Kommentare - Interview: "Man darf von China keine Wunder erwarten"

30. August 2012 - 16:52 Uhr

Bei ihrem China-Besuch hat sich die Kanzlerin auch mit der künftigen politischen Spitze getroffen. Allzu viel Hoffnung auf eine Öffnung des Landes gebe es aber auch nach dem Führungswechsel nicht, sagt Experte Sandschneider gegenüber tagesschau.de. Einzig bei den Menschenrechten könnte sich etwas bewegen.

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Kommentare

@ ClausH

Interessant, dass Sie hier eine Anzahl von Erfindungen auflisten, die alle (mit Ausnahme des Fernsehens) ohne US-amerikanische Erfinder und Ingenieure nicht möglich gewesen wären. Alles Dinge, die (wie Henry Fords pferdelose Kutsche) zu Anfang von der ganzen Welt verlacht wurden, aber ein paar Jahrzehnte später das Fundament der größten Industriemacht des vergangenen Jahrhunderts ausmachten.

Woher wissen wir denn, ob die Chinesen nicht gerade etwas erfunden haben, das heute noch niemand so richtig begreift, das aber in 50 Jahren die Weltmachstellung des Drachens zementieren wird?

Ich stimme Ihnen absolut zu - es ist wichtig, dass wir uns selbstbewusst auf unsere Stärken besinnen, aber eine 5000 Jahre alte Kultur so einfach als unwichtig abzutun, ist nicht selbstbewusst, sondern überheblich.

Stimme zu

Sehr klarer artikel ueber die momentane situation in china . Alles scheint ganz gut zu stimmen und kann nicht klagen. Guter artikel.

Chinas Kapital

China hat eine hochmoderne, zukunftsorientierte Gesellschaftsordnung. So sehen es jedenfalls die Großinvestoren. Deswegen kommt China mit der Globalisierung auch bestens klar. Kein Schnickschnack, hohe Effizienz, unkomplizierte Koordination und ein hohes Maß an Sicherheit.

Im Kern steht die Sichtweise, dass das Individuum für die Gesellschaft existiert und nicht andersherum wie bei uns (siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Kollektivismus).

Wir konkurrieren mit einer riesigen, perfekt geschmierten Maschine, bestehend aus austauschbaren Menschen und gesteuert durch alternativlose Vorgaben. Optimiert auf Konkurrenzkampf. Und da wir alle wissen, dass der Wettbewerb das höchste Gut der Wirtschaft ist, müssen wir uns anpassen, um bestehen zu können.

Und nein - eigene Innovationen braucht China nicht. Assimilieren statt Entwickeln ist das Motto. Die Idee ist nicht neu: Kennt noch jemand die Borg von Star Trek?

@ Doktor_Fettleb

"Kennt noch jemand die Borg von Star Trek"

Au weia, das war ein Volltreffer! Ich habe lange überlegt, wie ich meine Sorgen am besten beschreibe, aber das trifft's!

You will be assimilated. Resistence is futil!

Allerdings - um beim Star Trek Thema zu bleiben: Es bedurfte nur eines einzigen Dissidenten um das ganze System ins Wanken zu bringen: Die Episode "I, Borg", in der "Third of Five" zu "Hugh" wurde.

Danke für den Schmunzler und für den netten Denkanstoß.

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