Kommentare

Es wird darauf ankommen...

...., wer Frankreich das Geld für den angekündigten Wachstumskurs auf - weiteren - Pump geben wird mit dem Risiko, es auch ganz verlieren zu können. Die Griechen spekulieren bereits über einen solchen Schritt, die Schulden einfach nicht mehr zu bedienen. Wieviel dann wieder auf Kosten Deutschlands "saniert" wird, bleibt abzuwarten. Außenminister Westerwelle hat sich schon im Hinblick auf den Wechsel so wachsweich geäußert, dass man richtig Angst bekommen kann. Angela Merkel jedenfalls stehen mit Hollande keine besonders erfreulichen Zeiten bevor - und uns allen wohl auch nicht.

Gegenwind

Sicher, der in einzelnen Ländern irrwitzige Sparkurs ist nötig, damit die Not nicht noch größer wird. Es geht schlicht um die Geldbeschaffung und deren Kosten, eine Spirale ins Aus. Aber die zweite Abwärtsspirale sind eine kollabierende Wirtschaft und damit wachsende Arbeitslosigkeit. Das erfordert eine sehr sensible Gratwanderung, wie sie allein Monti in Italien bisher gelingt. Wenn Hollande auf diesen Kurs einschwenkt, wird dies massiven Druck auf Deutschland und die EU ausüben. Zumindest wird Angie Merkel ihre Erfolgserlebnisse wieder in Deutschland statt im europäischen Ausland suchen müssen, und das wird schwer, zudem sie das nicht mehr gewohnt ist.
Vive la France! Wir wünschen euch viel Erfolg!

1998 Bei Schröder SPD, haben

1998 Bei Schröder SPD, haben wir auch gejubelt bis wir dann geweint haben. Damals hat er Sozial geredet aber dann Politik für die Reichen gemacht.

Zeit und doch noch nicht Zeit

Es wurde Zeit für einen Wechsel. Aber Hollande, der ebenso wie alle derzeit Regierenden in Europa noch von Wachstum redet und darunter auch nur das des BSP versteht, steht nicht für einen wirklichen inhaltlichen Wechsel. Auch er hat noch nicht verstanden, dass man sich zwar mit viel Mühe noch ein kleines Stückchen tiefer in die Sackgasse reinquetschen kann, dass aber das Wenden dann irgendwann mal umso schwieriger wird. Hoffen wir, dass wir nicht irgendwann mit all den Wachstumsgläubigen so fest sitzen, dass die Leute mit dem Schneidbrenner kommen müssen.

Hoffen auf die Banken

So unmoralisch es auch klingen mag, aber: Da Hollande nun eben gewählt wurde, wird uns in Deutschland nichts anderes übrig bleiben, als ausgerechnet unsere Zukunfshffnungen auf diejenigen zu setzen, die die Krise mitverschuldet haben. Die Banken und die anderen Marktteilnehmer.

Diese sollten Frankreich nun nicht mehr unbegrenzt Geld zur Verfügung stellen, welches sie ohnehin niemals wiedersehen werden.
Sie sollten viel eher dabei helfen, Staaten wie Griechenland, Frankreich und Spanien zum Sparen zu zwingen. Das mag den Menschen dort nicht gefallen, doch wird uns ein stringenter Sparkurs über die Jahrzehnte gesehen eher stabilisieren und wieder weiter voranbringen als die noch weiter zunehmende Verschuldung.

Außerdem wurde vor noch nicht allzu langer Zeit auch hier im Forum gefordert, dass auch Staaten nur das tun sollten, was man von jedem Kleinen verlangt. Sich nicht rücksichtlos zu überschulden und anständig sparen. Das hilft uns weiter. Nichts anderes! Auch wenn es schmerzt!

@Der Bote: Was macht Sie so sicher

dass Sarkozy besser gewesen wäre? Woher kommt die Erkenntnis dass Sarkozy mehr gespart hätte? Welche Versprechen hat er denn nach seiner Wahl eingelöst?
Ausser Steuererleichterungen für die Grossindustrie fällt mir nichts ein.
Auch das Feiern auf der Yacht von Bolloré fällt mir ein. Ist es das, was die Finanzmärkte wollen und lieben?

Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!

MARKT-Wechsel

habe ich mich verlesen, war das ein Freudscher Verleser? Oder ist da Inspiration am Werke, der mich Machtwechsel als MARKT-Wechsel lesen liess?

Es geht den einzelnen Ländern meines Erachtens viel zu sehr um eine ungesunde Dualität zwischen EGOISMEN und EINHEITSKAPITALISMUS.
Entweder alle sparen, oder jeder darf tun was er will-

Was uns wirklich fehlt, global, ist ein anderes Ideensystem. Wir können mit dem Wachstum KEINE PROBLEME lösen, die die Leute und Bürger wirklich betreffen.

