Kommentare

Wer braucht den Biedeckelkunden

Wer 10 Jahre lang seine EG_Subventionen für Olivenbäume für Deutsche Rüstunggüter und Luxusartikel ausgab, braucht man als Kunde nicht.

Aus Deutschter Steuerzahler Sicht:
Linke Tasche; Rechte Tasche
(bekommen unserer eigenes Geld zurück, haben aber dafür Waren geliefert)

somit

"Ertragsorientierter Umsatzverzicht"

Konzentrieren wie uns lieber auf die solventen Außereuropäischen Kunden.

Grüßle
Schwabenstreich

Verwunderlich...

Verwunderlich, daß Kunden aus überschuldeten Ländern weniger einkaufen. *Ironie aus*

Macht nix . . .

dafür exportieren wir kräftig nach China, Fernost und die USA.

Dahin kann man auch ohne den Euro verkaufen. Soviel zu alternativlosen Totschlagargumenten zur Euro-Rettung und zur Exportmär.

Wir brauchen keinen Euro, aber die EU braucht uns.
Das sollte jeder bedenken, der sich sonst ohne große Gegenwehr
von den werten Wackelkandidaten in Sachen Euro über den Tisch
ziehen lässt.

Die Exporte in die nicht solventen Länder wie GR und Spanien

können wir uns getrost sparen. Oder hat sich noch niemand gewundert warum die target 2 Salden in der letzten Zeit derat angestiegen sind.
Dass diese Salden jemals ausgeglichen werden, scheint mir höchst unwahrscheinlich. Es wird höchste Zeit, dass diese salden so wie in Amerika jährlich ausgeglichen werden müssen.
In Europa sind die target 2 Salden ein Dispo ohne Limit zulasten Deutschlands.

Soweit zur Wahrheit ...

... um die angebliche Alternativlosigkeit im Handel mit den Euroländern. Das Währungsrisiko wurde als Schreckgespenst hingestellt und als Druckmittel benutzt, damit die Bevölkerung die Rettung befürwortet.

äh... doch, wir brauchen den Euro, Herr Erpel

Der Kurs des Euro beschreibt in etwa den Durchschnitt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Euro-Raumes.
Deutschland kann weit mehr, hätte also ohne den Euro eine viel stärkere Wärung. Entsprechend teurer wären im Ausland deutsche Produkte. Und klar, wenn ein VW kaum mehr kostet als ein gleichgroßer Japaner oder gar Amerikaner will jeder einen. Zahlt man 20% mehr, wird es schon schwierig, gerade in asiatischen Ländern, in denen große Autos als Statussymbole wichtig sind.
Ohne Euro ginge es uns wie der Schweiz, nur halt ohne nennenswerte Querfinanzierung durch Steuerflüchtlinge.

Totalausfall für deutsche Exporte ohne Euro

Ohne den Euro, mit der guten alten Deutschen Mark, hätte Deutschland eine so harte Währung, dass sich die europäischen Nachbarn deutsche Qualitätsprodukte erst recht nicht leisten könnten. Aber auch in der übrigen Welt wären deutsche Waren deutlich teurer und damit weniger wettbewerbsfähig. Allein die Staatsverschuldung muss in Europa zurück geführt werden, dann bekommen wir den Dampfer schon wieder flott. Jonas Jenis, Heidelberg

Eine logische und notwendige Entwicklung

Die verschuldeten Länder sollen sich nciht weiter verschulden. Also streichen sie die Aufträge.

Durch die fragwürdige Entwicklung des Euro ist er am Markt abgewertet worden. Deshalb sind wir billiger im Nicht-Euro-Raum.

Ohne den Euro hätten wir also aus unseren Exporten mehr auf dem Konto und unsere Einfuhren (Treibstoffe, Energie, Rohstoffe) wären für uns billiger.

Wir zahlen also bereits für die sinnlosen "Rettungen des Euro" an der Tankstelle, beim Heizölhändler im Baumarkt für das Kupfer usw.

Dabei ist es bisher keine Hilfe für diese Länder sondern für die Banken und Versicherungen, die "sichere Staatsanleihen" dieser Länder gekauft hatten.

Eine Hilfe für diese Länder wäre es, wenn sie sich vom Euro verabschieden und ihre eigenen Währung abwerten würden. Damit könnten sie sich selbst aus dem Sumpf ziehen.

Weil das kommen muß, ziehen die Firmen täglich ihre Guthaben aus diesen Ländern ab und transferieren sie in den Nicht-Euro-Raum.

Nackte Überlebensstrategie

@ Schwabenstreich

Zitat: "Konzentrieren wie uns lieber auf die solventen Außereuropäischen Kunden."

Tun wir ja. Einer von denen fängt mit "C" an und hört mit "hina" auf.

@Schwabenstreich

Ja konzentrieren wir uns auf solvente Kunden, denen wir hochwertige deutsche Rüstungsgüter verkaufen können. Deutsche Leopard 2 Panzer sind in Saudi Arabien, Indonesien und dergleichen sicher gut angebracht, werden da doch die Menschenrechte wahrlich geachtet.

