Tanken laut ADAC am Morgen besonders teuer

26. März 2012 - 13:04 Uhr

Tanken ist nach Beobachtung des ADAC morgens meist am teuersten. Stichproben ergaben, dass die Preise in der Früh im Schnitt oft am höchsten seien und im Tagesverlauf gesenkt würden. Hinter den Preissprüngen stehe also ein klar erkennbares Muster, so der Verein. Die Mineralölindustrie widerspricht.

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Kommentare

Jetzt kämpft schon die

Jetzt kämpft schon die Autofahrerlobby gegen die Öllobby, oder was? Fehlt nur noch, dass am Ende nach dem Staat als Retter der armen, vom Auto abhängigen, unmündigen Bürger gerufen wird. Was muss das für ein trauriges Leben sein, das nur daraus besteht, zu schauen, wo das Suchtmittel „Benzin“ einen oder zwei Cent billiger ist?

ärgerlich.

Ich finde es ärgerlich, dass immer von 'Abzocken' die Rede ist. In Deutschland sieht es doch so aus:

1. Die großen Benzinproduzenten haben in den letzten paar Jahren reihenweise Raffinerien in Deutschland geschlossen, weil es ihnen kaum möglich war, Benzin so preiswert herzustellen, dass man damit noch Gewinn macht.

2. Die Marge für jeden Liter verkauften Benzins liegt im Durchschnitt unter 1 ct.

3. Das, was viele Autofahrer als 'Preisabsprache' wahrnehmen ist in Wirklichkeit ein unheimlich scharf geführter Preiskampf, bei dem es letztlich auf jeden Cent ankommt.

4. Das, was viele Autofahrer als 'Abzocke' wahrnehmen ist in Wirklichkeit eine Anpassung des Preises an den Bedarf. Deswegen steigen die Preise morgens, vor dem Wochenende und vor den Ferien. Nur deswegen isses überhaupt möglich noch ein wenig Gewinn mit dem Benzin zu machen.

Und nein, ich bin kein Öllobbyist. Die Informationen sind alle vorhanden, es wäre nur nötig sich mal ein paar Hintergründe anzulesen.

Die Konzerne

reden sich wieder billig raus, aber ihre Mitarbeiter in den Tankstellen sprechen es inzwischen offen aus, da sie ständig sich die zynischen Kommentare der Kunden anhören dürfen über dieses unsägliche Spiel.

Das hat doch schon jeder gemerkt, das Volk ist nicht so doof, wie manche denken. Nur kann man es sich leider nicht raussuchen, ob man tanken will oder nicht und dass wird ausgenutzt.

Jeder schiebt es

auf den anderen und am scheinheiligsten ist unser Staat bzw. die Politiker.

Deckelt endlich mal die Steuern!

Wozu haben wir ein Kartellamt? Nur als zahnloses geldkostendes Monster?

Mehr Rechte für das Amt!

Ja ne schon klar

Wenn ich im Auto unterwegs bin, soll ich mich also im Internet über die Preise informieren. Schon mal steil. Die meisten Leute tanken, weil sie gerade in dem Moment tanken müssen bzw. es zeitlich passt (z.B. auf dem weg zur Arbeit), dass es drei Stunden später billiger sein könnte, bringt wenig (da sitze ich im Büro).

"Von einer Beobachtung an 33 Tankstellen auf eine Aussage für alle 14.700 Stationen in Deutschland zu schließen, sei 'sehr gewagt'" - ja na klar, die anderen 14.667 liegen bestimmt auch am Weg! Was interessiert es mich, ob der Sprit in Sprockhövel oder Oberammergau gerade viel billiger ist? natürlich macht da nur ein sehr begrenzter regionaler Vergleich Sinn. Die Aussage der MWV-Sprecherin heißt ja wohl eher "es gibt unter 14.700 Tankstellen bestimmt auch einige, die sich nicht kartellmäßig verhalten". Oder?

Benzinpreise

Die Rohölkonzerne haben noch nie von sich behauptet, das sie Sozialunternehmen seien.

Jammern bringt daher nichts. Das einzige was hilft ist Konsumverweigerung wo immer es geht. Jeder Fahrt mit dem Auto 2x überlegen und wenn möglich bleiben lassen. Die sinkenden Benzinabsstzzahlen werden dann hoffentlich eine Sprache sprechen, die "der Markt" versteht!

Wer es glaubt wird seelig !!!!

Das Abzocken hat Methode.

