Kommentare

Super-GAU in Fukushima

Die staatliche Energiepolitik in Japan und anderswo, die für die kostengünstige Anlieferung des entscheidenden Grundstoffs für die Wirtschaft zu sorgen hat, kalkuliert mit dem so genannten Restrisiko in Form einer unkontrollierbaren Kettenreaktion in Atomkraftwerken, weil sie die kapitalistische Geldvermehrung befördern will, obgleich dabei Mensch und Natur ruiniert werden können.

Überschrift

GAU --> größter anzunehmender Unfall
Super-GAU --> Super größter anzunehmender Unfall????

Zur Frage des Verbleibs.......

der durchgeschmolzenen aktiven Massen gibt es, wie immer keine Antwort. Warum nicht? Wo sind diese hoellischen Inhalte geblieben? Aus welchem Grund wird bisher kein Betondeckel installiert? Warum will man um das Kraftwerk den Meeresgrund betonieren? Warum stehen ein Grossteil aller anderen Atomkraftwerke still wenn alles so sicher ist ? Fragen ueber Fragen.

@limniatis84: ...Die

@limniatis84:

...Die Bezeichnung GAU, Abkürzung für größter anzunehmender Unfall...Mit „Super“ wird angedeutet, dass die Folgen des GAUs übertroffen werden. Dabei wird die Vorsilbe super- in der ursprünglichen lateinischen Bedeutung ‚über‘, ‚darüber hinaus‘ verwendet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Auslegungsst%C3%B6rfall#Begriffe:_Schadenh....

Würde man diese Katastrophe

Würde man diese Katastrophe als Katastrophe rüberbringen (in erster Linie von Seiten der Japaner), und nicht als Betriebsunfall, hätte Atomkraft keine Chance mehr,

Die drastischen Auswirkugen werden verheimlicht, als ginge es um das Bankgeheimnis, und genau darum gehts, Geld.

japan

wieso,was ist den dort vor einem jahr passiert. es ist doch nachrichtensperre.

Die Trgödie von Fukushima und die Lügen der "Offiziellen"

Es ist sakandalös wie alle Offiziellen (TEPCO, Behörden und Institute) diese Katastrophe versuchen kleinzureden und die betroffene Bevölkerung belügen. So wurde durch die Regierung der sogenannte "Cold Shutdown" verkündet. Dieser Zustand ist bei einem unzerstörten Kernkraftwerk dann erreicht wenn die Temperatur im (intakten) Reaktordruckbehälter dauerhaft unter ca. 80 °C gehalten werden kann. In Fukushima muss man aber davon ausgehen, dass bei den Reaktoren 1 bis 3 die Druckbehälter und wahrscheinlich auch die sie umgebenden "Containments" zerstört sind und die geschmolzenen Brennstäbe sich in den Untergrung gefressen haben. Von einem "Cold Shutdown" kann also keinesfalls die Rede sein.
Wer englisch kann und sich detailliert über die gesamte Historie dieser Katastrophe informieren will, der kann dies auf der folgenden Website tun:
xxxx://ex-skf.blogspot.com/

Gruß
Brummbär

Supergau

Es war ja nicht nur ein GAU - sondern gleich drei auf einmal.

Ich rechne es Frau Merkel übrigens hoch an, dass sie die Gunst der Stunde zum sofortigen Ausstieg genutzt hat.

Fukushima: Kontaminiertes Wasser

Die Fahrt führt uns an vielen Tanks mit kontaminiertem Wasser vorbei. 125.000 Tonnen sind hier untergebracht. 40 weitere Tanks mit einer Kapazität von jeweils 1000 Tonnen sollen in nächster Zeit errichtet werden.

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie es vor einem Jahr hieß, die Tanks wären in zwei bis drei Tagen voll. Ein zwei Wochen später konnte man dann exakt das gleiche lesen. Und wiederum ein zwei Wochen später nochmal und nochmal. Und auch heute lesen wir dass neue Tanks demnächst gebaut werden sollen. Gleichzeitig konnte man von Radioaktivitäts-Experten (auch hier bei tagesschau.de) lesen, dass eine Verdünnung des Wassers im Meer keine oder nur geringe Auswirkungen auf die Meeresbewohner hätte. Nicht wirklich beruhigend das Ganze...

alles Wahrheit?

..."dürfen wir noch mit einigen ausgewählten Arbeitern sprechen"...

Ich dachte immer Japan ist ein Land welches die sog. westlichen demokratischen Werte ebenfalls lebt.
"Ausgewählte Arbeiter" hört sich ungefähr genauso an, wie damals in der UDSSR, bei Tschermobyl.

Ob man jetzt für oder gegen Atomkraft ist, jedem sollte Aufallen, daß hier nicht mit offenen Karten gespielt wird.
Und das würde man ja, wenn alles doch sooo unter Kontrolle wäre...

@ Lord

Das ist ja mal eine interessante Wahrnehmung, die erste Äusserung unserer Kanzlerin war "Deutsche AKWs sind sicher es gibt keinen Atomausstieg!"

Das wurde 2 Tage später spontan zu "Wir steigen aus!"

