Kommentare

Solange der Export

funktioniert und in anderen Ländern noch der deutsche Kram gekauft wird, solange ist alles gut!

Wenn aber die Exportnachfrage sinkt - was in einer Wirtschaftskrise durchaus sein kann - dann ist die deutsche Volkswirtschaft dann eben auch nicht mehr so einfach zu retten.

Denn - wer bitte soll all den Kram, der täglich produziert und ins Ausland gekart wird, dann noch kaufen?
Die Deutschen ... wohl kaum, denn noch mehr Autos geht ja auch noch und Waschmaschinen, Fernseher etc. haben wir auch eigentlich alle genug.

Zugute kommt uns natürlich, dass rund um uns herum ein Unternehmen nach dem anderen in den Krisenländer dicht macht. Das verschafft deutschen Unternehmen natürlich zusätzliche Aufträge!

Die Frage ist allerdings, was unterm Strich besser ist. Denn letztlich wird die Nachfrage in vielen Teilen Europas auch durch die Rettungspakete ermöglicht.

Wir alle zahlen also dafür, dass deutsche Unternehmen Profit machen.
Also eine Art: Arbeitsbeschaffungsmaßnahme durch Steuergeld

Hausaufgaben

Wer seine Hausaufgaben macht...

Schade ist nur, dass wir bis nach der Bundestagswahl nun keinen politischen Fortschritt mehr erleben werden. Erst wählen die Niedersachsen und hinterher ist sowieso nur noch Wahlkampf.
Dabei gäbe es noch so viel zu tun:
- Abschaffung Ehegattensplitting
- Abbau von Subventionen
- Ausbildungs- und Anwerbeprogramme für Erzieher/innen
- Ausbau der Kitas und (verbindlichen) Ganztagesschulen
- Reform der Mehrwertsteuer
- ...

Alles wichtig, um die Wirtschaft anzukurbeln... leider bleibt das alles liegen, bis in etwas mehr als einem Jahr die Große Koalition endlich starten kann... insofern wir bis dahin ein verfassungskonformes Wahlrecht haben...

Es ist natürlich schön, dass Deutschland noch gut dasteht,

aber ich kann mir gut vorstellen, dass die Krise bei uns auch noch ankommen wird.
Der Export innerhalb Europas wird zurück gehen, weil den europäischen Ländern das Geld zum Importieren fehlt.

Geht der Export in Deutschland zurück, dann wird auch hier die Arbeitslosenzahlen ansteigen (ob sich das in der Statistik wiederspiegeln wird, ist eine andere Frage) und dann kippt hier sehr schnell die Stimmung und die Binnennachfrage kommt zum Erliegen.

Was ist Krise?

Seit, schon vielen Jahren, hören wir das Wort Krise.
Unsere Wahrnehmung wird beeinflusst.
So lässt sich leichter regieren, man kann eigene Fehler, oder Untätigkeit auf die, gerade jetzt herrschende, Kriese schieben.
Aber, das Leben geht ganz normal weiter.
Apropos, deutsche Waren sind auf der ganzen Welt begehrt.
"Made in Germany" steht für Qualität, Zuverlässigkeit.
Deutsche Arbeit verdient Respekt!

Korrekt

Nur einen politischen Fortschritt gab es die letzten 3 Jahre auch schon nicht.
Tatsächlich hat man sich darin gesonnt, wie gut es einem im Vergleich zum Rest Europas geht.

Womit man sich das allerdings erkauft hat (Rentenalter,Leiharbeit, Niedriglohnsektor etc.) wird ja gerne verschwiegen.

Sei es wie es ist.. Merkel hatte im Wahlkampf nichts versprochen und genau das hat sie auch gemacht.
Der nächste Wahlkampf wird genauso enden ... Merkel macht keine Aussagen und klaut sich die guten Ideen von der Opposition.

Grüne und SPD werden sich eher unbeliebt machen, weil sie das sagen müssen, was getan werden muss. Die Reformen, die kommen werden, werden keinen Spaß machen, gleichgültig ob PKW Maut, Energiewende, Gesundheits- und Bildungsreform etc.

Zu guter Letzt natürlich die Eurobonds - die kommen werden... egal von wem, mangels Alternativen

Aber irgendwer muss es ja mal sagen!
Die Wähler wollen das nicht hören.. wählen entsprechend den, der einem die Rosabrille anbietet.

Deutsche Arbeit verdient Respekt!

Arbeit perse verdient Respekt und ich wüßte nicht, warum die Spanier oder Italiener schlechteren Kram produzieren.

Die Unternehmen dort gehen ja auch nicht pleite, weil die Produkte schlecht sind, sondern weil ihre Märkte und wirtschaftliche Basis zusammenbrechen.

Wenn also ein spanischer Maschinenbauer keine Kredite mehr bekommt - weil das Bankensystem kollabiert - wie soll er dann produzieren?
Der Auftrag geht dann nach Deutschland!
So einfach ist das...

"Made in Germany" steht für Qualität - mag sein, das kann ich nicht beurteilen. Allerdings bedeutet das ebend auch, dass die Qualität nicht so teuer ist, dass man sich für die noch billigere Alternative entscheidet.

Einer der Gründe warum es Deutschland so "gut" geht ist doch, dass es immer mehr Menschen schlecht geht, immer mehr immer weniger verdienen!
Das wirkt sich natürlich auch auf die Preise aus.

Deutsche Arbeit verdient Respekt... daher muss sie auch entsprechend entlohnt werden. Das ist immer weniger der Fall!

@ maschmi78

Wer seine Hausaufgaben macht...

die Frage ist da wer diese Hausaufgaben eigentlich gemacht hat...

"nun keinen politischen Fortschritt mehr erleben werden."

Haha als ob es unter der aktuellen Bundesregierung politischen Fortschritt gegeben hätte. Ich sehe herumlavieren, ausbremsen, antesten und wieder verwerfen - selbstverständlich und nicht zuletzt auf Kosten Anderer. Wenn diese Bundesregierung Ihre Hausaufgaben gemacht hätte, dann wäre es nicht so weit gekommen. Die Hausaufgaben der Bundesregierung (als Regierung der Wirtschaftsnation Nr. 1 in der EU) beinhalten u. verlangen eine Führungsrolle in der EU (nicht zu übernehmen, nein sondern) auszufüllen.
Ich sehe hier politische Rückschritte ohne Ende. Nicht nur direkt deutsche, aber von Deutschland mitverschuldete Rückschritte auf europäischer Ebene...

PS: Ein Zwang zur Ganztagesschule? Ein Zwang zur verstaatlichung der Erziehung? Politischer Fortschritt ist was anderes als blose Symptombehandlungen!!!

@ Mr Enigma

Sie haben natürlich Recht, dass wir alle dafür zahlen, dass deutsche Unternehmen Profit machen durch eine Art Arbeitsbeschaffungsmaßnahme durch Steuergelder.
Was haben wir Deutschen davon, wenn zwar unsere Waren gekauft, jedoch nicht bezahlt werden. Ich denke da an die Target-2-Schulden in Höhe von ca. 700 Milliarden Euro. Zumindest den Großteil dieser Gelder wird Deutschland nie zurückbekommen, wenn überhaupt was zurückgezahlt wird. Die Großkonzerne haben die Gewinne längst eingestrichen und der Steuerzahler bleibt auf den Verlusten sitzen. So kann und darf das nicht weitergehen, dass Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden.
Ein großes Problem ist der fast täglich steigende Heizölpreis. Die Inflation wird dadurch kräftig vorangetrieben und die Politik sieht wie immer tatenlos zu.

