Kommentare

Ich hätte kurzfristig auch Vertrauen in Spanien...

...wo doch so gut wie beschlossen ist bis zu 100 Mrd. Euro nach Madrid zu pumpen!

Damit ist für den überschaubaren Zeitraum von bis zu 18 Monaten genügend "Vertrauen erkauft".

Spannender wäre die Frage, wie es sich bei 10- oder 30jährigen Anleihen verhält!!!

Banklizenz

Aus meiner Sicht sollte der EFSF bzw. der spätere ESM dennoch eine Banklizenz erhalten.

Allerdings im jetzigen Marktumfeld, lässt sich dann doch erheblich weniger sparen als dies vor einem Jahr noch möglich war. Da lagen die Zinskosten noch bei rund 2 bis 2,5%.

Bei einer Banklizenz könnten die Marktkredite ja auch genutzt werden, sofern diese günstiger sind, als ein Notenbankkredit.

positive Signale

Das sind ganz offensichtlich gute Zeichen, sie zeigen auch, dass der EFSF seine Funktion erfüllt. Es klingt fast schon nach ein bisschen Entspannung auf den Kapitalmärkten.

Der Begriff "verdient Geld" ist falsch

Der EFSM hat bei einem Ausfall zwar weniger eigene Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern (über die Bürgschaften) zu realisieren - aber hier von "Geldverdienen" zu sprechen ist unangebracht. Journalistische Sorgfaltspflicht wäre anzumahnen. Es ist auch kein gutes Zeichen, wenn Anleger eine Minus-Rendite akzeptieren - was sagt uns das über die Gesamtsituation und noch schlechtere Alternativen? Warum legen die Anleger ihr Geld nicht auf ein Postsparbuch? Richtig: Lieber dafür Sorgen (mit einer kleinen Minus-Rendite), dass die großen Renditen der Spanischen Banken bezahlt werden, als hier durch deren Pleite einen Totalverlußt hinnehmen zu müssen. Klar eigentlich, wer hier für seine eigene Sicherheit sorgt und dazu "eine kleine Gebühr" an den EFSF in Kauf nimmt...

Vertrauensbeweise in den Euro

Zitat:
"Dies führte wiederholt dazu, dass auch Deutschland, die Niederlande und Frankreich Prämien beim Schuldenmachen kassieren konnten statt die Investoren mit Renditen ködern zu müssen."

Also wird neben diesen Ländern auch den Euro-Rettungsschirmen vertraut und sie bekommen Geld zu "negativen" Zinsen, also verdienen sogar an Krediteaufnahmen.
Auch der ESFS ist eine sichere Anlage!

Wenn das keine Vertrauensbeweise in den Euro sind was dann????

Der EFSF ist ja auch begrenzt und seine Folgen sind überschaubar

Der EFSF ist ja auch begrenzt, und seine Folgen sind überschaubar.
Man darf den derzeit bestehenden EFSF aber nicht mit dem für die Zukunft geplanten ESM verwechseln.
Beim ESM, der in Zukunft mit Hilfen flexibel auf den Geldbedarf von Staaten und Banken reagieren soll, sind soweit derzeit ersichtlich wohl keine konkreten und absoluten Haftungsobergrenzen implementiert. Die langfristigen und endgültigen Folgen des ESM sind aufgrund seiner Konstruktion (und auch aufgrund der weitreichenden Kompetenzen des ESM-Gouverneursrates) weit weniger überschaubar und zumindest auf mittlere Sicht und auf lange Sicht wohl leider nicht definitiv berechenbar.
Die derzeitigen Lasten des EFSF kann Deutschland wohl noch stemmen. Ob Deutschland aber auch alle mit dem zukünftigen und dann unwiderruflich und unkündbar (auf ewig?) bestehenden ESM verbundenen Lasten wird stemmen können, lässt sich zumindest derzeit noch nicht mit absoluter Sicherheit beurteilen.
Bezüglich des ESM bleibe ich also skeptisch.

Alles Augenwischerei - Der Euro wird scheitern!

Wer noch immer an die Rettung des Euro, der hoch verschuldeten EU-Pleite-Staaten und der bankrotten EU-Pleite-Banken glaubt, der glaubt vermutlich auch noch an den Weihnachtsmann.....!

