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Nicht bei freiwilligem Verzicht

Für alle Gläubiger die freiwillig dem Schuldenschnitt zugestimmt haben entfällt die Kreditausfallversicherung.
Das ist jedenfalls die Aussage die in den letzten Wochen regelmäßig von Experten verkündet wurde. Somit könnten lediglich die wenigen Gläubiger die nicht zugestimmt haben eine solche in Anspruch nehmen.
Wenn sie denn eine abgeschlossen haben!

Jepp ...

klar.

Wenn sie denn eine abgeschlossen haben...

...und das werden sicherlich nicht nur die Kreditnehmer sein, die eine entsprechende Versicherung haben. Warum sollte man nicht spekulieren und die Versicherung auch ohne Kredit erwerben, wo das Schadensereignis doch fast sicher eintritt und man den Gewinn dann einstreichen kann?!

Glücklich, wer gegen untergehende Staaten spekuliert. Schlecht für Aktionäre von Munich Re & Co.

...

"Zu diesem Zweck hatte Griechenland vorsorglich bereits ein Gesetz verabschiedet, das die Möglichkeit eröffnet, alte Anleihen rückwirkend mit Zwangsklauseln (Collective Action Clauses/CAC) auszustatten."

lol... Reife Leistung.... Wie schön wenn man in der Lage ist die Vergangenheit per Gesetzt zu ändern... Unfassbar dieses Schauspiel....

Mal sehen wo unsereins landet wenn er alte verträge mal ein bisschen anpasst :-)

Verrückt...!

Die letzten 2 Jahre versuchten die Politiker ALLES, um das Fälligwerden der Kreditausfallversicherungen zu verhindern, da das bedeutet, daß es SICH LOHNT AUF EINE EUROPÄISCHE STAATSPLEITE ZU WETTEN.

Und jetzt fehlen Griechenland nur 4,8% zum (willkürlich gesteckten) Ziel von 90% freiwilliger Beteiligung beim Anleihenumtausch, und da sagen sie trotzdem, wir zwingen die restlichen Anleger auch noch zum Zwangsverzicht, UND DASS DANN DIE AUSFALLVERSICHERUNGEN FÄLLIG WERDEN, IST UNS EGAL.

Damit kann Griechenland noch ca. 7 Milliarden mehr an Schuldenerlaß erreichen.

Wenn aber dadurch die Zinsen von Portugal, Italien, etc. nur um ganz wenig unter Druck geraten (UND DAS WERDEN SIE, da sich das Kaufen von Kreditausfallversicherungen und damit das Wetten auf eine Staatspleite ja jetzt klar lohnt!), dann haben die anderen europ. Länder viel größere Verluste als die 7 Milliarden.

Ich kapiers nicht. Haben die Politiker denn alle Stroh im Kopf?

Wenn CAC kommt, kommt Portugal als nächstes...

Wenn CAC kommt, das heißt von den restlichen Gläubigern werden noch einige Zwangsenteignet, kommt Portugal als nächstes dran.

Wenn die Griechen diese Zwangsumschuldung umsetzen und danach sieht es zur Zeit aus, dann verlieren zwar alle Kleinspekulanten und Kleinsparer ihr Geld größten teils, aber die großen Profispekulanten in den Hedgefonds haben den größten Coup ihres Lebens eingefädelt und dabei gewonnen und zwar so richtig fett.

Diese Fonds haben sich nicht nur rechtzeitig mit den Kreditausfallversicherungen eingedeckt für die sie jetzt eine Menge Geld bekommen, sie haben es auch geschafft, dass sie genug Anleihen nach griechischem Recht haben um die 90% freiwillige Zusage zu blockieren damit CAC greift und die CDS bezahlt werden müssen, nein sie haben es auch geschafft rechtzeitig genug Anleihen nach englischem Recht, von denen es viel weniger gibt, aufzukaufen um sicher zu stellen, dass diese nicht vom Zwangsumtausch betroffen sind.

Wenn das klappt klappt es auch mit Portugal.

Das dümmste was man jetzt machen kann...

...ist, das es Europa zulässt, dass einige der verbliebenen Anleiheinhaber, die nicht freiwillig mitgemacht haben zwangsenteignet werden nur um noch mal ein paar, wenige zusätzliche Milliarden einzusparen.

Es ist ja verständlich, dass das einige, die sich nicht so sehr mit dem Thema befasst haben, als gerecht empfinden, damit die Spekulanten nicht ungeschoren davon kommen.

Das Problem dabei ist aber, dass gerade die größten und skrupellosesten Spekulanten damit den größten Gewinn erzielen. Diese haben nämlich die Kreditausfallversicherungen in der Tasche und gleichzeitig die Staatsanleihen nach englischem Recht, die ohnehin nicht zwangsumgetauscht werden.