Als die BVG in Berlin gestreikt hat, war zur selben Minute der Sprit um satte 10 cent gestiegen. Als der Streik vorbei war, haben die exakt die 10cent wieder
runtergenommen.. Komisch oder ??...

Der Autofahrer wird doch von der Politik und den Mineralölkonzernen verschaukelt.

Wann eigentlich macht Herr Ramsauer sein Versprechen war,
das nur eine Preisänderung pro Tag zulässig ist ????

@St0nemender

>>> Und nein, ich bin kein Öllobbyist.<<<

schwer zu glauben!

>>> Die Marge für jeden Liter verkauften Benzins liegt im Durchschnitt unter 1 ct.<<<

das ist wohl die marge, die dem tankstellenpächter bleibt. das hat aber mit dem gewinn des mineralölkonzerns nichts zu tun. siehe deren gewinne.

>>>Die großen Benzinproduzenten haben in den letzten paar Jahren reihenweise Raffinerien in Deutschland geschlossen, weil es ihnen kaum möglich war, Benzin so preiswert herzustellen, dass man damit noch Gewinn macht.<<<

wow, das hat noch gefehlt. die mineralölkonzerne fahren seit jahren traumgewinnen ein. und warum? weil sie eben keinen harten preiskampf führen.
der hohe ölpreis kann da auch kein grund sein, da die größte menge des öls an einer rein virtuellen börse an sich selbst verkauft wird. da wird also 2 mal vom hohen ölpreis profitiert.

augenwischerei!!!

sie sehen, die hintergründe die sie da anführen wollen nicht nur gelesen, sondern auch verstanden werden!

und für diese Feststellung -

und für diese Feststellung - die fast jeder Autofahrer seit 2 Jahren macht - braucht es den ADAC damit das jetzt "Brief-und-Siegel" hat??

Was hindert den Autofahrer daran,

zu anderen Tageszeiten zu tanken?

Da ist er auf Arbeit? Gut, aber er ist auch auf Arbeit, wenn die Läden auf sind, und geht nach Hause, wenn die Läden dank Ladenschlussgesetz zu sind.

Da muß es doch auch gehen.

sozial

Die Benzinmultioligarchen sind sozial. Sie wollen schlicht und einfach nur unser bestes. - Unser Geld

Selbstoptimierung

Ich gehe davon aus, daß all die "Abzocke-Schreihälse" hier den eigenen Bedarf bereits auf 5-minus Liter optimiert haben und das Auto nur dort benutzen wo es auch keine etwas unbequemere Alternative gibt.

Ansonsten müssen sie sich die Frage gefallen lassen, ob sie das Prinzip der Marktwirtschaft überhaupt verstanden haben.

Jeder Kaufmann wäre bescheuert, würde er seine Waren zu einem niedrigeren als dem max. erzielbaren Preis verkaufen.

Rrrichtig!
Jetzt vor Ostern werden diese ahc so bösen Kaufleute wieder kräftig zulangen.

Aber seid versichert, selbst wenn diese bösen Menschen 50 Cent Osterhasenaufschlag verlangen würden, die Staus wären trotzdem keine einzigen Meter kürzer.
... was den Kaufleuten mal wieder recht geben würde.

Als dann frohe Ostern und frohes Stauen - der Mineralölwirtschaft zuliebe ...
... oder einfach mal zuhause bleiben - das wirkt!

Meine Beobachtung ist gegensätzlich

Morgens günstig, ich muss aber meinen Zug erwischen und fahr vorbei, abends 7ct teurer, tanke dann aber woanders 4ct günstiger. Manche Tankstellen ändern täglich nur einmal den Preis. Die tagsüber Schwankenden gehen tatsächlich nie 1 oder 2ct rauf oder runter, sondern konsequent immer 7ct. Dagegen hatte hier so eine Automatentanke mal wochenlang immer den selben Preis, obwohl er anderswo täglich schwankte.

Energie = Gemeingut?

Diese Frage gilt es zu klären und dann zu überlegen, ob es im Sinne einer Volkswirtschaft ist, wenn mit diesem "Gemeingut" hohe Gewinne gemacht werden.

Also ob die Mobilität - auch die Logistik des Lieferverkehrs - zu einer Form von Grundversorgung gehört, die gewisser staatlicher Regulierung bedarf.

Faktisch, und hier gleiche meine persönliche Meinung hierzu, ist sie es! Im Rahmen des notwendigen Warenflusses sowie zum Erreichen des Arbeitsplatzes kommt die Volkswirtschaft nicht ohne sie aus. Diese Tatsache machen sich offensichtlich die Mineralölkonzerne zunutze und analysieren Angebot und Nachfrage, um die marktwirtschaftlichen Faktoren in Bewegung zu versetzen. Verknapptes Angebot + hohe Nachfrage = hoher Preis.