Wirtschaftskrise erreicht Deutschland

Die Wirtschaftskrise erreicht nun auch mehr und mehr Deutschland.

0,3 % Wachstum sind so gut wie nichts! Das ist schon nahe an der Rezession!
Bei 0,3 % Wachstum werden keine neuen Mitarbeiter mehr eingestellt. Das sind die bitteren Fakten zur Lage der deutschen Wirtschaft!

Da die Eurokrise noch immer nicht gelöst ist und ich davon ausgehe, daß diese weiter eskalieren wird und zudem das Wirtschaftswachstum in China und den USA rückläufig ist, was für den deutschen Export sehr negativ, da von enorm wichtiger Bedeutung ist, wird die Wirtschaftskrise mit Kurzarbeit und höherer Arbeitslosigkeit sehr bald auch Deutschland erreichen!

@MrEnigma

"Womit man sich das allerdings erkauft hat (Rentenalter,Leiharbeit, Niedriglohnsektor etc.) wird ja gerne verschwiegen."

Stimmt. Aber mal ehrlich: wenn Sie wählen könnten. Hätten Sie dann lieber die deutschen Reformen der Agenda 2010 erlebt, oder würden Sie heute lieber in Griechenland leben?

Die Wahl "gestern Griechenland, heute Deutschland" gilt nicht... ;-)

All das, was wir über lange Zeit so schonend wie möglich eingeführt haben, machen die Griechen, Spanier und Italiener in kurzer Zeit (Respekt). Ohne ähnliche Sicherungssysteme wie wir sie hatten und ohne die Chance, dass sich die Bevölkerung darauf einstellen konnte...

Wie hätte die Alternative zur Agenda 2010 Ihrer Meinung nach ausgesehen?

@zammy

Ich stimme Ihnen zu: diese Regierung hat nicht viel bis gar nichts bewegt. Das habe ich auch nicht gesagt. Ich habe von "Deutschland" gesprochen und meinte damit auch die vorherigen Regierungen (Rot/Grün und Große Koalition).

Betrachtet man die nominale Entwicklung des BIP, so wird das Quartalswachstum seit Q1/2010=6% immer geringer (Q2 2012=1,7%), wie auch das preisbereingte (1% -> 0,3%), was nach dem Wachstum per Preiserhöhungen zunächst auf deflationäre Prozesse/Stagnation hinweist, die aber bald von Stagnation in eine Rezession münden können.

Zu dieser Tendenz gehört auch die Kehrtwende im Juni:
Produzierendes Gewerbe -0,9% darunter
Industrie -1%
Bau -2%
Investitionsgüter -1,6%
Vorleistungsgüter -0,3%
Konsumgüter -0,9%

Aufträge = Zukunft
Industrie -1,7% darunter
Inland -2,7%
Eurozone -4,9% gegen
Nicht€-Zone +0,6% (!)
Vorleistungsgüter -3,2%
Investitionsgüter -1%
Konsumgüter -0,1%.

Was da das regierungsamtliche Destatis als "moderaten Anstieg von 0,3%" im Q2 verkauft sieht eher, auch in Anbetracht der Auftragseinbrüche als gefährliche Trendwende aus. Dazu kommt der Investitionseinbruch, der ja vom Handelsüberschuss und Konsumausgaben kompensiert worden sei. Nur sind letztere eben keine Jobschaffer.

Da man dabei ist den Niedriglohnsektor auszubauen...

Da man dabei ist den Niedriglohnsektor auszubauen ... wird es noch eine gewisse Zeit so weitergehen aber abrechnet wird zum Schluss und das sieht nicht gut aus! Gruss

Schön, schön, aber...

...wie, bitteschön, wird dieser leichte Anstieg des Exportes denn bezahlt? Dazu äußert man sich wohl nur ungern, denn die Wahrheit ist, dass inzwischen ALLE Exporte in Richtung der Südschiene via Target-2 der Bundesbank bezahlt werden, d.h. am Ende stehen WIR Steuerzahler für dieses grandiose Wirtschaftswachstum gerade (dass in vielen Fällen nichts anderes ist als das Herschenken unserer Produktionsleistung).

Naja, Hauptsache man kann irgendwie eine positive Schlagzeile daraus basteln.

Was wird eigentlich exportiert?

Es ist wichtig zu wissen, dass allein rund 40%(*) der Exporte aus nur drei Warengruppen bestehen: Autos (16,3%), Maschinen (14,3%) und chemische Erzeugnisse (8,9%). Die Chemieprodukte überraschen mich, das kann ich nicht erklären, Arzneimittel sind es jedenfalls nicht, die rangieren auf Platz 7 mit rund 5%. Der Anteil der Autoindustrie überrascht nicht, gibt es doch in den meisten europäischen Ländern keine eigenen Hersteler mehr. Was soll ein Spanier, Pole, Tscheche, Ungar etc. sonst kaufen? Dass wir im Maschinenbau weltweit einen Spitzenruf geniessen ist bekannt und fusst ebenso wie das Autogeschäft auf unserer hohen Fertigungsqualität und dem Knowhow-Vorsprung. Beides ermöglicht vergleichsweise hohe Preise und ist bis auf weiteres nicht durch billigere Konkurrenten bedroht. Der Exportboom wird weiter gehen, das Problemkind ist die Binnennachfrage.
*) Zahlen des stat. Bundesamtes für 2011.

Genau ...

und dann jubeln die Menschen in diesem Land, wenn z.B. VW mal eben 1 Mrd. Steuergelder durch einen Trick am Staat vorbeischiebt.

Es muss sich dringend etwas ändern.

Man kann allerdings nicht davon ausgehen, dass die Topverdiener in den Konzernen diesen Prozess anstoßen.

Uns allen könnte es besser gehen. Wenn wir so weiter machen und das einfach nur geschehen lassen, wird es immer mehr Menschen schlechter gehen.

Die Frage ist, ob wir das wollen. Soll die soziale Ungleichheit forciert werden? Wem würde das nützen?

Die Ansicht durch harte Arbeit irgendwann mal zu den "anderen" zu gehören ist statistisch eher gering.
Die große Mehrheit in diesem Land hat dazu keinerlei Chance. Dennoch glauben viele, dass es ihnen gelingt - die Folge .. die Reichen haben noch mehr Geld, der Mittelstand rutsch weiter nach unten und die Unterschicht wird größer.

Dieser Effekt ist bislang überall zu beobachten.
Die Reichen geben freiwillig nichts ab - man muss es ihnen nehmen!

Exportüberschuss

ist das Hauptproblem der Euro-Zone. Solange Deutschland weiter mit seinen vergleichsweise billigen Arbeitskräften auf dem internationalen Markt konkurrenzlos günstig anbieten kann machen wir ein Euro-Land um das andere kaputt.