Diese machen jetzt erst recht die großen Gewinne und das praktisch ohne Risiko.

Das schlimmst dabei ist aber, dass dann klar ist:

Es funktioniert, kaum Risiko, aber ganz fette Gewinne von weit über 100%, solange man nur genug Geld hat, dass man setzen kann.

Wer das zulässt, lässt zwangsweise zu, dass es mit Anderen auch klappt.

Das hat nun zwei Haupt-Konsequenzen:

1.) Es lohnt sich, auf eine Staatspleite zu spekulieren. Wer Kreditausfallversicherungen (CDS) kauft, wettet darauf, daß ein Staat pleite geht. Das hat sich nun gelohnt! Es wird dazu führen, daß andere klamme Euro-Staaten höhere Zinsen für ihre Staatsanleihen bieten müssen, was langfristig zu neuen Staatspleiten im Euroraum führen kann (wird?). Ist das gewollt? Es wäre genauso leicht gewesen zu entscheiden, daß 86% freiwillige Beteiligung genug sind. Wieso hat man das nicht getan? Dann wären die CDS nicht ausgelöst worden, und die Zocker hätten nicht gewonnen.

2.) Es sendet außerdem das Signal an alle potentiellen Kreditgeber: "Wenn ihr einem Schuldenschnitt nicht freiwillig zustimmt, dann werdet ihr eben gezwungen!". Auch das wird die Bereitwilligkeit, in europäische Staatsanleihen zu investieren, vermindern, was langfristig zu neuen Staatspleiten im Euroraum führen kann (wird?). Ist das gewollt?

Nochmal: Ist das gewollt? Vielleicht im Sinne der Totalverallgemeinerung der Schulden?

Kaufempfehlung für CDS!

Also statt europ. Staatsanleihen kauf ich jetzt nur noch CDS (Kreditausfallversicherungen)!

Das lohnt sich!!!!

oh oh...

die nächste runde im kasino ist eingeleutet, ich bin gespannt wer nach dieser runde zu wenig geld hat um dann gerettet werden zu müssen...

CDS auf griechische Staatsanleihen

Wenn sich noch jemand gefunden hat, der die Wette pro GR rangenommen hat. Der Preis wäre sehr hoch gewesen.

Im letzten Jahr hat wohl keiner mehr auf Griechenland gesetzt, außer der Troika. Selbst die hatten ihre Zweifel.
Staatsfinanzierer wie Pimco haben nur noch mit
16 Eurostaaten gerechnet.
Jetzt ist nur noch die Frage wie die Märkte Portugal demnächst behandeln.

@Dingensbums

Antwort: Portugal.

Da war es schon grenzwertig. Und nach der heutigen Wertsteigerung von CDS für Portugal werden die Zinsen für Portugal-Staatsanleihen so in die Höhe schnellen, daß bald aus die Maus ist.

Wer soll auch Portual-Anleihen kaufen, wenn er weiß, daß Anleger ihr Geld im Zweifelsfall zwangsenteignet bekommen, und CDS dagegen bedient werden?
Dann muß Portual unter den EMS, dann Spanien, und Italien. Und die EZB wird alles munter aufkaufen.

Und am Ende haben wir die totale Verallgemeinerung der Schulden in Europa.

Es scheint fast, als sei diese Entwicklung von unseren Politikern gewünscht. Denn die Zwangsenteignung der verbliebenen Griechenland-Gläubiger (bei 86% Freiwilligkeit anstatt der "geplanten" 90%) war völlig unnötig. Die 7 Milliarden hätte man auch so zusammenkratzen können. Und dann wären die CDS nicht ausgelöst worden, und das Zocken der letzten Jahre auf die Staats-Pleite hätte sich NICHT gelohnt.

So aber HAT es sich gelohnt! Und wird sich für Portugal lohnen!

Das schlimmste an der Sache kommt erst!

Nu müssen die Ratingagenturen am WE arbeiten und GR auf "Game Over" buchen :-)
Also irgendwie trau ich der Aktion nicht... Ich vermute das war genau so geplant von GR und ich hoffe das irgendjemand diese 85 und 90% überprüft. Wenn man die Bedingungen für die weiteren Hilfen mit den 85% erfüllt hat, dann sehe ich keinerlei Sinn in diesem weiterem Schritt. Man hat jahrelang mit allen Mitteln versucht ein "Kreditereigniss" zu verhindern und nun ist es da obwohl es nicht nötig wäre.
Ich hoffe das die Griechen dazu eine Erklärung abgeben.
Kann man nur hoffen, dass die Eu Verantwortlichen da nochmal kräftig auf den Tisch hauen...

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