Kommentare

Eurokrisenländer, sog. Südstaaten

Finanzkrise, Staatsschuldenkrise sind alles Heere Wort treffen aber nicht den Kern, das typische System.
Verschwendung aller Orte durch die Verlockungen des Beitrittes zur Eurozone und des Füllhornes vom billigen Geld.
Portugal, Infrastrukturmaßnahmen die wohl nie einer braucht.
In Spanien 2 Millionen Wohnung für die Baulöwen, die Investmentbanker und die ruinösen Banken, die Monster ohne dem Kerngeschäft.
Griechenland finanzierte einen Beamtenstaat mit den Euros auf Pump, eine Olympiade auf Pump, die Steuerhinterziehung, die weißen Yachten, die Villen und sonstige Grundstücke auf Pump. Die Parteien, die Politik sind doch in allen Südstaaten einschließlich Italien die Hauptursache das Kernproblem.
Der überbordende öffentliche Dienst, die Verleihung von Planstellen ohne Arbeit, Gehälter und Pensionen für bereits Verstorbene und dies fiel alles der EWU und Brüssel niemals auf.
Entweder waren die wirklich so blöd, verkommen, aber uns auch noch für dumm zu verkaufen, die Krönung.

Ist das in Deutschland anders?

dann schaue man mal in das Schwarzbuch des Bund der Steuerzahler. Kennen Sie in Deutschland Bauruinen? Bei uns hat man eine Brücke, die lange ohne Zu-/Abfahrt in der Landschaft stand, vor einiger Zeit dann doch "angebunden".

Thema Elbphilharmonie uva. In Deutschland wird viel Geld gewechselt: von denen, die das Geld der Bürger verwalten in die Hände der, die das Geld der Bürger gerne nehmen (mitunter auch wieder teilen). Mitunter hilft dann auch der "Amtsschimmel" mit, dass nichts läuft.

Das Schlimmste: es juckt niemanden!!! Die Bürger nehmen es schimpfend und achselzuckend hin! Das ist der eigentliche Skandal, dass die Menschen nicht mal am eigenen Schicksal interessiert sind. Aber gleich zum Arzt laufen, wenn mal die Nase juckt - man will ja schön und lange leben.

Die Dummen in einer Gesellschaft sind die Bürger. In beiden Sinnen des Wortes.

Spanien muss es wie die EU machen

Kriecht eine Region unter den Rettungsschirm, so bekommt sie auflagen von der Regierung. Da Spanien (mehr oder weniger) ein Land ist, koennen diese Auflagen ruhig haerter sein, als die der EU. Das macht das Land zwar zentralistischer und ob das gut ist, sei mal dahin gestellt. Es verhindert aber Beckodrome usw.

Notfalls muessen regional Gehaltskuerzungen und Einsparungen her.

Hochtief

Und natürlich wurde mit den geflossenen Subventionen damit indirekt die Übernahme von Hochtief durch den spanischen Baukonzern Grupo ACS finanziert.

Auch in Deutschland werden

Auch in Deutschland werden Flughäfen gebaut, die niemand braucht. Beispiel Kassel-Calden, ein anderer riesiger Flughafen in Sachsen-Anhalt, dort nutzen Automobilfirmen die Start- und Landebahnen zu Testfahrten ihrer Autos. Da fragt man sich, in welchem Zustand geistiger Umnachtung solche Bauprojekte beschlossen werden. Und wee zahlt den ganzen Schwachsinn: Nicht die Verantwortlichen, sondern der Steuerzahler.

Frachtflüge nach Castellon!!

Ich hätte da so eine Idee....

Wir verlagern alle Frachtflüge aus Leipzig und Köln nach Castellon! Die in Spanien freuen sich daß sie ihren Flughafen endlich mal nutzen können, und die Bürger hier freuen sich daß sie endlich mal nachts schlafen können. Das nennt man win-win Situation.

P.S.: Golf Spielen auf der BER Dauerbaustelle - auf die Idee ist auch noch keiner gekommen. Brandschutz dürfte dafür irrelevant sein.

@HumanE

Einfach mal Googeln (Flughafen Castellón).

Dicht dran - es geht um die Landebahnbreite. Allerdings eine Auflage der Zentralregierung und nicht der EU. Abgesehen davon, wenn die EU die Begrenzungsstreifen auf 5 cm festlegen würde, dann wäre es schlicht an der Betreibergesellschaft das in der Planung zu berücksichtigen.