Die Wirtschaftskrise ist eine Krise...

...des Finanzsystems. Das bedingt die Architektur des zinsbasierten Schuldgeldsystems. Keine Wirtschaftspolitik der Welt kann daran etwas ändern, wenn dieses fundamentale Problem nicht gelöst wird. Ohne Verschuldung keine Wirtschaftskreisläufe. Das deutsche Exportwunder basiert auf der Verschuldung anderer Nationen wie Griechenland, Italien, Spanien, USA.... Diese Länder haben ihre Grenze erreicht, also muss sich als nächstes der deutsche Staat höher verschulden, um die Wirtschaft am Leben zu erhalten. Bei 0,3% Wachstum wird er es tun müssen, da sonst Arbeitsplätze und sozialer Frieden gefährdet ist. An den zugrundeliegende mathematischen Zusammenhängen ändert weder ESM, noch die Chicagoboys, Monetaristen, Neoliberalisten und wie alle "klugen" Wirtschaftstheoretiker genannt werden. Und auch die schäbische Hausfrau kann hier leider nicht mehr weiterhelfen.

Schwacher Euro (Norden) / starker Euro (Süden)

Es dürfte wohl jedem bewusst sein, dass der schwache Euro den Export deutscher Güter beflügelt. Dass der Euro in den Süd-EU-Staaten jedoch verhältnismäßig zu stark ist, verringert dort die Exporte. Das ist leicht zu durchschauen und logisch.

Dies führt jedoch zu einer schrumpfenden Wirtschaft und zu massiver Arbeitslosigkeit im Süden. Man muss kein Hellseher sein, um zu erkennen, dass Geldtransfers Richtung Süden die Folgen sind.

Wenn wir also stets die Vorteile des Euro für die BRD auflisten (Export, wenig Arbeitslosigkeit), sollten wir auch parallel die Nachteile für den Süden nennen. Das Problem ist, dass die Verhältnismäßigkeit nicht stimmt. Die Nachteile im Süden wiegen weitaus schwerer als die Vorteile im Norden. Die langfristige Folge sind gigantische Transferzahlungen aufgrund von massiver Verelendung im Süden!

Wenn sich die deutsche Politik mit dem Erfolg unserer Wirtschaft brüstet, ist dies, unter den gegebeben Umständen, ignoerant bis verabscheuenswert.

@ vanPaten - Montatsscheiben sagen nichts aus

Sie nehmen die Daten vom Juni und machen daran eine negative Entwicklung fest? Diesen Fahler machen leider immer wieder viele Menschen die sich nicht so gut in der Wirtschaft auskennen.
Es hat auch in den Boomjahren 2010 und 2011 immer wieder einzelne Monate gegeben die schwächer waren als der Vormonat. Kein Wirschaftsexperte macht daran eine Entwicklung fest. Selbst Quartalsentwicklungen sind noch nicht wirklich aussagekräftig.
Nicht umsonst sprechen Experten erst bei Entwicklungen über 3 Quartale von längerfristigen aussagefähigen Entwicklungen bzw. von Kehrtweden wenn sich etwas verändert.
Also bitte keine Horrorszenarien auf einer Monatsauswertung aufbauen und das Positive gleich wieder schlecht reden wollen.

Sie haben Recht dass nach dem Boomjahr 2010 das Wachstum wieder geringer ausfällt, also sich NORMALISIERT hat!
Nicht mehr und nicht weniger!

@ 10:22 — Kathgläubig - nahe an der Rezession??

Sie schreiben:
"0,3 % Wachstum sind so gut wie nichts! Das ist schon nahe an der Rezession!
Bei 0,3 % Wachstum werden keine neuen Mitarbeiter mehr eingestellt. Das sind die bitteren Fakten zur Lage der deutschen Wirtschaft!"

Wie kommen Sie denn bitte auf diese seltsame Aussage?
0,3% pro Quartal wären 1,2% Wachstun im Jahr.
Das wäre ein arbeistplatzförderndes Wachstum das kann Ihnen jeder Wirtschaftsexperte bestätigen.
Manche Menschen geben sich wirklich sehr viel Mühe alles Positive schlecht zu reden!

Fazit ist dass bereits seit méhr als einem Jahr vor allem auch der Binnenmarkt, also der deutsche Verbraucher, maßgeblich zum Wachstum beiträgt und nicht mehr nur der Export verantwortlich ist. Das ist schon seit Ende 2010 in jedem Quartalsergebnis zu sehen gewesen.
Und das ist eine positve Entwicklung in Deutschland!

Von den Amerikanern lernen

Da sieht man es mal wieder. Obwohl die Wirtschaftweisen seit Monaten von Krise und Abschwung predigen, läuft die deutsche Wirtschaft wie geschmiert. 95% der aktuellen Krise ist nur von ewig schwarz sehenden Theoretikern gemacht.

Wenn man endlich mal aufhören würde das Glas als halb leer zu betrachten, würde es Europa ganz schnell besser gehen. Man sollte einfach mal schauen, wie die Amerikaner das machen. Riesen Schulden, massive Probleme, alles egal, solange man immer nach vorne schaut und positiv denkt.

@MrEnigma

Mit dem Spruch der Deutschen "Was sollen wir noch kaufen/konsumieren? Wir ham doch schon alles!" ist das Problem schon vorgeschaltet. Ein Problem das gar nicht so neu ist und schon in der Vorindustrialisierung teilweise den Fortschritt lähmte und die Gesellschaft ungerecht machte.

Er beinhaltet nämlich, dass sich der andere schön verschuldet das man ihn dann erpressen und seinen Willen aufzwingen kann.
Das ist nicht nur zwischenstaatlich so, sondern es kommt vom Zwischenmenschlichem nicht nur von Deutschen.
Es gibt ein Ausdruck dafür: Krämertum gepart mit Geiz!

Übrigens der Fernseher von gestern, kann nicht das wie der von Morgen. Genau wie das Auto von gestern nicht so war wie das von heute!
Auch bedeutet Wohlstand nicht unbedingt das wir mehr konsumieren sondern besser konsumieren, gesünder und länger leben und uns persönlich entfalten können.

Alles nur auf Angebot und Nachfrage zu reduzieren ist ärmlich!
Das war keine Unterstellung nur ein allgemeiner Hinweis.

Klar, dass wir Wachstum haben,

das wenige Geld, dass der kleine Mann noch besitzt, bringt er unters Volk, damit´s nicht in Griechenland oder sonst wo im Süden landet.

Völlig logischer aber leider nur kurzfristiger Erfolg

Wenn wir alle Fakten zusammen nehmen, ist das ein logischer Erfolg. Es wundert mich sogar, dass er nur so klein ist.

Deutschland wird derzeit von historisch billigem Geld überschwemmt. Der Konsum ist deswegen angeheizt. Die Angst vor einer Euroentwertung treibt viele andere zum Konsum. Immobilien und Möbel werden wegen günstiger Kredite und Angst vor Entwertungen gerade rekordverdächtig oft verkauft. Ausländer bringen ihr Geld auch hier in Deutschland aus den Südländern in Sicherheit. Die Baubranche und deutsche Handwerker sind gerade ausgelastet.

