Kommentare

Kuhhandel

Pleitestaat GR leiht sich bei griechischen Banken Geld und löst damit von der EZB gehaltene fällige Anleihen ab.
Im Gegenzug leihen sich die griechischen Banken für 1% Geld bei der EZB und reichen als Sicherheit die o.g. vom Staat für 4,5% geliehenen Papiere ein.
Ergebnis dieses Kuhhandels:
1. Die EZB hält weiterhin in gleichem Umfang wie zuvor höchst ausfallgefährdete griechische Staatstitel.
2. Der griechische Staat erhöht weiter seine Gesamtverschuldung durch Umschuldung zu höheren Zinsen.
3. Das Ausfallrisiko liegt also zu 100% bei den europäischen Steuerzahlern.
4. Die griechischen Banken stecken derweil bei null Risiko eine Rendite von 3,5% ein.

Wirklich ein toller Deal!

Aha

Allerdings war die Auktion für die Griechen teuer: Der Zinssatz liegt bei 4,43 Prozent

Woran das wohl liegen mag? Kann es sein, dass diese Kosten letztlich gar nicht von den Griechen, sondern vom deutschen (finnischen, holländischen, luxemburgischen) Steuerzahler zu tragen sind?

Kann es sein, dass die Griechen sich sagen: "Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich völlig ungeniert?" - Ihnen kann es doch wirklich völlig egal sein, ob sie nun 4%, 10% oder 30% Zinsen bezahlen müssen. Sie zahlen es doch EH NICHT.

Und trotzdem gibt es noch eine schöne, Hoffnung-weckende Schlagzeile? Ich bin erschüttert.

Der tolle Deal

Dem ist allenfalls noch hinzuzufügen, dass die Regierung, die dies zu verantworten hat, hauptsächlich deshalb im Amt sein kann, weil die "Nea Demokratia" als stärkste Fraktion laut Wahlgesetz noch ein Sechstel der Sitze im Parlament gratis bekommen hat und so ihre Mehrheit absichern konnte. Andernfalls wäre es damit knapp geworden und möglicherweise hätte eine anders zusammengesetzte Regierung begonnen, die Probleme des Landes und damit die Europas zu lösen. Demokratie kann lustig sein.

@ TB

"1. Die EZB hält weiterhin in gleichem Umfang wie zuvor höchst ausfallgefährdete griechische Staatstitel."

Das stimmt nicht ganz, da die EZB nun auf die griechischen Banken und auf den griechischen Staat zurück greifen kann. Die eingereichten Staatsanleihen der Banken dienen nur als Sicherheit (das Geld der EZB bleibt geliehenes Geld an die Banken)

"4. Die griechischen Banken stecken derweil bei null Risiko eine Rendite von 3,5% ein."

Die Banken tragen in ihrem Beispiel das komplette Ausfallrisiko des griechischen Staates. Wenn der Staat nicht an die Banken zahlt, müssen die Banken dennoch an die EZB zahlen.

Liebe Grüße ;)

Bringt gar nichts!

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie sehr sich EU, EZB und IWF sowie Merkel, Schäuble, Barroso, Draghi, Lagarde, Juncker etc. sich noch immer gegen die ökonomischen Realität wehren, daß Griechenland PLEITE ist!

Griechenland ist NICHT mehr zu "retten" und ist ein Fass ohne Boden!!!!!

Deutschlands Steuerzahler können und dürfen nicht für die Schulden PLEITE-Griechenlands und anderer hoch verschuldeter EU-Staaten aufkommen, denn sonst wird auch Deutschland irgendwann selbst ein Fall für den Rettungsschirm!

Griechenland kann und darf nicht länger im Euro bleiben, denn nur die Rückkehr zur Drachme wäre für die Griechen bezahlbar, da sie sich den teuren Euro schon lange nicht mehr leisten können.

Nur wenn die Preise wieder sinken, dies würde mit dem Austritt Griechenlands aus dem Euro und der Einführung der Drachme geschehen, haben die Griechen, besonders die aus der armen und mittleren Schicht, wieder eine echte Zukunft!

