Kommentare

Wieso ist das gut?

Irgendwie verstehe ich nicht, wieso alle Spanien zu dem Hilfsantrag gedrängt haben und sich jetzt freuen, dass er endlich gestellt wurde.

Hab ich da was verpasst? Macht es wirklich Spass, mal so schnell 100 Mrd rüberzureichen?

Der Gläubiger hat immer Recht

Was für eine perfide und menschenverachtende Konstruktion:

Die Schuld liegt scheinbar klar bei dem, der sich Geld geliehen hat und nicht bei dem, der es allzu leichtfertig verliehen hat.

Das ist zwar gängiges Rechtsempfinden, dazu gehört aber auch die Insolvenz beider.

Das Finanzsystem aber braucht Schuldner, sonst kann es gar nicht funktionieren. Es braucht aber auch den Rückfluß von Guthaben zu den Schuldnern.

Wer jetzt die Bank rettet, rettet vor allem die Guthaben, die aus den Schulden entstanden sind.
Es ist somit ein Eingriff zu Gunsten einer Partei, der das Ungleichgewicht nur kurzfristig verbessert. Langfristig ändert sich gar nichts, denn in Spanien haben die meisten Schuldner mangels Arbeit inzwischen gar keine Möglicheit mehr, jemals die Schulden zurückzuzahlen.

Das nahe Ende dieses Schuldknechtsystems wird nur vertagt, inzwischen aber werden die Guthaben an einen sicheren Ort gebracht, mit freundlicher Unterstützung der Regierung, die vergessen hat, wer sie gewählt hat

Und was ist mit unseren Badbanks

Und was ist mit unseren Badbanks, die der HRE und der Anderen? Kein Mensch spricht mehr davon, wieviele faulen Kredite da noch liegen.
Ich gebe "Parcifal999" in der Einschätzung, dass es keine systemrelevanten Banken, sondern nur eine systemrelevante Lobby gibt vollkommen recht.
Und was mir auffällt: Ich habe noch von keinem Banker gehört, der wegen der den faulen Krediten zur Rechenschaft gezogen wurde. Wird doch wohl endlich Zeit, dass da auch mal was geschieht.

@Zweitaktmotor: Wieso

Die Finanzlobby hat seit Jahren erfolgreich verhindert, daß die vielfältigen Abhängigkeiten zwischen den Banken transparent gemacht werden (etwa durch Kredite, Ausfallversicherungen, Fonds, etc).

Deshalb weiß man schlichtweg nicht, was die Pleite einer Bank für andere Banken bedeutet.

Das ist auch Absicht, denn somit führt man die Regierungen am Gängelband, die eine Gefahr für die Wirtschaft nicht riskieren können.

Indem man Geld an die Bank gibt (und nicht etwa den Schuldnern der Bank) erhält man deren Wert (für andere Banken) und man erhält die Wertigkeit der Guthaben, die aus den Schulden entstanden sind.

Somit wäre die Antwort auf Ihre Frage: aus Angst, und um die Interessen der Gläubiger der Bank zu schützen.

Hier nochmal ein Interview mit David Graeber
(Schulden - Die ersten 5000 Jahre)
http://tinyurl.com/c3v2vzd
Ein wenig lang zwar, aber es zeigt historische Alternativen zur "alternativlosen" Bankenrettung auf.

Positiv rückgekoppelte Systeme zerstören sich selbst!

Obige Behauptung ist nicht aus der Luft gegriffen. Jeder Physiker, Ingenieur und Regeltechniker kann sie bestätigen. Beispiele sind die akustische Rückkopplung und jede Explosion.

Auch das bestehende Geldsystem ist positiv rückgekoppelt:

Die Zinserträge wachsen proportional zum eingesetzten Geldkapital und das Geldkapital vermehrt sich um die Zinserträge (abzüglich des aus den Zinserträgen getätigten Konsums, Kapitalertragssteuer und Inflation natürlich). Das nennt man exponentielles Wachstum.

Exponentielles Wachstum ist jedoch nirgendwo in der realen Welt auf Dauer möglich, oder sollen wir uns in 200 Jahren alle 20 Minuten ein Auto kaufen?

Und so wird uns unser Geldsystem bald um die Ohren fliegen.

