Kommentare

Sehr gut!

Das ist doch mal eine gute Nachricht! Die "etablierten Parteien" haben versagt, und nun kann der Wähler den eingeschlagenen Weg (die ND und die PASOK in der Bedeutungslosigkeit verschwinden zu lassen) weiter gehen.

Die Folge: Austritt aus der Eurozone, Wiedereinführung der Drachme, Abwertung. Und dann wird -nach einer kurzen Phase des Chaos- der langsame Aufschwung einsetzen, der den Griechen (also: den Menschen) Linderung schafft.

Für den Euro -so hörten wir ja bereits in den letzten Tagen von Herrn Schäuble, von den Banken, von der EZB- sollte das wohl verkraftbar sein. Dann können wir uns also auf Spanien und Italien konzentrieren!

Eine gute Nachricht.

Griechenland- Hilfe?

Keine Frage, aber nur, wenn damit für das Volk DIREKT, eine Zukunft ermöglicht wird. Der Marshallplan für Deutschland hat ja wohl auch in weiten Teilen der Bevölkerung geholfen, oder?

Aber nur, wenn der Wählerwille berücksichtigt wird!

Neuwahl - und dann?

Alles sieht nach Neuwahlen in Griechenland aus ... und dann? Mit Glück werden einige Nichtwähler beim nächsten Wahlgang hingehen, eine der beiden gemäßigten Parteien wählen und so eine Regierungsmehrheit ermöglichen.

Wahrscheinlicher ist jedoch, daß der Frust der Griechen durch die notwendige Wiederholung der Wahl weiter ansteigt - das würde dann den Extremisten rechts und links zugute kommen.

Wir wären daran mit unserem Spardiktat übrigens nicht ganz unschuldig. Zwar ist richtig, daß Griechenland lange über seine Verhältnisse gelebt hat und nun sparen muß - aber nicht so extrem, wie vor allem die Bundesregierung es ihnen abverlangt. Zum fünften Mal in Folge wird die griechische Wirtschaft nun schrumpfen. Das nennt man schlicht und einfach KAPUTTSPAREN. Wir nehmen den Griechen nicht nur ihren Lebensstandard, sondern auch jede Perspektive, in absehbarer Zeit wieder auf die Füße zu kommen. Das Ergebnis KANN nur eine Stärkung der extremistischen Kräfte sein ...

Vor den Baum ... oder ... an die Wand

Die griechische Bevölkerung ist in der Vergangenheit von unfähigen und/oder skrupellosen "Politikern" nach Strich und Faden belogen und betrogen worden.
Diese "Politgangster" haben die griechische Volkswirtschaft mit ihrer Schuldenpolitik vor den Baum gefahren. Aus dieser (fast) hoffnungslosen Verschuldungsmisere kann Griechenland sich nur mit äußerster Disziplin befreien. Ich weiß, das klingt arrogant, aber mit einem "weiter so" oder ähnlichen populistischen Parolen wird die Situation ja nicht besser sondern schlimmer! Denn irgendwann drehen die Geldgeber den Hahn zu und dann ist Griechenland endgültig am Ende!
Die Leidtragenden sind - wie immer - die "Normalbürger".

Sustainche: Bravo Syriza!

Endlich eine Partei, die nach Wahlen das macht, was sie vorher sagte. Syriza hat dafuer das Mandat ihrer Waehlerinnen und Waehler !

Abendliche Gruesse aus Namibia, Sustainche

@senior60

Die Leidtragenden sind - wie immer - die "Normalbürger".

Das sind sie doch jetzt schon! Die Politiker haben immer noch ein gutes Auskommen mit ihrem Einkommen, die kleinen Leute wissen langsam nicht mehr, wie sie ihre Familien ernähren sollen.

Wenn das so weiter geht, dann treiben wir Griechenland immer weiter in die Hände der Extremisten am rechten und linken Rand. Wollen wir das wirklich? Oder anders gefragt: Können wir uns ein links- oder rechtsradikal regiertes Land mitten in Europa leisten?

