Kommentare

Wir brauchen einen gesunden Maßstab

Das ist zwar auch meine Forderung, dass sich etwas ändert , und zwar in der Richtung (wie Söder).

Aber dennoch halte ich das wahre Problem für solcherart, dass man das ganze System umkrempeln muss, und die Leute sich nicht selbst überlässt, nachdem der maerkt zugepackt hat und seine Haifischzähne gezeigt hat.

In welcher Welt glauben manche, denn zu leben? Ich meine damit, das ist ein Unding, dass man überhaupt so ein System hat, mit solchen verwerfungen, Missverhältnissen, und auf der anderen grossen Seite die Armut und Verelendung ganzer Gesellschaften.

In welcher Welt leben wir? WO können wir uns das noch erlauben, im großen Stil unverhältnismässig zu sein?

Einen gesunden Maßstab gibts aber nur, wenn man noch weiter geht, und das ganze System in Frage stellt. Das müssen auch die Konservativen begreifen, dass eines Tages sich was ändern muss.

Im Leben ist das immer so gewesen, dass sicgh auch mal was ändert.

Technokratur

"Monti empfahl den Regierungschefs, sich ihre Handlungsfreiheit gegenüber den eigenen Parlamenten in der Krise zu bewahren."

Liebes Verfassungsgericht, genau zugehört? Wohin geht der Zug, wenn hier nicht ein demokratischer PUNKT vor die Technokraten gesetzt wird. Und dieser ist von keinem Volk Europas gewählt worden und bekommt keine Widerworte von unserer Kanzlerin.

Alle streiten ...

... nur eine nicht: Merkel.

Sie schweigt, statt ihrem Volk zu erklären, wohin die Richtung gehen soll.

Und sie wartet ab, statt Richtlinien zu erarbeiten, wie das Ziel erreicht werden soll, nachdem die bisherigen Wege offensichtlich Holzwege waren.

Aber durch den Streit der anderen ist ihr bei der nächsten Umfrage zur Zufriedenheit mit "Spitzen"-Politikern bestimmt wieder der 1. Platz gesichert.

Von was redet Herr Monti hier?

Die Regierungschefs sollen sich ihre Handlungsfreiheit bewahren? Wer auf Spiegel Online oder bei Focus weiterliest, der kennt das komplette Interview. Drin schlägt er vor, dass die Parlamente in EU Fragen nicht mehr so viel zu sagen haben sollen. Ich wundere mich schon sehr darüber, dass die Tagesschau Redaktion hier nicht nachfragt und dieses Interview einfach ohne Kommentar stehen lässt. Es kann wohl nicht sein, dass wir wegen EU und Euro elementare demokratische Grundsätze über Bord werfen. Die EU hat noch immer ein Legitimationsproblem, das nicht dadurch besser wird, wenn die Regierungschefs die volle Handlungsfreiheit bekommen. Die Parlamente repräsentieren das Volk und es ist ihre Aufgabe die Exekutive zu kontrollieren. Ich hoffe dass Karlsruhe dieses Interview als Basis seiner Entscheidung mit berücksichtigt.

Söders Meinung überflüssiger gehts nicht

Die Worte von Söder sind total überflüssig und kontraproduktiv. "Exemplel statuieren", "bei der Mama ausziehen", etc. etc.. Unmögliche bayerische Polemik. Hilft keinem weiter! Und immer dieses Wort "Zahlmeister" geht ja mal gar nicht. Es steht außer Frage, dass sich in den angesprochenen Ländern strukturell etwas ändern muss. Nur wenn wir jetzt alles zerstören und den Ländern auch nicht einen Tag Zeit lassen große Strukturreformen durchzuführen, hat keiner etwas davon. Man muss schon etwas Geduld aufweisen und anstatt rumzupoltern eben an diesen Reformen konstruktiv mitarbeiten. Leider scheint unsere Regierung und insbesondere die CDU/CSU außer Überheblichkeit nichts vorweisen zu können.