Wenn wir aber jetzt "nur" 0,3 Prozent Wachstum haben, ist strukturell schon Einiges im Argen. Denn dieser Boom des billigen Geldes und der Inflationsangst hält nicht ewig. Der Einbruch wird umso stärker danach, insbesondere weil auch durch den gestiegenen Konsum und Bauboom die Preise steigen werden.

Historische Analysen zeigen, das nach genau so einer Phase eine sehr starke Rezession folgt.

@gierde zerstört

Ich kann Ihrem Kommentar nur zustimmen.
Die meisten Arbeitnehmer in D. haben noch nicht einmal etwas von der guten wirtschaftlichen Lage (Leiharbeit, Niedriglohnsektor).

Unsere Regierung will auf der einen Seite sogar die Verdienstgrenze der 400 € Jobs auf 450 € anheben.
Auf der anderen Seite "klagt" Frau von der Leyen über eine zunehmende Altersarmut.
Der ausufernde Niedriglohnsektor ist die Hauptursache für die Altersarmut.Die für den Arbeitnehmer lohn- und sozialversicherungsfreien 400 € Jobs gehören abgeschafft.

@ Verena1981

Sie sollten bei Ihrer optimistischen Beurteilung nicht die Auswirkungen des Euro übersehen. Der Euro ist wesentlich zu "weich", bezogen auf die BRD-Wirtschaftsgüter. Würde die DM wieder eingeführt, würde sie deutlich aufwerten, was den Export ausbremsen würde und auf ein realistisches Maß herabsenken würde. Folgen: schrumpfende Wirtschaft, mehr Arbeitslosigkeit.

Die Kehrseite der Medaille spielt sich im Süden ab: hier ist der Euro zu "hart", bezogen auf die Volkswirtschaften. Folgen: Rezession, Arbeitslosigkeit.

Wir dürfen die Situation nicht beäugen, ohne die Auswirkungen der Gemeinschaftswährung Euro zu berücksichtigen. Denn diese hat auch für die BRD gravierende Folgen. Unsere vorübergehende Wirtschaftskraft werden wir Bürger mittel- bis langfristig teuer bezahlen. In Form von notwendigen Geldtransfers in den Süden in Folge der Euro-bedingt zerstörten Volkswirtschaften vor Ort.

Alles zeigt auf die Schuld der Südstaaten

Dabei wurde die Problematik der PIGS Staaten von den nördlichen Ländern impliziert und forciert.
Ohne die Abzweigung von Werten von Nord nach Süd, wäre keine so hohe Verschuldung entstanden.

Es kommt wie es auch bei verzogenen Kindern kommt, wenn man denen alles in den Hals stopft. Sie können einfach nicht lernen nachhaltig zu leben. Das soll jetzt nich heißen das wir den Südländern vorschreiben wie sie zu leben haben, nein sie müssen es eben selbst herausfinden wie eben auch die auf Selbstständigkeit erzogenen Kinder.

Dabei ist die Situation eigentlich nicht neu. Denn auch die Entwicklungshilfe für Afrika der 70/80-er, hat eigentlich das Gegenteil von dem getan was es sein sollte und den Kontinent fast nur Unheil gebracht.

Geiz ist eben genau so eine Todsünde wie Völlerei. Und so haben wir Deutschen als Volk uns auch versündigt im Geiz, wie es die Griechen mit der Völlerei getan haben.
Damit ist wohl auch gesagt, das die Problematik und die Dummheit nicht neu ist!

Exportüberschuss und Exportziele

Es wird konkrovers darüber diskutiert, ob Exportüberschüsse ein Problem darstellen oder nicht.

Wenn dem so ist, gibt es ja 2 Möglichkeiten:
- Exporte reduzieren (unsinnig)
- Importe erhöhen, indem man die Binnennachfrage nach Dingen erhöht, die importiert werden müssen (sprich: Lohnsteigerungen)

Das Problem ist doch, dass unsere Löhne locker um real 10-15% steigen müssten, um überhaupt einen Einfluss auf den Import zu generieren. Das geht aber schlicht nicht kurzfristig.

Und: was wollen wir aus den südlichen Euro-Ländern im Umfang von zig Milliarden Euro einführen?

Zum Thema Exportziele:
Die Euro-Zone bekommt nur einen Teil unserer Ware. Zum ersten Mal seit 25 Jahren liefern wir mehr nach China als die uns liefern...

Und das ist ein Nachricht Wert?

Soll uns ernsthaft noch verkauft werden, dass Wirtschaftswachstum die Antwort ist?

Es wundert ja auch nicht, dass es eine Krise trotz Wachstum gibt, wir sind in einer späten Phase unseres Geldsystems mit Maximalhaltbarkeitsdatum. So wie die Schuldenmenge exponentiell zunimmt, so kann die Produktion nicht mithalten. Deshalb wundert es nicht, dass nach fast 70 Jahren Krise herscht. Da kann die Wirtschaft wachsen wie sie will, das Wachstum ist durch Mutter Natur physikalisch begrenzt.

Wie lange sollen wir uns noch für Dumm verkaufen lassen?

@ Bernd 1: Tendenzen, Umkehrpunkte und Trendwenden

Woran wollen Sie denn Boomjahre 2010 und 2011 festmachen? Nach (preisbereinigt) -5,1% in 2009 und +4% in 2010 lag das BIP immer noch -1,36% unter Vorkrisen- 2008 und in 2011 um laue 1,02% darüber.

Um Übrigen steht vor jeder Trendwende ein Umkehrpunkt.
Was den allgemeinen Nachkrisentrend des Wirtschaftswachstums betrifft, habe ich diesen nominal und real beschrieben - Tendenz fallend und auf Stagnationsniveau, was zu einem Double-Dip werden könnte. Das nennen Sie "normaliseriend"?

Dass Nicht-Eurozonen-Exporte die Ausfälle in der Eurozone nicht kompensieren konnten im Juni, müsste sich nach Ihnen ja locker in den Folgemonaten ausgleichen, wenn es nur ein Ausreißer war. Dem widersprechen aber die Auftragseingänge und auch die China-Nachfrage. Und der fallende Euro (-13% seit Jahresbeginn zum $) neigt dann -umgekehrt zu Inflationsimporten, was gar nicht normalisierend ist.

@ COJO

"Sie können einfach nicht lernen nachhaltig zu leben."

Die Süd-Länder waren vor der Euro-Einführung regelmäßig auf die Abwertung ihrer Währungen angewiesen. Das bedeutet, dass dort regelmäßig viel Geld "gedruckt" wurde (keine Kreditaufnahme) und über den aufgeblähten Beamtenapparat unters Volk gebracht wurde.

Klingt nach Verschwendung, hat aber absolut Sinn gemacht, da herdurch die Währung weicher wurde und den Export beflügelt hat. Abgesehen von steigenden Preisen für Importgüter hat dies viele Vorteile: die Mieten sinken automatisch, die Löhne sinken, Preise für lokale Produkte (Lebensmittel) sinken. Und automatisch sinken die Lohn-Stück-Kosten! Ergebnis: mehr Export, mehr Tourismus, mehr Jobs!