Die deutsche Heuschrecke soll ihrer Meinung nach weiterziehen und sich nicht weiter um die europäische Integration, den Frieden in Europa und Wohlstand für alle Europäer bemüht machen?! Sicher werden sie sich dann wundern wieso halb Europa den Deutschen irgendwann auf den Kopf steigen wird, Goethe-Institute sowie deutsche Waren niedergebrannt werden und deutsche Touristen so beliebt wie Ungeziefer irgendwann sind.

Die deutsche Wirtschaft hat maßgeblich von Südeuropa profitiert, haben wir doch unsere hochwertigen Produkte für gutes Geld verkauft, aber die landwirtschaftlichen Produkte und Bodenschätze aus Südeuropa zu Spottpreisen nach Deutschland importiert. Es ist also eine Frage der Gerechtigkeit und unseres Ehrgefühls!

Sinnloser Artikel...

...da die Süd-Euro-Länder ihre Einkäufe ja quasi eh die letzten Monate/ Jahre kaum noch bezahlt haben, siehe Target2 "Schulden".

China?

Der Kunde China ist zeitlich begrenzt. In 2 Jahren werden die Exporte nicht mehr moderat steigen, sondern drastisch fallen.
Grund: China erzeugt staatlich gefördert eine Abhängigkeit und nutzt die Exporte um Knowhow zu erlangen.
Und die dummen Deutschen zeigen dies auch noch vor Ort (Beispiel Audi)

Die Exportpolitik muss sich dringend ändern. Es liegt auch am Verbraucher. Gehen Sie mal in den Mediamarkt und verlangen Sie einen Föhn der nicht aus China kommt...

deutsche staatsverschuldung

"Allein die Staatsverschuldung muss in Europa zurück geführt werden, dann bekommen wir den Dampfer schon wieder flott."

tja, Jonas Jenis,wie aber soll das denn funktionieren? welcher schlepper bietet sich an?
deutschland möchte zwar vorbild sein und primus im geleitzug, bietet aber nur verminderung seiner NEU-verschuldung, durchaus nicht eine verminderung der bereits bestehenden, die jahr um jahr milliarden an zinsen verschlingt und damit anwächst...
aller euphemismus hilft da nicht, farbe bekennen ist gefragt und dabei sieht die "euro-idee"nicht mehr ganz so rosig aus wie merkel und gefolgschaft es sich gewünscht haben.

deutsche staatsverschuldung

"Allein die Staatsverschuldung muss in Europa zurück geführt werden, dann bekommen wir den Dampfer schon wieder flott."

tja, Jonas Jenis,wie aber soll das denn funktionieren? welcher schlepper bietet sich an?
deutschland möchte zwar vorbild sein und primus im geleitzug, bietet aber nur verminderung seiner NEU-verschuldung, durchaus nicht eine verminderung der bereits bestehenden, die jahr um jahr milliarden an zinsen verschlingt und damit anwächst...
aller euphemismus hilft da nicht, farbe bekennen ist gefragt und dabei sieht die "euro-idee"nicht mehr ganz so rosig aus wie merkel und gefolgschaft es sich gewünscht haben.

@ErichErpel

"dafür exportieren wir kräftig nach China, Fernost und die USA.

Dahin kann man auch ohne den Euro verkaufen. Soviel zu alternativlosen Totschlagargumenten zur Euro-Rettung und zur Exportmär
"

Da haben Sie aber doppelt kurz gedacht. Die Exportzuwächse in nicht EUR Länder sind alleine der Tatsache geschuldet, dass die in EUR bezahlten Waren preislich erheblich attraktiver für die Käufer geworden sind! Diese Zuwächse "verdanken" wir also alleine dem Euro. Was passiert, wenn eine Währung aufwertet, das sehen wir am Beispiel Schweiz.

Momentan bringt uns der EUR also erhebliche Exportzuwächse und massive Zinserleichterungen für unsere ebenfalls erheblichen Schulden. D profitiert massiv von der Krise, so massiv, dass man eigentlich aus dt. Sicht gar nicht von Krise sprechen dürfte...

@ bitterepille — 12:15 —

"Der Kurs des Euro beschreibt in etwa den Durchschnitt der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Euro-Raumes".

Eben nicht, das ist das Problem.

Für Deutschland ist der Euro massiv unterbewertet. Es stimmt, das dann Exporte schwieriger würden. Andersrum ist Deutschland Rohstoffarm. Importe mit einer starken Mark wären dann günstiger und Investoren stünden Schlange.

So oder so werden die deutschen Wirtschaftsgüter im Ausland nicht wegen ihres günstigen Preises gekauft, sondern gerade trotz ihres Preises. Da spielen andere Werte eine Rolle. Stichwort: Wertschätzung. Was teuer ist, ist gut, weil es mir lieb ist; wenn dann der Artikel noch meine Erwartungen voll erfüllt und dank guter Pflege langlebig ist, bin ich zufrieden.

Und Geiz ist nicht geil.

@bittere Pille

"Ohne Euro ginge es uns wie der Schweiz, nur halt ohne nennenswerte Querfinanzierung durch Steuerflüchtlinge."

Punkt 1: Richtig
Punkt 2: Bezweifele ich: Die momentan in D aus dem Ausland in erheblich höherem Umfang als in der Schweiz angelegten Gelder sind garantiert genauso sauber oder unsauber wie die dt. Gelder in CH.

Schwabenstreich: Bierdeckelkunden??

