Kommentare

Wenig überraschend, und doch enttäuschend

"Nicht nur Sparen" sei angesagt, sagt der Fachmann (jetzt).

Klar, das haben bis auf die verantwortlichen Politiker auch schon bei Griechenland eigentlich alle irgendwie gewusst.

Nur bedeutet die hier vorgeschlagene Lösung "Strukturwandel" im neoliberalen Neusprech doch auch nicht anderes, als wieder Sparen.
Nur eben diesmal bei den Löhnen, beim Arbeitsrecht und bei sozialer Absicherung.

Für sinnvolle Investitionen hat leider kein Staat mehr das nötige Geld, denn das wurde schon an die Banken gegeben, und es ist sehr fraglich, ob die Märkte an die politisch versprochene langfristige Rendite glauben können oder dürfen.

So scheint das nächste Staatsgebilde durch die Bankenkrise in eine soziale Krise gestürtzt zu werden.

Vielleicht war ja wirklich ein Strukturwandel überfällig, aber die Leidtragenden hätten sicher einen schonenderen Übergang verdient.

Hochgelobter Wettbewerb

Das Land steht natürlich im Wettbewerb mit Ländern wie Deutschland. Gerade innerhalb Europas erarbeitet sich Deutschland einen hohen Teil des Exportes. Weltspitze sind wir da nicht umsonst. Und die Politik tut das ihrige für diesen "Erfolg".

Es ist ein Erfolg im Wettbewerb Deutschlands, der andere Länder in die Schuldenfalle stößt und nicht wieder hochkommen lässt. Das geht aber auch für Deutschland nur so lange gut, wie die Schuldnerländer noch irgendwie zahlen können oder der deutsche Steuerzahler für sie noch geschröpft werden kann.

Dafür wird dann auch noch die Binnenkonjunktur in Deutschland naturgemäß gefährlich vernachlässigt. Das kann nicht ewig gut gehen. Ein Gleichgewicht zwischen Exporten udn Importen sowie die Entschuldung anderer Länder ohne deutschen Gegenwind mit aller geballter Kraft ist dringender denn je.

Interview: "Portugal darf nicht nur sparen ..

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Oberste Priorität f. Portugal : SPAREN

Und , nicht vergessen ,,, malochen ,,

aber bitte ALLE !

Dann die Steuern rauf, f. d. "Starken Schultern" ,

daran ist noch kein reicher gestorben ..

Also,, Umsetzung sofort......

Ohne Blut, Schweiß, Tränen u. vor allen dingen
Verzicht (Verzichten) geht es nun mal nicht .

Da geht es uns Starken Deutschen doch "viel besser" ?

Gott sei dank ,................

Weiter so ..........

Gemeinsam aus der Krise

Gutes Interview. Es ist absolut notwendig, Menschen zuzuhören, die ökonomisch einen gewissen Erfahrungshorizont besitzen. Ansonsten dreht sich die Diskussion in Foren, wie diesem hier manchmal nur um die Eurokrise oder den Niedergang Europas. Alles wird recht einseitig nur pessimistisch gesehen und die Diskussion schaukelt sich regelrecht in diesen Europessimismus hinein.

Dabei gibt es auch vernünftige Anhaltspunkte für eine Überwindung der Krise, indem eben falsche Entscheidungen der Vergangenheit analysiert und korrigiert werden. Klar ist jedenfalls, dass alle Wege aus der Krise nur gemeinsam verlaufen.

@Opolonius - Deutschland stößt niemanden

Opolonius:
Es ist ein Erfolg im Wettbewerb Deutschlands, der andere Länder in die Schuldenfalle stößt und nicht wieder hochkommen lässt.

Diese Behauptung ist nicht belegbar, ich halte sie schlicht für ein Klischee.

Frechheit

"Damals ist es Portugal gelungen, [...] durch seine günstigen Lohnkosten [...] Direktinvestitionen aus dem Ausland anzulocken. [...] Portugal hat nämlich versäumt, den Strukturwandel in Gang zu setzen, als mit der Öffnung der mittel- und osteuropäischen Reformstaaten Konkurrenz für sein traditionelles Geschäftsmodell aufkam"

Also bitte, was ist das für ein Geschäftsmodell? Hauptsache billige Arbeit also niedrige Löhne? Ist für mich nicht gerade ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell. Wie oft kann man eigentlich Löhne senken? Bis die Leute verhungern? Warum fällt diesen angeblichen Wirtschaftsfachleuten eigentlich nichts Gescheites ein außer Kosten senken? Schon mal was von Fordismus gehört gehört? Wer soll eigentlich den ganzen produzierten Krempel kaufen, wenn die Löhne immer weiter sinken?

Die Welt ist verrückt!

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