Kommentare

Richtige Entscheidung der EZB

Ich bin erleichtert, dass Draghi sich nicht dem Druck der südeurop. Regierungen hingegeben und konkrete Hilfen ohne Voraussetzungen versprochen hat!

Was mich jedoch etwas besorgt ist die Tatsache, dass den nordischen Ländern, inbesondere Deutschland, vorgeworfen wird, sie seien dafür verantwortlich, dass die südländischen Regierungen nun drastische Sparmaßnahmen durchführen müssen.

Das ist eine ziemlich merkwürdige Denkweise, waren es doch die Länder selbst, die sich in die missliche (Schulden-) Lage gebracht haben. Nach Einführung des Euro und damit einhergehender niedriger Zinsen hat in den südeurop. Bananenrepubliken eine wahre Euro-Party stattgefunden - mit der Konsequenz eines massiven Anstiegs der Staatsverschuldung.

Ich sehe nur zwei Auswege aus der Krise: Entweder eine Abschaffung des Euro zu exorbitant hohen Kosten oder die Kontrolle über die nationalen Haushalte durch Aufbau einer EU-Behörde. Letzteres wäre das Ende der europ. Nationalstaaten. Na dann, Prost (Mahlzeit)!

Illusorisch

Es ist schlichtweg naiv bis fahrlässig, davon auszugehen, dass die Volkswirtschaften in G/SP/P/I binnen kürzester Zeit wettbewerbsfähig werden können.

Der Effizienzgrad in der BRD, der binnen vieler Jahrzente Rationalisierung, Privatisierung und Lohnzurückhaltung erreicht wurde, kann selbstverständlich niemals durch Beamten-Entlassungen erzwungen werden! Im Gegenteil – die Binnennachfrage wird hierdurch reduziert.

Stellen Sie sich vor, Westdeutschland hätte nach der Wiedervereinigung nicht den Soli eingeführt und es wäre nicht massiv in den neuen Ländern investiert worden. Die Bevölkerung wäre schlichtweg verarmt und es gäbe heute Millionen mehr Arbeitslose in Ostdeutschland.

Gehts noch?

"für den Fall, dass sich die Krise noch weiter zuspitzt, handlungsfähig. Sollte es auch Draghi mit seiner 'Bazooka' nicht gelingen, den Euro zu stabilisieren, war ohnehin alle Mühe vergebens. Ob der Rettungsschirm ESM scheitert oder die EZB, spielt dann keine Rolle mehr - die Zeche müsste so oder so der Steuerzahler übernehmen"

Also hat keiner irgendeine Ahnung wie es gehen könnte. SUPER! Da wird den irgendwas probiert, egal ob die Karre vor die Wand fährt. Wenn schon Statistiker Meinungsprägend werden, dann ist die Nummer sowieso schon durch. –Selbstmord aus Angst vor dem Tod– ist wohl das der passende Kommentar dazu(*Zitat) Panisch Krank find ich dazu noch, wenn dann die Leute anfangen über –Deutschland hat sich schon mal isoliert– und damit Kriege in Verbindung bringt. Die kommen auch ohne "Isolation durch Selbstbehauptung". Dann wenn die Armut durch verfehlte Politik noch größer wird, kommen selbige sowieso "zu uns" und nicht von uns Deutschen verursacht werden.

@ VWL_Chris

"Das ist eine ziemlich merkwürdige Denkweise, waren es doch die Länder selbst, die sich in die missliche (Schulden-) Lage gebracht haben. Nach Einführung des Euro und damit einhergehender niedriger Zinsen hat in den südeurop. Bananenrepubliken eine wahre Euro-Party stattgefunden - mit der Konsequenz eines massiven Anstiegs der Staatsverschuldung."

Die Länder sind dazu gezwungen Kredite aufzunehmen, da sie ansonsten nicht ihre Behörden finanzieren können. Es wäre zu Entlassungen gekommen. Bevor der Euro eingeführt wurde, haben diese Länder regelmäßig abgewertet (Geld gedruckt) und auf diesem Weg Löhne an Staatsdiener gezahlt. Automatisch wurde die Währung "weicher" und die Wettbewerbsfähigkeit erhöht. Mit dem Euro ist die Abwertung nicht mehr möglich!

Es ist traurig, dass das Thema "Abwertung" nicht mehr kommuniziert wird.

