Kommentare

Ob die überhaupt die Dinge regeln wollen?

Ich fürchte, daß Merkel und Hollande die Dinge vielleicht gar nicht mehr selber regeln wollen.
Es wäre bequemer für sie, den IWF und die EZB und die künftigen ESM-Gouverneuere die Entscheidungen treffen zu lassen.
Falls etwas schief geht, werden sie dann wie Pontius Pilatus ihre Hände in Unschuld waschen, und mit dem Finger auf Lagarde und Draghi und die Gouverneure zeigen, welche von den Bürgern nicht abgewählt werden können.
Aber vielleicht bin ich ja auch zu pessimistisch.

Plandiktatur geht auch nicht

Das Problem der Griechen ist ja nicht, dass sie den Plan nicht einhalten können (das wird allerdings knapp) oder wollen (das wollten sie noch nie), sondern dass starres Durchziehen des Konzepts bedeuten könnte, dass das Land in Revolte und Chaos versinkt. Wenn eine Regierung Maßnahmen durchsetzt, die zu so etwas führen, und das Ganze auch noch mit der Alternativlosigkeit des eingeschlagenen Wegs begründet, schwinden die Anhänger der Demokratie insgesamt. Und dann ist es wirklich nicht mehr weit, bis die Extremisten egal welcher Couleur den Laden so vor die Wand fahren, dass wirtschaftliche Konsolidierung unmöglich wird.

Wenn die Euroländer Griechenland und sich selbst helfen wollen, sollten sie aufpassen, dass sie dabei nicht die Bevölkerungen verlieren. Das scheint allerdings die handelnden Politiker überhaupt nicht zu interessieren - auch Frau Merkel sollte dringend mehr begründen und erklären, statt immer am Ende einzuknicken und hier zunehmend unpopuläre Maßnahmen mitzutragen.

Zitat von Merkel

"Wir wissen, dass wir gerade in dem Gebiet der gemeinsamen Währung noch nicht die Anfangsfehler beseitigt haben, die bei der Einführung des Euro gemacht wurden"

Es muss eher "Anfängerfehler" heißen.

Vorbild Deutschland

Diese Moralapostelin hat es ZWEI LEGISLATURPERIODEN LANG nicht geschafft, das Wahlgesetz und HartzIV grundgesetzkonform zu gestalten. Klar, dass man nun ätschibätsch auf die "bösen Griechen" zeigt, das lenkt so schön ab! Wenn jemand absolut kein Schamgefühl hat, dann muss es sich um eine Top-Pe5rsönlichkeit handeln.

@ ustdigital - Äpfel und Birnen?

Sie schreiben:
"Deutschland schafft es erst in 4 Jahren ein einheitliches Krebsregister in Deutschland zu installieren aber von Griechenland erwartet man das es seine Probleme in 12 Monaten aus der Welt schafft."

Das ist nicht nur ein "Äpfel mit Birnen" Vergleich sondern viel extremer.
Von Griechenland erwartet man dass dort endlich Strukturen funktionieren sollen die überall woanders normal sind. Und niemand spricht von 12 Monaten!
Das von Ihnen benannte Krebsregister gibt es in der ganzen Welt nirgends in einer Größenordnung wie es für ganz Deutschland erforderlich wäre, das ist ein gewaltiger Unterschied! Die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt dass eine solche Größenordnung bei der Komplexität eines Krebsregisters nicht handhabbar ist.
Deshalb lautet die sinnvolle Empfehlung auch dass man das auf Eben der Bundesländer aufbaut und dann dazwischen Vernüpfungen einrichtet.
Kenner von komplexen Datenbankstrukturen kennen solche Problemstellungen recht gut!

Wie soll nachdem die Wirtschaft dermaßen zerstört wurde

das Land innerhalb kürzester Zeit wieder in die Gewinnzone kommen?
Durch massenhafte Entlassungen gibt es nun offiziell 25% Arbeitslose, A-Geld wird pauschal ein Jahr gezahlt, 400 - 850 Euro je nach Lohnstaffelung. Danach gibt es KEINE Sozialhilfe. In den Städten sieht es zum Teil sehr problematisch aus, was Überfälle, Prostitution und Bettelei angeht.
Ich bin gerade in Patras und habe vorhin mit einem Bekannten gesprochen. Er ist 69, war Kapitän, 41 Jahre auf See, seit 7 Jahren in Rente. 2 Kinder. Er hatte eine Zulage wegen Abwesenheit von Zuhause, daher eine Rente von 2100 €. Die wurde jetzt im Laufe der zwei Jahre auf 1280 Euro gekürzt. Seine beiden Söhne haben studiert, einer Tiefbau, inzwischen arbeitslos, der andere mittlere Beamtenlaufbahn, sein Gehalt auf 890 Euro gekürzt. Beide haben kleine Kinder und können die Raten für die Wohnungen nicht mehr zahlen... Aber wir Deutschen bleiben hart, Reformen in 2 Jahren hoppla-hopp! Wir jammern ja schon bei 10 Cent teurerem Sprit.

