Eine zyprische Ein-Euro-Münze

Ihre Meinung zu Zypern zwischen Krisenangst und Hoffnung

Zypern will unter den Rettungsschirm - doch die Zyprer bleiben vorsichtig optimistisch, nicht den griechischen Weg gehen zu müssen. Zwar steigt die Arbeitslosigkeit und die Wirtschaft ist eng mit der griechischen verbunden. Doch es gibt eine funktionierende Verwaltung - und eine Perspektive.

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7 Kommentare

Kommentare

Nadelspiel
Verrückte Welt

Griechenland hat bisher Milliarden aus den Rettungsschirmen erhalten. Eine sogenannte Troika prüfte stets, ob sie wieder etwas bekommen dürfen. Wird nicht mit normalen kaufmännischen Sachverhalt geprüft durch die Troika und auch durch die EU und den gesamten Gremien, wohin und wofür diese Milliarden an Rettungsgeldern am Beispiel Griechenland fließen. Wenn ich lese und auch schon in den Nachrichten verfolgt, das dieses Land durch nicht zurückgezahlte Kredite aus Griechenland nun vor der Pleite steht, warum nicht wie bei einem Insolvenzverfahren wird geprüft, geordnet und dann die Wichtigkeit vorgenommen. Nein, die Banken werden bedient, und sie verdienen, verdienen, und je mehr Länder unter den sogenannten Rettungsschirm flüchten, sie verdienen immer mehr. Denn wir bedienen die Banken, sie machen Geld mit den Schulden der Euro-Länder, sie sind eigentlich die Regierungen und ein Ausweg ist nicht zu sehen.

Gast
Weit entfernt von einer Industrienation

Diese Staaten sind weit entfernt davon eine Inustrienation zu sein. Das Miteinander unter Gleichen kann nicht hier angewendet werden. Entweder man nimmt Regeln an oder lässt sie bleiben und lebt mit der Konsequenz ein Bauernstaat zu bleiben. Von nix kütt nix.

DeHahn

Wenn die Banken nix verdienen sollen, dann muss man Eurobonds einführen. Aber das wollen ja die Deutschen nicht. Denn sie möchten den Teufel mit dem Beelzebub austreiben.

Szenario 1: KEINE EUROBONDS
Die Banken erhöhen regelmäßig gemäß Rating die Kreditzinsen, während sie der EZB vorjammern, dass sie mehr Kapital benötigen, das sie ZINSLOS aus STEUERMITTELN erhalten. Die Banken machen Mordsgewinne, die sofort wieder in spekulative Geschäfte gehen, bis die Blase platzt. Derweil verschulden sich die Problemländer dank Zinsen immer mehr bis zum Crash, und der wird richtig teuer, auch für uns, denn dann geht alles baden.

Szenario 2: Eurobonds
Die Banken sind aus dem Geschäft raus, die Zinsen sind für alle geringfügig höher, die Schuldenstaaten können sich schneller erholen, und die geringen Mehrkosten machen nix. Gerade die Deutschen zahlen enorm viele Versicherungen, um gewappnet zu sein. Eurobonds sind eine Versicherung gegen Spekulation und Bankenabzocke, aber die kosten auch was!

Gast
Die Euro-Träumereien sind gescheitert!

Die Euro-Träumereien sind auf ganzer Linie gescheitert!

Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis nach Zypern, Griechenland, Spanien, Portugal, Irland etc. weitere Länder unter den Rettungsschirm müssen.

Ich sehe schwarz für die Zukunft des Euro, die Zukunft Deutschlands und die Zukunft unserer Kinder und Enkel!

Deshalb kann es für Deutschland nur noch lauten:
Keine weiteren Hilfszahlungen an hoch verschuldete bzw. insolvente EU-Staaten, da diese sich selber helfen müssen und mittlerweile zu einem Fass ohne Boden, zu einer untragbaren Belastung, geworden sind.

