Schuldenkrise: Forscher fordern Zwangsabgabe von Reichen

11. Juli 2012 - 13:25 Uhr

Eine Zwangsabgabe für Reiche zur Bewältigung der Wirtschaftskrise hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) vorgeschlagen. Die reichsten acht Prozent der deutschen Bevölkerung könnten mit einer Zwangsanleihe die hohen Staatschulden finanzieren oder eine "Reichensteuer" zahlen.

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Kommentare

sehr gute Idee

Ja, ganz tolle Idee: Deutsche Millionäre kommen für die Schulden anderer Länder auf, weil deren Millionäre ihr Geld in Sicherheit gebracht haben.
Wem Millionäre per Definition unsympatisch sind, dem mag dieser Vorschlag vielleicht gefallen...

Dieser Satz....

..."Bundesregierung sieht keinen Bedarf"... bringt die Unverfrorenheit auf den Punkt. Gerechtigkeit und Moral geht flöten, weicht dem Geld und der Gier.

Ich bin die bürgerliche Mitte, ich zahle gern Steuern, ich helfe mit meinen Steuern gerne dass es Kindern und sozialschwachen besser geht, dass Menschen geholfen wird, die nichts für ihr Elend können.

Die Vermögenden (alles größer 10 Millionen) sollten sowas von zur Kasse gebeten werden. Allmählich wünschte ich mir schon eine Zwangsenteignung auf alles größer 20 Millionen.
Steuersparmodelle, Abschreibungsmodelle und all diese kriminelle Steuerhinterziehung kommt doch nur den wirklich Vermögenden zu Gute. Schluss damit! Macht endlich Schluss damit!

Nicht immer nur die Ausgabenseite (Bildung, Erziehung etc.) kürzen, nein auch die Einnahmenseite erhöhen!!!

Die Politiker Deutschlands driften unser Land in immer kälteres Gewässer, bald explodiert auch in Deutschland der soziale Frieden wenn es so weitergeht!

Nonsens Hoch2

"Die Einbeziehung reicher Bundesbürger könne Deutschland helfen, die Schuldenquote "ein deutliches Stück näher" an die Maastricht-Grenze von 60 Prozent des Bruttoinlandsproduktes zu führen, heißt es in der Studie"

Was soll denn der Quatsch? Wenn der Staat es denn verzinst zurückzahlt ist es doch keine Schuldenminderung, sondern eine Schuldenvertuschung! Wer denkt sich nur so einen Nonsens aus??? Forscher???

Keine Rückgabe! Dann macht es Sinn!
Ja ich mache gerne mit! Wenn jeder Bundesbürger einmalig 10% seines westlichen Besitzes zum Wohle der Allgemeinheit abgibt, bin ich mit Freuden dabei!

Ist doch klar

dass die Bundesregierung da keinen Handlungsbedarf sieht. Schliesslich dürften die meisten Politiker deutlisch über 250.000 Euro besitzen und man kann doch nicht von den armen Leuten Geld verlangen..

Das geht doch gar nicht..

Das da die Regierung keinen

Das da die Regierung keinen Bedarf sieht ist mir klar,handelt es sich hier doch genau um ihre Wählerschaft.
Also wenn ich das richtig gelesen habe besitzen 8 % in D soviel Geld ,das bei einer 10% Vermögens-Steuer 230 Milliarden zusammenkommen?
Das heisst doch dann das diese 8 % 2300 Milliarden besitzen?
Komisch,entspricht wohl ziemlich genau der Staatsverschuldung.
Wenn man jetzt böse denkt könnte man auf die Idee kommen,das gar nicht die H4ler,Niedriglöhner,arme Rentner... für die Staatsverschuldung verantwortlich sind.(Sarkasmus)

Forscher mit Linker Position???

Wenn Forscher eine bislang "Linke" Position vertreten, sollte man das nicht mit ein paar Sätzen eines Pressesprechers abtun und sich damit beschäftigen.

zitat
"Das deutsche Haushaltssystem sei erfolgreich. Die Frage nach einer Zwangsabgabe sei eher in anderen Ländern interessant, in denen Steueraufkommen und Privatvermögen in einem Missverhältnis stünden, sagte Kotte."
--> Die Frage ist, wie man Missverhältnis definiert. In den letzten Jahren wurde immer in den Sozialbereichen eingespart. Was wurde in dieser Zeit bei "wirklich" hohen Einkommen eingespart?