" Merkel setzt auf Härte"

Härte ist ein ganz schlechter Ersatz für Ursachenverständnis und Intelligenz.

Beton ist härter als ein Kopf. Schade, dass die konservative Politik nur die harte Tour - also „mit dem Kopf durch die Wand" kennt.

In der Eurofrage wird vermutlich die Wand gewinnen.

@marc2010

Ich bin seit 20 Jahren in GR, da wurde kein Geld in die freie Wirtschaft geschossen, die freie Wirtschaft wird eher behindert, zuviele Verwaltungsvorschriften, Tricksereien etc. Und träge Beamte. Hier gilt es sicher aufzuräumen.
GR hat auch deshalb hohe Ausgaben, weil viel mehr in Händen des Staates ist, E-werke, Häfen, W-werke, Museen, Zug, Bus, Fähren etc. Hohe Ausgaben wegen Feuerwehr und Militär. Zudem den zweitgrößten Flüchtlingsstrom in Europa. Das muss bewältigt werden. Insgesamt war GR gar nicht mal auf einem so schlechten Weg, denke das Problem wurde in den Jahren der Neo Demokratia unter Karamanlis gelegt, der den Beamtenapparat um ca. 25 % aufgestockt hat.
Auf der anderen Seite kamen jetzt IWF-Berater und haben alle Saison-Arbeiter bei der Feuerwehr dieses Jahr nicht angeheuert. Es fehlen überall nun Einsatzkräfte, Techniker, die Flugzeuge warten etc. Dadurch ist der Waldbrandschaden dieses Jahr deutlich höher als früher. Ich sehe keine Hilfen der EU, eher ein ausbluten GRs.

"Anfangsfehler" - ein Forsetzungsroman

Die Moderations-Kanzlerin benennt sie nicht und so dürfen wir rätseln, was sie denn nun kritisiert?

Die fehlerhafte Gesamtkonstruktion der Kursverhältniise des synthetschen Kunst-Euro im Verhältnis zur Arbeitsproduktivität und Handels- und Leistungsbilnazdefiten?

Die auf deutsches Drängen bewerkstelligte Aufnahme Griechenlands , was zu Wohlstandsklau hier und künstliche Kaufkrafterhöhungen dort, Senkungen hier führte? 1 Billion akkumulierte Exportforderungen, von denen viele uneinreibbar werden? Wozu der Exportwahn, wenn hier vieles nicht aus den Handelsüberschüssen im Binnenmarkt bei denen ankommt, die de Export zusammenbauten?

Die Absicht der Franzosen, ihre seinerzeitigen Handelsbilanzdefizite zu mindern (die heute wieder ausufern) und die mit der DM dominierende Bundesbank uner Kontrolle zu bringen? (Hurra, wir haben nur 1 Stimme gegen die Mittelmeerstaaten in der EZB und pro Kopf weniger als Malta!, aber die größte Haftung.)

Die Target-2 €-Missbrauchs-Druckerei der Südstaaten?

noch nicht die Anfangsfehler beseitigt

"Wir wissen, dass wir gerade in dem Gebiet der gemeinsamen Währung noch nicht die Anfangsfehler beseitigt haben, die bei der Einführung des Euro gemacht wurden" Im weiteren wird Klar: Frau Merkel hält es für den Anfangsfehler, das die Griechen ihren ehrlichen Berichtspflichten nicht nachgekommen sind, als sie in den EURO-Raum aufgenommen wurden. Ein Irrtum, das war eine Lapalie!
Der Anfangsfehler ist, dass des eine gemeinsame Währung ohne gemeinsame Wirtschafts- und Finanzpolitik gibt. Damit müsste endlich angefangen werden und sie muss demokratisch legitimiert werden und nicht auf Stadthalter-Ebene der Kommission und des Rates der Regierungschefs. Doch niemand bemüht sich ....

