Kommentare - Schuldenkrise: Auch Hollande macht Samaras keine Zusagen

25. August 2012 - 15:16 Uhr

Griechenlands Premier Samaras hat seine Europa-Tour in Paris fortgesetzt. Aber ähnlich wie in Berlin gab es auch hier für ihn keine positiven Überraschungen: Präsident Hollande bekannte sich zwar zur griechischen Euro-Zukunft, vor dem Troika-Bericht wollte er aber keine Zusagen machen.

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Kommentare

KEINEN CENT MEHR FÜR DAS BANKROTTE GRIECHENLAND!!!

Hoffentlich ziehen Berlin und Paris jetzt endlich an einem Strang und fokussieren sich auf den Austritt Griechenlands aus der Eurozone.

Doch ich befürchte, daß es wie immer sein wird:
Merkel wird auch jetzt wieder die nächste "rote Linie" überschreiten und "umfallen". Wie wir es ja mittlerweile von ihr kennen.....!

Frau Merkel ist inkonsequent und ihre Worte sind Schall und Rauch!

Weitere Milliarden oder gar ein Mehr an Zeit, um die Spar- und Reformauflagen endlich durchzusetzen, kann und darf es aus Sicht des deutschen Steuerzahlers NICHT geben!

Griechenland hat genug Chancen bekommen und fast NICHTS von dem umgesetzt, was vereinbart wurde.

Sollte das bankrotte Griechenland nun doch im Euro bleiben, obwohl ganz offensichtlich ist, daß die Griechen wieder nicht genug gespart und sich noch immer nicht ausreichend reformiert haben, dann ist Frau Merkel in meinen Augen UNWÄHLBAR!!!

Wieso sollen Staaten wie Italien und Spanien in Gefahr

sein, wenn Griechenland den Euro verliert? Ist nur Panikmache der Finanzlobby. Dobrindt und Hollande haben Recht. Wir haben genügend Politiker, die kuschen. Ich bin froh, wenn einer mal den Mund aufmacht und sich kritisch gegen den Rettungsschwachsinn äußert. Scheinbar wollen einige Leute eine Diktatur, wo nur eine Person das Sagen hat. Die bisherigen Reformen sind zwar lobenswert, trotzdem hat Griechenland aufgrund seiner schwachen Wirtschaft mit dem Euro keine Chance. Mit einem Marshallplan und EU-Hilfen kann das Land einen Neuanfang starten. Nicht das Sparen hat uns in die Erpressbarkeit getrieben, sondern die Schuldenfalle. Einige haben das immer noch nicht verstanden. Außerdem warte ich noch immer auf eine Antwort von den Euro-Träumern, woher denn Deutschland all die Rettungs-Billionen nehmen soll. Dass dann auch Deutschland runtergestuft wird, dürfte doch auch allen klar sein. Aber so weit denken einige nicht.

bye bye Griechenland JETZT!

Genug ist genug! Griechenland muss raus und gegebenenfalls müssen andere folgen...wenn ie nicht möchten MUSS Deutschland raus, ansonsten sollte man sich überlegen ob man Steuern zahlt und spart!

Wann können wir endlich mal

Wann können wir endlich mal von "Sparkurs" zu "Diebesjagd" umsteigen?

Das ganze würde sich ganz bequem regeln dann.

Bettelbriefe. Irgendwie kommt

Bettelbriefe.
Irgendwie kommt mir das bekannt vor.
Von Zusage zu Zusage- ohne Ergebiss-- aber noch mehr Geld wollen und nix ist passiert.

Es ist schwer, so etwas zu schreiben, aber zuweilen ist das eigene Fell wichtiger, als das des Nachbarn.
Man muss aber auch dazu schreiben, dass die eigene Politik durch Versagen erst dazu gefuehrt hat.
Mit 70 Milliarden Buergschaften steht man nun vor dem Steuerzahler und braucht eine Erklaerung.
Wie sagte einst der Banker zum Bankroteur?
Wollen Sie noch ne Million?
Am Ende stirbt die Hoffnung

Aufstände und Revolten in Griechenland ?

Nicht nur in Griechenland werter Herr Samaras.
Was glaubt der Herr eigentlich, woher das Geld kommt, dass er fordert, um seinen Laden auf Vordermann zu bringen?
Es kommt nicht aus einem formidablen Guthaben des deutschen Staates bei Banken, sondern muss durch eine immer größer werdende Schuldenlast der deutschen Steuerzahler bereitgestellt, ausgezahlt oder in Bürgschaften vorgehalten werden.
Gleichzeitig schachern deutsche Politiker um 5 oder 8 €, die eine Aufstockung des Lebensunterhaltes kosten darf, verrotten deutsche Straßen und Schulen, werden Sozialeinrichtungen wie Bäder, Sportstätten, Bibliotheken und Fördereinrichtungen geschlossen, Budgets für Theater, Opern- ähnliche Häuser gekürzt, bei immer höheren Lebenshaltungskosten.
Noch ist der deutsche Michel träge und ohne deutlichen Widerspruch. Das kann sich schnell ändern.
Griechen, Franzosen, Italiener, Spanier, ja selbst Holländer haben in der Vergangenheit bewiesen, was passiert, wenn der Kragen platzt.

Inseln

"Darin erklärte er, Griechenland wolle sogar unbewohnte Inseln verkaufen, um Geld einzunehmen."

Das nenne ich mal Einsatz. Allerdings wird Herr Samaras nicht die staatlichen Hoheitsrechte meinen sondern eher das Grundstück an sich.

Ansonsten fängt man ggfs. bei der Insel Imia an und tritt diese gegen einen Obolus an die Türkei ab.

Oder auch für Privatleute und Feierabenddiktatoren sicher interessant.

Wie wäre es, wenn Samaras mal

Wie wäre es, wenn Samaras mal im eigenen Land für sorgt, daß es Vorwärts geht.

Gestern sagter er noch, das die Griechen ein stolzes Volk sein, die nicht auf Kosten anderer leben wollen.

Wieso hat man dann eigenlich den Schuldenschnitt für Griechenland nicht verhindert?

Wieso gibt's eigenlich keine Zahlen und Fakten, die zeigen, das es in Griechenland massiv vorwärts geht.

Vielmehr ständig die Kommentare, daß die Gewerkschaften das Land kaputtstreicken wollen, wenn sie nicht bekommen, was sie wollen.

Kopfschütteln

Samaras - Hochmut kommt vor dem Fall?

Samaras hat seine Zusammenarbeit mit früheren griechischen Ministerpräsidenten verweigert und ihnen das Leben schwer gemacht, Reformen durchzuführen. Das Ergebnis sieht man immer deutlicher.
Nun muß er es selbst erleben, dass die Geduld europäischer Regierungschefs am Ende ist und alle von ihm das Erledigen der Hausaufgaben erwarten. Recht so! Und so ist es immer, wenn man meint, die anderen werden mich schon retten, wenn ich ihnen die Pistole auf die Brust setze. Wie heißt es doch so schön: Hochmut kommt vor dem Fall.

Repräsentativ?

Ich habe mal eine Frage an die Benutzer dieses Forums:

1) Wie repräsentativ schätzt ihr die hier geäußerten Meinungen ein? Die ersten 8 Meinungen, die bislang vorliegen, richten sich ja mehr oder weniger deutlich und aggressiv gegen GR und gegen dessen Verbleib. Das unterscheidet sich stark vom Meinungsbild zu Jahresgebinn, wo die Mehreit noch für GR und den Verbleib im €-Raum war.

2) Seht ihr Eure Befürchtungen, die ihr zum Jahreswechsel/Jahresanfang hattet, inzwischen bestätigt oder widerlegt? Welche waren das?

