Kommentare

Die Drachme als Chance?

ja, ebenso wie die Lire, Peseta, der französiche Franc und und und.
Schneller und besser für uns (nämlich nicht für 100% der Bailout-Summen aufkommen zu müssen, was mit dem ESM kommen wird) wäre allerdings eine neue D-Mark!

Verfassungsänderung

Eine Verfassungsänderung der Griechen wäre hilfreich für das Volk.
Die da lautet:"Alle Reeder und Superreichen zahlen ab sofort Steuern.
Weil jetzt steht in der Verfassung:"Reeder sind von der Steuer befreit".
Der normale Bürger Griechenland schafft dies nicht alleine.Ansonsten sollte man alle Gelder der Superreichen aus Griechenland auf den Banken Europas einfieren.

Sehr geehrter Herr Prof. Horst Löchel

Machen sie mal bitte die Augen auf, die Hilfsgelder waren am Tage der Bewilligung schon verloren. Es werden jetzt unsere Banken mit den Hilfsgeldern finanziert, bei einem ausscheiden der Griechen würden die Staaten direkt das Geld den Banken geben. Unterm Stich wäre das Geld in jedem Fall weg. Einzig wäre es nun das Problem der jeweiligen Länder ihre eigenen Banken zu stützen. Könnte also für Deutschland sogar billiger werden. Und am Ende gibt es einen stabileren Euro.

Lässt man die Griechen weiter im Euro werden sie weiter systematisch wirtschaftlich kaputt gemacht. Der Euro wird weiter destabilisiert. Und die Steuergelder gehen weiter über Griechenland zurück nach hause zu unseren Banken. Und die Banken der anderen Euroländer haben die Möglichkeit ihre griechischen Anleihen weiter an die EZB zu verschachern. Was unterm Strich die Kosten einer griechischen Pleite für kleine Länder in Luft auf löst und großen Ländern, wie Deutschland, auf gebürgt wird.

Von Anfang an klar...

Warum haben wir das alle gewußt, was nun passiert? Haben wir (abgesehen von unserer alternatovlosen Politkerclique) nicht am Anfang gesagt, daß wir Griechenland mit aller Macht im Euro halten wollen und Milliarden dorthin überweisen und am Ende sind sie doch Pleite und die zwischenzeitlich überwiesenen Hilfsgelder sind auch weg. Wir hätten sie gleich Pleite gehen lassen sollen. Wie es schon so oft gesagt wurde: "Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende".
Manchmal glaube ich, daß der normale Bürger mit seinem gesunden Menschenverstand besser Politik machen könnte, als diese überbezahlten Politiker.

Lösungen

So So, die Experten sind sich uneinig. Aber ich bin mir sicher, die Kommentatoren hier haben alle recht einfache Lösungen für alle Krisen zur Hand.

1.) DM einführen - am besten für ganz Rest-Europa!
2.) Drachme einführen, dann freuen sich die Griechen, dass ihr Lohn nicht mehr sinkt. Gleich ordentlich viele davon Drucken, dann reicht es etwas länger!
3.) Alle Banken verstaatlichen und die Revolution ausrufen! Hilft immer!
4.) Spitzensteuersatz auf 90%! Aber nicht vorher vorwarnen und schonmal Grenzposten aufstellen damit keiner abhaut! Die Mauer kommt später dann.
5.) Die Reeder zahlen die fälligen 130 Mrd. einfach als Steuer - schließlich haben sie 50 Jahre nichts gezahlt.

Das Lustige ist...

...dass es den Anschein hat, dass sämtliche Rettungsversuche der EU am Ende am Unwillen des griechischen Volkes scheitern werden.
Das Elend hat noch gar nicht begonnen, da dreht sich schon kein Rad mehr im Land.
Die schmerzhaften Einschnitte kommen aber noch.

Hat es schon jemals funktioniert, dass ein unwilliger Schuldner aus seiner Misere kam ohne Schuldenschnitt.
Das ist wohl eher Wunschdenken einiger EuroPhantasten.