@Mapache64

@Mapache:

"da wurde kein Geld in die freie Wirtschaft geschossen"

Kosten die Staatsbetriebe nichts? Ich meinte damit auch den staatlichen Konsum: Das Geld, das sich der Staat von außen leiht, um damit einzukaufen, fließt ja zusätzlich in die Wirtschaft.

"GR hat auch deshalb hohe Ausgaben, weil viel mehr in Händen des Staates ist"

Eben! Ich weiß, dass der Verkauf der Staatsbetriebe nicht einfach ist, aber das kostet viel Geld und diesen Klotz muss GR los werden.

"Ich sehe keine Hilfen der EU, eher ein ausbluten GRs."

Strukturwandel sind immer schmerzhaft, auch in Mitteleuropa und sicher wurden auch Fehler gemacht.

Die Frage ist eher: Wenn die Probleme nicht konsequent angegangen werden, und durch 12 Monate Aufschub werden sie nicht gelöst, wie soll die Mitgliedschaft GR im Euro dann überhaupt funktionieren??

Ein Zurückgehen zur Drachme bedeutet ja nicht das Ende von EU-Hilfen und die Drachme, begleitet von europäischen Hilfen, würde ja Reformen erleichtern.

23. August 2012 - 17:40 — marc2010

"Meine Antwort ist: Ist nicht der Euro für Länder mit Problemen der Euro eine zu harte Währung?"

Sie meinen also, der Euro ist nur eine Währung für Länder ohne Probleme? Na, dann warten Sie mal bis die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise auch bei uns durchschlägt. dann müssten wir also, Ihrer Logik nach, auch raus.

Der Euro als Wanderpokal für gute Leistung.

Und jedes Jahr eine Euro- WM, wo derselbe vergeben wird.

Es wird alles immer bizarrer.

Und von wegen:"Ich verstehe Ihre Argumente nicht! Alle sechs Monate beschließen wir seit 2010 ein neues Griechenland-Paket für Dutzende neuer Milliarden."

Wenn man mal endlich Nägel mit Köpfen machen würde und die großen Vermögen zur Verantwortung ziehen würde, bräuchte man nicht alle paar Monate ein Paket beschließen welches genau diese noch größer macht.

@Dazwischenrufer

Wenn nicht die Wand gewinnt, gewinnen die Schulden, verschleppte Strukturwandel und die Inflation. Die Alternative ist wirklich, dass der Staat am Ende wie bei uns in den Zwanziger Jahren die Gelddrucker anwirft und das Geld immer weniger wert wird, mal abgesehen davon, dass durch Inflationierung auch ein Vertrauensschaden an der Währung stattfindet.

Vorschlag zur Lösung der Euro - Krise

Alle reden über die Krise des Euro, aber keiner macht einen wirklichen Lösungsvorschlag. Dabei ist das Problem
ganz einfach zu lösen und einfache Lösungungen sind fast immer die Besten. Mein Vorschlag: Zunächst gedanklich zu
rück zum ECU(Verrechnungseinheit) als Vorläufer des Euro. Der Euro muß jetzt die gleiche Funktion übernehmen und mit Noten und Münzen als Zahlungsmittel erhalten bleiben. Alle Euro - Länder führen wieder ihre eigenen Währungen ein, so daß die Problemländer die Möglichkeit bekommen, die ihnen bisher nicht zur Verfügung steht, ihre eigene Währung wieder ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit anzupassen. Jedes Land hat also wie nach der EURO - Einführng 2 Währungen. Griecheland z.B. die Drachme u.den Euro. Alle Preise werden wie gehabt sowohl in Euro und Drachme ausgezeichnet. Verändert sich in einem Euro - Land die Leistungfähigkeit, fließt die Abwertung in den Euro ein. Er wertet geringfügig ab. Alle Probleme lösen sich von selbst auf.

@ Bernd1 17:13: Deutschland ist eben unvergleichlich

Das von Ihnen benannte Krebsregister gibt es in der ganzen Welt nirgends in einer Größenordnung wie es für ganz Deutschland erforderlich wäre, das ist ein gewaltiger Unterschied

Vernetzte Zentrale Kresbregister gibt es - s. USA, Australien, Dänemark, Schweden, Südkorea.

Ist zwar off topic, aber das kann man so nicht stehen lassen.

Dazu sollten Sie auch nicht Bundesländer vernetzen, sondern die existenten Krebszentren.

Ansonsten schauen sie mal beim Robert-Koch-Institut rein. Tolle Datenbank in Eigenregie.

Und nochmal...

