Ihre Meinung zu: Anleihekäufe: Was darf die Europäische Zentralbank?

7. September 2012 - 15:33 Uhr

Die EZB hat beschlossen, den kriselnden Eurostaaten zu helfen und künftig Staatsanleihen in unbegrenzter Höhe kaufen. Was bedeutet das? Warum ist die Entscheidung umstritten? Rolf-Dieter Krause beantwortet die wichtigsten Fragen.

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Kommentare

Es bedeutet, man druckt das Geld einfach nach Bedarf !

"Der EZB-Rat hat beschlossen, dass die Europäische Zentralbank (EZB) Staatspapiere in unbegrenzter Höhe kaufen darf. Doch was bedeutet das? "

Was das bedeutet ist doch ganz klar!, man Druckt das Geld nach Bedarf, open end!.

Also, wenn man Geld, welches man sich geliehen hat (als Staatsanleihe), einfach mit neu gedruckten Geld zurück zahlen kann, dann kann man auch gleich das Geld nach Bedarf drucken ! :-)).

Also, Schulden und Verbindlichkeiten begleichen, das war mal gestern, heute druckt man eben, was die Welt einem kostet ? :-))

"abschöpfen

"Außerdem muss die EZB für ihre Anleihekäufe neues Geld drucken. Das vergrößert zunächst das Potential, also die Möglichkeit für Inflation. Deshalb hat die EZB versprochen, dass sie diesen Effekt "sterilisieren" will, in dem sie an anderer Stelle genau so viel Geld wieder abschöpft."

kann jemand erklären, wie dieses "abschöpfen" geschehen könnte?

danke !

Besser hätte es die EZB auch nicht begründen können

Natürlich darf sie Anleihen kaufen. Das nannte man früher Offenmarktpolitik.

Aber warum es gemacht wird, in welchem Umfang und so wie es mit vagen Begründungen und dünnen Auflagen gemacht wird ist es eine Staatsfinanzierung über die Notenpresse und eine Plünderung des Sparers über Inflation. Die Versprechungen und Auflagen sind schön, aber sie wurden in der Vergangenheit alle über Bord geworfen wenn sie gerade mal störten.

Letztlich wissen wir spätestens seit Schiller's "Defizit Spending", daß dies mit steigender Geldentwertung verbunden ist. Festgestellt wird es dann immer später, wenn es nicht mehr zu ändern ist und dann auf den letzten Seiten und im ÖR garnicht.

Schon jetzt haben wir einen höheren Preis an der Tanstelle zu bezahlen, weil der Euro mit solchen Methoden zum Schwächling wird.

Schade, daß der Kommentator, das nur zwischen den Zeilen durchblicken läßt.

Korrektur

"Deutschland hat - als einziges Land - mehr als 20 Prozent Stimmanteile, kann also jede Entscheidung blockieren."

Das ist so falsch. Auch Frankreich hat über 20% Stimmanteile. Für die Interessierten hier die TOP5 der Anteilseigner: (direkt aus "VERTRAG ZUR EINRICHTUNG DES EUROPÄISCHEN STABILITÄTSMECHANISMUS (ESM)", Anhang I, Stand: 23. Januar 2012)

Bundesrepublik Deutschland 27,1464
Französische Republik 20,3859
Italienische Republik 17,9137
Königreich Spanien 11,9037
Königreich der Niederlande 5,7170

Der Run der Deutschen auf Kapitalsicherung ist heute losgegangen

"1 Feinunze ≈ 0,031 Kilogramm 43680,96 EUR je 1 kg Gold "

Der run der Deutschen ihr Kapital noch schnell in Gold zu sichern, ist doch heute erst los gegangen? :-)

Was bleibt dm Deutschen Michel denn sonst auch anderes noch übrig ?, wer hat, der sichert in Gold und sonst nichts mehr ! :-), das hat die alte Langzeiterfahrung immer bestätigt ! .-)

Eins darf sie

Eins darf sie, sich auflösen und alle Mitarbeiter sich persönlich bei jeden Volk in Europa für Ihre Existenz entschuldigen.

pro & contra

Nachdem ich verinnerlicht habe,der Kommentator weiß auch nicht was die EZB darf/kann,bleibt mir nur noch-zurücklehnen,abwarten.Die Konsiquenzen aus den letzten Beschlüssen werden so oder so zu spüren sein.

Die Tricksereien hören nicht auf ..

.. und wir werden für dumm verkauft. Natürlich finanziert derjenige den Staat, der dessen Anleihen besitzt. Wer denn sonst? Etwa der Mittelsmann, der sie zwischenzeitlich besessen hat?

Wer den Dokumentarfilm "Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt" kürzlich auf arte gesehen hat, der weiß bescheid. Wer es verpasst hat, kann das auf arte+7 nachsehen oder die Wiederholung am 18. September.

Leute... aufwachen. So wie es

Leute... aufwachen. So wie es bisher war... Jeden Tag eine Katastrophenmeldung zu / von den Rating-Agenturen... So konnte es nicht weiter gehen. Das hat jetzt ein Ende. Denn die Ratings interessieren nicht mehr.

Kredithaie bekommen keine Belohnung mehr für ihre Wetten. Das ist doch klasse.

So: was die Bank anbetrifft. Die Europäische Zentralbank ist einen Bank. Eine unabhängige Bank. Bislang hat sie ihren Job klasse gemacht. Und es sind natürlich ANLEIHEN, die sie aufkauft. Das heisst, die Staaten müssen natürlich auch zurückzahlen.

Etwas Vertrauen hat diese Bank auch verdient.
Ich möchte nicht wissen, wieviel die Fed (die US-amerikanische Notenbank) an US-Papieren aufgekauft hat. Und die Dimensionen sind weit grösser. Da könnte ja mal drüber berichtet werden.