Verstehen Sie? Der Euro verhindert dieses Instrument der Abwertung! Die hohe Kreditaufnahme ist eine logische und vorhersehbare Konsequenz. Ansonsten gibts von heute auf morgen Millionen entlassene Staatsdiener und Arbeitslose.

Der Euro ist eine Katastrophe für die Bürger in Nord UND Süd!

@ gierde zerstört 11:29 : Bitte mit zwei Augen beäugen

Was Sie als Schreckgespenst einer DM-Aufwertung (zu was: Rest-€ und oder USD usw.?) an die Wand malen (Exportverluste und Arbeitslosigkeit) unterstützt ja geradezu den deutschen Exportwahn, dessen enorme Handelsüberschüsse (China wird wohl überholt 2012!)und den Euroerhalt samt Dauertransferunion Nord-Süd als angebliches Erfolgsmodell.

Wenn China EU u. Eurozone immer weiter ins Minus treibt und DE das in der Eurozone und weltweit noch forciert, also die kreditierten Kapitalabflüsse per Handelsungleichgewichten erhöht, werden die Südstaaten (und Frankreich ist auch im Minus) immer lauter nach Geldtransfers rufen, die hier am Ende von Steuererhöhungen zu finanzieren wären.

Bei DM-Aufwertung würden alle Importe billiger, von denen ca. nur 45% in den Export gehen: gut für die Binnenkonjunktur, die dann noch von der Politik mit Mindestlohn und gleichen Lohn der Leih- und Frauenarbeit gestützt werden müsste.

Und f. dt. Know-how/Hochtechnologien/-prod würden dennoch entspr. Preise gezahlt.

@Bernd1 - Wirtschaft gewachsen? NEIN!

Zitat Bernd1:
"Fazit ist dass bereits seit méhr als einem Jahr vor allem auch der Binnenmarkt, also der deutsche Verbraucher, maßgeblich zum Wachstum beiträgt und nicht mehr nur der Export verantwortlich ist. Das ist schon seit Ende 2010 in jedem Quartalsergebnis zu sehen gewesen. Und das ist eine positve Entwicklung in Deutschland!"

Ihr Kommentar verschweigt, daß der Binnenmarkt nur deshalb so stark ist, weil die deutschen Verbraucher ihr Geld aus Angst davor, daß der Euro bald nichts mehr wert ist, lieber in Sachwerte investieren anstatt auf ihren Konten zu "parken".

Aus diesem Grund ist die Binnennachfrage so hoch, aus keinem anderen!

Wie gesagt: 0,3 % Wirtschaftswachstum im Quartal ist, gemessen an deutschen Ansprüchen, ein miserabler Wert!

De facto ist die Krise schon in Deutschland angekommen und wird sich lt. Aussage vieler Ökonomen in den nächsten Monaten noch verstärken.

Es wird zudem in einigen Branchen wieder Kurzarbeit und Entlassungen geben.

Das ist die Realität!

Von den Amerikanern lernen - @Verena1981

Dumm nur, daß die Amerikaner - zumindest im ländlichen Raum - derzeit auf dem Weg in die dritte Welt sind.

@gierde zerstört:
Völlig richtig.
Was aktuell passiert ist eine nachgeholte Konsolidierung der Wirtschaftsräume. Eine solche Konsolidierung ist die zwansläufige Folge einer gemeinsamen Währung, die sich langfristig nur durch Ausgleichszahlungen steuern läßt.

Ein sehr gutes Beispiel im Kleinen ist die Bundesrepublik Deutschland mit ihren 16 Bundesländern, deren relative Unterschiede ihrer Wirtschaftsleistung ähnlich der der Euro-Staaten ist.
Auch die BRD kann nur durch nicht unerhebliche Ausgleichszahlungen der starken an die schwachen Bundesländer funktionieren.

@ maschmi78

Wenn Sie möchten, dass wir mehr importieren und weniger exportieren, was durchaus Sinn machen würde, wäre dies ganz einfach möglich, indem das Euro-Experiment beendet würde und zu Länderwährungen zurückgekehrt würde. Ich weiß, dass die Folgen für die Finanzwirtschaft dramatisch wären.

Jedoch könnten dann die Süd-EU-Länder abewerten und ihren Export / Tourismus stärken und wir wären zu einer Verringerung unserer Effizienz gezwungen, um unsere eigene Währung (DM) aufzuweichen. Mögliche Wege: Jobs im Beamtensektor schaffen und mittels Abwertung finanzieren. Dies stärkt die Binnennachfrage und fördert den Export. Gold und Sprit werden teurer; Mieten jedoch und regionale Produkte sinken, da die Währung weicher wird.

Ich selbst bin ein Freund der Sparsamkeit, jedoch lassen sich unter diesen Umständen Ausnahmen nicht vermeiden. Leidtragende wären übrigens vorrangig die wohlhabenen Herrschaften, die mit ihrem Geld und ihren Investments seit jeher für Probleme am Arbeitsmarkt sorgen.

Der winzige Erfolg wird unser Problem!

Wir sind gerade dabei, diese kaum als Erfolg zählbare BIP-Steigerung als Grund zum Verbleiben auf genau dem falschen Weg zu nehmen. Dabei ist in selbem Zeitraum der Schuldenberg durch Verzinsung weit mehr als 0,3% gewachsen. Mit anderen Worten: Wir stecken trotzdem tiefer als je zuvor in der Kreide. Bei wenigen Familien. Und mit dem Weg, der viele Staaten bereits in soziale Unruhen wirft, werden wir kein gutes Ziel erreichen können. Nur eben nach anderen Opfern.
Aber es gibt bereits eine Lösung. Die hat Russland 1998 aus der Schuldenfalle erlöst, steht jetzt bei den Franzosen auf dem Plan für 2012 und würde der ganzen Welt auch gut tun. Setzt eine sozialverträgliche, nachhaltige Obergrenze für Einkommen und Vermögen und holt jeden Überschuss darüber zu 100% als Steuer in den Staat zurück. Dann könnt ihr auf Krümelchen wie MWSt, Lohnsteuer, Mineralölsteuer und ähnliche irre aufwändige Rechenschikane komplett verzichten. Die Steuererklärung wird dann nur für ca. 200.000 Deutsche fällig.

@ 11:29 — mondfee -Anteil am Wachstum?

Sie schreiben:
"Die meisten Arbeitnehmer in D. haben noch nicht einmal etwas von der guten wirtschaftlichen Lage (Leiharbeit, Niedriglohnsektor)."

Sorry, aber die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind sehr weit entfernt von Leiharbeit und Niedriglohnsektor!
Es sind etwa 2% der Erwerbstätigen in Leiharbeit und das inzwischen mit abnehmender Tendenz und mit Mindestlöhnen.
Und es sind etwa 6% der Erwerbstätigen im Niedriglohnbereich.
Ist das die Mehrheit der Arbeitnehmer?
Das Durschnittseinkommen der Arbeitnehmer in D liegt laut Statistischem Buindesamt bei 3.311.- Euro im Monat!
Machen Sie bitte nicht den Fehler die am meisten in den Medien disktierten Gruppen der Arbeitnehmer automatisch als die Mehrheit der Arbeitnehmer zu klassifizieren.
Es ist die Minderheit!
Auch ich bin gegen die Ausbeutung durch Niedriglöhne unterhab von 7 Euro pro Stunde, aber ich bin auch dagegen immer wieder die Minderheiten als das Normale darzustellen!