Seltsam, dass ausser Dirk Müller keiner von den ökonomischen Schlaumeiern in den Talkshows diesen simplen Zusammenhang begriffen haben soll.

wie SPANIEN seine banken retten will???

im moment sieht es ja wohl so aus, dass die europaeischen steuerzahler die spanischen banken retten sollen und werden oder habe ich da was falsch verstanden...

die jetzige situation ist das ergebnis der spanischen immobilienblase.

die wurde auch hier, bei tagesschau und anderen oeffentlich-rechtlichen medien vor noch gar nicht allzu langer zeit als mustervolkswirtschaft gefeiert und uns ueberaengstlichen und reformunwilligen deutschen als leuchtendes vorbild praesentiert.

hintergrund u.a. - ebenfalls hier ausgiebig gelobt - in spanien wird im wesentlichen nicht wohnraum gemietet, sondern gekauft.

das gleiche schneeballsystem wie in den usa. am ende muessen immer schneller, immer mehr menschen kaufen, sonst kann man die absurden renditen nicht mehr bezahlen.

deshalb lockern banken ihre kreditvergabekriterien in unverantwortlicher weise.

dieses risiko sollen nun wir durchschnittsverdiener bezahlen.

nicht fuer die spanier, sondern fuer die banker.

ich finde kapitalismus toll!!

Krisenverursacher

Die sogenannten "Krisenverursacher", auf die oft gerne geschmipft wird, sind am Ende übrigens die deutschen Sparer, die wegen ein paar Prozentpunkten höherer Verzinsung ihr Geld auf Tagesgeldkonten isländischer und spanischer Banken gezahlt haben, statt sich zu wundern, wie es diese Banken eigentlich bewerkstelligen, oft mehr als doppelt so hohe Zinsen zu zahlen, wie die örtliche Sparkasse oder Volksbank auf dem sicheren Sparbuch. Antwort: Mit Spekulation.

Sicherlich: spekuliert hat damit der Investmentbanker, nicht der Anleger. Aber letzterer hat jenen engagiert, als er ihm - oft noch auf Anraten von "Fachleuten" in Verbraucherschutzstellen - auf die Zinssätze schielend sein Geld in die Hand gedrückt hat.

Wir bekommen, was wir bestellt und mit unseren Spareinlagen finanziert haben. Solange in Deutschland in allen Bevölkerungsschichten - vor allem bei den Empörten, die sich hier so oft zu Wort melden - Gier ("Geiz ist geil") und Ignoranz vorherrschen, wird sich daran nichts ändern.

Hintergrund: wie spanien seine Banken rett..

Es ist doch ganz einfach ,

die ausschweifenden Erklärungen mancher User sind wohl-
gemeint, helfen aber i.d. jetzigen situation nicht
weiter .
Es sind auch nicht d. Banken , die schuld haben, nein,
es sind die Politiker , die ein Großes Rad gedreht haben.

Spanien: Banken vergeben Kredite f.Wohnungsbau ,
Fehler: nicht mit ausreichender Deckung , i.d.Hoffnung,
d.wirtschaft läuft so weiter .

Dann will keiner d. ETW-Silos haben (waren f. Touristen
gedacht . Folge: Das Kredit-
system bricht zusammen, nun muß d. Staat helfen, um
keine Lawine loszutreten, Ssystemrelevanz !

Das ist d. Fehler d. Totalen Globalisierung, ob i.d
Finanzbranche (owohl ein ein hoher Vernetzungsgrad er-
forderlich ist), oder i. Wirtschaft, ( Das fehler-
hafte EU-Konstrukt), oder im Sozialen Bereich (Malocher) , es ist lächerlich , d. Std.-Lohn de.
Deutschen a.d. Looser-Staaten zu übertragen (wobei
diese Staaten bereits über unserem Lohnniveau liegen,
aber bei 30-40 % d. wertschöpfung d. Deutschen )

Das

Antwort auf meine Frage

Tja, man mag mit der jw nicht immer übereinstimmen, aber für solche Hintergrundinfos ist sie unentbehrlich:

http://www.jungewelt.de/2012/06-09/044.php

Eigenkapital ?

Kann mir mal irgendein Sachverstaendiger erklaeren wie man Eigenkapital durch "kriminelles" oder sogar durch legales pumpen erhoeht. Hoert doch bitte auf uns taeglich mit diesem Schwachsinn zu konfrontieren.
Eigenkapital ist ganz einfach zu beschreiben. Es ist die Summe, die nach Abzug aller Verbindlichkeiten als frei verfuegbares Vermoegen fuer mich uebrig bleibt.