Also Griechenland kaufte nie in nennenswertem Umfang deutsche Produkte. Das BIP Griechenlands beträgt 3 % der EU. Den Spruch mit Olivenbäumen auf ganz Südeuropa zu beziehen, ist allerdings peinlich. Italien besitzt die 3. größte Volkswirtschaft Europas. Das BIP der nördliche Hälfte Italiens. und liegt an 9.Stelle weltweit. Italien hat einen wettbewerbsfähigen industriellen Mittelstand.

Spanien war bis 2008 wirtschaftlich im Gleichgewicht. Die Staatschulden betrugen nur 40 % des BIP und waren halb so hoch wie in Deutschland. Immobilienspekulation und Bankenkrise rissen das Land herunter. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds ist Spanien die zwölftgrößte Volkswirtschaft weltweit.

Die Struktur der spanischen Wirtschaft weist eine für Industrienationen typische Verteilung auf

68 % Dienstleistung
20 % verarbeitende Industrie
9 % Bauwirtschaft
3 % Landwirtschaft.

Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds ist Spanien die zwölftgrößte Volkswirtschaft weltweit.

Wir müssen also noch billiger werden!

Weil wenn wir noch billiger werden, können wir auch wieder Güter absetzen. Also liegt es nur daran, dass hier zuviel Lohn gezahlt wird. Und wenn wir hier weniger Lohn zahlen, dann bekommen die Griechen automatisch Geld ins Portmonaie - wie durch Zauberhand.

Alternativ könnten wir das Geld ins SETI Programm stecken, und Außerirdischen unsere Produkte aufschwatzen - vorausgesetzt die haben genug Devisen.

Man stelle sich vor ein Anzugträger würde dies mit ernster Miene bei einer Pressekonferenz zum besten geben. Man würde zumindest ernsthaft darüber diskutieren, ob die Suche nach Außerirdischen Teil einer seriösen Wirtschaftspolitik wäre.

ErichErpel. Ihre Schlussfolgerung ist falsch

Unser Export in die Länder außerhalb der EU läuft so gut, weil der Euro zur Zeit wegen der Krise niedriger bewertet ist. Dies macht unsere Waren außerhalb der EU billig.

Hätten wir die DM oder einen Nordeuro, würde unsere Währung überbewertet sein ähnlich dem Schweizer Franken. Der Schweizer Export schwächelt deswegen sehr, jedes vierte exportabhängige Schweizer Unternehmen ist insolvenzbedroht.

Ohne Euro würde der Export in die Länder außerhalb der EU also wesentlich teurer sein. Damit wären auch die Wachstumsraten in diese Länder futsch. Ergo: der Euro unterstützt unseren Export ungemein, wir profitieren also vom Euro.

Jonas Jenis - H...

Sie haben völlig recht, allerdings begreift ein großer Teil der Eurokritiker diese an sich einfachen ökonmischen Zusammenhänge trotzdem nicht.

Auswirkung der Entschuldung anderer Länder

Unsere rekordreifen Exportüberschüsse heizten doch auch die Schuldenkrise in der Welt an. Wenn jetzt Schulden abgebaut werden, musste als zwingende Folge der Einbruch unserer Rekord-Exporte eintreten.

Deutschland hält dagegen und will sich wieder "konkurrenzfähiger" machen. Aber ich bin ganz glücklich, dass ich nicht sinnloser Weise über Steuern die Exportüberschüsse des eigenen Landes endlos ermögliche.

Nur mal so als kleiner Tipp: Das gleiche Geld könnte dazu dienen, die Binnenkonjunkur anzufachen. Und das könnte wieder die gleichen Arbeitsplätze sichern - ohne das Pleiterisiko anderer Länder!

Außenhandelsüberschuss und was er bedeutet

Ob unsere Handelspartner nun mit Schuldscheinen oder Bargeld bezahlen für unsere Überproduzierten Waren ist völlig egal. Geld ist letzten Endes auch nur ein Versprechen, es später gegen Waren und Dienstleistungen wieder eintauschen zu können.

Die Frage lautet viel mehr: werden wir irgendwann dieses Geld, diese Schuldscheine, gegen mehr Waren und Dienstleistungen (=Wohlstand) für uns wieder eintauschen können und wollen?

Wohlstand ist für viele Geld. Geld wird aber erst zum Luxus/Wohlstand, wenn ich es ausgeben kann. Eingenommenes Geld steht für den Verzicht daraufm bzw. für das Verschieben auf einen späteren Zeitpunkt. Nur wan soll dieser Zeitpunkt sein und wird es dann jemanden geben, der einem die gewünschten Waren und Dienstleistungen eintauscht gegen mein Geld?

Geld und Schuldscheine haben wir Deutschen schon seit langem mehr als wir kurzfristig ausgeben könnten, vom Verteilungsdilemma mal abgesehen. Nur macht Geld keinen Spaß, wenn man es nicht verprassen kann.

Was für ein Geschwafel. Hier

Was für ein Geschwafel.
Hier gehts doch nur darum ,den Niedriglöhner in D schon mal auf die nächsten Einschnitte vorzubereiten.Ich nehme mal an MWST.-Erhöhung oder ähnliches.
Jedesmal wenn die Bonzen jammern kommt für die Kleinsten der nächste Hammer.
Der Krug geht halt so lang zum Brunnen bis er bricht.