Griechenland-Hilfe

Banken-Hilfe!
Die Hilfen in der EU haben immer das gleiche Muster.
Geholfen wird denen, die Geld schlecht verwaltet haben.
Was mit dem Geld gemacht wurde, ist scheinbar egal.
Der Volkswirtschaft in Griechenland wird nicht geholfen,
wenn man den Banke ihr verzocktes Geld wieder gibt.
Geholfen wäre mit einer guten Bezahlung von Leistung.
Griechenland exportiert Agrarprodukte, aber die sind zu billig.
Stellen sie sich vor, ein Bankmanager würde Spargel stechen,
dann käme das Kilo ca. 500,- €.

Es wäre wohl besser

Es wäre wohl besser Grichenland würde aus dem Euro aussteigen. Was sollen Neuwahlen bringen? Vielleicht gibt es dann eine Regierung mit knapper Mehrheit, aber der Zickzack Kurs wird weitergehen.

In den Medien liest man immer so viel von Korruption und Steuerhinterziehung. Warum ist das kein Thema bei den Parteien? Das wäre doch ein Anfang etwas zu verändern. Und warum wollen die Parteien die Schulden nicht zurückzahlen, aber am System Griechenlands nichts verändern?

Wenn es keine breite pro EU Regierung gibt, die sich zu dem Sanierungskurs bekennt, ist eine weitere Mitgliedschaft Grichenlands im Euro-Raum unverantwortlich.

Es gibt also wieder Spielraum...

...für Griechenland und den Rest Europas.

Staatsbankrotte, wie wir sie möglicherweise bald wieder erleben werden (in Griechenland und in anderen Ländern), waren in der Vergangenheit global einigermaßen regelmäßige und erwartungsgemäße Ereignisse.

In unserem Finanzsystem (verzinstes Schuldgeld) haben Währungen nun einmal konstruktionsbedingt eine begrenzte Lebensdauer. Solange wir also an der Bauweise unseres Finanzsystems festhalten, müssen wir auch dessen konstruktionsbedingte Begleiterscheinungen (Wachstumszwang/Umverteilung+Armut/Bankrotte) akzeptieren.

Nun ist es anscheinend wieder einmal soweit. Warum also die ganze Aufregung? Bisher ist noch kein Land durch eine Währungsreform von der Landkarte verschwunden. Es wird neues Geld herausgegeben, und das Spiel fängt von vorne an.

Herr Tsipras und seine Partei könnten nach einem Sieg bei den Neuwahlen helfen, den Reset-Vorgang nicht noch mehr hinauszuzögern und den damit einhergehenden Schock für die Bevölkerung abzumildern.

Ohne neue Regierung

und ohne neues Geld aus Europa ist Hellas in einigen Wochen wohl pleite.
Was bedeutet das für den "kleinen Mann"?
Keine Rente, kein Sold, keine Beamtenbezüge, keine Arbeitslosenunterstützung ... d.h. nichts mehr um das Auskommen im Alltag zu bestreiten
Klar, diejenigen die jetzt reich sind und Guthaben im Ausland besitzen haben damit wenig Probleme.
Was aber macht der einfache Bürger in einer solchen Situation?
Auch die Einführung der Drachme ändert doch zunächst nicht an dem wirtschaftlichen Ruin.
Bis so etwas Wirkung zeigt (falls überhaupt) ist doch der Bürger wirtschaftlich umgekommen.
Wieso hält sich bei machen Menschen der Glaube, dass die Drachme das Chaos in Hellas lösen kann?
Wer gibt denn den Griechen dann noch Geld oder Waren gegen eine wertlose Währung damit sie überleben können?

eigentlich möchte ich rufen:

eigentlich möchte ich rufen: nein! nein! schluss mit diesem debakel! Europa ist gescheitert! Hört auf, kerkert die Banken ein und die Politiker gleich mit!

