Kommentare

Nonsens

Interessiert mich Null, dass die Teurungsrate bei Bekleidung und (?) Schuhe niedrig ist. Wieso rechnet man das den mit der Teurungsrate für Lebensmittel gegenüber? Ich kaufe vielleicht 1-2 Kleidungsstücke im Monat aber muss jeden Tag essen! Und da tun mir die 3,6% weh!

Ernährungsumstellung?

Dann stell ich meine Ernährung eben auf Baumwolle, Polyester und co. in Heizöl frittiert um. Schuhsohlensteak gabs ja schon in der Schulkantine.

Gruss

Gott sei dank wird es im Juli

Gott sei dank wird es im Juli unter anderem dank Abzockerpreisen an der Tankstelle und Ferien ja wieder eine Steigerung geben!

Schlechter Scherz

Also die Berechnung der Inflationsrate geht an der Realität vorbei. Aber mit Statistik kann man ja alles beweisen, und bei Bedarf das Gegenteil gleich dazu.

@ BlueFalcon

Zitat: "Also die Berechnung der Inflationsrate geht an der Realität vorbei. Aber mit Statistik kann man ja alles beweisen, und bei Bedarf das Gegenteil gleich dazu."

Damit haben Sie wohl recht:

Ich fahre kein Auto und ich kaufe mir nur gelegentlich mal Klamotten, damit ich nicht nackt rumlaufen muss. Aber essen und trinken muss ich jeden Tag...

auch wenns ne statistik ist...

letztes Jahr kam ich mit 200€ für Lebensmittel gut aus, jetzt brauche ich mehr Geld dafür, wenn ich mich weiterhin "ausgewogen und gesund" ernähren will... Teuer werden die Dinge auf jeden Fall, das wäre aber kein Problem, wenn die Löhne und staatlichen Bezüge wie Bafög, ALG und Renten an die Inflationsraten angepasst würden. Werden sie aber nicht, und da liegt das Kernproblem an der Sache.

Gruß, Doomhammer

ein beispiel ....

ein apfelkompott von 79 cent auf 99 cent
sind das 3,6 % ?

was haben wir doch für tolle rechenkünstler :-(

wer bei milchprodukten und gemüse schaut, auch bei den konserven, da sind 20% und mehr die regel. und das wird schön verschwiegen !
also leutz, einfach verhungern - das ist die lösung

warenkorb unbestimmter füllung ?

man sollte mal den inhalt dieses warenkorbes darstellen, dann stellt sich nämlich heraus, dass dies ein witz ist.
die gefühlte und die reale inflationsrate ist sicher deutlich höher!
oder sind das ganze evl. nur nebelkerzen bedeuten

wer weiss eigentlich was da im warenkorb zur berechnung konkret herangezogen wird?

selbst wenn

selbst wenn die preise für lebensmittel in deutschland stark steigen, dann sind sie immer noch zu billig.

man schaue sich nur die preise im rest europas an...

hier im billig billig land ist man gerade bei den den lebensmittelpreisen verwöhnt und an verschwendung und überfluss gewöhnt.

fuer Lebensmittel neben den Wohnkosten und der Energie der groesste Ausgabenposten im Monat. Da tun 3,6 Prozent weh.
Aber so ist das eben mit Statistiken, alles Durchschnittswerte, die mit dem wirklichen Leben oft wenig gemein haben.

@Doomhammer

Ich erfasse seit 4 Jahren unser Ausgabenverhalten und kategorisiere unsere Ausgaben grob (ich gebe zu, dass Toilettenpapier manchmal der Einfachheit wegen als "Ernährung" durchgeht). Es geht mir um einen groben Richtwert. Ich kann nicht feststellen, dass wir deutlich mehr für Lebensmittel ausgeben. Wir essen auch nicht anders. Dass die Ausgaben etwas gestiegen sind, ist ja auch nicht weiter schlimm, schließlich gibt es ja auch mehr Geld.

Die Inflation liegt zwar

Die Inflation liegt zwar niedrig, aber immer noch 1,7 % über meiner Gehaltserhöhung. Und das geht seit der Euroeinführung schon so, und nicht nur mir.

