Kommentare

Ein begrüßenwertes.......

..........Urteil!!

Welch eine schöne Meldung.

Welch eine schöne Meldung. Ich brauche die Saatgut-Konzerne nicht und darf mich "amtlich nicht-zugelassen" ernähren.

Klares Signal an Monsanto & Co.

...endlich mal eine gute Nachricht gegen die Kriminalität im Saatgut-Monopol der global agierenden Konzerne und im Interesse des Gemeinwohls.

Lobbyismus der Agrarindustrie

Dieses Urteil ist sehr zu begrüßen,da man davon ausgehen kann,dass die Kriterien des offiziellen Sortenkatalogs von Lobbyisten der Agrarindustrie beeinflusst und dementsprechend nicht an den Belangen der Allgemeinheit ausgerichtet wurden.
Da es sich hier um Lebensmittel handelt,ist es umso wichtiger,sich gegen eine Dominanz einzelner Industriefirmen zu wehren.

Herzlichen Dank!

Ein herzliches Dankeschön an den Europäischen Gerichtshof!

Hätte die Saatgut-Lobby, gemeinsam mit EU-Parlamentariern, einen Geseztentwurf gegen die Herstellung und den Vertrieb alter, amtlich nicht zugelassener Pflanzensorten und deren Saatgut erarbeitet, wäre ich mir keineswegs sicher, ob das so ausgegangen wäre!

BASF darf, dank hervorragender "Lobbyarbeit", laut EU-Beschluss seine genetisch manipulierte Kartoffel "Amflora" anbauen. Dies bringt niemandem irgendeinen Nutzen, nötigt Biobauern jedoch zum Nachweis eines genfreien Kartoffelanbaus. Leidtragende: die Verbrauchern, konventionelle genfreie Landwirte und der gesunde Menschenverstand.

Informieren Sie sich mal über die kriminellen, offensichtlich antidemokratischen Machenschaften von Monsanto in den USA - diese Konzerne müssen bekämpft werden!

So erfreulich dieses Urteil ist: Wenn heute Gerichte die Arbeit leisten, die in den Parlamenten geleistet werden müsste, befindet sich unsere Demokratie in einer Schieflage!

Jedes andere Urteil wäre skandalös

Jedes andere Urteil wäre skandalös. Wie kommen Menschen überhaupt auf die Idee, es stünde ihnen zu, die Natur zu standardisieren.

Heute sollte explizit und

Heute sollte explizit und gezielt versucht werden, gegen die Konzerne Politik zu machen, weil es sonst passiert, dass die Politik der Lebenswirklichkeit von den Konzernen gemacht wird.

Ausserdem: Es ist wirklich schlimm, dass Europa alles kurz und klein reguliert. Dabei die Vielfalt (der Saaten) nimmt, und sowieso Probleme hat mit den Bauern.

In Köln , genauer Wesseling/Urfeld, gibt es heute keinen Bauern mehr. Als ich meine Ferien dort verbrachte bei meinem Onkkel, 1990 war das noch, gab es 100 Bauern in dem Dorf. Alle sagen, es lohnt sich nicht mehr. (Es ist zu teuer)

Es wird Zeit, dass diese

Es wird Zeit, dass diese EU-Richtlinie endlich an die Interessen der Bürger angepasst wird. Wir pflanzen in unserem Garten selbst Gemüse an und bis vor ein paar Jahren konnte man noch eine bestimmte Sorte Saatgutkartoffeln (der Name ist mir leider entfallen) kaufen. Diese Sorte verschwand dann vom Markt, weil sie keine zugelassene Pflanzsorte war/ist. Dabei wurde diese Sorte bereits seid den sechziger Jahren angebaut.

Ich hoffe das durch dieses Urteil die Landwirte ermutigt werden, alte Pflanzsorten zu bewahren und somit nicht nur überteuerte, von Konzernen vermarktete Pflanzsorten anbauen.

Das bedeutet dann aber auch,

Das bedeutet dann aber auch, dass mit Phantasiesorten Werbung gemacht werden kann. In dem Fall mag es harmlos sein. Aber als nächstes kommt dann wieder irgendeine Firma und preist etwas als toll an, das es so gar nicht gibt. In sofern hat eine Sortenzulassung schon was sinnvolles. Vielleicht sollten die Händler verpflichtet werden anzugeben, ob es sich um amtlich anerkannte Sorten handelt oder nicht (ggf. sowas wie Sternchen hinter dem Sortennamen und eine Fußnote). Verkaufen könnte er sie ja trotzdem, klar. Nur Missbrauch wäre dann vielleicht schwerer.

Ein Händler könnte nun theoretisch dazu übergehen, eine einzige Sorte bzw. eine nichtexistierende unter 1000 verschiedenen Namen zu vermarkten und so ein Angebot vorzutäuschen, das er gar nicht hat, oder?

Ich freue mich auch über das

Ich freue mich auch über das Urteil, denn es gewährleistet eine größere Vielfalt an Lebensmitteln. Norm-Gurken und Norm-Tomaten sind vielleicht billiger, aber sie schmecken auch leider norm-al.

unlauterer Wettbewerb?

"Graines Baumaux klagte wegen unlauteren Wettbewerbs auf 50.000 Euro Schadenersatz..."

Ja nee, isklar!

Die Natur betreibt also unlauteren Wettbewerb gegen industrielle Saatgut-Züchter. Andersrum wird ein Schuh draus.

Pervers die Klage und die Forderung.
Richtig die Entscheidung des EuGH.

In welcher Welt leben wie eigentlich

das man ein solches Urteil braucht?

Oberste Gerichte

Die obersten Gerichte sind offenbar das letzte Bollwerk gegen profitgierige Unternehmen und die von ihnen finanzierten Lobbyisten.

Insoweit sind Angriffe auf diese Gerichte (jüngst: "keine Wirtschaftsfachleute") sowie Versuche, diese zu beeinflussen - und sei es nur bezüglich der Dauer Ihrer Entscheidung (deutliche Verschiebung des ESM über den Juli hinaus "könnte eine erhebliche Verunsicherung der Märkte bedeuten") - absolut fehl am Platz.