@TB - Kuhhandel

Ihren wahren Worten kann ich nur zustimmen!

@Shagwell

Shagwell: Und Rückzahlung ist im Fall Griechenland ja wohl eher utopisch.

Auch wenn ich mich hier grad ebenfalls am äußersten Rand meiner Wirschaftskenntnisse befinde:
Eine (komplette) Rückzahlung an eine Zentralbank ist nicht nur für Griechenland sondern für alle Länder, nicht nur utopisch sondern unmöglich.

Es muss ja stets mehr zurückgezahlt werden, als ausgegeben wurde. Es muss also mehr zurückgezahlt werden, als insgesamt überhaupt existiert, solange Geld nicht freudigerweise mal anfängt, irgendwo auf Bäumen zu wachsen.

Ausnahmen mögen für sehr rohstoffreiche und auch rohstoffexportierende Länder existieren, doch zumindest aus Sicht der Zentralbank wird es eine komplette Rückzahlung aller Ausstände nicht geben.

Korrigiert mich bitte, wenn ich das falsch sehe. Aber Griechenlands Ende in der Hinsicht ist nicht abzuwenden - weder für Griechenland noch für uns.
Systembedingt.

@No Fool: zahlen eh nicht?

"Ihnen kann es doch wirklich völlig egal sein, ob sie nun 4%, 10% oder 30% Zinsen bezahlen müssen. Sie zahlen es doch EH NICHT."

Der Artikel sagt etwas anderes: "Am kommenden Montag werden Anleihezinsen in Höhe von 3,2 Milliarden Euro fällig."

Griechenland muss sich das Geld leihen, um eben genau die Zinsen zu bezahlen.

Denn um die Zinsen allein geht es hauptsächlich bei dem ganzen Staatsverschuldungsspiel.
Auch wir zahlen nur Zinsen zurück (ca. 30Mrd/Jahr), nicht die Schulden.
Und weil das nahezu jeder Staat so macht, sind eben die Zinsen bei jeder Ausgabe so entscheidend.
Die absolute Höhe der Staatsschulden ist sekundär, das sehen Sie an den USA oder an D.
Nur im Falle Griechenlands, wo durch die Ratingagenturen eine Abstufung auf Ramschniveau und somit ein quasi Totalverlust der Werte der Anleihen drohte, ist die Gesamtmenge der Staatsschulden interessant. Allerdings nur in Form von toxischen Papieren bei Banken und Versicherungen.

Geld drucken...

Es gibt nur einen Weg die Schulden der EU komplett zu bezahlen: Geld drucken und ausgeben. Das wiederum hätte aber gravierende Folgen auf die Preisentwicklung (Inflation Aufgrund von Spekulationen?) und den mit Geld überschwemmten Finanzsektor (keiner wüsste mehr wohin mit dem vielen Geld).

Perpetuum Mobile

Verstehe ich das richtig?

Ich bin pleite.
Ich leihe mir Geld bei meiner Bank um meine Schulden beim Geldgeber zurückzuzahlen.
Der Geldgeber wird mich mit Geld retten weil ich nicht pleite gehen darf.
Ich bin pleite.
Ich leihe mir Geld bei meiner Bank um meine Schulden beim Geldgeber zurückzuzahlen.
Der Geldgeber wird mich mit Geld retten weil ich nicht pleite gehen darf.
Ich bin pleite.
Ich leihe mir Geld bei meiner Bank um meine Schulden beim Geldgeber zurückzuzahlen.
Der Geldgeber wird mich mit Geld retten weil ich nicht pleite gehen darf.