Ich möchte mal die Rolle

Ich möchte mal die Rolle Herrn Söders in der Bankenaffaire Hypo Alpe Adria / Bayerische Landesbank in die Erinnerung rufen... :) Hat er Konsequenzen gezogen? Nö. Aber der DEUTSCHE Steuerzahler durfte einspringen....

hardliner - zero tolerance

Was Söder da von sich gibt ist eine Schande. Selten hört man derart acht- und respektloses Geplapper von einem Mann, den ich bisher für einen seriösen Politiker gehalten habe.

Nicht nur, dass seinen Aussagen einen bedrohlicher Tonfall innewohnt, den ich als geradezu obszön bezeichnen möchte. Nein, auch die inhaltlichen Gedanken die da geäußert werden sind von einer Manier, welche ich in unserer politischen Gesellschaft als überwunden ansah.

"Ein Exempel statuieren" damit die Anderen wissen was ihnen droht.

Ungeheuerlich was sich dieser Provinzpolitiker herausnimmt.

Einfach mal die Klappe halten

Unerträglich, wie jeder Politiker und Halb-Politiker sein eigenes Süppchen kocht. Sei es Söder, der seine Profilneurose und die der CSU pflegt - oder Monti, der den Untergang Europas beschwört, um günstigere Konditionen für seine Schuldenrepublik herauszuschlagen.

Einfach mal den eigenen Laden in Ordnung bringen und dabei Klappe halten.

Westerwelle wird fast schon wieder sympathisch

denn wichtig ist für Politiker nicht nur die eigene Meinung, sondern auch wie sie diese zum Ausdruck ist. Vom Kettenhund der CSU war da allerdings nicht viel diplomatisch Geschick zu erwarten, denn deren diplomatisches Geschick endet mit den Grenzen Bayerns.

Wenn Staatsanleihen im großen Maßstab aufgekauft werden sollten, dann muss die Kontrolle knallhart sein und es darf kein Zweifel daran bestehen, dass die notwendigen Reformen umgesetzt werden oder es ggf. sogar schon sind. Ist das nicht der Fall ist sowohl das Vertrauen der "Geberländer" gestört, als auch evtl. ein Problem bei der Umsetzung zu erwarten. Die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass blindes Vertrauen nicht belohnt wird.

@Kasneber
Die Italiener können auch gern wieder Berlusconi einsetzen. Ich denke aber nicht, dass damit irgendwem (außer Berlusconi selbst) geholfen wäre.

Deutschland ist nicht Zahlmeister!

In der Politik werden gerne Alles-oder-nichts Floskeln gedroschen. Doch Deutschland ist nicht alleiniger "Zahlmeister", sondern die Haftung beträgt gerade mal 30%. Das ist zwar viel, aber nichtmal die Hälfte! Wenn man die Diskussion in Deutschland so hört könnte man meinen die Griechen liegen auf der faulen Haut während die Deutschen leiden.

Doch das ist nicht so. Den Griechen geht es in der Mehrheit sehr schlecht: Das Gesundheitssystem steht kurz vor dem Zusammenbruch und die Stellenkürzungen treffen jede Familie, manche Familien auch mehrfach. Doch das wird gerne ausgeblendet denn sie seien ja selbst Schuld...

Dumme Sprüche von Söder und Rösler

Solche populistischen Sprüche in der Öffentlichkeit wie jetzt wieder von Söder sind absolut unproduktiv.
Damit erreicht man lediglich dass der Markt negativ reagiert und die Zinsen für Staatsanleihen steigen. Darunter dürften dann auch wieder Spanien und Italine leiden.
Man sollte solchen Politikern wie Söder, Rösler und Seehofer für die durch solche Sprüche entstehenden Schäden haftbar machen, aber leider sind die Summen viel zu hoch!

Söder spricht das aus was das Volk denkt

Und fast alle anderen Politiker sprechen das aus was Banken und Spekulanten denken

Wird Zeit für ein neues Buch mit dem Titel "EU und deren Pleiteländer schaffen die Demokratie für alle EU-Staaten ab"

Monti hat's kapiert !

Unnötiger Populismus muss vermieden werden: Also am besten das Parlament und das Volk übergehen.
Hoffentlich sprechen unsere Richter im September ein eindeutiges, volksnahes Urteil !