Mein Wunsch!!!! Billonen für Russia,Belarus und Ukraine!!

Deutschland ist bereit für den europ.Traum zu zahlen,selbst auf die Gefahr der eigenen Pleite hin und die Zerstörung des von der ganzen Welt beneideten Wirtschaftsmodell Deutschlands.
Sicherlich spielt auch Deutschlands Vergangenheit dabei eine Rolle; Deutschland muß einfach zahlen aus moralischen Gründen!
Alles vielleicht gar nicht verkehrt,aber was mich dabei stört ist,daß Deutschland z.B. Belarus oder die Ukraine mit relativ geringen Summen abgespeist hat für den Horror der dort im WWII begangen wurden.
Belarus Hauptstadt Minsk wurde dem Erdboden gleichgemacht,an die 1500 Dörfer unwiderruflich vernichtet,fast 30% der Bevölkerung getötet.Warum erstreckt sich die europ.Solidarität nur auf Westeuropa,z.B.,auf Griechenland?
Warum überweist Dtld.z.B. nicht einmal locker 2 oder 5 oder 10 Milliarden an Belarus,wo es unendliches Leid verursacht hat.Auch die Weißrussen,Russen und Ukrainer haben Anspruch auf deutsche Gelder,nicht nur die Griechen,Italiener oder Spanier!!!

kriminelle Spekulationen

Die spanischen Banken stehen der Korruptheit der griechischen Banken in nichts nach.
Wer erwähnt denn schon, dass auf Island die verantwortlichen der Zockerbanken ( Zockerbanden, ironisch gesagt)
zu langjährigen Haftstrafen verurteilt sind, und diejenigen Verantwortlichen, die noch flüchtig sind,auf denen ist
ein Kopfgeld ausgesetzt. Das nenne ich Rechtsstaat! Nachzulesen: http://www.wirtschaftsfacts.de/?p=21935
Ich hoffe dass wir bei den nächsten Wahlen eine zweite Wende erleben dürfen.

Ich bin ebenfalls froh, dass Draghi sich nicht durchgesetzt

hat. Seine ganze Aktion im Vorfeld war mehr als dämlich. Wollte er so etwas die Geberländer unter Druck setzen?
Er hätte wissen müssen, dass da die Geberländer nie mit gemacht hätten und ihrerseits mit dem Austritt aus dem Euro hätten drohen können.
Denn wenn diese Drohung kommt, dann rauschen die Märkte rasend schnell abwärts.

Es führt kein Weg dran vorbei, die Südländer müssen Steuern erhöhen und die Löhne auf ein Maß bringen, das dem der Produktivität entspricht.
Jeder weiß, dass die massive Staatsverschuldung der Südflanke erst mit Einführung des Euros kam. Da lockten ganz niedrige Zinsen und es wurde von den Staaten hemmungslos zugegriffen.
GR war niemals eurofähig. Es haben zwar alle Länder bei den Einführungskriterien geschummelt, aber GR hat den Bogen überspannt.

Reformgesetze sind auch kein Allheilmittel

Was Griechenland angeht, so wären weitere Reformgesetze zwar sinnvoll, aber noch lange kein Allheilmittel.
Neue Gesetze beseitigen die alten Schuldenberge nicht.
Außerdem müßten die Gesetze nicht nur beschlossen und verkündet, sondern anschließend in der Praxis auch umgesetzt und durchgesetzt werden - wozu auch ein Mindestmaß an Akzeptanz bei Beamten und Bürgern erforderlich wäre.
Reformgesetze ändern außerdem auch meist wenig an alteingefahreren Gewohnheiten und Mentalitäten - zumindest nicht von heute auf morgen.
So, wie man aus der 1. Fussball-Bundesliga absteigen kann, so sollte man als nicht konkurrenzfähiges Land auch aus der Eurozone (als oberster Liga der EU) absteigen können, um sich dann in einer Art 2. Liga (mit lediglich einfacher EU-Mitgliedschaft) zu konsolidieren. Für Härtefälle sollte noch eine 3. Liga vorbereitet werden, die keine Vollmitgliedschaft der EU mehr beeinhaltet. Und für krasse Ausnahmefälle sollte man überlegen, ob eine Assoziation mit der EU nicht reicht.