@HaanSolo

Glauben Sie ernsthaft, dass die EZB bei den griechischen Banken noch was holen kann, wenn GR pleite ist?
Wenn GR pleite ist (und das ist es eigentlich schon lange), sind auch die griechischen Banken pleite, denn diese bekommen dann die an den Staat verliehenen Unsummen (weit mehr als der heutige Deal) nicht mehr zurück, wie Sie in Ihrer zweiten Anmerkung selbst zutreffend feststellen.
Folglich werden sie auch ihre EZB-Kredite nicht mehr bedienen können. Somit trägt das Ausfallrisiko also letzlich zu 100% die EZB und damit der europäische (insbesondere der deutsche) Steuerzahler.
Die griechischen Banken gehen mit diesem Kuhhandel kein neues Risiko ein, denn würden sie den Kuhhandel nicht mitmachen, wäre GR sofort zahlungsunfähig, und im nächsten Atemzug dann auch die griechischen Banken.

Kurzfristig

Ich finde, die EZB ist die gefährlichste Bank der Welt. Wir Deutschen sollten sehr misstrauisch sein, da dort unser Geld gleichermaßen verwaltet wird. Nur haben wir leider keinen Zugriff darauf, dafür aber die Banken der Südländer.

zentralbankgeld

aha, die kommentatoren sind am rande des verständnisses von ökonomie und insbesondere der geldpolitik.
welcome to the club. das ist das systemische problem, daß mit der geldschöpfung etwas kreiert worden ist, was nicht mehr verstanden und beherrscht werden kann, ist schon bei dem geheimen rat und finanzbeamten goethe, im faust nachzulesen.

zentralbanken können UNBEGRENZT geld erschaffen und vernichten; das tut zunächst niemand weh. deshalb, und genau deshalb, dürfen die politiker laut gesetz da keinen zugriff bekommen, sonst passiert, was im kongo, zimbabwe, südamerika usw. geschieht und geschehen ist: inflation und hyperinflation.

da aber die politiker sich nicht an gesetze halten, gestern schröder, eichel: maastrichtkriterien..., und heute die derzeitigen akteure, geht europa den bach runter.

Erklaerung der Vorgaenge auf Deutsch

Die EZB gibt dem griechischem Staat ueber den Umweg Kapitalmarkt und den Helfershelfern-Banken Geld, dass der griechische Staat wieder an die EZB fuer Zinstilgung weiterleitet.

Alles was sich veraendert hat sind zwei Posten in zwei Billanzen.

A) Die Zinstilgung auf dem EZB Konto Griechenlands ist erfolgt

B) Die gr. Banken haben nun gueltige Aktiva in der Form von gr. Staatsanleihen auf der Hand, fuer die Sie sich bei der EZB das Geld zurueckholen koennen.

Nebeneffekt ist, dass die Banken bei der EZB viel weniger Zinsen zahlen als sie vom Staat bekommen. Das ist sozusagen deren Vermittlungsobolus fuer die Umschichterei in der EZB Billanz und nicht der Rede wert.

"Ungewöhnliche Lösung" ist

"Ungewöhnliche Lösung" ist sehr schmeichelhaft ausgedrückt für eine Zweckentfremdung und Kompetenzüberschreitung der EZB. So etwas wäre unter normalen Umständen weder erlaubt noch möglich, aber was bedeuten unseren Eurokraten schon Regeln und Verträge...?

Insolvenz-Verschleppung

Bei Beginn der Griechenlandkrise hatten bereits einige mutige Experten konstatiert, das Griechenland insolvent ist. Alle Maßnahmen zur Rettung bewirken nur eine Insolvenz-Verschleppung. Die Insolvenz wird immer wieder hinaus geschoben. Bin gespannt wann endlich der Endpunkt erreicht wird.

Schluss mit den Vertragsbrüchen

Wann ist endlich Schluss mit den Vertragsbrüchen?

Gebt uns unsere DM wieder!

Maastricht und alle Nachfolgeverträge sind gescheitert. Was nutzt ein Vertrag an den sich eh keiner hält?
Wann hört die Politik endlich auf unser Geld zu verschwenden.

Wann hat endlich das Volk das Wort? Volksentscheid - dann die DM! So sollte es laufen.

User -TB- hat es treffend auf den Punkt gebracht.