Es sei denn, man will die "marktkonforme" Demokratie.

Ein gutes Urteil

Jetzt ist der Konzern Monsanto aus den U.S.A. sicherlich ganz betrübt, dass er in der EU nicht mehr so viel Absatz machen kann.
Vor kurzem wurde sogar ein gentechnisch verändertes Gras entdeckt, das nach Jahren plötzlich Zyanit produziert hat, einige Rinder sind an der Vergiftung verendet.
Aber glücklicherweise gibt es ja noch das "alte" Saatgut, mit dem man durch Kreuzung und Auslese züchten kann.
Ein sehr gutes Urteil.

Ein gutes Urteil . . .

und endlich auch mal eines,
das den Gentechnik-Wahn und
das Gewinnstreben der grossen
Saatguthersteller ausbremst.

Im Gegensatz zu diesen "veredelten"
Saaten kann man aus den alten Sorten
immer wieder neues Saatgut selber
gewinnen.

Vielleicht musste der EuGH aber auch
mal beweisen, dass die EU nicht immer
nur sche...e ist.

Endlich mal eine Meldung die

Endlich mal eine Meldung die Freude macht!

Aber Achtung: die Konzerne sind gewarnt und sie haben "kluge" Köpfe, die schon andere Wege und Mittel in petto haben.
Ich vermute, dass wir uns weiterhin über Monsanto & Co aufregen dürfen.
Leider.

Herzlichst

Ein Lichtblick...

...
in einem dunklen Zeitalter bezüglich des Erhalts des genetischen Erbes unserer Kulturpflanzen und unserer Ernährung!!!!

Aber: was glaubt Ihr denn, wie lange es dauert, bis das entsprechende Gesetz an die "Bedürfnisse der heutigen Zeit" angepasst ist und die nächste Klage dann ganz anders ausgeht?

Abstimmung zum Thema?

Eine gute Nachricht, in der Tat. Auch ich will mich nicht von genmanipuliertem Essen ernähren müssen.

An die Moderation der metatagesschau: gibt es vielleicht auch eine Abstimmung bei der Tagesschau zu diesem Thema?
Ichh würde es begrüßen.

Das ist die perverse Realität, ...

von großen Industriekonzernen diktierte, selbstredend auf diese maßgeschneiderte Richtlinien, da die sonstigen Entscheider auf EU-Ebene entweder selbst fachlich völlig ungegeignet sind oder (was wahrscheinlicher ist), die entsprechenden Gremien gleich von Vertretern der Industrie besetzt wurden.

Damit alle braven Konsumenten, quasi in vorauseilendem Gehorsam, an den industriellen Hybridsorten und den damit einhergehenden Folgen (Umweltzerstörung durch "Roundup" etc.) jämmerlich ersticken können.

Da werden dann schon einmal Bauern in den USA wegen Patentrechtsverletzungen verklagt, weil sie ihre Pflanzen nicht ausreiched vor den Pollen geschützt hatten, die von den Nachberfeldern herübergeweht wurden (vor allem aber sich nicht haben nötigen lassen zum Anbau der selben Sorten).

Dank an den EuGh für diese Klarstellung.

Monsanto und Co.? Der Teufel und eine Plage nicht nur der Menschheit...

Damit sind die lokalen Gesetze aber noch nicht ausgehebelt

Im Moment werden sie noch dadurch umgangen, daß man Mitglied in einem Saatgutklub wird, dafür Mitgliedsbeiträge zahlt, und dann kostenlose Samen bestellen kann.

Trotzdem: Die spinnen, die Menschen

Gutes Urteil - aber dass sowas erst explizit erlaubt werden muss, ist doch eigentlich kaum zu glauben.

Die alten, nicht hochgezüchteten Sorten haben teilweise echte Vorteile. Beispiel Reis: Es gibt alte Sorten, die mit weniger Wasser auskommen. Die benutzt nur keiner mehr, weil sie nicht so ertragsreich sind. Da es aber bald notwendig werden könnte, will man jetzt versuchen, die Gene von diesen alten Sorten in die neuen einzuschleusen. (Das wäre ein Einsatz von Gentechnik, den ich gerade noch tolerieren würde, da die Gene ja schonmal so vorhanden waren und nicht artfremd sind)

Beispiel Getreide in Afrika: Es gibt alte Sorten, die auch mal mit Überflutungen klarkommen und welche, die Trockenheit vertragen. Früher hat man mehrere Sorten angebaut und hatte im Zweifel immer eine Ernte. Heute gibts ein Standardsaatgut und im Zweifel Hunger.

Was für ein erfreuliches und wichtiges Urteil

So eine erfreuliche Nachricht kommt auch nicht jeden Tag! Montsanto und andere verbrecherische Konzerne sind weltweit am Verlust wertvoller alter Sorten, der totalen Abhängigkeit von Landwirten von diesen Monopolisten und letztendlich an der Armut und dem Hunger unzähliger Menschen in den armen Länder verantwortlich. Jedes Urteil, das diesen Monopolisten paroli bietet stimmt mich froh! Mal wieder hat ein Gericht das beschlossen, was eigentlich Aufgabe der Gesetzgebenden Politik wäre - den Nutzen und den Wohlstand des Volkes (der Völker) zu mehren und zu verteidigen.
Von der Politik erwarte ich das schon lange nicht mehr - letzte Hoffnung bleiben immer öfter die Gerichte.

Yeah!

Hoffung keimt auf für eine gerechte und menschliche Welt.

Was ist eigentlich aus dem *Brennnessel-Krieg* in Frankreich geworden? - dort ist den Bauern bei drakonischen Strafen verboten worden, Brennnessel-Jauche für ihre Böden zu verwenden.