3) Inwiefern entspricht das, was ihr hier schreibt, inhaltlich eurer Schreibabsicht? Würdet ihr anders schreiben, wenn es keine Kontrolle und Sperrung durch die Moderation gäbe?

Die überschuldete Länder wie

Die überschuldete Länder wie Griechenland, Portugal, Irland, Italien, Belgien, Spanien und wie sie noch alle heißen mögen, hätten von Anfang an einen Staatsbankrott nötig gehabt; durch diese unsinnigen milden Gaben hat man - wie schon so oft – das Übel nur noch schlimmer gemacht: Zum einen haben die leichtsinnigen Banken ihr Darlehen dem Staat aufgebürdet und zum anderen konnten sich die Griechen immer weitere Gelder leihen; und so wächst der Schuldenberg, durch Zinsen und immer neue Schulen; ein sauberer Staatsbankrott dagegen würde es ermöglichen die griechischen Finanzen zu ordnen und dem Land erlauben fortan ordentlich mit seinen Einnahmen und Ausgaben zu wirtschaften; so wie es eigentlich jeder Staat tun sollte, da diese Schuldenmacherei unsinnig und verderblich ist. Doch so hat man unsinnige Sparmaßnahmen wie in Griechenland erzwungen, welche vielfach Poesie bleiben werden, da bei erhöhtem Steuerdruck, eben auch die Ungesetzlichkeit wächst; nur der Staatsbankrott ist hier Arzt.

@16:03 — Kathgläubig

Ihren Ideen stimme ich zu und gehe noch einen kleinen Schritt weiter - wenns erlaubt ist.

Wir könnten noch ein par defizitäre Städte bei uns in Deutschland gleich mit aus der €-Zone schubsen - natürlich nur wenn wir nicht gerade selbst dort wohnen. Die bekommen dann die alte D-Mark zurück und könnten die dann prima abwerten um so wieder wettbewerbsfähig zu werden. Und den Menschen ginge es ja dann auch viel besser dort. KEINEN CENT MEHR FÜR DAS BANKROTTE GRI... ÄH BERLIN!!! Weitere Milliarden oder gar ein Mehr an Zeit sollten wir denen echt nicht geben. Das geht schon seit Jahrzehnten so!

Und falls man sich seitens der Politik sperrt gegen unser Porjekt, dann drohen wir mit Stimmenthaltung bei der nächsten Bürgermeisterwahl.

Wir haben allerdings Europa nicht mehr besetzt, so dass wir nicht einfach mit dem Finger schnippen können und GR verschwindet aus dem €. Doof, das da auch noch zig andere Staaten mitentscheiden und nicht nur wir beide.

(sorry @ alle BerlinerInnen)

Griechenland helfen

Deutschland muss Griechenland im eigenen Interesse unbedingt helfen.

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen aber, dass die bisherigen Austeritätsprogramme leider überwiegend die ohnehin Benachteiligten und nicht die Verursacher treffen und dass sie, wenn überhaupt, zu spät wirken.

Deshalb muss Deutschland neue und bessere Wege finden. Entscheidend wäre, den Griechen dabei zu helfen, die dortigen Steuerbetrüger zur Kasse zu bitten. Nur das wird die Schulden Griechenlands nachhaltig auf ein erträgliches Maß schrumpfen lassen.

Merkel (!) sollte daher sofort (!) die Initiative (!) ergreifen, alle EU-Staaten zu einer gemeinsamen Regelung nach amerikanischem Vorbild zu verpflichten: unabhängig vom Aufenthaltsort sind alle Steuern im Heimatland zu entrichten - für Betrüger möglichst auch rückwirkend.

Was Amerika kann, sollte Europa auch können.

Die europäischen politiker

Die europäischen politiker probieren fehler mit
weiteren fehlern wieder gut zu machen. Dies kann nicht funktionieren was es ja auch nicht tut. Diese Politiker die mehr im sinne der nächsten wahl handeln und utopien umsetzen wollen anstatt mit verstand zu handeln gehören ins gefägnis. das hat kein volk der welt verdient, in eine solche lage hinein manövriert zu werden. Das Problem ist, das niemand weis wie man so etwas verhindern bzw. in diesem fall lösen kann.

@Systemisch Kons... - Repräsentative Umfragen

Es liegen mittlerweile zahlreiche aktuelle Umfragen zur Griechenland-Problematik vor.

Diese besagen einhellig, daß 65 - 75% der Deutschen für den Austritt Griechenlands aus dem Euro stimmen.

Zudem ist die gleiche Anzahl (65 - 75%) entschieden GEGEN neue Milliardenzahlungen an Griechenland und gegen ein Mehr an Zeit zur Umsetzung der Spar- und Reformvorgaben.

Tendenz: Steigend!

Zum Glück gibt es in Deutschland, wie wir sehen, immer mehr Menschen, die den Verbleib Griechenlands in der Eurozone, weitere Milliardenhilfen und ein Mehr an Zeit für die Umsetzung der griechischen Spar- und Reformvorgaben, die schon längst in die Tat hätten umgesetzt werden müssen, ENTSCHIEDEN ABLEHNEN!

Wir dürfen uns von den substanzlosen Worten von Samaras u. Co. nicht länger blenden lassen!

Daran - am Willen der deutschen Bevölkerung und des deutschen Steuerzahlers - sollten sich Frau Merkel und Herr Schäuble orientieren und ihren Blick schnellstens auf den Austritt Griechenlands aus dem Euro richten

25. August 2012 - 17:01 — Systemisch Kons...

Wenn das, was sich hier im Forum tummelt, irgendwie repräsentativ sein sollte, dann sind wir nicht mehr weit von einem Eroberungskrieg gegen Griechenland entfernt.
ich möchte nur hoffen, daß die Mehrheit der deutschen Bevölkerung das differenzierter sieht.

Was ich hier seit langer Zeit sehe, ist eine Mischung aus Eurofeindlichkeit, Europafeindlichkeit, Neid auf die Schwachen, Angst davor irgendwie abgezogen zu werden, Ressentiments gegen den Süden (auch wenn man da gerne im Urlaub hinfährt), selbstgerechter Überheblichkeit und ignoranter Gnadenlosigkeit gerade von der angeblich christlichen Fraktion.

Ich schreibe seit Wochen immer wieder dagegen an, weil ich dieser hasserfüllten Irrationalität nicht das Feld überlassen möchte.

Deswegen noch einmal meine zentrale These: Leute, das Geld ist gar nicht wichtig! Es ist ein Mittel zur Verteilung von Waren und Dienstleistungen, und von denen gibt es genug für alle. Befreit euer Denken von der Finanzknechtschaft und der "Marktkonformität"!

Warum diese Reisen?

Ein kurzer Trip nach Berlin, dann nach Paris. Dies Alles wäre doch sicherlich auch durch eine gemeinsam geschaltete Telefonkonferenz möglich gewesen. Ach ich vergaß den Besuch vorher bei Herrn Junker. Ich wünschte mir, dass aufgezeigt wird, was dies Alles gekostet hat. Über Flüge, Sicherheitspersonal, Eskorten usw. Warum auch noch Menüs. In GR und in vielen anderen Ländern der Eurozone hungern Millionen von Menschen. Das Geld allein was diese Reise kostet, würde im Land von Herrn Samaras reichen, um Armenküchen zu speisen. Fordern wir die Politiker auf, endlich zu sparen und Klartext zu reden. Gestern in der Pressekonferenz klare Fragen von den Journalisten - Antworten von Frau Merkel und auch von Herrn Samaras darauf nicht eingehend. Stolz hat jedes Land, aber damit Herr Samaras auf Betteltour zu gehen, ich denke sie werden nach der Rückkehr weniger bewirkt haben bei Ihren Bürgern, denn Sie haben Hoffnungen geweckt, die wie eine Blase zerstoben sind.