Gut für die Märkte

Die Aktion der EZB hat ein Ziel: die Beruhigung der Märkte.
Nur sind diese Märkte und die gierigen Akteure die eigentliche Ursache der Kriese. Schön, dass diese jetzt munter weiter machen können.

Politiker Europas, macht doch endlich was gegen die Heuschrecken an den Börsen!

Donnerwetter, der Herr Krause...

...der ansonsten ja meistens als großer Kritiker der Euro-Politik und damit verbundener Maßnahmen auftritt, erklärt hier warum die EZB nicht gegen Regeln verstößt!

Solch eine ziemich logische und einleuchtende Erklärung hätte man gern mal von der Poliitk erwartet!

Wo liegt der Unterschied?

"Es bedeutet, man druckt das Geld einfach nach Bedarf !"

Na sowas aber auch! Die USA machen das doch schon seit Jahrzehnten, ohne dass das irgendjemanden ein Jota schert. Meint man etwa, den Wettstreit gegen die USA mit Moralinsäure gewinnen zu können?

Was mir weiter aufgefallen ist: die Deutschen machen ein Mordsjohei, wenn irgendetwas angekündigt wird. Sie malen sich bis in die letzte Konsequenz die allerschlimmsten Folgen aus und warnen zum Gottserbarmen. Wenn das Ding aber gegessen ist, herrscht dumpfes Schweigen im Walde.

Man sollte, wenn man schon so detailversessen ist, auch mögliche positive Auswirkungen genauso konsequent zu Ende denken. Denn wenn man eine Münze wirft, gibt es eine 50% Chance, dass die Seite kommt, die man möchte. Also, warum immer zu 100% mit Sch.... rechnen?

Gut, das war's!

Gut, das war's. Nix wie raus aus dieser Monopoly-Währung. Jetzt bleibt uns nur noch die Flucht in die Edelmetalle...

Deutlich unter 100 .....

Für die betrogenen Anleger der griechischen Staatsanleihen ist das unerträglich, sie wurden zwangsenteignet. Jetzt wird "hochlukrativ" weiter spekuliert. Warum wurde und wird das zugelassen? Die Griechen erheben kaum Steuern, hinterziehen Milliarden und der deutsche Steuerzahler und die Sparsamen müssen den dortigen Staatsäckel füllen. Was für ein Europa! Wer seine Schulden nicht zahlt wird kreditunwürdig, das trifft Gesamteuropa. Euro-Staaten müssen ihre Schulden notfalls mit Hilfe der Euroländer gegen Sicherheitsleistungen bedienen.

Der Großteil der Anleger sind keine Spekulanten. Die Spekulation hat erst die dilettantische "Rettungs"-Politik angefacht. Es ist ein Skandal, dass Kleinanleger, die für ihre eigene Vorsorge direkt oder indirekt Staatsanleihen gekauft haben, zwangsenteignet wurden. Die Anleihen wurden nach dem Eurobeitritt mit A bewertet, als mündelsicher behandelt, bei normalen Zinsen. Banken haben selbst gekauft und mussten keinen Cent Eigenkapital hinterlegen.

@ DeHahn

"Also, warum immer zu 100% mit Sch.... rechnen?"

Sophisticated Guess.

Ein Ausdruck der ihnen im Bereich Wissenschaftstheorie unter kommen kann (und wird). Bezeichnet eine Einschätzung auf Basis von Erfahrung u/o Kenntnis der Begleitumstände. so etwas wie 50/50-Chancen gibt es nicht. Nichtmal beim Münzwurf.

Das Schlauste wäre, dass

Deutschland selbst massiv Schulden aufnimmt, um beispielsweise die Energiewende zu finanzieren.

Wenn man davon ausgeht, dass es ohnehin zu einer starken Inflation kommt, wurde Deutschland danach zumindest hinsichtlich der Energieversorgung gut dastehen.

Da Deutschland ansonsten die Hände gebunden sind, ist dies die einzige Möglichkeit Widerstand zu leisten.

Aber ich befürchte, dass dazu unseren Politikern die Voraussicht fehlt.

@gman Aha, die Ursache der

@gman
Aha, die Ursache der Spekulation ist also die Rettungspolitik. Sancta simplicitas!
Vielleicht sollten Sie sich mal schlau machen, was die Ursache der gegenwärtigen
Finanzkrise ist. Danach kőnnen Sie ja Ihren Kommentar űberarbeiten.

Gute Erklaerungen. Es wird

Gute Erklaerungen. Es wird auch deutlich, wie sich die Entscheidungsverhaeltnisse im ESM und im EZB unterscheiden. Im Zentralbankrat der EZB kann die deutsche Position ueberstimmt werden, sodass bereits bei den Becshluessen im ESM die Weichen gestellt werden muessen, anderenfalls ist das spaeter nicht mehr moeglich.
Die Kehrseite ist natuerlich, dass es vermutlich am Ende genauso wie bei der GM und AIG Rettung in USA gehen wird: Dort hat der Staat/Steuerzahler letztendlich an der "Investition" verdient. Wenn die Anleihen unter 100% gekauft werden und Spanien und Italien am Ende eben nicht pleite gehen sondern zurueckzahlen, dann macht die EZB ein Plus und alle Befuerworter der Aktion werden sich bestaetigt sehen. Vor allem dann, wenn tatsaechlich entsprechende Abschoepfungen die Inflation unter Kontrolle halten.
Die Formulierung, "deutsche Zinsen mit italienischer Politik" zu wollen ist gut.
Bleibt abzuwarten was das Bundesverfassungsgericht zum ESM sagt.

Lesen Sie bitte alle einmal

Lesen Sie bitte alle einmal das brandaktuelle Buch: "Der größte Raubzug der Geschichte". Da stehen ALLE! Antworten zu ALLEN Fragen. Glasklar erläutert.