Die Menschheit ist in den

Die Menschheit ist in den Jahrtausenden davor aufgrund der "alten Saatgutsorten" auch nicht ausgestorben. Also kann es sich ja eigentlich nur um Profitgier der großen Konzerne handel.

Das deutsche Sortenschutzrecht ist fast 100 Jahre alt

Der Sortenschutzinhaber hat das alleinige Vermarktungsrecht.

1 : 0 gegen MONSANTO

*JUBEL!!!*

Konzern-Saatgut

Neutrale Forschungen ergeben, dass industrielles Saatgut zu Unverträglichkeiten führt. Saatgut, das von Konzernen vertrieben wird, die natürliches, gesunde Saatgut verbieten wollen.

Es gibt einen verschwindend geringen Anteil von "echten" Zöliakie-Erkrankten (Klebeeiweiß-Gluten-Unverträglichkeit), jedoch inzwischen 10% (!) Bevölkerungsanteil, der allergisch auf Brot bzw. dessen überzüchtete Getreide-Bestandteile (mitunter getreideinterne Anti-Pestizide) reagiert.

Diese 10% haben nicht die klassichen Zöliakie-Symtome (zerstörte Darmzotten); müssen jedoch trotzdem auf getreidefreie Alternativen, teuere ausweichen, um die allergischen Begleiterscheinungen zu vermeiden.

Industrie-Getreide macht Menschen zunehmens krank!

Die Politik sollte sich mit diesen Dingen beschäftigen und diese und kommende Generationen aus dem industriellen Versuchslabor der großen Saatgutkonzerne befreien! Brot war einmal ein Symbol für Leben; es ist inzwischen ein Symbol für gewissenlose Gewinnmaximierung.

Gutes Urteil

Ich stimme mit allen Vorrednern darin überein, dass dieses Urteil gut und auch wegweisend ist.

Es ist schon pervers, dass bäuerliche Traditionen durch Großkonzerne angefochten werden können. Mosanto & Co. gibt es erst seit einigen Jahrzehnten, die Erfahrung der Bauern seit Jahrzehntausenden.

Das Urteil ist sehr gut,

Das Urteil ist sehr gut, Gentechnik ist aber auch gut. Die klassische Zucht ist auch eine Form von Gentechnik, in der bestimmte Eigenschaften durch gezielte Zusammenführung hervorgehoben werden. Man bedenke an dieser Stelle wie viel ein Pudel noch mit einem Wolf zu tun hat und da war kein Wissenschaftler am Werk! Wenn das Resultat Vorteile hat und getestet wurde, weiß ich nicht weshalb gentechnisch veränderte Sorten nicht auch im Regal stehen sollten.

genug ist genug

Daß die Gerichte überhaupt die Patenteirung von Pflanzen erlauben, ist ein Unding. Die Konzerne, die da ein oder zwei Gene geändert haben, sind nicht Gott und haben die Pflanzen nicht erschaffen, auch wenn Sie so tun und gerne auch von uns vergöttert werden wollen oder möchten, daß wir (uns) ihnen Opfern. So geht es nicht.

Daß die Richter, welche erstmals ein Pflanzenpatent erlaubt haben, dies nicht übersehen haben, ist ein Armutszeugnis für die Justiz. Diese Entscheidung wird revidiert werden, sobald wir wieder ein unabhängig funktionierendes Justizwesen haben, und dann lohnt sich diese Technologie für die Konzerne nicht mehr.

Bis es so weit ist, kann jeder einzelne nur in seinem Wirkungskreis alles tun, um wieder für eine integere Regierung zu sorgen: Nämlich vor allem die, die gegen das Volk regieren und uns das alles eingebrockt haben, nicht wieder wählen, evtl. selber kandidieren, mit Freunden und Kollegen, auch Abgeordneten und Medien darüber sprechen, usw.

Hurra! Freu Freu! Hüpf!

Endlich ist diese unsägliche EU-Verordnung kassiert! Freiheit für die Vielfalt! Hurra!

"Auch für Konzernlenker ist zum Mars fliegen ist kein Ausweg!"

Die letzten Reste von Unabhängigkeit gegenüber den wenigen Großkonzernen zu verteidigen, kann lateinamerikanische Besitzverhältnissen zumindest ansatzweise vorbeugen.

Die nachhaltigen Produktionsweisen von Ökobauern sind ohnehin teurer als die der intensiven; würden die eigenen Saaten nicht mehr handelbar sein, dürften irgendwann die dann notwendigen teureren Lizenzsaaten die Produkte der Ökobauern zusätzlich verteuern und damit ihre Betriebe weniger überlebensfähig machen.

Wer weiterhin echte Bioprodukte zu noch vertretbaren Preisen kaufen können will, für den ist das Urteil wichtig und vernünftig.

Könnte es sein, dass die Richter auch eigene Interessen und die ihrer Kinder erkannt haben?

Würden Verantwortliche in Handel, Industrie und Finanzwelt ebenso viel Einsichtsfähigkeit in ihre eigene Abhängigkeit von "vernünftigen" Allgemeinbedingungen erhalten, dürften wir in Zukunft vielleicht wider Erwarten auch aus deren Kreisen noch "Wunder" erleben?

Es gibt ja nur eine Erde.

Ackerbau und Viehzucht sind

Ackerbau und Viehzucht sind nicht das Bankgewerbe!

Im Hinblick auf die Landwirtschaft sollte sich der Staat keinesfalls dieselbe Nachlässigkeit und Gleichgültigkeit erlauben, wie er dies beispielsweise im Finanz- und Bankengewerbe getan hat! Denn einen Zusammenbruch des Weltfinanzmarktes übersteht der Staat ohne Mühen, doch ein Zusammenbruch des Agrarmarktes dagegen nicht; noch heute zeugt der Fall des Alten Reiches in Ägypten davon, was einer Gesellschaft widerfährt, die ihre Menschen nicht mehr ernähren kann. Es ist also unter allen Umständen darauf zu achten, dass die lebensnotwendigen Agrarprodukte möglichst im Land hergestellt werden, dass die Bauern einen Nettoverdienst von Facharbeitern haben und das hiesige Kulturland erhalten bleibt. Denn im Bezug auf Ackerbau- und Viehzucht sollte man sich nicht von den einfältigen Freihandels- und Marktdemagogen leiten lassen, denn hierin gibt es keine Gegenmittel mehr, wenn einmal die Versorgung zusammengebrochen ist.