Die Angstmache, dass dann Vermögen abwandert, halte ich für puren Aktionismus. Es geht um Vermögen, das in Deutschland erwirtschaftet wird. Das würde nicht einfach so abwandern.

In den USA wurde in den 30iger Jahren von Konservativen eine Reichensteuer eingeführt, um die Wirtschaftskrise zu bewältigen. Die USA ist dadurch kein armes Land geworden.

SOWAS...!!!

...muss man von der Öffentlichkeit unbemerkt innerhalb von einer Minute bei einer WM durchs Parlament boxen damit die Reichen keine Zeit mehr haben ihren Zaster ins Ausland zu schaffen!

Einmalabgaben

Einmal-Abgaben loesen keine Probleme von 20 Jahren Misswirtschaft. Wenn ein Land nicht haushalten kann, dann wird auch eine einmalige Finanzspritze nicht helfen. Das sehen wir doch gerade in Griechenland.

Nicht mit der FDP/CDU

Vermögenssteuer wird es unter dieser Regierung nicht geben, da bin ich mir sehr sicher.
Sofern nicht etwas überraschend positives passiert wrrde ich 2013 Linke wählen.
Die scheinen die einzigen zu sein, die keinen Bock auf diesen Schuldenirrsinn zu haben scheinen.
Banken verstaatlichen und aus dem Spekulations und Leistungslosen Mega-Money Bullshit aussteigen.
Es gibt eh keine Transaktionssteuer etc, keine Reichen steuer also profitieren wir nicht davon...wozu also weiter betreiben ?

Reichensteuer

Wieso nicht gleich so? Ich habe schon vor einem Jahr einen ähnlichen Vorschlag in einer Politsendung gesehen und diese Idee ist nicht neu. Aber es wird einfach nicht in die Realität umgesetzt. Weiß der Geier wieso! Wohl weil die Reichen auf unsere Politiker zu viel Einfluss haben und Lobbyisten Ideen wie diese zerreden und schlecht machen.
Viele Menschen haben so viel Geld, dass sie es nie in ihrem Leben ausgeben können. Und wenn sie in diesem Land mit unserem Wirtschaftssystem reich geworden sind, dann können sie diesem Land auch etwas zurück geben. Denn ohne dieses Land wären sie nie dort angekommen, wo sie jetzt sind!

Endlich mal ein vernünftiger Vorschlag ...

... selbst bei einer moderaten Abgabe liesse sich in von den Gewinnern der Finanzkrise genug Geld auftreiben, um die europäische Situation zu normalisieren - ohne dass die Reichen Armut befürchten müssten.

Warum sollte man das "Zwangsabgabe" nennen?

Das wäre eine ganz normale Steuer!

Steuern sind IMMER Zwangsabgaben - da deren ABgabe notfalls erzwungen wird.

Hier liegt ja auch das Problem - man erhebt die Steuern für Reiche nicht oder wenn ja, treibt man sie nicht ein!

Lieber sieht man zu, wie über die Zinsen Reiche immer Reicher werden, während die Bürger der EU nach und nach verarmen ...

Wieso sollten einem

Wieso sollten einem Millionäre unsympatisch sein, nur weil man eine Reichensteuer einführen möchte? Sie haben immerhin etwas geschafft und mit unserem Wirtschaftssystem und in diesem Land Vermögen angehäuft. Sie sollen auch nicht ihren gesamten Reichtum an Millionäre in anderen EU-Ländern verschenken. Sie sollen ihren Teil dazu beitragen und etwas zurück geben. Immerhin sind sie in diesem Wirtschaftssystem so reich geworden, während andere viel verloren haben. Jetzt sollen sie etwas zurückgeben!

@ Salvation

Mir geht es genauso - aber den vielen Menschen ist das Gefühl abhanden gekommen, dass eine Gesellschaft nicht allzu viele soziale Ungleichheiten vertragen kann.

Finde ich gut. Jeder mit

Finde ich gut. Jeder mit Eigentum, egal ob bezahlt oder noch abbezahlt, sollte zum Gemeinwohl etwas beitragen. Da ich kein Vermögen besitze kann ich leider nicht helfen. Stolz kann aber der sein, der helfen kann. Eure 10% werden uns helfen Europa ein grosses Stück nach vorne zu bringen.

Korrektur

Ich meinte natürlich den weltlichen Besitz :)!