"Papiergeld kehrt früher oder später zu seinem inneren Wert zurück - null!"

Voltaire

Klar, alles mit frisch gedrucktem Geld der EZB zurückzuzahlen?

@EestiK
"Das heisst, die Staaten müssen natürlich auch zurückzahlen."

Natürlich alles mit frisch gedrucktem Geld aus der Notenpresse der EZB zurückzuzahlen! :-))

Herr Krause -EZB verstößt gegen Staatsfinanzierungsverbot

dieses ist ausdrücklich in den Verträgen von Maastricht und Lissabon festgelegt.
Die EZB hat damit bestehendes Recht gebrochen.Sie hatte dazu kein Mandat.
Sie hat den Schuldnerländer einen Blanko Scheck ausgestellt und die Zeche werden die deutschen Steuerzahler und Sparer mit ihren entwerteten Spargeldern und über Steuern bezahlen.
Die EZB mag ihren Rechtsbruch als Ultima Ratio ausgeben,
aber die größte Volksverdummung ist diesen demokratischen
Offenbarungseid wieder einmal als "Eurorettung" auszugeben.
Es gibt keine Rettung ohne Entschuldung.Es ist wie immer in diesem Euro Theater nur ein Zeitgewinn,denn die Entschuldung wird zeitversetzt ,der blöde
Michel Riestert mittlerweile schön weiter, über die Inflationierung
ablaufen.Das ist der Plan,falls der Zusammenbruch der Eurozone mit globalen Verwerfungen nicht dazwischenkommt.
Beides wird zur politisch gewollten Verarmung der deutschen Bevölkerung führen.
Im ersten Fall langsam, im zweiten Fall schnell.

Das schlauste wäre, alle Sparer Deutschland würden Gold nehmen?

@Ulle77
" dAS SCHÖLAUSTE; WÄRE DASS Deutschland selbst massiv Schulden aufnimmt, um beispielsweise die Energiewende zu finanzieren."

Das schlauste wäre, alle Sparer Deutschland würden sofort ihr Kapital in Gold umwandeln ! :-)

Die Nachfrage steigt nicht, das Angebot sinkt!

"Allerdings sorgt schon die Ankündigung der EZB, dass sie solche Papiere notfalls unbegrenzt aufkaufen will, für höhere Kurse. Denn die Notenbank sorgt so für eine höhere Nachfrage nach diesen Papieren, und das treibt den Preis, also: den Kurs."

Das verdreht etwas die Sachlage. Die Nachfrage dürfte dadurch nicht signifikant steigen, warum auch?
Aber alle die Staatsanleihen von wackeligen Staaten bereits besitzen, aber eigentlich kein Risiko eingehen wollen, sehen sich jetzt nicht mehr gezwungen zu einem ungünstigen Kurs ihr Anleihen los zu werden bevor es zu spät ist, da die EZB ihnen ja verspricht ihnen diese in beliebiger Höhe immer zu einem guten Kurs abzukaufen.

Damit sind die riskanten Staatsanleihen eben kein Risiko mehr für Anleger, Sparer, Banken, sondern nur noch für den Steuerzahler. Somit muss er sich nicht mehr allzu große Sorgen um sein Erspartes machen, die EZB sichert es ihm ja unbegrenzt ab und dadurch gibt es keinen Grund mehr die Anleihen unter Wert abzustoßen.

@ Eestik

Zur sachen habe ich nichts zu sagen,es wurde viel und richtiges gesagt.
Aber sie muß ich offen fragen,glauben sie wirklich das was sie uns da weiß machen wollen?.Ich nicht,und an ihrer Stelle würde ich mich etwas besser informieren.

Komplizierte Dinge einfach erklärt

Der Artikel ist wirklich sehr gut.
Er erklärt komplizierte Dinge einfach und knapp.
Diese wirklich sehr gute Erläuterung sollte jedoch nicht etwa ein Nachdenken über die Anleihekäufe der EZB beenden, sondern ganz im Gegenteil Ausgangspunkt oder Startpunkt für Überlegungen zu den Anleihekäufen der EZB sein.
Was Anleihen von Portugal und Irland angeht, mag es vielleicht so sein, daß diese Länder solvent bleiben.
Was aber Anleihen von Griechenland angeht, so sind da doch wohl erhebliche Zweifel angebracht - und diese Zweifel werden durch die Anleihekäufe der EZB wohl auch nicht ausgeräumt.

EZB Anleihen Schulden kaufen

Da sollte doch die EZB auch erklären, Was sie damit macht und wer die Schulden jemals abbauen soll?
Die sind doch sonst so für Transparents.

Wieder eine Entscheidung auf kosten der ärmsten Arbeiter.

@clearwater, was denn sonst!? Diese Schulden- und "Rettungs"-Politik ließ die Spekulation nicht nur gewähren, sie beförderte sie geradezu. Wie man sieht und liest, geht das jetzt munter weiter. Die Spekulation folgt, sie ist die Wirkung! Man hätte nur die Rückzahlung der Anleihen entsprechend der Verantwortung sofort garantierten müssen und der Spuk hätte gar nicht begonnen. Zur Erfüllung sind Deutschland und die Eurostaaten verpflichtet. Man hat die Verschwendung und Schuldenmacherei den Griechen ermöglicht und hat die Kriterien selbst mehrfach gebrochen!

Der €-Beitritt und die Prüfung der Kriterien war doch nicht die Angelegenheit von privaten Anlegern. Die Erfüllung wurde bestätigt. Der private Anleger muss sich auf den Staat und dessen Verantwortung verlassen.