@Zeitungsjunge

Bei der Gentechnik wäre ich mir nicht so sicher.Ich lebe in Saskatchewan/Kanada,welche eine Weizenprovinz ist und Gen verändertes Saatgut gehört hier zum Alltag."Roundup ready canolla/wheat etc" bedeutet,das man da (Monsantos) Pestizit "Roundup" drauf sprühen kann,ohne das die Kulturpflanze schaden nimmt.Bedeutet allerdings nicht,das die Pflanze es nicht aufnimmt..na denn,Mahlzeit,oder würden sie die Suppe aus der Flasche trinken?
Zum Urteil:finde ich super!Hier gab es letzens erst ein Urteil,bei dem ein kleiner Bauer in Montana,der Saatgut gereinigt hat für andere Bauern,mit ner hohen Geldstrafe belegt wurde dafür.Es geht dabei um "cross germinated"Saat:
According to Reuters, the Organic Seed Growers and Trade Association and dozens of other plaintiffs filed the suit hoping for a "ruling that would prohibit Monsanto from suing the farmers or dealers if their organic seed becomes contaminated with Monsanto's patented biotech seed germplasm."

@ Zeitungsjunge

Sie und Ihre Nachkommen können sich gern als Versuchskaninchen für genmanipulierte "Lebens"mittel zur Verfügung stellen. Dies sollte aber dann Ihr Privatvergnügen sein.

Es gab Zeiten, in denen Contergan als völlig harmloses Beruhigungsmittel konsumiert wurde. Ein Medikament, das selbstverständlich alle Prüfinstanzen durchlaufen hat.

Es gibt unzählige Beispiele, die belegen, dass ein möglicher langfristiger Schaden nicht ausgeschlossen werden kann. Einige Menschen sind überheblich und entscheiden Dinge, die sie niemals werden verantworten können.

Es liegt an uns, uns vor einer Fürsprache intensiv mit den Dingen zu beschäftigen; ansonsten sind nachfolgende Generationen die Leidtragenden.

Leider eine Ausnahme

Diees Urteil ist wirklich erfreulich, aber leider eine Ausnahme, hier zeigt sich auch wieder die ungleiche Verteilung der Kräfte, die Saatgutindustrie hat es viel leichter ihre Interessen europaweit durchzusetzen als Bauern, wäre das Urteil anders ausgegangen, dann könnte die gesamte französische Bevölkerung dagegen Sturm laufen, hält sich Frankreich nicht dran können sie von der EU verklagt werden.

Was Verbraucherrechte angeht haben wir uns mit der EU ein schönes Ei gelegt, bis die Leute in den einzelnen Ländern so richtig mitbekommen was passiert ist es schon längst beschlossen. Siehe Vorratsdatenspeicherung, aus der Nummer kommen wir nicht mehr so einfach raus.
Nur in sehr wenigen Fällen (wie etwa Acta) wird es dann noch gekippt. Es geschehen also doch noch Wunder...

Leider eine Ausnahme

Diees Urteil ist wirklich erfreulich, aber leider eine Ausnahme, hier zeigt sich auch wieder die ungleiche Verteilung der Kräfte, die Saatgutindustrie hat es viel leichter ihre Interessen europaweit durchzusetzen als Bauern, wäre das Urteil anders ausgegangen, dann könnte die gesamte französische Bevölkerung dagegen Sturm laufen, hält sich Frankreich nicht dran können sie von der EU verklagt werden.

Was Verbraucherrechte angeht haben wir uns mit der EU ein schönes Ei gelegt, bis die Leute in den einzelnen Ländern so richtig mitbekommen was passiert ist es schon längst beschlossen. Siehe Vorratsdatenspeicherung, aus der Nummer kommen wir nicht mehr so einfach raus.
Nur in sehr wenigen Fällen (wie etwa Acta) wird es dann noch gekippt. Es geschehen also doch noch Wunder...

Ich hab mir dieses Jahr mal

Ich hab mir dieses Jahr mal spontan im Baumarkt eine Erdbeer-Pflanze gekauft. Zuhause habe ich dann festgestellt, dass die Sorte patentiert war und eine Nachzucht streng untersagt ist und man eine Lizenz für Saatgut erwerben müsste. Essen durfte ich die Früchte zum Glück noch ganz legal und ohne Lizenzgebühren.

Dieses Urteil begrüße ich ausdrücklich!

vor mehr als 50 jahren

hatten wir all diese probleme mit fehlenden zulassungen
oder verkrüppelungen natürlicher artenentwicklung nicht. es gab nur landwirte und züchter, die unumkehrbare eingriffe vermieden, weil sie nicht möglich waren.
jetzt sind unumkehrbare genetische manipulationen ohne natürliche, sich vergleichsweise langsam entwickelnde auswahlprozesse(umkehrbare arten-/sortenentwicklungen),
möglich. nun spätestens muss die gesellschaft entscheiden, ob sie als solche leben oder als marionette der konzerne sich dem kalkül einiger ´macher´ unterwerfen will, um auf dem altar der ´machbarkeit´ schwer geschädigt wenn nicht ´abgeschafft´ zu werden. das urteil werte ich als lichtblick. danke! mein vater war in der alten zeit mit leib und seele freier bauer und züchter. und auch ich vertrete heute, wie er damals, den grundsatz, nichts zu veranlassen, was nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. gentech ist riskant und unumkehrbar, züchtung hingegen nicht.
da geht´s lang. was früher ging, geht heute auch.