Als Lösung allein kann ein staatlicher Eingriff in die Preisgestaltung nicht sein. Fahrzeuge mit geringeren Verbrauchen und alternativen Antrieben, Ausbau des Schienenverkehr - das dürfte der schwierige Weg sein.

Und das Umdenken: Massen- vor Individual-Verkehr!

@deployed

Die Benzinmultioligarchen sind sozial. Sie wollen schlicht und einfach nur unser bestes. - Unser Geld

So wie jeder Kaufmann ...

Benzinpreise

Sicherlich ist es ganz normale Marktwirtschaft, wenn
alle Gesellschaften gleichzeitig die Preise erhöhen, bzw.
in Minutentakten anpassen.

Ich kann mir kaum vorstellen, das es Marktwirtschaft ist,
wenn sich der Preis nach den erforderlichen Gewinnen der Firmen richtet. Ich glaube es ist ausser in den Energiebranchen kaum möglich eine derartige Politik zu beschreiten, die auch noch vom Staat unterstützt wird.

Eine Disziplinierung ist sicher nur über den Verbrauch möglich. Aber der Bürger ist ja auf sein Fahrzeug angewiesen, da der angeblich so gute ÖPV wohl nur in Grossstädten einigermassen funktioniert.

Keiner spricht über die

Keiner spricht über die Mineralölsteuer. Da steckt das Wort "Steuer" drin und daran verdienen nicht die Konzerne, sondern der Staat. Pro Liter verdienen die Tankstellenbetreiber ein paar Cent und können sich nur mit den Shops über Wasser halten. Idiotie.
Die Steuern müssen runter und nicht die Ölpreise gesenkt werden.

@ pivo

>>>>Ansonsten müssen sie sich die Frage gefallen lassen, ob sie das Prinzip der Marktwirtschaft überhaupt verstanden haben.<<<<<

genau das ist ja das problem!!!!

wäre das noch marktwirtschaft, dann würde sich der preis einpendeln. das funktioniert aber nur dann, weder jeder wettbewerber für sich allein handelt und entscheidet.
würde der markt funktionieren, dann könnte nicht ein anbieter mal eben schnell die preise anziehen - weil dann die autofahrer zum mitbewerber fahren würden.

nur, die konzerne sprechen sich ab - und das ist kein funktionierender markt!!!

So lange es Zb. Hartz 4

So lange es Zb. Hartz 4 Bezieher gibt die mit ihrem eigenen PKW Zb. zum Einkaufen fahren, kann der Sprit gar nicht zu teuer sein.
Und berufstätige Autofahrer erhalten ihre Spritkosten teilweise vom Finanzamt erstattet.
Wir habe ca. 80 Millionen Einwohner und ca. 40 Millionen angemeldete KFZ in Deutschland.

Übrigens kostet eine Urlaubsreise in den Sommerferien oft bis das doppelte wie in der Nebensaison. Die Leistungen sind die selben. Und auf das Wetter hat ein Anbieter keinen Einfluss.

Preisanpassung im Sekundentakt

Von den Aktienmärkten wissen wir, daß man mit HighSpeed Trading viel Geld verdienen kann.

Natürlich gibt es keinen vernünftigen Grund, am Tag mehrmals die Preise zu verändern, außer dem, daß man die Kunden abzocken will.

Warum diese Abzocke? Weil es technisch leicht möglich ist.
Sonst hätten auch Stromanbieter die sekündlich schwankenden Preise schon lange an die Kunden weitergegeben. Das geben aber die alten Zähler nicht her.

Die Ölkonzerne sind in einer komfortablen Situation: tanken müssen die meisten Menschen nun mal.
Wie teuer das Rohöl ist, kann ihnen deshalb egal sein.
Sie haben kein Interesse, die internationale Zwischenhändlerlobby, die den Ölpreis am stärksten beeinflussen kann, einzuschränken.

Es ist nur schade um das Geld, daß unserer Volkswirtschaft enzogen wird, zugunsten ausländischer Konzerne und Staaten.
Es ist ökonomischer Selbstmord, daß die Regierungen die Ölversorgung durch die Privatwirtschaft organisieren lassen.

@Pivo - RE: @deployed

"Die Benzinmultioligarchen sind sozial. Sie wollen schlicht und einfach nur unser bestes. - Unser Geld"

Sie haben noch einen gewissen Synergie-Effekt vergessen. Die Regierung stellt sich taub, stumm und blind. Dafür kassiert sie entsprechend mit; durch fast 20% Märchensteuer.

