Kommentare

"Wir brauchen jetzt die Solidarität der Euro-Zone"

.... Sie meinen also wieder Steuergelder und neue Kredite?????? Um mit Schulden Schulden zu bezahlen? Um damit die Abhängigkeit von Finanzmärkten weiter zu erhöhen?

Nö.

Gut gebrüllt!

Tausende und Abertausende meiner Mitmenschen und ich selber vermuten schon lange, dass es sich um ein politisch motiviertes und skandalöses Handeln dieser US-amerikanischen Ratingagenturen handelt, wenn sie europäische Staaten herunterstufen. Nun spricht es endlich mal jemand mit Sachkompetenz aus, was der Normalbürger eigentlich schon lange weiß, aber ob dies auch dort ankommt, wo es ankommen sollte, möchte ich bezweifeln! Die Stellen, die dem Raten der Agenturen etwas entgegensetzen könnten (wenn sie nur wollten), haben zumeist taube Ohren und wahrscheinlich stahlharte Nerven.

Skandalös ist nur

...dass Herr Chefanalyst (und die halbe Welt) dieses Rating so ernst nimmt.

Nein es interessiert die Ratingagenturen nicht was hier veranstaltet wird, auch wenn diese Aufregung nur Krokodilstränen sind.

Erstmal sind die Zinsen wirklich wichtig für Staatsanleihen. Ein Rating ist nur eine Bewertung aus der Voodoo ökonomie. Die Realität kann (muss nicht) anders aussehen.

Außerdem ist dieses Rating durchaus angemessen, da nichts gegen die Krise unternommen wird. Was soll das Geschwafel von "mittel- bis langfristig"? Solche Reformen haben noch nie langfristig bestand gehabt da es entweder das Land derart zugrunde gerichtet wurde, dass man massiv gegen gelenkt hat, oder das politische System durch Umstürze zerstört wurde.

Ein Land, dass sein eigenes Volk in Armut stürzt hat noch nie irgendwo einen Blumentopf gewonnen.

Solidarität? Die ist tot -

Solidarität? Die ist tot - sie starb mit einem Messer aus Berlin im Rücken, als man Griechenland hat fallen lassen!

Und die Reaktionen der Ratingagenturen sind nicht so ungewöhnlich. Die treiben die Preise (Zinsen) in die Höhe und sie sehen, daß das Erfolg hat.

Unsere Regierung(en) haben das System so gemacht...

...(bzw. geschehen lassen, dass es so wurde) - aber dann müssen sie es eben ändern. Ganz getreu dem Motto "Anything man makes, he can unmake".

Wenn das die Ergebnisse der marktliberalen Veränderungen der letzten 20 Jahre sind, dann muss man eben Gesetze und internationale Abkommen machen, die das Geschäftsmodell Spekulation zerstören. Der Markt ist nichts weiter als ein Medium für Austausch, und unser Wirtschaftssystem und die darin erlaubten Verhaltensweisen haben eine dienende Funktion für das Gemeinwohl. Deshalb sind bestimmte Dinge erlaubt, andere aber nicht. Wenn das System seine Funktion nicht erfüllt, muss man es eben ändern - nur leider höre ich in dieser Hinsicht NICHTS von der Bundesregierung...

gratulation

"Auf der anderen Seite sehen wir die USA oder auch Japan, die sehr stabil und positiv bewertet werden - die aber den Begriff Reform noch nicht einmal buchstabieren können ...".

das nenn ich endlich mal ein treffendes statement. vor allem der letzte teil mit dem buchstabieren. hut ab!

gerade die USA sollten sich selbst den mund verbieten, im zuge ihres homeland security gestzespakets die rating-agenturen vorknöpfen. denn die herrschaften dieser agenturen legen es bewusst darauf an, die wirtschaft in anderen staaten zu diskreditieren, schlecht zu reden. das ist nichts anderes als ökonomischer terrorismus!

Nun sei die Solidarität Eurozone gefordert

Ich bin ganz entschieden der Ansicht, dass das Wort Solidarität mittlerweile erheblich überstrapaziert wurde.

die Abstufung ist richtig und wurde angekündigt

sie ist richtig und berechtigt, die Argumentation stimmt.
Es gilt zu erwarten, daß Spanien ja noch Mittel für seine maroden Landesteile braucht, und dann wird es kritisch.

