht werden,

.... eine andere Lösung:
Vielleicht wäre ja eine Währung, die dem Land angemessen ist, und ihm Spielraum gibt die der richtige Weg.

PFUI, PFUI, PFUI, PFUI

Es gelten in €kratistan die Worte des bedeutenden dt. Staasmannes Erich Honecker:
Den Sozialismus in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel (noch Verelendung im Süden) auf.

@ Bernd1 : Hurra boomender griechischer Außenhandel!

Auf welche Exportartikel genau, die nicht schon an China oder andere verloren sind, beziehen Sie sich, wo sich Griechenlands Euro- und Weltmarktchancen zur Sanierung der Staatsfinanzen und zum Ausgleich des enormen Handeldefizits in wenigen Wirtschaftswunder-Jahren durch diese Sparvereinbarungen mit der Troika bestätigen werden?

Fall sie nichts oder zuwenig finden: Wie kann der einbrechende Binnenmarkt dann den Ausgelich schaffen?
Bedenken Sie dabei, dass neben ggf. gleichen LSK wie DE noch zusätzlich durch noch höhere Produktität der Schuldenabbau im BIP bewerkstelligt werden muss.

Bin gespannt auf Ihre detaillierte Antwort.

Meine war, dass die alleinige makroökonomische Senkung der (Lohn)Stückkosten auf alles was noch produziert, noch keine strukturelle Antwort ist, sondern reine Augenwischerei.

@Bernd1

Erstens reicht googeln von "13 Stunden Arbeit pro Tag bei Einführung der 6-Tage-Woche fordern" um diesen Sachverhalt in der lokalen Tageszeitung und zum Beispiel beim Fokus zu finden und zweitens hatten wir doch mal vereinbart, dass wir beide uns nicht mehr zanken geschweige denn miteinander reden, Du Eisenbahner von Verdi, wo ich auch drin bin (aber kein Eisenbahner) !

Verwunderlich

Ach da bricht also die Wirtschaft zusammen, wenn man der Bevölkerung und den Sozialkassen mit dem Geldsauger an die sowieso schon kleinen Taschen geht. Sowas kann nur Wirtschaftsexperten der Troika überraschen.

Mich wundert auch, dass so wenig im Detail berichtet wird, wie die Vorgaben der Troika genau aussehen. Vielleicht weil dann mehr Leute hierzulande erkennen würden, wie krass die Einschnitte bei der griechischen Bevölkerung sind. Am Ende könnten wir uns noch solidarisch zeigen. Nein dann lieber am Bild der faulen Pleitegriechen festhalten.

Warum sich selbst in die Tasche lügen?

@ Sephardim -18:59
"Ich bin aber dennoch der Ansicht, dass wir Griechenland zwar kritisch aber dennoch solidarisch weiter unterstützen sollten."

Fragen Sie mal die griechischen Bürger, ob sie das, was die deutsche Bundesregierung und Bundestag ihnen mit der "Griechenlandhilfe" bzw. dem EFSF "angedeihen" läßt, als solidarisch bezeichnen würden. Nicht einen würden Sie finden, der das täte. Das ist absolut nachvollziehbar, denn die "solidarische Hilfe" kommt bei den Griechen in Form geringerer Renten, geringeren Einkommens, höherer Steuern/Sozialabgaben, einer Kürzung ärztlicher Leistungen uvm. an. Auch ist der Begriff Solidarität per se falsch, da die Sparpakete erst die Voraussetzung für die Kredithilfen sind: Für etwas eine Gegenleistung zu verlangen, ist alles - nur nicht solidarisch.

Wenn Sie solidarisch sind, dann ausschließlich mit den (großenteils sehr gut situierten) Gläubigern des griechischen Staates. Mit Solidarität gegenüber den Griechen hat das aber rein gar nichts zu tun

Abwrackprämien

Ich hab gehört, es gäbe Abwrackprämien für kleine Fischkutter und Prämien für das brachliegen lassen von Agrarflächen. Die EU verteilt die Produktionskapazitäten zu lasten Griechenlands. Ist da was dran?

@Nutzer

Ich habe das mal gegooglet und einen Focus-Artikel gefunden:
http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung
/experten-fordern-weitere-reformen-troika-verlangt-
weitere-angstrengungen-von-griechen_aid_818017.html

Dort heisst es:
"Die Arbeitnehmer sollen, wenn der Betrieb dies als nötig einstuft, bis zu 13 Stunden am Tag arbeiten."

und außerdem

"Zudem solle die Sechs-Tage-Woche wieder eingeführt werden."

Das heißt aber sicherlich nicht wie Sie suggerieren, dass künftig 6 Tage in der Woche 13 Stunden am Tag gearbeitet werden soll. Es geht da um einzelne Tage. Von der Wochenarbeitszeit ist da nicht die Rede.