Nun ja, was heißt kein armes

Nun ja, was heißt kein armes Land geworden. Ein Großteil der Amerikaner lebt in Armut, hat keine oder nur eine schlechte Krankenversicherung und die Reichen werden immer reicher.
Schon mal in South Central oder Watts (LA) gewesen? Das ist wirklich Armut und geschieht in einem Land, dass sich selbst als Industrienation versteht.

Im Grundgesetz ist fest

Im Grundgesetz ist fest verankert, dass so eine Abgabe jederzeit möglich ist.

es ist ein Witz,

eigentlich eher eine Frechheit, von CDU und FDP, die Wohlhabenden immer noch zu schützen! DENEN reichlich Möglichkeiten zur Absicherung des Vermögens zu geben (Steuern/Schweiz z.B.), aber den Großteil der Bevölkerung, den einfachen Arbeitnehmer, immer wieder aufs Neue zu schröpfen.

Den Reichen stören höhere Sozialabgaben, immer mehr Eigenanteil für weniger Leistung, hohe Lebensmittel-, Strom-,Miet-, Spritkosten etc. nicht

Zwangsabgabe liest sich schrecklich, jedoch ein paar % aufs Vermögen für das Gemeinwohl, damit kann jeder Reiche sicher leben.

Wahrheit ist doch: die Armut nimmt zu, die Leute können bei Dumpinglöhnen nicht mehr vom Gehalt leben, Sparguthaben werden angeknabbert...und die CDU und FDP schützt die Bonzen und Unternehmer, die durch geringe Löhne noch von der Not der Menschen profitieren, gezwungen werden Billigjobs anzunehmen.
Danke schwarzgelbe Regierung, danke Merkel.

Fragt sich freilich, was

Fragt sich freilich, was gewonnen ist, wenn einmalig die Schulden in D etwas runtergehen. Und Zwangsanleihen sind zumindest in D eher unsinnig, wo sich doch unser Staat momentan von den ach so rationalen und effektiven Märkten Geld für quasi 0% (kurzfristig sogar für negativen Zins) leihen kann.

Die Grenze von 250000 zeigt auch eine Haltung, die bedenklich ist. Wer in München also ein Leben lang hart gearbeitet hat und für sein Häuschen oder Eigentumswohnung auf Urlaub und sonstigen Unsinnskonsum verzichtet hat und dabei noch rund die Hälfte des Arbeitseinkommens in Form von Steuern und Sozialabgaben an die weitergereicht hat, die (aus welchen Gründen auch immer) nicht gearbeitet haben, der ist jetzt natürlich reich und hat gefälligst ordentlich von der Substanz abzugeben. Der sozialistische Schuldentretmühlenkreislauf muss schließlich um jeden Preis weitergehen.....

"keinerlei Probleme" im Land ?

Soso, die Bundesregierung meint also, das Land habe "keinerlei Probleme"?

Dabei kann sich jeder an fünf Fingern abzählen, daß alle umlagefinanzierten Systeme demnächst kollabieren.
Es ist auch noch kein einziger Euro an Schulden abgebaut worden.

Natürlich ist ein Schuldenabbau in diesem System vollkommen illusorisch, aber trotzdem wird es immer wieder als Ziel, auch von der Bundesregierung erwähnt.
Wer das Geld nicht dort abholen will, wo es sich zuhauf tummelt, muss sich klarmachen, daß man 2 Bio Euro nicht durch eine Erhöhung der Mehrwertsteuer oder über höhere Arbeitssteuern abbauen kann.

Selbstverständlich sind Zwangsabgaben oder ähnliches unumgänglich, wenn ein Staat seine Schulden abbauen will.

Und genauso selbstverständlich wird das natürlich nicht passieren, denn die Anhäufung exorbitanter privater Vermögen ist ja kein Zufall, sondern Absicht und harte Lobbyarbeit gewesen.
Und diese Lobby gibt es immer noch.

Aber schön, daß wenigsten eine Lösung aufgezeigt wurde.

Was für ein Unsinn!

Die ganze Misere ist doch nur dadurch entstanden, daß die Politiker immer darauf gesetzt haben, beliebig Steuern einziehen zu können und im Vorgriff auf zu erwartende Steuern das Geld schon mal sinnlos verprasst haben.