Nebenbei, es ist nicht so dass da nie Flugzeuge landen werden. Im Gegenteil, der Flughafen war Teil eines Großangelegten Investitionsprojekts mit Hotels, Golfanlagen etc. Das es zur Realisierung bislang nicht gekommen ist liegt nicht zuletzt an der Finanzkriese. Zugegebenermaßen ist das Projekt grundlegend Fragwürdig aber auch nicht so wahnsinnig anders als z.B. der neue Flughafen Berlin. Wir sollten erstmal vor der eigenen Haustüre kehren, bevor wir den Zeigefinger ausstrecken.

an @schlimmesende: Bingo!

Ich stimme Ihnen uneingeschränkt zu.
Und fast immer sind es politische, oft finanzielle Profiteure, meist Politiker, unfähig zu jeder Zusammenarbeit und Abstimmung im komplizierten Geflecht einer modernen Gesellschaft. Aber das größte Manko und ihre Sünde ist die Unmoral, die Ignoranz jeder Ethik, ihr Handeln wider jeden besseren Wissens und ihre unerträgliche Kleinkariertheit und Kurzsichtigkeit.

Wir haben ein geistiges Grundgerüst, dass alles verhindern kann. Nehmt ihnen die Macht und schickt sie auf eine Insel.
Und denkt an die Zukunft.

Ich bin Berliner und leide z. B. an diesen "Wowereit", der offensichtlich immer weiter machen kann, der auch Flughäfen bauen will ...

Vergleichbar

Letztlich ist die Situation mit der in Deutschland vergleichbar. Und ich gebe "schlimmesende" vollkommen Recht, dass das eigentlich Problem ist, dass sich niemand ernsthaft über Verschwendung von Steuergeldern aufregt.

Übrigens haben wir in Deutschland auch massig Flughäfen, die kein Mensch braucht. Nehmen wir Memmingen und Augsburg. Teilweise kommt das ja daher, dass die Gemeinden irgendwas mit alten Militärflughafen machen wollten... besonders gut zu sehen im Osten. Aber was hätten sie denn anderes machen sollen? Noch einen Funpark in die weite Steppe setzen? Nur durch renaturieren verdient man ja kein Geld... es kostet nur. Aber Kosten haben die meisten dieser Gemeinden nun ja auch...

Unwort

Im Beitrag heisst es: "Das Ganze ist ein Paradebeispiel für die Geldverschwendung in Spaniens Regionen".

Das ist leider nur die halbe Wahrheit. Das Geld ist nicht nur "verschwendet", sondern - was schlimmer ist - auch noch umverteilt. Das heisst, vielen Normalbürgern wurden dafür Löhne und Renten gekürzt und wenige Reiche sind dadurch noch reicher geworden.

"Geldverschwendung" wäre für mich eines der Unwörter des Jahres. Es verschleiert mehr, als man auf den ersten Blick erkennt.

50% Nieten

Ich stimme Ihnen (malbaer) völlig zu,daß nicht nur gewisse Politiker machen können, was sie wollen, sondern
in "gewissen Positionen" das Geld der Steuerzahler mit einem Lächeln zum Fenster hinaus werfen, ohne rechtlich dafür haftbar gemacht werden können. FJS hat zu
Lebzeiten schon prognostiziert, daß "zuviele Köche den Brei verderben", was nichts anderes bedeutet, daß 50% unserer BERUFSPOLITIKER - Nieten in Nadelstreifen- sich auf Kosten der Allgemeinheit bezahlen lassen. Man könnte auch "Schmarotzer dazu sagen". Lasst sie uns auf humane Art entledigen, wählt anderst.

Eifel

was den einen ein Flughafen, ist bei den anderen ein "Freizeitpark" Nürnburgring...
Man muss also gar nicht erst nach Spanien - auch bei uns gibt es Millionenverschwendung.

Direkte Demokratie gegen Parteienfilz

Man muss es den Deutschen wohl immer und immer wieder unter die Nase halten, dass das jetzige Teil-Demokratische System keine Zukunft hat.

Die polit. Parteien sind im Grossen und Ganzen am Machterhalt interessiert. Wenn dabei was für die Bevölkerung abspringt ok, sonst auch ok. Wichtig ist nur, dass die jeweilige Klientel bedient wird. Seilschaften sind wichtig, polit. Beziehungsnetze, wer kann wo gegen wen aufsteigen.