Es wurde getarnt und getäuscht und die Prüfung war ungenügend. Man ist dafür gemeinsam haftbar. Ansonsten beschädigt das die Bonität weiter und trifft früher oder später alle €-Staaten. Der € ist dann reif für die Tonne.

Für 0,5% oder 2% oder 5 % geht da gar nichts?, 30% ist gefragt?

rex3
"Allerdings sorgt schon die Ankündigung der EZB, dass sie solche Papiere notfalls unbegrenzt aufkaufen will, für höhere Kurse. Denn die Notenbank sorgt so für eine höhere Nachfrage nach diesen Papieren"

Aber doch nicht für 0,5% oder 2% pro Jahr?, da sind 30% und mehr pro Jahr durchaus möglich und sicherer in der Anlage? :-)

@gerusu - "abschöpfen"

Das mit dem "Geld an anderer Stelle abschöpfen" funktioniert wie folgt:

Hat die EZB beispielsweise Anleihen zu 250 Mrd. € und einer Durchschnittsrendite von 5% gekauft, so bietet sie den Banken des Eurosystems ein Gegengeschäft an, indem die die Nutzung eines "Feldgeldkontos" des Volumens 250 Mrd. € versteigert:

Sie legt dabei einen maximalen Zins fest, welchen sie zu zahlen bereit ist (beispielsweise 0,75%) und einen minimalen Zins, welche sie zu zahlen bereit ist (beispielsweise 0,01%).

Zugang zu dem Volumen jenes Festgeldkontos erhalten jene, welche die niedrigsten Zinsen fordern.

Damit sammelt die EZB die durch ihre Käufe geschaffene Liquidität wieder ein.

Zuletzt hat die EZB 209 Mrd. € ausgeschrieben, geboten wurden 460 Mrd. € und sie zahlt dafür 0,01% Zinsen.
http://www.ecb.int/mopo/implement/omo/html/20120134_all.en.html

Ihren so erzielten Zinsgewinn kann sie dann an die Eurolandstaaten ausschütten. Der alljährliche Bundesbankgewinn entsteht so.

@ rex3 19:21

Die Argumentation stimmt so nicht ganz. Kleine Anleger halten nur einen Bruchteil der Staatsanleihen, die großen institutionellen Anleger sind diejenigen, die Kurse beeinflussen könnten, aber ihre Porfolionen (bspw. die von Versicherungen) wurden auch nicht zu schlechten Kursen verkauft, man hat auf diese Sicherung gesetzt, wie sie jetzt bald eintreten könnte, dass ist sie nämlich nocht gar nicht, wie hier leider oft geschrieben wird.

Draghi ist auch nicht dumm. Draghi hat bisher nur Zeit für die zu langsamen Politiker gewonnen. Durch seine Argumentation Staatsanleihen nur vom ESFS bzw. dem dauerhaften ESM zu kaufen hat er sich demokratische Legitimation geschaffen. Denn das wurde auch von unseren DEUTSCHEN Politikern durchgewunken. Ich als Mitarbeiter der Bundesbank hoffe, allerdings auch das, der Verfassungsklage statt gegeben wird.

Eine Vorverurteilung der EZB jedoch, dass sie nicht auf demokratischer Basis handelt würde, ist aufgrund Draghis bewusster Formulierung jedoch unfair.

Josef Ackermann: "25+X muss sein !" ?, und der Mann hatte Recht.

Ich glaube es war Josef Ackermann, welcher mal sagte: "25% + X p.a. (für den Sparer)muss sein!."
Und ich glaube, dieser Mann hat damit absolut Recht gehabt ? :-)

Daß es für den Staat höchst

Daß es für den Staat höchst nachteilig ist die Herrschaft über sein Geldwesen an das Ausland zu verlieren sollte an sich klar sein, da das Geld unverzichtbar für das Wirtschaftsleben ist und durch dessen Wertverfall nicht nur selbiges in schlimme Wirren geraten kann, sondern auch die Ersparnisse verloren gehen. Freilich, dies ist mehr eine Folge des unseligen Papier- und Buchgeldes wie des Spielgeldes Euro selbst, da dieses als Gold-, Silber- oder Kupferwährend vielleicht sogar bestand gehabt hätte.
Das Gelddrucken findet nun durch die Spielgeldeurozentralbank EZB statt, bei der die Inflationsdelinquenten die Mehrheit haben und dagegen kann Deutschland wenig tun, weil die hier herrschenden Parteiengecken eben nicht gewillt sind das Spielgeld Euro wieder abzuschaffen und die deutsche Mark wieder einzuführen. Die Sophistereien helfen hier nichts: Das Verleihen neuen Geldes an die Banken und der Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB sind nichts anderes wie eine Geldentwertung.

@ Notenbanker - falsch verstanden?

"Durch seine Argumentation Staatsanleihen nur vom ESFS bzw. dem dauerhaften ESM zu kaufen hat er sich demokratische Legitimation geschaffen. Denn das wurde auch von unseren DEUTSCHEN Politikern durchgewunken."

Da haben Sie etwas falsch verstanden. Das jetzige Handeln der EZB ist gerade nicht demokratisch legitimiert. Bundestag und -rat haben den ESM legitimiert Staatsanleihen von den betroffenen Staaten (auf dem Primärmarkt) zu kaufen und sind damit "offiziell" (und vorerst) Risiken von 190Mrd eingegangen. Die Risiken aus den Staatsanleihekäufen der EZB auf dem Sekundärmarkt kommmen da zusätzlich oben drauf. Wenn es zu massiven Käufen kommen sollte werden die jetzigen Risiken aus dem ESM dagegen als gering erscheinen. Wie dem auch sei, weder die deutsche Politik geschweige der Bürger legitimiert diese Anleihekäufe - stoppen kann letzterer sie ohnehin nicht.

EZB

Ein Zins von7% ist für Italien normal
Was soll die das Ganze?