@gierde zerstört

Genau aus dem Grund der möglichen Abwertung sollte GR wieder zur Drachme zurückkehren. Der Euro kann bekanntermaßen nicht abwerten. Mit dem Euro kommt GR niemals auf die Füße.

Aber GR hat einen ausufernden Beamtenstaat, der noch nicht einmal funktioniert. Jeder 3. oder 4. ist Beamter, teilweise ohne Aufgabe.

Warum aber wollten die Südstaaten unbedingt den Euro? Es war doch bei Einführung bereits bekannt, dass eine Abwertung der Währung nicht machbar ist.

Die Gründe des Problems....

... dürfen leider nur an den Stammtischen angesprochen werden. Von Politikern geäußert sind das Bevormundungen und Schulmeistereien. Schluss mit den Samthandschuhen! Wenn Südeuropa geholfen werden soll, dann muss dort erst einmal das System geändert werden. Keine Arbeitslosenzahlen-Verfälschung durch Schaffung unendlich vieler Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst. Keine wählerfreundlichen Super-Ruhestandsregelungen. Keine klientelfreundliche Steuerbefreiung der Reichen. Usw.
Ohne das versickern alle Hilfen, ob vom ESM oder der EZB geleistet.

@ Mondfee

das Problem Griechenlands ist innenpolitischer Natur. Würden die nötigen Reformen durchgesetzt, wäre auch Griechenland zu retten.

Es ist der Machtkampf zwischen den Konservativen und den radikalen Linken, die das Land lähmt. Syriza versucht mit aller Macht die Regierung am Euro zu zerbrechen, die wirtschaftlichen Folgen dieses handelns ignorieren sie einfach. Je schlechter es Griechenland geht, umso besser für Tsipras.

manche vergessen....

es sind genau diese Nationen die aus Deutschland das gemacht haben was es heute ist! Und heute würde man sie am liebsten von der Brücke schubsen.

Wenns ums Geld geht hört ja bekanntlich die Freundschaft auf...

Guten Morgen Deutschland!

Komisch vor 10j waren wir der kranke Mann Europas, jetzt sind wir zu fleissig und wollen den Südländern keine hunderte Milliarden Euro schenken, was sind wir mies.
Ich möchte mal sehen wenn es umgekehrt wäre, Deutschland würde keiner helfen.
In Südeuropa muß endlich eine andere Mentalität her. Korruption muß bekämpft werden, überflüssige öffentliche Verwaltung muß weg, die Verwaltung muß endlich arbeitsfähig werden usw.
Wir haben Hartz4 und Rentenreformen gemacht, Arbeitsgesetze gelockert usw. dafür hat die SPD die prügel bekommen, an denen sie heute noch leidet.
Die Südländer meinen, gebt uns einfach euer Geld und alles wird gut. Nein nur die Märkte mit ihren Zinsforderungen erzwingen jetzt Reformen, wenn weiter billiges Geld fliesst, ändert sich nichts und wir stehen in 5j wieder da mit solchen riesigen Summen die keiner mehr bearbeiten kann.
Vor Euroeinführung haben diese Länder 12-14% Zinsen gezahlt, warum sind jetzt 7% ein Problem?
Konjunkturprogramme auf Pump verpuffen wirkungslo

@Phonomatic

Ich weiss, dass die Probleme Griechenlands innerpolitisch sind.
Es ist mir ein Rätsel, warum die normale Bevölkerung ausgerechnet die Parteien gewählt haben, die das Land erst in diese Situation gebracht haben.
Sicher, Samaras hat wahlversprechen gemacht, die er nicht halten konnte. Aber jeder bürger muss das vorher gewusst haben.
Ich stimme Ihnen zu, dass GR bei Einhaltung der Reformen zu retten wäre. Aber genau das ist der Punkt. Keiner will diese Reformen.
Ich weiss nicht, wie GR aus dieser Situation herauskommen will. Tsirpas hat ja auch kein Rezept. Euro ja, sparen nein.

Die 17 Eurostaaten erledigen ihre Arbeit nicht?

In der Tat sollte es laufen wie in Island:
Die Finanzelite als Ursache des Problems erkennen und die Bänkster aus dem Land jagen - mit hoher Kopfgeldprämie!
Danach ein ordentliches Verfahren - auf das keiner von denen mehr auch nur wagt, Steuer-Rettunsgelder zu beantragen.