Das Land ist so was von pleite, trotzdem geht die Insolvenzverschleppung Woche für Woche, Monat für Monat, weiter. Die EZB handelt kriminell und ist sich für kein Schindluder zu schade, wenn es darum geht, reiche Zocker zu retten.
Griechenland muss so schnell wie möglich aus der Eurowährung austreten. Mit einer Art von Marshallplan kann man dem Volk wieder auf die Beine helfen. Unsere Hilfen dürfen nur den Bedürftigen zugute kommen und nicht den Reichen und Eliten.

Deutschland

macht doch das Gleiche, Geld leihen um die Zinsen zu bezahlen. Die Kredite tilgen daran denkt doch niemand, ist auch gar nicht mehr möglich.

Auch ein austreten von Gr. würde nichts bringen, Schulden bleiben Schulden, egal ob die Währung nun Drachmen, Euro, Eumel, Dollaren oder gar Mist heißt. Genau so die Aufpaltung in Nord und Südstaaten, das erinnert mich so an die Ausrufung der Konföderierten Staaten von A. mit dem darauf folgenden Bürgerkrieg.

Einfach mal Gehirn einschalten.

@HelgOmat - da liegen sie falsch

Natürlich sind Staaten wie Deutschland langfristig sehr wohl in der Lage ihre Schulden zurückzuzahlen. Und die äusseren Umstände dafür sind heute sogar wesentlich besser als vor ein paar Jahren:

1. Schuldenbremse: Von Jahr zu Jahr dürfen Bund und Länder bei uns weniger an Neuschuld aufnehmen.

2. Zinsen: Da Deutschland (trotz Moody's Rüffel) immernoch als 'safe haven' schlechthin wahrgenommen wird sind die Zinsen zur Zeit ausserordentlich niedrig. Bei kurzfristigen Anleihen kassieren wir sogar, dank negativem Zinssatz.

3. Sobald ein Staat anfängt Überschüsse zu erwirtschaften sinken nicht nur die Zinsen weiter, sondern die Gesamtschuld wird kontinuierlich von der Inflation aufgezehrt. Selbst bei noch relativ soliden 3% jährlich würde sich die Staatsschuld in 20 Jahren nahezu halbiert haben.

Zurück zur DMEM?

Zurück zur DM ist erst Recht keine Alternative, denn, merke, Schulden sind Schulden, und D. ist auch hoch verschuldet.

Ein Narr der glaubt mit der DM würde es besser um Deutschland stehen, das Gegenteil ist der Fall.

Die DM 2.0 wäre der "Super Teuro"! und würde im Fiasko, sprich einer Hyperinflation und anschließender Währungsreform enden.

Griechenland hat nun zu

Griechenland hat nun zu überhöhten Zinsen im Privatsektor KLredite aufgenommen, die für 13 Wochen laufen, da diese dann mit der neuen Zahlung aus dem ESM ausgelöst werden sollen! Das bedeutet doch das die nur von Kredit zu Kredit leben und wohl schon eine Zusage der Troika über die nächste Auszahlung bekommen haben müßen! Das Volk hat nichts davon, weil das Geld wieder zu den Finanzhaien fließen wird und der Rest von Europa wurde wieder über den Tisch gezogen!

@a.crowley

Danke für die Antwort.
Ich verstehe nur die Schuldenbremse nicht als Widerspruch zu meiner These, dass eine restlose Rückzahlung aller Ausstände nicht möglich ist.
Weniger Schulden machen als vorher, heißt immer noch neue Schulden machen. Selbst keine neuen Schulden zu machen würde die Altschulden durch Zinsen immer noch steigen lassen - aber das ist gar nicht mal der springende Punkt für mich.

Meine Überlegung ist, da alles Geld von einer Zentralbank kommt und sie es plus Zins zurückhaben möchte, wären die Ausstände selbst dann nicht beglichen, wenn der gesamte Kredit zurückgeführt würde, da das Geld um auch die Zinsen zu zahlen ja noch gar nicht existent ist.

Ich leihe Ihnen 100 Marken (meiner eigenen Währung), nach einem Jahr geben Sie sie mir zurück - wie wollen Sie jetzt die 3 Marken, die ich als Zins verlange aufbringen?