Unsere Politiker müssen sich über eine Skepsis gegenüber Europa nicht wundern. Sie erzählen uns immer wie toll der Euro ist, aber die persönliche Empfindung ist anders. Europa wird nicht wegen der Bankenkriese zerfallen, Europa wird zerfallen, wenn die Bevölkerung nicht in angemessener Form davon profitiert.

# 11. Juli 2012 - 10:05 —

# 11. Juli 2012 - 10:05 — federico

# ein apfelkompott von 79 cent auf 99 cent
# sind das 3,6 % ?

# was haben wir doch für tolle rechenkünstler :-(

was hat den das mit statistik zu tun? man kann keine statistik mit einzelbeispiel bestätigen oder entkräften.

genau da liegt auch das problem. man bemerkt immer nur die waren die teurer werden. die verbilligten waren werden einfach mitgenommen. subjektive eindrücke überwiegen da.

in diesem land wird auf einem phänomenalen nievau gemeckert und gejammert, dass es nicht mehr auszuhalten ist.

Warum glaubt man nach seinen

Warum glaubt man nach seinen Erfahrungen den Destatis-Zahlen nicht? Durich die willkürliche Wichtung der Ausgabenarten.

Bei z.B. 2% mittlerer Preiserhöhung p.A. sind eben stets nur 10,36% davon (0,2072)für Nahrungsmittel im Verbraucherpreisindex drin, Benzin und Heizöl 13,19% (0,2638) usw. s. unten, egal wie die wirkliche Haushaltsbelastung ist.

Was dieses Berechungsart für die Haushaltseinkommen bedeutet, s.u. Demnach zahlen Verbraucher mit 800€ Netto nur 246,40 € Warmmiete plus Strom und leben von 82,84 €.

_____________________________Einkommen
_______________Wichtung__800 €__2.000€___4.000 €
Nahrungsmittel
und alkoholfr.
Getränke________10,36%__82,84€__207,10____414,20 €

Wohnung, Wasser,
Strom, Gas
und so weiter___30,80%__246,40€__616,00__1.232,00€

Gesundheits-
pflege___________4,03%__32,22€___80,54€___161,08€

Verkehr_______13,19%_105,52€__263,80€___527,60€

Nachrichten-
übermittlung_____3,10%__24,80€___62,00€___124,00€

Summe__________61,47%_491,78__1.229,44_2.458,88€

Die Inflationsrate ist doch nur interessant für

Anleger die Zinsen erarbeitet von anderen haben wollen.
Für alle die nur ein Einkommen aus Arbeit oder Sozialleistungen haben, ist das eine zu vernachlässigente Größe, da ist das Nettorealeinkommen wichtiger.
Denn dieses umfasst zu der Preissteigerung auch die Steuern und Abgaben.

Das der Fokus der Politik nur auf der Teurungsrate liegt, ist wohl auch eine der Ursachen unserer heutigen gesellschaftlichen Problematik.

300 000 Einzelpreise werden monatlich erfasst

Grob gesagt:
Zur Bestimmung des Preisanstiegs wird aus 300 000 Einzelpreisen nach dem Kaufverhalten von 60 000 Haushalten ein gewichteter Mittelwert gebildet.

Ausführlich:
https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Preise/Ve...

Wer sich nicht durchschnittlich verhält kann ohne Probleme ganz andere Erfahrung machen. Lügner sind die Statistiker deswegen noch lange nicht!

Inflationsvergleich

Wenn man die Inflation in Deutschland von 1991 bis 2001 mit der Inflation in Deutschland von 2001 bis 2011, vergleicht, kommt man zu diesem Ergebnis:

1991 bis 2001: 22.2%
2001 bis 2011: 19%

Dabei führte die Wiedereingliederung der DDR zu Inflationsraten von 4 bis 5% zwischen 1991 bis 1993.

Davon, wie stark die Währungsunion zur Stabilität der Währung beigetragen hat, kann sich so jeder selbst ein Bild machen.

zitat:

### Seit 2000 über 100% Preissteigerung... Dann vergleicht doch mal die heutigen Euro-Preise mit den damaligen DM-Preisen.