Was Monti da empfiehlt

ist eine Unverschämtheit. Nach unserem Grundgesetz kontrolliert das Parlament die Regierung und das wird sich auch nicht ändern. Es ist beachtenswert und regt zur Nachdenklichkeit an dass unsere Politiker, sonst mit öffentlichen Schnellschüssen auch zu unwichtigen Themen jederzeit zur Stelle, schweigen. Spricht Monti hier möglicherweise vielen aus dem Herzen und hat es nicht in den letzten Monaten bei schwarz-gelb immer wieder Versuche gegeben, das Parlament zu umgehen ? Nachtigall ick hör dir trapsen und Ohren auf, hochverehrtes BVerG.

@ 16:04 — odoaker

Das stimmt nicht. Frau Merkel hat betont, Sie werde alles tun damit der Euro erhalten bleibt. Damit wäre auch alles gesagt. Im Übrigen ist es Frau Merkels Aufgabe zu regieren, nicht zu erklären.

Spekulationskrise

Eigentlich, ja eigentlich ist alles gesagt. Der Euro wird erhalten bleiben und man wird dafür "alles tun". Unmisverständlicher geht es ja wohl kaum. Zweifel dass dies nicht gelinge kann man kaum haben, wenn der politische Wille so eindrucksvoll bewiesen wurde, dahinter tritt am Ende selbst die Wirtschaft zurück.

Der ESM wird doch einiges verändern, was hier gerade geschieht sind sozusagen "Mitnahme-effekte". Nochmal ein paar Milliarden ohne Verpflichtungen aufnehmen ... da hilft es natürlich das Ende des Euro an die Wand zu malen.

Wie blödsinnig das ist, weil jeder Zweifel am Euro die italienischen Zinsen nach oben treibt, ist eigentlich egal. Man braucht die hohe Zinslast um immanenten Marktdruck als Grund für weitere Forderungen (politisch oder wirtschaftlich) einzuspannen.

Eigentlich gibt es derzeit gar keine irgendwie kritische Situation, sondern nur einen überbrückungszeitraum, der Platzt für solche Spielchen lässt. Bis zum ESM

@Toxic - Die Zeit der Geduld ist vorbei!!!

Die Zeit der Geduld ist endgültig vorbei!!!

Markus Söder sagt das, was auch die renommiertesten Ökonomen Europas sagen: Jetzt ist Zeit zum HANDELN!

Griechenland hat KEINE Zukunft im teuren Euro und muß aus diesem SOFORT AUSTRETEN!

Wenn wir jetzt nicht handeln und die vielen EU-Pleite-Staaten weiterhin mit unseren Milliarden über Wasser halten, dann geht Deutschland sehr bald selber mit unter.

Wie es ist, wenn ein Land zahlungsunfähig wird, sieht man am Beipeil Argentiniens.

Argentinien erlebte seine Staatspleite vor ca. 10 Jahren. Mittlerweile steht es wieder glänzend da und hat aus seinen Fehlern gelernt.

Ähnlich muß man auch mit Griechenland (und evtl. auch mit Portugal!) verfahren, damit dieses Land eine realistische Chance auf eine gute Zukunft haben.

Würde in Griechenland die Drachme eingeführt, würde dies auch den Menschen dort helfen, da die Preise schlagartig sinken und dies den Alltag der Menschen deutlich erleichtern, sprich preiswerter machen würde.

@16:10 — Thunderstorm

„Von was redet Herr Monti hier?“

Von der „marktkonformen Demokratie der Eurokanzlerin!

Davon, dass die Politik gegenüber „den Märkten“ eine dienende Funktion wahrzunehmen hat, davon, dass das Vertrauen der Märkte um jeden Preis erhalten werden muss, davon, dass Parlamentsbeteiligungen und Abstimmungen oder gar Referenden als Sand im Getriebe der Märkte und der Exekutive empfunden wird, die die Schlagzahl der Milliarden, die dem Steuerzahler aufgebürdet werden verlangsamt, oder gar die Schuldenunion infrage stellt.....!

Es ist schon lange nicht mehr das Europa der Bürger, sondern das der Märkte, der Zocker, Börsen und Ratingagenturen, die der Politik sagen, wo es lang geht- demokratische Abläufe, Spieregeln, Grundsätze, Gebote, Zuständigkeiten, Beteiligungen, sind Schmuck am Nachthemd- Dirigismus, Akklamation, Fremdbestimmung der Schlüssel für die Überlegenheit der Märkte gegenüber der Demokratie und Parlamentarismus!

