Kommentare

Solche Prognosen zeigen einem

Solche Prognosen zeigen einem zwar in welche Richtung es gehen könnte, nur auch Wahlforscher können sich irren. Sie sind auch nur Menschen.Zum Beispiel 2009 bei der letzten Bundestagswahl lag die Linke lautPrognose bei 6% und damit im Bundestag. Eingezogen ist sie aber mit 11%.

"Für die Piraten geht es indes deutlich bergab"?

Na ja: sie haben immer noch fast so viele Prozentpunkte wie die Linke und die FDP zusammen. Diese beiden krepeln um die 5% rum. (Ich will gar nicht wissen, wie es ohne Auf- und Abrunden gewesen wäre.)

Allerdings ist der gemeine

Allerdings ist der gemeine Wähler oft sehr verwirrt ;-)

Immer die gleiche Leier

Jedem aufmerksamen Beobachter ist seit Jahren aufgefallen, dass Schwarz-Gelb in den Prognosen immer schlechter dargestellt wird, als wie die Wahl ausfällt, Rot-Grün immer besser. Damit die Wähler der einen Seite mobilisiert werden, das Blatt zu wenden bzw. denken, dass ihre Stimme nicht so dringend ist, da die Mehrheit ausreichend groß ist.

Und nun gilt es auch noch, die Piraten madig zu machen. Ich selbst glaube an derlei überhaupt nicht mehr!

Was sollen uns diese Trends

Was sollen uns diese Trends eigentlich sagen? Natürlich ist es interessant, aber für wen sind sie eigentlich gemacht? Für den Bürger? Naja, was soll ich mit der Information? Wählen gehe ich nächsten Sonntag eh nicht und selbst wenn, soll ich ja wählen was ich richtig finde und nicht, was alle anderen vielleicht denken. Für die Politiker? Hm - damit sie dann darauf reagieren und ihre Politik dem tagesaktuellen Volkswillen anpassen kann? Ich als Bürger wünsche mir doch eine verlässliche Politik, die nicht täglich auf Umfrageergebnisse reagiert, sondern das in ihren Augen richtige tut, auch wenn es nicht immer bequem ist. Dafür wähle ich sie alle paar Jahre und dafür kann ich sie auch wieder abwählen. Aber dieses dauernde Trend-ermitteln finde ich alles andere als hilfreich. Wenn ich schon zwangsweise GEZ zahlen soll für Services, die ich nicht einmal nutze und teilweise nicht gutheisse, will ich wenigstens sinnvolle Informationen für mein Geld.

Das sind doch minimale

Das sind doch minimale Schwankungen; Wie gross ist denn die Varianz für einen confidence level von 97% bei diesen Untersuchungen ? Ich wette, die liegt mindestens auch bei 1%, wenn nicht sogar darüber.

sollten die Zahlen nicht neutraler kommentier werden?

Wenn man die Kommentare zu den Zahlen liest, kann man sich den Eindruck nicht erwehren, dass der Schreiber eigene Vorlieben wieder gibt. Begriffe, wie "Immerhin, erstaunlich, leider..." lassen keinen Zweifel an einer Oppositionsnähe. Sätze wie "...erstaunlich ist auch, dass immerhin 35 Prozent der Befragten erklären, sie seien mit der Arbeit der Bundesregierung zufrieden." sind enttäuschend. Gerade von einem staatlichen Sender, wie die ARD sollte man mehr Neutralität erwarten können.

Der Kindergarten Piraten wird mehr und mehr entzaubert

So langsam scheint die Erkenntnis bei vielen Wählern einzukehren, dass Politik Antworten auf wichtige Fragen liefern muss. Der Kindergarten Piraten wird zunehmend als solches erkannt.
Der Rest der etablierten Parteien liefert aktuell keine Überraschungen. Der Wahlausgang ist insofern aus heutiger Sicht noch offen.

Das ist Deutschland

Meckern, Jammern, alle anderen sind Schuld, uns geht es doch noch zu gut.

Immer schön die Gleichen wählen.

Dann geht es mit Euch aufwärts!

Piraten am Boden?

wegen 2% Minus?

Ich bitte Sie. Die Fehlerquote der Umfrage ist so hoch, dass es auch 1% sein könnten und das besagt eigentlich gar nichts...
Im Prinzip hat sich eigentlich überhaupt nichts verändert, dass sind Messtoleranzen, sonst nichts.