Doch eigentlich ist es so: wer A sagt muss auch B sagen, und wer die Griechen zu diesem Sparkurs zwingt, der muss auch dazu stehen und darf seine Zusagen nicht aufkündigen, nur weil die Griechen ihre neue Regierung nicht auf die Reihe bekommen!

Mythos: Kein Geld mehr

Irgendwie scheint vielen nicht klar zu sein wie Geld entsteht und was es deswegen bedeutet, wenn Griechenland zur alten Währung zurückgeht. Wenn das passiert hat GR Geld, soviel es will. Die Frage ist nur wieviel Wert es noch hat. Trotzdem besser als Geld zu bekommen, dass für Zinszahlungen drauf geht und selbst verzinst ist.

Das war schonmal so, in Argentinien. Da hatte der IWF Argentnien in Schuldknechtschaft gezwungen und damit ins totale Chaos gestürzt ("Sparprogramme", Privatisierungen) bis sich die Bevölkerung dagegen gewehrt hat. Leider zu spät.

Wenn Griechenland zur alten Währung zurückkehrt wird diese ziemlich abwerten. Das macht GR wieder wettbewerbsfähig. Auf der anderen Seite sinken die Importe.

Hilfe aus Europa?

Die ganze Europa-Politik stinkt zum Himmel, am Ende wird immer nur das Zentrum(Frankreich,Deutschland u.a.) gestärkt, die südlichen Länder kaputtkonkurriert und über Kredite abhängig gemacht. Auf deren Kosten sich selbst schadlos gehalten. Was ist das denn für eine (Wirtschafts,-Sozial-) Union? Gar keine. Und jetzt mit vermeintlicher Hilfe Griechenland erpressen wollen! Normal, dass die Griechen nun sagen, ,,jetzt erst recht!, wir lassen uns unsere Unabhängigkeit nicht nehmen".

Richtig so! Weiter so!

Die "etablierten Parteien" . . .

haben Griechenland selber in diesen Sumpf versenkt. Dass genau das kein
Pfund für einen Neuanfang ist, war wohl klar. Dafür braucht man neue Partner.
Diese müssen jetzt gesucht werden.

@superman

die Einführung der Drachme ändert doch zunächst nicht an dem wirtschaftlichen Ruin. [...] Wieso hält sich bei machen Menschen der Glaube, dass die Drachme das Chaos in Hellas lösen kann?

1. Das zentrale Problem in Griechenland ist doch die fehlende Wettbewerbsfähigkeit: Das Land ist einfach zu teuer. Im Euro kann man nur sehr schlecht abwerten; das fällt mit einer eigenen Währung leichter. Importgüter verteuern sich auf einen Schlag und werden zu Luxusgütern (z.B. Tomaten aus Holland, Autos aus Deutschland), während heimische Produkte stärker nachgefragt werden! Diese Nachfrage belebt die Wirtschaft.

2. Produkte und Dienstleistungen für den Export werden schlagartig billiger und somit attraktiver für ausländische Käufer. Das betrifft vor allem den Tourismus. Spätestens 2013 wird Griechenland wieder volle Hotels und Restaurants haben. Auch das belebt die Wirtschaft nachhaltig.

Für die Griechen scheint der Austritt aus der Eurozone der einzige Weg aus der Krise.

Dass die Griechen immer noch

Dass die Griechen immer noch nicht gecheckt haben, dass sie nicht ewig über ihre Verhältnisse mit Geld des Auslands ( sprich anderer EU Steuerzahler ) leben können und endlich mal Strukturreformen, und zwar massiv und schnell, angehen müssen, stimmt mich traurig.

Beim Ausstieg aus dem Euro

Beim Ausstieg aus dem Euro wird GR "natürlich" im Lebenstandard abstürzen auf das Maß, das durch eigene Produktion machbar ist. Aber das ist vermutlich auch okay so.
Diejenigen, die bislang den höheren Lebenstandard durch Kredite finanziert haben, müssen ihre Geld in den Wind schreiben. Das trifft auch Deutschland empfindlich, aber im Moment können wir es wohl verkraften.
Frage bleibt: was passiert mit dann mit anderen Euro-Ländern, die ebenfalls gegen den Bankrott kämpfen??