Schlappe für Jaques Tricatel

Im Ausgangsfall war das in Frankreich entstandene bäuerliche Saatgut-Netzwerk Kokopelli von dem industriellen Saatgut-Hersteller Graines Baumax verklagt worden. Der Grund: Das Netzwerk hatte Saatgut von mehr als 461 Pflanzensorten im Angebot, die nicht in offiziellen Sortenkatalogen eingetragen waren. Graines Baumaux klagte wegen unlauteren Wettbewerbs auf 50.000 Euro Schadenersatz und ein Vermarktungsverbot der nicht im amtlichen Saatgut-Katalog eingetragenen Sorten.

Unlauter ist - nicht juristisch, aber moralisch - eher die Klage. Das einzig denkbare Ziel des Klägers kann es sein, die Lebensmittelherstellung zu monopolisieren und dem Konsumenten die eigenen Produkte regelrecht aufzuzwingen. Es ist eine gute Nachricht, dass Typen wie Jaques Tricatel aus "Brust oder Keule" auch im echten Leben gelegentlich verlieren.

Die Frage ist immer

warum solllte man etwas zulassen?

Dabei sollte die Frage doch lauten "Warum sollte man etwas verbieten?"

Wir leben in einer Welt in der die staatliche Kontrolle des Lebens seiner Buerger (dabei ist die EU nicht mal "Staat") ueberhand nimmt und mit dem gesunden Menschenverstand nicht mehr zu vereinbaren ist. Folglich werden automatisch mehr "unbekannte" Gesetze gebrochen - und die einzigen, die von diesem System profitieren sind diejenigen (Organisationen), die sich entsprechende Rechtsabteilungen leisten koennen.

Soll ich mich nun bei der EU bedanken, dass sie mir wieder einen Kruemel Hoffnung vor die Fuesse wirft?

Bloß gut!

Es wäre ein Skandal, wenn genau die Bauern, die mit ihren Sorten erst die Grundlage für Saatgut-Konzerne legten, den Prozeß verloren hätten. Dies wäre einer Enteignung und quasi einer Versklavung der noch freien Bauern gleichgekommen.

Bleibt nur zu hoffen, daß der EuGH auch weiterhin seiner Linie treu bleibt, so daß uns US-amerikanische Verhältnisse erspart bleiben!

Ein wunderbares Urteil..

...so darf ein Bauer der z.B. auf 120 ha nur 3 Maissorten anbaut auch wieder was davon abzwacken und mehr Vielfalt in seine Angebot bringen, toll !
Dies kommt uns allen zu gute und in möglichen Notzeiten wird dann genug starkes Saatgut zur Verfügung stehn.

unlauterer Wettbewerb?

"Graines Baumaux klagte wegen unlauteren Wettbewerbs auf 50.000 Euro Schadenersatz..."

Ja nee, isklar!

Die Natur betreibt also unlauteren Wettbewerb gegen industrielle Saatgut-Züchter. Andersrum wird ein Schuh draus.

Pervers die Klage und die Forderung.
Richtig die Entscheidung des EuGH.

Weiter so!Kippt die Monopole

Weiter so!Kippt die Monopole der Aktienhalter!Die Vielfalt dem Leben,nicht Kontrolle durch Geld!

Dieses Urteil ist ein Segen!

Wer Dokus wie "Food Inc" oder "Monsanto- Mit Gift und Genen" kennt, der weiss, dass der Sieg de Gentech Lobby eine Katastrophe gewesen waere.

Die Saatgut Firmen betreiben nicht umsonst in Spitzbergen eine Art ARCHE Noah, also ein Lager fuer natuerliche Sorten, weil sie offensichtlich ihrem eigenen Teufelswerk nicht trauen.http://www.steinbergrecherche.com/08saatgutbank.htm.

@gierde zerstört: Contergan

@gierde zerstört: Contergan ist ein Medikament basierend auf anorganischen Substanzen und ist mit einem organischen Nahrungsmittel nicht vergleichbar. Ich bin kein Mediziner, denke mir aber dass solche genveränderten Nahrungsmittel einfach verdaut werden und bestimmt nicht die DNA des Verzehrenden verändern. Man sollte es mit seiner Angst nicht übertreiben.

"Geistiges Eigentum" ist die Pest des 21. Jahrhunderts!

Eigentum an Ideen, Genen, Abläufen, Verfahren, Melodien, Algorithmen, ja sogar an Bild, Text und Ton bescheren uns eine Menge ungerechtfertigten Ärger:

- Monopolbildung in der Industrie
- Verhinderung des Fortschritts durch Sperrpatente
- Abzocke solide arbeitender Firmen durch U-Boot-Patente
- Verteuerung von Produkten durch horrende Anwaltskosten
- Unmöglichkeit der Produktvermarktung durch Patente-Wirrwar
- Schlechtere Produkte durch Patentumgehung
- Ungerechtfertigte Begünstigung der Rechtsanwälte
- Gefangennahme der deutschen Sprache
- Legalisierung von beliebiger Zensur
- Vorratsdatenspeicherung zum Ausspionieren unbescholtener Bürger
- Erzeugung eines Generalverdachts gegen alle Internet-User
- Abgaben auf Wiedergabegeräte und Speichermedien
- Beleidigung der Bürger durch stetige Pirateriehinweise
- Enorme Verunsicherung von Erziehungsberechtigten
- Die Gema-Vermutung

Weg mit dem sogenannten "Geistigen Eigentum"! In meinen Augen ist es eine Pest!

Gruß Harald Friedrich

@ zeitungsjunge

Ich denke eher, dass man es nicht mit dem Fortschritt- und Technikglauben übertreiben sollte.

Das Beispiel Contergan habe ich deshalb gewählt, da es sämtliche Prüfzyklen in einem hochentwickelten Industrieland durchlaufen hat. Anerkannte Wissenschaftler und Prüfer haben das Medikament für gesundheitlich unbedenklich befunden. Genmanipuliertes Saatgut wird für unendlich viele Generationen Einfluss auf unsere Flora haben, vergleichbar mit dem Einfluss, den heute Ratten oder Ziegen auf, ehemals abgeschiedene Ökosysteme haben. Hätten Sie damals die Frage gestellt, ob eine Ziege in irgend einer Form bedrohlich für ein Ölosystem sein kann, hätte man Sie ausgelacht.