Muss ich es sagen: unser Problem innerhalb der Eu sind nicht einzelne Länder wie Griechenland oder das " böse Deutschland"! Es ist einfach Tatsache, dass es viele Länder innerhalb der Währungsunion gibt, deren wirtschaftliches Niveau zu unterschiedlich sind. Jetzt schimpfen wir auf die Griechen, morgen auf die Italiener und danach auf die Spanier... Im Gegenzug wird unsere Kanzlerin im Ausland mit einem Hakenkreuz abgebildet.
Und das soll der Preis sein? Für mehr Solidarität gegenüber der EU?
Ich bleib dabei! Die Währungsunion macht im Moment ganzheitlich so überhaupt keinen Sinn. Daher schnellst möglich auflösen!
Die tollen Hobby - Ökonomen können tolle Weltuntergang - Szenarien beschreiben bis ins letzte Detail. Dennoch bin ich mir sicher, dass sich die Märkte mittelfristig darauf einstellen werden und sich erholen. Langfristig wird es bestimmt nicht schlechter laufen. Allerdings wenn Alles so bleibt muss es langfristig schlechter laufen - für Alle!

@marc2010

Staatsbetriebe gehören nicht zur freien Wirtschaft. Da gibt es einige die defizitär sind in GR, z.B. Museen, Bahn etc. Aber gerade die, die bisher Gewinn erwirtschaftet haben sollen ja verkauft werden. Inzwischen weit unter 70% ihres Wertes als vor 2 Jahren. Das gibt Schnäppchen und da sie benötigt werden, muss GR diese später zurück leasen - ob das besser ist?
Ist der Strukturwandel ala Deutschland der bessere Weg? Wohin wollen wir in Europa? was für eine Welt wollen wir unseren Kindern hinerlassen?

@Mapache64

"Ich sehe keine Hilfen der EU, eher ein ausbluten GRs."

Und dies ist genau das Problem! Mrden versickern im Nirvana ohne das dem Volk geholfen wird. Nach einer ordentlichen Insolvenz wären die Politiker zu sinnvollen Reformen gezwungen worden. Das Land wäre jetzt schon 2Jahre am Wiederaufbau, dann gerne auch mit zweckgebundenem deutschen Steuergeld. So sind die Gelder im Finanzsumpf versickert und fürs Volk bleibt der Schrecken ohne Ende.

Kann mir einmal einer den Widerspruch

in den Aussagen von Frau Merkel erklären, die
einerseits alles erdenklich mögliche zu tun verspricht, um Griechenland im Euro und der EU zu halten und andererseits nun( noch )zögert, genau dafür den Griechen ein Jahr zur Stabilisierung ihrer Anstrengungen zu gewähren ?
Da lob ich mir Herrn Juncker. Der sagt deutlich, dass es schierer Unsinn ist, die Griechen auf ihrem ambitionierten Weg zur Verbesserung ihrer Situation wegen eines erbetenen Jahres Aufschub im Stich zu lassen.

Die Lösung ist: Griechenland muß RAUS aus dem Euro!

Die einzig richtige Lösung ist, daß Griechenland den Euro SOFORT verläßt!

Wer noch immer an die Rettung eines BANKROTTEN EU-Landes wie Griechenland glaubt, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann.

Ein weitere Verschleppung der griechischen Staatspleite würde den deutschen Steuerzahler wieder zig Milliarden kosten!

Zudem kommt das große Leid der Armen und der Mittelschicht Griechenlands, die mit dem teuren Euro immer ärmer werden.

Eine Rückkehr zur Drachme wäre für alle Beteiligten - sowohl für Europa wie auch für Griechenland - die beste Lösung.

Weitere Milliarden-Zahlungen an Griechenland und mehr Zeit beim Einhalten der Spar- und Reformziele kann und darf es NICHT geben!

Hoffentlich knickt Frau Merkel nicht, wie fast immer, wieder ein und überschreitet die nächste "rote Linie".

Sollte Griechenland nun seine Reform- und Sparziele wieder nicht erreicht haben, muß es den Euro definitiv verlassen!!!

Mehr Zeit und mehr Geld darf es für Griechenland NICHT geben!

@GuH - Griechenland ist bankrott!!!

Wenn ich mir Ihren Pro-Griechenland-Kommentar durchlese, dann kommt mir der Gedanke, ob Sie das BANKROTTE Griechenland ewig mit dem Geld der deutschen Steuerzahler subventionieren wollen?

Das kann doch wohl nicht Ihr ernst sein, oder???

Jetzt kann es nur noch lauten: Griechenland muß sofort RAUS aus dem Euro, denn dieses Faß ohne Boden ist schon seit vielen Jahren NICHT mehr zu retten!