Fragwürdig wäre gewesen, wenn keine Abstufung erfolgt wäre.

Übrigens: Zypern will keine Gelder, weil es lieber Kredit von Russland nimmt. Man merke auf!

Die Ratingagenturen, die

Die Ratingagenturen, die Europa abstufen, kommen aus den USA, und gehören Bankerfamilien.
Gleichzeitig schimpft Obama auf Europa.
Gleichzeitig verdient die USA - auch schon intuitiv - ein Ramschniveau.
Das ist wirklich skandalös.

Aber abgesehen davon, noch skandalöser ist, dass es immer nur ums Geld geht, während Menschen weltweit dank dieser kruden Wirtschaftspolitik leiden bis hin zum Hungertod.
Wir sind hier eine Welt, und nicht nur Konzerne oder Banken!

bankenkrise...

öh - da hat man wohl vergessen, dass es eine bankenkrise gibt. wie verdienen banken geld - mit krediten.

je höher die zinssätze sind, desto mehr verdienen die banken.

die ratingagenturen (auch bankensektor!) bedienen diesen umstand wunderbar.

die banken müssen mehr geld verdienen - also müssen die zinsen für kredite steigen. je ramschiger ein land bewertet wird - desto mehr verdienen die banken.

das ist in etwa so, als würde man einem bäcker vorwerfen seine brötchen seien zu teuer, obwohl der bauernverband sagt die ernte war schlecht.

blöderweise brauchen die leute aber brötchen - denn ohne gehts nicht. also ... hohe nachfrage.

oder anders formuliert: durch die ratingagenturen bekommen alle banken die möglichkeit kartellartig die zinsen zu erhöhen. das land, das die kredite aber braucht - hat eh keine wahl! - die banken verdienen wieder mehr .. und die bankenkrise ist damit schneller vom tisch.

problem: öffentliche kreditnehmer und privates gewinnstreben!

Skandalös...

aber trotzdem interessiert es vor allem den bankensektor. die reiben sich die hände!

eigentlich sollte der markt das regeln - macht er aber nicht, da alle banken von schlechten bewertungen der ratingagenturen profitieren.

solange ein direkter zusammenhang von rating und zinsentwicklung besteht, muss man sich nicht wundern, wenn immer mehr länder zu ramschkandidaten abgewertet werden.

denn ... damit können die banken viel geld verdienen.

und letztlich gehts nur darum!

die Agenturen haben sich ja genügend selbst dikreditiert und als Agenten des angloamerikanischen Finanzkapitalismus geoutet.

Jetzt aber wird die Abstufung von den Spekulanten natürlich gerne als Vorwand genommen, um Spanien noch mehr in die Enge zu treiben. Wie schön, wenn man so viel Panik erzeugen kann, dass man aus sicheren Anlagen über 7 Prozent Zinsen herauspressen kann!

Nur die amerikanische Regierung hat ein Problem. Dummerweise steigt nicht nur die Beute für ihre Spekulanten sondern auch der Dollar. Das bringt ihre marode Volkwirtschaft noch mehr in Schwierigkeiten. Ein schmaler Grat, die Krise in Europa zu befeuern (die natürlich nicht nur Profit verspricht, sondern auch von der desolaten Haushaltslage der USA ablenkt) ohne dabei die eigene Wirtschaft zu schädigen.

Kein Wunder, dass Obama umfassende Garantien Deutschlands für die Pleitestaaten fordert. Da kann man hofffen, dass der Euro stärker steigt, als die Zinsen der Schuldenstaaten fallen.

Es ist schon interessant, ...

... wie man versucht, den eigentlichen Skandal immer noch unter den Teppich zu kehren, obwohl er immer offenkundiger zu Tage tritt. Auch dieses Interview drückt sich um den Klartext herum, der da lautet, die USA führen einen Finanzkrieg gegen Europa. Auch so ein Krieg kostet millionen Menschen die Existenz, fordert Todesopfer, man denke nur an Herzpatienten in Griechenland, die lebensnotwendige Behandlungen nicht mehr bekommen können, oder Selbstmörder, die jede Perspektive verloren haben.
Jetzt in europäisch-christlicher Tradition zusammen zu stehen, ist das Gebot der Stunde. Allzu oft aber wird das pervers-pseudologische Finanzgeschwätz nachgebetet, das uns die menschenfeindlichen Herren des Geldes aufzuzwingen versuchen. Spielen die Medien diesbezüglich gewöhnlich eine unrühmliche Rolle, bildet der vorliegende Beitrag eine wohltuende, wenn auch nicht sehr deutliche Ausnahme.