Oistrachismus

Ich glaube es ist falsch zu denken, dass die Probleme in Griechenland allein von den Griechen selbst ausgehen. In Griechenland hat lediglich die Falle zugeschnappt, die auf viele europäische Staaten lauert. In ganz Europa ist eine oligarchische Schicht entstanden, die demokratische Mechanismen ausser Kraft gesetzt hat. Es ist der Filz an dem Griechenland, und nicht nur Griechenland, zu ersticken droht.
Diese Tatsache sollte endlich eingesehen werden, anstatt sie als Ausdruck einer Politikverdrossenheit abzuqualifizieren.
Eine Lösung wird es nur geben, wenn die Griechen wieder an eine Zukunft glauben können und das wird nur der Fall sein, wenn sie beginnen sich auf ihre beste Erfindung zu besinnen: Demokratie

Brillen ab zum Durchblick !

Es wird Zeit, die von politischen Marionetten massenhaft verteilten rosaroten Rettungsschirm-Brillen nun abzunehmen, denn die Yes-We-Can-Show ist vorbei, jetzt ist wieder Alltag. Das war den Regissueren längst klar, und das Publikum hatte es auch längst gespürt und wird es nun auch akzeptieren, nach der Show und draußen in der kalten Wirklichkeit.

Einige sagen noch immer, die 'Politik' wird schon aus Selbsterhalt den Euro und Griechenland bedingungslos retten, egal zu welchem Preis. Dagegen aber stehen mächtige Kapitalkonzerne und ihre bissigen Ratingagenturen, die längst mehr als nur Griechenland fressen wollen.

Andere wiederum sehen eine Lösung in einem Resteuropa ohne Griechenland, aber mit hoffentlich stabilem Euro.

Wer aber über genügend gesunden Menschenverstand in Verbindung mit Grundkenntnissen über Finanzwirtschaft verfügt, wird sich keine Illusionen über die Zukunft der EU und des Euro machen.

Es kann nur abwärts gehen. Leider ohne jede Rettung für Normalbürger. Scheiße!

Viel Glück

Ich kann die Griechen gut verstehen. Ewig an der kurzen Leine der geldgebenden Euroländer und es dennoch nicht schaffen können. Das spaltet Europa viel stärker als es eine gemeinsame Währung einen könnte.

Das Spardiktat kommt so oder so entweder aus Auflagen oder aus Geldmangel. Mit einer Insolvenz haben die Griechen vielleicht die Chance auf einen neuen Anfang, ... und das funktioniert nur außerhalb des Euro-Raums.
Nur leicht wird das sicher auch nicht. Viel Glück!

@superman, Gedankenspiel zur Frage:

„Wer gibt denn den Griechen dann noch Geld oder Waren gegen eine wertlose Währung damit sie überleben können?“

China bot bereits 2010 dem Land finanzielle Unterstützung an.
tagesschau.de/wirtschaft/chinagriechenland102.html

Wenn das Land gezwungen sein sollte den Weg alleine zu gehen, könnte China, sicher nicht ganz uneigennützig, all das erledigen, was Europa gegenüber Griecheland unterließ. Die Nordägäis ist nur eines der zu erschließenden Gebiete für Erdöl und Gas. Sicher ist dies mehr als problematisch, doch erinnert sei an den Globalismus, wie Gründe der Zusammenarbeit Chinas und Libyens, sowie:

tagesschau.de/ausland/afrikanischeunion102.html

Dies könnte Befürwortern eines Ausschlusses Griechenland aus der EU die Problematik der Weltlage, wie den ökonomischen Sinn der europäische Idee verdeutlichen und ließe gewisse Ressentiments zurückhaltender äußern.

In Erinnerung sei auch gerufen, das SYRIZA ebenso wegen der Absicht eines Verbleibs in der EU gewählt wurde.

