Kommentare

Also wenn man die ...

Also wenn man die Schlecker Mitarbeiter mit zählt sind es ab heute 11000 mehr. So sind halt die Tricks des Arbeitsamtes und durch eine Transfergesellschaft werden es 11000 weniger, wenn es klappt. Gewinner sind die Bildungseinrichtungen wo dann die Millionen landen, zb. Bewerbungstrainung usw. also alles eine Mogelpackung! Gruss

Sinn der Arbeitslosenstatistik

Man sollte endlich auf die unnötige Arbeitslosestatistik verzichten.

Wichtiger ist doch, wie viele Menschen durch ihre Erwerbstätigkeit gut leben können ohne zusätzlich Hartz IV zur Aufstockung beantragen zu müssen.

Irgendwann platzt die Blase !

Wenn ich mir hier von meinem vor 1,5 Jahren arbeitslos gewordenem Nachbarn die Geschichten aus den Jobcentern anhöre, dann frage ich mich ernsthaft wie diese Leute dort Menschen in vernünftige Beschäftigungsverhältnisse bringen können.
In diesem Land ist es immer schon einfach gewesen den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen und nach genau diesem Prinzip arbeiten diese Arbeitsagenturen.
Zeitarbeit scheint da mittlerweile das Allheilmittel zu sein und wenn der Sachbearbeiter zu viel zu tun hat,weil dieser den Job von 2 weiteren Leuten mitmachen muss,die allerdings aus Kostengründen wegrationalisiert wurden,ja dann gehts halt schnell an eine private Jobvermittlung die dann sogar noch eine Prämie kassiert,von der man locker das fehlende Personal hätte bezahlen können. Pervers,dämlich aber so läuft das.

Frau v.d.Leyen sollte mal lieber genauer in ihre Ämter schauen bevor sie ihren Mund aufmacht und weiterhin nur Phrasen drischt.

Jammer, Jammer

Und wieder warte ich auf die Jammerer, die von Aufstockern, geschönten Statistiken etc schreiben werden...

1.) Aufstocker sind deshalb (normalerweise) Aufstocker, weil sie einem Job nachgehen, den jeder ungelernte Mensch machen kann, eben weil sie ungelernt sind und einfach etwas gelernt haben, was keiner braucht. Aufstocker wären ohne diese Jobs arbeitslos. Also lieber aufstocken als zu Hause sitzen.

2.) Die absolute Zahl der Statistik ist gar nicht so wichtig, es geht um dem Trend, der sich ablesen lässt und der ist gut.

3.) "Prekäre Arbeitsverhältnisse" sind in aller erster Linie mal Arbeitsverhältnisse. Ich habe selbst lange zur zeitlich befristete Verträge gehabt, das ändert sich aber, wenn man sich nicht allzu doof anstellt.

Würde mir mal jemand von den Jammerern hier sagen, wie es besser laufen würde? Denn jammern kann jeder... Lösungen sind gefragt. Hat jemand welche?

die monatliche Mogelpackung

Wie jeden Monat stellt sich auch im März die Frage, wieso 7 Millionen Deutsche Leistungen von der Arbeitsagentur erhalten, wo doch angeblich nur 3 Millionen arbeitslos sind.

Es freut mich...

für jeden arbeitssuchender wenn es mit einer neuen Arbeit klappt, bloß sieht die Wirklichkeit doch ein wenig anders aus (Anzahl 400 Euro Jobs Minijobs Zeit / Leiharbeit) die Folgen dieser niedrig entlohnten Arbeit werden wir wohl erst in ein paar Jahrzehnten sehen wenn die Renten und Sozialkassen explodieren werden. Man sieht hier wie in Unternehmen und in der Politik nur kurzfristig gedacht wird (wichtig sind die guten Zahlen jetzt was in 10 oder 20 Jahren ist das interesiert mich heute nicht).

@Checker777

"Wenn ich mir die Geschichten aus den Jobcentern anhöre, dann frage ich mich ernsthaft wie diese Leute dort Menschen in vernünftige Beschäftigungsverhältnisse bringen können.
In diesem Land ist es immer schon einfach gewesen den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen ....
"

Es gibt nur eine Person, die sich in ein vernünftiges Beschäftigungsverhältnis bringen kann, und das ist der Suchende selber!!!