Naja, es wird drauf

Naja, es wird drauf hinauslaufen, dass das globale Finanzsystem kollabiert. Ob man einzelne Nationen rettet oder nicht, ob man Griechenland hilft oder nicht.

Schuld ist der Zins, und die Gier.
Das habt ihr nun davon, würd ich fast sagen, aber was haben wir davon, zynisch zu sein?

Ich bin nur gespannt, wann diesere Kollaps kommt. Dass er kommt, ist doch wohl klar.

Selbst wenn man sich kaputt spart, die Schulden SIND noch da und können mit einer kaputt gesparten Wirtschaft und Niedriglohn allerortens nicht bezahlt werden, während neue Kredite wiederum dafür sorgen, dass die ZINSLAST (nicht nur Schulden) anwächst.

Was kommt dann?
DIE WÄHLERFRAGE!
Wollt ihr ein neues System?

@Systemisch Kons...

1. Ich schätze die überwiegende Zahl der hier Schreibenden als politisch interessiert ein. Damit können die Aussagen nicht repräsentativ sein.
2. Meine Befürchtung, dass sich die Verschleppung des Eurokonkurses immer weiter hinauszieht, bewahrheitet sich täglich. Ich habe einfach nur Angst, dass die Folgen für Europa verheerend sein werden. Sobald die Zinsen für deutsche Staatsanleihen auf ein paar Prozent steigen, schlägt die Stunde der Wahrheit. Ich bin gespannt, wie die deutschen Sparprogramme aussehen werden.
3. Gute Argumente sind immer besser, als Hetze und Unflätigkeit.

@Kathglaeubig - keine umgesetzt?

Tja, es gibt ein Programm im Gang und wird auch umgesetzt. Das Land reduziert sein Staatsdefizit ständig, es liegt im Moment bei 7.5%, 15.5% war es noch vor 2 Jahren, Unter 3% ist der Ziel, also gar nicht weit entfernt. Und das bei anhaltender Rezession, was die Anstregungen quasi verdoppelt. Und das die eigene Wirtschaft, das Fremdgeld deckt dann die Defizite, bis man die -eigentlich nicht mehr so weit entfernten - Maastrichtkriterien - erreicht.
Es werden also doch Maßnahmen umgesetzt, die Fiskalische Konsolidierung ist die größte, die in so kurzer Zeit in einem demokratischen Lande unter normalen Umständen erreicht wurde und umfasst bis dato in 2 Jahren ganze 20% der Wirtschaftsleistung, wie eine neue Studie der Staatsbank von Irland beweist, das ist fünf mal mehr als in Spanien oder Portugal.

@ladycat - einen Neuanfang in die Steinzeit wäre das

Eine Chance mit der Drachme zu bringen ist ganz und gar ausgeschlossen. Denn um ein Land im Lauf zu bringen braucht man vor allem Energie. Energie für die Wirtschaft, für die heute weitgehend mechanisierte moderne Agrarproduktion, für die Effektive Mobilität dieser Produktion in In- und Ausland, für alles was überhaupt produktiv wäre. Und diese Energie kann man mit weitinflationierten Drachmen gar nicht leicht importieren und sicher nicht in den nötigen Umfang. Die Tatsache, daß man dazu erst überhaupt teure Devisen kaufen muß, die mit der Inflation immer teurer würden, hätte jedes Vorteil zunichte gemacht. Denn die neue Drachme, nach der ganzen Geschichte und Bashing der letzten 2 Jahren, wäre definitiv nicht die alte Drachme, mit der mehr oder weniger ein angemessener Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit möglich war und Devisenkauf kein besonderes Problem war, sondern eine weit mehr unwerte Drachme, die nicht den 1/1000 der Kraft der alten - immerhin schwachen Drachme- hätte

@ladycat - Drachme und Hilfen

Die neue Drachme wuerde als Resultat einer Niederlage kommen, und zwar nach einem verbitterten zweijährigen Medienschlammkrieg, welche sich nach einer solchen Verkündung mit besonderer Schadenfreude und Verbissenheit intensivieren wuerde. Kein guter Klima eine Handlungsfähige Währung einzuführen. Sie waere nirgendwo akzeptiert, suspekt und geschmaeht. Sie wäre von Anfang an um 60-70% abgewertet (Als Basis der Berechnungen 340.75) und die Inflation wuerde binnen Stunden bis zu 10000 mal pro Stunde gallopieren. Es wäre keine Erholung möglich. Mögliche Aussenhilfe koennte ausreichen um die Bevölkerung halbwegs zu bis zu einer allernotigsten Basis zu ernähren, für Produktion gibt dann keiner Hilfen, das wäre dann in den Augen der Geberländer wiedermal Luxus. Und ohne Produktion koennte man mit dieser Hilfe höchstens ein Land im Niveau Somalilands erhalten. Unter diesen Umständen wäre die Drachme der sichere Tod.

Vergleichen Sie keineswegs die alte Drachme mit der neuen.

kein Bankrott

auch so sehr ihr euch das wünscht, Griechenland bleibt im Euro! ;)

@spieler - Belastung des Steuerzahlers?

Ich konnte nirgendwo im Bundeshaushalt das Wort Griechenland oder Rettungspaket, oder bilaterale Hilfen gefunden, sodass ich eine tatsächliche Belastung des Steuerzahlers nachvollziehen koennte. Vielleicht habe ich das zu schnell durchgescrollt und übersehen. Wenn Sie was finden, informieren Sie mich über die Stelle. Danke.

@odoaker - Noch einmal: Griechenland ist PLEITE!!!

NOCH EINMAL!!!

Griechenland ist PLEITE und ist NICHT mehr zu retten!!!

Griechenland ist ein Fass ohne Boden, in das wir, die deutschen Steuerzahler, NICHT mehr länger unser wertvolles Steuergeld werfen dürfen!!!

Hier geht es nicht nur um einige Steuersünder, sondern um ein ganzes System.

Griechenland hat kaum Industrie, ist ein reines Agrar- und Touristikland. Griechenland hat NICHTS zu bieten, wa es im Euroraum halten könnte.

Griechenland ist PLEITE und hat mit dem teuren Euro KEINE Zukunft!

Wir müssen uns von dem naiven und teuren Gedanken verabschieden, daß das bankrotte Griechenland mitsamt seiner PLEITE-Banken zu retten sei.

Die Realität wird sein, daß die Griechen sehr bald zur Drachme zurückkehren MÜSSEN, weil sie sich den teuren Euro nicht leisten können.

Für Europa und die Griechen ist die der beste Weg!!!

@Lars aus Detmold - das stimmt nicht

Samaras sprach von der Benutzung bestimmter Inseln für gewisse Zwecke, wie Instalierung von Photovoltaik, Fischzucht usw. Und das wo es die nationale Sicherheit zulässt. Einen Verkauf lehnte er ab, es gäbe keine Privatinseln
Er sprach von kommerzieller Exploitation, also pachten und bestimmte Unternehmungen da zulassen.

Etwas mehr Zeit ...

könnte man Griechenland schon geben....
Aber nur wenn im Gegenzug die gesamte griechische Politikelite mit ihren Privatvermögen für die Umsetzung aller vereinbarten Maßnahmen haftet.
Wenns für die Politiker ums eigene Geld geht steigt die Motivation.