Griechen können Euros drucken

@steuerhansel
Sie schreiben:
"Mögen die Griechen schon jetzt beginnen, die "Erfolg-in-der-Zukunft-Drachme" zu drucken."

Gemäß dem EU-Vertrag von Lissabon ist eine Mitgliedschaft in der Währungszone "unwiderruflich."

Vielleicht drucken die Griechen ja lieber Euro. Da brauchen die Griechen dann nicht mal irgendwas umstellen. Die "Bank von Griechenland" gehört schließlich zu den Zentralbanken, die Euros druckt (die mit dem Plattencode "N").

Wenn es den anderen Euroländern plötzlich nicht mehr gefällt, mit Griechenland in einer Währungsgemeinschaft zu sein, nur weil es in Griechenland einen Staatsbankrott gegeben hat, und man sich infolgedessen nicht einigen kann, wer wieviel Geld drucken darf, und sie aus der Währungsgemeinschaft aussteigen wollen, müssen die anderen Euroländer sich eine neue Währung geben.

@Sustainche - stumme Versprechen

Endlich eine Partei, die nach Wahlen das macht, was sie vorher sagte.

Nur bedauerlich, dass die Radikalen vor der Wahl nicht wirklich was gesagt haben.

Einfache Wahrheiten

Das, was die radikale Linke verspricht, also Einstellung der Sparprogramme und des Schuldendienstes und auch ein Euroaustritt können die Probleme nicht lösen. GR hat einen negativen Primärsaldo (2010: ca. -11% vom BIP), d. h. auch komplett ohne Zinszahlungen und Tilgung gibt der Staat viel mehr aus, als er einnimmt. Das ist vollkommen unabhängig von der Währung und bliebe auch mit der Drachme so.
Der Ausweg, sich neues Geld zu leihen, fiele dann wohl weg. (Wer sollte nach einem Scheitern der Troika dazu wohl noch bereit sein?) Es gibt in so einer Situation nur zwei mögliche Lösungen:
1) Entweder der Staat generiert überraschend hohe Einnahmen, z. B. durch Exportsteigerung/Ankurbeln des Tourismus. Das ist durch Abwertung einer eigenen Währung sicher begrenzt möglich, aber wohl nicht in dem erforderlichen hohen Maße.
2) Oder der Staat kürzt die Ausgaben, bis das Saldo wieder positiv (oder zumindest ausgeglichen) ist. Also Sparen.
Das wird wohl auch die Linke irgendwann einsehen müssen.

Wie vor hundert Jahren

Es geht übrigens nicht nur ums Sparen. In GR ist "State Building" dringend nötig, die Verwaltung ist auf dem Stand eines besseren Entwicklungslandes. Ein paar Beispiele?
Zum Wählen fährt die halbe Bevölkerung hunderte km quer durchs Land (und nimmt entsprechend lange Urlaub), weil jeder nur in seinem Heimatdorf gemeldet ist. Wie in der Bibel bei Herodes, wo jeder sich in seiner Geburtsstadt zählen lassen musste. Lächerlich.
Es gibt kein Grundbuch. Grundeigentum ist nur in Ausnahmefällen erfasst, ansonsten ist das Privatsache. Schlecht für den Staat, der Grundsteuer eintreiben will, toll auch für potentielle Investoren, die es sich dreimal überlegen, ob sie irgendwo eine Produktionshalle bauen, wenn sie damit rechnen müssen, dass noch nach Jahren jemand Ansprüche an das Grundstück anmelden kann.
Privatisierung und Liberalisierung (Energiemarkt, Nahverkehr, Häfen, Flughäfen): vergesst es. Taxischeine werden quasi vererbt, sie sind unerschwinglich.
Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen

Das verschafft keine Linderung, das ist das Ende

@;No Fool

"Austritt aus der Eurozone, Wiedereinführung der Drachme, Abwertung. Und dann wird -nach einer kurzen Phase des Chaos- der langsame Aufschwung einsetzen, der den Griechen (also: den Menschen) Linderung schafft."