@Ray - Gemeingut? Quatsch!

Ray: Diese Frage gilt es zu klären und dann zu überlegen, ob es im Sinne einer Volkswirtschaft ist, wenn mit diesem "Gemeingut" hohe Gewinne gemacht werden.

Energie kann nie Gemeingut sein. Denn dann ist die Heizung immer an, und wenn es zu warm ist, macht man halt das Fenster auf (Wer in der DDR aufgewachsen ist, weiß das).

@Pivo: Marktwirtschaft

Sie haben Recht, wenn Sie sagen, daß der Markt eigentlich funktioniert, denn die Menschen vergleichen die Preise ja schon.

Das erklärt auch, warum die Preise sich mehrmals täglich ändern.
Trotzdem würde ich es als Abzocke beschreiben und der Staat täte gut daran, hier klare Regeln zu setzen wie in anderen Ländern auch.

Allerdings vergessen Sie völlig den internationalen Ölhandel.
Es nützt uns nichts, wenn an den Tankstellen Wettbewerb herrscht, solange ein Fass Öl zwischen Oman und Rotterdam 50zig mal weiterverkauft wird und sich der Preis durch Spekulation glatt verdoppelt.

Es ist dieser Markt, der in einer Grauzone agiert und den Ölpreis entscheidend bestimmt.
Die Ölkonzerne verweisen mit einem verschmitzten Grinsen auf genau diese Preise, wohlwissend daß sie immer nur gewinnen können.

da gab es einen minister

der wollte die preisanpassungen doch auf "täglich" gesetzlich vorordnen. Wie hiess der noch?? ach herrje, bei 1,2% unterschied macht das doch ach nichts mehr (an den preisen).

soviel in diesem kontext mal zu wahrnehmung der promille-partei (bald auch nur noch das xxx.9 € oder % im wettbewerb. aber wettbewerb wollten sie ja selbst...

und tschüss

Energie ist ein Gemeingut aber keins im Sinne des Kommunismus

Natürlich müssen die Verbraucher in Deutschland sich ihr Öl aus anderen Ländern holen.
Es geht nicht darum, sondern darum, ob die Ölmultis ihre Gewinne beliebig hoch schrauben können.
Sie können, und zwar so lange wie es keinen echten Konkurrenten gibt.
Z. B. könnten einige europäische Staaten eine eigene Gesellschaft gründen und das Öl zu echten Marktpreisen ohne diese beliebigen Gewinnaufschläge anbieten.
Aber wo es eine echte Alternative geben soll, muss es auch echte Konkurrenten geben.
Doch da höre ich die total privaten Marktgewinner schreien, der Staat macht es nur schlechter.
Doch darauf sollten wir nicht rein fallen, dies sehen wir bei der Privatisierung von Strom und Wasser in Deutschland.
So ist dass in einer echten Marktwirtschaft, oder?

Die Sache mit den Steuern

Keiner spricht über die Mineralölsteuer. Da steckt das Wort "Steuer" drin und daran verdienen nicht die Konzerne, sondern der Staat.
Der Staat ist bitteschön wer?

Deckelt endlich mal die Steuern!

Die Steuern müssen runter und nicht die Ölpreise gesenkt werden.

Dafür kassiert sie (die Regierung) entsprechend mit; durch fast 20% Märchensteuer.

Steuern sind entgegen einer latenten "Volksmeinung" NICHT zweckgebunden sondern dienen der allgemeinen Finanzierung unseres Landes.

Wenn man also Mineralöl- und Umsatzsteuer senkt muß man im Gegenzug eine oder mehrere andere Steuer(n) entsprechend erhöhen - und wenns die Einkommensteuer (z.B. auf niedere Einkommen) oder die Erbschafts- oder eine andere unpopuläre Steuer ist.

Eigentlich müßte man sich über jeden Spritfresser freuen - besonders dann, wenn sein Fahrer schimpft wie ein Berserker - der tut wenigstens was für die Allgemeinheit.

Ich muss zugeben das die

Ich muss zugeben das die gestiegenen Preise der letzten 3 Jahre bei mir ein Umdenken eingeleitet haben.
Habe mir ein deutlich spritsparenderes Mobil zugelegt (Anderes Auto war eh fällig) und spare mir die ein oder andere Fahrt die ich auch mit dem Fahrrad oder zu Fuß erledigen kann.
So hat mir der Preisanstieg indirekt das Umweltbewusstsein näher gebracht, was sich auch in anderen Lebensbereichen widerspiegelt.
Muss ich BP und co. nun eigentlich dankbar sein? ;)

wenn das alles mal so einfach wäre, wie hier mancher schreibt.