Da findet man nur mit großer Mühe ein Produkt, das nicht mindestens den gleichen nominalen Preis trägt. Nur eben, dass der Euro eigentlich doppelt soviel Wert ist.
###

welch ein mythos... ewig erklärt und nie belegt.

der wird sich bis in alle ewigkeit halten.

Unfug

Wenn ich 1.5% mehr ausgeben muss, muss ich immer noch mehr ausgeben und nicht weniger.

@gemi: Der Euro ist wirklich doppelt so viel wert? Wie was?

Benzinpreise:
DDR 1.50 Mark
BRD 1.50 DM
heute: 1.50 EUR

Man kann die Uhr danach stellen

Sobald die statistische Inflationsrate gemeldet wird, kommen die Besserwisser mit der bauchgefühlten Teuerung zwischen 5 und 50 % daher.

@Demeteru:
"Statistik kann den Einzelfall nicht berücksichtigen sondern arbeitet mit Mittelwerten. Mit gefühlten Daten kann sie gleich gar nichts anfangen."

Sie können das tausendmal erzählen, manche wollen es einfach nicht kapieren.

"Stärker als insgesamt

"Stärker als insgesamt hingegen stiegen die Preise für Lebensmittel: Diese kosteten im Juni 3,6 Prozent mehr als noch vor einem Jahr."

Wenn ich vereinfacht, diese 3,6% als konstant annehme, macht das in knapp 12 Jahren eine Verteuerung um 50% aus.

In Wahrheit sind aber gerade Lebensmittel noch teuerer geworden.
Gerade beim Bäcker hab ich das schnell bemerkt.

Nur als Beispiel:
Einen Berliner (auf berlinerisch: Pfannkuchen) konnte ich für 50 bis 60 Pfennig erstehen. Ab 2002 wurde dieses Gebäck zum Sonderpreis von 1€ angeboten, aber erst beim Kauf von 3 Stück.

Der blanke Hohn!

Übrigens: Benzinpreise berühren mich als ÖPNV-Nutzer und Radfahrer nur sekundär.
Nahrungsmittel interessieren aber JEDEN.

@ 11:19 — Gemi - Einkaufen!

Sie schreiben:
"Hallo Ihr Statistiker! Schon mal Einkaufen gewesen?
Dann vergleicht doch mal die heutigen Euro-Preise mit den damaligen DM-Preisen."

Das hat zum Beispiel Wiso im ZDF im letzten Jahr gemacht.
Fazit:

Sehr viele Produkte des normalen Alltgas sind NICHT teurer geworden.

Zm Beispiel Tempo-Taschentücker, Sprite-Limo, normaler Joghurtbecher, Milch usw....
Es ist immer wieder erstaunlich wie das persönliche Empfinden den Blick für die Realität stört!

@ 12:07 — NonServiam

Sie schreiben:
"Wenn ich vereinfacht, diese 3,6% als konstant annehme, macht das in knapp 12 Jahren eine Verteuerung um 50% aus."

Da liegt dann wohl der Denkfehler, denn genau das war NICHT der Fall.
In den letzten beiden Jahren haben nicht die Lebensmittel sondern vor allem die Energiekosten die Preise getrieben.
Und wenn Sie nicht Auto fahren trifft es Sie trotzdem denn mit den Energiepreisen sind ja nicht nur die Benzinpreise gestiegen (die auch für Busse und Bahnen wirken) sondern auch Strom, Gas usw...

Wie ich schon geschrieben habe wurden bei Vergleichen bei Wiso etc. schon mehrfach bewiesen dass die Preise des normalen Alltags teilweise seit den DM-Zeiten gar nicht gestiegen sind. Zm Beispiel Tempo-Taschentücker, Sprite-Limo, normaler Joghurtbecher, Milch usw....

Einzelbeispiele wie Ihre geliebten Berliner, die ich auch gerne mal esse, taugen nun wirklich nicht zum vergleich der Inflationsrate. Da gehört schin etwas mehr dazu.

Wirklich ein Gejammer auf hohen Niveau!

Ich bin auch nicht begeistert das Lebensmittel teurer wurden. Beim letzten Einkauf deutlich gespürt!