An der desaströsen Haushaltslage von Griechenland, Spanien, Italien, Irland, Portugal, Zypern etc. ändert sich nichts.

Der Euro wird scheitern, weil er von der - falschen - Voraussetzung ausgeht, daß alle EU-Staaten über die gleiche Finanzstärke wie die reichen EU-Länder, z. B. Deutschland, verfügen.

Dieses ist der große Irrglaube dieser EU und ihres Euro und führt dazu, daß die armen EU-Länder ständig von den reichen Ländern der EU subventioniert werden müssen. Und dies hätte für Länder wie Deutschland zur Folge, daß sie dann irgendwann selber vor der Pleite stehen würden.

Meine Meinung ist:
Wir hätten uns niemals auf den Euro einlassen dürfen und hätten unsere stabile und bewährte D-Mark behalten müssen, denn der Euro wird - früher oder später - scheitern, daran führt kein Weg vorbei!

grotesk!

Merken die Verantwortlichen eigentlich nicht, wie KRANK das alles ist?

Interessant...

Interessant ist, dass Negativrendite bedeutet, dass der bankinterne Geldverkehr faktisch nicht mehr existiert und desweiteren die Banken lieber Geld für Minuszins beim Staat deponieren, als zu null Prozent bei sich selbst, was also bedeutet, dass Banken keinerlei Vertrauen mehr in die eigene Bonität haben.

Umschulden!

Privat- und Geschäftsleute würden sofort umschulden, wenn sie alte Verbindlichkeiten zugunsten neuer, besserer Konditionen begleichen könnten. Bei diesen Zinsen rechnet sich wohl auch eine evtl. Vorfälligkeitsentschädigung.

Aber Vorsicht! Die durch die geringeren Zinsbelastungen eingesparten Gelder müssen für die Tilgung eingesetzt werden und nicht für neue Ausgaben - sonst droht die neue Schuldenfalle.

Wann kapiert die Politik in Europa endlich,

dass die Euro- Kise nur dann zu lösen ist, wenn:
a) die Finanzhaie an die Kette gelegt werden und eine europäische Bankenaufsicht mit weitreichenden Kompetenzen eingerichtet wird,
b) die wirtschaftlichen Ungleichgewichte der EU- Länder beseitigt werden (D: Löhne rauf, > Binnennachfrage rauf, Rest EU: Löhne halten oder leicht senken, Binnennachfrage halten, Export rauf),
c) die großen Vermögen in Europa zur Entschuldung der Staaten mit herangezogen werden ( durch Unterbindung von Steuerhinterziehung und Vermögensabgabe/ Reichensteuer)?

Billiges Geunke

Hier im Forum wird oft genug lautstark auf den Euro geschimpft. Die Geldanleger scheinen ihm hingegen ungewohnt deutlich zu vertrauen. Der Unterschied ist: Meckern im Forum kostet nix.

@Kathgläubig

Natürlich - und Helmut wußte das genau. Hätte er sich ein Plazet von der Bevölkerung holen wollen, er wäre kläglich gescheitert. Er wußte das, hat es unterlassen und schon hatten wir den Teuro, eine, bis heute, ungeliebte Währung.

@ Saargebiet

Einfach ein bisschen nachdenken und erst dann die "Meckerer" kritisieren: Warum wohl sind die Anleger, auch Märkte genannt, denn permanent so nervös? Aus lauter Vertrauen in den Euro?

Wo sollen sie das Geld denn bunkern? Im englischen Pfund oder dem US - Dollar? Schweiz wäre schön, aber die wollen es nicht. Die, die noch infrage kämen (China, Russland) verpumpen selber Geld.

Das ist keine Frage des Vertrauens, sondern der Alternativlosigkeit.

@Kathgläubig

Kathgläubig:
Dieses ist der große Irrglaube dieser EU und ihres Euro und führt dazu, daß die armen EU-Länder ständig von den reichen Ländern der EU subventioniert werden müssen.