Griechenland darf auf keinen Fall mehr Zeit und mehr Geld erhalten, dies haben die Griechen bereits en masse von uns bekommen.

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man sich klar und deutlich von Griechenland trennen und konsequent sein muß, sonst macht man sich gegenüber anderen großen Schuldenstaaten wie z.B. Italien und Spanien, die sich mittlerweile auch reformieren müssen, lächerlich und unglaubwürdig.

Mehr Zeit und mehr Geld kann und darf es für Griechenland NICHT geben!

@Mapache64, @fathaland slim

@Mapache64

"Ist der Strukturwandel ala Deutschland der bessere Weg? Wohin wollen wir in Europa? was für eine Welt wollen wir unseren Kindern hinerlassen?"

Ein kaputtes GR, das von anderen Ländern abhängig ist, verschuldet von Kopf bis Fuß? Ein sozialistisches GR?

Wenn GR Strukturwandel ablehnt, um wettbewerbsfähig zu werden, wie soll dann bitte der Verbleib GR im Euro und im europäischen Binnenmarkt funktionieren?

@fathaland slim

"Sie meinen also, der Euro ist nur eine Währung für Länder ohne Probleme? ... Der Euro als Wanderpokal für gute Leistung."

Bei wenigen Problemen wäre der Euro eine Hilfe, GR ist aber gar nicht wettbewerbsfähig. Eine harte Währung erschwert Exporte, erschwert den Absatz eigener Produkte im Inland und verführt zu hohen Importen und Schulden - also genau das, worunter GR leidet. Die Drachme würde genau das Gegenteil bewirken. Es würden wegen der Fehler der letzten Jahre allerdings Härten entstehen, die durch Hilfen der EU sozial abgefedert werden sollten.

Neue Befehle von den FED-Herren und ihren Oligarchen

sind anscheinend frisch aus dem anglo-amerikanischen Herrschaftszirkel des Geldsystems über den Atlantik/ der Nordsee gekommen.
Die Staaten der EU, insbesondere die Schattenregierung von DE soll mal wieder Schulden für sinnlose Hilfsaktionen im Namen der Bürger der BDR GmbH machen und unser Schein-Geldsystem noch schneller mit "besten" Absichten vor die Wand fahren.

Am Ende wird man der Demokratie und unserem Schuldgeldsystem (in dem sich Schulden automatisch und exponential vermehren) die Schuld geben, um dann zu dem selbst verursachten Problem eine Super-Lösung, die neue Weltordnung, mit sozialistischer Weltregierung und Weltzahlungmittel (natürlich ohne Bargeld und Münzen - wäre ja zuviel Unabhängigkeit) einzuführen!
Wer sich nicht informiert und glaub was unsereDE/EU-Politikdarsteller verzapfen sei notwendig und sinnvoll, der irrt.

Wäre die märkische

Wäre die märkische Pfarrerstochter dazu im Stande zum Ausland schlicht und ergreifend nein zu sagen, so gingen nun wohl viele der bitteren Kelche, die der welsche Holländer einzuschenken gedenkt, an Deutschland vorüber. Freilich: Würde die märkische Pfarrerstochter nein sagen können, so hätte Deutschland schon längst seine Mark wieder und müßte für keinen Pfennig ausländischer Schulden haften; doch hier recht sich wohl die kreuzbrave Pfarrhauserziehung.
So stehen nun also die Spielgeldanleihe (welche man auch aus dem Englischen mit Fessel passend übersetzen könnte), die Geldentwertung durch die Zentralbanken (das Aufkaufen von Staatsanleihen und die Verleihung frischen Geldes an die Banken bedeutet nämlich nichts anders wie Gelddrucken, nur das die Folgen noch schlimmer sein könnten) und natürlich der alberne Versuch, durch die Steigerung der Staatsausgaben die Wirtschaft anzukurbeln; lange dürfte das Spiel aber nicht mehr dauern, wenn nach Griechenland auch Spanien und Italien fallen.

@ vanPaten

Sie schreiben:
"Vernetzte Zentrale Kresbregister gibt es - s. USA, Australien, Dänemark, Schweden, Südkorea."

Bitte informieren Sie sich richtig.
Es gibt in den USA und Australien regionale, dezentrale Register die miteinander vernetzt sind. Das entspricht der von mit genannten Lösung auf Basis von Bundeslandern (oder anderen dezentralen Strukturen) und etwas völlig anderes als EIN zentrales Register!
Der von Ihnen verwendete Begriff "vernetzte zentrale Register" ist ein Begriff für mehrere Register die miteinander vernetzt sind, zumindest für IT Experten!
Es ist heute technisch nicht realisierbar ein zentrales und sinnvoll handelbares Krebsregister für ganz Deutschland aus die Beine zu stellen und schon gar nicht für die ganze USA!