"Zudem solle die

"Zudem solle die Sechs-Tage-Woche wieder eingeführt werden."

Das heißt aber sicherlich nicht wie Sie suggerieren, dass künftig 6 Tage in der Woche 13 Stunden am Tag gearbeitet werden soll. Es geht da um einzelne Tage. Von der Wochenarbeitszeit ist da nicht die Rede.

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Mag sein daß "13 x 6" nicht gemeint ist. Steht aber nirgendwo. Ist ja bloß eine Pressemeldung.

Allerdings stellt sich schon die Frage warum Schlafforscher sich Sorgen um Frau Merkel und andere Entscheider in Krisensitzungen machen - wenn sie zu lange arbeiten und zu wenig Schlaf haben. Aber Arbeiter können unfallfrei 13 Stunden arbeiten ? Das widerspricht den bislang gesammelten Erkenntnissen.

Ob es produktiv ist, wenn Griechen 13 Stunden arbeiten, darf also bezweifelt werden. Arbeitsschutz ade !

Was ein Faß ohne Boden ist

Was ein Faß ohne Boden ist scheinen die hiesigen Parteiengecken nicht so recht zu verstehen, denn sonst würden sie nicht immer neue Unsummen an Griechenland verschenken; und daß die Gelder an die lieben Griechen verschenkt werden, bezeugt nun der (erzwungne) Schuldenerlass durch die privaten Gläubiger und wenn diese schon auf ihr Geld verzichten müssen, so wird auch der deutsche Staat keine müde Mark von Griechenland zurückbekommen! Denn es steht außer Frage, daß die Griechen jemals ihre Schulden bezahlen können werden: Die durch Schuldenmacherei und eine überzüchtete Verwaltung künstlich aufgeblähte Wirtschaft platzt gerade wie ein Ballon, in den man eine Nadel gestochen hat; und daher ist jede weitere Geldzahlung an Griechenland nichts als mutwillig verschwendete öffentliche Gelder! Wobei die anderen Delinquenten – wie Portugal, Spanien, Irland, Italien und selbst Frankreich – über kurz oder lang in ähnliche Verlegenheit wie Griechenland kommen werden und die Last untragbar wird.

"Was ein Faß ohne Boden ist

"Was ein Faß ohne Boden ist scheinen die hiesigen Parteiengecken nicht so recht zu verstehen, denn sonst würden sie nicht immer neue Unsummen an Griechenland verschenken; ..."

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Entspannen Sie sich. Nur Arbeitnehmer mit Festgehalt denken, daß Geld eine feste Größe sei. Nachdem wir über unser Wirtschaftgefälle ein Vielfaches an Griechenland und anderen Staaten verdient haben, fließt nun ein wenig zurück. Nichtmal an die Menschen. Es werden sowieso nicht Ihre Milliarden sein. Oder besitzen Sie etwa soviel Geld ?

@ Bend1 - 18:55 Machen sie sich keine Illusionen

Der zu beobachtende Rückgang der Lohnstückkosten in Griechenland und anderen "Südländern" ist zunächst einmal nur ein logischer Anpassungsprozess in Folge des rezessionsbedingten Nachfragerückgangs zu werten, welcher mit zunehmender Intensität auch auf das Lohnniveau durchschlägt. Per se deuten gesunkene Lohnstückkosten aber nicht zwangsläufig auf eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit hin. Die Lohnstückkosten sind nur einer von vielen Faktoren, die sich auf die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen auswirken. Das Gros der anderen Wettbewerbsfaktoren ist in der Regel dagegen nicht kurzfristig und ohne weiteres veränderbar. Um Faktoren wie rechtliche Rahmenbedingungen, Infrastruktur, Technologie, Innovationsfähigkeit, Humankapital, Marktanteile, Faktoraustattungen etc.pp zu verändern, sind viele Jahre und Jahrzehnte notwendig - ganz abgesehen davon, daß man als Grundstein natürlich erst einmal ein Produkt braucht, das man am Weltmarkt anbieten kann. Leider fehlt es schon daran.

@ Nutzer - richtig lesen kann helfen

Wie schon andere user zu Ihrer Aussage geschrieben haben ist Ihre Auslegung von "13 Stunden Arbeit bei einer 6-Tage-Woche" tatasächlich an den Haaren herbei gezogen.
Zum Glück habe ich weder mit Verdi noch mit der Eisenbahn etwas zu tun, kann es sein dass Sie da etwas verwechseln?