Es wird Zeit sich zu wehren

@ Notenbanker : Richtig. Tödlicher Mechanismus + Asmussen gg.

Weidmann!.

Die wichtige für den Euro dt. Politik will vor d. Wahlen nicht noch einmal in Haftung per Staatsbürgschaften gehen - weder für die aus den bisherigen Töpfen ohnehin unbezahlbaren Schulden Spaniens, noch den kommenden Bailout-Antrag Italiens.
Der Wähler hat in der Masse die Nase voll, weil er 2,1 Bio € + Bürgschaften innen und außen als sein (Steuer- und Vermögens)Risiko addieren kann und die abstürzende €-Südwirtscfaten + Frankeich und Holland wohl kein Argument für Schuldentilgung sind.

Also splitten: ran an die bisher geschützen Spareinlagen
(von außen BRIC kommt nichts aber ungünstige sofort rücklaufende US-Swaps)
als Reservgelder per Bankenunion (inkl. Sparkassen und kleine Banken)
plus dann das EZB-Schütthorn (ein verkappter Roll-over von Umschuldungen per Krediten und immer neuen Staatgarantien direkt o. indirekt über ESM oder eben nur EFSF
unter dem Vorwand Zinsdeckelung = gegen den normalen Markt für entsprechende VW das berühmte Marktvertrauen in den € ist weg!

Die dollarinflatin ist aber recht stabil mit nur 3% pro Jahr?

@DeHahn
"Es bedeutet, man druckt das Geld einfach nach Bedarf !"
Na sowas aber auch! Die USA machen das doch schon seit Jahrzehnten, ohne dass das irgendjemanden ein Jota schert. "

Na komish doch, das der Goldpreis in Dollar all die Jahre nur ganz stabil an der Weltinflatinon so ca. 3% gestiegen ist ?.

Warum steigt der Goldpreis in Euro nur so durchschnittlich 33% und mehr pro Jahr seit 10 Jahren ?

PS:
Vorher war unser Geld (die DM) stabil und der Gold Preis stieg ebenfalls nur moderat oder nicht?

7. September 2012 - 16:35 — pauline_8

Liebe Pauline_8, Sie haben da was falsch verstanden. Herrn Krauses Elaborat war nicht als Kommentar gemeint, auch wenn man es durchaus als solchen verstehen kann. Herr Krause ist eben sehr meinungsstark. Auch wenn er eigentlich nur die Fakten vermitteln sollte und deswegen seine Meinung nur zwischen den Zeilen durchblicken lassen kann.

Merkel/Schäuble/Draghi ziehen an einem Strang ?

Jetzt haben wir vielleicht die Schuldenunion.

Werden die Regeln bezüglich dem Staatsanleihenaufkauf in der Zukunft auch wirlich eingehalten ? Mit Regeln ging die EZB bisher eher locker um

Kommt es zu einer starken Inflation und verlieren wir am Ende einen Teil unserer Ersparnisse ?

Warum stehen Merkel & Schäuble plötzlich hinter Draghi und machen die Schuldenunion mit ?
Warum stehen beide in den Medien nicht intensiv Rede und Antwort ? Ich habe bisher nichts konkretes gehört.

Ist das nach der Energiewende die nächste Wende ?

@Matthias P. - Politiker machen aber Fehler...

Sie erwähnen die 190 Mrd. welche Politiker als Risiken "demokratisch legitimiert" akzeptiert haben.

Was aber machen Sie, wenn jene Politiker jenen Betrag nicht gemäß der Realität bemessen haben, sondern einfach willkürlich und falsch festgesetzt haben?

Dann kann jeder der die Realität kennt erkennen, dass die "Schutzschirme" viel zu klein sind und wird versuchen, nicht jener letzte zu sein, den die Hunde der kurzsichtigen Politik beißen.

Die Probleme sehen doch derzeit so aus, dass selbst bei fehlender Neuverschuldung ein bestimmtes Volumen refinanziert werden muss und der EFSF dafür zu klein ist und der ESM politisch attackiert wird und dessen möglicherweise nötige Aufstockung ungewiss ist.

Dies löst eine "rette sich wer kann"-Denke aus, was die Krise verschärft.

Die EZB sagt somit: Sollte die Politik unfähig sein, machen wir was nötig ist.

Die Politik muss nur sicher stellen, dass ESM/Fiskalpakt kommen und (unter strengen Auflagen) das nötige Volumen haben.

@Notenbanker - Marktpanik binden, aber wie?

Draghi ist keinesfalls dumm und die EZB darf auch keine unsolide Haushaltsführung stützen, aber wie löst man das Problem, dass "Eurozersetzer" wie Henkel&Co eine Kapitalflucht auslösen, welche die Renditen von Spanien&Co in untragbare Höhen treibt?

Lässt man dort dem Markt freies Spiel, erhält man als Resultat eine von Italien/Spanien ausgehende (möglicherweise globale) Deflationspirale.

Klar, solche "schöpferischen Zerstörungen" brennen irgendwann aus, aber muss man dazu wirklich die Wirtschaftswelt in Flammen setzen?

Kann man sich nicht auch als vernunftbegabtes Wesen zum Ziel machen, die unverzichtbaren Strukturreformen kontrolliert umzusetzen?

Was bringt es, wenn Spanien 6% Zinsen an DE zahlen muss und resultierende Sparmaßnahmen zu Revolten führen, welche die Bedienung der von DE an ES gewährten Kredite gefährden?

Solche destabilisierenden Entwicklungen sind doch selbstverstärkend!