Wirtschaft in Deutschland auch im zwei. Quartal .

Was nützen Alle Neuen Weltrekorde ,

wenn sie sich für d. Bürger a.d. Schüppe nicht auszahlen ,

sondern nur d. Bosse, sprich: Kapital, u.d. Indirekt
die Politiker davon profitieren .

Das , was dann noch übrig bleibt , geht dann ins Ausland, da spielt die Dt. regierung die "Caritas" ,
Motto: "Wer will noch nicht, wer hat noch mehr" (o.so
ähnlich) !

Noch nicht mal die Schulden werden reduziert !

Noch schlimmer geht es bald nicht mehr !

@Verena1981 - Am "Schuldenweltmeister" USA orientieren???

Zitat:
"Man sollte einfach mal schauen, wie die Amerikaner das machen. Riesen Schulden, massive Probleme, alles egal, solange man immer nach vorne schaut und positiv denkt."

Wir sollten uns NIEMALS am "Schuldenweltmeister" USA orientieren und ich bin sehr froh, daß Frau Merkel sich NICHT an der Schulden-Politik von Herrn Obama und den USA orientiert, denn diese desaströse Schulden-Politik wird sich für die USA und für Europa, das abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung der USA ist, irgendwann bitter rächen, denn es verschiebt die wirtschaftlichen Probleme in die Zukunft und zu Lasten nachfolgender Generationen.

Ich bin zudem froh, daß unser Land nicht von SPD und Grünen regiert wird, die genau diese Schuldenpolitik befürworten und unser Land in die ruinöse Schuldenunion führen möchten, in der Deutschland dann für die Schulden der EU-Pleite-Länder halb Europas zahlen müßte.

Dieser Weg wäre fatal für Deutschland, uns alle und unsere Kinder und Enkel!

@ vanPaten

Ich muss Sie korigieren. Ich habe eine mögliche DM-Aufwertung nicht(!) als Schreckgespenst an die Wand gemalt! Bitte lesen Sie meinen Beitrag - ich habe jedoch wahrheitsgemäß die zu erwartenden Konsequenzen der Aufwertung aufgezeigt. Kein Schreckgespenst, sondern Offenheit. Aus meinen Beitrag gehen eindeutig die, zu erwartenden weitaus schwerwiegenderen Folgen eines langfristigen Verbleibs des Euro hervor!

Ich befürworte ausdrücklich die Rückkehr zu Länderwährungen. Im Interesse aller Bürger in Nord- und Südeuropa!

@ Pivo

Exakt! Bei uns gibt es den Soli und den Länderfinanzausgleich - und diese beiden Ausgleichtransfers bewegen allein in Deutschland jährlich mehr als 100 Milliarden Euro!!!!!

Ohne diese Transfers (und die resultierenden öffentlichen Investitionen for Ort) gäbe es in den schwachen Regionen MASSIV Arbeitslosigkeit und Verelendung. Und genau das passiert gerade im Süden, weil wir keinen "Nord-Süd-Soli" oder "Staatenfinanzausgleich" eingeführt haben.

Wer den Euro befürwortet, befürwortet langfristig und unumkehrbar UNGLAUBLICH hohe und zwingend nötige Geldtransfers in den Süden, wenn dort keine Jobs mehr existieren werden und, in Ermangelung eines Solzialsystems (Vgl. Hartz 4) die Leute vor dem Verhungern(!) bewahrt werden müssen. Dies ist keine Überzeichnung! Der Euro wird Europa regionale Bürgerkriege bringen, wenn wir uns von dem Experiment nicht bald verabschieden!

@Bernd 1

Ich bleibe dabei, dass die Mehrheit der deutschen AN nichts vom Wirtschaftsaufschwung gesehen hat. Die Realeinkommen in D. sind gesunken. Glück haben die AN, für die Tarifverträge gelten. Es wird aber oft übersehen, dass es ganze Berufssparten gibt, die nicht dem Tarifrecht unterliegen, z.B. Steuerberater.

Das Durchschnittseinkommen von 3.381 € pro Monat ist wie gesagt nur ein Durchschnittseinkommen.
Ich kenne keine Verkäuferin, keine Friseurin, keine Steuerfachangestellte, keine Erzieherin, keine Arzthelferin,keine Bürokauffrau und weite Teile des Handwerks die über ein solchen Einkommen verfügt.

Ich vermute mal, dass wir einen vollkommen unterschiedlichen Bekanntenkreis haben.

Deutsche Firmen und deutsche Politik haben vorgesorgt

Ich kann mich erinnern, so um 2002 - 2004 haben deutsche Firmen verstärkt abgeschrieben. Das erhöhte die Kosten kurzfristig und senkte den Profit und die Steuern, aber schaffte Platz für Investitionen.

Und wir erinnern uns noch, wie Schröder als Buhmann galt, mit seiner Agenda 2010?

Solche Dinge brauchen Zeit. Und jetzt sieht man halt Ergebnisse.

Genauso wie man endlich Ergebnisse der Arbeit von Ökosteuer, Greenpeace und den Grünen sieht - schauen wir uns einfach mal um - Windmühlen, 3L Auto, Hybridauto, Elektroauto, Solarzellen, Solarkollektoren, Gülle-zu-Strom, usw. usf. Es gibt nicht nur Dutzende, sondern Hunderte, wenn nicht gar tausende Firmen, die im Bereich erneuerbare Energien/Rohstoffe arbeiten.

Die Ökosteuer mag nicht im grünen Bereich landen, aber zumindest verteuert sie Energie künstlich, so daß Firmen und Privatleute sich nach Energiesparmaßnahmen umsehen. Und damit ist Deutschland vielen anderen Ländern meilenweit voraus.

Blödsinnige Rechnung

Die Schweiz export mittlerweile mehr als Deutschland.

Grund: Die Qualität aus Deutschland ist massiv gesunken.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
Ein 8 mio. Land, leistet mehr Export als ein 80mio. Land.

Der Export der Schweiz stagniert übrigens nicht, sondern Deutschland liegt, dank dem EURO, brach.

@ mondfee

"Ich bleibe dabei, dass die Mehrheit der deutschen AN nichts vom Wirtschaftsaufschwung gesehen hat."

Auf den einzelnen Arbeitnehmer bezogen stimme ich Ihnen gerne zu. Einzig die geringe Arbeitslosenquote ist gleichbleibend stabil. Mehr Menschen haben Arbeit, jedoch nicht mehr Geld.

Und diese Menschen werden alle für die Folgen des Experiments Euro bezahlen. Da im Süden die Wirtschaften austrocknen, wird es dauerhaft riesige Geldtransfers geben, die der kleine Mann bezahlen wird.