@ mondfee

Deswegen wurde eine gemeinsame Inflation festgelegt, die Auf- und Abwertung überflüssig macht.

Dummerweise hat man sich nicht dran gehalten, weder von deutscher noch von südeuropäischer Seite.

Politiker tun alles um im eigenen Land gut da zu stehen und vernachlässigen dabei wichtigere, globale Zusammenhänge.

3. August 2012 - 13:38 — MilosFormanJack...

Wenn ich Ihren Post richtig verstehe, dann sind Sie für eine EU als Club der Reichen, aus dem man automatisch rausfliegt, wenn man die Kriterien nicht mehr erfüllt.

Tolle Idee.

Dadurch wird dann natürlich die Spekulation an den internationalen Finanzmärkten beendet, die bisher nur deswegen so gut klappte, weil die EU- Länder so solidarisch waren und füreinander einstanden.

Oder habe ich da was falsch verstanden?

Vielleicht liegt es auch daran, daß ich von Fußball keine Ahnung habe. ich erkenne in Demut an, daß das Verständnis der Organisation des Profi- und Amateurfußballs essentiell für Verständnis und Lösung der Euro/Weltfinanzkrise ist.

Danke.

3. August 2012 - 13:54 — datatoddle

Sie verlangen hier lauter Maßnahmen, die natürlich wünschenswert wären, und zwar- jeder kehre vor seiner eigenen Tür- erst mal hier bei uns in Deutschland. Es macht ja keinen Unterschied, ob man sich ein Sozialsystem leistet, wie Deutschland, oder keins, wie Griechenland, dafür aber die Arbeitslosen direkt in Staatsdienste stellt. Am Resultat -Geld wird umverteilt- ändert sich nichts. Sie haben Recht, wir sind hier in Deutschland entschieden kreativer was die Verfälschung der wahren Arbeitslosenzahlen angeht, aber was ändert's an den nackten Tatsachen?

Und natürlich ist die Steuerehrlichkeit der reichen Deutschen legendär, hier gibt es keine "klientelfreundliche Steuerbefreiung der Reichen"

Wer mit dem Finger auf andere zeigt, auf den zeigen drei Finger zurück. Auch am Stammtisch, wo man noch sagen darf bzw noch sagen dürfen können muß oder was auch immer.

Leider handelt es sich nicht um Scheinsummen

Weil irgendwann muß die Zeche bezahlt werden.
Wenn z.B. jetzt Griechenland aus dem Euro austritt, dann sind die mit einem Schlag auf Dritte Welt Land.
Die Schulden bleiben in Euro, oder müssen abgewertet werden, viele Banken und Anleger verlieren noch mehr Geld, die Drachme würde dramatisch abgewertet, die griechische Wirtschaft kommt in den Folgejahren trotzdem nicht in Schwung, weil finanztechnisch den Grichen dann erst recht niemand mehr traut, Geld leiht, große Geschäfte werden nicht abgesichert etc.
Der Staat wäre erst recht pleite, weil es für die Griechen keinen Kredit gibt nirgends nicht die nächsten 10j.
Die Menschen verarmen dramatisch, die Inflation wäre gigantisch, dann kann man Griechenland gleich glattschieben, das wäre humaner.
Es ist ja jetzt schon so das nur noch die Eurogruppe denen Geld leiht. Die Märkte gewinnt man nur für Europa, wenn man denen zeigt, das man finanztechnisch und reformerisch kein Harakiri Kurs fährt und Schuldner hängen lässt.

3. August 2012 - 14:17 — michicu

"Vor allem warum sollen wir Deutschen immer an allem Schuld sein?"

Weil wir immer die armen Opfer sind, was man ja daran erkennen kann, daß es uns so schlecht geht.

Schlechter als allen anderen.

Auf der ganzen Welt.

Und danke, daß Sie uns mal erklärt haben, was "die Südländer" so meinen. Sie kennen sich wirklich aus.

Können Länder meinen?