Überraschung, Überraschung

Die einen werten Spanien ab, weil die Banken gerettet werden müssem, die anderen werten Spanien ab, weil sie jetzt die Banken gerettet und sich weiter verschuldet haben.

Es scheint, als könne man es dem Markt nie recht machen.
Was aber, wenn der Markt genau das will?

Wer hat die Mär in die Welt gesetzt, daß Märkte beruhigt werden wollen?
Märkte wollen nur eines: Geld verdienen.

Bei einem (scheinbar) stabilen Land wie D. muss man beim Investieren noch Geld draufzahlen. Warum also sollte der Markt auf Stabilität aus sein?
Wenn aber die größten Gewinnspannen zu erzielen sind, wenn die Märkte unruhig sind, dann wird eben genau dafür gesorgt, daß immer eine gewisse Menge an Krisenpotential vorhanden ist.

Und das erreicht man damit, indem man ein und dieselbe Sache heute so, und morgen so beurteilt.

Wirtschaftswissenschaft verkommt zur Dialektik, und zeigt so endlich, daß sie keinen praktischen Nutzen hat, sondern nur Mittel zum Zweck ist.

ratingagenturen

wer hat die macht über die staaten und wer endscheidet über billige kredite die ratingagenturen woher kommen sie aus amerika

Der Euro ist platt, die Wahrheit verschweigt man uns!

Was bleibt?

Auslösen einer friedlichen, unblutigen Revulution, oder Durchführung eines Volksentscheides per "Banken Run"!

In vielen Ländern Europas hat der Run bereits begonnen, wenn wir all unser Erspartes (soviel Geld ist eh nicht mehr da, viele würden leer ausgehen) auf das Matratzenkonto holen, dürfte dieses unsägliche Schauspiel schneller beendet sein als der Fiskalpakt beschlossen wird.

Oder doch noch warten bis zum großen Crash! Ich nicht!

USA und Japan - Vieles offenabr nicht verstanden

Sowohl die USA als auch Japan verfügen über eine souveräne Geldpolitik, und Zentralbanken, die nicht nur Preisstabilität im Auge haben muss.

Und mit Blick auf die Schulden meint der bornierte Europäer, so müssten auch die Ratings verlaufen. Einfach zu köstlich! Eher fällt Europa dreimal um, bevor eines dieser beiden Länder umfällt.

Wir in Europa wollten doch keine Haftung füreinander übernehmen, und tun es im Grunde jetzt auch noch nicht. Das heißt ein Staatsbankrott in einer Gemeinschaftswährung wird einfach hingenommen. Kurz bevor es 2010 so weit war, haben wir doch fantastische Konstrukte geschaffen, die zwar den Staatsbankrott verhindern, aber ihn immer in der Schwebe (wie ein Damokles Schwert) halten.

Wenn Kalifornien pleite ist, dann wird durch Steuerverteilung und Geldschöpfung ebne gegen gesteuert. Da spekuliert auch niemand auf den Bankrott Kaliforniens - weil er garantiert nicht kommt.

Das ist der triftige Grund wieso Europa mit negativen Ratings bombardiert wird.

Bemens Kompetenz: Schuldenmachen

"Landesbank Bremen", als ich das gelesen habe, musste ich anfangen zu lachen.

Bremen ist bis zum geht nicht mehr überschuldet. Die Probleme im Land Bremen sind gigantisch und hausgemacht.

Das "Land Bremen" brauch keine Landesbank, sondern eine Treuhand.

Übrigens: Dass die "Ratingagenturen" so nachsichtig sind und die Bewertung Spaniens nicht der Realität anpassen, da sollten die Spanier aber dankbar drum sein.
Denn ALLE denken nicht nur, sondern wissen, dass Spanien "zahlungsunfähig" ist.

Skandaloes, in der Tat!