Das halte ich aber für eine sehr naive Hoffnung.
Wer es mit Finanzhilfen, die ein vielfaches des Marshallplans betragen und mit Schuldenerlass, der weit über jedem anderen Schuldenerlass der Geschichte liegt, nicht schafft, der wird es alleine, ohne Hilfe und aus eigener Kraft auch nicht schaffen, vor allem nicht wenn man nicht will, auch nicht wenn sie keinen einzigen Euro Schulden jemals zurück zahlen werden.

Die Drachme wird extrem abgewertet, da ihr niemand vertraut und sie auch kein einziger Grieche haben möchte. Das sind dann reale Lohn- und Rentenkürzungen von 70-80%. Mit weniger als der Hälfte + EU-Hilfe hätten sie es schaffen können.

Auch auf lange Sicht hat GR. keine Chance, da alle gebildeten, Griechen auswandern, es bleiben Rentner, Beamte, Arbeitslose

Egal

Ob nun Euro oder Drachme ist eagl. Der einzige Unterschied ist das Empfinden der Bevölkerung. Sinkt mein Lohn um 20% bin ich sauer! Obgleich - freilich mit Verzögerung - auch die Preise sinken werden (Angebot und Nachfrage). Ich bleibe aber sauer, weil ich ja früher 20,30 oder 40% mehr in der Lohntüte hatte.

Bei Drachmen sieht es dann so aus, dass meine Lohntüte gleich bleibt nur alles andere teurer wird bzw. gegen Drachme gar nicht mehr zu erstehen ist.

Wir haben in den letzten 10 Jahren auf Lohnzuwächse verzichtet. Wenn wir das nicht getan hätten und heute vielleicht 20-30% auf einen Schlag wieder abgeben hätten müssen, wäre hier auch die Hölle los in unserem Land.

Konzequentes Verhalten der Linken

Natürlich Neuwahlen, Nichtwähler könnten einen Ruck verspüren, die Konsequenten zu unterstützen.

Dann einen Blick nach Island werfen und Argentinien...

Sodann die Justiz in Bewegung setzen, die Steuerfahndung personell und materiell vestärken und effektiv organisieren,

Auslandskonten arretieren,

Großbanken zerschlagen - Trennung von Invest- und Bankgeschäft,

die schwebenden Kriegsgütergeschäfte stornieren,

das Wahlrecht demokratisieren,

Binnenwährung + Aussenwährung als Übergang,

und und und

Wäre der Marshallplan nicht eine Lösung?

@wle

"Der Marshallplan für Deutschland hat ja wohl auch in weiten Teilen der Bevölkerung geholfen, oder?"

GR. hat bereits ein vielfaches des Marshallplans bekommen und ein vielfaches an Schulden erlassen bekommen wie D nach dem 2. Weltkrieg. Man muss aber irgendwann auch mal selber etwas tun, so wie die Menschen in D. beim Wiederaufbau auch.

@Steuerhansel

"Mögen die Griechen schon jetzt beginnen, die "Erfolg-in-der-Zukunft-Drachme" zu drucken."

Der dann kein Grieche vertrauen wird, und die keiner haben möchte?

@BotschafterSarek

"Wir wären daran mit unserem Spardiktat übrigens nicht ganz unschuldig. Das nennt man schlicht und einfach KAPUTTSPAREN."

Wie viel mehr Geld sollte denn Ihrer Meinung nach von D nach GR fließen damit man nicht mehr von Spardiktat sprechen kann. Bisher hat GR. noch in keinem einzigen Jahr gespart, sie haben jedes Jahr mehr ausgegeben als sie eingenommen haben, auch dann wenn man alle Zinszahlungen abzieht. Ohne Hilfen von Außen müssen sie weit mehr sparen

Währungsunabhängig ....

