Kommentare

Auch lustig, mal die Sicht

Auch lustig, mal die Sicht eines Spekul... äh Investmentstrategen zu höern. Die Politik ist an allem Schuld, sagt er, die wurschtelt sich so durch und "Wir brauchen von der EU klare Weichenstellungen, wohin die Reise geht"

Damit hat er recht, die Politik hätte der ganzen Spekuliererei schon lange einen Riegel vorschieben sollen. Um weiteren Schaden von den Bürgern abzuwehren. Es geht hier viel zu sehr um irgendwelche armen Spekulanten und deren Rattenschwanz, die Panik bekommen weil sie keine zweistelligen Spekulationsgewinne mehr einfahren, und jetzt versuchen das Geld irgendwo anders herzubekommen.

Wie soll man Staatsanleihen

Wie soll man Staatsanleihen kaufen, wenn bei jeder Reform die Gewerkschaften die Massen auf die Straße bringt und alles dafür tut, daß das Vertrauen in dieses Land immer weiter sinkt.

Würden sie jemandem ihr erarbeitetes Geld leihen, der keinen Hehl daraus macht, daß ihn die Rückzahlung des Geldes überhaupt nicht interessiert.

Wenn es nach den Gewerkschaften ginge, würden sich die Staaten bis ins unermessliche Verschulden um damit alles mögliche zu subventionieren. Danach wird dann gegen die Rückzahlung der Schulden demonstriert. Was geht die Gewerkschaft überhaupt die Politik des Landes an? Dafür sind Volksvertreter da.

Die ständigen Proteste sind doch der Hauptgrund, wieso es kein Vertrauen mehr gibt.

Überempfindliche Märkte

"Viele Politiker beklagen, dass die Märkte die Politik vor sich hertreiben. "

Kein Wunder, denn die Politik hat es zugelassen. Seit langem sind die Politiker Handlanger der Märkte.

Vieles was vorgeschlagen wurde um den Finanzsektor etwas unter Kontrolle zu halten wurde von eben diesen Politikern verworfen.

Irgendwann sollten sie doch darauf kommen das man den sog. Märkten nicht alle Macht der Welt zukommen lassen sollte. Aber bis dahin wird so manches Land pleite sein, denn was ist der Bankrott eines Landes gegen die "Verunsicherung der Märkte"?

Liebe Steuerzahler der Eurozone: Rettet unsere Staatsanleihen

Und noch einer aus der Riege "Staat muss Vertrauen der Märkte herstellen", "Euro über alles", Souveränitätsaufgabe nach "Brüssel" (Bürgerentscheid dafür genehm).

PIMCO (USA; dt. Allianz-Tochter) als weltgrößter Staatsanleihenhändler ist Geldgeber für Staaten. Je mehr diese leihen desto höher deren Verschuldungsgrad am BIP und desto wahrscheinlicher die Insolvenz. PIMCO verdient die Blasen-Zinsen. Dann der Abschwung und Rezession, wobei auch die Aktienmärkte systemisch einbrechen wie auch in DE (Banken, Versicherungen Großunternehemen). Die sicheren AAA-Häfen landunter. Wohin? Überall nur Ozean.

Die Deregulierer-Politik soll nun den Markt richten. (Mal was Neues für die gescheiterten Neoliberalen.) Das AAA muss wieder her (á la ESFS) - darum das ganze Geschrei um die Herstellung der Euro-Schuldengemeinschaft samt ESM +Banken-Union von Merkel/Schäuble bis Gabriel/Sommer: Es fehlt der Ausfallversicherer of the last resort - die europäischen Steuerzahler. Geht nur mit dem Euro.

Schluss mit dem Rettungshokuspokus.