Tatsache ist dass die Lohnstückkosten in Griechenland seit der Jahrtausendwende bis zum Jahr 2009 stark gestiegen sind was zu einer starken Absenkung der Wettbewerbsfähigkeit geführt hat.
Zusammen mit den fehlenden Investitionen in moderne Produktionsstätten sind das wesentlich Ursachen für die heutige wirtschaftliche Situation. Und zwar nicht nur in Griechenland sondern auch in anderen südlichen europäischen Ländern.

Und das leider auch außerhalb der Eurozone was auch bestätigt dass es nicht nur am Euro liegt wie vielfach behaupttet wird!

@vanPaten: Binnenmarkt

Der griechische Binnenmarkt wurde über viele Jahre hinweg künstlich aufgebläht. Viel Geld aus dem Ausland ist in den Markt geflossen und hat den Konsum weit über die Wertschöpfung ansteigen lassen. Eine Blase ist entstanden.
Da das Schuldenmachen nun ein Ende hat muß nun kontinuierlich Luft abgelassen werden. Die Massenkaufkraft sinkt. Durch sinkende Löhne und sinkende Preise deflationiert der Euro im griechischen Binnenmarkt. Dadurch steigt die Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Eurozone und das Außenhandelsdefizit wird schrumpfen.
Soweit die Theorie.
Übrigens ist das nichts anderes wie die Abwertung einer eigenen Währung. Auch da sinkt die Kaufkraft im Außenhandel und die Wettbewerbsfähigkeit steigt.
Auch deshalb hätte die Rückkehr zur Drachme für die Griechen keine Vorteile.

Umdenken?

Vielleicht liegt es eher daran, dass in Deutschland die Löhne im Vergleich zum Ausland einfach nicht gestiegen sind, wie es hätte eigentlich laut "sozialem Marktwirtschaftsmodell" hätte sein müssen? Gewinne wurden eingetrichen, aber nicht über die Löhne weiter gegeben.
Demnach hat der griechische Ingenieur vllt genuge bekommen, der Deutsche aber viel zu wenig.

Man muss es nur mal von der richtigen Seite aus betrachten... Wer Qualität zu solchen Dumpingpreisen abietet wie wir, ruiniert halt jeden, der die gleiche Qualität nicht zu gleichen Preisen bieten kann.

Ähnlich wie der Satz: " Man bekommt als Harz4 Bezieher mehr, als wenn man arbeiten gehen würde". Resultat von vielen: Harz4 ist zu viel! Richtig wäre mal zu hinterfragen: Wieso gibt es für die Arbeit so wenig?

Grichenland hatte Jahrzehnte

Grichenland hatte Jahrzehnte um sich zu ruinieren. Das kann man nicht in ein paar Jahren wieder aufholen.

Und welcher Unternehmer würde jetzt in Grichenland investieren? Die Lohnstückkosten sind zwar wichtig aber als alleiniger Maßstab für Wettbewerbsfähigkeit total ungeignet.

Das Land ist immer noch korrupt, von Vetternwirtschaft durchzogen, die Leute streiken permanent und keiner weiß wie es in 5 Jahren aussieht. Da würde ich doch wenn ich Geld hätte nicht freiwillig in Grichenland investieren wenn ich überall auf der Welt hingehen kann.

Mal ganz abgesehen davon... überall wird geschrieben das die Rezession so schlecht ist. Hier auf Tagesschau wurden auch mal Tabellen veröffentlicht die Zeigen das die Verschuldung viel schneller schrumpft als die Wirtschaftskraft. Die Grichten BAUEN im Moment schon Schulden ab. Irgendwann in 10 Jahren wird vielleicht auch mal wieder aufwärts gehen. Aber die nächsten 5 Jahre werden wir da keine Besserung sehen.

@ Reechani

"Ähnlich wie der Satz: " Man bekommt als Harz4 Bezieher mehr, als wenn man arbeiten gehen würde". Resultat von vielen: Harz4 ist zu viel! Richtig wäre mal zu hinterfragen: Wieso gibt es für die Arbeit so wenig?"

Sehr zutreffende Überlegung. Die Politik und unsere Eliten versuchen uns immer ein verzerrtes Abbild der Realität zu vermitteln. Wie erfolgreich man damit ist, zeigt sich daran, dass z.B. an den Stammtischen und auf den Strassen eben genau das skandiert wird, was oben im Zitat steht: Hartz4 ist zu viel!

Nicht selten sind diejenigen, die so lautstark über die Bezieher von Hartz4 klagen, selber nicht viel besser dran, aber statt Solidarität zu zeigen wird untereinander und gegeneinander gestritten. Genau so läuft es auch mit den Griechen, Italienern, Spaniern, Portugiesen usw. - statt ihnen zu helfen werden die Zwangssparmaßnahmen lautstark bejubelt als Schritt auf dem Weg in die richtige Richtung.

Es ist nur eine Frage der Zeit, wann dieser Weg auch der unser Weg sein wird.

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