Marktkonforme Demokratie im Europa des 21. Jahrhundert!

" Davon, dass die Politik

"
Davon, dass die Politik gegenüber „den Märkten“ eine dienende Funktion wahrzunehmen hat, davon, dass das Vertrauen der Märkte um jeden Preis erhalten werden muss, davon, dass Parlamentsbeteiligungen und Abstimmungen oder gar Referenden als Sand im Getriebe der Märkte und der Exekutive empfunden wird, die die Schlagzahl der Milliarden, die dem Steuerzahler aufgebürdet werden verlangsamt, oder gar die Schuldenunion infrage stellt.....!
"

Wovon reden Sie ?! Deutschland ist bei weitem demokratischer, wohlhabender und bedeutender als es noch vor 25 Jahren war. Wenn es Ihnen damals besser ging, so muß das nicht unbedingt mit allem Anderen was zu tun haben.

Geld für Griechenland? Ja!

Das ist lediglich erst der Anfang der Klartextrederei und es wird noch schlimmer kommen, wenn man feststellt, dass auch die anderen Länder aufgrund der gemachten Kreditbedingungen nicht in der Lage sein werden, die Kredite fristgerecht zurückzahlen zu können!

Das was Wir an einen Vorgeschmack jetzt schon feststellen können, ist die dramatische Verarmung der Bevölkerung Griechenlands, wo weder die Bevölkerung noch die Deutschen selbst eine Schuld daran haben, sondern die Regierung mit den Banken, die sich über Ihr Handeln als Volksverräter geoutet haben.

Geld für Griechenland?
Ja!
Wenn es der Bevölkerung zugute kommt, damit sie erst einmal wieder auf die Beine kommen und sich wirtschaftlich erholen können, aber für die Banken oder einer Regierung, die wissen müsste das man Schulden nicht mit Schulden aufnehmen begleichen kann, ein ganz klares NEIN!

LG Coolchen

²fipsing

Ich finde es schon komisch, dass immer das politische Zeitalter bei Gerhard Schröder anfängt. Es wird gänzlich ausgeblendet wer den Euro eingeführt hat oder wer wollte das Griechenland indie Eurozone beitreten darf, bzw. die Vorbereitungen dafür getroffen. Wer war das gleich noch. Ach ja ein CDU geführte Regierung unter Helmut Kohl, der der auch dem Ostteil der jungen deutschen Gesamtrepublik versprochen hatte, dass sie blühende Landschaften (Wirtschaft) erleben werden. Zwar blüht alles dort, aber eher voller Wildblumen.

Die CDU hatte alles vorbereitet, Verträge geschlossen udn die SPD-Bundesregierung konnte nicht mehr aussteigen.

Und ich finde es ziemlich bezeichnend, dass man einen Söder Recht gibt, der der die Herdprämie einführen will, weil genau diese CSU versäumt hatte, KITA-Plätze zu bauen!

Was wisst denn ihr über die Verträge die auf Regierungsreisen abgeschloßen werden? Nichts, wundert ihr euch nicht das immer Wirtschaftsbosse mitreisen? Macht euch da mal Gedanken...

@Phonomatic - 5. August 2012 - 17:15

Lieber Phonomatic,

danke, dass Sie meine Kommentare immer mal durch eine Replik aufwerten.

Diesmal stimme ich Ihnen in einem Punkt FAST zu, wenn Sie nämlich schreiben: Es ist "Frau Merkels Aufgabe zu regieren". "FAST" nur, weil ich nicht "ist", sondern "wäre" formulieren würde.

Ansonsten halte ich einen Satz wie: "alles tun damit der Euro erhalten bleibt" für genau so inhaltsvoll wie die alte Bauernregel: "Im Winter ist es kälter als draußen".

Wegen der Erklärungs-Verpflichtung Merkels halte ich mich jetzt aber zurück und verweise stattdessen auf unseren sehr verehrten Herrn Bundespräsidenten.

Einen schönen Sonntag noch.