Keiner würde zugeben das auch in den letzten Jahren oder in Vergleich zu DM Zeiten auch vieles günstiger wurde.

Die Teuerung und vor allem der Euro wird hier mit größter Empörung gepflegt. Ja und wie wichtig doch das Essen sei und keinesfalls teurer werden darf.

In den 70er Jahren hatte mal 500g Kaffee 14.99DM gekostet und Fleisch sowie Milchprodukte waren ebenso deutlich teurer.

Heute drücken die Discounter die Preise beim Erzeuger und der Kunde nimmt ohne Kommentar den billigsten Preis in Kauf. Wird es aber mal teurer, welch eine Empörung.

Was ist mit den Standards die viele Leute sich heute Zusätzlich leisten und die viel Geld kosten. Bis vor 20 Jahren war ein PKW pro Haushalt üblich, es wurde einmal im Jahr Urlaub gemacht(Reisen wurde übrigens als billiger) und wie sieht es mit Telekommunikation - Handy usw. aus?

Sparpotential für die Lebensmittel wären genügend vorhanden!

@Bernd1

Ich habe erwähnt, daß Benzinpreise mich sekundär berühren. Ihre Erläuterung bezgl. Transport und Energie sind hier überflüssig und mir durchaus bewusst.

Der Berliner war auch nur ein Beispiel. Die Preissteigerung beim Bäcker betrifft ebenso Brot und Brötchen.
Das liegt aber nicht am Euro allein, sondern an vielen opportunistischen Mit-Dran-Verdienern, die derzeit in beide Richtungen betrogen haben. An die Erzeuger: "Ihr müsst billiger werden, sonst kaufen die Leute das nicht."
Und an die Verbraucher: "Die Erzeugerpreise sind grad so hoch. Ihr versteht doch sicher, daß sich das auf den Endpreis niederschlägt."

Achja... die Energie ... die wird immer teurer, und somit alles andere.
Unsere Nahrung hat ja lange Transportwege hinter sich - wegen der Energiepreise steigen auch die Nahrungspreise.

Und technische Hightech-Geräte werden so billig, weil... ja weil die eben vom anderen Ende der Welt kommt.

@ 10:32 — vanPaten - falsche Auslegung der Wichtung?

Kann es sein dass Sie die Statistik netwas zu starr auslegen? Vor allem starrer und anders als das Bundesamt für Statistik?

Wenn durchschnittlich
10,36% des Einkommen für Nahrungsmittel und alkoholfr. Getränke
sowie
30,80% des Einkommen für Wohnung, Wasser, Strom, Gas usw.

gewichtet wird, dann auch nur bei dem Durchschnittseinkommen!
Auch die Statistiker wissen dass bei Menschen mit geringem Einkommen diese Prozentwete deutlich steigen und bei Menschen mit hohem Einkommen sinken.
Und genau daraufhen werden auch die die Inflationswerte berechnet.
Dass Durchschnittswerte nur für Durchschnttsverdiener zutreffen sollte jedem halbwegs gebildeten Menschen einleuchten.

Genau deshalb, weil die Statistiker dieses berücksichtigen, stimmen ja auch die offiziellen Werte häufig entgegen dem subjektiv empfundenen.

Und wie schon andere geschrben haben sind viele alltäglichen Produkte heute günstiher als vor 15 oder 20 Jahren, wie z. B Kaffee, Milch, Sprite, Mineralwasser usw.

@NonServiam Im Bezug auf Bäckereien noch folgendes...

Es geht nicht allein um gestiegene Preise Rohstoffe und Energiekosten. Letztendlich schießt der Verbraucher sich ins eigene Knie.

Warum sind Bäckereien bzw. Backwaren teurer geworden? Die wenigen noch kleinen und guten Backstuben kämpfen um ihre Existenz. Es müssen Familien und Beschäftigte vom Verkaufserlös leben können.

Discounter, Tankstellen oder Großbäckereien haben andere Wege und Mittel günstige Backwaren anzubieten. Der Kunde nimmt so zum Teil die schlechtere Ware (Teigrohlinge aus dem Ausland/tiefgefroren) in Kauf, weil eben günstiger als aus der Backstube.

