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Erfahrungen übertragen ?

"Berggruen hat mit Karstadt schon Erfahrung mit Sanierungsobjekten im deutschen Einzelhandel gesammelt. Möglicherweise möchte er diese Erfahrung nun auf einen neuen Fall übertragen."

Geschliffene Rhetorik, muss man ihm lassen.
Allerdings hätte die Journalistin ruhig auch ein paar kritische Fragen stellen können, etwa, warum Karstadt oder Schlecker für Investoren überhaupt interessant sind, oder was der Einstieg für die Angestellten bedeuten kann.

Denn ungefragt sollte man das Wirtschaftsmantra nicht übernehmen: "jeder Investor ist ein guter Investor" und "jeder Arbeitsplatz ist ein guter Arbeitsplatz".

Schließlich bedeutet das im Regelfall: Ausnutzung jeder nur möglichen "Steueroptimierungsstrategie" bei gleichzeitiger Minimierung der Lohnkosten.

Und dann sind wir ganz schnell bei der Frage, warum Staaten selbst in guten Zeiten so wenig Steuern einnehmen (um Schulden zurückzuzahlen etwa) oder warum unsere Sozialsysteme immer mehr Staatszuschüsse brauchen, um zu funktionieren.

Interview: Fall schlecker ist problematischer ..

@-Alter simpl:

Sehr gut kommentiert ,,

logisch will d. Berggruen Kohle machen, egal wie ,

es ist anzunehmen das d.Soziale von ihm ausgeblendet
u. negiert wird ..,
denn sonst würde es sich sicher nicht rechnen für ihn.

Beggruen jongliert u. spielt m.d. Milliarden von Papa,
d. Herkunft d. Millarden ist z.t. ein Großes "Geheim-
nis" , insofern ist Berggruen ein Spieler,
aber keiner,, der sich um d. malocher d. schlecker-konzern Kopfzerbrechen macht .
Auf d. Frage, warum sein Imperium so verschachtelt sei,
konnte o. wollte Berggruen keine antwort geben.

Das sagt schließlich Alles , aus welchem Stall
Berggruen kommt .

@Demeteru

Ich wehre mich nur gegen die übliche wirtschaftliche Heilslehre, nach der ein Investor bei finanzieller Not immer als Messias dargestellt wird.

Der jetzt diskutierte Preis liegt weit unter dem, der noch vor ein paar Wochen genannt wurde. Es wäre naiv zu denken, die Berggruen Holding hätte erst jetzt von Schlecker gehört, insofern fehlt im Interview auch die Frage nach der Strategie, die Berggruen hier verfolgt und wie der späte Einstige ins Mitbieten etwa die Akzeptanz von Lohnsenkungen, Zustimmung zu Verkäufen von Teilen der Märkte, Forderungsverzicht bei den Gläubigern, etc beeinflußt.

Das Interview ist mir schlicht zu harmlos.

Der Schuldige ist nicht Herr Berggruen sondern.....

die Familie Schlecker!!!

Wir leben in einer sozialen Marktwirtschaft und die Zeichen der Zeit sind durch das Familienmanagement der "Schleckers" verkannt worden. Das Unternehmen unterlag keine Kontrolle, außer durch Familienmitglieder.

Nun ist Herr Berggruen bestimmt kein Messias , Wohltäter oder Sponsor. Er ist in erte Linie Investor und will auf absehbare Zeit sein Geld zurück plus eine Rendite. Wenn es ihm gelingt dieses zu erreichen und dabei auch noch Arbeitplätze erhalten bleiben, muß man dieses positiv bewerten.

Ich wünsche die Belegschaft, den Insolvenzverwalter und eventuelle Investoren die Kraft, welche sie brauchen werden um den Scherbenhaufen der Familie Schlecker auf zu räumen.

Es gibt viel zu tun, packen sie es an.

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