@ flipsig

Also Entschuldigung. Nur weil vor 10 Jahren eine Entscheidung getroffen wurde, muss sich eine Partei nicht für alle Zeiten raushalten. Was ist denn das für ein verqueres Demokratieverständnis. Die SPD soll und muss sich an der Diskussion beteiligen. Gerade auch weil CDU/CSU es alleine vollends gegen die Wand fahren! Zudem waren an der Entscheidung zur Einführung des Euro sicherlich auch alle anderen Parteien beteiligt. Absoluter Blödsinn!

Mutiert Wagenknecht zur Nationalistin?

Ja träume ich?

Linkspartei-Vize Sahra Wagenknecht warnte, wenn Griechenland aus dem Euro austrete, werde es seine Schulden nicht mehr bezahlen können: Das werde Deutschland 80 Milliarden Euro kosten"

Bisher ist die Linke doch immer mit Vorschlägen zur Maximierung der Sozialisierung (von was auch immer) aufgefallen.

Und genau das, nämlich Super-Gau-Sozialismus wird eintreten, wenn jeder für jeden, und dessen Verfehlungen haften.
Systeme kollektiver Verantwortungslosigkeit, bei der die Partei (die ja immer Recht hat) bestimmt, wo es lang geht, ist der Traum der Linken.

@ Coolchen - Geld für Griechenland?

Sie schreiben:
"Geld für Griechenland?
Ja!
Wenn es der Bevölkerung zugute kommt, damit sie erst einmal wieder auf die Beine kommen und sich wirtschaftlich erholen können, aber für die Banken oder einer Regierung, die wissen müsste das man Schulden nicht mit Schulden aufnehmen begleichen kann, ein ganz klares NEIN!"

Das würde dann bedeuten: Grundsätzlich NEIN.
Denn so lange die Schulden existeren wird kein Geld sinnvoll bei den Griechen ankommen können.
Sie könnten den Bürgern direkt Geld auf das Konto buchen, es würde sofort zur Schudentilgung verwendet werden müssen!

Das einizige sinnvolle Geld sind die Wirtschftshilfen aus dem großen Topf der EU, die direkt in Projekte fließen können.
Aber dort liegen seit 2 Jahren schon mehrere Milliarden bereit die von den Griechen einfach nicht abgerufen werden, weil die nicht in der Lage sind diese Projekte zum laufen zu bringen!

Meine Güte

Da streiten sich SPD und CSU in traditioneller Sommerlochmanier, wer grad wieder den größeren rhetorischen Bock geschossen hat - und Monti empfiehlt schon mal leise das Ende der parlamentarischen Demokratie?
Anders als beim für jeden sichtbar macht- und profilhungrigen Berlusconi, klingen Montis Vorschläge auf den ersten Blick vernünftig. Genau wie die Draghis. Aber, beide Mitarbeiter bei Goldman&Sachs. Monti ist führendes Mitglied in einigen interessanten "privaten" Organisationen, wie zb die "Bilderberg Konferenz". Kann man bei Wikipedia nachlesen. Und ich dachte, schlimmer als Berlusconi gehts nimmer.

5. August 2012 - 16:51 — Wischmop

Verehrter Wischmop, Sie trauen dem "Volk" ja wirklich wenig zu. Denn wirklich denken muß man eigentlich nicht, um das abzusondern, was Herr Söder von sich gab.

Ich will doch hoffen, daß das "Volk" nicht so blöd ist wie Sie es hier darstellen.

Und was Ihre Rundumschläge gegen "fast alle anderen Politiker" angeht: Ich finde, Sie machen es sich ein wenig einfach. Differenzierte Analyse schlägt pauschales Draufhauen!

Alles Gute

FS

Banken entmachten.

Selbstverständlich hat Herr Söder Recht. Dieser hat wenigstens noch eine eigene Meinung und folgt nicht blind der Bankenlobby. Diese schwachsinnigen Bankenrettungen müssen ein Ende haben. Scheinbar gibt es noch immer Leute, welche nicht wissen, dass die meisten Transfermilliarden den Bankstern mitsamt ihren reichen Gläubigern (welche ihr Kapital gleich wieder außer Landes bringen ) zugute kommen und nicht dem Volk.
Mit so vielen unterschiedlichen Ländern (u. a. Korruption, Mafia) wird es niemals eine funktionierende einheitliche Finanz- u. Wirtschaftspolitik geben. Selbst mit größten Sparanstrengungen werden die Pleiteländer ihre Schulden nicht zurückzahlen können, weil ihre Wirtschaft zu schwach für ein Euro ist.
Italien wie Griechenland kann sich sehr gut selber helfen, indem deren Superreiche endlich ihre rechtmäßigen Steuern zahlen und sich so solidarisch mit ihren Landsmännern zeigen. Mit diesem Geld können Arbeitsplätze geschaffen und die Wirtschaft angekurbelt werden.