@Kuno43 - Samaras

Samaras gehörte genau der Partei an, welches 1981 den Sozialisten ein fast völlig unverschuldetes Land übergab (22% Staatsverschuldung, und das eher Aufgrund der Energiekrisen der 70er), mit wiederholt ausgeglichenem Haushalt oder gar Überschüsse, eine seit 1953 stabile Drachme, die sogar 1977 aufgewertet wurde, nahezu zweistellige Wachstumsraten, 2% Arbeitslosigkeit und 30% der Wirtschaftsleistung Industrie. Die Sozialisten haben mit Lügen und Schlammkrieg die Wahlen gewonnen und das Land ruiniert und hochverschuldet. Samaras war in der Opposition. Eine Opposition, die gegen dieser Katastrophe kämpfte. Vergebens. Die Sozialisten belegten alle Sektoren mit ihren Parteisoldaten und haben die Gewerkschaftler so bestochen, dass die Partei von Samaras zwischen 90-93 und 2004-2009 gar nicht regieren konnte und ständig unter Druck und Erpressung stand. Nichtsdestotrotz, konnte man zwischen 90-93 die Katastrophe aufhalten und die Basis einer Konsolidierung gesetzt.

@Kuno43 - Das leben schwer gemacht

Er hat nicht die Sparziele oder den Reformbedarf in Frage gestellt, die meisten der Reformen standen schon immer im Programm seiner Partei. Er hat bloß kritisiert, dass die Maßnahmen zu viele und zu heftig für so wenig Zeit sind, sodass, dass die Möglichkeiten der Volkswirtschaft schnell ausgeschöpft waeren, was mittelfristig die Fähigkeit der Wirtschaft mehr Staatseinnahmen zu sichern beeinträchtigt. Was auch schließlich passierte. Er hat zudem der sozialistischen Regierung vorgeworfen, dass sie die Ziele mit der ausquetschung der am leichtesten vorhandenen Opfern zu erreichen versuchte, anstatt mit den Privatisierungen und der Schaffung eines mageren, effektiveren, sparsameren Staates rasch vorzugehen, als es noch Zeit da war, was auch die Troika genauso kritisiert hat. Wo wurde also Samaras nicht von der Entwicklung der Sache bestätigt, und wo genau hatte er kein Recht gehabt?

@Kuno43 - "Nun muss er..."

Hier haben wir eine neue Regierung. Sie ist nicht mit der alten zu verwechseln, die genau von dieser Nomenklatur belegt war, die immer unter einem Papandreou das Land ruinierte und regierte. Und dieser Papandreou ist mit seinem politischen Verhalten seit 2000 die Quelle der Probleme, wie auch sein Vater bis 1995. Beide sind nicht zu Vergleichen. Samaras hat schon in 2 Monaten Dinge umgesetzt, welche die anderen nicht mal in 20 Jahren nicht zu erledigen bereit waren. Trotz der Aufgabe unter Pressing von innen und außen ein großes, aber realistisch machbares Sparpaket zu Schnüren und das auch der Gesellschaft und seinen Regierungspartnern präsentieren zu koennen. Er räumt die Ruinen auf, die ein, wie für sich zu sagen genoss, "Machtgegner (Anarchist) an die Macht" und seine Familie hinterließ. Und versucht schnell mit Reformen und Privatisierungen voran zu kommen, die Weichen hat er schon erfolgreich gestellt, trotz der bürokratischen und immer wieder auftauchenden gesetzlichen Hürden.

@ladycat

"Scheinbar wollen einige Leute eine Diktatur, wo nur eine Person das Sagen hat."

Ja, vor allem die Leute hier, die "GRIECHENLAND RAUS" krähen. Eine Diktatur ist nämlich häufig eine Folge von Massenverarmung etc., wie man ja schon in unserem Land und anderen gesehen hat. Deutschland hat sich jahrelang eine goldene Nase an den Griechen verdient. Natürlich muss Griechenland im Euro bleiben. Das Problem ist nur, dass die Banken das Geld bekommen, und die Bevölkerung davon nichts sieht. Ich plädiere auf einen Schuldenschnitt bei den Banken, nicht auf nationalistisches Gekreische der hiesigen CSU, auch wenn dieser billiger Populismus ja hier auf offene Ohren stößt.

25. August 2012 - 17:31 — Kathgläubig!!!

Samaras war der WUNSCHKANDIDAT der CSU!!!!!!!!!!!!
UND von DOBRINDT und SÖDER!!!
Stellen Sie sich nur vor, der LINKSSOZIALISTISCHE Tsipras hätte die WAHL gewonnen!
WAS wäre dann?!?!?

ALLES noch viel SCHLIMMER!!!

Ich schließe mich Lars aus Versmold an: Berlin ist PLEITE!!!

Seit JAHRZEHNTEN!!!

Bremen AUCH!!!

Wer das nicht sieht, der glaubt auch an den WEIHNACHTSMANN!!!!!

Raus aus Dem Euro, aber PLÖTZLICH!!!!

ALLE MITEINANDER!!!

#?&§§§*°^%$$$€€€€!!!!!!!!!!

@ odoaker

" den Griechen dabei zu helfen, die dortigen Steuerbetrüger zur Kasse zu bitten."
Deutschland hat Griechenland angeboten, 160 Finanzexperten zu entsenden. Dies wurde jedoch abgelehnt. Sie können sich denken warum.
@ fathaland slim
Eine völlige Fehleinschätzung Ihrerseits. Niemand möchte Griechenland erobern oder vernichten. Es wäre nur besser für die Griechen und für uns, wenn diese die Eurowährung abgeben würden, weil deren Wirtschaft zu schwach ist. Außerdem scheinen Sie immer wieder zu vergessen, dass der Großteil der Rettungsgelder nicht den Bürgern, sondern den Bankstern mitsamt ihren reichen Gläubigern zugute kommt. Für eine Aufbauhilfe haben die Deutchen sicher nichts dagegen und dadurch würden auch die Bürger profitieren.
Christ sein, heißt nicht unbedingt blöd sein. Oder glauben Sie etwa, es ist Christenpflicht sich ohne Ende ausnutzen zu lassen? Ich persönlich weiß, wo Hilfe aufhört und Dummheit anfängt.

@Nadelspiel

Es handelt um keine Betteltour. Staaten betteln nicht, Staaten folgen ihre vitale Interessen und nutzen dazu alle möglichkeiten der Realpolitik. Physischer Präsenz ist notwendig, denn Samaras hat die Herculesaufgabe übernommen mit den Absurditäten der Papandreoupolitik aufzuräumen. Eine bloße Teleconference reicht dazu bei weitem nicht aus.

Hollande konnte vor seiner Wahl viel versprechen,

nun, nach seiner Wahl muss auch er zuerst an seinen französischen Haushalt denken.
Inzwischen wird an allen Ecken und Enden die Fragilität der Europäischen
Staatshaushalte sichtbar. Das verunsichert. Der Wunsch nach einem Rettungsschirm ohne Limit ist so ein Punkt, der mich Bürger hellhörig werden lässt. Das Wahlverhalten der GR Bevölkerung und die danach folgende EU Provokation durch demokratisch gewählte Griechen, zeigte eine unglückliche Haltung gegenüber Europa. Die Position des Abwartens manifestiert sich.

@fathaland slim

ergänzend möchte ich Ihrer gut treffenden Antwort an Systemisch Kons...hinzufügen:

"Was verleiht einer Sache überhaupt Bedeutung oder Sinn? Gerade mit Worten lässt sich viel Scharlatanerie treiben, wie es uns die Zeiten lehrten. Denn wie etwas gemeint ist, hängt nicht von dem geschriebenen oder gesprochenen Wort ab, sondern von der Haltung des Verbreiters."