Wir sollten auch nicht glauben, dass die über 40jährigen, die die Wahlen entscheiden, ihr Kreuz aus Überzeugung machen, sondern weil sie Angst haben, das bisschen Sicherheit zu verlieren, woran sie sich angepasst haben.

Wir brauchen eine neue Sicherheit, und ich denke, da die dunklen Kräfte in der Welt blind über diese Dinge sind, wird nur eine Megakrise diese Kursänderung bewirken können. Diese Wahlsieg mit Verunsicherung in Europa ist ein wichtiger Schritt zu diesem erwünschten Gau.

Glückwunsch nach Paris . . .

und für unsere Regierung in Deutschland ist das ein Menetekel.

Vive la Feance

@ Bote .. Hoffen auf Banken, da können wir lange warten.
Ich hoffe Hollande klopft den Banken gehörig auf die Finger. Die großen Banken gehören verstaatlicht und reguliert. Endlich eine Finanztransaktions und Vermögenssteuer eingeführt. Die Abzockerbanken und die Spekulationshaie sind doch für die ganze Misere verantwortlich! Und hoffentlich klopft er dem ganzen Neoliberalen Gesogse auf die Finger !
Aber wenn ers macht wie SPD Schröder.. Dann ist der Teufel mit Belsebub dem obersten der Teufel ausgetrieben.

Denn seine Abkehr vom Sparkurs zeigt dies.
Der Grund für das Dilemma der westlichen Welt ist nicht, der fehlende Sparwille, sondern genau das Gegenteil, nur anders als es die Meißten sehen möchten.

Denn es zählt heute mehr das Vergangene (ehemalige Leistung)als die Gegenwart oder gar die Zukunft. Wer hat bekommt immer mehr, wer nix hat, kann machen was er will, er bekommt auch nix.
Übersetzt heißt das, wer Vermögen hat wird vom Arbeitenden immer mehr bedient, bis dem Arbeitendem nichts mehr bleibt.

Daher sind nicht die Schulden das Problem, sondern die Vermögen!
Und wer glaubt es sind nur die Reichen die belastend wirken irrt, denn er soll dann auf seine Konto/Spar-stände (Alle) schauen.

Eine Verzinsung muss erarbeitet werden! Und wir sind an dem Punkt (gerade auch in Deutschland) angekommen, wo der Zinsanspruch die eigene Arbeitsleistung übersteigt.
Der "Kapital"ismus überholt sich selbst.

Daher ist nicht Sparen angesagt sondern, Anspruchsvernichtung! So weh wie das auch tut!

Sparen

Schulden und Sparen

Natürlich müssen die Staatsfinanzen in Ordnung gebracht werden. Aber so wie es in Griechenland geplant war klappt es mit Sicherheit nicht! Wenn man den Menschen, die ihr Geld ausgeben um zu leben, so plündert, können sie ja nichts kaufen und sie zahlen keine Steuern. So verursacht man nur eine Spirale nach unten!

Erst muss die Wirtschaft wieder laufen damit Steuern eingenommen werden, dann vorsichtig den Haushalt in Ordnung bringen, statt Überschüsse an die Bürger auszuschütten !!!

Dies gilt für alle Staaten, nicht nur Griechenland und Spanien, sondern auch für Deutschland und Frankreich.

@ Doualien

Nein, ich bin mir diesbezüglich selbstverständlich überhaupt nicht sicher und denke auch nicht, dass sich das überhaupt jemand sein kann.

Alleine die politische Richtung, die M. Hollande vertritt, ruft bei mir jedoch große Skepsis hervor. Wenn man etwas in dieser historischen Krise überhaupt nicht brauchen kann, dann sind es weitere Schulden. Hollande tritt hierfür jedoch ein. Er möchte Wachstum generieren, was prinzipiell natürlich höchst begrüßenswert ist, bleibt eine Antwort auf die berühmte Frage nach dem "Wie" aber größtenteils schuldig. Sicherlich, eine Reichensteuer hört sich ganz hervorragend an. Doch welcher reiche Franzose wird diese schon freiwillig bezahlen? Das Vermögen dieser Personen wird schneller im Ausland sein, als Hollande "Vermögenssteuer" aussprechen kann. Folglich bliebe das Wachstum auf Pump. Das wäre jedoch fatal.

Niemand sagte pauschal, dass Sarkozy es besser gemacht hätte - aber noch schlechter sollte man es jedenfalls auch nicht machen!

Hollande

plant meiner Meinung nach nicht eine Abkehr vom Sparkurs,sondern doch wohl eher eine Verbesserung der Einnahmesituation(z.B.75%Vermögenssteuer),um damit notwendige Investitionen zu ermöglichen. Das ist ein himmelweiter Unterschied zu dem, was hier allenthalben suggeriert wird.
Wann begreifen auch wir die Notwendigkeit einer solchen Politik ?