Deutsche Exporte

1. Deutschland exportiert garnichts. Unternehmen in Deutschland tun das.
2. Es gibt auch einen innerdeutschen Markt. Wir sind nicht von Exporten abhängig, auch wenn das eine wünschenswerte Markterweiterung ist, die auch mit einer starken Währung noch vorhanden ist (nur vllt. gedämpft)
3. Staatsschulden können insgesamt nicht zurückgezahlt werden, ohne dass das jeweilige Währungssystem kollabiert. Unser Finanzsystem kann so wie es ist rein mathematisch nicht funktionieren.
4. Eine schwache Papierwährung geht zu Lasten der Arbeitnehmer alias Konsumenten.
5. Eine schwache Papierwährung verteuert Importe für Unternehmen in Deutschland
6. Dass deutsche Waren so teuer sind, ist zum Großteil den Steuern, Abgaben, Regulierungen, Quotierungen, Bürokratien und sonstigen staatlichen Müll geschuldet.

Gang zum Psychiater

Da die Menschen durch Zinsen gewohnt sind, dass alles immer anwachsen muss, überträgt es sich auch auf alle anderen Lebensbereiche. Es geht also nicht darum, wie es den Menschen konkret geht, sondern nur noch darum, um wieviel es ihnen weniger besser geht, als erwartet.

Der Sinn der Klimaerwärmung ist daher der, die Jahreszeiten abzuschaffen, wo es um ein natürliches Auf und Ab von Temperaturen, Niederschlägen und Sonnenstunden geht. Bald wird man zumindest bezüglich der Temperatur einen kontinuierlichen Anstieg erreichen, so wie man stetiges Wachstum in der Wirtschaft anstrebt.

In den Nachrichten heute: China erhielt einen Auftrag über 50 Airbusflugzeuge, Fachleute hatten ALLERDING mit mehr gerechnet. Bloß nicht freuen, nein, immer meckern! Das muss man langjährig üben, bis es ganz natürlich kommt!

Bei Licht betrachtet haben die Menschen eine Zwangsneurose zu ewigem Wachstum, und sie bekommen Panik, wenn das Wachstum nachlässt. Wie wär´s denn mit einem Gang zum Psychiater?

Ein Glück...

Ein Glück das die Tatsache, dass mit der Agenda 2010 der größte Niedriglohnsektor der EU in unseren schöne Land geschaffen wurde, rein gar nichts mit der in der Meldung ausgeführten Sachlage zu tun hat.

Zeit für eine Agenda 2020 in Deutschland. Denn weniger Kündigungsschutz schafft Millionen Arbeitsplätze und die Südländer können wieder unsere Waren kaufen.

Das ist ein Fakt, Fragen sie dazu das völlig Unabhängige "Institut für Zukunft der Arbeit" und sie werden dies bestätigt kommen.

pauline_8: Interessante Logik, leider falsch

"Deshalb sind wir billiger im Nicht-Euro-Raum. Ohne den Euro hätten wir also aus unseren Exporten mehr auf dem Konto...."

das ist eine interressante Logik.

Wenn wir die DM hätten, hätte ein bei uns prodziertes Auto den gleichen Gegenwert. Wir bekämen mehr Dollars, die dann aber weniger DM wert sind, wenn wir sie eintauschen. Da der Amerikaner aber nicht einfach mehr Dollars zahlen kann, weil der Mercedes plötzlich z.B. 20 % mehr kostet, kauft der Amerikaner einen nichtdeutschen Wagen aus Amerika oder Japan.

Wir müssten den heutigen Preis also senken, um die Höherbewertung auszugleichen und konkurrenzfähig zu bleiben. Mercedes muss aber seinen Mitarbeitern teure DM bezahlen. Damit haben wir letztlich Druck auf unsere Löhne. Von mehr Geld auf dem Konto kann keine Rede sein.

Die Konsequenz der Höherbewertung der DM wäre ein Einbruch der Exporte, da man Löhne nicht beliebig senken kann. Die Firmen würden daher im Ausland prodzieren, ein Wegfall der Arbeitsplätze bei uns folgt.

Dank dem Genossen der Bosse

unserem Mann bei Gazprom Herrn Schröder, der mit der Agenda 2010 die richtigen Weichen gestellt hat , hat Deutschland zumindest International mithalten können. Entweder die Südeuropaäer folgen ebenfalls einem solchen durchaus schmerzlichen Weg , oder Sie werden sich irgendwann nicht nur keine Deutschen Produkte mehr leisten können wie z. Zt. , sondern fallen in die vorindustrielle Steinzeit zurück. Das wir andererseits ebenfalls mit unseren Exportüberschüssen Waren aus Fernost kaufen ist doch nur selbstverständlich und die Voraussetzung für unseren Wohlstand; Handel kann keine Einbahnstrasse sein nur man muss etwas zum Handeln haben und dies scheint einigen deindustrialisierten Ländern in Europas Süden nicht hinreichend klar zu sein. Mit 25 % Staatsschmarotzern und durch Bau von Häusern, die keiner will, ist das Problem nicht lösbar.

Wer des Englischen mächtig

Wer des Englischen mächtig ist kann sich zum Thema Export mal auf Youtube die Vortragsreihe "Is mercantilism doomed to fail?" anschauen.