@Systemisch Kons... und @odoaker

@Systemisch Kons...
1) In meinem Bekannten-und Verwandtenkreis sieht es etwas anders aus. Hauptmeinung ist grob skizziert: Man MUSS der griech. Bevölkerung auf jeden Fall helfen, Banken und deren Zockern den Hahn zudrehen, einen Aufbauplan via EU für Hellas, Steuerregister schaffen und Steuern dann auch erheben etc.
2) weiß nicht genau was du darunter verstehts.
3)Ich schreibe was ich denke unabhägig von der Moderation (wie es andere halten vermag ich nicht zu beurteilen)
@odoaker
Finde die Vorschläge bedenkenswert. Samaras hat ja den Vorschlag mit gr. Inseln gemacht. Warum nicht darauf eingehen und für den Tourismus erschließen (einen Teil der Erträge für Schuldenabbau).
Entscheidend ist dass Hellas wirtschaftl. wieder auf die Beine kommt; ggf. müssen Investoren einen Teil abschreiben; kein Geld mehr an Zocker und Banken, dafür z.B. EU-Kredite an lokale Unternehmer...
Wenn Hellas hops geht sind mindest. 70 Millarden € für D verloren.
Kann doch nicht im Interesse von D liegen.

@ladycat - weil etwas sie alle Steuerbetrüger sind?

Daß Steuereintreibung kein Thema ist, beweist die Höhe der Staatseinnahmen, die in GR um die 90-100 mrd. Euro pa bewegen. Das ist ca. 40% des gr. BIP, fast die halbe Wirtschaftsleistung des Landes. 2010 waren es konkret 92.598 mrd. geteilt in 30.751 mrd. indirekte Steuern, 18.160 mrd. direkte Steuern, 29.694 mrd. Sozialabgaben und 13.993 mrd. Staatseinkommen aus Zölle, Spezialabgaben, Privateinkommen des Staates usw. Das ist für 11 mil Menschen und für ein solch kleines Land mehr als genug. Ich habe für 2011 98.278 geteilt in 30.603 mrd. indirekte Steuern, 18.428 mrd. direkte Steuern, 30.380 mrd. Sozialabgaben und 18.867 mrd. weiteres Staatseinkommen.
Direkte und indirekte Steuern machen in GR knapp 50 mrd.
In D waren es zur gleichen Zeit um die 500 mrd. Also 10 mal höher in absoluten Zahlen. Entsprechend allerdings hat D über 10 mal so großes BIP wie GR. Also der Unterschied entspricht fast vollkommen analog den des BIPs beider Länder.
Daten aus gr. FinMin. best. durch die Troika.

@athaland slim

> zentrale These: Leute, das Geld ist gar nicht wichtig!
> Es ist ein Mittel zur Verteilung von Waren und Dienstleistungen.

Die These halte ich für sehr gewagt und viel zu distanziert betrachtet, vielleicht weil Sie persönlich noch nicht von Verlusten betroffen sind. Geld ist primär kein Verteiler von Waren und Dienstleitungen, sondern Repräsentant derselben. Wenn Sie sich Geld leihen, ohne es jemals zurück zu zahlen, betrügen sie den Gläubiger. So macht man sich keine Freunde. Wie fänden sie es, wenn Sie nächsten Monat kein Gehalt oder Rente bekämen, wenn sich Ihr Gespartes in Luft auflöst oder das Brötchen 5 EUR kostet. Ich stelle vielmehr die These, dass der EUR aufgrund der jetzt offensichtlichen Designfehler und unseres bescheuerten ungedeckten Giralgeldsystems mit eingebauter Crashgarantie Europa in den nächsten 5 Jahren mehr entzweien wird als es sämtliche ideologischen und kulturellen Unterschiede in den nächsten 50 Jahren je vermocht hätten. Zudem fürchte ich Bürgerkriege.

@marc invictus

Herr Samaras weiß doch genau, dass die Ziele nicht innerhalb des vereinbarten Zeitrahmens eingehalten wurden und daher auch kein Geld fließen müsste. Selbstverständlich vertritt er die griechischen Interessen, wenn er jetzt um mehr Zeit für die Umsetzung der Ziele bittet, aber er bittet! Man kann es somit sowohl als Betteltour als auch als erwartbare Interessenvertretung betrachten.
Im Übrigen: Egal wie man es dreht und wendet. Eine Regierungspartei wird vom Volk gewählt!!! Wenn die Regierung Fehler macht, hat das Volk das immer auszubaden. Das ist Demokratie. Und da bereits bei der Einführung des Euro gelogen und betrogen wurde, werden Sie es uns nicht verübeln, wenn wir gegenüber der griechischen Regierung misstrauisch sind, denn auch wir vertreten eben unsere deutschen Interessen, was ja legitim ist.

25. August 2012 - 18:36 — ladycat

"Außerdem scheinen Sie immer wieder zu vergessen, dass der Großteil der Rettungsgelder nicht den Bürgern, sondern den Bankstern mitsamt ihren reichen Gläubigern zugute kommt"

Wenn Sie meine Kommentare wirklich lesen würden, dann wüssten Sie, daß ich genau das immer wieder sage. Was ich nicht verstehe ist: warum wollen Sie denn dann das griechische Volk dafür bestrafen? Die sind nämlich das Opfer.

Über die unterschiedliche Stärke der Wirtschaft haben wir auch schon diskutiert. Meine Meinung ist: natürlich können unter dem Euro wirtschaftlich verschieden starke Regionen vereint werden, die Bundesrepublik Deutschland ist das beste Beispiel. Und ja, ich weiß daß wir es in Europa mit unterschiedlichen Ländern zu tun haben, aber das ist kein Hinderungsgrund, sofern man sich auf ein einheitliches Regelwerk einigt. Genau da liegt der Hase im Pfeffer, und die Schuld liegt hier bei allen Beteiligten. Zeigen Sie nicht immer mit dem Finger auf Griechenland, drei Finger zeigen auf Sie zurück!

@ladycat - " weil deren Wirtschaft zu schwach ist"

Gut dann gehen auch alle Länder in der Eurozone raus, die einen niedrigeren BIP als Griechenland haben. Und das sind einige.
Sorry, aber das ist die einfache und laienhafte Coffee-Table-Interpretation. Der Eurobund ist kein Schöne-Wetter-Projekt, und vor allem auch ein wichtiger politischer Kern, politisch das engere Europa, wo man auch fernab der Wirtschaft auch Politik betreibt.

@Ratzl75 - Gelogen und Betrogen

Von "gefälschten" Daten ist wiedereinmal die Rede. Gerade hier kann von Fälschung oder Betrug keine Rede sein. Das hätte eine schon vorher übergreifend und gesamteuropäisch verbindlich geltende festgesetzte rechtskräftige Prozedur vorausgesetzt, nach der die Regierungen den Staatshaushalt entwerfen sollten. Nach ganz konkreten Regeln, die bei ESVG 95 nicht in diesen Umfang zu finden sind. Bis heute entwirft jedes EU-Mitglied seine Haushaltsplanung nach eigenen Ermessen. Modus und Prozedur unterliegen voll und ganz seiner Kompetenz. Wäre eine gem. Gesetzgebung vorhanden und hätte GR trotzdem von diesen existierenden und konkreten Regeln vorsätzlich abgeweicht um zu anderen Ergebnissen zu kommen, dann und nur dann hätten wir tatsächlich mit "gefälschten" Daten zu tun. Aber soweit diese gemeinsame rechtliche Basis zZ fehlte (und immer noch fehlt), dann fehlt die Basis der Tatbestandsbemessung und auch die logische Basis der Verwendung solcher Begriffe. Nullum crimen sine lege...

25. August 2012 - 18:22 — Mars Invictus

Ich weiß, daß Sie offensichtlich Anhänger der konservativen Partei sind, aber trotzdem: Können wir uns darauf einigen, daß beide Parteien den Karren in den Dreck gefahren haben? Alles andere entspricht nicht der Wahrheit. Unter anderem hat Herr Samaras sämtliche Bemühungen Papandreous aus wahltaktischen Gründen verhindert.