Spannend

Bis jetzt waren Deutschland und Frankreich die wohl bestimmenden Mächte in Europa. Nun hat frankreich ein neues Oberhaupt. Die Frage ist nun, wie Deutschland und Frankreich in Zukunft weiter zusammen arbeiten werden. Wird auch in Zukunft die EU von den beiden Staaten bestimmt und gelenkt werden? Oder bricht die gute Beziehung zwischen ihnen, jetzt wo ein neues Oberhaupt an der Macht ist, ein Politiker, der einen neuen Kurs prophezeit? Was wird aus der deutsch-französischen Beziehung? Was wird aus Europa? Wndeln wir auf einem Kurs, der wieder auf Kleinstaaterei und Eigenbrötlerei hinführt? Wäre das von Nachteil? Oder würden so die negativen Folgen der Globalisierung verringert werden? Spannend ist nun, was die Wahl international für Folgen hat und was wir Deutsche uns daraus für Lehren ziehen.

jetzt ganz schnell

Den esm im bundestag verabschieden ihr gehilfen der banken bevor euch der hollande einen strich durch die rechnung macht!

Schuldenkrise

Mir hängt es langsam zum Halse heraus, dass in Verbindung mit der sog. Schuldenkrise als Medizin immer und ausschließlich das Sparen genannt wird! Haben eigentlich alle vergessen, dass ein Staat auch Einnahmen braucht, und dass die Gesellschaft eigentlich eine Solidargemeinschaft sein sollte? Die Regierungen sollten doch endlich einmal anfangen, das wieder einzusammeln, was sie in den letzten 15 Jahren den Reichen und Superreichen, insbesondere auch der Industrie und den Banken geschenkt haben! Herr Kohl war nun gewiss kein Sozialist - aber am Ende seiner Amtszeit gab es z.B. einen Spitzensteuersatz von über 50% (52?)! Und was soll eigentlich die unselige Subention der Besser- und Bestverdienenden durch die Beitragsbemessungsgrenzen???
Zur Erinnerung: eine moderne Gesellschaft sollte immer eine Solidargemeinschaft sein, insbesondere, wenn sich ihre Wirtschaftsform 'soziale Marktwirtschaft' nennt. Neoliberale Amokläufer haben da m.E. nichts zu suchen!

@Der Bote

"...Griechenland, Frankreich und Spanien zum Sparen zu zwingen. Das mag den Menschen dort nicht gefallen, doch wird uns ein stringenter Sparkurs über die Jahrzehnte gesehen eher stabilisieren und wieder weiter voranbringen..."

Also, sie opfern offensichtlich die Menschen "dort", damit "wir uns" ... "stabilisieren und wieder weiter voranbringen...".

Was jückt uns doch ob die "Menschen dort" nicht gefällt?
Was jückt uns doch ob das die "Menschen dort" weder stabilisiert noch "wieder weiter" voranbringt?

@ cojo , Anspruchsvernichtung ?

Sagen sie das mal den 23 % die prekärer Beschäftigung nachgehen - die von ihrem Lohn nicht leben können oder der Frisöse die für 4 Euro arbeiten muß.. oder den Leiharbeitern die für das halbe Geld schuften das ein regulär Beschäftigter verdient oder der Alleinerziehenden die mehrere Jobs machen muß um über die Runden zu kommen, den Aufstockern - wahlscheinlich springen die ihnen ins Gesicht. Mir scheint hier schreiben nur hauptsächlich die Besserverdienenden..

Der Gau @Gandhismus

Sie verkünden ja oft, wie auch hier (Zitat):"wird nur eine Megakrise diese Kursänderung bewirken können... ist ein wichtiger Schritt zu diesem erwünschten Gau."

Ich frage mich nur, woher Sie die Gewissheit nehmen, dass dieser Gau wünschenswert ist. Die bisherige Geschichte hat nur eins bewiesen, nämlich dass nach dem Gau durchaus wieder Wirtschaftswachstum möglich war (wo alles platt gebombt wurde, musste wieder aufgebaut werden) und das Problem der Renten gelöst war (wg. der Toten der Kriege).

Lediglich das Kapital schwamm nach einer kurzen Stromschnelle wieder im ruhigen Gewässer.

Eine Megakrise inkl. Zusammenbruch mag ich mir für Europa nicht ausmalen. Dann brennt mit Sicherheit mehr als Barrikaden.

@Jürgen Soltau

Die Solidargemeinschaft wurde spätestens mit Schröder abgeschafft, eine Barrikade dagegen durch die große Koalition zementiert und durch Merkel und Co. im Zuge der jetzigen Regierung durch Begriffe wie "spätrömische Dekadenz" (für H4-ler) dekoriert.