Es sei denn wir beenden das Experiment, welches fahrlässigerweise von den entsprechenden Regierungen in Nord und Süd durchgewunken wurde.

@ gierde zerstört 13:09: Falsche Zahlen als Schreckgespenst?

Ihre 100 Mrd. jährlich Länderfinanzausgleich + Einkommenssoli sind reine Fiktion.
2010
von
Baden-Württemberg: 1.708.836 524,95 Euro
Bayern : 3.511.133.822,07
Hamburg: 66.306.968,87
Hessen : 1.752.339.705,92
Gesamt : 7.038.617.021,81

Das Steueraufkommen für Bund, Länder und EU betrug 2011 527,256 Mrd. €, darin der Soli
(5,5% auf Einkommensteuerbetrag)
12,781 Mrd. von allen Einkommenssbeziehern und Firmen in DE.

Macht zusammen 19.746.617.021,81.

Zudem verwechseln Sie den innerdt. Finanzausgleich zur Wahrung gleich starker Finanzverhältnisse der Länder gemäß GG (belastete die Geberländer pro Kopf mit 230-420 € pro Jahr oder 25-30 € pro Monat) mit steuerlichem Schuldendienst deutscher Arbeitnehmer und Unternehmer für Staatschulden anderer Länder.
Daneben gibt es auch den EU-Finanzausgleich der Staaten aus deren Beiträgen.

Was die Tilgung der Berliner etc. Kassaschulden per LFA betrifft, erschließt sich mir nicht, warum ohne diese 3 Mrd. die AL grassieren sollte?

Wirtschaft in Deutschland auch im zweiten Q.

@-mondfee:

Genauso ist es !

Deine Feststellungen treffen genau den Punkt ,

alles andere ist Reines Gesülze u. Hoffierung der

jetzigen Regierungspolitik ...

Alleine das Fehlen d. staatl. Mindestlohnes
wird von mind. 9,8 Millionen Malochern festgestellt,

Das sind über 20 % d. AN, die Beamten bleiben außen vor, kann man nicht i.d. Vergleichsmasse mit einbeziehen, genauso wie winterkorn u. co. ,
die natürlich den Vergleich fälschen, d.h. positiv
beeinflussen .
Wenn man nur d. "Normalo" vergleicht, ist Deutschland das Armenhaus f. Malocher in europa ,

selbst in Bangla-Desch gibt es bereits staatl. Mindeslöhne .
Es kommt immer a.d. Betrachtungsweise an, ein Millionär
oder BOSS argumentiert zwangsläufig konträr zum
Malocher !

Die sichtweise von -Bernd_1 - ist auf keinen Fall
"hochzurechnen" dafür fehlt jede objektive Grund-
lage. Statistiken sind nur z.T., wenn überhaupt , hier-
für geeignet.

Ganz nebenbei: Deutschland hat d. höchsten Verschu

2:30 — Kathgläubig - Realität

Sie schreiben:
"Ihr Kommentar verschweigt, daß der Binnenmarkt nur deshalb so stark ist, weil die deutschen Verbraucher ihr Geld aus Angst davor, daß der Euro bald nichts mehr wert ist, lieber in Sachwerte investieren anstatt auf ihren Konten zu "parken"."

Können Sie diese Aussage bitte belegen?
Laut Aussage des Statistischen Bundesamtes ist die Sparquote der deustchen Bevölkerung nicht gesunken sondern sogar weiter gestiegen bei gleichzeitigem Anstieg des Konsums.
Und das auch obwohl mehr Bürger als früher auch in "Betongold" also Immobilien investieren.
Das ist ein klarer Widerspruch zu Ihren Behauptungen. Bitte bleiben Sue bei den Fakten, die sind nämlich deutlich positiver als Ihre Vorurteile!

@ 13:29 — mondfee

Sie schreiben:
"Ich bleibe dabei, dass die Mehrheit der deutschen AN nichts vom Wirtschaftsaufschwung gesehen hat. Die Realeinkommen in D. sind gesunken. Glück haben die AN, für die Tarifverträge gelten. Es wird aber oft übersehen, dass es ganze Berufssparten gibt, die nicht dem Tarifrecht unterliegen, z.B. Steuerberater."

Die Realeinkommen in D sind jetzt drei Jahre nacheinander gestiegen und zwar 2010, 2011 und 2012, davor zuletzt 2007!
Und laut DGB sind etwa 60% der Unternehmen und (weil es vorwiegend die größeren sind) etwa 74% der Arbeitnehmer in D in Tarifverträgen abgesichert!

Ich nehme an dass wir unterschiedliche Bekanntenkreise haben. Das ändert aber nichts an den realen Verhältnissen in Deutschland.
In der Industrie verdienen die meisten Menschen oberhalb des Duchschnittseinkommen, in Firmen wie Siemens zum Beispiel gut 80% aller Mitarbeiter.
Man kann immer nur darum bitten etwas mehr vom direkten Tellerrrand weg zu schauen beim Blick auf "den deutschen Arbeitnehmer"!

Scherz?

Etwas an den Haaren herbeigezogen, oder?

Absolut exportiert die Schweiz nicht mal annähernd so viel Waren wie die BRD. 2011 war die Ausfuhr von Waren in Deutschland im Gesamtwert 5 mal höher als der der Schweiz - der Saldo mehr als 7 mal so groß wie der der Schweiz. Man kann eine Volkswirtschaft mit mehr als 80 Mio. Einwohnern nicht mit der schweizer Enklave vergleichen. Sicherlich brummt die schweizer Wirtschaft mehr - aber das nicht nur seit gestern.

@ vanPaten

Danke für Ihre veranschaulichende Korrektur. Ich denke, dass 20 Milliarden Euro jährlich sicherlich auch eine aussagekräftige Summe sind.

Und ich muss Sie korrigieren – ich verwechsel nicht den innerdeutschen Finanzausgleich mit einem EU-Finanzausgleich, sondern ich beziehe mich auf das Beispiel Soli- und Länderfinanzausgliche, da hier anschaulich verdeutlicht wird, welche Unsummen allein in Deutschland regelmäßig fließen müssen, um Schlimmerem vorzubeugen.
Falls Sie meine Beiträge lesen, wissen Sie, dass die Süd-Länder mitunter aufgrund eurogeschuldeter fehlender Möglichkeiten zur Abwertung auf Kredite angewiesen sind, um ihre Wirtschaft am laufen zu halten. Dies hätte den deutschen Befürwortern des Euro VOR der Währungsunion bewusst sein sollen.

Sie dürfen die Misere ALLEN beteiligten Regierungen aufs Brot schmieren, nicht jedoch den Bürgern in Nord- oder Südeuropa. Weder Sie noch ich noch ein inzwischen arbeitsloser Beamter in Griechenland oder Spanien profitieren vom Euro!!!

Gabriel sieht eben nur die Reichen und täuscht die Armen damit

Herr Gabriel vergisst, dass 5,3 Mio H4-Empfänger und ca. 900.000 ALG-1 Bezieher
(trotz 1,4 Mio. ALG-2 Empfänger mit niedrig bezahlter Beschäftigung)
und sehr viel weitere der ~12 Mio. nicht-sv-pflichtig Beschäftigten)

gar keine Steuern bezahlen (müssen und können).