Da gesteht Spanien ein, dass es nicht in der Lage, sich selber finanziell zu retten, sondern Geld von den anderen Eurolaendern braucht, und da wagt es dann eine Rating-Agentur, dies als Anzeichen von Finanzproblemen zu werten.
Ernsthaft, wenn man so schlecht dasteht, dass man um Geld betteln muss, weil es niemanden mehr gibt, der einem Geld geben will, dann nennt man das pleite. Genau das reflektiert das Rating.
Und alle "oh boese Rating Agenturen" Kommentatoren sollte sich mal ueberlegen, ob sie sich selber Spanische Staatsanleihen kaufen wuerden, oder dies ihren Freunden empfehlen wuerden. Sollte die Antwort "nein" lauten, so verstehe ich nicht, warum sie genau diese Empfehlung zu kaufen von den Rating-Agenturen erwarten.

Zweckoptimismus

Der gute Mann sollte sich mal nicht so empoeren. Die europaeische Neuverschuldung so einfach in "Investitionen" umzudeuteln und ihnen damit eine positive Qualitaet anzukleben, ist doch ein Witz. Und wer in Bezug auf europaeische "Reformpolitik" von irgendwas "ganz fest ueberzeugt" ist, betreibt reinen Zweckoptimismus und ist nicht ernst zu nehmen.

@Stiller Wächter: Nachsicht der Ratingagenturen ?

"Übrigens: Dass die "Ratingagenturen" so nachsichtig sind und die Bewertung Spaniens nicht der Realität anpassen, da sollten die Spanier aber dankbar drum sein.
Denn ALLE denken nicht nur, sondern wissen, dass Spanien "zahlungsunfähig" ist."

Ich weiß nicht recht: sind wir nicht fast alle de facto zahlungsunfähig? USA, D, Japan, etc?

Die Agenturen sind also nicht nachsichtig, sondern unrealistisch, und das aus einem einzigen Grund: weil das System weiter laufen muss.

Einzelne Staaten kann man herauspicken und abwerten, aber nur wenn man genau weiß, daß andere dann die Kosten übernehmen, so wie im Falle Griechenlands und auch jetzt Spaniens.
Weitsicht kommt im Vokablur der Agenturen nicht vor, sie denken in Quartalsgewinnen.
Und solange die stimmen, geht das Spiel auch weiter.

@Stiller Waechter

Danke, genau darauf habe ich auch schon beim letzten Interview der Tagesschau mit Herrn Hellmeyer hingewiesen.
Dass der Chefvolkswirt einer Staatsbank uns etwas von politischen Verschwoerungen erzaehlen will, ist vollkommen absurd.

@AlterSimpel

"Sind wir nicht fast alle de facto zahlungsunfähig? USA, D, Japan, etc?"

Ihre Feststellung spricht für Sie.

@ Absalom - Trotzdem hat er Recht

Es ist natürlich richtig, dass nicht die gesamte Neuverschuldung investiert wird. Aber die Aussage des Interviews, die Ratingagenturen messen mit verschiedenen Maßen ist absolut richtig. Wer immer noch nicht begriffen hat, dass die einzigen Ratingagenturen der Welt insbesondere US-Unternehmen und die USA unrealistisch positiv bewerten und somit zu einer Werbeagentur - die allerdings dadurch manipuliert - verkommen sind, hat den Schuss nicht gehört, wie wir in Westfalen sagen.
Entweder werden diese drei nicht mehr ernst genommen und Banken machen etwas, was ihr Job ist und unternehmerisch sehr sinnvoll, nämlich die Produkte, die man handeln will zu bewerten - macht jeder Gebrauchtwagenhändler - oder es werden Gegengewichte durch genauso so einseitig bewertende europäische Ratingagenturen etabliert. Die zweite Lösung ist wenig sinnvoll.
Aber, es MUSS etwas passieren, dass diesen drei das unsinnige politische Handwerk gelegt wird.

Herabstufung Spaniens

Es wäre langsam Zeit diesen Ratingagenuren auf die Füße zu treten, denn Sie sind nicht objektiv.
Warum stufen diese nicht die USA und Japan herab.
Die USA sind noch weitaus mehr verschuldet als Europa
bzw. Spanien.
Ich erkenne hier einen politischen Angriff auf Europa bzw. den Euro. Frage ist nur, von wem ist das Ganze gesteuert?
Von den USA? Diese haben in unserer Welt schon so oft für enormes Unheil gesorgt.
Oder vom "Weltkapital", welches wohl in welchen Händen
liegt?

Recht hat er!

In meinen Augen ist es geradezu absurd, Spanien herabzustufen, weil es Geld aus einem Fonds in Anspruch nimmt, der geschaffen wurde, um für Stabilität zu sorgen.