Frau Merkels wahre Härte sind solche Statements:

"Wir wissen, dass wir gerade in dem Gebiet der gemeinsamen Währung noch nicht die Anfangsfehler beseitigt haben, die bei der Einführung des Euro gemacht wurden", erklärte sie. "Insofern gehe ich mit dem Bewusstsein hinein, dass wir es schaffen müssen, dass jeder Partner seine Verpflichtungen einhält. Das ist natürlich auch das Thema, wenn wir über Griechenland sprechen."

Wer das ohne zu lachen einmal lesen, darüber nachdenken und dann laut aufsagen kann, der kann in Deutschland auch Kanzler werden. Aufhööören !!!

@kathgläubig

Ihr ewiges "GR muss raus aus dem Euro" hilft glaub ich nicht weiter.
Bisher verdient D ganz gut an der Krise.

Erst kürzlich hat GR 3,7 Mrd. an die EZB zurück gezahlt. Das waren Staatsanleihen, die die EZB zu 75% Nominalwert vor 2 Jahren gekauft hat, mit der Auflage später 100% zurück zu erhalten, also ca. 700 Mio. Euro Gewinn nun. Und so läuft das die ganze Zeit, dass einige Banken und große Geldgeber gut verdienen. Auch das ewige Hin- und Her, das nationalistische Geplänker gehört zum Spiel, da sind alle beschäftigt.
Würde GR den Euro verlassen und die Drachme einführen würde es auch einen 100% Schuldenschnitt benötigen und dann erst wäre das Geld futsch.
Ganz am Anfang der Krise hätte ein Wechsel zur Drachme vielleicht was retten können. Nun, nachdem den Krediten engl. Privatverträge hinterlegt sind, muss GR mit allem haften inkl. aller Bodenschätze der Zukunft. Zur Zeit werden die Umweltschutzauflagen stark aufgeweicht, damit Investoren munter los legen können.

@ 19:14 — Kathgläubig -- Realität

Sie schreiben:
"Zudem kommt das große Leid der Armen und der Mittelschicht Griechenlands, die mit dem teuren Euro immer ärmer werden.
Eine Rückkehr zur Drachme wäre für alle Beteiligten - sowohl für Europa wie auch für Griechenland - die beste Lösung."

Es ist so schade dass Sie sich weigern die vielen Dokumentationen zur Kenntnis zu nehmen die sehr deutlich genau das Gegenteil von dem belegen was Sie hier beschreiben!
Der jetzt eingeschlagene Weg bedeutet für Griechenlands Bürger etwas 35% bis 40% Wertverlust bezogen auf den Lebensstandard, das haben Wissenschaftler in Griechenland (nicht solche Panikmacher wie Dr. Sinn) gerade neu berechnet.
Die Rückkehr zur Drachme würde dagegen einen Verlust des Lebensstandards um etwa 75% bedeuten und das Land mindestens 10 Jahre länger wirtschaftlich handlungsunfähig machen als der jetzige Weg MIT dem Euro!

Und für Deutschland würde der Ausstieg GR aus dem Euro mindestens den doppelten Betrag kosten im Vergleich zur Rettung von GR!

Merkel muß jetzt konsequent bleiben!!!

Frau Dr. Merkel darf jetzt nicht wieder umfallen und muß im Interesse unseres Landes und nachfolgender Generationen HART bleiben!

Dies kann nur bedeuten:

1. KEINE neuen Milliarden für das BANKROTTE Griechenland und seine vielen
PLEITE-Banken!
2. KEINE zeitliche Verzögerung der Spar- und Reformvorhaben!

Sollte Griechenland mehr Geld oder mehr Zeit für die dringend notwendigen Reformen und für die Sparvorhaben benötigen, dann MUSS es definitiv aus dem Euro austreten!

Wann verstehen die EU-Politiker endlich, daß Griechenland NICHT mehr zu retten und ein Faß ohne Boden ist?

Jetzt muß endlich ein Schlußstrich gezogen werden!

Griechenland muß aus dem Euro austreten und zur Drachme zurückkehren, damit Griechenland und seine Menschen endlich wieder eine echte Zukunft haben.

Der Rückkehr zur Drachme und die Staatspleite Griechenlands wäre KEINE Katastrophe!

Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Staatspleite Argentiniens vor einigen Jahren, die Argentinien glänzend gemeistert hat

Griechenland hat den Bogen überspannt

Ob es die Rentenauszahlungen an Tote sind, oder die gefälschten Zahlen, mit denen man sich den Zugang zum Euro erschwindelt hat. Oder sonst noch zig andere Vorfälle.
Klar ist, dass Griechenland mit seinem Verhalten nicht nur den Euro in Gefahr gebracht hat, sondern den über Jahrzehnte hart erarbeiteten Wohlstand.
Portugal, Irland und andere Länder ziehen ihre Reformen durch ohne das ewige Gejammer wie aus Griechenland. In diesen Ländern sind bereits erste Erfolge erkennbar. Aber Griechenland versucht seit mehr als Jahren seine Verzögerungstaktik durchzuziehen.

All denjenigen, die gerne Griechenland weiterhin helfen möchte empfehle ich ein Sammelkonto einzurichten und jeden Monat EUR 500.- für Griechenland einzuzahlen.
Dies entspricht ungefähr dem Betrag, welche unsere Kinder zukünftig für die Rettung dieses Schlamassels bezahlen müssen.

Und liebe SPD und Herr Steinmeier, Sie können gerne den Anfang machen.

@ 19:54 — Kathgläubig

Sie schreiben:
"Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Staatspleite Argentiniens vor einigen Jahren, die Argentinien glänzend gemeistert hat"

Unter anderem auch an diesem Vergleich kann man erkennen ob jemand etwas von den Zusammenhängen verstanden hat oder nicht. Dieser Vergleich ist unsinnig denn die Voraussetzungen sind völlig anders. Aber wenn man immer nur eines Satz wiederholt wie "Griechenkand muss raus" ohne die Zusammenhänge sehen zu wollen dann vergleicht man wohl auch Dinge die nicht vergleichbar sind!

@Bernd1 - Gut, daß Sie kein Ökonom sind.....!!!

Werter Bernd1,

Es ist nur gut, daß Sie kein Ökonom sind.....!

Aber auch solche Leute wie Sie werden eines Tages in der ökonomischen Realität ankommen, die da lauten wird:

Staatspleite für Griechenland und Rückkehr zur Drachme!

Zitat Merkel: "Es geht hier

Zitat Merkel: "Es geht hier nicht nur um ökonomische Fragen, sondern es geht um zutiefst politische Fragen und damit um die Zukunft Europas als Ganzes", sagte sie. (Zitatende)

Was meint die Kanzlerin mit "zutiefst politische Fragen"?

Vielleicht das, was wir in D schon jetzt spüren - weg von der sozialem Marktwirtschaft und vom Sozialstatt und hin zur "marktkonformen Demakratie", die nichts anderes als eine rein kapitalistische Diktatur sein kann? Hire and fire, friß oder stirb. Und in der schlimmsten Ausprägung würden wömöglich Leistungsschwache stillschweigend aussortiert oder gar gesellschaftlich "entsorgt" (natürlich umweltfreundlich).

Gab es alles schon. Die "Untouchables" lassen grüßen.

Was Merkel praktiziert, muß man als Feudalpolitik bezeichnen und klar so benennen. Marktkonforme Demokratie a la Merkel ist diametral verschieden zu Sozialer Marktwirtschaft in freiheitlicher Demokratie.

Da lobe ich mir Francois Hollande und andere, die den Bürger im Blick behalten.

@südbaden

Fast alle Staaten haben zu Beginn ihre zahlen geschönt, D ebenfalls, nannte sich Sondervermögen und waren ausgelagerte Schulden.
Renten an Tote, Mißbrauch von staatl. Geldern dürften auch in ähnlicher Weise in anderen Ländern vor kommen, ich erlaube mir hier kein Urteil, wenn ich die Steuer-CD-Fälle, Betrügereien auch bei uns, Großaufträge, die bewusst jemanden zugeschoben werden Mappus etc. Also wer hier den echten Durchblick hat, kann mich ja aufklären..
GR ist aber ganz bewusst in den dt. Medien so dar gestellt. Die Frage ist für mich mich: warum? warum werden über die ganzen neuen Gesetze, die Arbeitslosen, die Wirtschaft, die neuen Immobiliengesetze, das Anprangern von Steuersündern im Internet nicht berichtet, wie das in anderen europ. Medien der Fall ist.
Und geholfen wird eh nicht Gr sondern den Banken und Versicherungen und zwar deutschen, französischen und zypriotischen Banken, Übrigens ist Zyperns Staatshaushalt top gewesen, sie sind durch ihre Banken rein geraten...