Bei den Banken wird Eigenkapital so definiert, dass selbst die Bankster und deren Juristen nicht verstehen, was das eigentlich ist. Von den Politikern, die diesen Unsinn finanzierren - mit unserem Geld - ganz zu schweigen.

wie lange noch?

Klar macht das Spass, anderer Leute Geld zu verschenken. Vor allem, wenn es den Bankstern hilft. Gewinne abschöpfen und wenns dann nicht mehr läuft, nach Hilfe rufen. Klappt doch wunderbar. EU Verträge sind dagegen? EGAL.
warum ermittelt kein Staatsanwalt gegen die Verantwortlichen in DE und der EU?

Verletzung des Amtseides und der Verträge! EGAL, wenns den Bank Gangstern und ihrer Lobby hilft.

Wir sind auf der Zielgeraden zur Diktatur des Kapitals.

Sieht das keiner? Armes Deutschland.

Der blanke Irsinn und nichts anderes!

Seit Wochen überbieten sich spanische Politiker
allen voran der Regierungschef Rajoy und sein Wirtschaftsminister Luis de Guindos der spanischen Öffentlichkeit zu versichern,dass sie auf keinen Fall irgend einen Rettugsschirm beantragen geschweige denn, "darunter kriechen" würden!!!

Jetzt also doch! War sowieso jedem klar!

Und wieder wird dies mit der "erforderlichen Rettung"
von Banken begründet!!! Alleine die Bankia (bancaja) verschlingt von den jetzigen 100 Millarden
EURO noch einmal ca. 20 Millarden EURO(!!!)nach dem
sie bereits 4,5 Millarden per se vom spanischen Staat
erhalten hat!
Dieses verbrecherische System läuft ungeachtet allen
öffentlichen Entsetzens ungehindert weiter!
Un jetzt soll das Geld auch noch ohne die sonst
erforderlichen Spar-Auflagen begeben werden!?!

Wir alle nehmen den "arabischen Frühling" als
ein Ereignis aus der Distanz wahr!
Dabei befinden wir uns in der gleichen Situation!
Nur das hier die Despoten als Bänker in Nadelstreifen
die Politik diktieren!

@ zuendedenken

Na ja, ganz Unrecht haben Sie nicht. Viele Leute sind auf den Renditewahn-Zug aufgesprungen. Das steht natürlich jedem frei, nur dann muss er auch die Konsequenzen tragen. Wer hohe Zinsen will, muss auch damit rechnen, dass er alles verliert. Ich sehe nicht ein, warum diese Verlust vergemeinschaftet werden.
Ich persönlich gehöre nicht zu den Verursachern, denn mir war auch klar, dass diese Blase irgendwann platzt. Mein Geld ist bei den Raiffeisenbanken, wenngleich zu einem niedrigeren Zinssatz, aber sicher, angelegt. Man muss auch mal mit kleineren Dingen zufrieden sein und nicht immer nur mehr wollen.
Also, der kleine gierige Sparer ist auch schuld, aber die Großzocker mit ihren Millionenboni sind das Hauptproblem.

Traurige Wahrheit

Hallo Liebe Leserinnen und Leser der Tagesschau,

es ist doch völlig egal was wir hier diskutieren oder schreiben, tatsache ist das Spanien egal wieviele Milljarden €uro es brauchen wird dieses Geld auch bekommen wird von der Eu und vom deutschen Steuerzahler. Das ist so sicher wie das Amen in der Kiche und so sicher wie wir auch niemals das Geld zurück bekommen das nach Griechenland geflossen ist. Unsere Politiker haben doch auch keine andere Wahl, den wenn Spanien und Griechenland aus dem €uroraum austretten würden, werden mit Sicherheit auch andere Länder wir zb Portugal Italien vielleicht sogar Frankreich (JA FRANKREICH)folgen weil diese Länder feststellen werden, dass es ihnen nach dem €uroaustritt besser gehen wird. Und das werden unsere Politiker zu verhindern wissen "Koste es was es wolle" und uns allen weiter erzählen das der €uro für uns und €uropa gut ist.

@zuendedenken - DANKE

eine der Ursachen beim Namen genannt - auch wenns die Blödzeitungsjournalisten und ihre Leser (und Abschreiber in anderen Medien) nicht wahr haben wollen.

Natürlich ist auch richtig, dass wer viel Zins zahlt auch selber noch richtig satt verdienen will was besagte Spekulationsspirale auch antreibt.