Dort wird u.a. erläutert, dass die USA in diesem System letztlich den alleinigen Schuldner für die ganze Welt spielen.
Was natürlich nicht zukunftsfähig ist.

Die Apologeten und

Die Apologeten und Befürworter des vermaledeiten Spielgeldes Euro behaupten ja gerne, daß dieses Deutschland nützen würden, weil viele der deutschen Ausfuhren in andere Spielgeldeuroländer gingen, aber dies ist entweder ein Trugschluß oder eine arglistige Täuschung: Denn dank dem Ziel2-Verrechnungssystem, durch welches die europäischen Staaten untereinander ihren Zahlungsverkehr abwickeln, ist es dahin gekommen, daß zahlreiche Delinquenten ihre Warenlieferungen aus Deutschland nicht mehr bezahlen und die deutsche Bundesbank so mittlerweile auf beinahe 800 Mrd. Mark unbezahlter Forderungen sitzt; hätte Deutschland noch eine Zollaufsichtsbehörde, so würde diese schon längst die Ausfuhr von Waren in diese Länder untersagt und deren Einfuhren und Besitztümer pfänden gelassen haben; denn so wie es jetzt aussieht wird der deutsche Staat auf diesen Forderungen sitzen bleiben und damit seine Ausfuhren in diese Länder am Ende selbst bezahlen, während diese die Waren für umsonst bekommen haben.

Ursachen und Folgen

Die sinkenden Exporte in Staaten der Euro-Zone sind allenfalls mittelbare "Folgen der Schuldenkrise". Die direkte Ursache der sinkenden Exporte Deutschlands aber ist eine verfehlte Austeritätspolitik.

Wenn man - wie Merkel und Co. - die potentiellen Kunden in Südeuropa durch überzogene Sparprogramme in die Armut treibt und dann auch noch den deutschen Binnenmarkt abwürgt, indem man die Kaufkraftverluste durch Hartz-Reformen und Rentenkürzungen nicht wenigstens abmildert - wer soll dann noch die deutschen Endprodukte kaufen?

Allenfalls die Außerirdischen.

Hoffnung macht in dieser verfahrenen Situation nur die - wie man an den aktuell gesunkenen Renditen der Problemländer sieht, erfolgreiche - Ankündigung Draghis, dass die EZB notfalls mit unorthodoxen Mitteln interveniert.

@ paddi — 13:34 —

Wie ich schon sagte, muss Deutschland die Rohstoffe für seine Erzeugnisse weitestgehend aus dem aussereuropäischen Ausland beziehen. Das relativiert durch den günstigen Einkauf bei einer stark bewerteten Inlandswährung den
Gesamtpreis der Waren für den Export.

Aufgefangen wird das z.T. durch höhere Produktivität und der restliche Preisaufschlag für "Made in Germany" wird im Ausland gerne bezahlt.

Güte und Termintreue bestimmen dort den Preis der Waren.

Zudem kann man als Einzelstaat mit eigener Währung den Wechselkurs durch die Geldpolitik im Inland recht gut steuern. Der Verlust dieser Anpassungsmöglichkeit in den unterschiedlichen Volkswirtschaften untereinander ist ja ein wesentlicher Teil der Eurokrise.

ErichErpel: Natürlich hat bitterepille recht.

Der Euro beschreibt den Durchschnitt. Wir sind deswegen unterbewertet. Das ist gut für uns.

Natürlich ist es falsch, dass der Preis keine Rolle spielt, denn das Geschäft muss sich für den anderen auch rentieren. Ich kaufe mir keine Premiummarke, wenn ich sie mir nicht leisten kann.

Made in germany ist gut, existiert aber nicht im luftleeren Raum. In Voreurozeiten musste die Bundesbank oft massenhaft schwächelnde Dollars kaufen, um den Kurs nach oben zu treiben. Bei den heutigen Geldmengen ein teures Unterfangen.
Der Euro führte dazu, dass der Arbeitsplatzexport weniger lukrativ war. Führen Sie die DM wieder ein, wird es wieder billiger, in Amerika zu produzieren.

Investoren stehen nur Schlange, wenn es sich lohnt. Der niedrige Kurs macht z.B. den Einstieg für die Koreaner bei Q-cells billiger. Zu hohe Preise verderben das Geschäft. Wer kauft in der Schweiz eine Immobilie. Gleiches gilt für Schweizer Unternehmen mit orbitanten Frankenlöhnen.

@ paddi

Deutschland war auch in Vor-Euro-Zeiten eine starke Exportnation. Das deutsche Firmen in Amerika produzieren liegt z.T an den Wechselkursen und nicht an den Arbeitslöhnen.

Nur für einen reibungslosen Aussenhandel lohnt es sich nicht, den Euro mit allen seinen Geburtsfehlern bedingungslos zu stützen.

ErichErpel

Das deutsche Firmen in Amerika produzieren liegt z.T an den Wechselkursen und nicht an den Arbeitslöhnen.

Natürlich führt der hohe Wechselkurs verstärkt zur Verlagerung der Arbeitsplätze, sagte ich bereits.

Die Voreurozeiten haben uns genötigt, massenhaft schwache Dollars zu kaufen, was die Bundesbank sehr viel Geld gekostet hat.