Also bevor hier die Drachme weiter als allein glückselig machender Heilsbringer dargestellt wird, möge man mal kurz berücksichtigen, dass wenn die Ausgaben größer als die Einnahmen sind, dies - unabhängig von der Währung - in die Pleite führt. Einzige Ausnahme ist, dass das Vermögen mindestens in gleichem Maße wie die Schulden steigt.

Wenn bei uns jemand in Privatinsolvenz geht, bedeutet dies auch nicht, dass er weiter so leben kann wie bisher. In Griechenland nennt man es aber kaputtsparen??? Von "Sparen" im Sinne von "Geld zur Seite legen" ist man ja noch Lichtjahre entfernt. "Sparen" bedeutet erst einmal die Ausgaben auf das Notwendigste zurück fahren. Und dann lässt sich auch über eine Art Länderfinanzausgleich reden ... denn das wäre dann auch mal ehrlich ...

Den Griechen helfen: ja; den Banken helfen: nein!

Natürlich sollten wir den Griechen helfen. Das aber bedingt keine Hilfe für Banken.

Zum ersten benötigen wir eine Entschuldung. Banken müssen von Forderungen zurück treten, die das Land in zerstörerischer Größenordnug knebeln. Für solche Geschäfte haften sie selbst. Dieses Geld hätten seriöse Bankkaufleute nie ins Geschäft investieren dürfen.
Die Wirtschaft sollte außerdem allgemein stärker reguliert werden. Wettbewerbsvorteile der Exportländer müssen dabei bewertet und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Was Deutschland betrifft werfe ich den Regierungen die Agenda2010 vor, die neben der Umverteilung von unten nach oben im Land auch den Dumpinglohnsektor gefördert hat. Daraus resultierten Vorteile im Wettbewerb zusammen mit sozialen Mißständen: Dumpinglöhne, Leiharbeit, Rentenkürzung! Andere Länder werden gezwungen mit zugehen oder haben ggf. Nachteile. Das ist keine Politik für die Bürger.

@janeisklar

"Sollte es zu Neuwahlen kommen wünsche ich den Griechen, dass jemand der ihr Gehör findet ihnen vorher reinen Wein einschenkt."

Das will keiner hören, auch bei uns nicht. Wer unangenehme Wahrheiten anspricht wird gnadenlos abgewählt, wer tolle Versprechen macht wird gewählt, am liebsten diejenigen die den virtuellen Dukatenesel immer dabei haben.

"1) Schuldscheine zerreißen... Noch im selben Monat können weder Beamten noch Firmen vom Staat bezahlt werden. Und es geht dann nicht mehr um Kürzungen sondern es gibt schlichtweg kein Geld mehr. Wohl dem, der dann einen Eselskarren und einen Acker hat."

So wird es kommen und viele sind bereits schon zurück auf dem Acker.

"2) eine Rückkehr zur Drachme könnte eine Lösung sein... bereits in 30-40 Jahren könnte das Land wirtschaftlich und gesellschaftlich an Eritrea vorbeiziehen."

Kann es nicht, alle gebildeten, arbeitsfähigen Griechen können in die EU, die Eritrea nicht.
GR. wird völlig verkümmern und an niemandem vorbeiziehen

Endlich eine Partei, die nach Wahlen das macht...?

@Sustainche

"Endlich eine Partei, die nach Wahlen das macht, was sie vorher sagte. Syriza hat dafuer das Mandat ihrer Waehlerinnen und Waehler !"

Da bin ich ja mal gespannt. Solange man in der Opposition bleibt, kann man immer leicht behaupten, man hätte ja wenn man gedurft und gekonnt hätte und dann wäre alle besser.

Wie andere radikale linke Parteien auch verspricht sie vor allem den Dukatenesel zu besitzen. Mit diesem geht dann alles besser. Man muss dann immer noch ein wenig arbeiten um das Heu für den Dukatenesel zu beschaffen, aber das hält sich dann eben in Grenzen. Mit dem Heu vorne gefüttert kommen dann ganz viel glänzende Dukaten aus purem Gold hinten heraus.