@ SydB

Natürlich bleiben Schulden Schulden. Es geht aber nicht nur um die Alt-Schulden, sondern auch um die "Neu-Verschuldung". Mit der Drachme käme das Land wieder schneller auf die Beine und die Sparmaßnahmen wären nicht so drastisch. Auch wenn das Land damit seine alten Schulden (noch) nicht zurückzahlen kann, so sinkt wenigstens die Neuverschuldung. Ständige Geldtransfers sind die allerschlechteste Lösung überhaupt, weil damit auch Deutschland in die komplette Abhängigkeit der Finanzmafia gerät. Genau dieses Ziel verfolgt die City of London, nämlich eine Unterwerfung der Welt durch Überschuldung.

Wie die Politik DE zu Steuererhöhungen führt.

Seit Merkels Fehleinschätzung

(nach der angeblich systemischen Bankenrettung;
die Banken vernetzen ihre Schulden immer mehr, womit schon kleine Banken systemisch als Auslöser des Dominoeffektes sein könnten u. auch der Rettung bedürfen = Dauerrettungforderung = Erpressung der schuldenabhängigen Politik und Steuerzahler),

die Kreditgeberkrise
(denn die bangen um ihre Tilgungen und Zinsen)

sei nur eine Liquditätskrise, der man mit schnellem Geld aus der Patsche helfen kann und dem Slogan der Eurorettung als Europarettung
(wie nett, wachsende Schulden retten weniger schnell wachsende, nun einbrechende Volkswirtschaften mit Minustilgungspotential im BIP)

werden alle Vereinbarungen weiter wie gehabt
gebrochen und neue
(ESFS und der Endzeit-ESM)
plündern die Kassen der immer weniger Geberländer wie DE = letzte Bastion und Selbstbedienungsladen für GRE u.a.

Bank kauft Staatsschuld (aus 1 Bio EZB-Kredit)
> verkauft NZB f.ZB-Geld
> verkauft an EZB f. neues EZB-Geld
= Target-2 DE.

@SydB - Hyperinflation

"Die DM 2.0 wäre der "Super Teuro"! und würde im Fiasko, sprich einer Hyperinflation und anschließender Währungsreform enden."

Wenn am Ende (definitiv) eine Währungsreform steht, kann man die DM 2.0 gleich überspringen und zur DM 3.0 gehen.

Hyperinflation? Ein Gespenst geht um in Europa.
Ob es eine Inflation gibt oder nicht, kann die Bundesbank dann steuern.
Ökonomen rreden eher von Aufwertung, d.h. unser Geld wird mehr Wert sein als jetzt.
Da das ja so "schlimm" ist, werden wir einfach ein bisschen geld drucken und den Wert der DM auf den aktuellen Wert des Euro drücken.

Beispiel:
50% Aufwertung -> Geld drucken -> 50% weniger Schulden

Grotesk!

Die „Rettungsversuche“ werden immer grotesker- wider und wider wird entgegen der Vertragsregeln getrickst und gemauschelt, um die Agonie des griechischen Staates noch ein wenig zu verlängern- das hat schon masochistische Züge, was hier abgeht!

Wenn die EZB diese „Sicherheiten“ vertragswidrig akzeptiert, haben alle anderen die Torte wieder auf dem Auge, und die Schuldengemeinschaft wächst wieder um einige Milliarden.

Ich frage mich, was eigentlich noch passieren muss, bevor diesem Alptraum und Spuk ein Ende bereitet wird?!

Ich finde es gut

Der Vorschlag von Genosse Gabriel mit der Schuldenunion ist DIE Lösung!

Wie Deutsche haben doch die Griechen in diese Bedrängnis gebracht und sind doch die größten Nutznießer des Euro.