@ Wonderman

Sie schreiben:
"Das schlauste wäre, alle Sparer Deutschland würden sofort ihr Kapital in Gold umwandeln ! :-)"

Ja klar, es gibt ja auch unendlich viel Gold auf der Welt, tolle Idee!
Aber wer schreibt dass die Währung in den letzten 10 Jahren jährlich um 38% entwertet wurde (also um 380% insgesamt!) der glaubt wohl auch dass genug Gold für jeden Sparer verfügbar ist!

Fazit ist dass der Euro heute mit 1,28 Dollar gegenüber Mitte Juli um 8 Cent gestiegen ist. Und dass der Euro heute deutlich mehr als 30% teurer ist als 2001 mit 0,89 Dollar.
DAS sind Fakten die etwas über den Wert des Euro aussagen.
Gold ist eine Ware wie Stahl und Aluminium auch und die Preise von Waren ändern sich je nach Angebot und Nachfrage!

@ rjaeckle - Merkel und Schäuble?

Sie scghreiben:
"Warum stehen Merkel & Schäuble plötzlich hinter Draghi und machen die Schuldenunion mit ?
Warum stehen beide in den Medien nicht intensiv Rede und Antwort ? Ich habe bisher nichts konkretes gehört."

Vielleicht stehen Merkel und Schäuble hinter Draghi weil die Entscheidung so mit der Definition dass die EZB keine direkten Ankäufe von den Staaten macht sondern "gebrauchte Anleihen" vom Markt kaufen will ein gute ist.
Weil hier KEINE direkte Anleihekäufe getätigt werden sondern weil Wertpapiere im Markt gekauft werden und das darf die EZB!

Und weil diese Aktion die durch die Klage vor dem BVerfG verzögerte Umsetzung des ESM sehr gut unterstützt und somit auf der Linie der Merkel-Politik liegt!
Die Schuldenunion wären die Euro-Bonds von SPD und Grünen!

Dass die beiden heute nicht in den Medien "Rede und Antwort" stehen liegt sicher auch daran dass heute beide auf Auslandsreisen waren. Die haben eben noch etwas mehr zu tun beim regieren als laufend den Euro zu erklären

@Walter Meingott - Das Problem nationaler Währungen

Sie schreiben: "Daß es für den Staat höchst nachteilig ist die Herrschaft über sein Geldwesen an das Ausland zu verlieren sollte an sich klar sein,"

Warum sollte es für den gemeinen Bürger gut sein, wenn Politiker mit unsolider Haushaltsführung den Wert der Währung zerstören können?

Ist es nicht besser, wenn die Politik absolut gar keinen Einfluss auf das Geld hat und somit wie jeder Bürger gezwungen ist, mit dem spitzen Bleistift zu rechnen, d.h. zu prüfen, ob getätigte Ausgaben auch rentabel sind?

7. September 2012 - 21:18 — Wonderman

"Na komish doch, das der Goldpreis in Dollar all die Jahre nur ganz stabil an der Weltinflatinon so ca. 3% gestiegen ist ?.

Warum steigt der Goldpreis in Euro nur so durchschnittlich 33% und mehr pro Jahr seit 10 Jahren ?"

Lieber Wonderman, das ist jetzt nicht wirklich Ihr Ernst, oder?

Oder verstehe ich da gerade was nicht?

Wie kann der Goldpreis in Dollar 3% pro Jahr steigen, in Euro aber um 33%?

Dann tausche ich doch meine Euros in Dollar um und kaufe damit mein Gold, verkaufe es für Euros nach einem Jahr und tausche diese dann in Dollar, worauf ich ca. 30% mehr Dollars kriege als ich ursprünglich bezahlt habe.Zumindest liefe darauf Ihre obige Aussage hinaus.
Denn der Dollar/Eurokurs ist relativ konstant über die Jahre, momentan liegen wir ziemlich mittig zwischen Einführungskurs und bisherigem Höchststand.

Ich halte das für, wenn auch originellen, Unsinn.

Europa kann nur überleben,

Europa kann nur überleben, wenn das Vertrauen wieder hergestellt wird.

Vertrauen heißt aber, daß wenn ich in Vorleistung gehe, also arbeite und anderen meinen Lohn leihe, daß ich sicher sein kann, daß ich das, was mir gehört auch wieder bekomme und zwar ohne daß ich dabei geschädigt werde.

Ein Schaden tritt aber bereits ein, wenn die Kaufkraft des Geldes sinkt. Außreichend hohe Zinsen sind zwingend notwendig um für Gerechtigkeit zu sorgen.

Wie soll man mit anderen Menschen friedlich zusammenleben, wenn kein Taschenspielertrick zu schäbig ist um sich auf kosten anderer zu bereichern.

In einer Gemeinschaft gibt es unterschiedliche Interessen und damit es nachher keine Schlammschlacht gibt wurden mit der Euro-Einführung extra Stabilitätskritärien festgelegt. Ein nachträgliches aufweichen dieser Kriterien ist vollkommen inakzeptabel. Und in einer Gemeinschaft muß man sich an die Vereinbarung halten.

Die EZB muß nun ein Signal gegen Inflation setzen und den Leitzins erhöhen.

@Flugor Aristoteles mag hier

@Flugor

Aristoteles mag hier ein wenig erklären, warum stets der Staat über das in ihm verwendete Geld verfügen muß: „Dieses Eine ist in Wahrheit das Bedürfnis, das alles zusammenhält. Denn wenn die Menschen nichts bedürften oder nicht die gleichen Bedürfnisse hätten, so würde entweder kein Austausch sein oder kein gegenseitiger. Nun ist aber kraft Übereinkunft das Geld gleichsam Stellvertreter des Bedürfnisses geworden, und darum trägt es den Namen Nomisma (Geld), weil es seinen Wert nicht von Natur hat, sondern durch den Nomos, das Gesetz, und es bei uns steht, es zu verändern und außer Umlauf zu setzen. So hat man denn eine wirkliche Wiedervergeltung, wenn eine Gleichung von der Art durchgeführt wird, daß wie der Bauer zum Schuster, so die Leistung des Schusters sich zu der des Bauers verhält.“
Die Aufsicht über das Geldwesen gehört also zu den notwendigen Aufgaben des Staates, wenn dies auch manche Privatleute gern anders hätten; wie man an der VS-Notenbank sehen kann.