Also nicht Frau Merkel mit fremden Lorbeeren schmücken

Wie hat der Journalist das eigentlich überlebt?

Wie hat der Journalist das eigentlich überlebt? Wer traut sich freiwillig so dicht an den Unglückreaktor? Ich bin fassungslos. Weiß er denn nicht, wie gefährlich Radioaktivität ist? Da nützen auch nicht die lächerlichen Plastikhandschuhe. Adieu liebe Welt.

@ Dave_31: Frau Merkel und die Atomkraft

Hi Dave, ich bin bestimmt kein Fan von Frau Merkel.

Während und nach dem Crash hatte ich zufälligerweise Urlaub und konnte das Geschehen sehr intensiv beobachten, auch Frau Merkels Reaktionen.

Ich hatte wirklich den Eindruck, einen Menschen zu sehen dessen Weltbild erst Risse bekommt und dann einstürzt, einen Menschen der sich gezwungen sieht, jahrzehntealte, feste Überzeugungen zu revidieren.

Sie ist schließlich diplomierte Physikerin und weiß worum es geht.

Das sind natürlich alles nur Mutmaßungen aber ihr Gesicht sprach Bände und ein oder zweimal hatte ich den Eindruck, daß sie den Tränen sehr nahe war.

Wenn dem so ist und sie aufgrund neuer Überzeugungen bereit war, den Ausstieg gegen Lobby und Parteifreunde durchzudrücken, kann ich nur sagen: Hut ab.

(Ich hab die Merkel verteidigt. Irre!)

Gruß, zopf.

@ Kingfisher: Argumente?

Bis kurz vor dem Winter und der Erkenntnis, daß durch den Ausstieg nicht in DE die Lichter ausgehen, sondern Franreich mit all seinen tollen AKW's, in Schwierigkeiten geriet seinen Bürgern eine Versogungssicherheit zu bieten, argumentierten die Atomkraft-Befürworter vermeintlich logisch und rational.

Immer wieder habe ich mich gerne auf Diskussionen eingelassen.

Seit neuestem kommt nur noch billige Polemik, bis hin zu blankem, die Tatsachen ignorierendem Unsinn.

Schade eigentlich.

Gruß, zopf.

Frage

Frage: Wieso liegen in Block 4 , der abgeschaltet gewesen sein soll, Stahlträger frei ? Vielleicht kann jemand weiterhelfen ?

@ Metaebene: freiliegende Stahlträger

Hi, auch wenn Block 4 abgeschaltet war und Japan eine vierte Kernschmelze erspart blieb (drei sind ja schon mehr als reichlich), wurde das Reaktorgebäude 4 trotzdem vom Erbeben und dem Tsunami schwer in Mitleidenschaft gezogen.

Außerdem kam es auch in Block 4 zu einer (Wasserstoff?-) Explosion. Hier lagern in den Abklingbecken 1331 Brennelemente, auch keine Kleinigkeit.

Hoffe ich konnte helfen.

Gruß, zopf.

@ottokar - Super-Gau

Das eigentlich irre an diesem Begriff ist ja, das sich die Kraftwerksbetreiber und Hersteller schlicht weigern die Unfälle anzunehmen, die größer sind als die größten von Ihnen als GAU angenommenen.

GAU und Super-GAU sind letztendlich nur umgangssprachliche Bezeichnungen. Sprachlich korrekt geht es um Auslegungsstörfälle. Dabei spielen die Begriffe Eintrittswahrscheinlichkeit und Beherrschbarkeit eine wichtige Rolle.
siehe auch hxxp://de.wikipedia.org/wiki/Super-Gau

Natürlich könnte man auch annehmen, dass ein Komet auf ein AKW donnert, oder dass Aliens mit irgendeiner 'Super'-Waffe Kernkraftwerke zerstören. Wie wahrscheinlich und wie beherrschbar wäre das? Wäre es sinnvoll diese Kategorien mit einzubeziehen? Ich habe absichtilich diese beiden Extrembeispiele gewählt, um zu verdeutlichen, dass man da irgendwo eine Grenze ziehen muss.

Dass man aber im Erdbebengebiet Japan nicht mit Erdbeben gerechnet hat,
ist natürlich eine andere Sache...

Auch Uran ist endlich.

Was viele Atomkraftbefürworter vergessen ist das auch Uran begrenzt ist. In 100 Jahren sind auch diese Vorräte erschöpft.

Natürlich gibt es Fantasien mit Brütern diese Zeitspanne zu verlängern, so richtig funktionieren tut es allerdings bisher nicht.

Im Endeffekt ist es immer eine Frage von wem man sich abhängig machen will.

Gas (Russland, USA wenn Fracking ein Erfolg ist)?
Uran (Niger, Kanada)?
Kohle haben wir selber und Sonne+Wind sind frei verfügbar.

Deshalb lieber jetzt in EE investieren damit man nicht komplett von anderen Nationen für die Energieversorgung abhängig ist. Das schont auch den Geldbeutel in der Zukunft wenn die Ressourcen knapper und dadurch auch teurer werden und unsere einheimischen Reserven halten länger.