@ MPA - Griechenland und der Euro

Sie schreiben:
"Die CDU hatte alles vorbereitet, Verträge geschlossen udn die SPD-Bundesregierung konnte nicht mehr aussteigen."

Bitte nachlesen:
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/
hans-eichel-aufnahme-griechenlands-in-eurozone-
war-ein-fehler/3371418.html

Die Entscheidung darüber dass Griechenland in den Euro aufgenommen wird fiel im Frühjahr 2001. Da wurden die Verträge unterschrieben und da war Kohl schon mehr als 2 Jahre kein Kanzler mehr. Aber es stimmt natürlich dass Kohl im wesentlichen den Euro zum laufen gebracht hat.
Allerdings ist der Vatre des Euro Helmut Schmidt, der rühmt sich heute noch dass er dan auf den erfunden hat!

@ 17:53 — odoaker :)

Tja, der Herr Bundespräsident, der könnte tatsächlich erklären ... es von der Kanzlerin zu fordern war, nunja, was soll man davon halten.
Und, "alles tun" ist m.E. klarer als man es von Politikern erwarten kann.

Wie Sie wissen bin ich der Meinung dass Frau Merkel gut regiert, im Angesicht der Umstände finde ich Ihre Leistung sogar von historischer Dimension.

@Phonomatic

Wovon reden Sie denn hier ?

"Deutschland ist bei weitem ... wohlhabender ... als es noch vor 25 Jahren war"

Deutschland (als Staat) ist arm wie eine Kirchenmaus, siehe Staatsverschuldung von über 2 Billionen Euro.
Sehr wohl gibt es hier sehr viele Reiche und Superreiche, nur die sind es ja nicht,die Griechenland unterstützen. Im Gegenteil, diese ziehen aus diesem ganzen Dilemma auch noch ihren Profit.
Deutschland ( als Staat) verschuldet sich immer höher, um mit diesen Schulden die Schulden Griechenlands und anderer Staaten zu bedienen.
Egal, wie diese Krise ausgeht, Griechenland, aber auch Deutschland sind am Ende höher verschuldet wie jetzt.
Die Reichen (Gr.+D) haben dann aber ihren Reibach gemacht.
Im Regen stehengelassen wird dann der Steuerzahler und damit wird Deutschland nicht reicher, sondern ärmer.

Zusammengefasst:
Das Gefasel von einem reichen Deutschland sollte endlich aufhören, es gibt nur reiche Deutsche und einen armen, hoch verschuldeten deutschen Staat.

Die Debatten werden noch

Die Debatten werden noch lange geführt. Wer ist eigentlich Herr Söder? Ein Parteisoldat einer kleinen Partei. Das Theater hört bald auf ... Griechenland tritt aus dem Euro aus und fertig. Immer wieder meinen einige das Sommerloch zum Quatschen vor der Kamera zu nutzen. Nichts von hilft aber. Schlimm ist nur das keine Taten folgen. Wir gestalten wenig und agieren wie die Feuerwehr. Den Reichen juckt es nicht und den normen Bürgern klaut das Theater die Rente.

SPD Logik:

Poß:
Seine Äußerungen ignorierten die Gefahren für die Eurozone.

Herr Poß, aufwachen!
Es gibt keine Gefahr für die €-Zone. Die €-Zone IST die Gefahr!

Wie soll man Vertrauen in

Wie soll man Vertrauen in Länder haben, in denen die Gewerkschaften mit Gewalt jede Reformanstrengung blockieren.