Des Weiteren hat sich Spanien von der EU letztendlich "überreden" lassen, die Gelder zu nehmen, weil alle dachten, es wäre das Beste für Europa, bleibt aber im Gegenzug alleine auf den nun höheren Zinsen sitzen. Soviel zur Solidarität!

Wenn die Einstufung von Moody's tatsächlich so unrealistisch ist, wie Hellmeyer meint, dann bin ich mal gespannt, wie lange Moody's dann noch seine "Meinungen" nach Europa verkaufen kann. Es wird ja schließlich niemand gezwungen, sein Portfolio bis in alle Ewigkeit nach den Vorstellungen Moody's zusammenzustellen. Möglicherweise fangen die Europäer sogar an, selber zu denken.

Solidarität…

wird doch nur als Worthülse missbraucht um die Deutschen in die Europäische Schuldenhaftung zu drängen(gestern in Straßburg). Von dem Engländern erwartet das offensichtlich keiner(obwohl Finanzplatz). Wenn diese sich aus der EU-Währungsunion heraus halten dürfen, dann frage ich mich, warum wir deutschen von unseren Politikern ständig zu hören kriegen, "Wir müssen".

@ Heeber - Die Motivation der USA

den Euro zu schwächen oder gar zu zerstören sind ganz einfach und erheblich. Der Euro mauserte sich eine Zeit lang zu einer echten Konkurrenz als Weltwährung bei internationalen Geschäften wie Ölhandel. Das die Amis da einen Horror vor haben, haben sie oft genug in ihren Reaktionen gezeigt, wenn jemand von der Bezahlung in Euro statt Dollar gewechselt hat.
Das ändert allerdings nichts an der Fehlkonstruktion des Euro. Einer Währung, die wirtschaftlich nicht abgestimmte verschiedene Länder gemeinsam haben.

@teg: Verschwörung ?

"Dass der Chefvolkswirt einer Staatsbank uns etwas von politischen Verschwoerungen erzaehlen will, ist vollkommen absurd."

Sicher ein hartes Wort, aber man sollte auch nicht naiv sein:

Wenn ein privatwirtschaftliches Unternehmen Mitarbeiter abstellt, um kostenlose Länderratings zu erstellen, dann ist das erstmal verdächtig. Irgendjemand muss davon profitieren, entweder das Unternehmen oder die Besitzer, denn Moodys macht das nicht aus Nächstenliebe.

Nehmen Sie eine Bank oder einen Fond, der erst kürzlich sich von Spanienanleihen getrennt hat. Er wird ein neues Rating bezahlen und am Ende besser dastehen.

Möglicherweise hat ein Anteilseigner von Moodys genau so einen Fonds, oder er möchte in einen Baumaschinenhersteller investieren, der stark in Spanien engagiert ist. dessen Aktien dürften dadurch erstmal fallen.

Das stellt die Frage: wer entscheidet in den Agenturen über den Zeitpunkt der Ratings?

Ratingagenturen sind keine Stiftungen, sie und die Besitzer haben eine Absicht.

@14. Juni 2012 - 14:32 — Azrael_111

Natürlich würde ich jetzt spanische Staatsanleihen kaufen, bei den Zinsen! Dank an die Ratingagenturen! Dummerweise spekuliere ich nicht an den "Märkten", da mir das System zum Kotzen zuwider ist, aber wenn ich mit Spekulation reich werden wollte, ist genau jetzt der Zeitpunkt zu kaufen. Sollte Spanien irgendwann wirklich seine Staatsanleihen nicht mehr zum Ende der Laufzeit zurückkaufen können, dann heißt das, daß das System, so wie wir es momentan kennen, aufgehört hat zu existieren. Und was dann sein wird, das wissen wir alle nicht. Aber bis dahin: Leute, bereichert euch! Nach uns die Sintflut!

Wir müssen ja nicht in Spanien leben. Oder in Griechenland.......

So ein Quatsch!

Die professionellen Marktteilnehmer können sehr wohl beurteilen, ob die Begründung einer Herabstufung nachvollziehbar oder unbegründet ist. Kommen die zu dem Ergebniss, dass sie die Einschätzung der Agentur nicht teilen, sehen sie in der Abstufung eher die günstige Gelegenheit, Spanische Anleihen zu im Verhältniss zum Risiko übermäßig hohen Zinsen zu erwerben. Wird diese Einschätzung von ausreichend vielen Anlgern geteilt, führt die gestiegene Nachfrage am Ende tatsächlich wieder zu sinkenden Zinsen (=gestiegene Anleihenkurse)!