Während man sich in intellektuellen Kreisen darüber empört, dass gewisse Naturvölker ihre Alten einfach in der Steppe zurück lassen wenn diese nicht mehr mitziehen können, "entsorgen" wir die Schwachen in der Solidargemeinschaft eben auf andere Weise.

Wichtig ist nur, dass es das schöne Bild nicht stört.

Damit Sie mich nicht falsch verstehen: Sie haben ganz recht, nur zählt heute nur das "oben mitschwimmen" und nach unten im Wasser treten, damit man oben bleibt.

Die Banken

jaja, die Banken sind Schuld an der Krise weil sie vor unermesslicher Gier den Armen Staaten so viele Schulden auferlegen um horrente Zinsen dafür verlangen zu können...schon klar.

aber wer hat die Bankenaufsicht in den letzten 20 Jahren so drastisch dereguliert, dass die immense Kreditvergabe erst möglich wurde? Das war die Politik im Ganzen. Angefangen bei Clinton der der Meinung war, dass jeder Amerikaner sich ein Haus leisten können muss.

Und es liegt auch ganz im Interesse von Deutschland, denn unser Exportwunder in die EU ist nur deshalb möglich, weil die anderen EU-Länder immer schön Schulden machen konnten um unsere Waren zu kaufen. Somit sind die Regierungen Schuld an der Misere, nicht die Banken, und Hollande will diese Politik fortführen...

Naja, wenn uns die Geschichte eines gelehrt hat, dann dass die Sozialismus-Lüge alle paar Jahrzehnte mal wieder entlarvt werden muss, da die Leute einfach zu vergesslich sind...in ein paar Jahren ist es dann wohl mal wieder soweit...

@Dieter

genaue darum geht es! Es geht um Ansprüche (Finanzrenten, Finanzrenditen, Immobilienrenditen usw.) die in der Vergangenheit erworben (angespart) wurden! Diese sind mehr wert (auch steuerlich und Abgaben-bevorteilt) durch die progressive steigende Verzinsung.

Produktive Arbeit jedoch hat die schlechteste Anspruchsschöpfung!

Daher sind ja gerade die prekären Beschäftigungsverhälnisse enstanden bzw. bestehen diese!

Oh nein ein "Sozi" ist an der

Oh nein ein "Sozi" ist an der Macht.
Das erste was ich gelernt habe über Sozialisten ist, sie erst an ihren Taten zu erkennen.
Das gilt generell in der Politik.

Wenn man dann hier liest das doch die Banken, oder der Markt über die Politik entscheiden soll, dann frage ich mich warum wir nicht die Bankvorstände wählen?
Wozu Politiker? Die Banken sollen doch regieren.
Solch ein Wahnwitz.

Wenn man dann Angst hat das die Reichen das Land verlassen, dann führt man das amerikanische System ein, denn da zahlt man Steuern nach Staatsangehörigkeit, egal wo man wohnt.
Dazu noch das schweizerische System in dem man Steuern auf alle Einkommen zahlt.

Wenn ein Staat spart trifft das nicht alle, es trifft die die vom Staat abhängig sind.
Leute mit viel Geld sind unabhängig vom Staat (Privatschule, Personenschutz usw), dort ist eher der Staat abhängig von diesen Personen.
Man sollte langsam wieder alle ins Boot holen um das Wasser raus zupumpen auch die die schon im Rettungsboot sitzen.

@ sonderbar

Ich meinte selbstverständlich mit "uns" primär den gesamten Euroraum und auch dieser profitiert langfrisitg nur, wenn wir uns nicht noch mehr Schulden aufbürden. Sollte das Europrojekt jedoch scheitern, und danach sieht es ja im Moment eher aus, als dass es gelingt, ist es sekundär aber selbstverständlich sehr viel wichtiger, dass es uns in Deutschland gelingt, möglichst viel von unserem Lebensstandard zu bewahren.

Sollte Ihnen dieses Ansinnen ein Dorn im Auge sein, steht es Ihnen selbstverstädnlich jederzeit frei, freiwillig in Askese zu leben oder in ärmere Länder zu emigrieren - mit steht hiernch im Zweifel jedenfalls nicht der Sinn.
Ich habe im Zeifel kein Interesse an einer Wohlstandsbewahrung in den ärmeren Südländern um den Preis des Wohlstandsverlustes hierzulande. Dann ist mir der deutsche Wohlstand doch sehr viel wichtiger. Dafür haben unsere Politker ebenfalls zu sorgen! Denn die sind deutsch. Nicht griechisch oder spanisch! Und ebendiesem Volke verpflichtet!

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