Aufgrund der weltweit stark erhöhten Geldmengen, diese Politik wird von der FED fortgeführt, ist der Spekulation weiter Tür und Tor geöffnet. Die weltwirtschaftlichen Bedingungen haben sich in den letzten Jahren enorm verändert. Rohstoff- und Nahrungsmittel- und Währungsspekulation gab es zu DM Zeiten bei weitem nicht in dem Ausmaß. Die DM wäre wäre weitaus volatiler, vor allem nach oben so wie der Schweizer Franken. Das würde Exporte unkalkulierbar machen.

Wir haben übrigens keine Eurokrise, denn der Euro steht heute noch besser als die DM zur seiner Einführung. Wir haben eine Schuldenkrise.

Als zu Beginn des

"Rettungschirmunwesens, DIE LINKE darauf hin wies, das das Abwürgen der Krisenstaaten wie Giechenland, Italien, Spanien und Portugal, durch den Export der Agenda 2010 Gesetze dorthin, sich natürlich auch auf die Außenhandelsbilanz des "Exportweltmeisters" Deutschland auswirken wird, flossen die sog "Experten" der "wirtschaftskundigen" (und hörigen) Parteien CDU/CSU/FDP/SPD und Olivgrüne vor Häme und Überheblichkeit über.

Vielleicht müssen sie jetzt ja mal die logischen Folgen ihres kopflosen Aktionismus zur Kenntnis nehmen.
Leider betrifft es sie und die Krisengewinner fast nicht und vor allem nicht allein.

Wieder werden sie kleinen Steuerzahler bluten müssen, um die Profite der Schmarotzer dieser Gesellschaft, auch weiterhin zu sichern.

14:29 — odoaker

Die sinkenden Exporte in Staaten der €-Zone sind allenfalls mittelbare "Folgen der Schuldenkrise". Die direkte Ursache der sinkenden Exporte Deutschlands aber ist eine verfehlte Austeritätspolitik.

Man kann m.E. den Rückgang der Exporte in die €-Staaten auf 3 Gründe zurückführen.
1) Von 2001-2009 fielen die dt. Exporte in € Länder von 43% auf 39%
2) Der schuldenfinanzierte Wohlstand in GR ist zu Ende. Abgesehen davon (s.o. Target) haben die Pleitiers eh nur mit ungedeckten Schecks "gezahlt"
3) In manchem Südland, wo man nicht verstehen will, dass andere keine Lust haben für den dortigen Wohlstand zu zahlen haben Presse/Medien ein Feindbild D aufgebaut, das Einfluß auf das Verhalten nimmt.

Der € macht aus Freunden Feinde und aus Partnern Schuldner und Gläubiger!

Hier noch ein Link zum EEG, den ich Ihnen schulde:
http://www.gruene-bundestag.de/fileadmin/media/
gruenebundestag_de/themen_az/energie/PDF/Studie-
EEG-Kostenbegrenzung-Endbericht-120112.pdf

Härtefallregel=0,6ct

Noch läuft der Export und alles auf Kosten der ...

Noch läuft der Export und alles auf Kosten der Arbeitnehmer! Also alles eine Frage des Lohnes/Gehaltes. Gruss

Hier die Bestätigung ...

... zum letzten Absatz meines Beitrags "Ursachen und Folgen" vom 30. August 2012 - 14:29 Uhr (!!!).

Zinsen für Staatsanleihen sinken - Vertrauen in Italien kehrt langsam zurück

zu finden unter
tagesschau.de/wirtschaft/staatsanleihen116.html
Stand: 30.08.2012 14:47 Uhr (!!!)

@ Walter Meingott

Target2 ist technischer Natur.
Diese Salden zeigen nur, dass Guthaben aus Süd- nach Nordeuropa geschoben wurden.

Was passiert mit den 800 Mrd. Forderungen in Zukunft? Gar nichts. Es ist lediglich "Monopoly-Geld", das zwischen Zentralbanken hergeschoben wird.

Wie Lemminge...

da fantasieren einige wieder etwas von der DM, auch wie toll das doch war. Und der große Teil rennt hinterher!

Ich will keinesfalls die DM zurück. Als wäre die Währung Schuld am System. Ich sehe mit DM die gleiche Gefahr wie die der Schweizer Franken. Für die Schweiz ist die EU ein sehr wichtiger Handelspartner.

Bei DM-Währung währen die Risiken für uns größer. Klar China, Indien usw. kaufen unsere Produkte wie doll. Kann man ja von Glück sagen, das das so noch ist. Als gäbe es keine Krisen. Die EU hilft sich auch erst einmal selbst!

Ob bei schlechten Zeiten mit DM die EU(EURO)-Länder dann auch noch so Solidarisch wären? Um unsere Wirtschaft aufrecht zu erhalten. Der Krug geht so lange zum Brunnen...

Unsere Glanzzeit kann mit EURO oder DM ganz schnell vorbei sein. Von Partner erwartet man Hilfe und lässt Ihn nicht fallen! Die EU ist mal eine Gemeinschaft!

Die Ursache ist das System und nicht die Währung. Ein Systemfehler würde die DM auch ruinieren.