Nicht die Agenturen machen die Zinsen, sondern Käufer und Verkäufer, die bei ihrer Einschätzung des Risikos "Spanien" die Ansicht der Agentur berücksichtigen können (wenn sie ihr vertrauen), aber nicht müsen.

Gezielte, dauerhafte Manipulation, die dann ja von allen Laien hier vermeintlich erkannt werden, von den Experten jedoch nicht (obwohl ihnen das zum Nachteil gereichen würde), wird da kaum möglich sein!

Ratings durch Bundesregierung verbindlich

Über den finaziellen und wirtschaftlichen Zustand Spaniens scheinen sich manche hier keine Sorgen zu machen. Dafür aber um Absichten der US-Ratingagenturen, die sogar als "USA" bezeichnet werden.

Die Agenturen sind unbestritten druch Großaktionäre gesteuert und diese haben erhebliche Finanzinteressen und setzen ihre Tools am eben ein, wie andere hier auch. Oder wovon profitiert die Deutsche Bank?

Was uns hier eigentlich umtreiben sollte ist, dass die Deutschen Bundesregierungen/Finanzminister die als private Meinung und haftungsfrei bei ihrem Befolgen durch Anleger deklarierten US-Ratings (neben vier andren) gesetzgeberisch der Bafin als Bewertungsgrundlage für Wertpapiere, darunter Staatsschuldscheine, vorgebenen haben und entsprechend die Banken ihre Risikovorsorge im Eigenkapital anpassen müssen. Dort ein unverbindlicher Rat, hier direkte Wirkung auf Bankbilanzen. Erst dadruch kann sich hier am Markt die Wirkung diesr sonst nur zur Kenntnis zu nehmenden Ratings direkt entfalten.

Kapiere da etwas nicht.

Die USA drängen die EU doch dazu, ihre Währung zu stablisieren, da sie genauso davon betroffen werden, wenn etwas schiefgeht.
Also warum dann weiter destabilisieren?
Oder ist das nur gegen Obama im Wahlkampf gedacht?

@ gtsml - Hilfe

Erst einmal, wer hier Laie ist und wer nicht ist schwer zu beurteilen. Mit Sicherheit aber sind nicht alle Laien, die völlig berechtigt die Machenschaften der 3 Ratingagenturen kritisieren. Es gibt reichlich namhafte Wirtschaftsexperten, die die 3 erheblich kritisieren und auch dass offensichtlichste aussprechen. Das die 3 Politik betreiben. Natürlich hauptsächlich pro USA. Wie verwunderlich.

Sie scheinen allerdings von der Zinsfindung von Staatsanleihen überhaupt keine Ahnung zu haben.
Die Zinsen richten sich hauptsächlich an den Ratings aus, denn die Großanleger - die Banken und Fonds - richten sich nach den Ratings. Sollte eine Staatsanleihe für einen bestimmten Zins nicht am Markt genügend Käufer finden (Nachfrage zu gering), werden sie geringfügig geändert. Zinsen rauf. Oder bei sehr hoher Nachfrage, Zinsen runter.
Der Anteil der Preisfindung (Zins) des Marktes ist fast ausschließlich durch die Ratings und sehr gering durch eigene Einschätzungen der Käufer gebildet.

@gtsml + van Paten

Nimmt amn Ihre beiden Beitraege zusammen, dann ist das eigentliche Problem gut definiert.
Die Agenturen als Agenten "der USA" zu verteufeln, ist Unsinn. Gerade jetzt kann die US-Regierung eine Verschaerfung der Eurokrise ueberhaupt nicht gebrauchen, was allein schon diese Sicht diskreditiert. (Das Gerede vom "Krieg gegen den Euro" lasse ich mal ganz beiseite)
Es sind private Unternehmen, die ein Produkt liefern, und am freien Markt entscheiden letztendlich die vielen Kunden, die fuer die Analysen gutes Geld bezahlen, ob diese ihr Geld wert sind. Das Problem entsteht, wenn der Staat (wie sowohl in D als auch USA geschehen) diesen Produkten gesetzlich einen semi-offiziellen Stellenwert verleiht, welcher private Unternehmen wie Banken verpflichtet, sie zu beruecksichtigen.