Ist natürlich menschlich, aber leider ein DESASTER für die Bundesrepublik, weil das Geld mit Kübeln aus dem Fenster geworfen wird (letztes Beispiel: Nürburgring Pleite dank des Bären und Überlandesvaters Kurt Beck).

Solange die BÜRGER nicht das letzte Wort über solche Ausgaben haben, wird sich NICHTS ÄNDERN.Die Politik hat den RESPEKT VOR DEM BÜRGER VERLOREN. Die polit Parteien von Schwarz bis Grün machen was SIE wollen, nicht was der Bürger will. Die Zeit ist REIF FÜR MEHR DEMOKRATIE und nicht weniger wie im Moment.

Belagert "Eure" Abgeordneten mit Forderungen !

Der deutsche Naiv-Michel...

...hat keine Vorstellung davon wie kriminell in manchen Euro-Ländern gemauschelt wird!

Bei uns in der Bundesrepublik gelten irgendwelche Parteispenden schon als Gipfel der Empörungswürdigkeit.
Über so etwas würde man in Griechenland verständnislos mit den Schultern zucken, oder in Spanien.

Während wir uns die Zeit nehmen unsere Bundespräsidenten mit Genuß wegen irgendwelcher Kinkerlitzchen zu demontieren wird in Italien, Spanien und Griechenland der gesamte Staat in seiner Funktionalität demontiert ohne daß das bei uns jemand wahrnimmt oder interessiert

Wir glauben auf einer Insel der Seeligen & Gerechten zu leben während uns der Rest Europas etwa als erweiterter Urlaubsraum Deutschland vorkommt dem man nur ab und zu ein paar Euro zukommen lassen muß.

Diese Länder wirtschaften FUNDAMENTAL ANDERS ALS DEUTSCHLAND!
Da wird GEWURSCHTELT & GEMAUSCHELT & den Herrgott-einen-guten-Mann-sein lassen.
Wir glauben das als sympatische südländische Mentalität abtun zu können aber DAS TRIFFT UNS!

@Klako

die Metropolregion Stuttgart mit der Bauernregion um Valencia zu vergleichen ist gerade zu lächerlich.
Dieser Bahnhof ist dringend notwendig.

Nemo iudex sine actore...

... ohne Ankläger kein Richter.

Der einzige Kläger wäre das Volk gewesen, doch dieses liess sich artig blenden. Doch wehe wenn die Sonne untergeht, dann wird selbst ein Gang nach Canossa für die Politiker Europas nicht ausreichen. Adora quod incendisti, incende quod adorasti: Bete an, was du verbrannt hast; verbrenne, was du angebetet hast. Oh Europa, quo vadis?

Non mortem timemus, sed cogitationem mortis - Nicht den Tod fürchten wir, sondern die Vorstellung des Todes. Ruhe sanft, EURO. Willkommen Diktatur.

Zumindest verfolgt S21 ein

Zumindest verfolgt S21 ein wirtschaftliches Ziel, welches auchnoch sinnvoll ist. Eine Ost-West Verbindung ist schon was tolles.

Ich stelle mir immer wieder die Frage wie man damals zu blauäugig sein konnte, und all diese Länder in den Euro geholt hat.
Der Euro ist ne tolle Sache, aber mit diesen fast-"Bananenstaaten" geht das nicht.

Frankreich,Benelux,Österreich und die Skandinavier + Polen. Das hätte auch gereicht.

Weil Politiker nicht haften

was uns fehlt, ist ein Straftatbestand "Verschwendung", für alle Politiker. Damit endlich die Prestigebauten aufhören, und Bauvorhaben mit explodierenden Kosten.

@ maschmi78 - Flughäfen als Reginalentwicklung

Sie haben recht. Viele Landstriche haben eine Chance Gewittert mit dem Umfunktionieren von Militärflughäfen einen Wirtschaftsstandort aufzubauen. Das Problem bei Flughäfen ist das sie selbst wenn sie halbwegs laufen wie z.B. Frankfurt-Hahn im Hunsrück zum großen Teil Niedriglohn Jobs kreieren (im Falle Frankfurt Hahn sind 11,7 % der Anstellungen geringfügig Beschäftigte (400-Euro-Job)). Wenn das ganze dann noch gegen die Investitionen aufgerechnet wird bleibt für die Region oft finanziell nicht viel übrig. Rückbau bzw Umfunktionieren in klein Gewerbegebiete wäre vielleicht im manchen Fällen weniger riskant gewesen.

wo liegt das Problem

Bald kommt der spanische Finanzminister nach deutschland! Dann gibt es wieder unbegrenzte deutsche Steuereuros zum weiterspielen! Dass bei uns die Kitas zusammenfallen egal die Schüler keine Sportplätze haben egal solange die Spanier ihre immobilienblasen bauen können ist der deutsche Abgeordnete glücklich! Gute Europäer!