@Mapache64 - Griechenland hat keine Chance!!!

Sie wollen doch wohl nicht Deutschland mit Griechenland vergleichen?

Das würde bedeuten, daß Sie Äpfel mit Birnen vergleichen.

Fakt ist:
Griechenland hat keine Chance, wenn es nicht aus dem Euro austritt und zur Drachme zurückkehrt.

Die Gründe hierfür sind vielfältig.

Fakt ist dito:
Ein derart bankrottes Agrar- und Tourstikland mit einer derart miserablen Prognose, in dem keinerlei Spar- und Reformwillen zu erkennen ist und in dem immer noch zu viel Korruption herrscht, hat im Euro KEINE Chance!!!

Feuer und Wasser...

Möchte mich - mit Verlaub- mal einmischen in den Disput zwischen @Bernd1 und @Kathgläubig.

@Kathgläubig 20:07 schreibt an @Bernd1: 'Es ist nur gut, daß Sie kein Ökonom sind.....!'

Zum Schreien komisch, wäre @Kathgläubig nicht so verbissen borniert. Gerade @Bernd1 hat sich hier im Forum zu etlichen politischen und wirtschaftlichen Themen bereits eloquent geäußert, während @Kathgläubig lediglich seine aus meiner Sich mehr oder weniger reaktionären Kommentare absonderte, immer geprägt von einem machtbewussten Katholizismus.

Werter @Kathgläubig, Sie und Ihre Denkweise sind - "gottlob" - ein überholtes Gesellschaftsmodell. Moderne "Gottgläubige", ob Katholiken, Protestanten, Freikirchler, Muslime, Juden oder andere Religionen haben sich längst weiterentwickelt in der Interpretation ihrer Haltungen zum aktuellen Leben. Das ist lebendige Religion, und insofern gesellschaftlich akzeptabel.

Mein Tipp: Eine Auszeit nehmen, meditieren und eine neue Mitte finden. Und dann hier wieder melden.

Ritter der Kokosnuss

Wer kennt die Szene aus "Ritter der Kokosnuss" als der schwarze Ritter den Ritter der Tafelrunde an der Brücke zum Duell fordert?

Zuletzt hat der schwarze Ritter weder Arme, noch Beine & fordert trotzdem unverzagt das Duell fortzusetzen.

An diesem Punkt befindet sich wohl Griechenland & Samaras. Griechenland fehlen ALLE Voraussetzungen auf einen grünen Zweig zu kommen. Die Schulden sind erdrückend, die Zinslast nicht zu bewältigen, die Wirtschaft funktioniert nicht, das Steuerwesen ist nicht existent, die grossen Vermögen haben in bedeutendem Umfang das Land verlassen, der Beamtenapparat ist nach wie vor aufgebläht, die Verwaltung noch genauso korrupt wie eh und jeh, die Innovativität durch Horror-Bürokratie aus dem Land vertrieben.

Was bitte gibt es hier noch zu retten?
Jedes Ex-DDR-Unternehmen war vermutlich in einer besseren wirtschaftlichen Verfassung als der griechische Staat.

Bitte schleunigst abwickeln & den Griechen die Möglichkeit geben moderne Marktwirtschaft zu lernen.

Uch bin kein Orakel, nur ein

Uch bin kein Orakel, nur ein altgedienter Volks-u.Betriebswirtschaftler mit reichlich praktischer Berufserfahrung in Leitungsfunktionen in intern.Unternehmen (mit Politikanbindung), um mir hier und heute das Statement zu erlauben: Der Euro wird bestehen beleiben und auch GR wird (vermutlich, falls kein neuer Crasch kommt)in der Eurozone bleiben. Alles andere würde ökonomische Verwerfungen ergeben, die alle EU-Staaten nicht unbeschadet überstehen können und an deren Ende möglicherweise auch andere politische Realitäten stünden, die ein in Frieden vereintes Europe in Frage stellen.

Wäre das okay?

Meine Prämisse: Erstmal machen, und anschließend erforderliche Regulationen / Angleichungen im demokratischen Prozess herbeiführen. Entscheidend ist doch (ein alter kaufmännischer Verhandlungsgrundsatz), daß vom Verhandlungsergebnis jeder Beteiligte etwas Positives hat.

Ich sehe da momentan keine Hindernisse - nur die Politik und ihre parteipolitischen Schaukämpfe.

Weg mit Sprüchemachern.

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