@gierde zerstört - Abwertung

Abwertung ist sehr wohl möglich, es gibt dazu auch bessere Modelle, aber ich schlag mal ein ganz einfaches vor:

Anstatt wie von ver.di gefordert jedes Jahr 3% mehr Lohn zu bekommen, gibt es Erhöhungen nur noch unter dem inflationsniveau.
Oder um es drastischer und treffender für Italien etc. zu machen:
Jedes Jahr gibt es dann eine Lohnerhöhung von -0.5%. Auf den ersten Blick ist das eine Frechheit, auf dem zweiten Blick das selbe wie vor dem Euro.

Wenn die Drachme jedes Jahr um 10% abwertet, dann kann ich auch die Löhne um 5 +x % senken und habe ähnliche Effekte. (Alles nur ein Beispiel)

Und immer wieder...

... muß man den Finger, besser die Faust, in diese
Wunde legen:
Sicher, alle Staaten in Europa hatten gemoggelt
um beim EURO dabei zu sein!
Einige mehr, andere weniger!
Aber wirklich heiß gelaufen ist doch dieser ganze Wahn erst dadurch,
dass man auf Teufel komm heraus die Banken trotz deren terroristischer globaler Kapitalverbrechen "retten" mußte und offenbar auch immer noch weiter "retten" will! Warum nur ???
Einfach nur den EURO zu verteufeln ist meines Erachtens
viel zu kurz gedacht!
Wie wäre es denn bei all der angeblichen Alternativlosigkeit damit:
Ich möchte die Veröffentlichung einer Liste all der
Bankvorstände und des gehobenen Managements von Banken
in ganz Europa anregen, die durch ihre Machenschaften dieses Desaster zu verantworten haben!
Ich will eine Sammelklage, meinetwegen vor dem europäischen Gerichtshof,
in dem die Vermögenswerte, private wie auch geschäftliche dieser Herrschaften beschlagnahmt und nachweislich und öffentlich in die Rettungs-Töpfe einfliessen!

Beim Kommentar des Berliner

Beim Kommentar des Berliner Tagesspiegels kommt
einem wirklich die Galle hoch!
Hier wird gleich eine Bankenlizens für den ESM
und noch weitere Käufe durch die EZB befürwortet!
Wie Blind und Realitätsfremd muß man sein, um,
selbst unter Aufbietung aller Fairness so zu
solchen absurden Schlußfolgerungen zu kommen???

@michicu - faktisch ist...

...diese Situation doch sowieso schon gegeben!
Diese Realität wird man auch mit noch so langen
und scheuklappenverhangenen Zugeständnissen nicht
mehr aus der Welt schaffen können!
Wichtig ist eine Konzentration auf die Bevölkerung
hin zu echter Hilfe für die Menschen und weg von
dem Grundübel Bankenrettung ...!!!
Solange man die eigentlich verantwortlichen weiter schont und nicht ganz hart an die Kandarre nimmt,
wird dies ein unaufhaltsamer run in nicht nur den
wirtschaftlichen Abgrund!

@fathaland slim

"Und danke, daß Sie uns mal erklärt haben, was "die Südländer" so meinen. Sie kennen sich wirklich aus.

Können Länder meinen?"

Südländer ist ein allgemein anerkannter Begriff für Menschen aus dem Süden :-)
Fazit: Es meinen nicht Länder sondern Personen.

das Hemmungslose Schuldenmachen.
Haben die Banken Hedgefonds Versicherungen, Pensionsfonds der IWF oder die EZB oder Deutschland Spanien Griechenl. oder Ital. gezwungen hemmungslos Schulden zu machen? Das Geld sagen wir es mal wirklich zu verplempern? Teile der Wirtschaft zu zerstören weil ich durch unproduktive Jobs in der öffentlichen Verwaltung Arbeitskräfte und Wirtschaft lahm lege?Hat jemand Griechenland gezwungen noch ich glaube es war 2011 schnell 70000 Jobs in der Verwaltung zu kreieren?Haben die Banker 20000 Förster in Sizilien eingestellt, Renten für Tote bezahlt, Nachtwächter 80k bezahlt, keine Steuern eingetrieben?
Statistiken zu Wirtschaftsdaten und Steuern gefälscht oder nicht gemacht? Das waren doch wohl die Staaten selber.Wenn ich mir einen Porsche auf Pump kaufe und daran pleite gehe hat dann die Bank Schuld oder Porsche? Oder ich vielleicht selber weil ich vorher genau wusste das ich den Porsche nicht bezahlen kann.
Merkel hat absolut Recht Schuldenmachen ist das Prob

Presse zu Draghi: "Eurostaaten erledigen ihr

@-Senator1 :

Der Berliner Tagesspiegel hat genau recht !