Wenn man den Politikern solche Verschwendung abgewöhnen will, dann geht es nur mit einer Abgabe, die die Masse der Bevölkerung trifft und sich über die Wahlen auf zukünftige Regierungen auswirkt.

Wenn also, dann muß man von allein Einwohnern der hochverschuldeten Staaten einen Beitrag zur Schuldentilgung einfordern, nicht von den Deutschen.

Eine jährliche Zwangsabgabe aller (!) Bürger von 1000€ der Pleitestaaten würde diese Staaten ein gutes Stück weiter auf dem Weg zur Konsolidierung führen, und persönliche Betroffenheit erzielen.

Wenn nur wieder "die Reichen" zahlen müssten, dann würden die Politiker munter so weiter wurschteln!

Es gibt eben auch

Kommunisten unter den Wirtschaftforschern.

Was diese allerdings unter "reich" verstehen, kann ich nicht nachvollziehen. Angeblich handelt es sich doch nur um die oberen 8%, die man teilenteignen will.

"Das Institut geht bei seiner Rechnung davon aus, dass nur Vermögen von mehr aus 250.000 Euro (bei Ehepaaren 500.000 Euro) herangezogen würden."

Das betrifft also jeden, der ein abbezahltes Haus besitzt, wie meinen Vater z.B. Wenn er sein Haus behalten wollte, müsste er grob geschätzt 50T Euro selbst von der Bank leihen und den Kredit dann von seiner Rente abbezahlen.

Aber Hauptsache immer feste drauf, auf die "Reichen".

Mit 250.000 Euro Vermögen

Mit 250.000 Euro Vermögen bist du nicht reich...

Na prima. Anschliessend haben

Na prima.
Anschliessend haben wir genug Luft, um den ESM zu finanzieren.

Wer darf einen solchern Unsinn in die Öffentlichkeit bringen und bekommt dafür auch noch Geld?

Im Gegenteil, wir müssen mehr Volksvermögen in private Hände bringen (s. GR, I und ES) und die Steuern müssen runter, damit wir auch einen Hilfsantrag stellen können.
Jeder zusätzliche EURO, den dieser Staat in die Hand kriegt, wird nach Brüssel wandern.

War da nicht mal sogar unter Kohl...

...eine sogenannte "Vermögenssteuer"? Warum wurde sie abgeschafft, und warum solle sie nicht zeitlich befristet wieder eingeführt werde. Bitte ein einziges legitimes Argument, warum dem nicht sein soll?

Mit 250.000-500.000€ soll man reich sein?

Dann wären die meisten Hausbesitzer bereits reich.

Was passiert hier?

Nachdem die Mittelschicht so gut wie ausgelöscht wurde, wird jetzt auch die obere Mittelschicht zur Umverteilung nach oben gezwungen.

Wer bekommt das Geld? Die obersten 0,001%, genannt 'die Märkte', streichen es ein. Denn dahin gehen Steuern, ob direkt oder indirekt. Ja, das wird sicher unsere Probleme lösen!

Was wir brauchen ist ein Finanzsystem, das nicht wie das unsere die Gesellschaft auseinandertreibt, sondern eines, das die Gesellschaft zusammenführt. Die Geschichte ist voll von Erfolgsbeispielen.

Was wir nicht brauchen, sind Armut und Ultra-Reichtum.
Menschen sollten im 21. Jh. ein Recht auf Freiheit von Existenzängsten haben. Und ja, die 'normal' Wohlhabenden/Reichen sind oft unverzichtbare Leistungsträger, auf die wir nicht verzichten wollen.
Die ultrareichen und somit ultramächtigen Eliten aber sind unser Verderben.

Ideen-Reichtum ist gefragt

Es ist bedenklich, wenn man Reichtum an und für sich schon für etwas Bestrafenswertes hält. Wohlstand ist eine Sache der Relation und es besagt auch nicht, wie der Wohlstand zustande gekommen ist. Jedem Wohlhabenden zu unterstellen, dass er sein Vermögen ohnehin unrechtmäßig erworben hat, grundsätzlich die Steuer betrügt und alleine aus diesen Gründen bereits mit einer Zwangsenteignung "rechnen" müsste - so eine törrichte Idee kann doch nur aus dem Narrenhaus kommen! Für Menschen der Dritten Welt ist so ziemlich jeder Europäer als wohlhabend anzusehen. Was hielten wir wohl bspw. von der Idee, wenn aus solchen Ländern mit den gleichen Argumenten Forderungen zur Enteignung von Europäern laut würden?
Das Problem ist ein anderes: Die jeweiligen Regierungen müssen endlich mal lernen, nicht mehr als das vorhandene Geld auszugeben. Und der Bürger muss bei Zuwiderhandlung die entsprechende Quittung geben. Umverteilungen sind kein Allheilmittel.