Kein Mensch kann verantworten, was unwiderbringbare Eingriffe in Genmaterial für Folgen haben können. Weder Sie noch ich.

die Kommentare hier zeigen

die Kommentare hier zeigen vor allem, die Unkenntnis der gesetzlichen Regeln und Ursprünge des Saatgutrechts. Auch der Artikel selbst geht völlig an der Rechtssache vorbei. Aber auch das Gericht hat es ja nicht gepeilt, wen wundert es also.
Hier wird alles durcheinandergebracht und ständig von Gentechnik und Agrarlobby geschwafelt.
Das Urteil hat überhaupt nichts mit Gentechnik zu tun.
Den Konzernen nutzt dieses Urteil, den mittelständigen Züchtern und Landwirten schadet es. Es ist ein weiterer Schritt Richtung amerikanische Verhältnisse und wer wissen möchte, wer dort den Saatgutmarkt beherrscht, der kann die oben erwähnten Filme anschauen und sich mal fragen, welche Rolle Ökobauern in Nordamerika spielen.
Diesen Konzernen war der landeskulturelle Wert als Voraussetzung der Zulassung schon lange ein Dorn im Auge. Ihre Konstrukte schützen sie schon lange mittels Patenten und das ändert sich durch das Urteil überhaupt nicht.

eigentlich zum Kotzen ...

... daß immer erst ein Gericht den Lobby-hörigen Politikern die Gesetze und Bestimmungen um die Ohren hauen muß.

So gut dieses Urteil ist, es ist ein weiteres Dokument für die Reformbedürftigkeit unseres Parteien- und Lobbysystems, was mit Domokratie in weiten Bereichen nur noch das Wort gemein hat.

Money turns the world go round!

@ t_gilde

Darf ich Sie fragen, ob Sie ein professionelles Interesse daran haben, hier die Tatsachen zu verdrehen?

Die Misstände in den USA (Monsanto) wurden hier mehrfach angeführt. Es ist doch wohl eindeutig, welche Partei sich vor Gericht durchgesetzt hat.

Der Gedankensprung Richtung Genmanipulation liegt nah, wenn man die Wild-West-Manier bedenkt, welche in den Vereinigten Staaten an den Tag gelegt wurde und wird.

Europa wird diesem Weg nicht folgen. BASF ging mit der erlaubten aber imageschädigenden Genkartoffel Amflora in die USA und andere werden sich auch die Zähne ausbeißen, solang es in Europa eine aufmerksame Öffentlichkeit gibt.

Je mehr Vorstöße diese Branche wagt, desto mehr Aufmerksamkeit wird ihr entgegen gebracht.

Gutes Urteil, aber absurder Sachverhalt

Das Urteil ist gut - es hätte kein anderes geben dürfen.

Dennoch ist der Sachverhalt absurd:
Seit Beginn der Menschheit wird von Bauern Saatgut gezüchtet, verwendet und damit auch gehandelt. Aber nun kommt plötzlich so ein Großkonzern und sagt: "Das dürft ihr jetzt nicht mehr, nur ich darf es noch!"
Da ist es doch wirklich absurd, dass überhaupt solch ein Ansinnen vor einem Gericht zur Verhandlung zugelassen wird.

Der Sachverhalt zeigt auch, dass "unser" Wirtschaftssystem generell völlig im Argen liegt:
Es sind nicht nur die Banken, die massiv gegen die Interessen der Allgemeinheit agieren, sondern es sind offenbar quasi alle Großkonzerne, sei es die Werbe-Industrie (Meldegesetzaffäre), die Software- und Internetindustrie (Pseudo-Innovationen im Internet zwingen uns permanent zu ständigen Updates und Hardwareneukäufen), Energieerzeuger (Atomstrom, Fracking etc. zerstörten Umwelt) und und und ... .

Das Schlimmste: mit unserer Gier und unserem Geiz implizieren wir das Ganze selbst!

"Sieglinde" incoming?

hehe

@t_gilde: Gentechnik und Saatgut

Wer hier behauptet, es gaebe keinen Zusammenhang zwischen Saatgutfirmen und Gen Technik, der hat keine Ahnung oder vesucht, Nebelkerzen zu werfen.

Das traurige Bespiel Monsanto zeigt doch gerade, wie skrupellos solche Firmen gegen Landwirte auf der ganzen Welt vorgehen.

So erfreulich

"So erfreulich dieses Urteil ist: Wenn heute Gerichte die Arbeit leisten, die in den Parlamenten geleistet werden müsste, befindet sich unsere Demokratie in einer Schieflage!"

Vielen Dank für diesen Kommentar.
Der Lobbyismus ist tatsächlich dabei, unsere parlamentarische Demokratie zu unterwandern und in Schieflage zu bringen.

Schlimm ist auch das viele Abgeordnete gar nicht wissen über was sie abstimmen, bzw. durch Abwesenheit glänzen.
(Fußball gucken).
.
b.k.

@ chris2008

Ich gebe Ihnen in allen Punkten Recht, jedoch möchte ich gern zwischen "Werbeindustrie" und "Adresshändlern" differenzieren.

Die Schober Gruppe dealt mit Adressen und unterstützte 2009 die FDP im Wahlkampf, indem sie selektierte E-Mail-Adressen zur Verfügung gestellt hat.

Sie werden praktisch keine Werbeagentur und keinen Mitarbeiter in einer Werbeagentur finden, der von diesem skandalösen Vorstoß profitiert hätte. Die "Werbebranche" hätte ggf. nicht von diesem Gesetz profitiert.