Die letzte Regierung, die die Verschuldung zurückgefahren hat, war die unter Mitsotakis, danach haben PASOK und Nea Dimokratia abwechselnd regiert und sich gegenseitig im Schulden machen übertroffen.

Die Parteipolitische Brille trägt nicht zur Klarsicht bei und hilft uns nicht weiter.

@Ratzl75 - Staatsraeson

Staaten bitten nicht, Staaten schlagen vor und verhandeln.

Kein Vertrauen zu Samaras

Samaras als Regierungsvertreter Griechenlands ist ein Witz, schliesslich ist es unter seiner Führung erst mit der Wirtschaft derart bergab gegangen, und als der Karren dann in den Sand gesetzt wurde hat er auch erst sehr spät die Karten was das Ausmass angeht auf den Tisch gelegt.

Ein Rettungsplan kann nur helfen wenn er realistisch ist, ich habe meine Zweifel dass es dieser jemals gewesen ist, immer nur gerade soviel Geld reinzupumpen dass es nicht zur Katastrophe kommt kann nicht funktionieren. Da aber der Verlauf der Krise nicht absehbar ist und zu Teilen nichtmal von Griechenland abhängt sind die Kosten im Vorfeld nur schwer zu ermitteln.

Jedoch scheinen sich Samaras und Kollegen selbst in einer solchen Zeit mehr um Profilierung zu sorgen als um die Rettung des Landes, was natürlich bei den anderern europäischen Ländern ganz toll ankommt. Armes Griechenland.

25. August 2012 - 19:43 — Think Tank Toe

Es ist ein Unterschied ob ich selber, persönlich, Verluste habe, da ich Geld brauche um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Das kriege ich dafür, daß ich arbeite und werde auch so zum Arbeiten angehalten. Geld wird mir gegenüber als Sanktions- und Belohnungsmittel eingesetzt. Volkswirtschaftlich stellt sich das etwas anders dar, und da haben Sie schon Recht was das "bescheuerte Giralsystem" angeht. Die Finanzwirtschaft hat sich, infolge der Reagan/Thatcher-"Revolution", verselbständigt und dient nicht mehr der Allgemeinheit, sondern nur noch sich selber. Das war so gewollt("bereichert euch! verschuldet euch!"), und jetzt haben wir den Kladderadatsch.

Es gibt in Europa genügend Waren und Dienstleitungen für alle, das Problem ist die Verteilung.

Ich werde nicht müde mich zu wiederholen.

Hoffentlich wird Ihre Befürchtung was Bürgerkriege angeht nicht Wirklichkeit. Hoffentlich siegt die Vernunft.

Man darf ja wohl noch träumen.

Politik: Eurozone soll ewiges Umschuldungsgebiet sein

Wenn weder Regierungen, noch EU, noch IWF ihre strategischen Berechnungen und Fallstudien dem lieben Wahl- und Stuerzahlvolk auf den Tisch legen,

sich Wirtschaftsinstitute und "-weise" (welche Anmaßung) sich im Wochentakt mit Lösungsansätzen überbieten ohne die Berechnungen zu veröffentlichen,

Schäuble nur rumstottert zur Haftungshöhe Deutschlands und
Destatis den Publikationsblackout dazu markiert (außer bei DE = XXL auch in der Talfahrt),

in Bayern sich Kräfte f. den Austritt aus DE starkmachen und

über Eurostat die EU "Staatsschulden" umdekliniert bis es keine mehr gibt (s. 480 Mrd. Soffin und EFSF-Bankenhilfe, die nach Übergang zum ESM die spanische Staatschuld senken wird um diesen Anteil, der eben noch beim EFSF Staatsschuld war) und

Maastricht- und EZB-Verträge ohnehin nur noch Merkulatur sind,

die Politik der vergemeinschafteten Schulden wie auch immer (und die EZB war der Start dafür) inzwischen als Endlösung Wahlkampfthema CDU/GRÜNE/sPD ist,

dann ist bald Zahltag.

@ fathaland slim

Auch Sie scheinen meine Kommentare nicht richtig zu lesen. Wie kommen Sie sonst darauf, dass ich das griechische Volk bestrafen will. Ich mache mir ständig Gedanken, was für uns alle das Beste ist und nach Berücksichtigung aller Fakten halte ich es für die bessere Idee, dass die Griechen aus dem Euro ausscheiden, weil sich die Leute sonst kaputt sparen müssen. Mit der Drachme wären die Sparmaßnahmen nicht so schlimm.
Das eintheitliche Regelwerk, das Sie ansprechen, ist bei so vielen unterschiedlichen und korrupten Ländern nur reines Wunschdenken. Ständig und immer wieder werden von den Politikern Gesetze gebrochen und auf einmal soll alles anders sein? Das glauben Sie doch wohl selbst nicht. Etliche Länder sind völlig überschuldet und wissen nicht mehr aus und ein, der Euro wird immer mehr Unfrieden stiften. Warten wir ab, wer am Ende Recht behält.

@fathaland slim - Insofern, dass...

Die Konservative Partei trägt insofern Schuld, dass sie im Amte sich nicht genug anstrengte und einen offenen Kampf gegen die etablierten Interessen der Gewerkschaften nicht bis zum Ende geführt hatte, um die wichtigste Hürde der Reformen zu beseitigen.
Aber wie kann man effektiv regieren, wenn die Oppositionspartei ihren vorher installierten Parteisoldaten überall alles sabotierte? Der Liebling der Medien Papandreou setzte sie ein mit wer weiß welche Versprechungen und übten einen Beispiellosen Schlammkrieg und erpressten eine ganze Gesellschaft, weil es unmöglich schien, ein Papandreou nicht einmal Premier werden sollte. Kann man so regieren? Ist man stark genug um auch im inneren der Partei die eigene Ganoven zu kontrollieren? Wer das nicht erlebt hat, es kann keine Beschreibung den Ausmaß der Erpressung einer ganzen Gesellschaft.
Das Problem waren die Papandreous, ohne sie kann nur alles besser werden, auch für die Sozialisten, die nun eine Seriöse Partei bilden können.

@fatherland slim - Sozialdemokratie

Wenn Sie die Sozialdemokratie mögen, sollten Sie wissen, dass die Papandreou Schuld daran sind, dass es Heute keine seriöse europäische sozialdemokratische Partei oder Bewegung in Griechenland gibt. Hoffentlich passiert es jetzt.

25. August 2012 - 20:36 — ladycat

Sie haben Recht, in allen Ländern in Europa grassiert die Korruption. Die Unterschiede sind geringer als man denkt. Schauen Sie sich doch mal in Deutschland um. Was uns hier noch eine Galgenfrist verschafft ist unser gutes Rating, doch unsere Verschuldung ist die mit Abstand größte im Euroraum. Noch sind wir auf der Gewinnerseite, aber das kann sich rasch ändern, aus komplett irrationalen oder besser pseudorationalen Gründen.

Wie kommen Sie auf die Idee, daß mit der Drachme die Sparmaßnahmen nicht so schlimm wären? Das Gegenteil ist der Fall, und kein ernstzunehmender Ökonom behauptet etwas anderes. Sparen nützt nur den Finanzmärkten, denn gespart wird immer bei den "kleinen Leuten". Die Einnahmeseite muß erhöht werden, man muß an die Vermögen ran! Es ist ein Skandal daß es in Griechenland kein funktionierendes Gesundheitssystem mehr gibt, kaputtgespart! Sämtliche Reformen, die Sie auch in Ihren Postings immer verlangen, gehen zu Lasten der Bevölkerung. Es sind die falschen Reformen.

Argentiniens Weg aus der

Argentiniens Weg aus der Überschuldung (bei Bindung an den Dollar und viel Auslandskapital), die Krise und ihre Bewältigung (Schuldenschnitt, freie eigene Währung) scheint mir ein Weg auch für Griechenland, den wir ermöglichen sollten:

GR soll zugestanden werden,aus dem Euro auszutreten und souverän seinen eigenen Weg zu gehen.