Marktwirtschaft, klar, wenn es viele Anbieter gäbe, wäre das richtig. Dann würden die Tankstellenkonzerne sich schon um die Verbraucher mit günstigeren Preisen bemühen. Da es aber nur wenige Anbieter gibt und noch weniger Raffinerien und noch weniger Erdölproduzenten so kann von Marktwirtschaft keine Rede sein. Gut, die Mineralölsteuer tut ihres noch dazu, zumal auch noch ein fester Satz und kein %-Satz.
Für die Banken bemühte unsere Kanzlerin das Wort "Systemimmanent", klar für die Banken. Für das Volk ist Beweglichkeit nicht systemimmanent. Man will zwar Mobilität in der Arbeitsplatzsuche, aber bloß keinen Cent den Konzernen weg nehmen.
Es gibt schon Regulierungsbehörden, warum nicht auch für Benzin? Meine Lösung wäre, den Benzinbedarf ebenfalls als systemimmanent zu bezeichnen und im Zweifel zu verstaatlichen. Das Kartellamt von Regierungsgnaden mault zwar dauernd aber ihre Aufgabe erfüllen sie nicht. Übrigens auf SUVs solten Sondersteuern erhoben werden - die braucht kein Mensch.

"Wenn man also Mineralöl- und

"Wenn man also Mineralöl- und Umsatzsteuer senkt muß man im Gegenzug eine oder mehrere andere Steuer(n) entsprechend erhöhen - und wenns die Einkommensteuer (z.B. auf niedere Einkommen) oder die Erbschafts- oder eine andere unpopuläre Steuer ist."

Das wären eher die populären. Indirekte Steuern - also Abgaben auf Konsumartikel - belasten ärmere und mittlere Bevölkerungsschichten überproportional. Einkommen- und Vermögenssteuer belastet vor allen die mit hohem Einkommen bzw. Vermögen. Besser das.

Am Meisten Profit machen

Am Meisten Profit machen nicht irgendwelche Ölkonzerne , sondern der Staat über exorbitante öl-Steuereinnahmen. Und auf die Steuer nochmal Mehrwertsteuer. Aber es ist doch klar, wenn die endlichen fossilen Vorräte zur Neige gehen, und das wird in den nächsten Jahrzehnten der Fall sein, dass dann die Preise steil nach oben gehen, weil auch die Rohöl-Förderung immer aufwendiger wird. Das sollte keinen verwundern. Es gibt ja aber schon Alternativen. Biosprit und Wasserstoff.

Abzocke?

Warum nimmt hier niemand zur Kenntnis, das Preise in einer Marktwirtschaft auf der Grundlage von Angebot und Nachfrage entstehen. Im Internethandel funktioniert das auch in Stundeninterwallen und Mineralölkonzerne können das eben besonders leicht steuern, weil das Konsumenten verhalten so durchschaubar ist. Es steht jedem Händler frei seine Preise festzusetzen und zu ändern, wie und wann immer er das möchte, so wie es jedem Kunden freisteht, zu diesem Preis zu kaufen oder nicht. So eifach ist das. Mit Abzocke hat das nicht das Geringste zu tun. Wenn man den Konzernen das Geld in den Rachen schmeisst, muss man sich nicht aufregen, wenn sie gut verdienen. Über Gewinnspannen von teilweise über 100% bei Modelabels regt sich doch auch niemand auf.

Falsch gedacht,

wenn der Steueranteil gedeckelt wird, braucht man auch keine zusätzliche Steuer. Es hat ja auch bei 1 Euro Spritpreis gereicht..

Und wenn? Sollen sie doch endlich mal SUV die nicht für die Landwirtschaft usw gebraucht werden, extra besteuern. Dann überlegt sich die Mami, ob sie den Kleinen die 200m mit dem SUV fahren muss und wenn tut sie was für die Allgemeinheit.

Dafür muss dann nicht der, der ein kleines sparsames Auto fährt, weil er in einer Gegend ohne ÖPNV wohnt, für die mitbluten.

Viele würden gerne mit dem ÖPNV fahren, wenn es denn auf dem Land eine gäbe, der einen zu den richtigen Zeiten zur Arbeit bringt. Aber auch das kriegt die Politik nicht auf die Reihe, dazu müsste man ja arbeiten.

Steuern sind einfacher..