@gierde: Diese Sichtweise

@gierde: Diese Sichtweise verstehe ich und muss Ihnen in weiten Teilen recht geben, vor allem was den Einfluss auf die Flora angeht. Pollen der genveränderten Pflanzen gehen auf ursprüngliche Sorten auch über, aber wie gesagt, was soll schon passieren wenn es eh alles gegessen und verdaut wird- davon wächst keinem ein dritter Arm. Was Pollenkontamination angeht sollte man überlegen ob Zuchtformen die Gärtnereien so fabrizieren nicht auch unsere Wildpflanzen verändern. Ich sehe das auch als Gentechnik an!

T_gilde, sicher ist das Thema

T_gilde, sicher ist das Thema komplexer als es fuer manche den Anschein hat, mit bereits bestehenden Ausnahmen fuer traditionelle Sorten. Dennoch stellt sich die Frage, wieso Ihrer Ansicht nach das Urteil den Konzernen nuetzt und den mittelstaendischen Zuechtern und Landwirten schadet, und wieso der EuGH "es nicht gepeilt" habe.

Desweiteren wollte ich eigentlich nur darauf hinweisen, dass die Benutzung des Namens "Kokopelli" durch jene franzoesische Gruppe nicht nur laecherlich ist, sondern ebenso eine Benutzung indigenen Kulturguts darstellt wie wenn Monsanto traditionelle Stammessorten verwendet. Der Kokopelli hat eine viel weiter reichende Bedeutung als europaeische "Indianerfans" gemeinhin denken. Wenn schon traditionelles Saatgut, warum dann nicht traditionell europaeische Namen, anstatt sich mit fremden Namen zu schmuecken?

@12. Juli 2012 - 16:06 — Harald Friedrich

sie schreiben:
"Geistiges Eigentum" ist die Pest des 21. Jahrhunderts

das ist gelinde gesagt oberflächlich, alles in einen Topf zu werfen.
Dieses Urteil war natürlich wichtig und richtig, weiterhin sollte gegen bestimmte Methoden in der Nahrungsmittelerzeugung drastisch vorgegangen werden.
Das geistige Eigentum, was sie als Pest bezeichnen, ist in vielen Fällen aber das Ergebnis harter, nicht-materieller Arbeit. Und ganz nebenbei einer der Hauptstützen ganzer Volkswirtschaften, z.b. auch der deutschen. Sonst wäre hier nämlich noch Torfstechen angesagt.

Nur ein kurzer Sieg

Angesichts des Urteils werden die Konzerne nicht ruhen, bis die Gesetzeslage so geändert wird, dass eine weitere Schlappe dieser Art ausgeschlossen werden kann. Die Proteste werden zwar immer lauter, nach dem Stop Online Piracy Act (SOPA) und dem PROTECT IP Act (PIPA) in den USA, entschied auch Europa gegen das Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA). Doch die Information Technology and Innovation Foundation (ITIF) wird weiter texten, solange bis eine Regelung durchkommt. Dann können die Daumenschrauben angezogen werden. Parlamentarier bekommen bereits fertige Vorlagen zusehen, die von Regierungschefs beim Tee bereits abgesegnet wurden.

In den Medien wird alles separat abgehandelt. Hier ein paar Künstlergagegen über die GEMA, dort Claims über ganze Gen-Sequenzen, dann wieder Gebrauchsmusterschutz für Alltagsgegenstände und heute Sortenschutz für Saatgut. Nur wer die Zusammenhänge erkennt ... endet bei Occupy Wallstreet.

@ Zeitungsjunge

Ich stimme Ihnen zu; auch Zuchtformen, die "designt" werden, verändern und gefährden die Artenvielfalt.

Auch die Gesundheit ist in Gefahr: Weiter oben habe ich ausgeführt, dass bereits 10% der BRD-Bevölkerung allergisch auf überzüchtete Getreidearten (gängige Industriemehle) reagieren.

Das teure Trendprodukt "Getreideersatz" boomt! Entgegen ursprünglicher Annahme ist dies nicht begründet durch die klassische Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), sondern durch die "frisierten" industriellen Getreidearten.

Ich behaupte also nicht, dass die konventionelle Manipulation oder Überzüchtung von Saatgut zu befürworten ist. Dies jedoch als Grund dafür zu nehmen, ein anderes Übel zu erlauben, ist absurd.

Neben moralisch-ethisch-religiösen Fragen gibt es nun mal keinerlei Erkenntnisse darüber, wie sich eventuelle Mutationen, Kreuzungen oder unvorhersehbare Eigenarten genetisch manipulierter Pflanzen auswirken könnten. Es gibt keine realitätsnahen Studien über, sagen wir, 20.000 Generationen.

@ Zeitungsjunge

Ja, die fasst reinen Blumen-Gärtnereien heutzutage...jedes Jahr neue Blumen kaufen für Balkon und Friedhof...die können sich selbst gar nicht vermehren. Dahinter stecken einfach nur wirtschaftliche Interessen, obsolete Pflanzen verkaufen, nächsten Jahr wieder usw. Die meisten wissen, dass da viel Geld für ausgegeben wird. Und wieviel Leute haben was essbares im Garten, dass sich vermehren kann ? Sehe ich sehr selten, nur die üblichen Johannisbeeren, paar Kirsch und Apfelbäume aber das wars oft auch schon, die reine Zuchtblumenhaltung im Garten dominiert + grünen Rasen wo der Grundbesitzer ins Schwitzen kommt wenn sich da mal ein Gänseblümchen verirrt. Und der Rasen muss ja unbedingt 1-2 cm hoch sein sonst hat der Hausgärtner schlaflose Nächste...so kommt einem das vor.

Ich bin dankbar für dies Urteil und wird sicherlich viele Bauern motivieren wieder Wege in Richtung Agroforstwirtschaft und später auch Permakultur, siehe Sepp Holzers Methode. Hügelbeete, Hochbeete, Retentionsräume.

Kleiner Exkurs.