Das allein ist doch nicht schlimm. Innerhalb Deutschlands machen wir das ja auch. Die Geber- und Nehmerstaaten sind nicht so fixiert, wie Sie zu glauben scheinen. Bayern war innerhalb Deutschlands lange ein Nehmerland und Italien könnte auch bald innerhalb Europas zum Geberland werden. Na und?
Wenn wir den Euro scheitern lassen ist das ungefähr so schlau wie ein freiwilliger Abstieg aus der ersten Liga. Das lassen wir besser.

@Lakenschaber

Lakenschaber:
Aus lauter Vertrauen in den Euro?

Ehrliche Antwort?
Ja klar.

@ Saargebiet

Wir lassen den Euro nicht scheitern. Es müssen nur alle Wackelkandidaten diese Währung abgeben, weil sie niemals die wirtschaftlichen Voraussetzungen dafür mitbringen können.
Dann die Finanzhaie noch an die Leine und den Euro neu strukturieren.
Es gäbe genügend Lösungsansätze.

Larkenschaper ... und schon

Larkenschaper
... und schon hatten wir den Teuro, eine, bis heute, ungeliebte Währung.

Dann muss ich mich ja ma als echten Liebhaber outen. Ich bin oft im befreundeten Ausland und hasse Wechselstuben.

Das ist aber nur der unwichtigste aus einer Reihe von guten Gründen für den Euro. Manchmal verschlägt es mich nämlich auch beruflich in andere Gefilde. Sie können Firmen, die mit Frankreich, Italien, Spanien, ... zusammen arbeiten heute keine zersplitterten Währungen mehr aufschwatzen, da spielt keiner mit. Da stehen die klugen Bedenker halt echt alleine.

Treuherzige Anleger

Da kaufen die Leute Anleihen mit negativem Nominalzins in der Hoffnung ihre Ansprüche wenigstens zum Teil geltend machen zu können. Am Ende alles weg ist, wenn die Schuldner des ESFS nicht zahlen können

Diese Meldung ...

... kommt ja genau pünktlich vor der nächsten Bundestagsabstimmung über neue EFSF - Milliarden.

Ein tolles Geschäftsmodell dieser EFSF, dass da noch keiner vorher drauf gekommen ist ...

Und die Anleger lechzen regelrecht nach einer solch tollen Geldanlage, wo man noch draufzahlen muss, erinnert mich an die Meldungen seinerzeit wo Griechenland-Anleihen zig-fach überzeichnet waren weil die "Investoren" so tolles Vertrauen hatten in GR ...

Die Anleger ( i.e. der Markt

Die Anleger ( i.e. der Markt ) scheint sich ja wohl nicht immer ganz rational zu verhalten. Übrigens, 4% Zinsen für neue Spanien-Schulden ist ja wohl ein Schnäppchen für den spanischen Staat. Zu Peseten Zeiten waren die Renditen deutlich höher.
Es bleibt dabei: die Schulden-Krise kann man nur damit überwinden, in dem man keine neuen Schulden macht. So einfach ist das.

Europa funktioniert

tja, die langfristig gedachte Europapolitik scheint allmählich zu greifen. Während in den USA wirtschaftliche bedenken aufziehen, ist der Ausblick in der Eurozone langsam am aufklaren. Unsere Zentralbank hat sogar noch Spielräume, und trotz Krise ist die Inflation gering.

Der Krisenfond funktioniert - und das natürlich gleich doppelt gut, wenn die Anleger in Krisenzeit dessen Papiere kaufen. Anleger die sonst vllt ins Ausland abgewandert wären.

Die schnelle Reaktion auf Spaniens Bankenprobleme, haben Zinsspekulationen offensichtlich sehr effektiv ausgebremst.

Alles in allem genau die richtigen kleinen Zeichen, dass Europa funktioniert.

Werft die Druckerpresse an!