Daher finde ich die Ideen von Genosse Gabriel sehr gut.

re HaanSolo

Ich lese immer Sicherheiten.
Wenn die Banken pleite sind, kann sich die EZB kein Geld vom griechischen Staat holen.
Sie hat nur wertlose Staatsschuldverschreibungen in der Hand.
Kennen Sie das Sprichwort:
"Wo nichts mehr zu holen ist, hat selbst der Kaiser sein Recht verloren."
Ersetzen Sie den Kaiser durch EZB, dann wissen Sie was ich meine.
Die EZB holt sich dann des Geld vom Steuerzahler der Staaten zurück, die noch zahlen/einzahlen können. Der 3. Rettungsschirm ist sicher schon in der Mache, leider noch streng geheim aber so sicher wie das "Amen" in der Kirche.
Wenn nicht EFSM, dann eben ESM.
Schöne Aussichten.

Kurios...

Verstehe ich das Richtig? Die Griechen machen Schulden, um Schulden zurückzuzahlen??? Ebensogut kann man den Teufel mit dem Beelzebub austreiben...

Wäre es nicht auf Dauer billiger und für alle Seiten nervenschonender, wir würden das Geld, dass die EU den Griechen zahlt, in den Wind schreiben, noch einen ordentlichen Schuldenschnitt draufpacken und so diesem Land wieder auf die Beine helfen?

Immer neues Geld in ein Fass ohne Boden zu pumpen, kann man doch wohl nicht ernsthaft als Solidarität bezeichnen.

@HelgOmat Stimmts?

Ich bin grundsätzlich Ihrer Meinung, aber ist es nicht so, dass -früher zu DM zeiten- die Bundesbank als einziger "Produzent" von echtem Geld (gemeint sind nicht die Giralgeld-Guthaben auf den Konten!) die Zinsen die sie erhält als Gewinn an den Staat abgibt und so dieses Geld wieder in den Umlauf kam? Vielleicht mache ich da auch einen logischen Fehler, aber wenn wir 100 "Marken" im Umlauf haben und alle 4 Monate wird eine "Marke" als Zins gegeben, die dann wieder über die Politik/den Staat ins System gegeben wird ist doch genug Geld im System damit am Jahresende Guthaben und Schulden negiert sind.
Ich meine in diesem Fall nur reales Geld, kein Giralgeld. Den Zins(eszins)effekt lasse ich in diesem Gedankenspiel bewusst weg. Vielleicht können Sie mir meinen gedanklichen Fehler aufzeigen. Denn dann könnten alle Schulden zurückgezahlt werden - wenn auch mit der Konsequenz, dass kein Geld mehr existiert.
Gruß Jan.Ros

@ Didi

Stimme Ihnen voll und ganz zu.

Bleibt eigentlich nur die Frage wann der Dominoeffekt eintritt und andere Staaten dem Beispiel Griechenlands folgen werden. Streng nach dem Kindergartenmotto der Andere macht es doch auch also warum ich nicht?

Wenn selbst in der Ferienzeit kein Geld mehr in die Kasse von GR kommt, dann frage ich mich wann dann?

Die Griechen

machen das gleiche wie die Deutschen auch, leihen sich Geld um die Zinsen zu bezahlen, Schulden werden KEINE getilgt, never!
Nur noch neue draufgepackt.

Tilgung

Ist ziemlich schwer Kredite zurückzuzahlen, wenn das Geld bei denen ist, von denen man den (über Umwege) Kredit genommen hat.
Und täglich grüßt das Geldsystem.

@ SydB : Die Deutschen machen (noch nicht) das wie Griechen

Leider irren Sie. Kredite haben Laufzeiten für Tilgung u n d Zinsen.

Leihen Sie jemand Geld und erwaten nur Zinsen und ihr Geldvermögen schreiben Sie bei Kreditausgabe ab? Niemand.

Die Deutschen zahlen brav Jahr für Jahr aufgelaufene Tilgungen und Zinsen. In diesem Jahr ca. 270 Mrd. Bruttoschulden früherer Jahre (bei 247 Mrd. geplante Bundestteuern; ist nicht die Nettoneuverschuldung, in der auch Zinsen nicht eingehen) und ~37 Mrd. Zinsen.

Aus relativ immer weniger Steuern und immer mehr Bruttoschulden.