Wie Brüderle so schön sagte(sinngemäß):

"Am Ende bestimmt das griechische Volk selbst, welchen Weg es geht. Keiner kann von außen etwas vorschreiben."

Vielleicht sollte man langsam aber endlich einmal die griechischen Bürger befragen, wie es weiter gehen soll.
Die Regierung ist ja mehr oder weniger handlungsunfähig.
Sonst sind am Ende wir alle die Blöden(Schuldigen) an dem Disaster.
Retten bedeutet auch, dass es Jemanden gibt, der sich retten lassen will und die Konsequenzen der verschiedenen Wege kennt.

***Mein Beitrag vom 3.10.11***
Es hat sich nichts geändert!

Die Drachme ist keine wirkliche Lösung...

Die Drachme ist keine wirkliche Lösung. Kurzsichtig betrachtet gewänne Griechenland damit etwas Wettbewerbsfähigkeit, aber das bedeutet nicht, dass es den Menschen dadurch auch nur ein bisschen besser ginge. Im Gegenteil, denn ein kleines Land in Südeuropa ist für den Lebensstandard zwangsläufig auf Importe angewiesen, und die werden dann richtig richtig teuer...

Überhaupt, wer sagt eigentlich, dass Griechenland nicht trotz Bankrott im Euro bleiben kann? Wie wollen wir sie denn rauswerfen? Dafür gibt es keine Mechanismen.

All diese Szenarien setzen eine freiwillige Selbstzerstörung Griechenlands voraus. Hingegen mehren sich Hinweise dass die Griechen doch recht schockiert sind von dem Wahlergebnis und den Konsequenzen.

Durch das öffentliche Durchkauen der Konsequenzen setzt hoffentlich einen Lernprozess in Gang. Übrigens auch für die Bürger anderer Länder. In Deutschland hört man ja auch schon wieder linke Fantastereien...

in der EU einfach mal ausprobieren, was bei anderen EU-Ländern
als "Worst-Case-Szenario" eintreten würde. Vermutlich nichts Dramatisches.

Griechenland wird nie und nimmer den Euro verlassen

und ein Rauswurf ist rechtlich sowie politisch garnicht machbar. Dieses ganze Gerede von der Rückkehr zur Drachme sind hohle Drohszenarien die die Wähler umstimmen sollen Troika-freundliche bzw. neoliberale Parteien zu Wählen. Und die Tagesschau ist voll mit dabei. Warum werden hier keine Szenarien aufgeführt wie eine gerechte Gesellschaft inkl. Umverteilung und nachhaltiger + ökologischer Wirtschaft funktionieren könnte, so wie das beispielsweise von vielen Vertretern der in GR gewählten Linken gefordert wird? Von der mafiösen Korruption die jahrzehntelang von Schröder und Merkel mitgetragen wurde ist auch keine Rede. Das alles ist ein sehr gutes Lehrstück wie moderne Demokratie medial gestaltet wird, nichts anderes!

Ist doch egal was diese Krise

Ist doch egal was diese Krise noch bringt, es ist auch egal, was von den Europavertögen geschrieben steht.

Jeder Untergang des Bisherigen, von mir aus auch Pleiten aller Unternehmen infolge der folgenden ( globalen ) Bankenkrise, ist eine CHANCE für einen Neuanfang.

Habt keine Angst. Nach jedem Desaster stellt sich am Ende die Soziale Frage , und die muss als erstes beantwortet werden.
Wir leben in einer Zeit, wo wir fern ab des MAINSTREAMS neue Ideen haben, für eine gerechtere Wirtschaftsordnung, und das wird kommen.
Am Ende jeder Krise wird man immer die sozialen Lebensbedingungen ernst nehmen , nichts anderes. Das heisst, ihr könnt frohlocken, dass die Ausbeutung zu einem Ende kommt und es eine Chance auf Besserung gibt-

Ja was sonst, glaubt ihr, das geht ewig so weiter? Das ist sehr unwahrscheinich. Und das ist gut so!

die griechen haben den euro erlogen, nun müssen sie so oder so wieder raus und zurück zur drachme. die damals verantwortlichen politiker waren unfähig diese dinge zu erkennen bzw. prüfen zu lassen.
oder soll der steuerzahler dieses spiel noch weiter finanzieren?
ein beispielloser skandal............

Hatten wir nicht gerade einen "Schuldenschnitt"?

Für mich hieße das dass damit ein Neuanfang gemacht wäre.
ABER: Weit gefehlt - jetzt ist die Verschuldung immer noch bei weit über 100% - was immer auch das heißt.

Griechenland hat kein Geld Schulden zurückzuzahlen weil es keinen funktionierenden Staatshaushalt hat, keine produktive Wirtschaft, keinen Apparat der Steuern erhebt und geregelt eintreibt...
ES FEHLT ÜBERALL - am Können, am Wollen, an den Akteuren, an den Gewohnheiten.

Von dieser Situation zu verlangen dass da nach Außen, an die Gläubiger noch Geld abgegeben werden kann ist ILLUSIONÄR!

Der Bankrott muß her, Schulden weg, Regierung weg, Verfassungsgebende Neu-Versammlung mit ausländischer Hilfe. Alle rausschmeißen die bisher was zu sagen hatten. Dann Neustart OHNE Schuldenoption. Jeder Grieche zahlt Steuern. Reiche Steuerflüchtlinge werden gnadenlos bestraft notfalls ab in den Knast.

Drachme wieder her.
Alle überflüssigen Staatsbediensteten in die Landwirtschaft, Fischerei, Tourismusindustrie.
Arm aber sexy.
Sonne gibts

Einem Kranken kann man nicht helfen

wenn er sich nicht helfen lassen will. Das weiß jeder und auch für Griechenland gilt das. Wenn sie sich gegen Sparmaßnahmen sträuben, sollten sie wieder ihren eigenen Weg gehen.
Mittlerweile halten das viele für vertretbar und auch der Domino-Effekt dürfte nicht eintreten. Man sollte jetzt Szenarien erarbeiten (vermutlich tut man das längst) wie man Griechenland am günstigsten für beide Seiten in die Eigenständigkeit entlassen kann. Es wäre schade, aber nach gegenwärtigem Stand wohl nicht mehr vermeidbar.
Kulturell wird Griechenland ohnehin immer zu Europa gehören. Vielleicht können sie irgendwann wieder beitreten.

Nix gelernt?

Der Euro ist pure Ideologie. Und deswegen funktioniert er auch nicht. Ideologie hat in der Geschichte noch nie zu guten Ergebnissen geführt.

Lieber Herr Krenz, wo bitte

Lieber Herr Krenz,

wo bitte ist da das Paradoxon? In der EU gibt es nicht nur Staaten, die den Euro als allheilende Gemeinschaftswährung führen. Bitte informieren Sie sich doch bitte bevor Sie ihre Arbeit veröffentlichen. Sind Großbritannien oder Schweden etwa nicht in der EU?

Wer keine Euros hat muss Drachmen drucken.

@AK

"Überhaupt, wer sagt eigentlich, dass Griechenland nicht trotz Bankrott im Euro bleiben kann? Wie wollen wir sie denn rauswerfen? Dafür gibt es keine Mechanismen."

Wenn sie alle Vereinbarungen über den Haufen werfen und klar stellen, dass sie keinerlei Schulden mehr begleichen werden sie doch wohl auch keine Euros mehr von den Rettern bekommen. Wenn sie keine Euros mehr haben, können sie auch keine Staatsdiener, Politiker, Rentner und sonstiges mit Euros bezahlen, dann müssen sie zwangsläufig eine eigenen Währung drucken.

Irgendwie verstehe ich die Griechen

"Es ist ein griechisches Paradoxon: Zwei Drittel aller Griechen wollen, dass ihr Land in Europäischen Union bleibt, zwei Drittel aber haben vergangenen Sonntag Parteien gewählt, die den harten Sparkurs der EU ablehnen."
Nur weil, das Land in den letzten Jahren unnötige Militärausgaben hatte und die Politiker Korrupt sind, soll der einfache Grieche schmerzhafte Einschnitte in Gehalt, Pension und Verpflegung, ... hinnehmen - es würde mich auch wütend machen wenn die Politiker meine Rechte verpfänden, weil sie es nicht geschafft haben für die Rechte kostenneutral zu gestalten. Übrigens finde ich, dass gewisse Rechte Vorrang vor Interessen der Gläubigern haben. Und mit nur Sparen und Spenden wird Griechenland wirklich untergehen, die EU muss auch bei Investitionen helfen, sonst kann sie ihre Hilfsgelder wirklich abschreiben. (Frankreich scheint, das erkannt haben.)

Es wird keinen Rauswurf geben

@Fridolin

"und ein Rauswurf ist rechtlich sowie politisch garnicht machbar."

Man wird sie nicht raus werfen, wie schon geschrieben, man stellt nur einfach irgendwann die Zahlungen in Euro ein. Dann brauchen sie innerhalb von wenigen Monaten eine eigenen Währung um die Beamten, Politiker, Rentner zu bezahlen, da sie keine Euros mehr haben.

"Warum werden hier keine Szenarien aufgeführt wie eine gerechte Gesellschaft... funktionieren könnte, so wie das beispielsweise von vielen Vertretern der in GR gewählten Linken gefordert wird?"

Weil die noch kein einziges Szenarium genannt haben das irgendwie funktionieren könnte. Die laufen alle auf das gleiche hinaus: Man hat einen Dukatenesel in den man vorne Heu hineinsteckt und hinten kommen dann beliebig viele glänzende Dukaten aus purem Gold heraus. Auch die größte Enteignungswelle aller Zeiten würde Griechenland nicht retten, sondern nur kurzfristig etwas Zeit geben, dann ist das Geld weg und man steht immer noch vor dem gleichen Problem.

Versagen auf ganzer Linie!

Man braucht nur etwas Menschenkenntnis zu besitzen und ein bisschen Ahnung in Wirtschaftliche Zusammenhänge, um diesen Zustand vorauszusagen.

Oder man brauchte nur seit der Krise dieses Forum zu besuchen, da hatte man genügend intelligente Impulse!

Wollen wir hier weitere Prognosen abgeben, wie sich die Griechenland-Krise auf die EU und Deutschland auswirken wird?
Wollen wir mal nachdenken, was mit dem Mega-Schuldenschirm passiert, wenn andere Länder die Kredite auch nicht mehr bedienen (können)?

Und besonders drollig: Wann wird Deutschland hinsichtlich der Entscheidungen ohnehin nichts mehr zu melden haben, sondern einen Teil der Rechnung zahlen dürfen?

Wenn es doch bloß nicht so vorausschaubar gewesen wäre! Nun sitzen wir auf der Titanic und sind gerade dabei, den Eisberg zu schrammen ... und keiner kann es aufhalten. Und wo sitzt Frau Merkel? Oh, die sitzt bereits im Rettungsboot.

Es ist eben nicht egal was die Krise noch bringt.

@Gandhismus

"Ist doch egal was diese Krise noch bringt, es ist auch egal, was von den Europavertögen geschrieben steht.
Jeder Untergang des Bisherigen, von mir aus auch Pleiten aller Unternehmen infolge der folgenden ( globalen ) Bankenkrise, ist eine CHANCE für einen Neuanfang."

Die Geschichte zeigt aber, dass der totale Zusammenbruch die einfachen Leute am ärgsten trifft. Die sind dann die Verlierer die hungern werden, die Reichen und gebildeteren finden einen Weg den sie gehen können damit sie glimpflicher davon kommen.

Auch wenn es dann irgendwann langsam wieder bergauf geht, die einfachen Leute profitieren als letztes und eine soziale Umverteilung gibt es nun mal nur wenn auch etwas zum Umverteilen da ist. Geld ohne Wert nützt dann niemandem etwas, egal wie es verteilt wird.

drachme?

das ist gar keine schlechte idee. die drachme für´s volk und den euro für die zocker...die griechen brauchen den euro nicht. die benötigen nur ein zahlungsmittel zum leistungstransfer untereinander. das kann die drachme leisten. wenn dann niemand auf die idee kommt damit wieder zu zocken, kann das auch nicht schief gehen.
die euro-gläubiger müssen dann eben mal hundert jahre warten, bis wieder jemand auf die idee kommt und schulden bezahlen möchte. die zinsforderungen sind dann auch vom tisch, denn die können nie bedient werden...rein rechnerisch.

Austritt aus dem Euro wäre das Ende Griechenlands

Die Behauptung raus aus dem Euro, zurück zur Drachme würde ein Problem lösen ist naiv.

Bei einem Austritt müssten die Griechen eine neue Währung generieren an die selbst kein Grieche mehr glauben würde und die kein Grieche haben möchte. Damit ist nicht nur die Wirtschaft vollständig ruiniert, es gäbe auch keine Rettung in den nächsten Jahrzehnten, da Hyperinflation.

Niemand würde GR gegen die Drachme auch nur einen Liter Benzin oder Heizöl oder andere Importgüter verkaufen. Das bekommt man nur gegen harte Euros oder Dollar. Das könnten sich nur noch die reichen Griechen leisten die rechtzeitig ihre Euros zur Seite geschafft haben.

Ob Halbierung der Löhne und Renten direkt in Euro oder über den Umweg Drachme+Inflation ist für den betroffenen Bürger unerheblich. Für die Politik ist aber Inflation einfacher. Die kommt von selber, da kann man nichts dran ändern. Aber staatlich verordnete Kürzungen in Euro kann man bekämpfen auch wenn diese nur halb so hoch ausfallen wie über die Drachme

Wer hat dem friedlichen Europa das alles eingebrockt?

Das war Kohl, Mitterand, die Industrie und Hochfinanz!
Ziel: Deutschlands Stärke zu kontrollieren und den anderen zukommen zu lassen. Rein Politischer Druck mit dem antinationalen unbeliebten und deshalb nicht durchsetzbaren Zwangsziel der Vereinigten Staaten von Europa!
Dafür sollen wir noch weiter diesen ganzen Mist mitmachen, der, so bewußt(!) eingefädelt wurde, als nicht umkehrbar, mit allen Leidensprozessen?
Eine Frechheit unserer Politiker, wie sie uns verkauft haben und noch weiter verkaufen wollen!
Griechenland soll frei sein und wir auch.
Den ganzen unnötigen Ballast abwerfen!
Wann befreit Frau Merkel endlich uns und die europäischen Völker?
Sie ist dazu verpflichtet!
Das Gelüge, wie "teuer" das wird, ist Betrug. Wir haben schon soviel wegen der Lügen zuviel bezahlt und so soll das wegen des Wahns der Politiker immer weiter gehen?
Die Wahrheit ist: wir wollen frei sein wie wir waren, und das ist mehr wert und erspart Zwangs-Euro-Abgaben.
Aber die Politiker WOLLEN nicht!!!

Ihr Beitrag ist reine Utopie. Die Krise löffeln immer die Kleinen aus, die Ratten werden das sinkende Schiff verlassen und ihr Schäflein ins trockene bringen. Das Ende des Absolutismus führte zur Revolution und dann direkt zu Napoleon. Der wirtschaftliche Niedergang am Ende der Weimarer Republik führte zum Nationalsozialismus und schnurstracks in den Krieg. Der wirtschaftliche Niedergang des Zarenreichs führte in den Stalinismus mit vielen Millionen Opfern.

Ich möchte nicht ausprobieren, was uns nach dem wirtschaftlichen Niedergang Europas in dem von Ihnen beschriebenen Szenario erwartet. Eine Demokratie sicher nicht mehr, weil die herrschende Elite ihr Vermögen mit Gewalt sichern wird. Schließlich wurde Hitler nicht zuletzt vom wirtschaftlichen Estblischment wie den Großindustriellen wie Flick und CO. unterstützt und an die Macht gebracht.

Am Ende der Krise wird sicher nicht die Lösung der sozialen Frage stehen, soziale Gerechtigkeit wird weiter weg sein denn je.

Null Fortschritt seit zwei Jahren

Was hat man eigentlich in Griechenland seit Krisenbeginn an Strukturreformen vorgenommen? Es muss doch nicht gleich die Abschaffung der Rente sein.

Jetzt hatte man so viel Zeit den Spitzensteuersatz zu erhoehen oder ueberhaupt einmal Steuern fuer Reedereien einzufuehren. Das muesste doch etwas sein, das auf einem breiten Konsenz in der Bevoelkerung stossen wuerde. Besitzen denn alle Politiker Schiffe oder warum gibt es da keinen Vorstoss?
Vielleicht informiert die Presse da nicht genug, aber ich habe das Gefuehl in Griechenland faehrt man seit Jahren mit derselben Geschwindigkeit dem Abgrund entgegen und Europa ueberlegt nur, ob man die Strasse dorthin noch schnell ordentlich pflastern soll oder ob der Schotter genuegt.

Andere Option

Es ist offensichtlich dass die Griechen zwar den Euro behalten wollen, aber die Sparvorlagen nicht erfüllen wollen und vermutlich auch nicht können.
Ein Rauswurf aus dem Euro ist nicht machbar, es sei denn die Griechen treten freiwillig aus. Das wird aber nicht passieren.
Ergo: Der größte Geldgeber Deutschland tritt aus dem Euro aus und führt wieder die DM ein.
Die DM würde gegenüber dem Euro stark aufgewertet was in Folge den deutschen Export schwächen würde und den Handelsüberschuss reduzieren würde. Gleichzeitig wären GR, IT, ES und Co. wieder etwas wettbewerbsfähiger aufgrund eines stark abgewerteten Euros, was deren Wirtschaft ankurbelt.
Deutschland hat auch vor Einführung des Euro gute Geschäfte im Export erzielt. Es wäre nicht das Ende für Deutschlands Wirtschaft. Außerdem würden aufgrund einer starken DM die Importe günstiger und der interne Konsum würde steigen was den Verlust durch geringere Exporte vermutlich ausgleichen würde.

Zwei Alternativen

Die Grichen müssen einfach wieder konkurenzfähig werden. Und dafür gibt es zwei unterschiedliche Ansätze

1) Drachme wieder einführen, Währung abwerten --> führt dazu das Exporte günstiger werden (besserer Absatz) und Importe teurer was zu Folge hat das es sich für Grichen wieder lohnt für andere Grichen etwas herzustellen (mehr Jobs, mehr Wirtschaft).

2) In der Eurozone bleiben bedeutet die grichischen Löhne entweder soweit an die Produktivität anzupassen, das es günstiger ist z.B. nach Grichenland als nach Slovakei, Polen, etc. zu gehen (also VERDAMMT niedrige Löhne irgendwo im 400-500 Euro Bereich pro Monat im Schnitt)
oder aber andere Privilegien zu streichen wie z.B. 40 oder 45 Stundenwoche einzuführen, Urlaub streichen, andere Vergünstigungen streichen.

Der Fluch des Euros ist das fehlen von Wechselkursen so dass unterschiedliche Produktivitäten nur durch Gehalt oder Privilegien angepasst werden können.

fairfax hat recht

fairfax hat es auf den punkt gebracht. Man lasse sich hier nicht durch etwaige Rechtschreibfehler täuschen.

Sehr geehrter Herr Prof. Löchel,

Was meinen Sie mit "Ein Ausstieg Griechenlands wäre eine Katastrophe für den Euro"?

Katastrophe für DEN EURO? Oder für DIE EUROS, die deutsche Kapitalbesitzer aus Rendite-Gier nach Griechenland exportiert haben, anstatt sie in D zu investieren?

Dank Merkels 2-jähriger Taktik sind diese exportierten Euros inzwischen durch Steuerzahler-Euros abgelöst, sprich gerettet worden - die Merkelsche "Griechenland- oder Euro-Rettung".

Dann meinen Sie: "Die Banken müssten weitere Milliarden abschreiben... Staaten müssten stärker in die Refinanzierung der Kreditinstitute einsteigen und das wiederum erhöhe die Staatsschulden."

Wie begründen Sie Ihre Meinung, schon wieder auf Staatsschulden unbelehrbaren Bankern bei der Refinanzierung zu helfen, anstatt sie in die selbstverschuldete Pleite gehen zu lassen? Wie HRE-Funke? Sonst ändern die doch nicht ihre Raffgier.

Übrigens war FMS (Bad Bank von HRE, als AöR in Schäubles Verantwortung) der größte ausländische Staats-Gläubiger.

@rex3 es ist doch egal

Sie verkennen die Lage.
Den einfachen Leuten geht es heute schon schlecht. Preise steigen, dank Spekulationsgewinne. So kann es nicht weiter gehen. Der Zins wird das System sprengen, früher oder später.

Was die Welt heute bietet, im Unterschied zu 1930 zB, das ist eine bessere Vernetzung , mehr Information, und mehr Klugheit. Die Klugheit wird aber heute wie damals gnadenlos zurückgedrängt.

Und kann erst befreit werden wenn alles zusammenbricht. Schauen Sie sich um! Sehen sie da irgendeine Chance auf Besserung? So wie es jetzt abläuft da draussen?

Wenn ein Nullzustand erreicht wird, und das meine ich nichts anderes, MUSS man auf die soziale Frage als erstes achten, das hat Geschichte immer gelehrt und so kann die Geburt für ein neues System aussehen. Weil Menschen müssen täglich was essen usw.

Wir brauchen eine Renaissance des Allgemeininteresses

@paddi :
"Ich möchte nicht ausprobieren, was uns nach dem wirtschaftlichen Niedergang Europas in dem von Ihnen beschriebenen Szenario erwartet. Eine Demokratie sicher nicht mehr, weil die herrschende Elite ihr Vermögen mit Gewalt sichern wird"

Man kann das alles anders sehen, ohne Angst. Ohne "Science Fiction". Das ist nämlich auch Science Fiction, was da für Spukschlösser an die Wand gemalt werden: Bürgerkriege usw. (von anderen zu lesen).

Sehen sie, die Elite der Geldbesitzer wird NICHTS MEHR HABEN, durch die Megakrise, die ich vor Augen habe (eigentlich müsste das jedem klar sein, dass es darauf hinausläuft!).
Die übrige Menschheit darbt bislang vor sich hin. Und die neuen Ideen sind nur noch nicht in der Gesellschaft angekommen, weil zB auch Medien nicht darüber sprechen.

Meine Hoffnugn speist sich aus den Millionen einfacher Leute, die einfache Sachen haben und machen wollen, ehrliche Tauschgeschäfte, nichts wird sich daran ändern, nur enden wie es heute AUSGENUTZT wird.

Sehr geehrter Herr Krenz

Sie schreiben: "Wie weiter mit Griechenland? Staatspleite und zurück zur Drachme? Und welche Folgen hätte das für den Euro? Volkswirte sind sich uneinig. Die einen sprechen von einer "Katastrophe für den Euro", andere rechnen kaum mit Turbulenzen, geschweige denn einem Aus für die gemeinsame Währung."

Sie sollten mal darüber nachdenken, dass in den USA vor etwa 2 Jahren der größte Bundesstaat, nämlich Kalifornien, zahlungunfähig (vulgär: pleite) war, ohne dass die anderen 50 Gouverneure einen permanenten Wanderzirkus veranstaltet haben, um Kaliforniens Staatshaushalt mit Dollar-Finance-Stability-Facility-Mechanism-Fiscal-Pacts und anderen Faxen zu retten?

Auch Obama verweigerte eine "Dollar-Rettung" und Fed-Chef Bernanke sagte klipp und klar

BAILING OUT A STATE IS NOT AN OPTION !

Kein Mr. Krenz machte sich Gedanken über die Rückkehr Kaliforniens zum Peso. Ridiculous!

Dämmert es Ihnen, was im Euro-Raum in Wirklichkeit gegen die Deutschen abläuft unter dem Schwindel "Euro-Rettung"?

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