Viele Milliarden sind bisher geflossen, um die bisherigen Geldgeber Griechenlands schadlos zu halten. Es ist deutlich, dass die Bevölkerung (Unter- und Mittelschicht) in GR in großer Bedrängnis ist. Mit eigener Währung sollte der Binnenmarkt sich eher entwickeln und die Branche Tourismus aufblühen.

@ ladycat : GRE ist der falsche Austritt

Ihr Eintreten für die gr. Drachme als alleinige Heilsbringer in allen Ehren, nur widerlegen Sie doch mal die Argumente von MarsInvictus, dass bei 270,75 DRM/€ bei Euroeinritt und mit 60-70% Abwertung bei Austritt (ca. 450 DRM/€) die Importe aus dem Euro- und Dollarraum, v.a. die benötigten Energiemengen für Wachstum der VW nicht mher tragbar wären,
zumal die Verkäuferseite (Energiekonzerne) die Schwachbrustwährung kaum zu etwaigen Einkäufen in GRE brauchen könnte, deren Verkauf an interessierte Importeure aber auch zu Abschlägen führen müsste.

Viel logischer und hilfreicher für alle wäre der Austritts Deutschland plus Aufwertung gegen den Euro der anderen. Unsere hochtechnologischen Güter und Knowhow würden das aushalten, die Importe billiger werden (nur 40%-50%% für Export) und Netto könnte die Binnenkaufraft ohne grße Lohnerhöhungen so wachsen. Da käme u.a auch GRE mit seinen Exporten zum Zuge, was wiederum auch denen hilft, die Defizite zu überwinden und den Kurs zu verbessern.

25. August 2012 - 20:49 — Mars Invictus

Daß Papandeou für alles verantwortlich sein soll ist mir zu einfach. Beide Parteien haben, wie übrigens überall in Europa, ihre Klientel, wenn sie an der Regierung waren, in strategisch wichtige Positionen gehievt. Ich finde nicht, daß wir die Diskussion parteipolitisch führen können.

Ach ja, und die Gewerkschaften sind generell an allem schuld, nicht nur in Griechenland. Aber ganz besonders seit Reagan und Thatcher.

@mars invictus Herr Samaras

@mars invictus
Herr Samaras ist auf die Zustimmung und das Wohlwollen der Bürgen angewiesen, da er gegen die Veteinbarung verstoßen hat. Wenn Sie den passenden Begriff für sein Verhalten wählen wollen, erscheint mir bitten passender als verhandeln. Was will er bei "Verhandlungen" anbieten? Doch nur das, wozu er ohnehin verpflichtet ist! Der Begriff verhandeln ist aus meiner Sicht eher ungeeignet.
2. Es gibt die Maastricht-Kriterien. Behaupten Sie, dass Griechenland diese zum entscheidenden Zeitpunkt eingehalten hat? Dann sahen sich die EU-Vertreter grundlos getäuscht? Das ist mehr als abenteuerlich!

@ fathaland slim

In einem Punkt sind wir uns ja vollkommen einig. An erster Stelle habe auch ich immer verlangt, dass die Superreichen ihren rechtmäßigen Steueranteil zahlen müssen und nicht ihr Vermögen im Ausland parken dürfen. Mit diesem Geld könnten Arbeitsplätze geschaffen und das Gesundheitssystem verbessert werden.
Klar muss auch der Beamtenapparat abgebaut werden, denn kein Land kann sich Mehrfachbesetzungen leisten. Zwar werden dann Leute arbeitslos, geht aber leider nicht anders. Mit der Drachme könnten die Griechen abwerten und den Tourismus beflügeln.
@ vanPaten
Na ja, als Heilsbringer würde ich die Drachme nicht sehen, sie ist für die Griechen nur besser als der Euro.
Mit Zahlen kann ich Ihnen leider nicht dienen, weil ich von Mathematik nichts verstehe. Was die Energieprobleme anbelangt habe ich bereits geschrieben, dass dsbzgl. die EU Hilfestellung zur Lösung dieser Probleme leisten muss.

@ Rentner1 : Argentinien ist nicht GRE - Argexit nicht GREXIT

Argentinien ist nicht mit GRE vergleichbar, schon da es in keinem Währungsverbund war. Das beggar-your-neighbour (mach den Nachbarn platt und lebe mit seinen Ersparnisen) durch Brasilien und Mexico, sprich deren starke Abwertung ihrer Währungen gegen die Argentiniens, war die Ursache der Krise, also ein Finanzkrieg der zum langen Wirtschaftskrieg wurde.

Die argentinischen Unernehmer verlagerten die Produktion in diese nun Billig-Länder, zogen ihre Valuta ab und investierten sie dort, die Wirtschaft crashte und die Reichen tauchten ihr Geld in USD (der so immer teurer wurde) und ab ins Ausland.
Produktion weg, Geld weg, Kursverfall, Inflation, Massenarmut...

Erst als nach langen (verschiedenen) Regierungsexperimenten und Jahren selbst stark abgewertet wurde, konnte die Stabilisierung der Armut durch Dollaranbindung konsolidiert werden, IWF-Kredite gezogen werden und per Investitionen und Marktvertrauen so langsam wieder die Wirtschaft in Gang gebracht werden. Das Volk leidet noch.

die gläubiger haben nichts mehr zu sagen ..

und die schuldner sagen wo es lang geht.
Deutschland spart sich kaputt lässt asoziale prekäre arbeitsverhältnisse,leiharbeit und werkverträge der übelsten sorte zu und wofür das ganze?
Der deutsche staat verachtet seine bürger der griechische staat respektiert seine bürger.ER verschuldet sich sogar um die Beamtenpensionen an seine staatsbediensteten zu bezahlen.
Die opfer die wir bringen sollen helfen die pensionen anderer zu finanzieren obwohl wir eigentlich genug altersarmut im eigenen land haben.
Wenn wie gestern gelesen einfache beamte 40000 rente im jahr bekommen dann ist alles gesagt.
Wenn Blinde Rente erhalten und fürs zu schnelle fahren erwischt werden oder an tausenden verstorbenen weiterhin rente bezahlt wird dann ist das für mich ein schlag ins gesicht.
Warum sollen wir hier uns einschränken wenn man am ende der dumme ist?
Lassen wir doch unser volk auch gut leben und wenn wir pleite sind rufen wir den esfm.
Gleicher lohn für gleiche arbeit so hilft man indirekt anderen.

25. August 2012 - 21:30 — schaunwamal

Ich glaube Ihr Bild was die Lage der Menschen in Griechenland angeht stimmt nicht mit der Wirklichkeit überein. All diese gehässigen Sachen standen in der Bildzeitung, was sie nicht wahrer macht. Glauben Sie im Ernst daß die Griechen besser leben als wir? Es gibt nicht mal mehr ein funktionierendes Gesundheitssystem. Machen Sie sich bitte kundig bevor Sie posten.

Seltsam daß sie Armen neidisch auf die noch ärmeren sind....

@vanPaten - eine neue Niederlagendrachme...

...wäre in einem Klima gekommen, dass sie binnen Stunden um das 1000fache abgewertet wäre und nochmals pro Monat immer wieder um 1000 mal.

@ fathaland slim

Hier können einige auch nicht zum artzt weil sie sich die 10€ praxisgebühr nicht leisten können.
Man kann mir vieles nachsagen aber ich bin nicht neidisch es ist einfach ungerecht.
Man sollte die dinge erst zuhaus gerecht nicht perfekt gestalten und dann versuchen die welt zu retten sofern noch geld und energie vorhanden sind.