In meinen jungen Jahren, als in Deutschland die ersten Atommeiler entstanden, war ich begeistert von dieser Technik als moderne Zukunftssicherung für Energie für die Menschheit. Mit jugendlicher Zuversicht wollte oder konnte ich die gravierenden Gefahren nicht gewissenhaft gewichten. Erst mit dem Älterwerden erkannte ich politische Hintergründe und die menschenverachtende Gier von Kapitalinteressen. Heute stehe ich 100%ig zum Atomausstieg. Und - ich sehe Parallelen zur Genmanipulation an Lebewesen allgemein und speziell bei Lebensmitteln.

Seit einigen Jahren sind meine Kinder hell begeistert von der Idee (Konzernpropaganda), durch genetisch "optimierte" Nahrungsmittel den Hunger in der (Dritten) Welt eliminieren zu können, und engagiern sich dafür sogar politisch. Allerdings regen sich erste Zweifel...

Ich meine, man MUSS den "MegaMilliardenMarkt Gentechnologie" unbedingt stoppen, wie es seinerzeit schon bei den AKW hätte sein müssen.

Und man muß die Jungen davon überzeugen.

@ Beate69

Sie meinen also, dass wir, wenn anderswo mit moralisch fragwürdigen Methoden Geld verdient wird, diesem folgen sollten, damit wir keinen Wettbewerbsnachteil haben?

Was halten Sie davon, Kinderarbeit zu erlauben? Ich könnte mir vorstellen, dass dies einen enorm förderlichen Einfluss auf unser BIP hat.

Wir sollten ein gutes Vorbild geben und unsere Werte exportieren; nicht umgekehrt.

Das Bundessortenamt ist ein Großkonzern?

viele Kommentatoren sollten sich einmal mit dem Sortenschutz befassen.

Es ist nicht so einfach, dass die Konzerne die Bösen sind, und alle anderen die Guten.

Und auch Europa ist nicht an allem schuld.

@Dani: Ich spreche nicht von

@Dani: Ich spreche nicht von den Geranien auf der Fensterbank- davon gibts keine Wildformen die durch Züchtungen verbastardiert werden könnten. Aber was ist mit zB. Wildorchideen wie das Knabenkraut wovon es auch Züchtungen gibt, oder Bäumen wie Ahorn mit rotem Laub oder diese ganzen Ziersträucher?

@ Pewter

Sie unterschätzen die Europäische Öffentlichkeit und der Medien. Glücklicherweise hat die Entwicklung in den Vereinigten Staaten für eine enorme Sensibilisierung gesorgt.

Wie Melissa1000 bereits erwähnt hat, sorgen mitunter Dokus wie "Food Inc" oder "Monsanto- Mit Gift und Genen" für einen herzlichen Empfang der Konzerne durch die hiesige Bevölkerung. Auch EU-Abgeordnete müssen um ihren Kopf bangen, wenn sie einen Handel mit Luzifer eingehen.

Die Presse, Vereine und auch die Bevölkerung haben bereits dafür gesorgt, dass BASF ihre EU-genemigten Genexperimente inzwischen ausserhalb der EU durchführen. Nach Kräften versucht der Konzern, sich vom Gentech-Image zu distanzieren – ein Erfolg ist fragwürdig, der Langzeitschaden ist unkalkulierbar.

Monsanto und Freunde sind herzlich eingeladen, ihren eigenen Nährboden in Europa zu verbrennen. Auf abgeordnetenwatch.de können Sie übrigens Ihren EU-Parlamentariern Ihre Meinung dagen.

Selbstverständlich

Ich frage mich, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, Jemanden zu verklagen weil er die Samen von Gräsern als Saatgut verwendet. Das tun Menschen bereits seit über 10000 Jahren.

Jetzt kommen irgendwelche Firmen daher, erklären sich selbst zum Patentinhaber an der Natur, setzen ihre Leute in einflussreiche Positionen und versuchen ernsthaft, ihren vermessenen und gotteslästerlichen Anspruch politisch durchzusetzen. Wurde Zeit dass die mal einen Schuss vor den Bug bekamen!

@ Zeitungsjunge

Ja, die Wildsorten bringen die stärksten und vermehrungsfreudigsten Samen hervor. Veredelungen führen meistens zu einer Abhängigkeit, sei es, dass man sie beschneiden muss oder wenn man sie zusätzlich zum Regen giesst und diese "veredelten" Pflanzen quasi süchtig gemacht werden.
Außerdem schwächt eine nicht naturnahe Bewirtschaftung auch die Wildpflanzen, da ein Zusammenspiel verschiedener Wildpflanzen besser ist als Monokultur indem sich eine Vielfalt an Pflanzen gegenseitig unterstützt. Die Bedeutung eines "Mikroklimas" sollte man auch berücksichtigen, dass z.B. Steine in der Nähe der Pflanzen Wärme speichern, diese nach und nach abgeben und an jenen Stellen auch Pflanzen gedeihen die z.B. auf dem geackterten Flachland wo es keinen Windfang gibt diese nicht gedeihen. Für eine Vielfalt der Bewirtschaftung und Ertragssicherheit sind eben solche geologischen Vorteile wichtig, die aber in einer Flachlandbewirtschaftung nicht zum tragen kommen können.

Zwischenruf !

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1) - @gierde zerstört:
= Erfreulich intelligente Beiträge

2) - @Zeitungsjunge:
= Der Hinweis von '@gierde zerstört' auf Contergan ist m.E. intellektuell korrekt als Anregung zum Nachdenken, wohin politisch/wirtschaftlich motivierte und leichtfertige Freigaben von angeblich nützlichen Produkten führen können...

3) - @t_gilde:
= Richtig, das Urteil des EuGH ändert nichts an der in Europa bestehenden Praxis für Anbau, Herstellung und Vermarktung gentechnologisch manipulierter Lebensmittel. Aber Ihre Position bleibt unklar - sind Sie für oder gegen die Durchsetzung 'amerikanischer Verhältnisse' in Europa?

PS: Pardon, werte/r @gierde zerstört, wenn ich mir hier erlaubte, in Ihren Disput einzugreifen.

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