Jobcenter etc. sind Relikte aus Zeiten in denen es noch kein Internet gab. Heute kann ich vom PC zu Hause sämtliche Kontakte für einen Vorstellungstermin knüpfen und mich perfekt vorbereiten. Die Arbeitsagenturen sind nur ein unsäglicher Verwaltungsapparat und zu maximal 20% wirklich sinnvoll...

Ihre Aussage des geringsten Widerstandes gilt aber auch für viele Arbeitssuchende, die sich wenig initiativ auf die Empfehlungen der Arbeitsagenturen beschränken.

Unabhängig davon ist der Weg des geringsten Widerstandes per Definition IMMER der leichteste, nicht nur in D ;-)

Nach uns die Sintflut,nach

Nach uns die Sintflut,nach diesem Motto,so scheint es mir werden die Menschen schon seit Jahren eingeschworen,von denen die monatlich neue "Erfolgsmeldungen" vom und über den Arbeitsmarkt in die Bevölkerung streuen.Einige werden schon dran glauben!

@nichtmehrwähler

Richtig, die Chancen von ungelernten Arbeitskräften sind schlecht. Das ist aber nicht neu und wird sich auch nicht ändern. Wenn ich als Unternehmen billiger produzieren kann, indem ich Maschinen für einfache Aufgaben einsetzen kann, dann mache ich das. Wieso auch nicht? Die Frage ist doch, was wir mit den Leuten machen sollen... da erscheint mir Hartz4-Aufstocken eine gar nicht so schlechte Alternative zu sein.

Ja die Jobcenter

sind wirklich überflüssig.
Als sogenannter "Kunde" hat man immer das Gefühl das man den "Fallmanager oder den Integrationsmanger" immmer irgendwie beim Kaffeetrinken oder Solitaire spielen stört. Wie sollen die Jobcenter auch vermitteln wenn man sich einmal die Seiten der Jobcenter ansieht bestehen diese zum größtenteil aus Zeit und Leiharbeitsfirmen die auf diese Art und Weise nur ihre Datenbanken füllen wollen. Vermittelt wird recht wenig daher ist die Eigeninitiative noch das beste Mittel auch wenn es dieses sicher nicht immer einfach ist.

Arbeitslosenstatistik

hallo,

mein Vorredner "jammer, jammer" ist einfach genial,
endlich jemand der normal schreibt und voll auf meiner Linie ist.
Ich arbeite selbst im Personalgeschäft und weiss, dass wir schon fast Vollbeschäftigung haben und Fachkräfte gesucht und auch bekommen werden. Aber man muss sich anstrengen. Aber es nun mal so, wer gut ausgebildet ist und etwas vorzeigen kann, wird auch eingestellt.
Befristungen sind normal, aber wer gut ist, erhält die Chance. Und jeder muss nicht auf die Arbeitsagentur warten, selbst ist der Mann die Frau

@ maschmi78

1. Wer maßt sich an zu sagen, dass das was jemand gelernt hat unbrauchbar sei und auch Leute die nichts gelernt haben kann man für viele Dinge gebrauchen. Das Problem ist nur, dass die passenden Jobs alle nach Osten abgewandert sind, wie z.B. Textil- Möbel-, Elektroindustrie, etc. Und jetzt kommen sie mir nicht mit: "Aber das ist halt Globalisierung." Wirtschaft muss auch immer für die Menschen da sein und nicht nur für den Profit!

2. Der Trend in Richtung mehr Aufstocker, mehr Teilzeit und Zeitarbeit soll gut sein? Kein Wunder, dass das Renten- und Krankenversicherungssystem so nicht funktionieren kann, wenn viele nicht mehr einzahlen, weil sie keine "Normalarbeit" haben.

3. Prekäre Arbeitsverhälltnisse sind moderne Sklavenarbeit, genau wie die Verbreitung der Praktika, wo man für seine Arbeit genau nichts bekommt. Außerdem sind prekäre Arbeitsverhältnisse nur durch ein Argument legitimiert: Kosten sparen. Und das kanns ja wohl echt nicht sein.

Wir brauchen mehr Solidarität!

@maschmi78

"Die absolute Zahl der Statistik ist gar nicht so wichtig, es geht um dem Trend, der sich ablesen lässt und der ist gut."

Ach, echt?
Der Trend geht in diese Richtung: Anzahl der HatzIV Bezieher steigend. Anzahl der Geringverdiener steigend. Anzahl der Menschen, die keine 900€ im Monat haben, davon aber noch Abgaben zahlen müssen: steigend.

Was sagt denn die Statistik, wenn es laut tönend heißt: "weniger Arbeitslose", aber ganz leise: "mehr ALG2-Bezieher":
Diese Menschen haben zwar Arbeit, werden aber nicht (gebührend) entlohnt.

Es gibt immer mehr Arbeitslose. Diese werden nur anders bezeichnet. (Das Wort "Sklave" fällt sogar hin und wieder)

Dieser Trend ist und war von Beginn an deutlich sichtbar.
Wer diesen Trend gut findet, gehört wohl zu den 10%, die 60% der Giralgeldmenge Deutschlands besitzen.
An eben diesen 10% wird auch der wirtschaftliche Aufschwung gemessen, der immer wieder erwähnt wird. Die anderen 90% haben davon fast bis gar nichts.

Nachtrag

Ich will hier nicht jammern!
Ich sage nur, wie ich die Dinge sehe:
Die Hartz-Gesetze, damit die Zusammenlegung der Sozialämtern mit einem Teil der Arbeitsämter (staatliche Behörden) zu einer privatwirtschaftlichen "Agentur für Arbeit", die marktliberale Ausbeutung der Leiharbeit, Kurzzeitverträge und allen voran die Maßnahmen so mancher Bildungsträger wurden nur eingeführt, um Statistiken zu schönen.
Denn wer den Euro will, muss Maastricht-Kriterien erfüllen oder wenigstens so tun als ob.

@ maschmi78

maschmi 78 ist wohl ein Arbeitgeber. Wo kommen wir denn hin wenn der Staat jetzt schon die Löhne bezahlt?. Ein ungelernter ist nach einer gewissen Anlernzeit kein ungelernter mehr sondern hat jetzt die nötigen Qualifikationen erworben zb. auch Schlecker Mitarbeiter. Sobald ein Mensch arbeitslos wird ist er unqualifiziert? Alles nur Lohndrückerei, unmöglich. Mir ist ein guter Lagerarbeiter mehr Wert als ein Akademiker der 2 linke Hände hat! Leistung muss bezahlt werden! Ich hoffe Sie haben schon mal schwer gearbeitet und haben H4 beantragt um dann bei der Tafel anzustehen obwohl Sie Arbeit haben! Gruss

einfache Mathematik

Wie es mit der Vollbeschäftigung klappen soll, wenn den offiziell 3 Millionen Arbeitslosen offiziell nur 500.000 freie Stellen gegenüberstehen, muss mir bitteschön nochmal jemand vorrechnen. Wo ist der Hut, aus dem bei steigender Automatisierung, steigender Produktivität und steigender Verlagerung der Arbeit ins Ausland die Jobs für die restlichen 2,5 Millionen Arbeitslosen hergezaubert werden?

In Leipzig gab es im Januar

In Leipzig gab es im Januar (andere Zahlen sind noch nicht veröffentlicht) 26.121 arbeitslose ALG-II-Empfänger. Das waren 2.343 weniger als vor einem Jahr.

Das bedeutet, dass der Aufschwung an dem Personenkreis der meist langzeitarbeitslosen Hartz-4-Empfänger mit oft Mehrfachvermittlungshemmnissen eben nicht vorbeigeht, sie werden beteiligt!

Von den 2.343 wurden übrigens rund 1.450 durch private Arbeitsvermittler dauerhaft in Arbeit integriert.

Mit der Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente ab April können jetzt nach Ermessen des Fallmanagers alle Arbeitsuchenden den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein erhalten. Auch Nichtleistungsbezieher! (Für ALG-I-Empfänger besteht wie gehabt Rechtsanspruch nach 6 Wochen) Damit wird der Empfängerkreis dieser kostensparenden und sinnvollen Maßnahme erheblich erweitert.

Rund 15 % aller Gutscheininhaber werden erfolgreich von Privaten vermittelt. Das ist eine reelle Ergänzung zum meist trägen und nicht effizienten Amt!

Tendenz gar nicht so toll

März
ALG-1: 955.000 (-73.000 zu Feb.)
ALG-2: 4.512.000 (-4.000) (4.457.000 Dez. +55.000)
Summe: 5.467.000 (-77.000)

Erwerbsfähige:41,10 Mio (Dez. 41,47)
nicht off. AL-Quote:13,3% (Feb 13,18%) ALG-1+2

Aber:
ALG1+ (ALG-2 -Unterbesch. o.KA)=
5.467.000 - 4.066.000 =1.401.000 (1.355.000 Feb)
Quote: 3,41% /3,27% Feb
Unterbesch. o.KA zu allen ALG-Beziehern: 74,3%

Und:
alle ALG-2 - off. anerkannte AL mit ALG-2
4.512.000 - 2.073.000 = 2.439.00 /2,404T Feb
Quote: 54% (53% Feb)off. nicht als AL anerkannte ALG-2-Empfänger

Und (Zahl der BA März 2012):
ALG-1 + off. AL mit ALG-2
955.000 + 2.073.000 = 3.028.000 (3.082T Feb)
AL-Quote: 7,3(7)% /7,34% Feb

Sv-pflichtige
28,58 Mio = +712.000 zu Vorjahr (+721T Feb)
Quote: 69,54% /70%Feb

Jeder 8. (13,3%) im erwerbsfähigen Alter (~5,5 Mio) braucht staatliche Hilfe, weil er keine reguläre Arbeit hat. Dagegen 490.000 (Feb 452T) gemeldete offene Arbeitsstellen im März = 9:1.

30,5% d. Erwerbstätigen sind nicht sv-pflichtige Billig-AN. Teilzeit boomt.

@KingMartinOne

@KingMartinOne: dass die "leichte" Tätigkeit tatsächlich nach Osten abgewandert ist, stimmt und hat etwas mit der Globalisierung zu tun. Die ist aber nur die Möglichkeit, nicht die Ursache: wenn Sie als Verbraucher im Laden A das Produkt X für 2,50 Euro kaufen können und im Laden B für 1,88 Euro... wo kaufen Sie es dann? Es ist immer leicht, auf die "böse Wirtschaft" zu zeigen.
Ich sage auch nicht, dass der Trend zu mehr Aufstockern gut ist, ich sage aber, dass das für die Menschen, deren Jobs entweder abgewandert sind oder deren Jobs es einfach nicht mehr gibt, weil sie keiner braucht, eine Möglichkeit ist, am Arbeitsleben teilzunehmen und etwas zu leisten. Alternativ können sie zu Hause bleiben. Mehr ist nicht drin... oder sehen Sie da Möglichkeiten: immer her damit, packen wir es an!

@NonServiam

Unter "Sklaven" verstehe ich mit Sicherheit keine Menschen, die in der Bundesrepublik irgendeiner Arbeit nachgehen. Sie werden bezahlt, haben einen soziales Netz und können sich frei entscheiden, für wen sie arbeiten.
Und mit Ihrem Klassenkampf nach dem Motto "10% haben alles, 90% vegetieren vor sich hin" können Sie mich nicht beeindrucken. Der Bund gibt über 40% seines Etats für Soziales aus. Die Schere zwischen arm und reich ist in Deutschland weit kleiner als anderswo, weil die Umverteilung recht gut funktioniert.

Auch ich sehe Optimierungspotentiale, keine Frage. Aber diese Schwarz-Weiß-Malerei, die Sie und andere hier von sich geben, halte ich für groben Unfug.

Sinnlos!

Es gibt keine sinnlosere Behörde(Stimmt ja auch nur noch zur Hälfte) als die Arbeitsagenturen.
Alles was die machen ist Arbeitslosigkeit verwalten und die Aufgaben des Sozialamtes übernehmen.(Statistiken "anpassen" nich vergessen!) Dazu die Leute gängeln so weit es nur geht um so wenig wie möglich zahlen zu müssen.

Weg damit! Wer Arbeit bekommen will, geht nicht zum Arbeitsamt! Dort ist man nur so viel wert wie die Fördermittel, auf welche der nächste Arbeitgeber wartet. Wer wirklich nen Job sucht in dem er gebraucht wird, sucht ihn sich selbst. Arbeitgeber die zum Arbeitsamt gehen, suchen selten langfristige Mitarbeiter. Ich war scho 2mal im Leben dort. Ein 3.Mal wird nicht eintreffen, dazu war es zu ernüchternt. Auf jeden Fall war ich noch nie arbeitslos(Ausgebeutet/Geringverdienener), gerade weil ich nicht zum Arbeitsamt gehe.

Sicher ist das es nicht die Arbeitsagenturen sind, welche die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt positiv mit gestallten. Eher im Gegenteil!

@denkerundlenker

Nein, ich bin kein Arbeitgeber, sondern einfach nur ein gut ausgebilderter Arbeitnehmer ohne Leitungsfunktion.

Ich habe nicht gesagt, dass Arbeitslose per se unqualifiziert sind. Nehmen wir ein Beispiel: das Unternehmen, für das ich arbeite, sucht derzeit 19 Sachbearbeiter (mit kaufmännischer Ausbildung). Wir bekommen kaum Bewerbungen. Da man spezielle Kenntnisse benötigt, bilden wir die neuen Sachbearbeiter 1 Jahr (!) lang aus. Zur Mittagspause kam ich an 3 Geschäften vorbei: ein Schuhgeschäft sucht Verkäufer in Voll- oder Teilzeit, ein Bäcker sucht Verkäufer und ein Schnellrestaurant sucht ebenso. Für all diese Jobs muss man weder studiert haben, noch eine mehrjährige Ausbildung hinter sich gebracht haben. Trotzdem wird gesucht. Ach ja, der Elektronikhändler ums Eck sucht einen Fernsehtechniker... ich leugne hier nicht, dass es Arbeitslose gibt, ich frage mich nur, was von den Unternehmen erwartet wird? 16 Monatsgehälter je 2.500 Euro für alle zum Einstieg?

@ tomasius

Herr tomasius sind Sie ein Personaldienstleister? Es ist bekannt das ein Arbeitsloser einen Vermittlungsgutschein erhalten kann, Gewinner dabei sind die Personaldienstleister die vom Staat eine Summe von ca. 1000 bis 1500 Euro kassieren, je nach dem wie lange die Beschäftigung gedauert hat. Nachdem der AN wieder Arbeitslos geworden ist weil der Vertrag nur für ein halbes Jahr gilt, geht das gleiche Spiel los, Gewinner dabei sind wieder die Personaldienstleister! Man sollte hier keine Werbung für Personaldienstleister machen!!! Gruss

nicht Schwarzweiß sondern Schönmalerei

Ich möchte nicht über das Wort "Sklave" philosophieren. Ich meine damit die 1€-Jobber.
Wer lange ohne SozV-pfl Arbeitsstelle ist und ALG2 bezieht, landet früher oder später in einem 1€-Job.
Das sind zwar keine Vollzeit-Sklaven, denn es handelt sich meist um 2-3 Tage/Woche und nicht immer 8h/Tag.
Aber der "Lohn" dafür ist ein Spott auf Begriff selbst.
Dafür kann man sich gerade so den Mehrbedarf an Wasser und Nahrung leisten, den diese Arbeit bringt.
Klar! Die Leute sind dann "weg von der Straße" ... für ein paar Stunden die Woche.
Klar! Die Leute nehmen Teil... woran? Am Wirtschaftswachstum? Also am Wachstum der oberen 10% - internationale Konzerne, die einen Sitz in BRD haben, aber im Ausland produzieren.
Oder daran, daß in vielen öffentlichen Bereichen 2 Arbeitsplätze an einen gelernten und 2 1€-Jobber fallen?
Oh! Toll! 1 Beschäftigungstelle geschaffen!

Mir ging es nicht um Schwarzweiß, nur um die Tatsache, daß diese Statistik Schönmalerei ist.

@29. März 2012 - 12:13 — NonServiam

Ich kann maschmi78 in all seinen Ausführungen nur 100% Recht geben.

Ihren Satz "Diese Menschen haben zwar Arbeit, werden aber nicht (gebührend) entlohnt." kann ich auch so nicht akzeptieren.
Wie jemand entlohnt wird richtet sich nach Angebot und Nachfrage der Tätigkeit. Wenn jemand also nicht gebührend bezahlt wird, dann verrichtet er wahrscheinlich eine Tätigkeit, die niemand haben will oder die es in großen Mengen gibt.
Wenn dieser Jemand also meint für seine Tätigkeit nicht gebührend entlohnt zu werden, dann kann er sich ja selbstständig machen und versuchen seine Tätigkeit zum "gebührenden" Preis zu verkaufen. Das muß sein Chef, der ihn bezahlen soll, ja schließlich auch mit dieser Tätigkeit so machen.

@maschmi78

ich leugne hier nicht, dass es Arbeitslose gibt, ich frage mich nur, was von den Unternehmen erwartet wird? 16 Monatsgehälter je 2.500 Euro für alle zum Einstieg?

Ich weiß ja nicht, was Sie verdienen,aber die wenigsten Fachkräfte wollen für max. 2000 Euro brutto 160h arbeiten. Da haben sie weniger Geld zum leben wie so mancher Rentner oder Leiharbeiter, der mit Harz IV aufstockt.

Das Problem mit dem Fachkräftemangel ist hausgemacht. Würde man die Fachkräfte anständig entlohnen, hätten wir keinen Mangel zu beklagen. Dazu kommt noch die Tatsache, dass man ab 35 oft als zu alt angesehen wird. Habe ich selbst schon erfahren müsssen!

Heute muss ein Facharbeiter folgendes Anforderungsprofil erfüllen:
1. Alter maximal 28!
2. min. 5, besser 10 Jahre Berufserfahrung!
3. keine Kinder, kein Eigenheim = flexibel!
4. monatlich 160 oder mehr Stunden arbeiten für max. 1600-1800€ brutto!
5. Mehrarbeit ohne Ausgleich bedingungslos akzeptieren!
6. usw.

@Fury4711

Ich gebe Ihnen Recht.

Der Markt bestimmt den Preis.

Auch bei der Lohnbildung.

Es geht um Gewinnmaximierung und Kosteneinsparung.
Das verkaufte Produkt muss mehr Umsatz einfahren, als alle Kosten, die auf das Produkt eingerechnet werden - Material, Verarbeitung (Lohn- und Betriebskosten), Logistik und nicht zuletzt Werbung.
An der Werbung kann wohl nicht gespart werden, denn wenn das Produkt keiner kennt, kauft es auch niemand.

Es bleibt dabei:
Diese Statistik, die gern hergezogen wird, um politische Pseudo-Erfolge mit Grafiken zu belegen, ist geschönt.
Ich war erst zwischen 2 Vollzeitjobs 2,5 Monate ohne Beschäftigung, arbeitslos gemeldet, aber dabei sofort in einem "Bewerbungstraining" und daher nicht als Arbeitsloser in der Statistik.

@denkerundlenker - Umsätze aus VG sind Peanuts

Die Prämie auf Vermittlungsgutscheine wird in zwei Raten gezahlt, die erste Rate wird nach 6 Wochen gezahlt die zweite Rate erfolgt nach Übernahme aus der Probezeit.

Die Anzahl der Vermittlungen m. Schein ist im letzten Jahr auf ca. 2700 zurückgegangen.

Der größte Anteil der direkten Vermittlungen läuft über Auftrag seitens des AG, wobei der AG das Honorar für den neuen Mitarbeiter bei Einstellung direkt an den PDL bezahlt.

Am Billiglohnsystem ist der einzelne AN nicht schuld.

Hier scheint die Fraktion der selber-schuld-dass-du nichts-kannst Vertreter zu argumentieren unterstützt von den Angebot-und-Nachfrage-bestimmen-den-Preise-der- Arbeitskraft Doktrinären.

Da scheinen Existenzminimun, Kinder und Rente keine Rolle zu spielen. Die Mehrwertsteuer ist für alle gleich, nur nicht prozentual zum Einkommen.

Und wenn Gewerkschaften € 7,01 bzw. 7,89 (West) für Leiharbeiter als Mindestlohn tariflich zementieren - wer bitte soll da privat verhandeln (Angebot und Nachfrage)?

Und nun beginnt die Lohndrükerei auch in den mittleren Ebenen. EIngewanderte Fachtkräfte sollen statt bisher 66.000 nur noch 43.800 erhalten. D werden die hieisgen mittleren Ebene bald schlechte Karten haben mit ihrer Qualifizierung - und die Lohngruppen darunter zwangsläufig auch.

Wenn die Nachfrage deflationär die Preise für QWualität drückt, kann die Angebotsseite als Einzelkämfper kaum etwas machen.

Am anderen Ende dnn die Banker-Boni für antisoziale Leistungen wie Krisen.

schulen schließen

wenn mehr ungelernte so gesucht werden, dann brauchen wir keinen schulen mehr.

wozu dann noch lernen??? hart arbeiten für ein apfel und eine ei? das kann wohl nicht gemeit sein. oder doch?

wo soviel gespart wird ist klar, da fallen arbeitsplätze, sind ja nicht mehr bezahlbar.

dafür ´ne menge billiglohn job´s.

alles nur schwindelleinen. schreckliche nachrichten in einen angäblichen so reichen land wie deutschland.

eher mehr schulden als reich.

@glamorama

"Wie es mit der Vollbeschäftigung klappen soll, wenn den offiziell 3 Millionen Arbeitslosen offiziell nur 500.000 freie Stellen gegenüberstehen, muss mir bitteschön nochmal jemand vorrechnen. Wo ist der Hut, aus dem bei steigender Automatisierung, steigender Produktivität und steigender Verlagerung der Arbeit ins Ausland die Jobs für die restlichen 2,5 Millionen Arbeitslosen hergezaubert werden?"

5% Arbeitslosigkeit ist Vollbeschäftigung, denn es gibt immer eine gewisse Fluktuation und auch Leute, die nicht arbeiten wollen/müssen.

Man muss übrigens nur mal die Altersstruktur in den Unternehmen anschauen: Was da in den nächsten 10 Jahren in Rente geht kann nicht mehr vom Arbeitsmarkt bedient werden. Leider ist es in D so, dass wir tendentiell eher Leute brauchen, die zumindest 2 Sätze ohne Fehler schreiben und sich ausdrücken können und Mathematik auf 6.Klässler Niveau beherrschen. Das ist bei einem signifikanten Anteil der Schulabgänger leider nicht mehr der Fall.

Geschwindigkeitsmesser.

Zitat Tagesschau: >Arbeitsmarkt kommt nur langsam in Schwung.<

Aha! Und wie oft schon wurde das konstatiert? Ist der 'Schwung des Arbeitsmarktes' quasi der einer Schnecke? Wie oft noch wird von Medien ein Nichts als 'schwungvolle Millimeterschritte vorwärts' deklariert?

Jeder Normalbürger sieht doch, und erlebt in der eigenen Realität, daß sich rein gar nichts verbessert. Denn mal abgesehen von den gesellschaftlich ohnehin Abgehängten - auch für die frisch-fromm-fröhlich-freie Fatzenbooker-Generation ist doch der Zug schon weg. Wer von denen heute stylish noch seinen Latte Macchiato morgens im Citycafe schlürft, kann an einem der nächsten Morgen schon beim Jobcenter in der Schlange stehen. Zeitarbeitsverträgen sei es Dank! Klar, mit 30 will man noch nicht an Rente usw. denken. Man arbeitet und vertraut auf die Rentensicherheit. Aber genau das rächt sich heute für viele. Dabei ist die Garantie der menschenwürdigen Daseinssicherung eines unserer Staatsprinzipien...

Arbeit und ihre "gerechte" Entlohnung

Ich werfe mal ein neues Schlagwort in diese Runde: Jobmafia.

Als Jobmafia würde ich Zeit-/Leiharbeitsfirmen, Arbeitgeber die keine berufsspezifische Tariflöhne und Arbeitgeber die lieber 5 x 400€ als 1 x Lohn inkl. Ag.-Anteil für einen Vollzeitarbeitsplatz zahlen wollen.

Das Denken, in den Köpfen, der hier ansässigen Arbeitgeber (Vom kleinen Einzelgewerbetreibenden bis hin zum AG/GmbH Aufsichtsrat/Geschäftsführer) muss sich vom Turbokapitalismus wieder zur sozialen Marktwirtschaft hin wandeln, wenn es hier in Deutschland wieder Fairer zugehen soll.

Meiner Meinung nach hat ein Bauarbeiter, der z.B. den ganzen Tag (8-14 Stunden- Montags bis Samstags in der Schönwetterzeit) mit einer Schaufel einen Graben aushebt, mehr als 5-10€/Std. verdient, da es eine schwere körperliche Arbeit ist. Die Realität sieht ja anders aus!

Das die Arbeitslosenzahlen bis zum "geht nicht Mehr" geschönt sind, sollte jeder, der ab und zu Nachrichten liest/sieht/hört, wissen.

Gruss De-Buerger

@29. März 2012 - 15:23 — vanPaten

Da haben sie Recht. Bei der Einstellung eines Angestellten dürfen für den Unternehmer das Existenzminimun, Kinder und Rente keine Rolle spielen. Und die Mehrwertsteuer ist Privatsache.
Natürlich müssen Kinder und Rente auch beachtet werden. Aber nicht bei dem Lohn, den ein Unternehmer seinen Angestellten zahlen soll. Hier geht es wirklich nach Angebot und Nachfrage. Und das ist auch gut so, denn sonst würde ein Unternehmer ja keine Mitarbeiter mit Kindern einstellen.
Und die Mehrwertsteuer spielt hierbei ja nun wirklich keine Rolle. Wenn jemand viel Geld bekommt (er verdient es sich ja), dann soll er sich auch viel Leisten können (er hat ja schließlich auch dafür etwas geleistet). Wenn man für diese Leute jetzt eine andere Mehrwertsteuer einführen würde, wäre es ja wieder Gleichmacherei. Warum sollte diese Person dann noch mehr Leisten/Arbeiten, wenn er dafür dann mehr bezahlen (Mehrwertsteuer) muß?

Sonntag halbzwölf.

Die Sendung mit der Maus.

Heute zum Thema Arbeitsmarkt:

- Mit einem Statistiker, der sagt, wie es ist.

- Mit einem Politiker, der sagt, warum es ist, wie es ist.

- Mit einem Arbeiter, der möchte, daß es anders ist.

- Mit einem Arbeitslosen, der leider ißt, was er ist.

Und mit der Maus und dem Elephanten, die zeigen, warum ein mutiger Maulwurf das ganze schöne System der Absahner zum Einsturz bringen kann, und alle Eltern und ihre Kinder wieder genug zum Leben und Freude daran haben.

Ach ja - und zum Schluß mit Käptn Blaubär und Hein Blöd, die mit ihrem Kutter und einer Ladung Steuerflüchtlige auf der Wiese von Schaf Shawn stranden, wo man den Unnützlingen echtes Arbeiten beibringen wollte. Ohne Erfolg. Alle Abzocker verstarben wegen Überanstrengung.

Mithin also die einzige Maus-Folge ohne Happy-End. Die Sendung wurde gestrichen.

Seither wird sonntags um halbzwölf ein Info-Special 'Börse aktuell für jedermann' gesendet. Insofern ist die ARD stets am Puls der Zeit...

Zu dem Satz:

Bei der Einstellung eines Angestellten dürfen für den Unternehmer das Existenzminimun, Kinder und Rente keine Rolle spielen. Und die Mehrwertsteuer ist Privatsache.
Das heisst dann, wenn ich ihre Worte richtig interpretiere, dass ein Arbeitgeber keine soziale Verantwortung haben muss?
Wenn die Mehrheit, der Arbeitgeber in Deutschland so darüber Denkt,dann gute Nacht!
Warum wird dann nicht direkt wieder die Leibeignerschaft, wie im Mittelalter, eingeführt? Da bräuchte kein "Besitzer(Arbeitgeber)" soziale Leistungen erbringen und die Familie des Leibeigenen muss dann ja eh auch mitarbeiten. Der Besitzer braucht "nur" für Kost und Logis sorgen.

Es gibt ständig Meldungen:

Es gibt ständig Meldungen: "die Arbeitslosigkeit sinkt" "die Fachkräfte sind gefragt" (habt ihr was steigenden Arbeitslosenzahlen gehört?) ... wenn dem so wäre dann müsste heute keiner arbeitslos sein. Fragt mal aber eine arbeitsuchende Fachkraft ... und ihr werdet den Spott der Medien verstehen.

Berichtet mal über die Automatisierung, Effizienzsteigerung über immer mehr erledigt bekommen mit immer weniger Menschen. (Warum gibts dafür keine Medienöffentlichkeit?)

Dann über die "habenden und die nichts habenden"(Gauck). Oder besser wie wir Menschen mit ausgedachten Regeln, "Besitz" ist eine davon (+Patente, Urheberrecht, Landbesitz so weit das Auge reicht, ...), von lebensnotwendigen Ressourcen, bzw. vom Fortschritt und gemeinsam erarbeiteten Wohlstand vernhalten.

Dann wird der Weg frei für BGE, ist doch besser als ständig über "sinkende" Arbeislosenzahlen zu berichten.

@De-Buerger - Jobmafia

Zeitarbeit im Bauhauptgewerbe ist in Deutschland verboten.

Übrigens, ich arbeite ebenfalls in einer Firma
die Zeitarbeit im IT-Sektor anbietet und die Gehälter,
die wir unseren Mitarbeitern bezahlen, bewegen
sich nicht minderer, als dass der Angestellten unserer Kunden.

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