Statistik Diesel Preis

Ich fahre ca. 35.000 km pro Jahr und habe seit 2010 meine Tankungen per Excel verfolgt.

Allerdings komme ich auf andere Werte (Durchschnittlich 3 Tankungen per Monat).

Durchschnittspreis 2010: 1,16 Euro
Durchschnittspreis 2011: 1,37 Euro
Durchschnittspreis 2011: 1,43 Euro (Jan.-März)

Werte stammen aus NRW, Diesel.

die "exorbitanten Öl-Steuereinnahmen"

@ 15:43 — sigiOF

Die haben sich nicht geändert und sind deshalb auch nicht der Grund für die gegenwärtige Preisexplosion.

Die Preisexplosion hat allein spekulative Gründe in Folge der Außenpoitik der Natostaaten bezüglich des Iran und der Flutung des Gldmarktes mit einer Bllion Euro für lächerliche 1% Zins.

Alter Hut

Seit Jahren ist die Strategie der OelKonzerne bekannt. Mit der modernen Datenübertragung sind Preiserhöhungen im Minutentakt möglich. Schön waren noch die Zeiten, als der Tankwart auf die Leiter....
Tankstellenhopping ist so gut wie unmöglich. Mein ehemaliger Stammtanker erzählt von nicht selten 8 "Preisanpassungen" pro Tag. Er hat keinen Einfluss darauf.
Klasse! Unsere AlmschluchtenjodlerNachbarn in Zentraleuropa sind da einen Schritt weiter und lassen die Preise nur einmal täglich anpassen.
Hoch auf das Oligopol! Wir sind im Zeitalter der Superlativen angekommen und reden seit Jahren nur noch in Milliarden oder Mutimilliarden. Als Techniker wird mir schwindlig, wenn ich 10hoch6 oder 10hoch9 oder 10hoch12 einfach mal so zwischen Frühstück oder Abendessen verdauen muss. Euro, wie gesagt!
Es kommt nicht darauf an, ob die OelMulties ein- oder zwei Millionen Euronen täglich mehr machen. Hauptsache die breite Masse schluckt das ohne Murren weg. Gut gemacht, Regierung.

The Spirit of 'Sprit'

Dass die Preise a.d.Zapfsäule nicht zwingend etw. m.Angebot u.Nachfrage zu tun haben,sondern vielmehr Ausdruck allgem.Raffgier d.Mineralölkonzerne u.des Staates sind,lässt sich leicht aufzeigen u.wurde ja auch v.einigen Kommentatoren getan.Der Staat versucht,die immer größer werdenden Löcher seines Haushalts zu stopfen + betrachtet man nur mal als Beispiel,wieviele Milliarden Dollar(!) Gewinn BP trotz des Desasters im Golf v.Mexiko schon wieder "erwirtschaftet" hat,wird einem klar,dass der "kleine Mann" wie 1 Zitrone ausgepresst wird u.der Liter-Preis theoret.höchst.bei etwa 1/10 liegen dürfte. Dennoch gilt es ja,im heut.Arbeitsmarkt mobil zu bleiben.Schade,wenn dann die übr.Infrastrukturen u.Zeittaktungen auseinanderfallen u.das Auto verwendet werden muss.Solange diese beiden großen Institutionen massives Interesse am Fortbestand d.Status quo haben,solange wird sich nichts ändern.Hoffen wir nicht,dass sie auch noch auf d.Idee kommen,aus jeder Tankstelle 1 Börse zu machen.

@Aachen

Das mit der Marktwirtschaft haben Sie wohl noch nicht so ganz verstanden. Marktwirtschaft zeichnet sich nicht in erster Linie durch sich gegenseitig unterbietende Anbieter aus, sondern durch das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage. Wenn es also genügend Konsumenten gibt, die ein bestimmtes Produkt stark nachfragen, dann wird es eben teurer. Wie man am Beispiel anderer Produkte, z.B. Drogen sehen kann, könnte man Benzin verbieten, dann würde es wahrscheinlich >50,-- €/L. erziehlen. Da hilft auch keine Regulierungsbehörde, da hift nur Entzug.

Quatsch

Ich bin beruftätiger Autofahrer und bekomme nach wie vor nur 30 Cent pro einfach gefahrenem Kilometer zurück. Das ist aber ein Witz im Vergleich zu den Ausgaben und ich bekam vor 5 Jahre den gleichen Betrag zurück, wie heute. Mittlerweile ist der Benzinpreis aber um ca. 50 % angestiegen.