GRE kann ohne inneren Totalzusammenbruch und trotz 100 Mrd. Schuldenerlass weder lfd. Altschulden noch alle Zinsen bezahlen und hängt weiter am Bruttoschuldentropf, den die anderen bezahlen sollen.

Weitere €-Länder folgen, vielleicht nicht so krass, aber es summiert sich. Bei uns führt das am Ende zu spürbaren Steuererhöhungen z.B. MwSt auf 25% oder ähnlichem Eurosoli auf Einkommen, geht man den Weg der Schuldenunion weiter.

Fein, Fein . . .

GR ist pleite und die neuen Schuldentitel kaufen mangels anderer Interessenten die griechische Banken, die selber klamm sind und reichen diese als Sicherheit ihrerseits bei der Zentralbank von GR ein, für die der Staat garantiert.

Der Erlös fließt zur Ablösung alter Schulden an die EZB zurück, die dann wiederum die griechischen Banken refinanzieren muss. Und voilá: das Perpetuum Mobile ist erfunden !!!

Bundesbank könnte auch drucken

Einführung DM - Wert der DM steigt - Bundesbank druckt Geld - Wert der DM sinkt wieder - Bundesbankgewinne werden zur Schuldentilgung verwendet. Der Bürger hat keine Verluste die er nicht mit Teuro auch hätte, aber Deutschland könnte sich sanieren.

Leider nur Träume welche die imperialen Absichten der Eurokraten, Bilderberger und Goldmänner (viele in Personalunion) erheblich stören.

Das Gänze grenzt an den totalen Wahnsinn

...und kein Mensch dieses Landes mit klarem Verstand kann es nachvollziehen.

@AllesSuper

AllesSuper:
Einführung DM - Wert der DM steigt - Bundesbank druckt Geld - Wert der DM sinkt wieder - Bundesbankgewinne werden zur Schuldentilgung verwendet.

Lieber AllesSuper,
das würde so nicht funktionieren. Bargeld drucken spielt bei dem was Sie meinen eine verschwindend geringe Rolle. Die Geldmenge kann nicht einfach erhöht werden, sie muss bestimmten Gesetzen folgen.
Es wäre besser, wenn Sie sich über die Grundlagen der Volkswirtschaftslehre informieren würden.

@Bobby.peru

Bobby.peru:
Das Gänze grenzt an den totalen Wahnsinn und kein Mensch dieses Landes mit klarem Verstand kann es nachvollziehen.

Doch natürlich kann man das nachvollziehen. Mit Wahnsinn hat das für meine Begriffe nichts zu tun. Eher mit Geldmarktpolitik.

Schluß jetzt!

Es hilft nur noch der eiserne Besen. Aber nicht der mit dem schwarzgelben Stil eines Blindenstocks, sondern der mit dem dunkelroten Besenstl der reinen Wahrheit. Griechenland ist als Staat pleite, muß aus dem unflexiblen (T)Euro raus und sich selbst genesen.

Alles andere ist Beschiß am Eurobürger von der Biscaya bis zum Bosporus.

Viel zu viel goutieren die täglichen Nachrichtenmeldungen als reine Unterhaltung, weil man selbst (vermeintlich) noch nicht betroffen ist. Völlig falsch. Jeder ist bereits betroffen von der Eurokrise uns wird es bald deutlicher merken durch steigende Steuern und andere Kosten. Woher sonst sollen die Milliarden für Rettungsschirme her kommen?

Es ist so traurig - und ich bin es auch leid immer wieder dagegen an zu predigen - daß die Mehrheit der EU-Bürger offenbar zu einfältig sind, sich aufzuraffen und sich für eine bürgerfreundlichere Politik der sozialen Marktwirtschaft einzusetzen. Um Ihren rechtmäßigen Teil vom Kuchen zu bekommen.

Rosen für Apoll...

...lautet der schon sehr alte Buchtitel eines deutschen Literaten über die griechiche Mentalität. Er beschteibt die mehr oder minder akzeptable griechiche Volksseele des liebenswürdigen Betrugs - der anschließen mit einem Ouzo nivelliert wird.