@Ratzl75 - Staatspolitisches und Konvergenzkriterien

1. Staatsräson. Weiteres brauche nichts zuzufügen.
Keine Vereinbarungen wurden nicht eingehalten, und sicher war Samaras nicht, der dagegen verstoßen könnte.

2. Die Konvergenzkriterien sahen konkretes vor. Sowas wurde bei der Aufnahme so präsentiert und bestätigt, mit Ausnahme der Staatsverschuldung, was auch mit Italien, Belgien und anderen geschah. Dass die Staatsverschuldung damals um die 105-110% lag, das war allen öffentlich bekannt. Die griechische Regierung berechnete ein Defizit unter 3%, was meine Partei erst sagte, dass es nicht galt, aber jedes Land gestaltet den Haushalt so, dass es krasse Unterschiede zwischen die Vorstellungen der Länder gibt, was man alles unter Staatsausgaben gilt oder nicht, denn es fehlt immer noch eine verbindliche rechtskräftige gemeinsame Regelung, die auch nicht möglich ist, soweit es unterschiedliche Systeme und Kompetenzenverteilung gibt. So fehlt jede Basis einer Tatbestandsbemessung.

Wieso zum Teufel Drachmen?

Mag sein, dass es in Griechenland auch hoffnungslose Nostalgiker gibt. Aber mit der Rückkehr zu den Drachmen kann das Land dann doch wirklich nix anfangen.

Jede Abwertung würde den Schuldenberg (der in Euro notiert ist) wachsen lassen. Außerdem müsste man sogar im Inland alle begehrten Waren und Dienstleistungen in Euro bezahlen oder es lassen. Hat jemand mal versucht in der DDR Zement ohne Westgeld zu kaufen? Weiter als zur ungeliebten Zweitwährung würde es die Drachme nicht bringen. Also lassen wir den Quatsch doch besser. Auch die CSU weiß, dass der Vorschlag nur ein Frustablassen ist, aber keine ernsthafte Politik.

@@fipsing, fathaland slim - eine Andauernde Problematik

Genau diese viele Kredite der 80er wurden alle auf einmal mit sehr hohen Zinsen versehen. Die meisten davon fielen in den 90er Jahren. Da aber diese Verbindlichkeiten enorm wurden, reichte immer wieder das Geld nicht und wurden neue Defizite entstanden um die alte Schulden zu refinanzieren. Zwar lagen die Zinsen nun tiefer, aber noch waren sie hoch genug (zB in den 90er noch höher als heute, wo man die Märkte meidet). Jährlich sah 20 Jahre lang so aus. Wenn zB der Staat 100 einnahm und seine reine Ausgaben (Löhne, Gesundheit, Sicherheit, Schulwesen, Kommunen, Verwaltung und Militär) bei 70 waren, kamen nun auch 25 für Refinanzierung von Schuldentiteln und 15 für Zinsen um ein 110 an gesamten Ausgaben auzumachen. Für die fehlnde 10 nahm man neue Kredite mit neuen Zinsen auf um ältere zu bedienen. Dazu war der Staat mit 70 ein Problem, Mindestens 10-20 davon war Verschwendung (viele Beamten, defizitäre Staatsbetriebe, die Sozialisten regierten weiter).
Und so ging es bis zur Krise von 08

@@fipsing, fathaland slim - Die Rolle der Konservativen

Die ND spielte dabei nur eine Nebenrolle. Vielmehr hat eine harte Konsolidierungspolitik zwischen 90-93 gefolgt, die das Land vor dem totalem Zusammenbruch bewahrte. Darunter unternahm man zahlreiche Privatisierungen und redurzierte die Zahl der Staatsangestellten, die damals die million überschritten. Das System Papandreou allerdings, fest etabliert in Gewerkschaften und Funktionären legte immer wieder das Land lahm. Man erpresste eine ganze Gesellschaft, beeindruckte mit Zitaten, Schlamm, Lügen und Polemik. So kann man nicht regieren, die Regierung verlor die Mehrheit im Parlament, Samaras spielte damals auch seine Rolle.
Das gleiche geschah dann nach 2004, zudem hatte man einen extrem intensiven Schlammkrieg von der Seite der Medien zu bewältigen, man stand unter ständiger Erpressung, gleichzeitig musste sich die neue Konservative Regierung mit offenen Rechnungen iH von 60 Mrd, ca. 40 Mrd jährlicher Verbindlichkeiten und zahlreichen unfertigen Projekten der Sozialisten auseinander

schaunwamal

schaunwamal:
Hier können einige auch nicht zum artzt weil sie sich die 10€ praxisgebühr nicht leisten können.

Das stimmt nicht. Die Menschen, die Sie ansprechen, zahlen keine Praxisgebühr.

@@Rentner, ladycat - Tourismus

Mit Drachme keine Energie, ohne Energie keine Aufrechterhaltung eines Mindestmasses an Infrastruktur, ohne Infrastruktur kein Tourismus.

Die Währung ist in Somaliland auch abgewertet. Sehen Sie da irgendwo Touristen?

@schaunwamal

Die Penionen sind nch Kategorien gesetzlich festgesetzt und ein einfacher Beamte kann von 40000 im Jahr nur träumen. selbst Generäle und Verfassungsrichter bekommen sowas nicht.

Die Sozilbetrueger waren alle zusammen, mit den toten Rentnern, um die 2500. Das sind 0.1% der Bevölkerung und reichen nicht aus um davon summarisch und pauschal "die Griechen" zu machen.

@mars invictus

Der Troika-Bericht wird zeigen, ob die Vereinbarungen von Griechenland eingehalten wurden. Es ist bereits jetzt mehr als nur absehbar, dass dies nicht so ist.
Staatsräson hin oder her: Wir bürgen für Griechenland mit Riesensummen und stellen hierfür Bedingungen, die der Schuldner einzuhalten hat. Die Verhandlungen haben eindeutig einen anderen Charakter, wie sie ihn offensichtlich sehen wollen. Die "griechischer Stolz"-Brille hilft doch hier nicht weiter.
Und da sie offensichtlich Parteimitglied der Konservativen sind, wird mir auch ihre Argumentation klar, die reichlich spitzfindig ist. Griechenland hat selbst eingestanden (!!!), von 2000 bis 2003 zu niedrige Defizitzahlen ausgewiesen zu haben. Es ist doch kein Zufall, dass dies gerade in diesem Zeitraum geschah! Es war eine bewusste Täuschung, auch falls dies rechtlich nicht angreifbar sein sollte.

@ Hartz-IV-Ossi : Sie haben auch aus anderen Gründen recht

Sie haben recht. Allerdings -DDR-Vergleich- war die Alu-Mark nicht frei konvertierbar und Bargeld von Westverwandten etc. machte den inneren Tauschhandel und Schwarzmarktkurs erst möglich.
Gekontert wurde mit Intershops und Delikat etc., was den Kaufkraftüberhang gegenüber Warenangebot (bei der Vereinigung 7 Mrd. DDR-Mark Ersparnisse ohne wirtschaftliche Gegenleistung Konsumgüter = Inflation) durch Geldabschöpfung mittels überhöhter Preise für Defizitwaren verringern sollte.
GRE, damals viel weniger entwickelt als die DDR nimmt mn die Eurokriterien, kann und und konnte konvertieren. Das €-Geld fließt (u.a. massig über Target-2) ins Ausland. Wer bei Drachme-Einführung plus Abwertung noch Eurokonten im Ausland odwr € unterm Kopfkissen hat, macht Super Abwertungsgewinne. Die Blöden sind dann die Griechen ohne Geldkapital oder Ersparnisse. Thema: Rolle der EU und EZB und Banken bei der der Kapitalflucht, die wie in ITA, POT, SPA, FRA in vollem Gange ist.
So geht kein Exit in die Drachme.

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