Kinder an die Macht...

...heiß ein Titel des Popbarden Grönemeyer. Was dabei rauskommt, kann man derzeit an Südeuropa geografisch von links nach rechts gut sehen. Denn Kinder sind gnadenlos egoistisch, legen nichts als Reserve beiseite (nachhaltige Sicherheiten), sondern vertilgen alle Leckereien sofort selbst. Die Eltern solcher Kinder werden (wie wir jetzt erleben) von ebendiesen in Grund und Boden gelacht.

Ausnahmsweise mal Griechenland beiseite - denn Spanien ist nicht besser! Schon in den 1970ern sah man in spanischen Touristenregionen Investitionsruinen allerorten. Und heute ein Geisterflughafen in der Region Valencia. Und die spanischen Granden (Clans), die sich zB. auf der 'Feria de Avril' in Sevilla und anderswo mit Pomp überbieten, sind die modernen 'Kinder an der Macht'.

Nein, ich habe nichts gegen Spanier, sogar dort gute Freunde. Aber wir Deutschen müssen uns bei der Beurteilung der Krise klarmachen, daß wir es dort bei den Eliten mit 'stolzen' Spaniern zu tun haben, mit Kindern an der Macht.

@HumanE

Der Flughafen kann nicht genutzt werden, weil praktisch niemand von oder nach Castellón fliegen will. Der Flughafen wurde schlichtweg geplant ohne dass dafür irgendein Bedarf bestand. Dabei war der Flughafen durchaus rentabel, allerdings nur für die beteiligten Baufirmen, vielleicht auch für Fabra selbst, der ein gutes Vermögen aus Lotteriegewinnen angesammelt hat (Ein Schelm, wer dabei an Geldwäsche denkt...)

Wahlen

Mich würde ja brennend interessieren, wie viele Leute diesen Artikel lesen, sich über die Regierung aufregen und fröhlich weiter CDU/CSU wählen. Diese 35% müssen doch irgendwoher kommen.

Der ausgestreckte Zeigefinger

in diesem Artikel zeigt nach Spanien.

Einige Mitkommentatoren haben aber schon sehr richtig festgestellt, dass jedes Jahr ein neues Schwarzbuch mit vielen Millionen verbrannten Geldes herauskommt.

Einen tollen Flughafen, wie Castellon, haben wir auch zu bieten. Cochstedt bei Magdeburg. Dort fliegt nur die Billigairline Ryanair ein paar Mal / Woche nach Gerona und Mallorca.

Ryanair zahlt kaum Gebühren. Soll sie das tun, stellt sie die Strecke ein (Travemünde).
Tower, Sicherheit, Bodendienste für das Flugzeug müssen aber vorgehalten und bezahlt werden.
Also ist nicht nur der Flughafen eine Bauruine, sondern auch noch ein permanentes Grab für Subventionen des Landes Sachsen - Anhalt.

Weil also kein Flugzeug fliegt, ist Castellon billiger als Cochstedt.

Die PP und die Regionen

Als die PP an die Macht kam, wurde überall hinausposaunt wie groß die angeblichen Finanzlöcher der Lokalregierungen war, die die Sozialisten hinterlassen hatten, dort wo die PP die PSOE abgelöst haben.
Mittlerweile kommt scheibenweise raus, dass sich die größten Löcher gerade dort auftun, wo die PP schon immer regiert hat: vor allem Valencia (Epizentrum einiger Korruptionsskandale) und die Region Madrid. Dazu kommt die Bankia-Krise, in die PP-Leute, vor allem Rodrigo Rato, verwickelt waren.

@Chapeau - 12:38

S21 verfolgt lediglich ein Immobilienziel, dieser Bahnknoten stellt faktisch einen Rückbau an Eisenbahnkapazität dar und die Ost-West-Verbindung gibt's/gab's auch ohne S21. Dieses Projekt ist so wie es derzeit durchgepeitscht wird in seiner Sinnfreiheit kaum zu überbieten.