Die Tatsache warum es Negativzinsen für den EFSF gibt ist recht simpel. Eine erhöhte Eigenkapitalqoute bei den Banken und niedriger Leitzins. Hierdurch wird die Zinsqoute der Staatsanleihen gedrückt.
Wenn die EZB bald die Druckerpresse anwerfen darf steht Europa sogar besser da als USA oder Japan. Einzig die Inflationsangst hält uns davon noch ab. Wenn man sich aber die Inflation in Deutschland zu DM-Zeiten ansieht, so werden uns 5 bis 6 Jahre mit 5% Inflation auch nicht umbringen.
Wichtig ist jedoch, dass dies erst geschieht wenn der Strukturwandel unwiederruflich in den angeschlagenen Ländern erfolgt ist, da ohne Druck der Reformwille fehlt und wir die Krise nur verschieben werden. Wenn der Fiskalpakt ratifiziert ist würde dies zum Beispiel einen Schuldenabbau von (4,5% Entschuldung p.a-> 1-1/1,045^5) 20% der Gesammtschulden ausmachen. Ich bin eigentlich kein Freund von Währungsverwässerung, aber alle anderen Länder betreiben dies auch gerade.

@ 18:15 — Spoing

eben, genau das ist die Strategie. In Amerika wurden die Druckerpressen schon längst angeworfen, das hat die USA schnell aus der Krise geführt, aber nun scheint es sich langsam zu rächen, dass es eben doch "weiter wie bisher" ging.

In Europa hat man sich strukturelle Gedanken gemacht und vereinbarungen getroffen, bevor die Kapitalspritze kam. Das war zwar vielgescholten "langsam", aber wie mir scheint eben doch die bessere Antwort.

Einfache Erklärung

als Angestellter des Landes Berlin wird von meinem Nettolohn (!) zwangsweise (Tarifvertrag) Geld für eine private Altersvorsorge (VBL) einbehalten.
Lt Statuten der VBL dürfen nur europ. Staatspapiere mit AAA-Rating erworben werden.

Nun meine Frage:
Wäre es möglich, dass mehrere/viele solcher Fonds existieren, während es kaum noch Staaten mit AAA-Rating gibt ?

Dies würde negative Zinsen sehr gut erklären - viele (zB Renten-) Fonds müssen in AAA investieren, während das Angebot immer geringer wird.

Privatanleger scheinen ja trotz positivem Zins nicht mehr in sichere Deutsche Anleihen zu investieren (Einstellung des Angebots der Finanzagentur für private Anleger)

Liebe Redaktion,
bitte leiten Sie meine Frage auch an die Wirtschaftsredaktion weiter: In welchem Umfang müssen derartige Fonds AAA-Staatspapiere erwerben ? Existiert ein Zusammenhang ?
Vielen Dank

Ei, wie einfältig die

Ei, wie einfältig die hiesigen Parteiengecken doch sind: So halten sie dem lieben Volk ein paar kümmerliche Brotkrummen von wenigen hundert Millionen Mark hin und wollen ihm weismachen, daß Deutschland am Ende beim Spielgeldeurobezahlspiel Gewinn machen werde; doch stehen dem Unsummen an Bürgschaften und verliehenem Geld gegenüber und wenn diese fällig werden, so würde der Goldesel Deutschland, indem er der Renditemöhre gefolgt ist, in den Abgrund getappt sein.
Denn sicher ist, daß weder Griechenland noch Spanien und schon gar nicht Italien ihre Schulden jemals abbezahlen werden und immer wenn die Bankenunholde jemanden kein Geld mehr leihen wollen, soll der Staat einspringen und dabei auch noch Gewinn machen. Doch gäbe es hier einen Gewinn zu machen, so würden die Banken nicht nach dem Staat rufen, sondern diesen machen. Hier gibt es also nur Verluste machen und dies wird sich mit den Renditebrotkrummen auf Dauer nicht verbergen lassen. Doch man versucht eben gegenwärtig alles.

@Walter Meingott

Was meinen Sie mit Parteiengecken und Spielgeldeuro? Der Euro ist doch eine richtige Währung.

@Walter Meingott

danke - Sie haben ja so recht!
Letztlich soll ja auch nur Deutschland haften und pleite gehen - das war der Sinn des Euro.
Hätte Deutschland eine Währung wie Italien, Spanien etc. gehabt, gäbe es den Euro nicht - da sind sich die echten Experten einig!
Wir haften schon jetzt für Hunderte Milliarden - aber dem Wahlvieh soll ernsthaft klargemacht werden, wir würden dadurch noch gewinnen - unfassbar!

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