@mr_mad_man -> Auslegungsstörfall

Auf Erdbeben wurden die japanischen AKW durchaus dimensioniert. Schließlich haben eine Menge AKWs im Erdbebengebiet nach Registrierung des Erdbebens eine automatische Notabschaltung eingeleitet und erfolgreich durchgeführt. Nur leider waren die Blöcke in Fukushima nicht auf ein Erdbeben und den kurz darauf folgenden Tsunami dimensioniert ... das war allerdings nach den Erfahrungen die Japan mit Tsunamis gemacht hat verantwortungslos!

messwerte

Also 60 Mikrosievert/Stunde sind schon ziemlich fett.
Da möchte ich nicht rumgefahren werden.
Wir haben hier zu Hause einen Geigerzähler, der ist geeicht (kalibriert, kriege ich gerade gesagt) na egal, jedenfalls sind normal so um die 0,2-0,3 Mikrosievert/Stunde bei uns in der Gegend.
Seit einigen Monaten mit ganz ganz leicht steigender Tendenz, wird wohl kaputt sein das Ding.

@Woschtfettkopp

Nur leider waren die Blöcke in Fukushima nicht auf ein Erdbeben und den kurz darauf folgenden Tsunami dimensioniert ... das war allerdings nach den Erfahrungen die Japan mit Tsunamis gemacht hat verantwortungslos!

Inzwischen hat Tepco eine Studie veröffentlicht und darin zugegeben, dass die Kernschmelze in den Reaktoren direkt durch das Erdbeben ausgelöst wurde, und der Tsunami nichts damit zu tun hatte, dieser hat die Gesamtsituation lediglich verschlimmert.

Außerdem wurde die Japanische Regierung bereits 2008 von der IAEA darauf hingewiesen, dass die Atomkraftwerke nicht ausreichend vor Erdbeben gesichert sind.
hxxp://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,751212,00.html

Leider korrekt...

> Inzwischen hat Tepco eine Studie veröffentlicht und darin
> zugegeben, dass die Kernschmelze in den Reaktoren direkt durch
> das Erdbeben ausgelöst wurde, und der Tsunami nichts damit zu
> tun hatte, dieser hat die Gesamtsituation lediglich
> verschlimmert.

Das ist leider korrekt, aber die Mär vom Tsunami als Verursacher hält sich hartnäckig, was ja auch nicht ganz unverständlich ist.
Trotzdem ist sie leider falsch.

//M

Atomkraft

Es gibt ein Restrisiko, welches Unfälle ermöglicht die riesige Landstriche verseucht und unbewohnbar macht.
Uran ist endlich und steht nicht viel länger zur Verfügung als Öl und die Ressource ist auch noch in politisch instabilen Nationen verortet.
Eine Endlagerung von Atommüll ist nicht möglich, jedenfalls nicht über den notwendigen Zeitraum. Die externen Kosten von Atomkraft sind enorm. Es sollte wirklich nach Alternativen gesucht werden. Das zeigen Asse, Tschernobyl, Fukushima und viele andere Beispiele.
Ich verstehe die Anhänger von Atomenergie einfach nicht.

@Metaebene Block 4 ...

Der Reaktor 4 war zum Zeitpunkt des Tsunamis/Erbeben ausser Betrieb. Der Deckel des Druckbehälters war demontiert und alle Brennstäbe im "fuel pool" im obersten Stockwerk (4. Ebene) gelagert. Durch den Ausfall der Kühlung nach dem Tsunami verdampfte das Kühlwasser des Brennstäbe-Beckens so weit, dass die Brennstäbe teilweise nicht mehr durch das Wasser gekühlt wurden. Das führte zu Temperaturen von mehr als 2000°C und zu Reaktionen der zirkonium-haltigen Brennstabhüllen mit Wasser zu Wasserstoff und Zirkoniumoxyd. Der Wasserstoff führte in Verbindung mit dem Luftsauerstoff zu einer riesigen Knallgasexplosion, die das Gebäude extrem beschädigte.

Gruß
Brummbär

@ Ruhepol: Ich weiß, ich bin gierig.

Zitat: "Deutschland wird mit Wind, Wasser und Sonne einen weltweiten Neuanfang einleiten und dabei auch noch gut Geld verdienen :-)"

Sehe ich genauso, wenn die Lobby die Stimmung im Lande nicht doch noch mal kippen kann.

Trotzdem bin ich gierig und wünsche mir auch noch soviel Dezentralisierung wie möglich.

Gruß, zopf.

Die Energieerzeugung

gehört in öffentliche Hand zum Selbstkostenpreis.

Dächer sind dazu zu enteignen.

Energiekonzerne sind zu Verstaatlichen, vorhandenes Kapital ist gänzlich in den Netzausbau zu schaffen.

Regionen die meinen sich an Stromproduktion nicht beteiligen zu müssen (z.B.Schwarzwald "Windräder sind schlecht für den Tourismus)sind konsequent von der Stromversorgung zu trennen.

Energievergeudung ist Konsequent zu bekämpfen (nächtliche Beleuchtung von irgendwelchen Gebäuden, Fliegen ist einzustellen.

Die Latte der möglichen Maßnahmen ist schier endlos lang. Nur leider nicht bequem.....

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