Von diesen kann man beliebig viel Beamte und Staatsangestellte bezahlen, die Renten immer auf einem guten Niveau halten egal wie früh die Menschen in Rente gehen, niemand muss Arbeitslos sein, der Staat hat immer etwas zu tun, und wer patu nicht arbeiten will bekommt trotzdem sein Geld.

Es gibt schon merkwürdige Vorstellungen über das Geld.

Ob ein Staat oder Wirtschaftssystem überhaupt auf Dauer funktionieren kann, egal ob man Euro, Drachme, Golddukaten oder Spielgeld hat, kann man sich ganz einfach selber beantworten wenn man sich die Frage stellt:

Wie sähe es dann aus wenn es in GR überhaupt kein Geld gäbe?

Unabhängig wie das in der Praxis dann mit Tauschhandel, Steuern, Umverteilung gehen würde, müsste das Land wenigsten in der Theorie funktionieren können.

Anders gesagt, heißt das aber man kann nichts leihen, man kann nur Konsumieren was man gerade erwirtschaftet hat. Wenn dann pro Einwohner am Tag nur eine Handvoll Oliven, ein Paar Kartoffeln und ein Stück Schafkäse erwirtschaftet wird, kann man auch nicht mehr konsumieren.

Wenn man aber ein Auto haben möchte muss man Rohstoffe haben und eines Bauen oder eben so viele Oliven übrig haben, dass einem jemand im Tausch gegen diese Olive ein Auto gibt und dann noch jeden Tag welche zum Tausch gegen Benzin.

Arme Griechen

Bei der Schuldfrage sehe ich doch erhebliche Unterschiede zwischen dem griechischen Volk und den gewählten Politikern, diese veranstalten ein Trauerspiel ersten Grades, das ich aber wohl kaum das, was diejeniegen die diese Parteien gewählt haben im Sinn hatten.

Was kann der einzelne Grieche denn mehr machen als sein Kreuzchen auf dem Wahlzettel in der Hoffnung, die gewählte Partei möge Griechenland aus der Kriese führen, und das Ganze ohne dass Teile der Bevölkerng verarmen. Wer jetzt mit dem Mindestlohn gerade so seine Familie ernähren kann wird kaum damit einverstanden sein seinem Land zuliebe obdachlos zu werden, sollte der Lohn noch weiter gekürzt werden, das hat wenig mit Realitätsverlust zu tun.

Nun, in einer solchen Situation werden sie auch noch von den eigenen Politikern im Stich gelassen, anstatt möglichst schnell zu handeln geht es hier nur darum sich am meisten zu profilieren, und wenns dann nicht klappt hält die Wirtschaft schon ein warmes Plätzchen bereit.

Ob Euro oder Drachme macht (fast) keinen Unterschied

@Lars aus Versmold

"Bei Drachmen sieht es dann so aus, dass meine Lohntüte gleich bleibt nur alles andere teurer wird bzw. gegen Drachme gar nicht mehr zu erstehen ist."

Es wird ganz erheblich teurer und vom Ausland bekommt man gegen Drachme gar nichts, kein Benzin, kein Heizöl, kein Internet, keinerlei Technik, keinerlei Rohstoffe und so weiter.

Wenn das Vertrauen in Griechenland und die Griechen, dass sie mit dem Euro noch ihre Rechnungen begleichen mittlerweile völlig dahin ist wird man mit der Drachme erst recht kein vertrauen haben, zumal selbst die Griechen ihrer eigenen Währung keinerlei Vertrauen entgegen bringen.

"Wir haben in den letzten 10 Jahren auf Lohnzuwächse verzichtet. Wenn wir das nicht getan hätten und heute vielleicht 20-30% auf einen Schlag wieder abgeben hätten müssen, wäre hier auch die Hölle los in unserem Land."

Und wir hätten außerdem in den letzten Jahren eine gigantische Arbeitslosigkeit bei jungen und einfachen Leuten aufgebaut, die uns erhalten bliebe

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