Auch sonst stehen wir in Deutschland mit Nonsens-Projekten den Spaniern in nichts nach. Lokale Parteifürsten bauen mit aller Gewalt regionale Flughäfen, Binnen- oder Seehäfen, weil sie sich den Megaaufschwung erträumen. Und beim Traum bleibt es in der Regel. Es wird gebaut für Unsummen. Am Ende steht eine intakte Ruine da, die von der Wirtschaft nicht angenommen wird. Oder man schaue sich das Nürburgring-Desaster in RP an.

Flughafen und CoKG

Da wird hier von Verschwendung von Stuergeldern für einen Flughafen, oder für Renten von Verstorbenen geredet.

Spanien und Griechenland ist aber ebenso in Deutschland.

Thema Flughafen:

In Kassel entsteht z.Z. ein Flughafen für mal eben 250 Mill. Euro, ob er sich rentieren wird, weiss niemand und wenn, dann wird es aus politischen Gründen nicht veröffentlicht.

Thema Rente für Verstorbene:

Gibt es ebenso in Deutschland - nur nennt man es hier Witwenrente - ist nix anderes!

Beamte ohne nennenswerte Beschäftigung:

Nun, hier braucht man sich nur mal unseren Verfassungsschutz ansehen, war dieser denn jeden Euro an Sold wert?

Wir sollten nicht über die Fehler andere diskutieren, sondern erstmal unseren eigenen "Saustall" in Ordnung bringen.
Auch wenn uns verkauft wird, das es uns ja soooo gut ginge, wem geht es denn gut?
- der VerkäuferIn an der Kasse
- der KellerIn im Cafe
bestimmt nicht, denn diese arbeiten nur auf Mini-Jobbasis. Von den Leiharbeitern will ich garnicht anfangen ....

@odoaker

Das Geld ist nicht nur "verschwendet", sondern - was schlimmer ist - auch noch umverteilt.

Richtig erkannt, Castellón ist nicht der einzige neue Flughafen, der in Spanien leer steht. Und es gibt auch noch andere Projekte, die Millionen versenkt haben: zum Beispiel die Schnellbahnlinie nach Villa Real, die gebaut, in Betrieb genommen und dann wieder eingestellt wurde weil sie nur von einem kleinen Bruchteil der Nutzer hatte die sie zur Rentabilität gebraucht hätte.

Zum einen sind das "Prestigeobjekte" damit sich Provizhauptstädte wichtiger fühlen können (so verkauft man es den dortigen Einwohnern). Zum Anderen sind solche Projekte durchaus ein gutes Geschäft, aber halt nur für die Baufirmen.

Komischerweise verlangt man von Europa im Zuge der "Rettung" nur den radikalen Sozialabbau. Infrastrukturprojekte wie die Schnellbahntrassen und Flughäfen müssen dagegen dagegen nicht auf den Prüfstand.

Erinnert irgendwie an Berlin

wer im Glashaus sitzt....

@13:23 — alpinium

......exakt, so ist es!

Und wenn die Blase dann platzt und Milliarden in den sprichwörtlichen Sand gesetzt worden sind, heißt es wieder, "dass die Bürger über ihre Verhältnisse gelebt hätten", was dann bei diesen zu erheblichen Einschnitten in der Lebensqualität (Löhne, Renten, Sozialleistungen...) führt, während sich die Politik und Lobbyisten dem nächsten "Projekt" zuwenden!

Macht ohne wirksame Kontrolle führt zur Ohnmacht gegenüber der Macht- wir werden das noch bitter bereuen!

Und warum geht da keiner auf die Straße???

Da rennen Tausende von Spaniern auf die Straße, um gegen Sparmaßnahmen zu demonstrieren.

Was soll dieser Blödsinn???

Warum demonstrieren dieselben Menschen nicht gegen diese hemmungslose Geldverschwendung? Denn genau sie ist doch die Ursache dafür, dass jetzt an anderen Stellen gespart werden MUSS!

Für mich ein Totalversagen der Gewerkschaften und der gesamten linken Bewegung. Sie hätten es in der Hand gehabt, mit dem Druck der Straße diese korrupten Provinzfürsten hinter Schloss und Riegel zu bringen.