Alle Pleiteländer müssen aus der Eurowährung austreten, denn eine Fiskal- u. politische Union mit so vielen unterschiedlichen Ländern wird nie funktionieren, weil es immer genügend korrupte Politiker geben wird, mit denen die Finanzmafia leichtes Spiel hat.
Das Ziel der City of Londen sowie Wall-Street ist, dass sich alle Länder, auch Deutschland, völlig überschulden. Dann haben sie uns alle in der Hand, es ist quasi eine Unterwerfung der Welt durch Verschuldung.
Wir dürfen niemals zulassen, dass es soweit kommt. Keine weiteren Schulden und Bürgschaften mehr, damit wir unsere Unabhängigkeit und Selbstständigkeit bewahren. Die Bürger spielen die Hauptrolle und nicht die Märkte.

das ist die richtige überschrift...........

durchwusteln ist der treffende ausdruck.
die politiker wollten unbedingt, dass griechenland in den euroraum kommt, ungeprüft, nun melden sich genau diese herren nicht mehr zu wort.
die spd ist gar auf sozialisierung aus !
der bürger wurde nicht gefragt, nun wursteln sie also, um ihre fehler auszubügeln, der deutsche michl zahlt das schon.

Immer schön die halbe Wahrheit...

Man sollte schon korrekt sein, wenn man seine Interviewpartner vorstellt. Der gute Dr. Kressin ist nämlich keinesfalls nur der liebe, brave, gemäßigte institutionelle Anleger, er ist vielmehr Fondsmanager des Allianz PIMCO Global Bond High Grade - AT - EUR. Und das ist kein strategisches Investment sondern ein ziemlich spekulativer Fonds, der (welch Zufall aber auch) in der Krise ganz gewaltige Gewinne eingefahren hat...

Dass dieser Mann dann zu der Einschätzung kommt, alle anderen seien an der fatalen Situation schuld, ist ja jetzt irgendwie nicht besonders erstaunlich. Und wenn man ihm eines absolut nicht glauben kann, dann dass er sich beruhigte Finanzmärkte und eine klare politisch-strategische Linie wünscht. Dann brechen nämlich seine Spekulationsgewinne weg.

Natürlich sollte man immer beide Seiten hören. Aber bitte, liebe ARD, dann auch mit offenen Karten spielen und nicht so tun, als hätten wir da einen Ghandi des Börsenparketts. Danke!

Auch wenn er als

Auch wenn er als kapitalistischer Vertreter der aus Prinzip bösen Finanzwelt hier auf wenig Gegenliebe stoßen wird hat er Recht. Es bringt doch nichts sich durch Schulden abhängig zu machen und dann über die Situation zu jammern. Hinter dem Konstrukt steckt kein Plan (Euro). Super für Spekulationen, schlecht für nachhaltige Anlagen. Ein guter Kommentar, der die wirklichen Probleme aufzeigt. Es bringt nichts über Symptome me zu jammern, aber die Ursachen nicht zu beachten. Die Finanzbranche ist nun mal eine kontrollierende Macht, die schlechtes Management (auch politisches) bestraft. Das gefällt vielen nicht, aber das ist auch egal, weil irrelevant ist.

"Die Politiker wurschteln sich durch"

Das ist mal ne Aussage.

Ein Ingenieur, dem sein Arbeitgeber die Leitung eines Projekts anvertraut hat, wird alles daran geben, diesem Vertrauen gerecht zu werden. Allein seine Berufsethik verbietet ihm schon jedwedes Durwurschteln. Und dabei liegt das Gehalt eines erfahrenen Ingenieurs in der Regel weit unter der Abgeordnetenentschädigung + steuerfreier Kostenpauschale.

@ NotirischerNörgler

Es geht nicht nur um Spekulanten, die mit CFDs, Swap- und Futurekontrakten dem kurzfristigen Gewinn hinterherjagen. Sondern auch um Versicherungen und Pensionskassen vieler großer Firmen, welche gute und sichere Langfristanlagen für deren Rentenzusagen suchen. Und hier versagt die europäische Politik mit falschen Äusserungen und mangelnden Entscheidungen. Alle über einen zu scheren ist nicht richtig: nicht alle Griechen wirtschaften schlecht und nicht alle Investmentmanager suchen das Kasino auf. Hier muss die Politik gezielt die verschiedenen Marktteilnehmer steuern bzw. reglementieren.

Ein Hoch...

...auf die freie Marktwirtschaft!!!

Wie gut dieses System funktioniert lernen Schüler im Wirtschaftsunterricht 9./10. Klasse. Warum können mir Schüler erklären, warum freie Marktwirtschaft nicht funktioniert, aber Politiker nicht???