Und solche Prognosen sagen wirklich nicht viel aus... ich habe für die NRW Wahl eine Prognose gesehen, wo die FDP bei 2% lag... und 4 Wochen später hatte sie bei der echten Wahl dann 8%... von daher...

Geht's noch subjektiver?

Lieber Herr Schönborn,

fällt Ihnen nicht selbst auf, wieviel persönliche Wertung in Ihrem Deutschlandtrend-Kommentar steckt?

Sie wissen, dass Ihre durch Umfragen eingeholten Zahlen eine Einschätzung der politischen (Un-)Zufriedenheit berücksichtigt, die auf bereits vergangenen Aktionen der Parteien und PolitikerInnen basiert. Korrekt wäre es also, Ihre Ergebnisse auch im Präteritum zu formulieren. Mit der Verwendung des Präsens gaukeln Sie vor, dass die Zeit seit Ihrer Umfrage stehen blieb bzw. dass sich die herausgearbeiteten Tendenzen Ihrer Momentaufnahme fortsetzen.

Sie schreiben "Gut ein Drittel mit Bundesregierung zufrieden" - genauso gut hätte man schreiben können "Gut zwei Drittel mit Bundesregierung unzufrieden"! Haben Sie bei Ihrem "Gefühl, dass angesichts des Ausmaßes der Eurokrise die verantwortlichen Regierungsmitglieder ganz ordentliche Arbeit machen" die gestiegene Zahl der Befragten ausgeblendet, die mit der Bundesregierung "gar nicht zufrieden" waren?

"Piraten klar im Minus"

Bei einer Fehlertoleranz von mindestens 1,4 Prozentpunkten (wie im Infokasten zu lesen) und einem dadurch evtl. nicht signifikanten Rückgang von einem "klaren Minus" und vom Ende eines "Höhenflugs" zu sprechen ist mindestens tendentiös. Fehlt nur noch, dass man bei der FDP eine enorme Steigerung um 25% von 4% auf 5% hervorhebt und es wird wieder klar, aus welcher Ecke der Kommentar kam.

@Tada

Tada: "Für die Piraten geht es indes deutlich bergab"?
Na ja: sie haben immer noch fast so viele Prozentpunkte wie die Linke und die FDP zusammen.

Mag sein. Aber die erste Ableitung der Wählerfunktion ist nun mal negativ. Und fieserweise die zweite Ableitung auch (wenn Sie wissen was ich meine).

Es reicht

weder für schwarz/gelb noch für rot/grün. Also steuern wir momentan auf eine große Koalition hinaus. Das kann sich aber noch tausend mal ändern.
Den Verlust der Piraten finde ich nicht verwunderlich. Sie haben sich in letzter Zeit nicht wirklich gut verkauft. Das jeder Abgeordneter nur seinem eigenem Gewissen unterworfen ist mag sich zwar gut anhören aber was kann ich dann von der Partei an sich erwarten??!!
Selbst wenn ich sehr skeptisch an die Sache heran gehe und sage das die eingesessenen Partein ohnehin lügen, ist doch die Frage ob die eine Partei die unvorhersehbar handelt der bessere Wurf ist.

re deHahn

Sie haben sicher ein paar konkrete Beispiele parat, oder? (Am besten wäre natürlich eine Zusammenstellung der Deutschlandtrend-Prognosen z.B. zwei Wochen vor der Wahl und ein Vergleich mit dem jeweiligen Wahlergebnis)?

Nach meiner Erfahrung folgt auf Einleitungen wie "Jedem aufmerksamen Beobachter....", "Wie jedem vernünftigen Menschen klar sein dürfte..." o.ä. meist eine krude Ansammlung von Vorurteilen oder eine schön widersprüchliche Verschwörungstheorie.

@florgeo

florgeo: ... Gerade von einem staatlichen Sender, wie die ARD sollte man mehr Neutralität erwarten können.

Hoppla, ich glaube ich lese nicht recht. Die ARD ist kein staatlicher Sender.

Piraten und Co.

Es ist doch klar dass man die Piraten kleinmachen will,die könnten ja den anderen ,,etablierten Parteien" die Stimmen wegnehmen.Nun will man den anderen die Meinung aufzwingen das die Piraten an Zustimmung verlieren.
Den kleineren Parteien,damit meine ich nicht die FDP,soll man mehr Aufmerksamkeit schenken,denn diese können großes Potenzial haben.

Steinmeier?