@AlterSimpel

"Die Schuld liegt scheinbar klar bei dem, der sich Geld geliehen hat und nicht bei dem, der es allzu leichtfertig verliehen hat."

Natürlich liegt die Schuld bei demjenigen der sich Geld geliehen hat und dieses nicht zurückzahlen kann. Jeder sollte seine eigenen Verhältnisse am Besten kennen und sich ausrechnen können wieviel Kredit man sich leisten darf.

Natürlich ist es auch ein Fehler bei den Beurteilungen der Bank wenn es mehr Kreditausfälle gibt, als durch die Zinsaufschläge abgedeckt wären, aber direkt "Schuld" sind diejenigen die nicht zurückzahlen können...

@Archimedes

"Seltsam, dass ausser Dirk Müller keiner von den ökonomischen Schlaumeiern in den Talkshows diesen simplen Zusammenhang begriffen haben soll. "

Hmm, vielleicht irren ja Sie und der eine "Experte" und die vielen anderen haben recht? Wenn der Zusammenhang so "simpel" wäre, würde ich doch lieber der Mehrheit trauen.

Das mit dem exponentiellen Wachstum ist aber sowieso Blödsinn, denn risikolose Habenzinsen bekommen Sie nirgendwo oberhalb der Inflationsrate und damit wächst zwar der Zahlenwert des Geldes, aber nicht der Gegenwert und dann kann man ja irgendwann ein paar Nullen streichen und es geht einfach weiter...

Das Problem ist nicht das Geldsystem (es wäre identisch wenn man andere hypothetische Tauschwaren hätte), sondern das unverantwortliche Handeln der Menschen mit egal welchem System.

Seit geraumer Zeit scheint es

Seit geraumer Zeit scheint es ein neues Staatsgeheimnis (die berühmten Arcana Imperii) zu geben, nämlich das Mysterium, warum man Banken nicht wie jede andere Unternehmung in den Konkurs gehen lassen kann; denn alle anderen Firmen von Bauunternehmen über Ladenketten bis hin zu Versandhäusern können und dürfen in den Konkurs gehen, wenn auch die Parteiengecken sich hin und wieder durch armselige Rettungsversuche wichtig zu machen versuchen; doch die hierfür aufgewendeten Summen sind lächerlich gering, die Banken aber erhalten Unsummen aus der Staatskasse und Garantien in Höhe mehrerer Staatshaushalte.
Die sattsam bekannte Käuflichkeit der Parteienregierungen dürfte mit Sicherheit ein Hauptgrund sein, aber wie es die Banken geschafft haben, sich die Parteiengecken derart dienstbar zu machen ist und bleibt ein Rätsel.
Wie dem auch sei: Die Unsummen, mit denen die Banken jonglieren, vermag der Staat nicht zu tragen, weshalb ein kontrollierter Bankenzusammenbruch unumgänglich geworden ist.

Der Euro ist ein Betrugs-System

"Der Euro ist das größte Betrugssystem der Menschheitsgeschichte in Friedenszeiten"
Free Lunch für Spanien: 100 Milliarden "ohne Auflagen" erhält das Land für seine maroden Banken. Ob das je wieder zurückgezahlt wird? Fest steht dagegen dass Banken nicht aus dem Rettungsschirm finanziert werden dürfen!!! Das Geld, das spanische Institute verzockt haben, sollen bitteschön deutsche Sparer erstatten. Mit allen nur erdenklichen Tricks sollen spanische Banken nun via deutschem Steuerzahler rekapitalisiert werden. Sei es über ESM, EFSF, oder sonstigen neu geschaffenen Konstruktionen, die nur eines im Sinn haben: das deutsche Volksvermögen anzuzapfen. Eigenverantwortung? Nee! Man muss sich die Situation einmal umgekehrt vorstellen: Was wäre wohl los, wenn Deutsche Banken pleite wären und der deutsche Staat mit linken Tricks die Südschiene anzapfen wollte, um deutsche Banken zu retten. Die Schlagzeilen in den Zeitungen und der Aufruhr in der PIGSF-Politik wären schier grenzenlos. Grauenvoll!!!