Und noch was zu der Hartz4 Aussage. Hartz4 an sich ist schon unwürdig, zumal es da Viele gibt, die lieber gestern als heute wieder arbeiten würden. Noch unwürdiger sind solche sinnlosen Behauptungen übrigens (Hartz4 Fahrer zum Einkaufen mit dem eigenen Auto).

Edit:
Der Beitrag bezieht sich auf den Beitrag "So lange es Zb. Hartz 4"

"Ölkonzerne zerstören..." angeblich "soziale Marktwirtschaft"

Nicht die Ölkonzerne, sondern unsere Politiker zerstören die soziale Marktwirtschaft. Ist Ihnen das noch nicht aufgefallen? Dann gehen Sie mal auf Phoenix.de und schauen Sie sich das Video von gestern "Alfred Schier mit Heiner Geißler - IM DIALOG", So. 25.03.12, 11.15 Uhr an. Dann wissen Sie Bescheid, was ein erfahreren Politiker der CDU (einst Generals.) Ihnen und allen da erklärt zum Thema Soziale Marktwirtschaft.

Geißler kennt die Soziale Marktwirtschaft noch aus eigenem Erleben, als Erhards Maßgabe "Wohlstand für Alle" noch galt. Heute gilt "Wohlstand für Einige".

http://tinyurl.com/73pprg3

@M-S

Konsumverweigerung würde bei mir und Millionen anderen Pendlern bedeuten:Arbeitsverweigerung.
Aber davon abgesehen,eindeutiger Vollgewinner der abnormen Spritpreise ist der hinterhältig verlogene Staat.
Würde es von heute auf morgen keine Berufspendler mehr geben,müsste der Staat wohl auf ..zich Milliarden verzichten bzw.andere Steuern erhöhen.
Die absetzbare Pauschale ist nur noch ein eklatant schlechter Witz.

Komisch dass Benzin und Diesel in Spanien 60 - 70% billiger ist

Also ich konnte es ja kaum glauben, aber wir sind gerade aus Gran Canaria zurueck und die Preise fuer Sprit sind dort um einen Euro pro Liter! Zwischen 98 Euro cents und 1.14 Euro pro Liter je nach Spritart! Und dann muss man bedenken dass es noch eine Insel ist, 2000km vom Europ. Festland! Das steht im Gegensatz zu 1.55 bis 1.75 Euro in Deutschland - auch dort gibt es Preisschwankungen, morgens/abends oder vor Wochenende oder nach Wochenende. Jedoch was viel wichtiger ist: Warum wird man in Deutschland von der Politik so abgezockt in jeder Hinsicht? Spanien wird der naechste Bailout Kandidat werden ... ich frage mich warum die Deutschen immer hohe Steuern, hohe Sozialabgaben, hohe Mineraloelsteuer etc etc zahlen sollen, und in den Laendern wo es bergab geht, zahlen die Buerger weniger, was ggf. mit dafuer sorgt DASS deren Land so kaputt geht dass der Deutsche Steuerzahler dann auch noch fuer deren Bailout zahlen darf. Fazit: Deutscher Steuerzahler wird immer gemelkt.

Und in den USA jammern die Autofahrer,

weil sich dort der Spritpreis inzwischen auf unglaubliche 0,75 Cent/Liter verteuert hat.

Ich habe dazu neulich an einer Diskussion in einem US-Forum teilgenommen. Thema des Forums war, dass Präsident Obama unfähig wäre, weil er nichts gegen die exorbitant hohen Spritpreise unternimmt.

Der US-Autofahrer müsse inzwischen unglaubliche US$ 3,75 pro Gallone zahlen, was das Autofahren zu einem unbezahlbaren Luxus macht.

Ich habe denen dann mal die deutschen Spritpreise gegeben. Das waren zu der Zeit US$ 8,58.

@St0nemender

"2. Die Marge für jeden Liter verkauften Benzins liegt im Durchschnitt unter 1 ct."

Ich hätte dann aber gerne mal eine Erklärung, warum dann (ohne dass es dazwischen eine Anlieferung gegeben hätte)der Preis plötzlich um 7 ct. angehoben wird und 3 Stunden später wieder um 5 gesenkt... (mehrfach beobachtet).

Ich habe nichts gegen Wettbewerb und Preisbildung über Nachfrage, aber das mit der 1 ct. Marge glaube ich da aber nicht....

Spekulationen verbieten.

Die großen Abzocker sind die Mineralölgesellschaften und die Spekulanten. Die Tankstellenbetreiber sind nicht die großen Gewinner. Die Politiker sehen diesem abartigen Treiben untätig zu. Wann gehen die Bürger endlich auf die Straße?