Wie Steinmeier noch ankommt, ist mir unverstaendlich. Seit der Guantanamo-Affaire, weshalb ein unschuldiger Mensch, Kurnaz, Jahre laenger Folter ausgesetzt war, ist Steinmeier weder rechtsstaatlich, noch sozialdemokratisch akzeptabel. Weder hat er sich je dafuer entschuldigt, noch sonstwie Reue gezeigt.

So einer ist in einem demokrtischen Staat nicht waehlbar. Schade, dass in der breiten Masse dies offensichtlich nicht zaehlt.

Herb.

befremdliche Interpretation

Ich kann SoilentGruen und florgeo nur zustimmen: Bei einer "Fehlertoleranz" zwischen 1,4 bis 3,1 Prozentpunkten (bei 95% Konfidenzintervall??) eine 2%-Differenz als Absturz zu interpretieren, da kräuseln sich meine Nackenhaare schon. Hinzu kommt mal wieder diese Zufriedenheitsskala, die mit einer echten Likertskale (==> negatives und positives Extrem gleich "stark" und gleiche Abstände zwischen den Abstufungen) ungefähr so viel zu tun hat wie meine Großmutter mit einem Smartphone. Um auch die Konsequenz daraus für nicht-Psychometriker klar zu machen: Da es kein "teils-teils" gibt, ist "weniger zufrieden" das einzige Nicht-Extrem der Antwortalternativen. Wäre die Skala "sehr zufrieden / eher zufrieden / eher unzufrieden / sehr unzufrieden" gewesen, hätten mehr Leute "eher zufrieden" oder "eher unzufrieden" angegeben und weniger "gar nicht zufrieden".

Ich lese hier keine Nähe zu irgendeiner politischen Richtung raus, sondern zuallererst psychometrisches Unwissen von infratest und Autor.

@Mr.Right1961

Ja, sie werden entzaubert. Hätte mich auch gewundert, wenn auch sie irgendwann in der Wirklichkeit ankommen.

Aber schauen Sie sich die Posse der Regierung beim Betreuungsgeld oder der Spanienrettung an. Unverstand scheint allen Parteien gut zu stehen.

re mr.right1961

"Der Wahlausgang ist insofern aus heutiger Sicht noch offen."

Also aus heutiger Sicht, und nicht nur aus heutiger, gibt es jedenfalls keine schwarzgelbe Mehrheit mehr.

Davon ausgehend sind dann diverse Koalitionen denkbar ...

Piraten klar im Minus?

Wie bitte? Ich sehe da immer noch ein klares PLUS vor der 9 stehen.

Und wer wirklich etwas in der Politik und in Europa ändern möchte, darf kein Rot-Grün oder Schwarz-Gelb wählen, egal welcher mit Photoshop bearbeiteten Köpfen dieser Parteien grade auf einem Plakat klebt.

Politik, sowie deren Parteiprogramme und das was auch umgesetzt wurde sollte mehr im Vordergrund der Presse stehen.

Wenn man sich auf einer Webseite registriert, muss man meistens den AGB/Richtlinien zustimmen. So sollte es auch sein, wenn ich meine Kreuz auf dem Wahlzettel mache:

Ja, ich bin mit dem Parteiprogramm einverstanden und stimme dessen Umsetzung zu.

Politik muss Antworten finden, aber...

bitteschön auf richtigen Fragen!

Zum Beispiel auf die Frage, wie wir denn den Ursachen der Finanzkrise auf den Grund gehen wollen, anstatt als angeblich alternativlose Rettungsaktion eine beispiellose Umverteilung von unten nach oben zu inszenieren, wird von Schwarz-Rot-Grün-Gelb nicht ansatzweise diskutiert.

Zum Beispiel auf die Frage, ob es denn zur "Parteiendemokratie", in der unterschiedliche Parteien sich inhaltlich nur durch Nuancen unterscheiden und der einzelnen Abgeordnete nicht mehr frei nach seiner persönlichen Meinung abstimmen oder gar gehört werden soll, nicht bessere Alternativen gibt. Darüber denkt bei den vier etablierten Parteien niemand nach.

Die Piraten sind sicher kein Hort professioneller Politik. Aber wenn ich die Wahl habe zwischen professionell und unbeirrt in die Sackgasse rennen oder etwas planlos nach einem neuen, vielleicht besseren Weg schauen, entscheide ich mich für die unsichere Zukunft. Die Zukunft der Etablierten ist nämlich alternativlos düster.