Die im Artikel erwähten Autonomierechte

Man sollte fairerweise nicht nur sagen, dass manche autonomen Regionen Sonderrechte haben, sonder auch, dass diese sehr ungleich verteilt sind. Das Baskenland hat aus historischen Gründen die meiste Autonomie, vor allem auch in Steuerfragen. Dort verdienen, soviel ich weiß, die Polizisten am meisten, hatten aber über viele Jahre auch das größte Risiko durch die ETA. Trotzdem hat das Baskenland im Vergleich sehr solide Finanzen (auch deshalb weil sie einen Großteil der Steuern selber verwalten).

Zum anderen gibt es in Spanien auch eine Art Länderfinanzausgleich, der allerdings wesentlich weniger transparent ist als in Deutschland. Katalonien, ist zwar wirtschaftlich stark und nimmt auch überdurschnittlich viel Steuern ein, hat aber mittlerweile ein großes Defizit, weil ein großer Teil der Gelder nach Madrid fließt.

Wenn jetzt die rechte Zentralregierung die Regionen generell verantwortlich macht, ist das grob unfair.

@13:40 — Kommissar- o tempora, o mores!

O tempora, o mores!

Ist ja mal etwas ganz Neues, von Ihnen zu hören, dass "die linke Bewegung" und die Gewerkschaften eine wichtige Funktion wahrzunehmen haben- und wenn es nur um die Verhinderung korrupter Provinzfürsten geht, zu der das Kapital nicht Willens und in der Lage ist. Wie gut, dass es die Linke gibt.... :-)

molli123

Glauben Sie das wirklich? Wie können Sie diese Notwendigkeit belegen?
Wenn Sie Nachweise haben würde ich mich über diese sehr freuen.
Aber nur, wenn diese Nachweise nachweislich von unabhängigen Personen erstellt wurden.
Ich glaube, daran werden Sie scheitern.

Es ist naiv, zu denken hier in Deutschland geht alles mit rechten Dingen zu und immer zum Wohle des Volkes.
Es würde an Überheblichkeit grenzen, zu glauben das wir alles richtig machen. Wie hier schon einige Kommentatoren erwähnt haben, sollten auch wir erstmal vor unserer Tür fegen, dann uns selber an der Nase fassen und dann über andere Länder schimpfen.

@13:40 — Didi

Sie Schreiben u.a.: "Macht ohne wirksame Kontrolle führt zur Ohnmacht gegenüber der Macht- wir werden das noch bitter bereuen!"

> Als nicht von Ihnen angesprochener allg. Forumsteilnehmer möchte ich Ihnen dennoch - auch in Ihrer grundsätzlichen Kritik (Milliarden in den Sand gesetzt) - hier zustimmen.

Allerdings haben Sie doch bestimmt intellektuell mehr drauf als nur Kritik und Zustandsbeschreibungen.

Ich zB. plädiere für einen Systemwechsel hin zu einem 'marktkonformen Sozialismus'(ähnlich China, ohne das zu idealisieren), wo eigene Stärken eigennützig eingesetzt werden, aber eben nicht länger im Rahmen knebelnder EU-Solidaritäten, sondern zunächst zum Nutzen des eigenen Volkes, um dann neu über eine europäische Gemeinschaft nachzudenken. Also nötigenfalls EU-Austritt (mögl.wie Kündigung in Extremfällen).

Mit solchem Prämissen ist man nicht nur schnell im Focus des VS (wg. unsinniger Nähe zu den LINKEN), sondern auch Feindbild für Neoliberalisten.

Wollen Sie antworten?

Wenn ich da an die vielen

Wenn ich da an die vielen regionalen Flughäfen in D-Land denke - die meistens Millionengräber und Investruinen sind...
..sollten wir uns mit Kritik an Spanien sorgsam zurück halten.
Damit ist nun jedes Bundesland ob in Ost, West, Nord oder Süd "gesegnet" *ggg*

Nachdem es kaum noch einen Platz für einen neuen Flughafen gibt - sind die Lokal- und Provinzpolitiker in D-Land auf eine andere "Masche" gekommen:
Neubau von Fußball-Stadion in XXL-Format...
..frei nach dem Motto:
"Jedem 4-Liga-Verein sein 25-35.000 Mann-Station"

Und immer die gleichen Sprechblasen warum hoch verschuldete Kommunen unbedingt noch mehr Schulden machen müssen oder keinen Soli zahlen können
*ggg*

Steuergelder für Formel1

Spanische Banken ? Sollen sie doch crashen. Gerade am letzten Wochenende war wieder zu sehen, daß die Santander Bank einer der Hauptsponsoren der Formel 1 ist. Dies ist dann indirekt der ganz persönliche Rettungsschirm für Bernie Ecclestone, einen Multimilliardär. Der brauchts halt und wenn es dann auch noch alternativlos ist, was soll man auch sonst machen mit unseren Steuergeldern.