Die Gewerkschaften fordern keine gerechte Entlohnung, denn wenn sie das Täten, würden sie keine Forderungen stellen, bei denen die Ersparnisse und die Altersvorsorge der Arbeiter entwertet wird.
Früher haben sie sich mal für Arbeitszeitverkürzung stark gemacht. Würde man heute Arbeitszeitverkürzung ohne Lohnausgleich vorrantreiben, gäbe es weniger Arbeitslose.

Ohne Lohnausgleich? Ja, es geht, denn in vielen Bereichen sind die Tariflöhne so hoch, daß sich selbst einfache Arbeiter schicke Häuser leißten können.

Arbeit muß umverteilt werden und nicht der Lohn der daraus resultiert. Mit Inflation werden die Menschen am meißten geschädigt, die sich durch Verzicht über Jahre hinweg ein Sicherheitspolster angespart haben. Wenn diese Menschen mit 50 keinen Job mehr finden, kriegen sie nichts vom Staat, da so ja Ersparnisse haben.

Die Reformen müssen schneller gehen.

Griechenland muss raus!

Wiederholung:
1. Griechenland erfüllte beim Eintritt in die EU-Zone nicht die Kriterien.
2. Auch in Griechenland herrscht Korruption.
3. Reiche zahlen keine angemessenen Steuern.
4. Steuermoral bei vielen: mangelhaft
5. Überbezahlung von Beamten.
5. Angehörige von Verstorbenen kassierten deren Renten - miese Kontrolle!
6. Griechenland hat schon einige Staatspleiten gehabt - nichts Neues (www.derstandard.at)

Und dann muss man ganz einfach feststellen:
Länder (auch BRD), die hohe Schulden machen, leben über ihren Verhältnissen.
Der geliehene Lebensstandard ist das Problem, und nun will man weiterhin mit (neuen) Krediten die alten bezahlen - WOW!
So doof sind da einige Politiker.

Wenn ein AZUBI 1000 € im Monat bekommt, aber für 1100 Euro lebt, hat er im Jahr 1200€ Schulden. Um sie zu bezahlen, muss er seinen Lebensstandard herunterfahren. Er muss das nächste Jahr mit 900€ (=200€ weniger!) auskommen - zuzüglich der Zinsen und Zinseszinsen - und nicht nur auf Kartofffelchips verzichten.

@ 18:02 — HartAberWahr

ach, die ganze Fraktion klatscht doch offen im Bundestag, wenn ein FDPler am Pult nationalistisch gegen den ESM argumentiert.
Wer denkt, die linke zeige mit Ihrer ESM-Debatte Profil, täuscht sich.

Europa der Vaterländer

Geschätzte Kommentatoren,

wenn die ursprünglich europäische Idee, nämlich ein Europa der starken Vaterländer, nicht zu gunsten eines Geldmachen-Europa aufgegeben worden wäre, dann hätten wir heute das ganze Dilemma nicht. Warnungen gab es zur Genüge!

Da nützt es auch nichts, wenn der eine oder andere glaubt ein "Rettungskonzept" zu haben. Es ist nun mal so, daß sich eine Totgeburt nicht zum Leben erwecken läßt und falls doch, dann ist da Ergebnis eine Art Zombie. Nichts anderes ist der Euro, ein Zombie im Dienste der Konzerne.

Söder hat mit seiner Argumentation schon recht, Populismus hin oder her, allein die Tatsache, daß keine wirklichen Instrumente zur Sanktionierung von Euro-Sündern vorgesehen sind, steht seinen Aussagen entgegen und dies ist kein Zufall!

Wie sich Europapolitik in der weiteren Zukunft gestalten soll, macht Herr Monti sehr deutlich. Allein die Bürger der Länder haben es in der Hand, derartigem Treiben ein Ende zu bereiten.

Es wird Zeit!

Beste Grüße

5. August 2012 - 18:02 — HartAberWahr

"Systeme kollektiver Verantwortungslosigkeit, bei der die Partei (die ja immer Recht hat) bestimmt, wo es lang geht, ist der Traum der Linken."

Ganz schön hart, aber ob's wahr ist?

@ AK 30% Beteiligung ist eben

@ AK

30% Beteiligung ist eben schon viel, bei 17 Mitgliedsstaaten! Und wir zahlen ja nicht erst seit zwei Jahren, Deutschland hat schon immer den Löwenanteil in das "Großprojekt Europa" hineingebuttert, seit Jahrzehnten.