Unsere Politiker begründen die Eurorettung

der Pleiteländer mit unserem Export und den Arbeitsplätzen. Solange unsere Waren bezahlt werden, ist das in Ordnung. Wie man aber an den Target-2-Forderungen in Höhe von ca. 800 Milliarden Euro sieht, sind die Verkäufe für uns mehr von Nachteil als von Vorteil. Sicher, die Manager haben ihre Millionen schon lange eingestrichen, viele Arbeitnehmer wurden/werden mit Dumpinglöhnen abgespeist und der Steuerzahler bleibt auf den ganzen Verlusten sitzen. Ich halte diese Art von Politik für unsinnig. Aber ja, ich weiß, die Schulden werden ja einmal zurückgezahlt. Fragt sich nur, wieviele Jahrhunderte dies dauert, falls überhaupt.

30. August 2012 - 14:20 — Elefant

". Mit 25 % Staatsschmarotzern und durch Bau von Häusern, die keiner will, ist das Problem nicht lösbar."

Wen oder was bezeichnen Sie denn als Staatsschmarotzer? Menschen die Transferleistungen beziehen? Wo leben Sie? Schauen Sie sich mal in Ihrer Nachbarschaft um, dann wird Ihnen vielleicht bewußt, daß man ihre Aussage als zynisch und herzlos verstehen kann.

Und der Bau von Häusern, die keiner will war kein Versuch zur Problemlösung sondern hemmungslose Spekulation der sogenannten Finanzmärkte, die das Problem geschaffen hat.

30. August 2012 - 16:01 — HartAberWahr

"3) In manchem Südland, wo man nicht verstehen will, dass andere keine Lust haben für den dortigen Wohlstand zu zahlen haben Presse/Medien ein Feindbild D aufgebaut, das Einfluß auf das Verhalten nimmt."

Diese Analyse ist mir zu platt. Außerdem eine üble Unterstellung. Genau wegen dieser Art des Umgangs miteinander entzweien sich die Menschen. Bitte lassen Sie Boulevardpresse Boulevardpresse sein und hauen Sie nicht in die gleiche Kerbe!

@ErichErpel

"Wir brauchen keinen Euro, aber die EU braucht uns.
Das sollte jeder bedenken, der sich sonst ohne große Gegenwehr von den werten Wackelkandidaten in Sachen Euro über den Tisch ziehen lässt."

Die Wackelkandidaten, die Ihresgleichen über den Tisch ziehen wollen, ich spreche hier für Italien, sind ja dafür verantwortlich, dass 1. Deutschland aufgrund des schwachen € so günstig exportieren kann und 2. der dt. Staat zum 0-Tarif Geld leihen kann.

Italien hat bisher nichts aus dem Rettungsschirm gefordert und versucht mit allen Mitteln, seine Probleme selbst in den Griff zu kriegen. Wir arbeiten genauso hart wie die Deutschen, sparen bis zum geht nicht und es ist inzwischen soweit, dass beruflich hochqualifizierte Freunde zusammen kochen müssen, weil sie mit ihrem Lohn Frau und Kinder nicht mehr durchbringen, Benzinpreis bei € 2,07. Was ist daran über den Tisch ziehen????

Solche Kommentare wie die Ihren sind dafür verantwortlich, dass die Deutschen gerade bei uns sehr sehr unbeliebt sind

@ErichErpel

"Für Deutschland ist der Euro massiv unterbewertet. Es stimmt, das dann Exporte schwieriger würden. Andersrum ist Deutschland Rohstoffarm. Importe mit einer starken Mark wären dann günstiger und Investoren stünden Schlange"

Unsinn (nicht die Unterbewertung, die stimmt): Exporte würden nicht nur schwieriger, sondern das Bestehen der Firmen insgesamt ist gefährdet, weil Anlagen nur noch mit zu geringer Auslastung viel zu teuer (auch für den Binnenmarkt) betrieben werden müssten.

Investoren schauen auf zukünftige Geschäftschancen. Die hängen stark mit der Wertschöpfung zusammen: Zweifellos dann sinkende Rohstoffkosten wirken allenfalls dämpfend, d.h. sie mildern die Währungseffekte ab, können aber niemals ausgleichend oder gar positiv wirken. Heutzutage geht es teilweise um 0.1-0.5% Gesamtkosten, die über zustande kommen oder Verlust von Geschäften entscheiden!!! Selbst in weniger sensiblen Bereichen würden zweistellige Prozentsteigerungen bei den Kosten oft den K.O. bedeuten!

@opolonius

"Nur mal so als kleiner Tipp: Das gleiche Geld könnte dazu dienen, die Binnenkonjunkur anzufachen. Und das könnte wieder die gleichen Arbeitsplätze sichern - ohne das Pleiterisiko anderer Länder!"

Das ist in vielen Fällen nicht realistisch. Die Binnennachfrage verändert sich oft nicht dramatisch, selbst dramatische 10-20% Binnenumsatzsteigerungen (oder Rückgang) betragen in vielen Branchen nur Bruchteile des Gesamtumsatzes. Ein deutsches Maschienenbauunternehmen oder Automobilzulieferer kann schlichtweg nicht vom Binnenmarkt leben- das Marktpotential ist einfach nicht gegeben.