Verirrt sich mal ein Kunde in eine kleine Bäckerei, ist man über die Preise überrascht. Das gilt eben auch für andere Betriebe wie Metzgereien, Markthändler usw.

Wenn der Kunde nur günstig kennt, weil man nur zum Discounter geht. Der darf sich doch nicht darüber empören, wenn auch dort die Preise angehoben werden. Da sind es eben auch mal Rohstoff- und Energiekosten die die Preise steigen lassen.

Und was ist mit diesen Preisen?

DM Zeiten:
Spritpreiserhöhungen zwischen 3 - 4 Pfennig Max. (da hat man als Autofahrer schon gemault)

Euro Zeiten:
3 - 4 Cent Min. (oft auch bis zu 5 oder 6 Cent!) Tankstellenunterschiede bis zu 10 Cent!

1 Euro = 1,95583 DM

So, und jetzt kann sich jeder ausrechnen wie die Spritpreiserhöhungen heute wirklich sind.... -.-

HAT ES ZU DM ZEITEN PREISUNTERSCHIEDE VON BIS ZU 20 PFENNIG AN DEN TANKSTELLEN GEGEBEN?????

Vom Gefühl, sich nichts leisten zu können

Das Gefühl, sich immer weniger leisten zu können, liegt m.E. nicht daran, dass die Reallöhne nicht mit der Inflation mithalten. Es ist vielmehr so, dass die Reallöhne nicht mit dem gestiegenen Angebot an Waren und Dienstleistungen, für die man sein Geld ausgeben "muss", mithalten KÖNNEN.

Während z.B. ein Handy Anfang der 90er ein Luxusartikel war, so wird heute der Besitz eines Handys fast schon als Menschenrecht betrachtet. Die Extrakosten für Telefonate, SMS, jetzt auch noch Internet sind fester Bestandteil des Monatsbudgets und gehen natürlich von dem Geld ab, das man zur freien Verfügung hat (bzw. zu haben glaubt).

Früher wurde ein neuer Fernseher gekauft, wenn der alte kaputt war (und nicht repariert werden konnte!!). Heute gibt's einen neuen, weil der alte zu dick ist.

Die Fülle der Angebote wächst immer mehr und immer schneller an, dass wir glauben, uns nichts mehr leisten zu können.

Bitte nicht falsch verstehen!

Ich kaufe gern beim kleinen Bäcker.
Schon weil ich "nur" für Brot einen kürzeren Weg zum Bäcker hab, als zu den beiden Discountern mit den 4 Buchstaben.
Da kaufe ich dann hin und wieder auch mal "Luxusartikel", wie Berliner.
Ich will beim Essen gar nicht sparen. Ernährung ist mMn einer der wichtigsten Bereiche, wenn nicht sogar DER Wichtigste überhaupt.

Ich habe z.B. vor knapp 10 Jahren mit dem Rauchen aufgehört - nicht aus gesundheitlichen, sondern aus wirtschaftlichen Aspekten.
Für die eine Schachtel am Tag, also 5€ kann ich mir 2 Kilo Brot leisten und die Hälfte verschenken oder den Enten verfüttern.

Die Preise beim Bäcker sind mir wohl aufgefallen, weil ich da öfters einkaufe. Ich hab dann auch Discounter-Backwaren probiert, aber dort gibts die oft zitierten "kleineren Brötchen" - also billigere, nicht günstigere.
Also kauf ich Discounter-Backwaren nur in Ausnahmefällen.

In England ist alles noch viel interessanter.

Da kosten 500ml Olivenöl 2 Pfund.
Der Liter desselben Öls im selben Regal ist dann für 5 Pfund als "Sonderangebot" ausgezeichnet.

Wenn man da nicht genau hinschaut, greift man schnell zum vermeintlichen Sonderangebot.

Oder:

Die 300g Packung Meeressalz für 3 Pfund befindet sich im Regal für die 500g Packung Salz für 0,50 Pfund.

Einkaufen dauert so unendlich lange, weil jedes Produkt haarscharf verglichen werden muß - stimmt der Barcode auf dem Produkt mit dem auf dem Preisschild überein? Stimmt die Produktbezeichnung und Menge überein?