Trends

Wenn ich das gewusst hätte, dass Euch das ärgert hätte ich andere Angaben bei der Befragung am Telefon gemacht.
Nur den D.... der Piraten hätte ich noch eine Note schlechter gegeben.

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass innerhalb eines Fehlerbereichs alle Ergebnisse gleich[!]wahrscheinlich sind, dass nicht etwa die Mitte dieses Bereichs wahrscheinlicher ist als der Rand. Die Folgerung daraus: wenn hier ein Verlust von 1% angegeben wird, ist es genauso wahrscheinlich, dass es in Wirklichkeit ein Gewinn von 1% ist. Deshalb ist es nicht korrekt, aus so kleinen Schwankungen einen Trend zu folgern.
Was das Betreuungsgeld betrifft, so ist es unter wahltaktischen Gründen, d. h. wenn man die Gesamtheit der Wähler befragt, vielleicht nicht hilfreich. Wenn man aber Familien oder Mütter mit Kleinkindern befragt, so hat man allerdings eine deutliche Mehrheit dafür (interne CSU-Umfrage). Gut, dass Politik nicht nur nach Umfragen gemacht wird!
Leider wurde nicht gefragt, wie die Wähler es finden, dass die SPD wie die CDU in der großen Koalition die Einführung des Betreuungsgeldes mitbeschlossen hat, und jetzt dagegen trommelt. Warum wurde danach eigentlich nicht gefragt?

Der Linke muesste es eigentlich besser gehen

Schon verblueffend mit welcher Unverschaemtheit die Piraten von ignoranten Medien kaputtgeredet werden. Dabei sollte deren Einfluss von allen Buergern gewuenscht sein. Wir brauchen keine Piraten in der Regierung, aber wir brauchen Integritaet und ECHTE Demokratie in der Politik.

Die Linke hat ihre grosse Stunde verschlafen. Der Kapitalismus steht in der Kritik und die Partei glaenzt nur Personalquerelen und der Reinkarnation von Napoleon in Form von Lafontaine. Bin zwar kein Linke-Fan, aber ich glaube, da haette einiges an gutem tagespolitischem Input kommen koennen.

Ja, es geht Richtung Europa!

Natürlich, liebe Medien, trägt euer Dauerbeschuß der Piraten irgendwann Früchte. Klirren die Sektgläser schon, weil ihr Deutschland wieder eingenordet habt?
Deutschland war bisher eine löbliche Ausnahme in Europa, denn bei uns bietet eine Partei namens Piraten eine Alternative zu den ergrauten Papiertigern unserer Politik. Da wo unsere Nachbarn auf so erfrischende Leute wie Le Penn und Wilders und Co setzen, wählte der Deutsche bisher Piraten. Aber sowas kann man mit den deutschen Medien nicht machen! Das geht gar nicht! Also wird gebasht, was das Zeugt hält und ja, jetzt sieht man den Trend, einen ersten Erfolg. Ich gratuliere!

@ Neuromantiker

Es ist nunmal Fakt, dass eine nicht professionalisierte Partei mit einem solchen Mitgliederanstieg innerhalb von nur 6 Monaten extrem überfordert ist und sich in innerparteilichen Streitereien oder Aufgaben seitens ehrenamtlicher Parteiträger verliert. Dass das bei der Öffentlichkeit negativ rüberkommt, ist nur verständlich und in diesem Fall auch geboten: Der Piratenpartei muss die Zeit gegeben werden, sich ein Stück weit professionalisieren zu können und ich sehe in dem kleinen "Sympathieeinbruch" dahingehend eine Chance, Zeit zu gewinnen, sich jetzt daran zu machen, die Partei breiter und standfester zu strukturieren. So ein "Einbruch" muss nicht von Dauer sein!

Alle guten Ideen setzen sich

Alle guten Ideen setzen sich durch. Die FDP wird über die Medien gehätschelt, die CDU runtergemacht, die Piraten belächelt, die SPD schöner gemalt als Sie ist. Fazit der letzten Wochen: Die CDU kämpft wacker um die richtigen Lösungen, muss aber mit der Lobbyistenpartei FDP auskommen und mit der CSU Luftschlösser bauen. Die SPD redet sich "rot" und gibt der Linken den Todesstoss. Die Grünen sind klug haben aber schlechte Ideen. Die Wähler der Piraten Partei stehen übrigens nicht im Telefonbuch - sind ja keine Rentner. Also kann man keine guten Trends erfragen. Macht mal eine Internetumfrage dann werden die Piraten 30 Prozent haben.

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