Es führt nämlich kein Weg daran vorbei,, um die märkte endlich zu beruhigen . die Geldpressen müssen angeworfen werden , das bißchen Inflation ist marginal ,
im Gegenteil , dann rollt d. Rubel .

Recht haben sie natürlich,, daß die Veranwortlichen
Politiker knallhart zur Rechenschaft gezogen werden .

Die Banken machen nur ihre regulären Geschäfte ,
wenn die d. Staatsanleihen nicht angekauft hätten,
säßen einige Looser-Staaten noch tiefer i.d. Grütze ,Strafbar st die Spekulative Variante m.d. Staats-
anleihen und sonstigen kriminellen Börsen-Konstrukten. das ist aber nur marginal in Bezug a.d.
Verschuldung d. Looser-Staaten , diese haben zu viel
ungedeckten Kredit in Anspruch genommen, weil, der
Euro machte es möglich . usw. usw..

3. August 2012 - 16:31 — Sephiroth

"Südländer ist ein allgemein anerkannter Begriff für Menschen aus dem Süden :-)
Fazit: Es meinen nicht Länder sondern Personen."

Singular ist dann Südland? So wie ich ein Nordland bin?

Danke, Sie haben mir sehr geholfen.

@ 14:38 — mondfee

Ich denke Tsipras ist das Problem. Ohne den Druck "von der Strasse" (der eigentlich aus der Opposition kommt) wäre es für Samaras einfacher, die Reformen durchzusetzen. Gegen Streiks und angeheizte Massenproteste lässt sich schwer anregieren. Tsipras möchte dass diese Regierung zerbricht, weil er davon ausgeht dann selber Präsident zu werden.

@fathaland slim - Offtopic

Mir fällt kein besseres Beispiel grad ein, aber der Singular von trousers ist auch nicht trouser oder?

Vom hohen Ross fällt man tief, daher würde ich mir etwas demut wünschen.

Wenn Sie meinen Beitrag wiederlegen können, dann belehren Sie mich bitte. Haben Sie ein Problem mit dem Sprachgebrauch anderer leute, dann behalten Sie es einfach für sich.

Zum Thema Südländer (Personen) auch der Artikel der Zeit:
http://www.zeit.de/2008/04/Suedlaender

@ Sephiroth

Interne Abwertung hat noch nie funktioniert.

Wenn das Überschussland nicht bereit ist seinen Überschuss aufzugeben, indem es selbst aktiv wird, kann es nicht zum Ausgleich kommen.

3. August 2012 - 18:10 — Phonomatic

Ich frage mich immer wieder, was diese "Reformen" eigentlich bewirken sollen, außer daß es den Menschen immer schlechter geht. Daß die Menschen dagegen protestieren ist eigentlich kein Wunder. da braucht nichts angeheizt zu werden, der Siedepunkt ist erreicht.
Herr Tsipras ist ein Linker, und deswegen liegen ihm per definitionem die kleinen Leute am Herzen. Sie können ihm gerne Machtkalkül unterstellen, aber ich bezeichne das dann als versuchten persönlichen Rufmord.

Die Warnung Machiavellis hat

Die Warnung Machiavellis hat sich bewahrheitet: „Auch in ihm sind die Übel, die man von fern erkennt, (…) leicht und geschwind geheilt; hat man sie aber so weit anwachsen lassen, daß Jeder sie erkennt, so ist kein Mittel mehr dagegen zu finden.“ – denn als man den Euro erschaffen hat, da warnte ein kleines, tapferes Häuflein Gelehrter, die man entweder gar nicht zu Wort kommen ließ oder ihre Bedenken verneinte und lächerlich machte; nun aber, nachdem alle Verträge und Versprechen gebrochen sind und sich mehr als nur bewahrheitet hat, was diese wenigen Kundigen befürchtet hatten, da der Zusammenbruch des Euro unabwendbar ist und die Deutschen schweren Schaden dadurch erleiden werden.
Wobei Nietzsche durchaus zu Recht gesagt hat „auch das schlimmste Ding hat zwei gute Kehrseiten“, denn für Deutschland bietet der Zusammenbruch des Euro nicht nur die Möglichkeit endlich das Brüssler Joch abzuschütteln, sondern auch die Gelegenheit sich der verwerflichen Parteienherrschaft zu entledigen.