Wenn wir jedoch auch weiterhin unsere Steuer-Milliarden, die hier in unserem Land an allen Ecken und Enden fehlen, in die hoch verschuldeten EU-Pleite-Staaten stecken, dann ist unser Deutschland in wenigen Jahren auch ein Fall für den Rettungsschirm und ist dann vermutlich, bei derzeit über 2 Billionen Euro(!) Schulden, selber bankrott.

Mein Fazit:
Unsere aller Zukunft steht auf dem Spiel - der Euro steht vor dem Abgrund!!!!!

Gast

Seit geraumer Zeit scheint es ein neues Staatsgeheimnis (die berühmten Arcana Imperii) zu geben, nämlich das Mysterium, warum man Banken nicht wie jede andere Unternehmung in den Konkurs gehen lassen kann; denn alle anderen Firmen von Bauunternehmen über Ladenketten bis hin zu Versandhäusern können und dürfen in den Konkurs gehen, wenn auch die Parteiengecken sich hin und wieder durch armselige Rettungsversuche wichtig zu machen versuchen; doch die hierfür aufgewendeten Summen sind lächerlich gering, die Banken aber erhalten Unsummen aus der Staatskasse und Garantien in Höhe mehrerer Staatshaushalte.
Die sattsam bekannte Käuflichkeit der Parteienregierungen dürfte mit Sicherheit ein Hauptgrund sein, aber wie es die Banken geschafft haben, sich die Parteiengecken derart dienstbar zu machen ist und bleibt ein Rätsel.
Wie dem auch sei: Die Unsummen, mit denen die Banken jonglieren, vermag der Staat nicht zu tragen, weshalb ein kontrollierter Bankenzusammenbruch unumgänglich geworden ist.

Gast
Rätsel über Rätsel, oder doch nur auf dem Holzweg?

@Walter Meingott

"....aber wie es die Banken geschafft haben, sich die Parteiengecken derart dienstbar zu machen ist und bleibt ein Rätsel."

Vielleicht liegt das Rätsel ja ganz wo anders. Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass sie eventuell völlig daneben liegen mit ihren Mutmaßungen? Oder lässt das ihre politische Ideologie nicht zu? Wenn man sich etwas überhaupt nicht erklären kann und einem alles völlig rätselhaft erscheint ist es immer sinnvoll sich erst mal selber zu fragen ob man überhaupt genug Ahnung von der Materie hat um sie zu verstehen oder ob man eventuell einfach nur auf dem Holzweg ist.

"Die Unsummen, mit denen die Banken jonglieren, vermag der Staat nicht zu tragen, weshalb ein kontrollierter Bankenzusammenbruch unumgänglich geworden ist."

Machen Sie uns doch mal ein paar Vorschläge was sie unter einem kontrollierten Zusammenbruch verstehen.
Was wollen Sie da wie und von wem kontrollieren oder unter Kontrolle bringen?

Gast
Zypern ist Steuerhinterziehungsenclave für Russland und Ukraine

Zypern hat mit minimalsten Unternehmenssteuern und speziellen Offshore-Firmenmodellen und Banken ein System geschaffen, das sich seit 20 Jahren russische und ukrainische Steuerhinterzieher (private und regierungseigene) als Waschsalon für ihr Scharzgeld machen.

(Nur als Beispiel: Export von privaten und staatlichen ukrainischen Unternehmen wird nicht direkt getätigt, sondern über Zwischenhändler, die zypriotische Briefkastenfirmen sind. Cayman Islands im Mittelmeer)

Das soll nun mit EU Steuergeldern gerettet werden.
"Pervers" ist dazu noch geschmeielt.
Es zeigt, wie falsch und konzeptlos die ganze Euro-Rettungsmaschinerie für die angeblich alternativlos zu rettenden Banken ist.

Will man Wachtum generieren, muss man die Banken knallen lassen und das eingesparte Geld direkt in substantielle Investionen stecken, und gleichzeitig die Statsverschuldungen (und Bankenverschuldungen) rigoros stoppen.