Abstimmung der Bundesbürger

"Wir brauchen klare politische Konzepte, wie das politische und wirtschaftliche Konstrukt Europa in Zukunft aussehen soll. Und dann sollten die Bundesbürger darüber abstimmen können, ob sie diesen Weg einschlagen wollen."

Da gebe ich Herrn Kressin absolut recht! Und dann werden wir Deutschen hoffentlich vernünftig und mutig genug sein, gegen eine Fiskalunion mit den südeuropäischen Bananenrepubliken zu stimmen. Dies würde sicherlich das Ende des Euro (zumindest in seiner jetzigen Form) bedeuten. Ich persönlich bevorzuge jedoch die damit einhergehenden Verluste gegenüber einer Situation, in der der deutsche Haushalt in Brüssel abgenickt werden muss.

Wenn die Finanzhoheit der Länder verschwindet, fällt die letzte Festung der Nationalstaaten und es kann nicht in Deutschlands Interesse sein, auf Gedeih und Verderb mit den korrupten und unfähigen Südländern in einem Boot zu sitzen!

Langsam wird mir übel

@b_m: Sie machen tatsächlich die Opfer des politischen Versagens und der rücksichtslosen Gier zu den Schuldigen der Krise?

Was wir brauchen ist die Einsicht aller, das es so nicht weitergehen kann.
- hemmungslose Schuldenpolitik mit Verteilung von Wohltaten an das eigene Klientel (Politik)
- Raffen ohne Moral und Ethik (Finanzbranche)

Hier müssen wir ansetzten und neue Wege finden. Insbesondere "regeln" es eben nicht die Märkte, wenn es keine gültigen Regel für alle Teilnehmer gibt. Also muss die Politik endlich ihre Hausaufgaben machen: Gesetze zur Regelung der Finanzmärkte erlassen, damit wieder faire Marktbedingungen herrschen.

Ach die Politiker sind jetzt schuld

irgendeiner musste ja gefunden werden.

Ich bin auch der Meinung, sie sind schuld. Aber anders.

z.B. wegen des jahrelangen Herumwurschtelns bzgl des gesetzlichen Mindestlohnes.

Hätten die Leute mehr Geld in der Tasche, bräuchten sie weniger Konsumentenkredite.
Und vielleicht könnten sie sich mehr einheimische Produkte leisten.

Was Griechenland betrifft, und Spanien, und Italien, so entwickelt sich sowas ja nicht über Nacht.

Da wurde jahrelang weggeschaut. Jetzt Wunder zu erwarten ist töricht.

Und wer jetzt am lautesten schreit und auf die anderen zeigt, sollte sehr genau unter die Lupe genommen werden. Allen voran die sogenannten und selbst ernannten Finanzexperten und Wirtschaftsweisen.

die politik...

ist nicht dafür verantwortlich wie die märkte VIELLEICHT reagieren könnten...
vielmehr muß es zu verstaatlichung der wichtigsten industrien kommen...wie energie,bahn,post und des finanzsystems...
dann geht es allen besser ...mit ausnahme der 1 % die von diesem ganzen betrug profitieren...

Ja, ja, die Verunsicherung der Märkte...

ist mir persönlich ziemlich egal. Es sollte mal über die Verunsicherung der Bürger der Eurostaaten berichtet werden.
Die Märkte haben doch in ihrer Gier das ganze Chaos erst angerichtet - nutürlich unter zu Hilfenahme der Regierungen. Erst die Deregulierung der Märkte hat diese wahnwitzige Spekulationswut erst ausgelöst.

Es wird Zeit, dass die märkte wieder an die kette gelegt werden und zwar weltweit. Da ist die Politik gefragt. Die ganzen Rettungspakete bringen nichts.

Ich denke mir ...

Ich denke mir man wird noch jahrelang Geld in die nicht funktionierende Systeme pumpen bis nichts mehr geht, dabei werden sich einige/wenige Bereichern! Lösungen hat man nicht und der kleine Mann/Frau wird zahlen müssen. 4 Jahre Finanz/EU Krise, hätte man in der Firma so ein Problem und würde es nicht lösen können, könnte jeder seinen Hut nehmen aber das ist halt der Unterschied zwischen freie Wirtschaft und Politik! Gruss

Erratische Politik

ist vielleicht wirklich kein so kleines Problem.Klar dient es dem Machterhalt wenn man seine Linie dynamisch an Stimmungen anpasst.Ein Beispiel ist vielleicht der deutsche Atomausstieg.Was die Wirtschaft braucht ist Planungssicherheit bei der Energieversorgung.Mit einem Ausstieg vom Ausstieg des Ausstiegs ist das etwas unvorhersehbar.Wäre man bei ersten Variante eines langsamen über Jahrzehnte geplanten graduellen umwandeln der Energiewirtschaft geblieben,wäre alles etwas kontrollierter abgelaufen.

Auf der Anderen Seite ist es natürlich gut das Politiker auch ihre Meinungen korrigieren und nachbessern. Lernen ist in der Politik genauso erlaubt (und erwünscht) wie auch sonst.

@b_m Jetzt sind also die

@b_m

Jetzt sind also die betrogenen Bürger ,die sich auch noch erdreisten gegen ihre Ausbeutung zu demonstrieren schuld an der Finanzkrise.

Mit Verlaub , mittlerweile weiss jeder wer hier die Sozialschmarotzer sind:
Investmentbanker die auf alles mögliche spekulieren,Grosskonzerne die den Hals nicht voll kriegen und natürlich die geschmierten Politiker aller Orten.
Die einzigen die sich an diesem Grossverbrechen nicht beteiligt haben sind "der kleine Mann",der hat nämlich gar nicht mehr das Geld sich irgendwo zu beteiligen.

Und der soll jetzt schuld sein???
Bitte kommen sie unter ihrem Stein hervor und erkennen sie die Realität!

Rational oder psychologisch?

Dass die Anleger in erster Linie aufgrund von fundamentalen Kriterien entscheiden, mag für langfristig orientierte Investoren gelten. An den "Märkten" (Börsen) sind jedoch psychologische Faktoren mindestens so wichtig, wenn nicht wichtiger. Da spielen dann natürlich die mehr oder weniger dummen Aussagen von Politikern schon eine Rolle. André Kostolany hat schon vor vielen Jahren einmal geschrieben, die Kursentwicklung hänge davon ab, ob mehr Papiere oder mehr Idioten an der Börse versammelt seien.

Wir brauchen? Wen meint er damit?

Wenn Herr Kressin von "Wir brauchen ..." spricht, kann er mit "Wir" nur die Börsen-Zocker-Clique meinen.

Die Bevölkerung (oder auch nur die Mehrheit davon) meint er mit Sicherheit nicht.

Es stimmt schon, daß es wackelt, wenn die Börse einen Schnupfen hat.
Trotzdem brauchen wir ebenfalls keine marktkonforme Demokratie (Angela Merkel), sondern demokratiekonforme Märkte!

@Demeteru

Hallo!

Hier denke ich ähnlich. Die deutsche Sprache ist wunderbar geeignet, Dingen einen verständlichen Namen zu geben.

Von den Menschen in Machtpositionen, also in der Finanz-, Medien- und der Politikwelt (in dieser Reihenfolge) wird diese Sprache aber oft nur zur Verwirrung verwendet.

Herrschaftssprache eben. Das Volk muss es nicht verstehen, sondern schon beim Hören der Begriffe abschalten: "versteh ich eh nicht"

Herr Kressin sagt "Wir Investoren..." - ich lese da immer "Wir Zocker" oder "Wir in diesem Casino".
Hier wird der Dealer schnell zum Heiler erklärt.

- People -

So ist es nun auch wieder nicht, dass nur die Politiker beim Schuldenmachen beteiligt waren/sind. Die Finanzindustrie hilft kräft mit, indem sie die Politik dazu animiert und beeinflusst, genau das zu tun. Schließlich verdienen die Bankster am Schuldenmachen und je höher die Verschuldung, umso höher die Zinsen. Deshalb werden die Märkte weiterhin mit billigem Geld geflutet, damit die Länder erpressbar bleiben. Wir dürfen nicht in deren Falle tappen und müssen zusehen, dass wir uns nicht moch mehr aufhalsen und aufschwatzen lassen.

@ NotorischNörgler 7:05 - völlig falsch

Wir reden hier nicht von Spekulanten, sondern von Investoren, die großteils das Geld der ganz normalen Leute verwalten und anlegen.

Dass andere teile der Finanzwelt diese in Unordnung und Aufruhr gebracht haben, bestreitet dagegen niemand.

Die Politik wäre gehalten die Regeln entsprechend zu gestalten, damit die Finanzmärkte funktionieren. Dazu scheint sie nicht in der Lage zu sein.

Man müsste mal endlich den großen Wurf wagen. Aber jeder Politiker schafft es kaum über seinen eigenen Tellerrand hinweg zu sehen. Auch (und gerade) die in Deutschland nicht. Dabei gäbe es Konzepte, mit denen man Vertrauen zurück gewinnen könnte. Ein Bestandteil davon ist ein europäischer Altschuldentilgungsfonds mit einer gesamtschuldnerischen Haftung. Damit bekommen die nationalen Haushalten Zeit und finanziellen Spielraum, um ihre Reformen umzusetzen. Wer das dann nicht nutzt, dem kann man dann auch nicht mehr helfen.

@vanPaten 7:47 - Pimco verdient nicht, die managen

Das ist ein großer Unterschied. Der überwiegende Teil deren Anlagegelder sind Kundengelder, von Pensionskasse, Versicherungen, normalen Menschen wie Sie und ich. Dieses Geld verwalten die treuhänderisch. an Blasenzinsen verdient man nichts. Zumindest nicht dort. Dieses Risiko gehen andere ein, aber eben auch mit dem Risiko, dass es zum Totalausfall kommt. Sie können auch Griechenlandanleihen kaufen..

Niemand, auch nicht Pimco, hat ein interesse daran, dass die Staaten pleite gehen und da Pimco vorwiegend Anleihen managed, besteht dort sicher wenig Interesse an einbrechenden Aktienmärkten. Stabilität und Verlässlichkeit und gute Kalkulierbarkeit - das wünscht sich der Anleihemanager.

Werter Herr Kressin!

Nur weil Staatsanleihen immer als "absolut sicher" galten, leitet sich daraus kein Gewohnheitsrecht auf risikolose Investments ab. Auch wenn der Finanzsozialismus (Übertragung von Verlusten auf die Allgemeinheit) stark im Trend liegt, verbleibt das Investitionsrisiko beim Investor - das schließt einen (Total-)Ausfall der Anlage zwingend mit ein. Phrasen wie "mit einer Stimme sprechen", "Verunsicherung der Märkte" oder "Entscheidungen Richtung Fiskalunion" sind nur vordergründig Ausdruck der Sorge um den Erhalt der Währungsunion, sondern vielmehr die unterschwellige (von der Politik allerdings wohl verstandene) Aufforderung, das Risiko der Märkte auf 0 zu setzen. Im Kern geht es ausschließlich darum, daß die Märkte für den Milliardenberg an maroden PIIGS-Staatsanleihen einen neuen, (noch) solventen Schuldner (AUT, FIN, NED, GER) finden. Völlig zweitrangig ist es hingegen für die Märkte, ob der Euro Morgen noch aus 17 Ländern besteht - es muß sich nur jemand finden, der zahlt.

@epic

Ihr Zitat:"Es geht nicht nur um Spekulanten, die mit CFDs, Swap- und Futurekontrakten dem kurzfristigen Gewinn hinterherjagen. Sondern auch um Versicherungen und Pensionskassen vieler großer Firmen, welche gute und sichere Langfristanlagen für deren Rentenzusagen suchen. "

Genau, das ist das Problem! Wenn ich Ihnen 100 € leihe und dafür 4 % Zins (zz. Inflationsrate) verlange, mir dann 2 % pro Jahr wegnehme und Ihnen dann den Rest wieder leihe usw.usf. Dann haben wir irgendwann den Punkt erreicht, wo ich besser leben kann vom Nichtstun als Sie wo sie es erarbeiten.
Nun geht es hier nicht um 100 Euro sondern um Billionen die Dank der politischen Garantie keinem Risiko mehr unterliegen. Das führt dazu das es auch überkocht, wenn man den Deckel draufhält.