Die Ratingagenturen stufen

Die Ratingagenturen stufen ein Land auf nahezu Ramschniveau, obwohl es weniger Staatschulden hat wie Deutschland. Die Spanier liegen jetzt gerade mal 70 % des BIP und lagen in 2008 noch bei 39 % des BIP. Die USA liegen bei 105 %, in Japan bei 190 %. Diese Länder hat Moodys natürlich nicht im Visier und erfreuen sich über Triple A. Sie bekommen auch Geld zu günstigen Konditionen.

Die Neuverschuldung in Spanien ist so hoch, weil das Land die Banken zu retten hat, die sich mit der Immobilienspekulation erheblich verzockt haben. Geldgeber für die Zockereien und jetzt Hauptgläubiger der spanischen Banken sind andere Banken im Ausland, inbesondere Deutschland und England. Würde Spanien nicht zahlen, hätten diese Banken erhebliche Ausfälle. Somit internationalisiert sich die Krise.

Es ist also nicht der spanische Staat der Geldprobleme hat, sondern die spanischen Banken. Und da Ausfälle drohen, will man durch hohe Zinsen beim spanischen Staat risikolos abkassieren.

Weg mit dem Rating! Die Macht

Weg mit dem Rating!
Die Macht dieser Agenturen ist schlicht unerträglich!
Warum sagt niemand laut, dass die nur Interessenpolitik machen - Politik zur
Erhöhung des Zinsnivieas und damit der Einnahmen
ihrer Eigner?
Diese durch nichts und niemanden legitimierten Bewertungsvereine gehören aufgelöst.
Oder ignoriert. Stell Dir vor, Moodys hustet und keiner hört hin!

Heiter zieht das

Heiter zieht das Spielgeldeurobezahlspiel durch die Länder Europas: Nachdem es nun aber schon vergeblich in Griechenland, Irland und Portugal gespielt wurde, versuchen die EU-Gecken und ihre Anhänger bzw. Apologeten noch immer dem Volk Sand in die Augen zu streuen: Das Spielgeld Euro ist ein Faß ohne Boden und egal wie groß die Unsummen sind, die man in selbiges hineinsteckt, am Ende wird es sich immer wieder von neuem leeren.
Einzig und allein ein Staatsbankrott hilft den zahlungsunfähigen Staaten, denn nur dieser erlaubt es Ausgaben und Einnahmen wieder ins Lot zu bringen und den Staat aus der tödlichen Umklammerung durch die sogenannten Finanzmärkte (sprich den diese beherrschenden Bankenkartellen) zu befreien.
Zumal beim Spielgeldeurobezahlspiel kein gutes Geld verwendet wird, sondern man schlicht Geld druckt, indem man die Spielgeldeurozentralbank EZB Staatsanleihen aufkaufen läßt; wodurch das Geld zwar seinen Wert verliert, aber die Staaten nicht auch ihre Schulden loswerden.

Holen Sie Thomas Stütz

Warten Sie nicht mehr länger! Holen Sie sich endlich Herrn Thomas Stütz! Sein Buch „Der Domino-Effekt“ ist ein eindeutiger Hinweis und Reputation dafür, dass T. Stütz die weltpolitische Situation punktgenau einschätzen kann und die gesamten Entwicklungen auf allen Ebenen kennt. Mit seinem Buch hat er im Dezember 2011 schon auf 2 Jahre hin voraus beschrieben, was sich gegenwärtig vor unseren Augen in Europa abspielt. Jean Claude Junker, der Vorsitzende der Euro-Gruppe hat bereits im Herbst 2011 erklärt, dass es, für diese sich immer mehr verschärfende Situation, kein Schulbuch gibt. Die Zeit des designierten Redens und der stocherartigen weltweiten Wirtschafts- und Rettungspolitik ist vorbei. Es zählen nur noch die harten Fakten. Also holen Sie sich den Spezialisten Thomas Stütz. Seien Sie sicher, er weiß was zu tun ist.

Ein Rating für die USA

Die Rating-Agenturen bewerten ganz klar zu Gunsten der USA. Kein Wunder bei der schwachen Lage des Dollars.
Ich bin mal gespannt wann die Chinesen die Schnauze voll haben. Russland hängt ja auch tief mit drinne. Nicht dass die Amis am Ende alleine da stehen.

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