@ phonomatic Zu regieren und

@ phonomatic

Zu regieren und nicht zu erklären funktionierte in den alten Feudalsystemen. Wir leben in einer Demokratie, zumindest noch, auf dem Papier. Frau Merkel hat uns alles zu erklären!

5. August 2012 - 18:05 — lamusica

Ich weiß nicht, warum hier einige Leute immer wieder Schwierigkeiten mit der Bilderberg- Konferenz haben.

ich empfehle einfach mal, den von Ihnen selbst angeführten Wikipedia- Artikel zu lesen, insbesondere den Abschnitt über Verschwörungstheorien.

Natürlich treffen sich die (oft ehemals) Mächtigen und Einflussreichen der (vorwiegend westlichen) Welt bei den Bilderberg- Konferenzen, aber ich finde das erst mal nicht per se schlecht.

Oder wir machen jetzt mal ne Revolution und entledigen uns aller "Eliten" und damit auch sehr vieler Erfahrung und Sachkunde. Quasi einen unbelasteten Neuanfang. Klappt bestimmt ganz toll.

@ Phonomatic - Merkel und der Euro

Sie schreiben:
"Wie Sie wissen bin ich der Meinung dass Frau Merkel gut regiert, im Angesicht der Umstände finde ich Ihre Leistung sogar von historischer Dimension."

Danke für diese Aussage. Leider gibt es in den Foren im Internet selten Menschen mit diese Meinung. Wie man aus den Umfragen entnehmen kann ist das ja im realen Leben anders, da sind es mehr als 70% der Menschen die ihre Politik gut finden.

Und es sind ja sogar fast 60% der Bevölkerung die sagen dass die Politik "alles tun soll" um den Euro zu retten.
Dass Merkel als Physikerin häufig besser im analysieren als im erklären ist kann ich nicht als Nachteil werten. So lange die richtigen Entscheidungen getroffen werden ist das wichtiger als die Erklärung gazu.

Etwas dummdreisteres hat man

Etwas dummdreisteres hat man selbst von einem deutschen Politiker schon lange nicht mehr gehört. Und selbstverständlich hat der gute Herr Söder keine Ahnung wovon er redet. Was passiert wenn Griechenland, Spanien etc ihre Schulden nicht bezahlen, ist eine deutsche Bankenkriese. Letztendlich geht es ja darum den deutschen Banken zu helfen, die jahrelang tapfer geld verliehen haben, ohne ihre Hausaufgaben in sachen Risikobewertung zu machen.

Man sollte auch nicht vergessen, daß Deutschland sehr von Schulden der anderen profitiert hat. Ohne Exporte nach Spanien oder Griechenland (bezahlt mit Schulden) hätten wir die Kriese nicht so gut überstanden. Mit einer starke DM wären auch Exporte ins nicht-euro Ausland wesentlich gefallenn

Zum Thema Inflation: die US Notenbank kauft schon seit geraumer Zeit massiv Anleihen, druckt Geld ohne Ende. Und von Inflation ist nichts zu sehen. Vielleicht sollten die deutschen Volkswitrte weniger auf ihre offensichtlich falschen Modelle setzen.

@fathaland slim

Nein, ich bin einfach realistisch. Es werden die gewählt, die traditionell gewählt werden; egal was die wirklich tun.

Ich darf erinnern, die SPD galt mal als Arbeiterpartei. Und als sie an der Macht war, wurde der Spitzensteuersatz gesenkt, also eine Entscheidung zugunsten der Bessergestellten, nicht zugunsten des kleinen Arbeiters der mit wenig Geld eine Familie ernähren muß.

Leider gibt es wirklich wenige Politiker die bei ihren Entscheidungen an das Volk denken; und noch weniger, sie öffentlich dazu stehen. Wobei letzteres wohl auch von der Angst durch Mobbing verhindert wird.

Schließlich schlägt man seitens der Politik auf alle ein, die Volksabstimmungen befürworten bzw. €/ESM-kritisch sind. Und das wiederum bestätigt meine Aussage vom letzten Beitrag: Die Anzahl der ans Volk denkenden Politikern ist gering

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