@ Bernd 1 21:57: Ok Ihre Argumentation gg. Gold als allg. Anlage

Aber zum Eurokurs ewig den Startkurs 0,89 zum USD als hetogen Vergleich zu nehmen, der nur einmal durch Zwangsfestlegung über den ECU galt, ignoriert, dass der Euro bis vor der US-Hypothekenkrise auf 1,60 USD stieg, dei Eurozone sich parallel entwickelte
(mitsamt unserem damals Rekod-BIP)
und
dann ihre eigene Folge-Krise hervorbachte
(erst Bankenrettung, dann Staaten und in der Mitte Privathaushalte v.a. im Süden und in Irland)
und
seitdem fiel
und
nur noch leicht zuckt über 1,20-1,26, je nach politischen und EZB-Ankündigungen
und seit 4 Jahren weit weg vom Peak dümpelt?

Glauben sie nicht, dass Draghi&Co. untertützt durch die Markteinbrüche auch DE nicht einen noch viel schwächeren Euro geg die USA/China de facto anstreben, um die wegschwimmende Felle der Handelsdefizite auszugleichen?
Obama hielt gestern dagegen mit seiner Rede, das US-Handelsfedit rigoros (also per Abwertungs-Spirale gegen den Euro usw.) per Export zu kürzen.

Gold ist Fluchtwährung. Wer traut noch dem €?

Es wird langsam mal Zeit dass,

die richtigen Fragen gestellt werden.

Wieso ist immer weniger Geld für die Finanzierung bespw. unseres Bildungssystems vorhanden, obwohl sich die Produktivität in den letzten 30 Jehren ver4facht hat?

Ich war selbst bis vor 3 Jahren einer der Idioten die daran geglaubt haben, dass man sein Geld für sich arbeiten lassen kann.

Geld kann nicht arbeiten!!!
Es ist die fleißige arbeitende Bevölkerung die die Zinsen für die reichen Arbeitslosen in Nizza oder Cannes erwirtschaftet.

Jeder der ernsthaft das verzinstste Geldsystem verstehen will, sollte sich die Vorträge eines Bernd Senf oder Anderes Popp im Netz ansehen.

Die Berichterstattung der Medien ist ein Trauerspiel.

Dieser Artikel von Herrn Krause macht vor allem eines deutlich: das rieseige Kommunikationsdesaster der deutschen Medien. Da diese sich nicht in erster Linie der Aufklärung der Bevölkerung verschrieben haben, sondern vor allem der politischen Indoktinierung, erschöpfen sich Artikel und Kommentare zur Euro-, Schulden-, Bankenkrise meist nur in der Frage: wer wird gewinnen, wer wird sich durchsetzen?
Das merken natürlich auch die Mediennutzer, die sich entnervt abwenden und in ihrer Not in alte nationale Ressentiments flüchten à la "Wir wollen nicht die Schulden der faulen Griechen zahlen".
Auch der Bericht von Herrn Krause bleibt oft unklar: man müsse vertrauen, dass sich die EZB an Beschlüsse hält usw. Solche Äußerungen befördern doch Verunsicherung und Misstrauen. Ist das Absicht oder Unfähigkeit zu einer sachlichen Darstellung? Es ist jedenfalls ein Trauerspiel.

@ b_m - Währung und Stabilität

Sie schreiben:
"Ein Schaden tritt aber bereits ein, wenn die Kaufkraft des Geldes sinkt. Außreichend hohe Zinsen sind zwingend notwendig um für Gerechtigkeit zu sorgen."

Das muss so nicht unbedingt im Zusammenhang stehen.
Die Kaufkraft des Geldes sinkt seit 1998 so langsam wie vorher zu Zeiten der DM nur sehr selten. Die Inflation war über einen 10 Jahreszeitraum nie so niedrig wie jetzt, trotz niedriger Zinsen!

Und Sie schreiben:
"...wurden mit der Euro-Einführung extra Stabilitätskritärien festgelegt. Ein nachträgliches aufweichen dieser Kriterien ist vollkommen inakzeptabel."

Das ist ist schon richtig. Leider wurden die Euro-Stabilitätskriterien bereits vor 10 Jahren durch die damalige deutsche Regierung wegen der eigenen Schuldenpolitik zwischen 2001 und 2005 aufgeweicht!
Sonst wären die Schulden im Euroraum nie so hoch angewachsen!
Was die EZB jetzt macht stabilisiert den Euro eher als Ergänzung zu ESM und Fiskalpakt.
Jetzt den Leitzins erhöhen wäre katastrophal = Deflation!

@ vanPaten -

Sie schreiben:
"Aber zum Eurokurs ewig den Startkurs 0,89 zum USD als hetogen Vergleich zu nehmen, der nur einmal durch Zwangsfestlegung über den ECU galt, ignoriert, dass der Euro bis vor der US-Hypothekenkrise auf 1,60 USD stieg, dei Eurozone sich parallel entwickelte ..."

Das ist so nicht richtig.
Der Euro ist in Folge der Festlegungen 1998 mit etwa 1,20 Dollar gestartet und wurde dann sehr schwach und sank auf 0,86 Dollar in den Jahren 200/2001.