Weil Arbeit und im Einkommen auskömmliche Arbeit fehlt und sich immer mehr Erwerbsfähige immer weniger Arbeitsstunden teilen.

Das sind -zig Milliarden Steuerreserven. Und wenn 30 Deutsche Dax-Konzerne im Ausland 4 Mio. Arbeitsplätze schaffen (sogar Staatbetrieb VW in China mit 9 Fabriken), dann ist das Export von Arbeitsplätzen und Steuern.

Die "Jagd" nach reichen Steuerschuldnern sollte im eigenen Land beginnen, indem man zum Beispiel Unternehmen nicht 1,8 Jahre die Steuerschulden stundet und deren Shareholdern nochmal nach Gewinnauschüttung Jahr gibt. Man mann auch Viertel- oder Halbjahresbilanzen erstellen und die Steuern abführen. bei der MwSt geht es doch hervorragend.

@ 13:32 — AntiPolitiker - Export Schweiz ??

Sie schreiben:
"Die Schweiz export mittlerweile mehr als Deutschland.
Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
Ein 8 mio. Land, leistet mehr Export als ein 80mio. Land."

Woher haben Sie diese Informationen?
Schauen Sie mal hier nach:

http://www.auwi-bayern.de/awp/inhalte/
Anhaenge/Exportbericht-Schweiz.pdf

Daten aus dem Jahr 2011:
BIP ------ 474,2 Euro
Export -- 149,5 Euro

Zitat:
"...wonach knapp 40 % der Ausfuhren auf den Chemie- und Pharmabereich und auf Luxusgüter (vor
allem Uhren) entfallen..."

Das ist also der Wettbewerb der Schweiz zu Deutschland mit inzwischen mehr als 1 Billion Euro Export??
Weder die Höhe des Exportes noch die Art der Waren die hauptsächlich exportiert werden stehen in Konkurrenz zu Deutschland!

@ 14:16 — Don-Corleone

Sie schreiben:
"Alleine das Fehlen d. staatl. Mindestlohnes
wird von mind. 9,8 Millionen Malochern festgestellt"

Können Sie bitte belegen woher Ihre Zahl von "9,8 Millionen Malochern" unterhalb eines fehlenden Mindestlohns kommt?
Vorurteile und Realität scheinen sich hier zu widersprechen wenn man mal die echten Daten vergleicht.

@systemchef - Billige Arbeitskräfte

Ich stimme Ihnen zu, dass ein langanhaltender Exportüberschuss eines Landes für eine Währungsgemeinschaft problematisch ist.

Nur das mit den billigen Arbeitskräften kann ich nicht nachvollziehen. Ich arbeite als Ingeneur im Ausland und verdiene in Euro umgerechnet weniger als ich das in Deutschland getan habe. Mitleid brauche ich keins, denn aufgrund der niedrigen Lebenshaltungskosten komme ich trotzdem besser weg. Aber verraten Sie mir bitte doch, wo ich hinziehen muss, damit aus mir eine richtig teuere Arbeitskraft wird!

@ Bernd 1 15:00: Destatis sagt zu Reallöhnen 2011

Für ...2011 ...zum Vorjahr ein Reallohnanstieg von 1,1 %...Die Nominallöhne stiegen im Jahr 2011 um 3,4 %, die Verbraucherpreise um 2,3 %. Der deutliche Anstieg der Bruttomonatsverdienste über das gesamte Jahr 2011 hinweg lag vor allem an zwei Sondereffekten: an den deutlich höheren Sonderzahlungen und an einer höheren Anzahl bezahlter Stunden aufgrund des Abbaus der Kurzarbeit. Die Steigerung des Bruttostundenverdienstes ohne Sonderzahlungen (+ 2,0 %) hätte allein nicht ausgereicht, um die Inflationsrate auszugleichen...Im vierten Quartal 2011 traten diese Sondereffekte nicht mehr auf...

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2011 inklusive Sonderzahlungen durchschnittlich 43 929 Euro brutto. Bei diesem arithmetischen Mittelwert ist zu beachten, dass rund zwei Drittel der Beschäftigten einen Verdienst unterhalb dieses Mittelwertes haben und nur rund ein Drittel darüber liegt...

@ 15:13 — vanPaten

Sie schreiben:
"Und wenn 30 Deutsche Dax-Konzerne im Ausland 4 Mio. Arbeitsplätze schaffen (sogar Staatbetrieb VW in China mit 9 Fabriken), dann ist das Export von Arbeitsplätzen und Steuern."

Wenn die deutschen Konzerne diese Arbeitsplätze in China und anderen Ländern nicht schaffen würden hätten wir hier noch mehr Arbeistslose.
Denn diese Arbeitsplätze sichern den Export und erhalten bzw schaffen auch hier Jobs! Wer etwas von Zusammenhängen der Wirtschaftskreisläufe versteht der eiß dass VW und andere kein Auto in China verkaufen würden wenn dort nicht auch produziert würde. Zu dieser Produktion werden hochwertige Teile von hier zugeliefert die von deutschen Arbeitnehmern produziert werden.
Das gleiche gilt nicht nur für alle Autohersteller sondern auch für Siemens, Osram oder andere Industrieunternehmen die dort Produkte verkaufen wollen!

Alle von Ihnen hiermit kritisierten Unternehmen haben gleichzeitig mit der Schaffung von Arbeitsplätzen dort auch hier Leute eingestellt!

@AntiPolitiker: Die Schweiz???

Erstaunlich. Beträgt doch laut IWF das BIP der Schweiz weniger als 20% des deutschen und ist doch der Wechselkurs des Schweizer Franken seit Monaten fest an den Euro gebunden. Haben Sie eine Quelle zu Ihrer Behauptung?

@ gierde zerstört 15:07 : Was "Schlimmeres" verhindert Soli?

Vielen Dank.
Aber was genau Schlimmerem ist den tatsächlich vorgebeugt worden mit mit dem LFA? Der massenhaften Dauerarbeitslogkeit in H4? 4,6 Mio. Staatsangestellte von 82 Mio. = 1 pro 18 Bürger, denen er eifrig seine Dienstleistungen gewährt, die immer teurer werden.

Der Bund gibt ca. 1/4 der Steuern (240 Mrd) bzw. Schulden (270 Mrd. weil Steuern voll in Schuldendeckung gehen) für seinen Unterhalt aus, wobei die Bruttoanlageinvestitionen zurückgefahren werden (man hofft auf die lieben ewigen Handelsüberschüsse).

Die Nehmerländer sind hoch verschuldet und nutzen die Geberländer inzwischen, ihre Schulden zu decken, womit unten für Soziales immer weniger ankommt (siehe u.a. auch Skandal Berliner Flughafen, wohl noch über eine Mrd. mehr kosten wird.)

Die Privatwirtchaft stellt immer noch die meisten lokalen Arbeitsplätze, nicht der Staat. Die haben vom LFA auch nichts, wenn nicht investiert/gefördert wird.

Der Soli ist nicht zweckbestimmt, der LFA schon. Daher nicht vergleichbar.

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