@ GeMe

Zitat: "Und in den USA jammern die Autofahrer..."

Erstens sind 3,75 pro Gallone nur der Durchschnitt, an "meiner" Zapfsäule in Kalifornien standen heute Morgen $4.40.

Zweitens haben die, die da "jammern" oft ein Problem, das Deutschland so nicht hat: Das fast völlige Fehlen eines öffentlichen Nahverkehrs.

Die Stadt, in der ich wohne, ist in den letzten zehn Jahren um 35.000 Einwohner gewachsen. Fast alles Leute, die ihre teuren Wohnungen in San Francisco aufgegeben haben und in die Schlafstädte am Rand der Bay Area gezogen sind. In Deutschland wäre es unvorstellbar, ein Wohngebiet für 35.000 Menschen ohne S-Bahn Anbindung zu bauen, hier wurde uns ein Bahnhof für das Jahr 2017 versprochen. Bis dahin fahren Tausende Menschen jeden Tag 150 km hin und 150 km zurück mit dem Auto zur Arbeit und bezahlen jetzt doppelt so viel dafür, wie noch vor zwei Jahren. Und zwar nicht, weil sie das so wollen, sondern weil ihnen eine völlig verfehlte Städteplanung keine andere Wahl lässt.

@joe1

"Sicherlich ist es ganz normale Marktwirtschaft, wenn
alle Gesellschaften gleichzeitig die Preise erhöhen, bzw.
in Minutentakten anpassen."

Gleichzeitig wäre im Wiederholungsfall bedenklich, passiert aber nicht, das kann ich aus eigener Erfahrung mit 100000 Jahreskilometern bestätigen. Mehrere Minuten liegen oft dazwischen, teilweise auch Stunden. Sogar bei Sichtkontakt. Habe es schon oft gesehen, dass Differenzen über die Strassenseite 5 oder mehr Cent betragen.

Ich kenne aber auch Tankwarte, die nichts anderes machen als im Internet Preise zu beobachten und sobald jemand zuckt nachziehen. Besonders wenn es hoch geht. Das ist in der Tat Marktwirtschaft und keine Absprache.

Cran Canaria

Wa da zutrifft, trifft aber nicht für ganz Spanien zu, wir zahlen auf Menorca auch stattliche 1.45 für Benzin, Diesel nur wenig billiger. Innerhalb von 8 Jahren eine Verdoppelung des Preises.

@flodian

"wow, das hat noch gefehlt. die mineralölkonzerne fahren seit jahren traumgewinnen ein. und warum? weil sie eben keinen harten preiskampf führen.
"

Nach meinen Informationen (habe ich gerade gegoogled) dürfte der Benzin und Dieselverbrauch pro Jahr in D ca. 50 Mio t betragen, dass wären ca. 50 Mia L. Da gibt es schon bei einer reinen Gewinnmarge von wenigen ct. pro Liter Traumzahlen... Die hohen Gewinne der Mineralölkonzerne auf den Liter umgerechnet sind ziemlich vernachlässigbar klein habe ich das Gefühl...

Lasse mich aber gerne widerlegen wenn da jemand Zahlen kennt!

Gegen die Gier

Eine einfache Änderung im Steuerrecht würde gegen die derzeitge staatliche Jagd auf die Kohle des Bürgers helfen.

Die Steuereinnahmen vom Kraftsstoff (Mineralöl- und Mehrwertsteuer) fließen nicht mehr an den Bund, sondern an die Kommunen.

Im Gegenzug führen die Kommunen die Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung (Blitzer, Radar)an den Bund ab.

Es bestünde dann nicht mehr das direkte Interesse ...

Antworten:

@flodian - bitte zwischen Upstream und Downstream differenzieren. Dann wissen sie auch, warum Ölkonzerne Gewinne machen, während sie gleichzeitig beim Ölverarbeiten Verluste einfahren. Studieren sie doch mal die öffentlich einsehbaren Jahresbilanzen der Ölkonzerne und schauen sie mal was da beim Downstream für 'Traumsummen' stehen.

@Skywalker - deswegen steht da was von 'durchschnittlicher' Marge. Natürlich versucht man zu Zeiten mit einem besonders hohen Bedarf einen hohen Preis anzusetzen. Das ist allerdings bei jedem Händler so.

PS: Über 90% des Erdöls wird nicht von den Ölkonzernen gefördert sondern von erdölfördernden Ländern - und die sind es auch, die den Ölpreis festlegen.

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