@Zefix: Sie wollen uns doch etwa nicht etwa...

...ausgerechnet Franz Josef Strauss als Gegenentwurf zu den korrupten Nieten in Nadelstreifen präsentieren?

(das wäre wirklich grotesk - er hat sich da wohl "verplappert", weil er sich für unangreifbar gehalten hat)

Ansonsten gebe ich Ihnen aber gerne Recht.

Flughafenproblem bekannt...

Nennt sich in Deutschland "Tempelhof". Zwar war es eine Schließung, aber die führte auch nur zu Millionenkosten, jedes Jahr aufs Neue, für einen ehemals lukrativen Flughafen - bis dann die Bilanzen frisiert wurden, man von Verlusten vorlog und den Flugbetrieb vergraulte.

@Kommissar - Verwechslung?

Totalversagen der Gewerkschaften? Was haben die damit zu tun? Totalversagen des "Bund der Steuerzahler" (oder was für ein Äquivalent sie in Spanien haben) wohl eher.

Ich würde aber behaupten es ist ein eher gesamtgesellschaftliches Problem. Man müsste sich mal von dem Vorurteil abwenden das Behörden und Planungsverfahren (im vlg zur Privatwirtschaft) ineffizient und verschwenderisch sein müssen. Dann könnte man dies nicht mehr als Ausrede vorschieben und wirklich darüber nachdenken diese stringenter und kosteneffizienter umzusetzen -da ist nämlich einiges an Optimierungspotential (auch mit dem was man über Jahre in der freien Wirtschaft gelernt hat). Der Wissenstransfer ist manchmal erbärmlich. Man könnte fast unterstellen ein effizienter Staat ist nicht gewollt damit man in der Privatwirtschaft glänzen kann.

Wenn die Regionen autonom

Wenn die Regionen autonom sein wollen, dann müssen sie auch mit den Konsequenzen ihrer " Schuldenorgien " leben. Es kann ja wohl nicht sein, dass sie sich über die spanische Zentralregierung und weitergereicht an die europäischen Steuerzahler der Verantwortung entziehen.
Es reicht schon wenn hier mit europäischem Steuerzahlergeld über den spanischen Bankenrettungsfonds die Hypothekenzinsen der Häuslebauer in Spanien subventioniert werden, die sich dabei übernommen haben.

Ach ja, mir fällt gerade noch ein

Mir fällt gerade noch so ein nettes Detail ein: Als Carlos Fabra den Flughafen einweihte, hatte er einen kleinen Enkel dabei und fragte ihn nett: "Na, wie findest du Opas Flughafen?". Das wurde auch so vom Fernsehen ausgestrahlt.
Das einzige, was tatsächlich auf dem Flughafen "in Betrieb genommen" wurde, ist die 5 meter hohe Figur am Eingang, die laut des Künstlers Fabra darstellen soll (was offiziell dementiert wurde, wahrscheinlich weil es dann doch zu peinlich ist).

@Maria-José Blumen - Die Mentalität

Also alle Südländer über einen Kamm scheren geht natürlich auch nicht. Das Korruption da oft ein Problem ist (im "südlichen" Belgien übrigens auch) kann man vielleicht auf eine Prädisposition schieben aber es hilft halt nicht. Das einzige was man tun kann ist (über die EU?) gegen lokale Korruption vor zu gehen und diesen Länder helfen ihre ganzen _Affären_ transparenter zu machen. Vom schimpfen ändert sich nichts.
Nürburgring in Dland ist auch so ein weitere Bsp. RLP gesegnet mit blinden Ministerpräsidenten, alle schaufelten an diesem Millionengrab von Kohl über Vogel über besonders Wagner und nun der Gipfel mit Beck.
Konsequenz ist Planungsverfahren früh offen zu legen und die Bevölkerung mit einzubinden. Das kann man S21 lernen(egal wie man eigentlich dazu steht), das sind sich sogar Kretschmann+Geisler einig.

Deutschland baut gerade noch einen

Bei Kassel wird gerade ein internationaler Flughaufen gebaut. Im Moment heben dort dann im Jahr ca. 20 Flugzeige ab. Ich glaube solche beispiele finden sich noch mehr wenn wir genauer hinschauen.

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