Perlen vor die Säue werfen

Diese permanente Bankenretterei europaweit ist wie Perlen vor die Säue werfen. Kaum ist eine Charge an Milliardenspielschulden der Banken vom Steuerzahler gedeckt worden, steigen diese mit dem frischen Kapital wieder hemmungslos in die nächste Hochrisikorunde ein und das Drama beginnt von neuem. Beispielsweise die vom Steuerzahler gerettete Commerzbank sitzt jetzt auf unverschämt hoch verzinsten Staatsanleihen Spaniens en masse. Kommt aber auch hier der Schuldenschnitt, darf geraten werden, wer die Abschreibung letztendlich wiederum finanziert. Eigentlich könnte die EZB den Investmentbanken gleich eine Lizenz zum Gelddrucken erteilen, dann hätten wir die Hyperinflation binnen Jahresfrist, aber auch die unvermeidlich nötige Währungsreform und Chance zu einem dann hoffentlich intelligenteren Neuanfang.

Die Banken verdienen

Was reiben wir uns hier im Blog auf, spanische Banken werden die Rettungshilfen erhalten.Immer wieder die Banken, wofür unsere Euro-Finanzminister sogar ihre Wochenendruhe aufgeben. Plötzlich, am Samstag, in einer Telefonkonferenz flüchtet Spanien nun wohl unter den Rettungsschirm. Zwischen dem Spiel Niederlande:Dänemark und Deutschland:Portugal, ist Alles in Sack und Tüten ohne Parlament, warum wählen wir in Europa überhaupt noch, wenn an einem sonnenreichen Samstag in einer Telefonkonferenz über das Schicksal von Millionen Menschen entschieden wird, Milliarden an die Banken, was haben sie mit dem Geld ihrer Kunden getan, wieso werden Banken gerettet, die pleite sind und voraussichtlich gezockt haben. Wo bleiben Bankenaufsichten, aber vor allem das Europaparlament. Was überwachen diese Politiker überhaupt, Europa nein danke, so wird es immer mehr rufen - mit Recht???!!!

@Nadelspiel Wir sind verkauft worden

Wir leben in einer Demokratie, aber über unser Kapital können wir nicht verfügen. Über das Monatliche Gehalt ja, aber die Ausgaben explodieren getrieben durch den Staat. Also ist am Ende alles für die Tonne.
Wir sind der Esel und laufen der Karotte hinterher. Die Finanzminister sitzen auf der Karre und verteilen die Kamelle.

Mariano Rajoy

Am 28. Mai 2012, vor nur zwölf Tagen, sagte der spanischer Ministerpräsident Mariano Rajoy: "No va a haber ningún rescate de la banca española." - "Es wird keine Rettung der spanischen Banken geben."

Diese Aussage ist im Lichte des gestrigen (inoffiziellen) Antrages auf EU-Hilfen für die maroden Banken höchst sonderbar. Wie kann man eine solche Person noch ernst nehmen? Wie kann man mit jemandem verhandeln, der sich nicht einmal die Mühe macht, den Umstand, dass sein Land Pleite ist, selbst seinem Volk zu sagen (und stattdessen bei der Fußball-EM weilt)?

Aber gut. Je mehr Hilfsmilliarden (die keinem Normalbürger "helfen") in den maroden Banken und Staaten versenkt werden, umso schneller wird der Euro zerbröseln. Ja, die Politiker hätten das abwenden können, damals nach der Lehmann-Krise, wenn sie denn gewollt hätten. Aber sie haben es nicht getan. Sie haben sich "Zeit gekauft" (wofür?) und nichts getan. Jetzt ist die Katastrophe da, und alle Völker in Europa müssen das bezahlen.

Der EURO ist nicht zu retten, rette sich wer kann ?!

Es ist ja schön das man langsam erfährt das es vier Staaten sind die den "Rettungsschierm" in anspruch nehmen.
Aber wer oder was wird da gerettet ?
Ah schon wieder Banken.
Unser Geld System, besonders der EURO, ist leider so marode das es nicht mehr zu retten ist.
Leider hat man bei der ganzen Sache den üblen eindruck das alle unsere Berichtsersatter nur die Staatsdoktrin der EURO Rettung sützen.
Leute die anderer Meinung sind oder ganz einfach nur die Warheit über EURO und Rettungsschirme aussprechen, werden untergebuttert.
Tilo Sarrazin hat recht, Europa braucht den EURO nicht und Europa wird ohne den EURO sicher nicht untergehen.
Der EURO sichert den Frieden nicht.
Das Teuerste wird aber sicher eine endlose EURO Rettung sein.