Mit anderen Worten, nicht die Wirkung ist die Ursache und nicht die Schulden das Problem!

Nur als Gedankenstütze: nur 100 % kann eine Volkswirtschaft an ihre Menschen verteilen und nicht 102 oder mehr Prozent!

Die Politik sollte

den Banken klarere Richtlinien auf den Weg geben!
Zunächst sollte man zwischen „normalen“ und Investment-Banken eine klare Trennlinie ziehen. Ursprüngliches Geschäft der Banken waren das Aufbewahren von Geldern, Wertpapieren …, das Erzielen von Einkünften über Kreditvergabe und die Finanzberatung. In diesem Rahmen können „normale“ Banken durchaus gutes Geld verdienen.
Gerade bei der Finanzberatung werden die eigenen Angestellten häufig zu Lug und Trug animiert, weil Laien in der Werbung „riesige Gewinne“ vorgegaukelt werden.
Der Gipfel der Lüge sind die Beratungsprotokolle, in denen der Kunde zu seinem Nachteil „bescheinigt“, daß er über seine „Risiken“ aufgeklärt wurde. Damit kann die Bank immer „beweisen“, man habe dies nicht vorhersehen können. Aber genau darum ging es eigentlich dem Kunden. Liebe Leute, Was soll diese Verarschung durch die „Bankster“?

Es wird eng

So langsam wird es eng für Merkel: jetzt werfen sogar schon führende Allianz-Mitarbeiter der Politik und damit insbesondere Merkel als derjenigen, die die Richtlinien betimmen sollte, vor:

- keine klare Linie mehr
- aus einer Regierungskoalition unterschiedliche Statements
- auf Dauer helfen keine Rettungspakete und auch keine Beschwörungsformeln
- wir brauchen klare politische Konzepte
- in den letzten zwei Jahren ging Vertrauen weitgehend verloren.

Ich bin sicher, Merkel MUSS jetzt bald reagieren, indem sie endlich ein klares Konzept entwickelt und vorstellt.

Ein guter Einstieg, verloren gegangenes Vertrauen wieder zu gewinnen, wäre dabei eine EZB als lender of last resort.

@ vriegel 11:18 : So selbstlos ist Pimco nun auch nicht

Pimco verwaltet nach eigenen Angaben in 03/12 mit 2000 MA ~1,8 Billionen (1,771 Mrd.) USD Geld-Vermögen darunter 390 Mrd. Euro in Europa. Es sind Gelder von Staaten, Unternehmen, Banken, Versicherungen und Privatpersonen. Die MA verdienen soviel, dass sie 125 Hilfsorganisationen unterstützen können.

Vergleichen Sie das mal mit dem deutschen Steuerhaushalt,dem BIP mancher Länder, dem Aktienkapital der DB o. der Martkapitalisierung der größten Börsen-Unternehmen! PIMCO ist v.a. in Staats- u. Unternehmensanleihen u. in Immobilien investiert, benutzt Währungshedging zum Verlustausgleich für Vermögenstitel. Bei den ETFs z.B. nimmt es 0,7% Gebühr von den Anlegern, was eine angesichts der gesamten Kundengelder von 1,8 Bio. $ 1,24 Mrd. USD Einnahmen bedeuten würde für 2000 MA und Betriebskosten.

Wer global so einen Geldstrom lenkt, dreht auch politisch am Rad.

Dass €-Pleite-Regierungen überschuldet sind ist umgekehrt eine Kreditblase in Staatsanleihen wie bei Pleiteimmobilien-Hypotheken.

Ursache der Volatilität

Das Spekulanten das Feld übernommen haben liegt doch daran, das ganz real die notwending spekulative Einschätzung des Risikoaufschlages das einzige ist, was die Höhe der Zinsen bestimmt.

Ein nennenswertes Inflationsziel, Kosten in Form des Leitzins oder gar einen realen Verzicht auf auf Liquidität als Begründung für Zinsen gibt es nicht mehr und wir arbeiten seit Jahren daran, dass auch das private Risiko vergesellschaftet wird.

Kein Wunder, dass die Erwartung von Gewinnen aus Finanzgeschäften etwas orientierungslos geworden sind. Sie sind ja auch unbegründet.

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