Es gab dann zwar 2007/2008 einen Spitzenwert von etwa 1,60 USD aber das war schon kritisch für unsere Exporte und die Wirtschaft war froh dass es wieder runter ging.
Das ist die finanzwirtschaftliche Wahrheit!
Laut Wirtschaftsexperten ist der optimale Kurs bei etwa 1,30 bis 1,35 USD um bei Im- und Export optimale Verhältnisse zu haben.
Da sind wir jetzt fast wieder!

http://www.onvista.de/devisen/snapshot.html?ID_CURRENCY
_FROM=EUR&ID_CURRENCY_TO=USD&PERIOD=8#chart1

Und Gold ist schon keine Fluchtwährung mehr weil es zu wenig gibt!

@ fathaland slim: Wie öfter haben Sie eigene Ökonomie

Start:
1€ = 0,89 USD und 1$ = 1,12€
Vor Krise:
1€ = 1,60 USD und 1$ = 0,62 €
Heute:
1€ = 1,26 USD und 1$ = 0,79€

Wäre am Start
1 Gold = 1 € = 0,89 USD
dann Änderungen 1 Gold =

zu vor Krise
1€ = +63% $
1$ = -45% €

zu heute
1€ = +41% $
1$ = -29% €.

€-Kurve: 1 - 1,63 - 1,41
$-Kurve: 1 - 0,55 - 0,71.
Abstand: 0 - 1,08 - 0,70 (Entw. Goldpreisparität $ u. €)

Fazit: -^ Goldpreis Richtung pari = bei Spekulation auf AU bald keine Kursgewinner, bis eine Seite im Abwertungskampf siegt = Umkehrpunkt und das Game gegen die Kleinanleger geht weiter mit umgekehrten Vorzeichen.

@ fathaland slim : Mathematik, reine Mathematik ?

"Warum steigt der Goldpreis in Euro nur so durchschnittlich 33% und mehr pro Jahr seit 10 Jahren ?"
Lieber Wonderman, das ist jetzt nicht wirklich Ihr Ernst, oder verstehe ich da gerade was nicht?"

Sieht so aus?, es ist reine Mathematik, einfach mal nachrechnen ? :-)

@fathaland slim: Genau so ist es !

"Dann tausche ich doch meine Euros in Dollar um und kaufe damit mein Gold, verkaufe es für Euros nach einem Jahr und tausche diese dann in Dollar, worauf ich ca. 30% mehr Dollars kriege als ich ursprünglich bezahlt habe"

Genau so ist es ! :-))

@ 23:02 — vanPaten

Sie schreiben:
"Start:
1€ = 0,89 USD und 1$ = 1,12€
Vor Krise:
1€ = 1,60 USD und 1$ = 0,62 €
Heute:
1€ = 1,26 USD und 1$ = 0,79€"

Diese Werte sind so leider nicht richtig.
Der Euro ist am 01.01.1999 als Buchgeld gestartet mit:
1€ = 1,16 USD
Tiefststand 200/2001
1€ = 0,86 USD
Höchststand 2007/2008
1 = 1,60 USD
Heute:
1€ = 1,2821 USD

Und:
Der Euro war 2007/2008 von den jetzt 13,5 Jahren des Euro-Bestehens ganze 12 Monate oberhalb von 1,40 USD!

http://www.boersennotizbuch.de/marktdaten/euro-dollar-
chart-langfristige-entwicklung-dm

Der jetzige Wert es Euro ist also ein guter Mittelwert!

Sie selbst argumentierten mit

Sie selbst argumentierten mit 0,89$.
Korrekt nach EZB:
04.01.1999 = 1,18$ Start
27.10.2000 = 0,83$ Min Allzeit
05.07.2008 = 1,60$ Max Allzeit
28.08.2012 = 1,25$ aktuell

Und jetzt ist der niedrige Kurs kritisch für unsere Importe und importierte Inflation, besonders Energie, Rohstoffe, Nahrungsmittel und China-Importem mit teweise schon exorbitanten Steigerungen d.J.
Auch eine Wahrheit.

Bei der kluftigen Eurozone mit immer mehr wirtschaftlich stetigen Absteigern dürfte kein Experte irgendeinen fixen optrimalen Kurs ernsthaft benennen können. Das setzt Stabilität voraus mit geringer Volatilität des Austauschs. Die HAndeldefizite gegenüber China >1,2 Bio und DE gegen alle außer Holland mchen eine Einheitskurs obsolet. Da kann auch Draghis neuestes Konstrukt OTM nicht hinwegtäuschen.
Nur manche.

7. September 2012 - 23:02 — vanPaten

Wir sind uns einig, daß der Euro 0,37$cent mehr kostet als bei seiner Einführung und 0,34$cent weniger als bei seinem kurzzeitigen Hoch? Ich reise oft in die USA und bin mit dem Umtauschkurs über die letzten 37 Jahre am eigenen Leibe vertraut. Ich kenne den Dollar noch, da kostete er vier Dmark. Wie Gold in einem Zeitraum von 10 Jahren um 33% pro Jahr in Euro teurer werden kann aber im gleichen Zeitraum nur 3% pro Jahr in Dollar erschließt sich mir nicht. Und den Rest Ihrer nett gruppierten Zahlen verstehe ich auch nicht.

@ Bernd 1 23:20 : War ein Rechenbeispiel

Ansonsten für korrekte Angaben was bis wann war oder nicht besser die EZB:
http://www.ecb.int/stats/exchange/eurofxref/html/eurofxref-graph-usd.en....

PS. Sie würden überrascht sein was der NY Kurs bis 15.01.99 war und wer abgesahnt hat. Nur nebenbei)

Wen intressiert in der heutigen Alles-oder-nichts- Krise real der gute Mittelwert der Vergangenheit?
Fragen sie evtl. mal die griechsche Bevölkerung. Und weitere im €-Süden. Die interessiert die Entwicklung innere Kaufkraft, Inflation und Lohnhöhe. Uns auch.

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