Ist das Sonderangebot wirklich eins? Trifft es auf das Produkt zu, wo es dran steht, oder auf das einen halben Meter daneben?

Ich greif mir manchmal einen Regaleinräumer und lass mir das Schild auf dem untersten Regal vorlesen.

Oder ich kaufe halt nix, wenn es mir zu anstrengend wird. In der Brieftasche fühlt sich das Geld auch wohl.

@Grantler Lange gesucht aber etwas gefunden...

dazu sind alte Spiegel-Beiträge sehr hilfreich.

Mal waren es in den 60er Jahren bis zu 10-18 Pfennige Preisunterschied wenn man Betriebsangehöriger gewisser Konzerne war, die Rabatte von der Mineralölkonzerne bekommen hatten.

In den 80er Jahren mal bis zu 10 Pfennige wegen des Wettbewerbs (Verdrängung).

Dabei fällt auch auf, es gibt zum Vergleich zu früher eben auch weniger Konkurrenz. Heute bedient eine Raffinerie drei Mit-Bewerber inkl. Freie. Raffinerien stellen für alle das gleiche Produkt her und kaum Preisunterschiede.

Bis vor 30 Jahren gab es eben mehr Tankstellen bzw. Mineralölkonzerne. Diese sind verschwunden, der Markt wurde bereinigt.

Man sieht das in Zukunft noch öfters, die Großen schlucken die Kleinen und anschließend diktieren diese den Preis, mangels Konkurrenz.

Hat das etwas mit einer Währung wie DM oder Euro zutun? Eher wohl mit den Kanal noch nicht genug voll haben und Aktionäre noch reicher zu machen. Zusätzlich Schwächere weiter auszubeuten.

@cowboy8: Naja

Ich hab meine Waschmaschine ersetzt, weil ich im Wohnzimmer nix mehr verstehen konnte, wenn sie in der Küche im Schleudergang war.

Die alte kostete um die 300 EU, die neue um die 400 Pfund, hat aber einen Trockner drin, was bei dem ständigen Regen und Nebel in England ganz nützlich ist.

Einen neuen Staubsauger brauchte ich auch. Diesmal wieder einen mit Beutel. Der Metallfilter in dem neumodischen Dingens ohne Beutel war verrostet, der andere verstopft, und nicht ersetzbar, weil nicht kaufbar.

Reparatur? Wer kann sich denn eine Reparatur leisten? Die Lohnkosten sind doch heute wesentlich höher als die Materialkosten.

@14:47 — deployed

Sie können die Klammer "(und nicht repariert werden konnte!!)" aus meinem Beitrag auch streichen. Die lenkt vielleicht zu sehr vom Kern meiner Aussage ab.

Wichtung verzerrt gekaufte Inflation.

EVS 2008 Mittlere Werte DE
Private Haushaltausgaben/Monat
4 784€, davon private Konsumausgaben
2 245 €
in Gliederung der EVS zu VPI-% 2012

Nahrungsmittel, Getränke
Tabakwaren_______________321 = 14,3% (10,355%)

Wohnen, Energie __________ 731 = 32,56% (30,8%)

Gesundheitspflege__________ 94 = 4,19% (4,03%)

Verkehr__________________ 328 = 14,6% (13,19%)

Nachrichten
übermittlung_______________ 65 = 2,9% (3,1%)

Der VPI geht in der Wichtung nicht nach mittleren Einkommen, sondern erstellt einen mitlleren Konsumenten = dessen anteilige Ausgaben. Offenbar s. Tab. liegen dem die mittl. priv. H.ausgaben zugrunde.

Ich hatte den Mittelwert Destatis gegen für diese Ausgaben konsumierbare Nettoeinkommen gestellt, um die realen Abweichungen deutlich zu machen, die eben immer wieder zur Diskussion zwischen gewichteter Inflation Destatis und dem real Erlebten der Bürger führen.

Bei 2 Waren zu 500=1000 mit +5% und -5% kommt gekaufte Inflation Null raus. Mit Wichtung 20% u. 80% = -3%.

lol

Ein Glück, dass die Inflationsrate von Statistikern berechnet wird und nicht per Abstimmung in Foren zustandekommt :)

Darstellung: