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Versteh ich das richtig: Wenn

Versteh ich das richtig: Wenn das konservativ regierte Spanien ne Bank verstaatlicht ist das gut, wenn ein "Radikallinker,ggg" in Gr das macht ist es falsch?

verstaatlichen?

Was soll der Unfug, wenn die Bank pleite ist dann ist das eben so. Schluß mit dem Bankensozialismus! Es werden noch ein paar andere Banken folgen und S&P wird Spanien entgegen allem Propagandagewäsch unserer Qualitätsmedien, lol, auf Ramsch abstufen :-D bye bye Friedens- und Wohlstandsbringer-€ :))

Prima...

Und nachdem der span. und der europ. Steuerzahler sein letztes Hemd gegeben hat, um den Geldadel zu retten, wird man sie wieder privatisieren. Dem Steuerzahler wird man erklären, dass er über seine Verhältnisse gelebt hat und staatliche Leistungen streichen.

interessant

Da übernimmt Spanien, das ja derzeit nicht gerade viel Vertrauen an den "Märkten" genießt mit 4,5 Mrd. EUR sage und schreibe 45% einer Bank mit einem capital stock von 6,5 Mrd. EUR...

Ich sehe, die spanischen "Finanzexperten" sind genauso geübt im Dreisatz wie die dt. Bundesregierung im Falle der Commerzbank. Fragt sich jetzt nur, in welche Taschen die anderen knapp 25%, rein rechnerisch Spanien zustehenden Anteile, gewandert sind. Bleibt nur zu hoffen, daß die Spanier der Ausplünderung ihres Landes langsam ein Ende bereiten!

@A.Winkler

Ich muss Sie da leider korrigieren.
Der Börsenwert der Bank liegt bei 6,5 Mrd. Die 4,5 Mrd., die der Staat nun umwandelt, kommen aus einem Kredit, den der Staat gewährt hat. Da aus Fremdkapital nun Eigenkapital wird, erhöht sich rein technisch der Wert des Unternehmens auf 11 Mrd. Euro. Demnach kommen die 45% schon halbwegs hin. Wir wollen ja mal die Kursschwankungen an der Börse und die damit einhergehende ständige Neubewertung des Börsenwertes außer Acht lassen.

Demnach haben sich nur unsere deutschen Politiker verrechnet, nicht die spanischen.

Übrigens: die USA verdienen sich dumm und dämlich mit der verstaatlichten AIG, die sie nun Häppchenweise wieder bei steigenden Kursen verkaufen. Es muss nicht zwangsläufig ein Minusgeschäft für den Steuerzahler herauskommen, wenn man es richtig macht und genug Zeit mitbringt.
Und genau darum geht es ja: mit der vorübergehenden Verstaatlichung verschafft man der Bank Zeit, sich wieder ordentlich aufzustellen.

Wie ich vor einigen Tagen

Wie ich vor einigen Tagen schon prophezeite zu einem Thema, das mir mittlerweile schon wieder entfallen ist,

geht die Verstaatlichungswelle weiter.

Hintergrund ist aber nicht irgendeine Idee des Allgemeininteresses, sondern ein blanker Offenbarungseid, dass das System langsam kaputt geht.

@A.Winkler Genau so sieht es aus

Genau so sieht es aus, und wenn die Bank dann wieder saniert ist und auf dem Papier Gewinne vorweist, wird sie noch einmal mit 25% Rabatt wieder an private Investoren verkauft. ;-) That's life!

Und die Politer meinen entweder wir sind blöd oder können uns ja doch nicht wehren.

Eine Bankensteuer sind Politiker hingegen nicht in der Lage einzuführen. Da müssten ja erst alle mitmachen, selbst wenn sie nur ein hundertstel Prozent betrüge. Das Geld geht nur vom Steuerzahler zu den Bankenmilliardären, nie zurück. Ich bin kein Kommunist, aber gegen offensichtlichen Betrug.

Sonderstellung Banken

Unser Problem ist nach wie vor die Ausstrahlkraft der Bankenbranche auf den Rest der Wirtschaft. Alles kann und darf "Pleite" machen, nur die Banken nicht.

Eine Verkleinerung der Banken, also eine stärkere Stückelung ist da nur wenig hilfreich. Andere Lösungen als starke, große staatliche Institute fallen mir da auch als grundsätzlich liberaler Mensch nicht ein, obgleich sich diese Institute in der Vergangenheit nicht sonderlich positiv hervorgetan haben, wenn man an die Kapriolen so mancher Landesbank denkt. Auch Dienstleistungen von staatlichen, von Gewinnzwängen befreiten Banken werden leider dadurch nicht günstiger und es besteht dann wieder die Gefahr, dass die öffentliche Hand hier "günstig" mit Krediten bedient und die Schulden abermals ansteigen.

M.M.n ist ein Bankensektor, der aus wenigen starken staatlichen Instituten und vielen kleinen Privatbanken besteht, eine Lösung. Mit der Auflage, dass ein Staat sich nicht über die staatl. Banken mit Krediten eindecken darf.

@maschmi78

Es geht nirgends daraus hervor, daß es sich um einen Kredit handelt. Vielmehr sehe ich die Beteiligung Spaniens als eine stille Einlage, die somit bereits jetzt einen Teil des Stammkapitals ausmacht. Leider ist aus dem oberflächlichen Artikel der Tagesschau nichts genaueres zu entnehmen... :(

Ob man mit einem solchen Geschäft tatsächlich wie die USA im Falle AIG eine lukrative Sache machen kann, ist hier eher fragwürdig.

Herzlichen Glückwunsch zu Aschenputtels Geburt

Meine besten Glückwünsche nach Spanien, wo man sich anscheinend nicht nur gerne von Stieren, sondern auch von Bänkern gerne mal auf die Hörner nehmen lässt. Ich für meinen Teil würde ja nun nicht gerade diejenigen Reste von den Tellern lutschen wollen, die andere Restaurantbesucher verschmäht haben. Auch in Griechenland regiert also die Weisheit des Aschenputtels: "Die Guten ins Kröpfchen, die Schlechten ins Rettungstöpfchen". Ich habe von sowas ja keine Ahnung - aber instinktiv hätte ich eher die guten Banken verstaatlicht und die Schlechten zur Hölle fahren lassen - aber die Gold- und Ackermänner Europas feiern offenbar nicht nur im Berliner Kanzleramt fröhliche Geburtstage. Was für ein Zufall übrigens, dass auch Spanien derzeit konservativ regiert wird?! Und, trau, schau, wem: Auch Spaniens Staatschef Mariano Rajoy genießt sein Stier-Schnitzel gerne in der angenehmen Gesprächsatmoshphäre der Bilderberger...

@tattom: Der kleine Unterschied...

Die Konservativen verstaatlichen NUR (!) Pleite-Banken. Stichwort: Systemrelevanz.

Die Linken wollen ENTWEDER alle Banken - und alle Bankgewinne - verstaatlichen ODER alle Banken komplett ihrem Schicksal überlassen. Stichwort: No-Bailout-Klausel.

@A.Winkler

So, ich habe nachgeschaut, wie die 45% zustande kommen:

Der Staat übernimmt nicht die Bank "Bankia", sondern die Muttergesellschaft "BFA", und zwar zu 100%. Zur BFA gehören noch andere Sparkassen in Spanien. BFA gehören 45% an Bankia.

Die 4,5 Mrd Euro wurden als Kredit des spanischen Rettungsfonds FROB an BFA gewährt.

Da war meine Intuition wohl richtig... ;-)

@Lars aus Versmold: Systemrelevanz reloaded

Eine Verkleinerung der Banken, also eine stärkere Stückelung, ist da nur wenig hilfreich.

Gestatten Sie mir die Interjektion: Hä?

Die Bankenkrise hat die kleinen Banken (also die einzelnen Sparkassen, die Volks- und Genossenschaftsbanken etc.) so gut wie gar nicht betroffen. Deren Geschäftsfeld ist nämlich fast ausschließlich die mittelständische Realwirtschaft und die Privatkundschaft. Das sind genau die Geschäftsfelder, aus denen die Deutsche Bank sich radikal zurückgezogen hat, um ihre geplante "25% Rendite" machen zu können: an den Börsen nämlich.

Auf die umgangssprachliche Schnauze sind also NUR die großen Banken gefallen, wie Hankel, Schachtschneider et al. leider völlig umsonst mantraartig wiederholen. Es muss also gar nichts Wichtiges gestückelt werden, weil alles Wichtige schon gestückelt ist.

Die Pokerbanken waren nie 'systemrelevant'.
Sie waren nur 'einflussreich'.

Herzlich!

@ Systemisch Kons...

"Eine Verkleinerung der Banken, also eine stärkere Stückelung, ist da nur wenig hilfreich."

Was ich damit ausdrücken wollte ist, dass es unrelevant ist ob eine von fünf großen Banken "pleite" macht oder 20% von tausenden von Banken.

Das Geschäftsmodell der Banken war für DIESE Krise von Vorteil für die z.Bsp. Sparkassen. Aber was ist, wenn die nächste Krise sich aus der Verschuldung von Privathaushalten nährt? Und welche Sparkasse soll dann die Kreditlinie eines großen multinationalen Unternehmens stemmen?

Wir brauchen nunmal auch große Banken, die große Risiken eingehen können.

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