Heute sind die Rosen längst verwelkt, die Realität ist furztrocken. Apollons Steuervermeider haben ein Armenhaus auf der hellenischen Halbinsel hinterlassen. Während sie sich selbst als Gewinner in Genf und London und Berlin und ... sonstwo als willkommene Investoren tummeln. Und dort vielleicht sogar üppige Rosensträuße zur Begrüßung erhalten.

Es müsste genau andersherum sein. Der internationale Gerichtshof in Den Haag muß sein Spektrum erweitern auf Wirtschaftskriminalität und auf die internationalen Finzanzschieber und Volkswirtschaftsschäflinge. Und solche Exponenten deklarieren, zur Fahndung ausschreiben, festseten, und öffentlich aburteilen.

Nur so wird ein Umdenken erfolgen.

Hört doch auf mit Griechenland!

Es ist doch zu durchsichtig: Der gesamte europäische Kredit steht auf der Kippe, und ausgerechnet Griechenland - von der Wirtschaftsleistung her gesehen, eher ein Zwergstaat - soll "uns alle" in den Abgrund reißen. Lachhaft. Da ist es schon eher wahrscheinlich, dass die billige Staatsverschuldung hierzulande (wegen der niedrigen Zinsen wächst sie natürlich umso mehr) u.a. auf den runiösen "Spar"-Auflagen für andere fußt. Je schlechter es Rest-Europa geht, desto besser steht Deutschland da! Ist zwar eine Milchmädchenrechung - was wäre denn Deutschland ohne seine "Versager"-Partner? -, wird von der Regierungskoalition aber gnadenlos durchgezogen. Wahrscheinlich beten sie alle heimlich darum, dass das, was sie populistisch herbeireden - der Zerfall und wirtschaftliche Ruin Europas -, ihnen erspart bleibt und alles doch noch gut geht. Wieso das so werden sollte, wissen sie aber selbst nicht!

Art Exempel?

Ich bin auch an den äußersten Rand meiner Wirtschaftskenntnisse gegangen und bin gleich abgestürzt.
Wie ich dem Bericht entnehme hat Gr. nur mit viel Glück diesen hohen Betrag von 4.03 Mrd. Euro bekommen, was mich vermuten lässt das es bei der nächsten Auktion weniger werden könnte, ist das richtig?

Wie die meisten hier im Forum, frage ich mich wann ein Land endgültig pleite ist, denn nach meiner Logik ist das doch in diesem Fall in Gr. längst eingetroffen.
Soll uns die Art der "Wiederbelebungsmaßnahmen" zeigen, das in Gr. eine Art Exempel statuiert wird so nach dem Motto, wir können immer und alles weiterbeleben wenn wir es nur wollen?

Mir tut die Bevölkerung leid die in Gr. wohnen und auch nicht mehr wissen wie es dort weiter geht.

warum ist das so???

Griechenland soll garnicht gerettet werden. Das was hier passiert, ist alles gewollt. Man will griechenland klein halten in dem man das Land durch solche mechanismen wie hier beschrieben garnet erholen kann. Und die Länder die Geld geliehen haben bekommen jedem Monat schön ihre Tilgung + nochmal Zinsen draufgepackt. Perfekter gehts doch garnicht?!? Griechenland könnte sehr wohl durch den Export von Gütern wie Gemüse und Obst und den tourismus leben. Aber was viele hier nicht wissen, es gibt spezielle EU Verträge die genau das unterbinden...Warum blos?

@es strowelich Gret

"Geld drucken" wurde von mir als Synonym für die Ausweitung der Geldmenge gewählt. Die Schweizer Zentralbank macht zur Zeit vor wie diese Kopplung auch für eine neu DM funktionieren könnte. Diese Ausweitung oder Verknappung der Geldmenge folgt übrigens keinen Gesetzen sondern ist reine Willkür der verantwortlichen Zentralbanker um wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Ich hoffe das Sie schon mal von expansiver und restriktiver Geldpolitik gehört haben.

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