Zwar könnte sich das

Zwar könnte sich das Spielgeld Euro noch als höchst nützlich erweisen, sofern sich durch es das Dichterwort über dem EU-Moloch erfüllen sollte: „was die Befestigung ihres Bundes scheint, wird die unmittelbare Veranlassung ihrer Entzweiung werden.“ Denn die Vollendung von dessen Usurpation, beschönigend die Vereinigten Staaten von Europa genannt, sollte ja durch das Spielgeld Euro präjudiziert werden, aber der Preis dafür ist dennoch sehr hoch: Der Verlust der deutschen Ersparnisse und vor allem die Aufopferung der deutschen Mark, welche als Währung beliebt und hoch angesehen war und der Verlust daher erst zu ermessen ist, wenn die Mark wieder eingeführt wird.
Schlimm ist auch, daß nun Deutschland, mit seinem Bestreben nach einer stabilen Währung, mit Ländern wie Spanien und Griechenland in Streit gerät: Denn gäbe es das Spielgeld Euro nicht, so könnten diese munter Gelddrucken, Steuern senken oder erhöhen und nach Lust und Laune in Rente gehen, ohne daß dies Deutschland etwas anginge.

Klingt doch vernuenftig.

Klingt doch vernuenftig. Solange den Banken Auflagen erteilt werden wie das das in USA der Fall war, z.B. bzgl. der Geschaeftsfuehrung und der Managergehaelter, was dort zu einer vorzeitigen Rueckzahlung der Kredite durch die Banken fuehrte. Der Rettungsschirm wuerde dann sogar Zinsen an der Massnahme verdienen, genau wie dort der amerikanische Steuerzahler. Die Hypothekenkrise geht vorrueber sobald die Haeuser versteigert sind. In USA hat das etwa 4 Jahre gedauert, von 2008 bis jetzt, aber jetzt gehen die Grundstueckspreise wieder aufwaerts, die Hypothekenkriterien wurden strenegr gefasst, und alles sieht optimistisch aus. Genauso wird das auch in Spanien laufen. Uebrigens haben in USA die Banken bei Versteigerung der Haeuser die Differenz zwischen der unbezahlten Kreditsumme und der Versteigerungssumme z.T. durch ihre Ausfallversicherung ausgeglichen, was die spanischen Banken doch wohl auch haben werden.

Einer trage des anderen Last

Wenn die Südländer der EU zeitig in Rente gehen wollen, um noch möglichst viel von ihrem Lebensabend genießen zu können, müssen die fleißigen Nordländer der EU eben immer länger arbeiten, denn da ist das Wetter eh schlecht und die Einstellung zur Arbeit eine sehr viel bessere.

Wenn die Südländer der EU die Steuern ihrer Reichen und Superreichen nicht eintreiben wollen, dann müssen eben die Kleinen zahlen, und zwar überall in der EU.

Wenn die südländischen Banken ohne die erforderlichen Garantien "großzügig" beliebig viel Geld verleihen und eine zweite Immobilienkrise hervorrufen, dann müssen die Nordländer eben wieder mal 100.000.000.000 Euro = 2 Millionen deutsche Jahresgehälter zusteuern um den verantwortungslosen Genossen im Süden der EU zu helfen auf Kosten der ehrlicheren Leute aus dem Norden zu leben.

Ist so eine EU erstrebenswert und überlebensfähig?
Fördert das den europäischen Zusammenhalt oder schafft es neuen Hass und Frust?

Es ist ein Skandal

Mal eben 100 Milliarden bereitstellen, für Unternehmen, die versagt haben? Kein Problem.

Eine Bürgschaft für Schlecker? Niemals.

Die Banken haben sich selbst an den Rand des Ruin gebracht. Der einzig sinvolle Weg ist:

Banken unter staatliche Kontrolle bringen. Per geordnetem Konkursverfahren abwickeln. Konten von Privatbürgern garantieren.Stattliche Bank einrichten, um sicherzustellen, dass Unternehmen an Kredite gelangen können.

Alles andere ist Zeit- und Geldverschwendung.

Ich wäre dankbar etwas

Ich wäre dankbar etwas verstehen zu dürfen. Die Banken haben kein Geld, die Völker haben auch kein Geld, weiten Teilen der Industrie gehts schlecht, die Staaten stehen reihenweise vor der Pleite... Wer sind die Gläubiger die in der Lage sind so viel Geld zu verleihen? Diese Frage zu erklären wäre doch vielleicht mal eine Reportage wert?

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