@ 18:59 — fathaland slim

Der Unterschied zwischen Griechenland und allen Anderen Krisenländern ist doch offensichtlich. Scheinbar ist es wohl möglich, dass Reformen auch ohne großes Aufhebens und mit moderaten (völlig verständlichen) Protesten durchgeführt werden, z.T. mit überraschendem Erfolg. Dass eine moderate Rezession mit der Krisenzeit einhergeht ist noch lange kein kompletter Untergang.

Bei aller Polemik muß man sich klar sein dass es eine Minderheit ist, die durch die Reformen wirklich existentiell bedroht ist. Bei vielen ist es vor allem die Angst.

An den Reformen (wie den Privatisierungen) führt absolut kein Weg vorbei, wenn das jetzt nicht passiert werden diese Betriebe irgendwann für Peanuts verschleudert.

Tsipras erzählt er wolle den Euro behalten, und die EU müßte Griechenland in einer Sondersitzung die Schulden streichen - erklären Sie mir mal wo das nicht völlig absurd ist.

@ 18:59 — fathaland slim

" Herr Tsipras ist ein Linker, und deswegen liegen ihm per definitionem die kleinen Leute am Herzen. "
-> Ich mache mir zumindest eigene Gedanken über die Motive des Herrn Tsipras, und bewerte die Dinge nicht auf Basis derartiger Platituden.

" Sie können ihm gerne Machtkalkül unterstellen, aber ich bezeichne das dann als versuchten persönlichen Rufmord. "
-> dann sei mir erlaubt zu erwähnen, dass mir scheint Sie verteidigen den Herrn Tsipras aus linkem Stolz und Patos heraus, ohne sich eigenständige Gedanken über sein politisches Agieren zu machen. Nur weil man (möglicherweise zweifelhafte) Ziele teilt.

@Nny - interne Abwertung

Für Griechenland wird oft der Tourismus als Beispiel herangezogen. Durch interne Abwertung wären die Preise günstiger und Griechenland würde weniger Touristen an die Türkei verlieren.
Interne Abwertung geht nicht ohne Vermögensabgabe, da sonst Geld nicht mit abgewertet wird.

Im Großen und ganzen geht es um Wettbewerbsfähigkeit. Niedrige Lohnkosten kann ein Standortvorteil sein.

Der einzige Grund, warum interne Abwertung nicht funktioniert, ist die Warnehmung der Menschen.
Ich behaupte einfach, dass die meisten Menschen mit jährlich 5% mehr Lohn bei 10% Abwertung zufriedener währen als mit leicht sinkenden Löhnen. Sofern man nicht den großteil der benötigten Güter selbst produziert, ist eine Abwertung ähnlich einer Lohnkürzung.
Wenn man selbst produziert, dann hat man meistens kein Außenhandelsdefizit, und dennoch kann interne Abwertung helfen.

Es funktioniert, man muss es nur konsequent durchziehen (mMn).

In alter Zeit verringerten

In alter Zeit verringerten die Regierungen in Zahlungsnöten oftmals den Edelmetallgehalt der Münzen oder deren Größe, aber dies half nichts, weil man dies rasch durchschaute und die alten Münzen weiterhin im Umlauf blinden; mit dem Aufkommen des Papiergeldes ist zwar die Wirksamkeit des Kunstgriffes gesteigert worden, aber dafür sind auch die Schäden größer: Läßt eine Regierung Gelddrucken, so wird sie damit ihre Schulden los und mit ihr auch die Privatschuldner, dafür aber werden die Löhne wertlos und Preise steigern in schwindelerregende Höhen und nicht zuletzt werden die Ersparnisse mit einem Schlag wertlos; ein weiterer Nachteil besteht im Außenwert des Geldes, da dessen Entwertung sich auch auf die Akzeptanz des eigenen Geldes beim Handel mit anderen Ländern höchst nachteilig auswirkt. Der neueste Kunstgriff bei diesem uralten Spiel, durch die eigene Notenbank seine eigenen Staatsanleihen aufkaufen zu lassen, wird diese Wirkungen ebenso hervorbringen, nur etwas zeitlich versetzt.

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