@fathaland slim

Meine Schwester kehrte gerade aus I zurück, wo man in abendlicher Runde mit Freunden und Verwandten zusammensaß und über alles mögliche sprach.
Sie erzählte mir etwas verdutzt, dass es in I eine Einstellung gibt, die etwa wie folgt verkürzt lautet:
"D profitiert am meisten vom €, deshalb sollt ihr uns gefälligst auch helfen"
Insofern ist, was ich schrieb nicht nur Unterstellung.

Ich sage NICHT, dass dort alle so denken, aber diese Haltung ist sehr verbreitet.

Die Presse in I heizt die Thematik deutlich mehr auf als in D. Das zusammen mit der vorhandenen Vorstellung, dass D €-Profiteur sei, wird bei vielen Menschen in den Südländern dazu führen dt. Waren zu meiden.
Das müssen wir hinnehmen und akzeptieren.

@DeHahn

"In den Nachrichten heute: China erhielt einen Auftrag über 50 Airbusflugzeuge, Fachleute hatten ALLERDING mit mehr gerechnet. Bloß nicht freuen, nein, immer meckern! Das muss man langjährig üben, bis es ganz natürlich kommt!"

Das hat nichts mit Meckern zu tun, sondern ist logisch:

Prognosen werden erstellt um Kapazitäten zu planen (personell, produktionstechnisch, Lieferverträge, etc.) gar nicht unbedingt auf die Luftfahrtbranche beschränkt.

Sollte sich eine Prognose als signifkant falsch herausstellen kann das weitreichende Konsequenzen haben. Wenn ich als Firma Investitionen für ein Wachstumsszenario von 20% getätigt habe, dann könnten 5% Wachstum (!) theoretisch den Ruin bedeuten! Ebenso kann man aber auch mit einem Umsatzrückgang (Produktionsvolumen) Profite steigern (auch ohne beim Personal zu sparen...). Man muss "nur" die richtige Strategie und ein zutreffendes Szenario geplant haben. Hier zählt unternehmerischer Sachverstand.

@ ladycat 17:03 : T2 und Handelsüberschüsse

Wie man aber an den Target-2-Forderungen in Höhe von ca. 800 Milliarden Euro sieht, sind die Verkäufe für uns mehr von Nachteil als von Vorteil.

Am T2-Saldo sieht man nicht die Handelüberschüsse, sondern an der Handelsbilanz. Und ob ein Land trotz Minus Schuldner ist bedarf der Ansicht der gesamten Leistungsbilanz, da auch Kapitalimporte ein Minus ausgleichen können. Auch DE hat nicht in 3 Jahren über 600 Mrd. Exportüberschuss nur in die Eurozone erzielt.

Der positive T2-Saldo der Buba spiegelt Forderungen an das EZB-System wider, die dadurch entstehen, dass nationale ZB auftrags ihrer Geschäftsbanken an die z.B. deutsche Geschäftsbank Gelder in sehr großem Umfang (nicht übliche Handelsgeschäfte, die laufen über andere Systeme) transferieren.

GB(a)->NZB(a)->T2/EZB->NZB(b)->GB(b).

Die überweisende NZB(a) kreditiert also mit EZB-Geld die Überweisung ihrer GB und die weiterleitende BuBa hat dann eine Forderung (des EZB-Kreditsystems) über die EZB an die NZB(a).

30. August 2012 - 17:51 — HartAberWahr

Die Boulevardpresse, in Italien die Berlusconipresse, ist ein großes Ärgernis in Situationen wie der augenblicklichen. Ich weiß nicht, ob Sie gelegentlich die Bildzeitung lesen, da wird auch ordentlich aufgeheizt und Ressentiments werden befeuert. Umso wichtiger ist es, einen unaufgeregten Diskussionsstil zu pflegen und sich von der grassierenden brüllenden Hysterie nicht anstecken zu lassen.

Alles Gute

FS

30. August 2012 - 17:51 — HartAberWahr

" wird bei vielen Menschen in den Südländern dazu führen dt. Waren zu meiden.
Das müssen wir hinnehmen und akzeptieren."

Ich glaube, da sehen Sie ein wenig zu schwarz.

Ich arbeite viel mit Italienern und Spaniern und habe da noch nichts, was in diese Richtung geht vernommen.

giuliasenzanome, ErichErpel

"Solche Kommentare wie die Ihren sind dafür verantwortlich, dass die Deutschen gerade bei uns sehr sehr unbeliebt sind"

"Die Wackelkandidaten... sind ja dafür verantwortlich, dass 1. Deutschland aufgrund des schwachen € so günstig exportieren kann und 2. der dt. Staat zum 0-Tarif Geld leihen kann.

Im Gegensatz zu Herrn Erpel haben Sie völlig recht. Ich möchte noch ergänzen, dass die Italiener pro Kopf zum ESM genausoviel beitragen wie die Deutschen. Leider erkennen nicht alle die ökonomischem Zusammenhänge und argumentieren deswegen gegen den Euro und gegen die Südländer. Diese Kommentatoren reagieren in Panik. Dass wir die Gewinner der Krise sind, fällt Ihnen wegen der genannten Bürgschaften ESM etc. gar nicht mehr auf.

Seid bitte nachsichtig mit uns, denn wir werden als exportabhängiges Land besonders tief fallen, falls der Euro nicht überleben sollte. Wer die Dinge nicht durchschaut, schreibt eben sachlich falsche Kommentare und sucht Sündenböcke.

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