Kommentare - Indiens Angst vor einem schwachen Europa

21. Juni 2012 - 17:08 Uhr

Indien hat auf dem G20-Gipfel zehn Milliarden US-Dollar für den Europa-Sonderfonds des IWF zugesagt. Doch der Wirtschaftsriese aus Asien wankt derzeit selbst gewaltig - und hofft daher inständig auf die schnelle Genesung Europas. Denn die Zeiten des ungebremsten Wachstums sind auch hier vorbei.

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Kommentare

Gemeinsam Stark?

Wenn das Ergebnis der Globalisierung solche Abhängigkeiten hervorbringt, das ein wirtschaftlich eher unbedeutendes Land wie Griechenland die EU in Bedrängnis bringt, das das sogar in Indien zu spüren ist, dann stellt sich die Frage nach dem richtigen Weg für Europa. Wenn eine Abhängigkeits-Gemeinschaft wirtschaftlich in Schwierigkeiten ist, kann es wie man sieht, nur durch Hilfe von aussen besser werden. Das spricht gegen die EU in ihrer angestrebten Form.

Vernetztes Denken auch in Oberschichten etablieren ...

Die neoliberalen Nebelwelten und die in ihr gediehenen Schneeball-Systeme kommen an ihre Grenzen?

Eine moderne Wissensgesellschaft muss jede in Bildung investierte Währungseinheit auch wieder für Entwicklung und Produktion neuer Waren nutzen können.

Alles andere ist volkswirtschaftlicher Unsinn.

9 Zehntel der verfügbaren Einkommen dem oberen Zehntel zur Verfügung zu stellen, wie dies seit dem Untergang des COMECON Usus geworden ist, trägt diesem Faktum nicht im geringsten Rechnung.

Sind nicht gerade Wegfall fossiler Ressourcen und der Klimawandel Herausforderungen, die die Intelligenz breiter Bevölkerungsgruppen und deren Bildung benötigen, um auch den Wohlstand von Oberschichten (noch) industrialisierter Länder über das Niveau einer antiken "Sklavengesellschaft" nach altrömischer Prägung hinaus zu erhalten?

Für den Dauerunterhalt des Spieltriebes als sog. "Finanzdienstleister" getarnter Buchmacher wird dabei natürlich in Zukunft auch immer weniger zur Verfügung stehen.

Antworten

@jourhiver: Ihr Denken spiegelt das größte Problem der Menschheit wieder - der Egoismus!

Europa kann, genauso wie die ganze Menschheit auf einer jedoch viel wichtigeren Ebene, nur durch gemeinsames Handel und Partnerschaften überleben.

Wenn alle voneinander abhängig sind, hat das auch Vorteile! Keiner kann zulassen, dass der andere zu Grund geht und auch die Gefahr eines bewaffneten Konfliktes schwindet.

@patt: Man sollte jedoch Bedenken, dass dies Indiens eigene Schuld ist.
Und wie ich oben schon schrieb, hat so eine Verbindung auch Vorteile.

Scham und Schande

Unsere Industrienationen sollten sich dafür schämen, von einem armen Land Geld für den Luxus auf Pump zu nehmen.

Ihr wollt Wachstum?
Nun, dann warten wir den Crash ab, der das Geld von vielen mitreißen wird - tja, aber nicht das Geld von den Milliardären, denn die haben längst gut vorgesorgt.

Und nachdem dann alle Ersparnisse usw. mit einem Schlag gelöscht wurden (von wegen sichere Einlagen ... *lol*), kann es wieder Wachstum geben.
Und man kann wieder raten, wer am meisten davon profitieren wird.

Indien wird es mit Sicherheit nicht sein.

Überbevölkerung, Armut, Umweltverschmutzung

Indien hat ein BIP von 1,7 Billionen US-Dollar mit 1,2 Milliarden Menschen.

Das schafft Italien mit 60 Mio. Menschen. Indien sollte vor Allem die eigene Abschottung der Elite, das Kastensystem und andere gesellschaftliche Probleme.

Ich mache mir mehr sorgen darum, dass Indien diese Welt mit Überbevölkerung sprengen wird.

Nicht zu verwechseln...

*21. Juni 2012 - 20:12 — Wissbegieriger*

es ist kein Egoismus sondern es spiegelt das eigene Denken und Handeln in Selbstverantwortung wider. Die Schwachen müssen sich immer in einer Herde schützen. Es gibt Schafe und es gibt Schäfer.

Warum eigentlich?

Guter Artikel und sehr interessant zu lesen, dass ein Land, welches selber von Europa Entwicklungshilfe bekommt nun Europa hilft. Es wird in dem Artikel aber nicht so ganz klar wie genau das Wachstum in Indien mit den Problemen in Europa zusammenhängt. Bitte beschreiben Sie doch mal wie das genau funktioniert und wer beim wem was investiert, kauft und verkauft.

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