Der Zeitpunkt ist gekommen...

... an dem ich anfange, mir ernsthafte Sorgen zu machen: Wenn in der politischen Debatte etwas von den "Reichen" finanziert werden soll, ist das erfahrungsgemäß ein sicheres Zeichen dafür, dass es unbezahlbar ist!

Natürlich hat so eine Belastung der "Reichen" unglaubliche Vorteilen: Sie ist unbestreitbar "gerecht", Reiche können sich definitionsgemäß alles leisten und niemand fühlt sich betroffen, weil wir ein Volk der kleinen Leute sind - jedenfalls behaupten selbst Millionäre von sich, welche zu sein.

Aber bevor hier allzu großer Jubel ausbricht: Bitte mal in den Unterlagen nachsehen, was das eigene Häuschen wert ist - 250.000 Euro sind da schnell erreicht. Und daran denken, das Immobilienvermögen ggf. schnell zu versilbern, damit genug Bargeld für die Zahlung vorhanden ist. Wenn das erst alle gleichzeitig tun, gibt's nämlich eine lustige kleine Immobilienblase. Und deutsche Unternehmen dürften bald auch massenhaft zum Verkauf stehen, es sein denn, der Staat nimmt auch Aktien...

ähm.. ja!

"Die Bundesregierung sieht in dem Vorschlag des DIW kein Modell für Deutschland. Das Land sei ganz solide aufgestellt und habe derzeit "keinerlei Probleme" mit dem Steueraufkommen, sagte Martin Kotthaus, Sprecher des Finanzministeriums. Das deutsche Haushaltssystem sei erfolgreich. Die Frage nach einer Zwangsabgabe sei eher in anderen Ländern interessant, in denen Steueraufkommen und Privatvermögen in einem Missverhältnis stünden, sagte Kotte."

So ein Bullshit, wir haben "keinerlei Probleme" mit dem Steueraufkommen???

Wir haben über 2 Billonen € Schulden und die Steuereinnahmen betragen gerade mal 555 Millarden €.

Bevor ein Unternehmen mit 2 Millarden € Schulden nur einem Umsatz von rund 555 Millonen machen würde, wäre es längst Insolvent.

Aber bei den Pleitestaaten (USA,GB,D,GR,etc.) gelten natürlich ganz andere Regeln schließlich schützen Sie ja unser wünderschönes System mit den Zockerbanken (Millardengewinne), den millardenfachen Hungerlöhnen und der Ausbeutung der Erde!!!!!!

Zwangsabgabe

Ich gehöre leider nicht dazu, bin aber gegen jede Zwangsabgabe, da nehme ich doch die Reichen in Schutz. In Deutschland ist diese Diskussion eh müßig, da sie niemand umsetzen würde außer den Linken. Man sollte auch schätzen, daß viele große Vermögen nicht unerhebliche soziale Komponenten haben, sei es Arbeitsplätze oder Spenden usw. Um den Beamten ihre jetzigen und zukünftigen Pensionen zu sichern, fällt unserem Staat schon noch etwas ein. Aber lasst die Reichen leben, damit wir auch leben können.

Eigentum verpflichtet

Als einmalige Abgabe ist das Blödsinn.
Als vorübergehende Steuer (wie der Soli) wäre das gerechter.
Der Soli ist ja auch nur ein Provisorium, das unsprünglich von beschränkter Dauer war. Dieser wird auch nicht mehr ganz legal erhoben.

Aber wo ich hier grad beim Stichwort "legal" bin, zitiere ich wieder mal das Grundgesetz Artikel 14 Absatz 2:

"Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen."

Kein Grund sich zu freuen....

Ich bin nicht reich und daher wäre ich wohl von dieser Maßnahme nicht betroffen (soweit zu meiner selbsterklärten Unbefangenheit).

Dies wäre grober Unfug. Freilich nicht recht viel schlimmer als das was in der BRD sonst so passiert, aber dennoch falsch.

Diese Abgabe löst kein Problem; Es doktort wie üblich nur an Symptomen rum. Eine derartige Enteignung ist unabhängig vom Wohlstand der Betroffenen nicht akzeptabel!

die "Reichen"

Welche "Reichen" sollen das sein?
Die Minderheit, die ihr Einkommen ehrlich versteuert?
Oder die Mehrheit, die nur einen Teil ihrer Einnahmen angibt und lieber Schmiergelder statt Steuern zahlt, und Staaten wie Griechenland dadurch in den Ruin getrieben hat?

Nachtrag

Gälte diese Zwangsabgabe auch für 'juristische' Personen? Dann bin ich mal gespannt, was die ganzen Großkonzerne und Geschäftsbanken dazu sagen.

Oder beträfe das dann doch nur der Oma ihr klein Häuschen oder Herrn Maier, der sich fürs Alter ein paar Groschen bei Seite gelegt hat?

Man erkenne den großen Fehler in diesem populistischen Vorschlag: Das Geld wird in den Händen unserer Gläubiger landen. Die unteren 99,999% sind anschließend in Armut vereint, und die oberen 0,001% sitzen mit totalem Besitz und totaler Macht fest im Sattel. Und das soll eine Lösung sein?

Wir 99,999% sollten uns nicht gegeneinander aufbringen lassen. Halten wir zusammen, dann kriegen wir praktisch jedes Problem gelöst. Wenn nicht, dann gehen wir zusammen unter.

Die Regierung von CDU und FDP

Die Regierung von CDU und FDP sieht also keinen Handlungsbedarf... da musste ich doch leicht grinsen: Man sollte nicht die Frösche fragen, wenn man den Teich austrocknen will!
"Das Land sei ganz solide aufgestellt!" - Mit einem Drittel der Beschäftigten, die für Kost und Logis arbeiten, wie einst die Heloten in Griechenland? Mit vom Staat bezuschussten Löhnen, damit diese zum Leben reichen? Mit einem unterfinanzierten Bildungssystem, bankrotten Kommunen und wachsender (Kinder-)Armut und schrumpfender Fürsorge? Und steigenden Staatsschulden?
Diese Aussage ist eine absolute Dumm- oder Frechheit!!!

Mit solchen Maßnahmen hat Roosevelt in den Dreißigern die Finanzkrise in den USA sehr erfolgreich bewältigt.

@JonasundderWal:
Ganz recht, der Begriff "Zwangsabgabe" ist bereits sprachliche Manipulation - genau wie der Begriff "Transaktionssteuer" sprachlich die Tatsache verschleiert, dass es schlicht um eine bisher nicht vorhandene Umsatzbesteuerung geht, der jeder Mittelständler unterliegt

Wer viel Geld hat scheint

Wer viel Geld hat scheint manch einem hier fast schon als Staatsfeind zu gelten.
Eine Abgabe wie im Artikel gefordert wäre keine Steuer, sondern ein Riesenblödsinn.
Abgesehen davon, dass wir in Deutschland einen mit dem Einkommen steigenden Steuersatz haben(den ich wohlgemerkt mit Eifer verteidige und der gerne noch in geringem Umfang erhöht werden könnte), sollte man mal bedenken wen diese Scheinrechnung betrifft.
250 000€ Vermögen? Welches Vermögen? Bargeld, Aktien, Anleihen, Immobilien, Firmenbeteiligungen? Erklären Sie doch bitte mal jemandem der sich als Altersvorsorge ein Haus kauft und es abbezahlt, dass er jetzt mal eben einen Haufen Kapital flüssig machen muss nur um die freie Kontrolle über sein Geld zu verlieren und eine Zwangsanleihe aufzunehmen.
In meinen Augen ein ziemlich närrischer und populistischer Vorschlag, aber Meinungen sind immer subjektiv und temporär, vielleicht kann mich ja jemand überzeugen.

1000€ Zwangabgabe für alle?

Super Idee auch für die Menschen die unter 10.000 € im Jahr verdienen!
Auch wenn Sie es nicht begreifen wollen, es gibt tatsächlich Armut in der EU!

Es wirkt!

Ist es eigentlich schon jemandem aufgefallen, dass diese "Neiddebatte" von denen immer wieder ins Spiel gebracht wird, die diese enormen Vermögen angehäuft haben. Und selbst der "kleine Mann" stösst in deren Horn. Wenn man den 8% Reichsten 10% von deren Reichtum nimmt, um die Staatsfinanzen in Ordnung zu bringen, kann ich daran nichts Verwerfliches entdecken. Aber unsere Politiker kürzen lieber bei den Durchschnittsverdienern und Armen, statt diesen naheliegenden Weg zu gehen. Zumal diese auch noch an der Krise kräftig mitverdienen.

Wenn laut Bundesfinanzministerium kein Bedarf besteht - was noch zu beweisen wäre - stellt sich doch auch die Frage, warum die Bundesregierung trotz so hervorragender Konjunktur keinen ausgeglichenen Haushalt hinbekommt.

Liebe Frau Merkel, machen sie Politik für die, die sie gewählt haben und nicht für die, die sie bezahlen.

@14:17 — redhouses

"Jeder, der Geld auf der hohen Kante hat, hat es schon längst versteuert."

Wenns mal nur um Geld gehen würde. Hier gehts aber um das Gesamtvermögen als Bemessungsgrundlage. D.h., wer sein vermögen behalten will, muss sich von der Bank Geld leihen, um die Abgabe bezahlen zu können.

Immerhin ist das Thema jetzt mal da

Das ist vielleicht der Hauptnutzen des Vorschlags: dass eine namhafte Institution das Thema mal auf die Tagesordnung gesetzt hat. Jetzt können sich alle daran abarbeiten - am Ende kommt es ohnehin so. Jeder, der ein bisschen über das Tagesgeschäft hinausdenkt, kommt irgendwann von selbst darauf.

Je schneller, umso geringer ist der Schaden.

Gebt den Politikern keinen Cent freiwillig!

Zu Beginn der Großen Koalition 2005 hat sich F. Müntefering vor die Kamera gestellt und getönt: "Politik braucht Gestaltungsspielraum!" Und dann wurde die MWSt um drei Prozent erhöht. Hat man damit irgendwas positives angestellt? Nein. Diese 20 Milliarden sind einfach versumpft. Ergo: wir haben kein Einnahmen-, sondern ein Ausgabenproblem. Egal, wieviel Geld man den Politikern gibt, sie werden es z. gr. T. verschwenden. Also muß man die Einnahmen knapp halten! Davon unbelassen kann man ja immer noch Vermögende gegenüber anderen Mitbürgern stärker belasten. Wenn allerdings 250/500 k€ das Limit sein sollen, muß man Wege finden, die dann auch berücksichtigen, daß ein Haus in Nord-/Ostdeutschland nun mal wesentlich weniger kostet als z.B. in München und auch den Leuten im Süden ähnliche Voraussetzungen zum Leben lassen.

@14:38 — emily b

"Diese Idee gibt es bereits seit Jahren von der Linkspartei."

Ist mir klar. Men nennt diese Idee Kommunismus.

Wortwahl

Wieso wird sowas "Zwangsabgabe" tituliert? Soll das absichtlich negativ klingen? Alle anderen Steuern werden doch auch nicht "Zwangsabgaben" genannt.

Das ist seit Jahren die Forderung der Linken!


Diese Meldung bzw. die Forderung ist ein Plagiat (Diebstahl geistigen Eigentums).

Bis auf Punkt und Komma steht das exakt so im Parteiprogramm der Linken.

Die hübsche Sahra Wagenknecht, fordert das auf allen Veranstaltungen.


Bei dieser Gelegenheit zur Erinnerung:

Noch vor 2 Jahren wurde Frau Wagenknecht als unbelehrbare Kommunistin verteufelt - heute, da sie auch stellvertretende Parteivorsitzende ist, reißen sich die Talkshows um sie.

wenn ESM etc vom Steuerzahler

finanziert werden müssen, dann müssen auch ALLE und GLEICHERMASSEN und im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Kopf dafür hinhalten. Dass das niemand freiwillig tun wird, ist doch klar. Aber gerade deshalb muss das als Zwang kommen, so wie im Mittelalter und wann auch immer klamme Könige sich haben alimentieren lassen.

Und wichtig sei in dem Zusammenhang auch zu bemerken, dass die Höchstverdiener und Vermögende i.d.R. Möglichkeiten haben sogar nahezu legal bei 0,-€ steuerlich taxiert zu werden, weil sie einfach die Möglichkeiten dazu haben. Wohingegen der sog. Mittelstand diese Gesellschaft brav trägt und garkeine Reserven mehr hat irgendwo Steuern zu sparen durch Steuer-minimierende Investitionen. Dieses Ungleichgewicht muss aufgebrochen werden, sei es durch so eine Einmal-Pauschale (nicht zurückzahlbar bitte!!) oder durch gerechte Steuersysteme OHNE findige Abschreibungsmöglichkeiten.

DIW: Empfehlung korrekt wiedergegeben?

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) empfiehlt zur Lösung der europäischen Schuldenkrise eine Zwangsabgabe für reiche Bundesbürger.

Ist die Empfehlung des DIW korrekt wiedergegeben?
Falls ja, muss man das komplett ablehnen, denn warum sollen nur reiche Bürger aus Deutschland für die europäischen Schulden aufkommen? Das ist ja mehr als ungerecht. Wenn, dann sollte die Empfehlung lauten, dass alle reichen EU-Bürger für die europäischen Schulden aufkommen, also auch superreiche Bürger in Griechenland, superreiche Bürger in Spanien, superreiche Bürger in Italienen etc.

Heilige Kuh wird geschlachtet?

mit maßlosem Erstaunen nehme ich zur Kenntnis, daß eine heilige Kuh geschlachtet werden soll.

Aber das ist ansich nich tneu. Eine Abgabe, ähnlich wie es ja mit dem Soli ist, aber diesmal dür diejenigen, die es sich leisten können, und/oder eine EInmalabgabe in % des Vermögens, würde Deutschland - ja ganz Europa - mit einem Schlag sanieren.

16% Vermögensabgabe einmalig - alle Euro-Staaten wären schuldenfrei.

Rechtsstaatlichkeit nicht vergessen!

Ich halte die Idee vom DIW, sollte es tatsächlich so gemeint sein, wie hier geschildert, für schlecht.

Zum einen muss ein Rechtsstaat gerecht sein. Auch mit seinen reichen Bürgern. Solidarität der Starken mit den Schwachen ist eine gute Sache, Willkür aber nicht!

Zweitens lässt sich jede beliebe Summe verschwenden. Der Staat muss lernen damit auszukommen, was es als Einnahmen hat. Was grundsätzlich für jede Familie, Single oder Unternehmen gilt, muss auch für den Staat gelten!

250000 und REICH???

Mannomann, bei den ersten Kommentaren dachte ich noch was ist denn hier los, aber die späteren Kommentatoren haben es dann doch noch gemerkt.

Mit 250000 ist im Prinzip JEDER Eigenheimbesitzer betroffen, denn da sind ja nicht nur das Haus, sondern auch noch Einrichtung, Auto, etc. die zum Reichtum dazugezählt werden.

Ich würde mich schön bedanken, wenn ich 30 Jahre lang hohe Zinsen für mein Eigenheim bezahlt hätte und es dann verkaufen müsste weil ich die 50000 EUR leider gerade nicht Cash da habe. Erstattet mir der Staat dann die damals gezahlten Schuldzinsen?

Nicht genug, dass ohnehin schon Grundsteuern kassiert werden (die zahlen Mieter übrigens auch)...

Die Reichen sind nur reich weil es uns Arme gibt

Man hört manchmal, die 10% Spitzenverdiener würden für 53 % der Einnahmen schon JETZT aufkommen.

Das ist blanke Augenwischerei -

Wenn zB 1000 Leute jeweils 500 Euro verdienen,
beträgt das Steueraufkommen bei 1 % Abgaben je Person 50 Euro und insgesamt 25.000 Euro.

Wenn ein Mensch 100.000 Euro verdient. Bei 1% Abgabe würde er 1000 Euro zahlen.
Wenn er einen höheren Satz hat wie 2% von mir aus 2.000 Euro.
Wenn man das mal tausend rechnet sind das 200.000 Euro an Steuern.

So hört sich nach viel Unterschied an. Aber das ist ja nur (!) die Menge des Vermögens , die man zugrundelegt.

Der einzelne Reiche hat von 100.000 Euro 2000 Euro abgedrückt, und mit 98.000 Euro immer noch genug. Und das kann man auch mit 50% machen und er hat immer noch genug.

Während ein Armer sich dabei verschulden müsste!
Die Einkommen sind eben falsch verteilt. Deshalb sieht das - im Augenschein - ungerecht aus, aber es ist von Anfang an UNGERECHT eingerichtet!!!

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